i;ne Besitzer, der über den Flächeninhalt seines
Steuern bewirt- seine daß er
Grundstücks nicht richtig orientiert war. bewirt- schaftete aber nur eine Parzelle von 20 Ar, iie durch Marksteine abgegrenzt war. Sn seine zweite Parzelle rückte der Nachbar ein, so daß tcssen Besitztum wiederum vom Nachbar bc» virtschaftet wurde. Da die nachfolgenden Grund- .fiide ziemlich eine Größe hatten, wurde man licht auf d^n Irrtum aufmerksam. Durch das Aufrücken war das vorletzte Grundstück der kewann herrenlos und kam an die Besitzer der tzeloanngrenze. Bei der Vermessung eines dieser Letzten Grundstücke stellte sich heraus, daß die ^wirtschaftete Fläche weit größer war, als »zahlenmäßig angegeben. Man ging der Sache cuf den Grund und konnte alle Irrtümer auf- Lrcn, so daß zu hoffen ist, daß die beteiligten drundstückseiaenlümer in gütlichen Verhandlungen zu den iynen rechtlich zusteheirden Parzellen irückkehrcn. Die etwas verwickelte Sachlage hat ’.id) noch eine humoristische Seite. Der iusmürler, der seit vielen Jahren die ir das Grundstück zahlte, das er nicht haftete, hatte im letzten Jahrzehnt igene Parzelle gepachtet, so
Dch den Pachtpreis bezahlen muhte.
Am Samstag 25jafrtgt ödlich ver« fand die dics» -r Dezirsr-
Stic denWiÄ- betonte Sie rrzchim Sm . nai fi/igekgt» Men. Zurück» fo dah ein verzeichnen ist, miniagen aus inaesiiegm ist e Oktober 1928 jurikfetfobtn Mt tyarMe i verwaltet. Ä4 M heute, hnetngenvm» oardücher. Die IWM, le ilammaigenom« bestand ergeben L Bezirks ent- den Einwohml W OHL ©iw
. Die Anregun, arlicher Zu- x ßtadt und der iartn Boden gf Sprubclbottf dir 'M im Nahmen Abends der , zu dem auch i'en waren. Als ier Dr. Nie- ■ Demaltungs« Später einsehen« sdruck, dah dtt üam an der 2> >en Aufgaben ast JaufcbeHe» enarbeiten bM schon früher dtt sei, fischen de« rnehmen ju/r en .Herren gaben jrbern.
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l) Hartmannshain, 12. Nvv. Täglich »erden hier Nehe und Hasen nach den üjen Städten verladen. Die Jagd ist recht cgiebig und wird zur Zeit in allen Bezirken eifrig ausgeführt.
(D Ober-Seemen. 12. Nov. Die Natu- 2 li e n-S a m m l un g für unser Bezirks- ankenhaus ist nun abgeschlossen. In An- tracht der guten Ernte wurde reichlich gegeben, l daß mehrere Fuhren notwendig wurden, hiwtfächlich für Kartoffeln, Steckrüben und Ge° Küste. Wenn man das Krankenhaus weiter unter» 1hy, dürfte sein Bestand gesichert sein.
r— Groß-Eichen, 12. Nov. Gestern fand hi?r die Neuwahl des Kirch en vor st an- 6'6 statt. Die seitherigen Mitglieder, Karl Merz, August Zimmer, Ludwig Steuernagel, Wilhelm Myardt (Klein-Eichcn) wurden wiedergewählt. "tZn Stelle eines verstorbenen Mitgliedes und Ls wegen hohen Alters und Krankheit auf Diederwahl verzichteirden Altbürgermeisters 6dl erobert wurden August Hofmann und ‘Bürger» Mister Faust neuhinzugewählt. — Durch L e i - 1 ngsb ruch wurde dieser Tage das im Roh- Icu stehende neuePfarrhaus etwa 3/t Meter ui te r Wasser gesetzt. Wenn kein früher Frost staunt, dürfte Schaden am Mauerwerk kaum ent» Khen.
iwioo- tlwiiite Um itänbe halber intii-nert abzugeb. -^"lragen, nnt. HüftD an d. G. Anz. ^'bv'Uküche.Vuv- i"vs>nbe,möbt.. ver- •ft >Boflelfäfi9, B:n?uCtt,CU' §iar- iivstlbett btll. w88 imiw,®oe^eft671
Kreis Alsfclv.
