Aus der Provinzialhaupistadt.
Sieben, den 13. 3uli 1928.
Oas deutsche Lied.
Don Walter Gteeger.
Heer tonn nicht sein ein böser Wut, Do da singen Gesellen gut.
Hier bleibt kein 3t>m, Zant. Haß und Leid. Deichen muh alles H«rzeleid.
Geiz. 6org und was sonst hart anleit. Fährt hin mit aller Traurigkeit.
singt die Dittenbergisch Lachtigall, Doktor Mar- ttnus Luther, vom deutschen Lied. Etn prächtiger, edler De'ang. tote er schöner die magische Kraft des deutschen Liedes nicht verherrlichen kann: Deichen muf) alles Herzeleid Dos ist die hohe Sendung des deutschen Liede-: alle Trau- rigteit, alle- Herzeleid fron der menschlichen Seel« j^u nehmen und sie mit neuem Wut und mit neuer Hoflnunq-freudigkett tu Erfüllen. Wer ■ cht allein mit Wut und Hofsnunasfreudlgkelt, sr»ndern «ich rott einem starken festen Gott-
Aus allen unseren Wegen begleitet uns dadeut'chc Lied 06 vir durch da- Tal des Leide- wand-rn. oder auf dem DergeSgipsel höchster Glückseligkeit stehen. — in uns singt und klingt do- deutsche Lied Bald fein und -art wie ferne kaum hörbare Gngelfiimmen. dann wieder laut und stark wie Gdxkengeläut. Wo wir di« Spuren der deutschen Heimat suchen und aus ihren ODegen gehen, ist unS im deutschen Lied ein treuer Kamerad zur Seite. Und es hält auch ml uni. wenn wir unteren Weg über die Erde hinau-wantern und «in Ziel suchen im un- endüchen Sternengeflimmer über unS. Leuchtend weist es den Weg »u Gott, wie eS von der Pracht und Schönheit deutscher Grd« singt.
Das deutsche Lieb: da- ganze Deutschtum schließt das Wort in sich, wie es ja auch D«r- körperer des deutschen Wesen- und Tharakters ist. Don deutscher Treu« und Winne, von deutscher Ehrfurcht und Demut vor dem Göttlichen, mm deutschem Wut und Kampf, von deutschem Willen uno Siegen siirgt es. Licht in gleißenden •Sorten. X« tot« funkelnder Stein blitzen und Menten. nein schlicht und einsach sind die Worte, ttrtc der Landnrann draußen auf dem Felde. Aber sie sind ttefempfunden und echt wie lauteres Sonnengold, da- morgen» durch da- Fenster flutet.
Licht- begegnet uns im Leben, von dem nicht da- deutsche Lieb etwa» zu sagen weiß. „Alle- Zarte, Schöne, was die Brust bewegt, alles göttlich Hohe, da- -um Himmel trägt: alles da» erblüht freudig aus dem Lied."
Wer da- deutsche Lied hat auch noch eine ander« Mission, als traurig«, bedrängte Herzen wieder fröhlich schlagen yu lassen, von unserer Seele alle- Lastende und Drückende zu nehmen — e- hat die göttliche Mission: unser durch Zwist und Streit entzweites Doll -u einen. Wohl die schönst« aller Missionen, die dem deutschen Li«d gegeben werden tonnt«, von dem Fells Dahn zu fingen weiß:
Das to*t mit Odins Wunderwaffen
3n raschen Schlägen, schlochtbewäbrt,
11 nb ruhmvoll hat da- Reich geschaffen, — Wir preisens hoch: da- deutsch« Schwert. Und da- im Frieden leis« webte Der Treu« Band um Süd und Rorb. Mit einem Deist uns all belebt« — Vergeßt es nicht: das deutsch« Wort. Doch das in langen, bangen Tagen.
Da jede Hoffnung deucht« tot.
Den Ruhm au« unsrer Vorzeit Vogen Als Trank der Auferweckung bot.
Das nie verstummte, nie ver-agte, Das zürnte, weckte, mahnt«, riet. Dem Fremdherrn^vana zu trotzen wagte: — Das war do- kühn« deutsch« Lied.
Und als zum Schutz des RbcinS die Scharen Ausgewogen, zog e- treulich mit Und — nach dem Kampf — Triumphfanfaren Anhob es zu der Sieger Schritt.
