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Aus der Provknzialhauptstadt.

Gießen, den 12. Dezencker 1928.

Don der Kunst des Schenkens.

Weihnachten, baS Fest der Geschenke, ist für viele ein Fest deS Gebens. Der eine schenkt reichlich und viel: unbedacht kaust er zusammen, vaS sein Geldbeutel hergibt. Der andere, dem da- Geld nicht in Strömen zuslieht. ärgert sich daß er nicht diese- oder jenes aus seinen Gabentisch au-breiten kann. Beide ahnen nicht, dah es eine Kunst deS Schenken« gibt, eine Kunst deren oberster Grundsatz ist: ©6 kommt nicht daraus an, w a « man schenlt, fentern wie man etwa- schenkt. Da« schöne Dibelwort: Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb", sollten sich alle, d'.e -um We.hnacht-leste ihre Lieben mit Geschenken erfreuen wollen, zu Herzen neh­men. Man soll nicht schenken, weil man sich ver­pflichtet fühlt, man soll Geichenke verteilen, d.e Freude bereiten. Und da hriht es sehr vor­sichtig sein. Gewiß kann einärmliches" Ge­schenk eine Enttäuschung bereiten, aber diese Enttäuschung ist nicht so schlimm, wie das Ge­fühl der Beschämung, das den Beschenkten er­füllen muh, dec ein allzu prunkvolles Geschenk erhält für das zu danien er niemals in der Lage sein wird. Die Kunst deS Schenkens ist be­sonders groß Kindern gegenüber. Gerade hier wird aus übergroßer Elternliebe viel gesündigt. ES ist manchmal ein grö­ßeres Geschenk und für die Zu.unst des Kindes viel wertvoller, wenn es an d.m Lichterbaum tritt mit einer «wissen Enttäuschung über einen nicht erfüllten Kinderwunsch im Herzen, als dah man ziel- und planlvs jeden Wunsch des Kindes erfüllt 3m Kindesalter ist die Begehrlichkeit außerordentlich groß. Deshalb muß man bei­zeiten anfangen, dem kleinen Kinderherzen zu »eigen, daß das Leben nicht alle Wünsche der Mensche.i erfüllt Weihnachten ist da- Fest des Schenkens, aber wessen Geschenk ohne Kunst dargebracht wird, der schenkt vergebens.

Daten für Donnerstag, 13. Dezember.

Sonnenaufgang 7.66 Uhr, Sonnenuntergang 15.52 Uhr. Mondaufgang 9.21 Uhr, Mondunter- gang 16.29 Uhr (Mond in Südwende).

1769: der Dichter Christian Fürchtegott Gellert in Leipzig gestorben; 1797: der Dichter Heinrich Heine in Düsseldorf geboren; 1816: der Inge­nieur Werner v. Siemens in Lenthe bei Hannover geboren; 1836: der Maler Franz v. Lenbach zu Schrobenhausen in Oberbayern geboren; 1863: Der Dichter Friedrich Hebbel in Wien ge­storben.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadt­theater:Fcllme", 19.30 bi» 22 Uhr. Dr. C. 3- Luther. München: LichtbilderoortragSchnee Ski Paddel", 8 Uhr, Große Aula. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Alt-Heidelberg". Astoria- Lichtspiele:Der Ritter von Texas".

Da« Stadttheater Gießen bringt, wie uns aus dem Stadtthraterbureau geschrieben wird, am Montag, 17. Dezember, zum erstenmal die Märchenkomödie .Pinkepunk' von Dr. Buch. Dieses Märchmstück wurde von vielen großen Bühnen des RricheS mit ausgezeichnetem Erfolg auf geführt. Dr. Buch ist Dberregtffeur am Frank­furter Schauspielhaus und ein ausgezeichneter Kenner nicht nur drr Thraterwirkunaen. sondern auch der Kinderpfyche. Freitag, 14. Dezember, findet die zweite Wiederholung deS erfolgreichen Stückes .Perlenkomddte" von Bruno Frank statt. Als Fremdenvorstellung wird Alfred Äeu- mannS .Der Patriot" am Sonntag. 16. Dezember, S Llhr abends, gegeben.