i»4 Alsfeld, 12. Nov. Am Samstag und Corcntag sand in der hiesigen Festhalle dre 2 8. Derbanosschau der O b e r h e s s i s chen Meflügelzuchtvereine statt, die dem Kreis» Vflügelzuchtverein Alsfeld anläßlich der Feier strines 2ojährigen Bestehens überwiesen worden Im. Die Ausstellung wurde am Samstagvor- nitttig mit einer kleinen Feier vor einem Kreis gtabener Gäste eröffnet. Nach einer Begrüßung s- orip-rache des Vorsitzenden, Lehrer Stoll (Alten- Äur.j», überbrachte KreiSdircktor Dr. Stamm- Itr dem Iubiläumsverein die Glückwünsche zu hin er Feier und zu der Ausstellung, wobei er auf bi, große volkswi rtschaftliche BedrÄung der Ge- stiqelzucht hinwies und zu deren Hebung auf» forberte. In ähnlichem Sinne sprach Bürgerin! ster Dr. D ö l s t n g. welcher als Vertreter bk Stadt deren Glückwünsche übermittelte, sowie bei Generalsekretär des Landwirtschaftskaamner» dl । <± uff cd für die Provinz Oberhessen, Oeko» nomicrat Dr. Wagner, und der Vertreter des Drzuchtsinstituts der Universität Gießen, Dr. ihrig. Dieier teilte in seiner Ansprache die be- «tlenswerte Tatsache mit, daß alljährlich Wer 30) Millionen Mark ins Ausland gingen für Sici* mri> Geflügeteinsuhc. Namens des ober» shkisifchen Geflügelzuchtverbmrdes sprach dessen ^-sitzender. Kolter (Bad-Nauheim), der die 3rüße des Verbandes überbrachte und die Aus- $t.lung für eröffnet erklärte. Alsdann folgte ein Dibgang der geladenen Gäste durch die Aus- Itdung. Mese war recht gut beschickt, vor allem mit Autzgeslüget, rnsbesondere Hühner und Tau- Her Außerdem waren ausgestellt Enten, Gänse, $..ien, sowie Kaninchen, msgesamt etwa 700 li-rc. Der Besuch der Ausstellung am Sonntag axr trotz der ungünstigen Witterung ein recht ginr und auch für den Nichtzüchter von Snter* •fle, da eine ganze Anzahl seltener und inter» ■fijiuler ©eflügelarten vertreten toaren. Seitens Dr Schulen wurde die Gelegenheit zu einem orie.lhaftcn Anschauungsunterricht in ausgie- Äciv Weise benutzt. Bei'Gelegenheit dieser Aus- Itliing zeigte sich wiederum, dah die städtische FiÜhalle, die von der Stadt unentgeltlich für die iäiöitenung zur Verfügung gestellt worden war, iii Ausstellungszwecke sehr geeignet ist. Für die :Äiss!ellung hatte die Stadt einen Ehrenpreis ; i;e liftet.
'!' Mücke, 12. Nov. Gestern fand hier der ° Mkrjührtge Dirigententag des Ohm- iSimZ) atal°Sängerbundes unter der Lei- des Vorsitzenden, Becker (Kesselbach), statt. iZriächst verhandelte man über die Beitrags» °>'ih e der Vereine, die wegen Mangels : iiivS Dirigenten vorübergehend nicht fingen fön» •«i Es wurde beschlossen, daß solche Vereine ■ar den Beitrag für zehn Mitglieder zu zahlen ;Müenu Dann folgte der Bericht über die öän» :;;<t tagung in Gießen. Bei der anschließen»
Wahl eines Musikausschusses
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nrnerhalb des Bundes wurden gewählt die Dirigenten Schäfer (Nieder-Ohmen), Dönges (Merlau), Müller (Bobenhausen), Graulich (Burg°Gemünden> und Schomber (Kesselbach). Diesen Herren fällt zunächst die Aufgabe zu, über die für das Wertungssingen in Aussicht gestellten Chöre zu entscheiden. Es handelt sich um den Chor Retterlied von SchenkeWaa) und »Wo gen Himmel Eichen ragen“. Dieses Jahr stellte man den einzelnen Dirigenten anheim, das Wahllied aus dem Gebiete des VcÄs-, oder Kunstgefanges zu entnehmen, während man im vergangenen Jahre dem VollsliÄ) den Vorzug gab. Das We r tu n g s sin g en findet am 7. Juli 1929 in Bleidenrod statt. Die Aussprache über die einzelnen Punkte war sehr rege.