Und segnend soll, bi- Zank und Streiten Versöhnt aus unferm Dolle schied.
Deschtoichteich soll die Schwingen breiten Ob unferm gleich bas deutsch« Lied!
Das also ist di« höchst« Mission des deutschen Liedes: zum Einiger seines Holle8 zu werten!
Dor dem Krieg« wohnte es überall, das deutsch« Lied: in allen Gauen de- Vaterlandes. Öm prächtigsten Schloß toi« in der Hütt« des Armen Heute hat es so motuchen Platz am deutschen Herd verloren. Traurig steht es vor knet Tür. hinter der «S «inst gewohnt Einern fremden Wesen muhte es weichen, das sich auch
als L».ed bezeichnet. Wer das deutsche Lted verzweifelt nicht. Wag heute auch noch so sehr sich fremdes Wesen in Deutschland breit- Smacht haben und triumphieren, da- deutsche ed kennt Herzen, die chm treu ergeben sind und es heiß und tief lieben. Und es weiß: di« Träaer dieser Herzen werden darum kämpfen, daß es einstenS wieder in jedem deutschen Heim «ine Bleibe findet.
Diele Kämpfer um das deutsche Lied haben sich zusammengeichlossen in den deutschen Wänncr- aesangvere-.nen. Diese sind heute die Heimstätten des deutschen Liedes, nachdem sich ein großer Teil des deutschen Dolle- von chm abgewandt. Und die deutschen Wännergesangvereine. au- kammengeschlofsen tm Deutschen Sängerbund, hüten und lieben dos deutsche Lied wie «inst unlere Urväter.
Große Serien.
Endlich ist der langersehnte Tag gekommen. Zmn letztenmal wandern h?ute untere 3ungen» und Mädels in die Schule, um dann für vier lange Wochen frei von allein Schulzwang sich der goldenen Freiheit zu erfreuen. Wielange schon hoben sie auf diesen Augenblick aetoartetl
Gin Gefühl fron wundervollem FreiheitSglüll geht durch die junge Welt. Vier Wochen lang braucht man sich nicht mehr um di« Schule zu bekümmern, braucht man sich nicht zu sorgen, doH man rechtzeitig in die Schule kommt und seine Ausgaben richtig gelöst hat. Die Bücher, aus denen man die Weisheit schöpfen soll, können mm friedlich mit den Aufsatz-. Dlltat- und Rechenheften in irgendeinem stillen Winkel schlummern. Statt zu lernen und sich den Kops zu zerbrechen, darf man sich tummeln und erholen, farm man von morgen- bi- abends in Feld und Wald umherstreifen, kann fingen und wandern, kann neue Eindrücke auf sich emtotrfen lallen. Glücklich sind die Kinder zu nennen, deren Ellern wirtschaftlich so gestellt sind, daß mm auch sie sich Ferien nehmen oder geben lassen können, um gemeinschastlich mit ihren Kleinen die Ferienfreuden zu genießen, um mit ihnen eine Serienreife zu unternehmen. Eine solche Serienreife ist für die Kinder ja nicht nur ein Vergnügen, sondern auch ein vorzügliches Unterrichtsmittel, geschichtlich, geographisch, naturtoif» senschastlich usw. WaS bisher nur toter Buchstabe war. der oft recht bald dem Gedächtnis wieder entfloh, wird durch eine Reise zum lebendigen Bild, da- sich dem Gemüt unauslöschlich einprägt.
Gs braucht durchaus keine weite und kostspielige Reise zu fein. Wenn sonst irgendwo, so gilt gerade hier da- Wort: „CEDarirm in die Ferne ichweifen. sieh, das Gute liegt so nah!" Unsere engere Heimat, der Vogelsberg und das Labn- tal, bieten fo viel Laturschönheiten, sie Haven so manchen idyllischen Ort. daß man hier weit besser, oder zum mindesten ebenso f$5n sein« Ferien verbringen kann,' wie in weit entfernten Gegenden.
Erfreulicherweise wird auch für unsere zu Hause bleibende Schuljugend in weitgehendem Maße gesorgt. Viele Städte haben für diese Kinder Feriensvaziergänge und Waldspiele einge führt und lassen babei ihnen zum Frühstück auch oft noch Milch verabreichen Edle Menschenfreunde sollten sich da die Hand reichen, um dazu beizutragen, daß auch den Kindern, die e- am nötigsten haben, wahre Ferienfreude zuteil wird und sie nach Ferienschluh gekräftigt zur Schule zurückkehren können.