Johannes Lubahn, der Leiter des Heimstäienamts der deutschen Beamtenschaft und Geschäftsführer der Beamtenbausparkasse, ist wie man uns schreibt neuerdings schnell in Deutsch­land bekannt geworden. Er ist ein Mensch, in dem zu einem gütigen Herzen ein scharfer Verstand und ein überaus beharrlicher Wille tritt. Aus tiefster Kenntnis heraus, dah alle charitatioen Bestrebungen zur Besserung der Lage der leidenden Volksgenossen nutzlos bleiben, wenn nicht zunächst die drei Grund­bedingungen: Nahrung, Kleidung und Wohnung erfüllt sind, widmet Lubahn seine ganze Kraft der Bekämpfung der schlimmsten Seuche, die zur Zeit am Körper unseres Volkes zehrt: der Bekämpfung bet Wohnungsnot Er erreichte, als die Not der Zeit den Abbau vieler Beamten bedingte, das Ein- Verständnis der maßgebenden Behörden dazu, daß ein Teil der Abfindungssumme oder des Ruhe- gehalts der abgebauten sich in Heimstättenkredit umsetzen konnte; über 3500 Heimstätten für abge­baute Beamte erstanden bis jetzt in Deutschland. Aber Lubahn begnügte sich nicht mit dieser sozialen

Großtat; auf Grund der dabei gesammelten prof- tischen Erfahrung ging er im Verein mit Gleich­gesinnten daran, allen Beamten im Ami und Ruhe­stand die gleiche Möglichkeit zu erschließen; ein frei- willig abzutretender Teil des Gehalts sollte der Er­richtung der Heimstätte dienen und so sich Arbeits­lohn in gesicherten Kapitalbesitz verwandeln. Allen Schwierigkeiten zum Trotz gelang das Derk; in dem Reichsgefetz vom 30. Juni 1927, dem Reichs- heimftättengefeß, wurde es auf eine breite Grund- tage gestellt. Nunmehr ist jedem Beamtender Weg frei zur eigenen Heimstätte". Dieses Thema wird Johannes Lubahn am nächsten Samstagabend hier in Gießen in der neuen Aula der Universität eingehend erörtern. Man beachte die heutige Anzeige. e

* Stadtvervrdnetensttzung. Am nächsten Freitag, nachmittag- 4 Uhr beginnend, findet im StadtverordnctLn-Sihungssaale im Stad.haus. Bergstraße, eine öffentliche Stadt- verordnetrnsitzung statt. Auf der Tagesordnung stehen xl a. folgende Vorlagen: Erhebung eines Zuschlags zur Grunderwerbstcuer, Festsetzung der Gemeinde-Hundesteuer für 1929, Qlenterung und Reparatur der Kühlanlage im städtischen Schlacht- Hof, Erlaß einer neuen Polizeivervrdnung über die Wochenmärkte. Straßenbeleuchtungs-Ange­legenheiten. Polizciverordnuna und Ortssatzung über die Reinigung der Straßen und Plätze und Müllabfuhr, Errichtung einer Kraftwagenllnie.

"Leichter Schneefall trat heute vormittag in unserer Stadt ein. Auf den Straßen wurde die winterliche Gabe allerdings im Handumdrehen zu Schmutz, die Dächer konnten sich jedoch mit einer weißen Haube versehen. Im Vogelsberg wird die Lage natürlich anders fein. Unsere Skisportler, die schon am Som.tag zum erstenmal im Oberwald die Bretter anschnallen konnten, dürfen gute Sporthoff­nungen für den nächsten Sonntag hegen.

** 2 i c& t f e ft i n der Ebe Ist raße. Wie uns auS unserem Leserkreise berichtet wird, begehen einig« Anwohner der Ebelstraße die Werbe­wocheGießen Im Lickt" auf eigen« Art. Um gerade jetzt in dieser Wohnstraße mehr Acht zu schaffen, haben sie am oberen Ende der Straße zwei Sallaternen auf gehängt, die in den Rachtstunden die langersehnte größere Hellig­keit schassen. Die humorbegabten Anwohner hoffen aber, daß die Stadtverwaltung den zarten Wink verstehen und ihnen ein oder Atoei elektrische Straßenlampen zukommen lassen wird, damit auch über die Gicßener Lichtwoche hinaus es Heller werde in d-r Ebelstraße.