Kreis Lauterbach.
WSN. Lauterbach, 12. Nov. Wie der „Lauterbacher Anzeiger" mitteilt, wurde in der Gemeinde Dernshausen (Kreis Lauterbach) amtlich ein Fall von Paratyphus festgestellt: ein 21jähriger junger Mann liegt an der Krank» heit darnieder. Die Arsache tonnte noch nicht festgestellt werden. In Angersbach sollen drei Personen an Paratyphus erkrankt sein, wovon ein Fall tödlich verlief.
ch Lauterbach, 12. Nov. Die Lichtbildstelle des Kreisschulamtes nimmt ihre Winterarbeit jetzt wieder auf, nachdem für die Schulen des Kreises etwa ein halbes Jahr keine Borführungen ftattgefunden haben. Im Laufe des Winters werden selbst die Schüler der entlegensten Landschulen Gelegenheit bekommen, einige hochwertige belehrende Filme kennenzulernen, darunter als den ersten „U 9". Weiter werden laufen die Filme: Die Nibelungen, Das kalte Herz (nach nach einem Märchen von Hauff), Quo vadis, Onkel Toms Hütte, Der Faust. Die Ueberschüsse aus diesen Filmvorführungen kommen zwei gemeinnützigen Zwecken zugute: der Lichtbildeinrichtung und der Wanderbücherei des Kreises. Sehr gespannt ist die Bevölker.ung auf den von Schulrat Lorentz selber aufgenommenen Heimatfilm: „Mit der Bogelsbergbahn von Frankfurt a. M. über Stockheim—Gedern—Hartmannshain nach Lauterbach.“
4= Engelrod, 12. Nov. Schon feit einem halben Jahr ist unser Kirchspiel verwaist, seit dem Wegzuge von Pfarrer L e h i n g nach Ortenberg. Da die Pfarrstelle wegen der Schwierigkeit des Dienstes mit ihren vier Filialgemeinden zur Neubesetzung alsbald wieder ausgeschrieben war, hoffte die Gemeinde, bald einen neuen Pfarrer zu bekommen. Leider hat sich aber auf das erste Ausschreiben niemand gemel» d e t, trotzdem die Kirchengemeinde eines der schönsten Pfarrhäuser Oberhessens ihr eigen nennt, samt Gemeindesaal und Konfirmandensaal. Die Stelle mußte ein zweitesmal ausgeschrieben werden. Diesmal fand sich ein junger Geistlicher, Pfarrer Dotzert, Gießen, bereit, in den Vogelsberg zu gehen. Dem Vernehmen nach muh Pfarrer Dotzert auf feiner gegenwärtigen Verwalterstelle in Gießen aber noch so lange ausharren, bis eine dort offene Stelle beseht ist. DarWer kann nun leider noch eine lange Zett vergehen. Einstweilen wird der Hauptdienst nebst Kvnfirmandenstunden in Engelrod von Pfarrer Z e y f u ß mitversehen. Wie soll das aber möglich fein, wenn erst der Schnee die Wege beschwerlich macht? Auch im Interesse des Spezialvikars wäre es darum dringend erwünscht, wenn Engelrod bald seinen neuen Pfarrer bekäme.
Em Protest der hessischen Kanzlei- nnd Vureaubeamten.
Zu einer gemeinsamen Versammlung zwecks Stellungnahme gegen die durch das neue Be - s oldungsgeseh eingetretenen Härten und Zurücksetzungen hatte die Arbeitsgemeinschaft Hessischer B u r e a u be a m te n - verbände die Mitglieder der angeschlossenen Verbände nach Darmstadt einberufen. Die hessische Regierung hatte mehrere Vertreter entsandt. Von den cingelabenen Mitgliedern des Finanzausschusses des Landtages hatten nur Äe Landtagsfraktionen der Deutschen Volks- Partei, der Sozialdemokrattschen Partei und der Komm. Partei Vertreter entsandt. Der hessische Deamtenbund war durch seine beiden Vorsitzenden vertreten.