Wöge allen unseren Buben und Mädels di« schöne Zeit der Ferien eine wahre Erholung bringen und möge chnen nicht versagt bleiben, waS dazu in erster Linie gehört: echt«-, schönes Ferienwetter. —ch.
Reichsgesehliche Unfallversicherung von Kraftfahrzeug., Gespann« und Reittierhaltungen.
Vom Dersicherungsamt der Stadt Gießen erhalten wir folgendr Zuschrift:
3m eigensten Interesse aller Beteiligten wird darauf hingewiesen, daß nicht nur die gewerbsmäßigen. d. h. lohnsuhrmäßigen, sondern auch alle nicht gewerbsmäßig betriebenen Fahrzeug- und Reittierhaltungen (hierher gehören auch private Rennställe und Traberställe» ter reich-gesetzlichen Unsallversicherung unterliegen, sosern hierbei Arbeitnehmer, wie Kraftwagensührer.Wagenreiniger, Kutscher. Pfertepsleger. Trainer, Jockey-. Stallleute oder sonstig« Hils-Personen, toenn auch nur gelegentlich oder zeitweise, beschäftigt werden. Versicherung-Pflichtig ftnb ferner, was besonders zu beachten ist, kaufmännische Angestellte, die ihnen -ur Verfügung gestellte Kraftfahrzeuge selbst fahren oder instandhalten. Hierunter fallen Direktoren. GeschästS'ührer. Prokuristen und andere leitende Persönlichkeiten kaufmännischer
oder gewerblicher Unternehmungen, Reisende. Vertreter und Bureauperional feglicher Art.
Richt gewerbsmäßig gehalten im Sinn« des Gesetzes werden alle Ära*tfabezeugt tauch Motorräder. sofern sie von vcrfidxrur.gevflistigen Personen felbst gefahren oder instandgetelten werden), Kutschgespann« und Reittterc. di« zu privaten, sportlichen, gefchäfllichen, berullichen oder wissenschaftlichen Zwecken Verwendung finden. Die Halter solcher Fahrzeuge oder Pferde haben bei Vermeidung von Ordnungsstrafen bi- zu 1000 Mark ihre Haltungen binnen einer Woche nach Inbetriebnahme ter Fahrzeuge usw. bei der zuständigen Genossenschaft für die Reichsunsall- verfichcrung der Fahrzeug- und Reittierhaltungen lDerussgenos'enschast Rr. 68, Berlin SW 11. Klcin- oeerenstraße 25). durch Vermittlung d«S ftäbL Versicherung-amts. Gartenstrahe 2, Seitenbau, anzumelden.
Die allgemein üblichen Haftpflicht-, Unfall-, Kasko- usw. Versicherungen bei privaten Versicherungsgesellschaften befreien in keinem Falle fron der Reichsunfallversicherung.
Taten für Lamötag, 14. Juli
Sonnenaufgang 4 Uhr, Sonnenuntergang 20.11 Uhr. — Mondaufgnng 1.02 Uhr, Monduntergang 17.51 Uhr
1602. der Staatsmann Chiles Mazarin zu Pes- cina in den Abbruzzen geboren; — 1789: Beginn der französischen Revolution; — 1884: an der Kamerunmündung wird die deutsche Flagge gehißt; — 1887: der Industrielle Alfred Krupp in Essen gestorben, — 1909: Rücktritt des Reichskanzlers Fürst Bülow; von Bcthmann-Hollweg wird Nachfolger; — 1917: Staatssekretär Michaelis wird Reichskanzler: — 1920: der Maler Ulbert von Keller in München gestorben.
Voritotizcn.
Tageskalender für Freitag: Stadttheater Dießen: Groß-Rufsisches Rational- Orchester, 20 Uhr. — Schafferbewegung: Vortrag von Dr. Ernst Huickel. Franlfurt a. M., im Saal- bau Sauer, 8.30 Uhr. — Lichtspielhaus. Vahn- hosstraße: „Liebelei". — Astoria-Lichtspiele: Eddy Polo.