Die Versammlung wurde, so berichtet man uns, durch Wehr ich (Darmstadt) geleitet, der eingehend zu dem durch die Besoldungsordnung geschaffenen Unrecht und den vorhandenen Här» ten im allgemeinen Stellung nahm. Wiederholt brachte er zum Ausdruck, daß gerade die Bu- reaubeamten und deren Anwärter am schlechtesten behandelt worden seien und hier unbedingt durch den Stellenplan und die Desoldungsnovelle Besserungen geschaffen werden müßten. Daß dies möglich sei, wurde von ihm eingehend begründet. Seitens der Vorsitzenden der einzelnen Verbände wurden unzweideuttg die bcrechttgien Forderungen vorgebracht und immer wieder auf die vorliegenden ungünstigen Verhältnisse bin» gewiesen. Insbesondere wurde auch erklärt, daß es — und nicht zuletzt — an den Landtagsabgeordneten gelegen sei, für die berechtigten Forderungen der Dureaubeamten einzutreten. Ausgabe und Pflicht derselben müsse es sein, als gewählte Vertreter des Volles auch hier das begangene Unrecht zu beseitigen und für Besserstellung einzutreten.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orb ach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach- redaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr 187.
Don K. Traxler.
Schwarz.
3 b c d e l g h
a b c d e r g h Weiß.
Weih zieht und setzt in drei Zügen matt.
Weiß: 6 Steine. Kb2; Da5; Tf6; Lc5, e2; Sg7.
Schwarz: 12 Steine. Kg3; Dh2; Th6; Lgl; Sa7, hl;
Bd7, e3, e4, g2, h3, h5.
Endspiel Nr. 65.
Don L. Holzer, Graz.
s
Schwarz.
g
8
6
D
3
2
4
d e
Weiß.
g h
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Weih am Zuge erzwingt das Remis. Weiß: 6 Steine. Kh2; Df3; Sc4; Bd3, g2, h4. Schwarz: 10 Steine. Kg6; Db8; Lc7, h7; Bd4, e6, f4, f7, g7, h5.
Eine sehr elegante Aufgabe.
Lösung des Problems Dr. 184.
Don I. Salminger.
1. Sei—e2, d4xc3. 2. Lb8-e5! beliebig.
3. Da8 oder Sxc3 matt.
1..... Te5 (Lh6). 2. Dd7 + , KXe4.
3- Dd7xd4 matt.
1..... Le5. 2. Db5+, Kxe4.
3. Dc6 (b7) matt.
1......Tf5. 2. Dd7,+, Kxe4.
3. Dd7xf5 matt.
Aus der Schachwelt.
Im 3. Internationalen südamerttanischen Schachturnier, welches im argentinischen Badeorte Mar del Plato abgehalten wurde, siegte Grau vor Palau.
Der Städtewettkampf Berlin — Stockholm, welcher tn Berlin ausgetragen wurde, endete unerttschieden.
Capablanca spielte kürzlich in Essen gegen ein Honorar von 500 Mk. dreißig Simultanpartien. Er gewann 24, machte fünf unentschieden und verlor nur eine Partie. Ein glänzendes Resultat,, wenn man bedenkt, dah unter den Mitspielern die 1. Klasse teilnahm, und Spieler wie v. Rüh verloren.
Aljechin spielte in Paris acht Blindpartien und gewann sie sämtlich.
Lasker befindet sich gegenwärtig in Amerika.
Die Tiarrenkappe.
Splltter und Sparren vom Redaktionstisch.
Protest.
Bei der Fahrprüfung rennte Max Behrendt mit feinem Wagen zunächst mal in einen Vorgarten. Das war noch nicht so schlimm, denn es wuchsen Levkoien in dem Gatten und eine be* sondere Art Rosen, die sehr nett anzusehen waren.
Das Schlimme kam erst später; da fuhr Max Behrendt ein Reiterdenkmal an und richtete es so zu, dah niemand wußte, ob es sich bei dem Monument um einen Kavalleristen oder einen Fußgänger Handelle.
Im Anschluß daran geriet Max Behrendts Magen mit dem Bug in das Schaufenster eines Sarggeschäfts. Schließlich kappte er einen Mast der Straßenbeleuchtung und stieß so unglücklich gegen eine Rotunde, dah der Examinator in hohem Dogen von seinem Sitz aufs Pflaster flo^.
„Cs ist natürlich fein Gedanke daran, daß Sre einen Führerschein kriegen!" ächzte der Unglück- 1 liche.
„Na, Herr Rat, Sie dürfen nun aber auch nicht rigoros fein!“ antwortete Max Behrendt vorwurfsvoll. (Lust. Dl.)
Praktische Anordnung.
Tief im Schwarzwald, dort, wo er garu dunkel ist, liegt ein kleines Städtchen, und mitten in diesem Städtchen befindet sich die Ladengasse, ein schmaler Durchgang zwischen zwei Häuserreihen. And dort, wo sie sich tn einem Winkel verliert und es ganz finster ist, hat das Bürgermeisteramt eine Tafel angebracht mit den tiefsinnigen Worten:
„Hier ist es bloß den Hunden erlaubt."
Ganz schön, nur wie bringt man das de« Hunden bei? C.
Für die Regierungsvertreter gab Ministerialrat Dr. von E i f f u. a. eine Erklärung dahin ab, daß für die Desoldungsordnung in Hessen diejenige im Reich und Preußen maßgebend gewesen sei. Er müsse ausdrücklich feststellen, daß die Verbände in jeder Beziehung ihre Schuldigkeit im Interesse ihrer Kollegen getan hätten. Die Regierung habe stets Verständnis und Bereitwilligkeit in bezug auf die vorgebrachten Forderungen gezeigt, und sie werde dies auch weiterhin entgegenbringen. Ob allerdings der Stellenplan schon die gewünschten Besserungen bringe, sei noch fraglich. Der Zeitpunkt der vom Recch vorzulegenden Novelle zum Besoldungsgesetz sei zweifellos gekommen und werde wohl auch von der Regierung erwartet.
Seitens des Abg. S t u r m f e l s (Soz.) wurde erklärt, dah zur Verabschiedung des hessischen Besoldungsgesetzes wenig Zeit vorhanden gewesen sei, da ja die Beamtenschaft auf rasche Erledigung gedrängt habe. Gegenteilige Aeuhe- rungen wurden aus der Mitte der Versammlung und durch den 1. Vorsitzenden des Hess. Deamteirbundes dahingehend abgegeben, daß Hessen doch reichlich spät, nachdem in anderen Ändern dies schon längst erfolgt war, zur Verabschiedung des Besoldungsgesetzes gelangte. Nachdem noch die Vertreter der Deutschen Volkspartei und der Kommunisten zusagende Erklärungen abgegeben hatten, ergriff der Vorsitzende des Hess. Deamtenbundcs, Dr. C l a h . das Wort zu längeren Ausführungen. Er erklärte u. a., daß nur ein fester Zusammenschluß und gemeinsame Arbeit zur Erreichung der berechtigten Forderungen führen können.
Zum Schlüsse der Versammlung faßte diese folgende, einstimmig angenommene Entschließung: „Die in Darmstadt stattgeh ibte, zahlreich
besuchte gemeinsame Versammlung der hessischen Dureaubeamtenverbände erhebt Protest gegen die Zurücksetzung der hesiischen Kanzlei- und Dureaubeamten am Anfang und Ende der Laufbahn und die Verkürzung des Desoldungsdienst- allers in der neuen hessischen Besoldungsordnung vom 30. März d. I. und fordert ihre Be- feitigung in dem noch ausstehenden Stellenplan, in den Ausführungsvorschriften und in der von den Regierungsparteien in Aussicht gestellten Novelle zum Desoldungsgesetz. Die Vergütungen der Kanzlei und Dureaugehilsen bedürfen einer Erhöhung. Die Kanzlei- und Dureaugehilfen wünschen eine frühere Ablegung der Sekretärprüfung. Die bisherige Anstellungsart soll beibehalten werden. Besonderen Wert legen die geprüften Sekretäre auf die neu geschaffenen Stellen in den Ministerien. Ferner wird der Aufstieg der Sekretäre in die mittlere Laufbahn gefordert. Das hessische Kanzlei- und Dureau- personal ist für Staat und Voll ebenso nötig und erfüllt seine Amtspflichten auch ebenso gut. wie die übrige staatliche Beamtenschaft. Nichts kann die Schlechterstellung in der neuen Hess. Besoldungsordnung begründen."
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