•* Di« neuen Arbeitsämter. Die (Ernennung der DertoaltungsauSschÜsse für die neu zu bildenden Arbeitsämter ist letzt erfolgt. Während die Vertreter der öfsentlichen Körperschaften durch die Länderregierungen bzw. Regierungspräsidenten bestellt wurden, sind die Vertreter ter Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Beisitzer und Stellvertteter durch den Präsidenten des Landesarbeitsamtes Hessen ernannt Worten. Von ten Arbeitgebern wurden mit einet einzigen Ausnahme für die sämtlichen Aemter Einheitslisten «ingereicht. aus den Reihen der Arbeitnehmer sind vier Listen eingegangen. Di« Ernennung der Vorsitzenden der Arbeitsämter und deren Stellvertteter erfolgt auf Vorschlag des Derwaltungsau-schusseS unter Leitung eines kommissarischen Vorsitzenden durch den Vorstand der Reichsanstall in Berlin. Die Ueberführung der Arbeitsämter in die ReichSanstall hat ter- artige organisatorische Schwierigkeiten verursacht, daß kaum vor dem 1. Oktober mit ter vollendeten Tatsache zu rechnen sein wird.
— Gedenket der durstenden Tiere! Gartenbesitzer stellt den Vögeln im Garten an schattiger Stelle eine Schale mit Wasser auf, das so oft al- möglich erneuert wird! Singvogelbesitzer, hängt eure Käfige mit den kleinen Sängern nicht tn die Somienhiye, sie leiden sehr darunter! Hundebesitzer, vergeßt das Trink- Wasser, besonder- für Kettenhunde, nicht! Richt alle Hunte gehen gern ins Wasser, zwingt sie nicht und übermütet die gern badenden Hunte nicht durch fortwährendes Herneinwerfen von Gegenständen, tenen ft« nachjagen sollen. Fuhrleute, laßt eure Pferde nicht rn ter Sonnenglut stehen und führt einen Eimer mit, daß ihr di« Pferde tränten könnt, so oft es nottut! Kaum jemand wird die Bitte um Wasser abschlagen. Gedenkt aller kleinen Haustiere, Katzen, Kaninchen, Geflügel, sie alle brauchen ihr Schälchen mit Wasser, wie die großen Lebewesen.
•• Verkehrssünder. In der Zeit vom 1. bis 30. Juni sind folgende Anzeigen gegen Fahrzeug- sichrer bzw. Kraft- und Radfahrer wegen Zuwiderhandlungen gegen oerkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben worden: 17 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 9 wegen Fah- rens auf Bürgersteigen: 11 wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit; 17 wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten; 9 wegen Fahrens durch gesperrte Straßen: 42 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.
Bon der Lahn. Heutige Wasserwärme der I Lahn 22 Grad Celsius.
* Gastspiel luget« P,afch-G,«- v« nb« rg im Stadtth«at«r. Wan schreibt uns: August« Prasch-Grevenberg. Ehrenm tglieo des Meininger Landestheaters — di« Mutter des neuen Intendanten —, wird erstmalig am Picrrfta.: A, in Rößlers „Die
fünf Frankfurter" als Gudula gastieren. Auguste Prasch-Greventerg die bis jetzt an ten Rein- yardt-Bühnen Berlin verpflichtet war, dürfte einem großen Teil des Gießener Publikums schon von früheren Gastspielen am Stadttheater Gießen ^«r bekannt sein. Sommerabonnements bafr«n
" Rosenschauen Wie au» tem brütigen Blatte ersichtlich iftt sieht die bekannte Steinfurcher Rosenschau Gebrüder Schultheis in diesem Lahre von einer Ausstellung ihrer herrlichen Rosen in Steinfurth ab und veranstaltet dafür eine große Sonderschau in Dad-Rauheim im Kurhaus am Samstag, 21. 3ull. Wir im Vorjahre die Schöpfungen dieser ältesten Ctthv- furtber Rosenfirma gesehen hat, wird sicherlich auch in diesem (Zähre eine Besichtigung nicht versäumen, die jedermann empfohlen werten kann. Di« BezirkSgrupp« Steinfurth im Landesverband Hessen-Darmstadt des Rcichs- oerbanteÄ des deutschen Gartenbaues veranstaltet am 15. und 16. Juli in Steinfurth tm Gasthaus .Zum Bahnhof" eine Ausstellung von etwa 25 000 Rosen aller Klassen, die ebenfalls für die Blumenfreund« recht sehenswert werten dürste und ter allgemeinen Beachtung empfohlen sei.
•* Reit- und Fahrturnier in Gießen. Ss sei nochmals auf das am kommenden LamStag und Sonntag in Gießen stattfintente Reit- und Fahrturnier hingewiesen Die Veranstaltung ist - - wie man uns schreibt — sorgsam vorbereitet, so daß eine glatte Abwicklung des reichhaltigen Programm- au erwarten ist. Am Samstagnachmittag um 4 Uhr fIntet, wie bereits mitgeteilt, vom Trieb auS ein Geländeritt mit Hindernissen statt, ter zum Teil vom öulen- kvps auS beobachtet werten kann. Reben den ausgesprochenen sportlichen Konkurreiczen im Reiten, Fahren und Springen am Sonntagnach» mittag auf ter Hardt werten auch einige Schaunummern. die mehr zur Unterhaltung des Publikum- dienen sollen, gezeigt werden. Für weitere Unterhaltung auf Dem Turnierplatz wird die Kapelle Topp sorgen. Die Ehrenpreise für die Sieger in den einzelnen Konkurrenzen sind in tem Pelzwarengeschäst Kretschmar im Sel- terSweg ausgestellt.
"Zur Richtigstellung. In tem Artikel „Sonntagsrückfahrkarten" von Diplom-Volkswirt Walter Hauschild („Gieß. Anz." Rr. 161 vom ll.Iuli) befindet sich ein sinnstörenter Druckfehler 3m ersten Absatz muß «S in ter 18 von oben nicht Somit agsfamttiLnkarten, sondern richtig Sonntag- sammel karten heißen.
(Sirtflcfanöf.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Wettbewerb zum Ortefranfenfaffengebäute.
Den ausgestellten Entwürfen ist leider kein Protokoll des Preisgerichts beigelegt. Für die Besucher ist es aber von besonderem Interesse, aus dem Protokoll zu erfahren, von welchen Gesichtspunkten sich das Preisgericht bei seiner Entscheidung, die in vorliegendem Falle nicht durchweg verständlich erscheint, hat leiten lassen.
Ich möchte deshalb bitten, die Ausstellung noch um einige Tage zu verlängern und während dieser Zeit auch das obenerwähnte Protokoll in der Ausstellung offenzulegen. R.
Berliner Börse.
Berlin, 13. Juli. (WTB. Funkspruch). infolge ter Reuyorker Diskonterhöhung, die iwch nicht so schnell erwartet worden war, und ter international anziehenden Geldsähe wurde man im heutiaen Frühverlehr wieder äußerst zurückhaltend und wollte erst einmal die WS- Wirkungen auf ten hiesigen Geldmarkt abwarten. Ein« Tendenz ist noch nicht zu erkennen. Kurse werden überhaupt nicht genannt. Arn Devisenmarkt hört man Paris 124,25, Mailand 92,84, Spanien 29,55, das Pfund 486,18 und den Dol- lar 4,1075.
Sprechstunden der Redaktion
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen.
Anzeigenausträge sind lediglich an M« Geschäft» stelle zu richten.
Für unoc rlangt eingesandte Manuskripte ohne beigesügtes Rückporto wird keine Gcwähr übernommen.
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DER SALEM-RAUCHER,
•chollen in der Fremde. Bevor ich wertererzlhlc, willen ich so viel Mühe verscheuchen and raucht
erzählt weitert
Glücklich lebte ich einige Zeit in meiner Vaterstidt Bagdad, bis ich ein neues starkes Schiff belud und abermals nach fernen Meeren in See stach. Nach einiger Zeit landeten wir auf einer einsamen Insel, wo wir zu unserem größten Entsetzen von Affenmenschen Oberfallen wurden. In großen Haufen Kletterten sie an Bord, und wir unterlagen der Übermacht. Fliehend verließen wir das Schiff und retteten uns auf die Insel, wo wir uns versteckten. Jetzt Kamen Tage der Verzweiflung, und ich bereute bitter meine Abenteuerlust; denn wieder war ich arm und ver
liebe Freunde, wollen wir das Geschenk Allahs genießen, um dessen und Sorge erlitt Laßt die süßduftende Cigarette alle trüben GedanKen t meine geliebte *>er™*,wn«
CIGARETTE
SALEM
AUSLESE
SINDBAD
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