Hauskauf des hessischen Staates in Gießen. Dem Landtag ist eine Vorlage des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft zur Geneh­migung zugegangen, In der u. a. ausgeführt wird: Das Gewerbeaufsichtsamt Gießen ist zur Zeit in drei kleinen Räumen des ersten Obergeschosses des Hauses Nordanlage 7 untergebracht. Die Geschäfts­stelle des Verbandes Hess. Nassauischer Dampf- dreschereien als Gebäudeeigentümerin hat diese Diensträume gekündigt. Da die vorhandenen Räume für einen ordnungsmäßigen Geschäftsbetrieb völlig unzulänglich sind, wurde wiederholt versucht, mit Hilfe der Stadtverwaltung Gießen geeignete Dienst­räume anderweitig zu beschaffen. Bei der Aussichts­losigkeit dieser Absicht, wurde nach anderen ver­geblichen Bemühungen dem Ankauf des Hauses, Goethestraße Nr. 63, Ecke der Henselstraße, mit Vor­gärten nach beiden Straßen, nähergetreten. Das dreistöckige, massive, außen verputzte Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoß und Schiefer­bedachung, enthält in jedem der drei Hauptgeschosse eine geräumige 5-Zimmerwohnung mit Küche, Speisekammer, Badezimmer und Klosett, im Dach­geschoß eine Dreizimmerwohnung. Erd- und zwei­tes Obergeschoß haben je eine besondere Stockwerk- sammelheizung. Der bauliche Zustand des ganzen Hauses und dessen Geeignetheit wird durch die ein­geholten Gutachten als einwandfrei bestätigt. Bei einer überbauten Fläche von 15/16 Meter beträgt die Brandoersicherungssumme 52 250 Mark und der Vorkriegssteuerwert 55 000 Mark. Das Ortsgericht hat am 11. Juli 1927 den Verkehrswert der 662 Quadratmeter großen Hofreile zu 50 905 Mark ge­schätzt. Die Dorkriegsmiete der vier Wohnungen betragt 5000 Mark. Als Derkaufssurnme werden 45 000 Mark gefordert. Dieser Preis wird als an­gemessen betrachtet. Die Erdgeschoßwohnung, die bis zum 1. April 1929 geräumt wird, soll von die­sem Zeitpunkt ab für die Diensträume des Ge- werbeauffichtsamtes Gießen verwendet werden. Der Finanzausschuß hat in seiner Sitzung am 30. No- vernber d.I. seine Zustimmung zu dem Erwerb des Hauses bereits erteilt Es wird um einen gleichen Beschluß des Landtages ersucht.

" Rücktritt des Direktors der San» desbiblivihek. Der langjährig« Sirc.br der Hessischen LandeZbibliothek, Dr. Ludwig Boltz in Darmstadt, tritt am 1. Januar kommenden

Jahres toegtn Erreichung bet Äktersgvenze tn den Ruhestand.

' Auszeichnung ein«S Di«ß«n«r Schwimmer-. Gaüschwimmwart Franz Sauer (Tv. von 1846) erhielt von dem Haupt- Vorstand 6er Deutschen Lebensrettungs-GeseUschaft in Berlin den Lehrschein der zur Leitung von Kursen und zur Abhaltung von Prüfungen bevechtigt. Mit dem Ausweis wird auch ein Abzeichen verliehen.

* Auszeichnung von Paulus. Der west­deutsche Diskuswerfer Ernst Paulus in Wetzlar, dem ein Erfolg auf der Olympiade leider oerfagt ge^ blieben ist, hatte im Juni 1928 an der englischen Olympiade in Stamford Bridge teilgenommen und den englischen Meistertitel im Diskuswerfen er­rungen. Die Internationale Athletik Association hat Paulus jetzt mit der großen goldenen Medaille ausgeze.chnet.

Geprüfte Geschäfts st enographen. Die am 18. November ftattaehabte Prüfung an der Handelskammer in Gießen haben folgende Be- Werber erfolgreich bestanden: mits e hr gut Sari Klingel (Alsfeld), Emilie Schüler (Gießen), Karl Bücking (Alsfeld); mitgut" Luise Weidlich (Als­feld), Kurt Leipold ^Gießen), Anna Lotz (Wiefeck); mitbestanden" Wilhelm Momberger (Gießen), Hans Langlotz (Alsfeld). Sämtliche Prüflinge schrie­ben in Einyeitskurzschrift. Bekanntlich werden andere Systeme an den Hessischen Handelskammern nicht mehr zugelassen, so daß allmählich auch Im prak­tischen Beruf nur noch die Einheitskurzschrift ange­wandt werden wird.

* Ehrung verdienter Hausbeamtin- n c n. Man berichtet uns: Dieser Tage beging der Alicefrauenverein einen Ehrentag. Die hochherzige, edle Stiftung einer bis jetzt noch ungenannten Dame Gießens für unsere Hausbeamtinnen war die Ver­anlassung zu einer stimmungsvollen Stunde in den Räumen der Liebigshöhe. Einem Aufruf zufolge, daß alljährlich nach 5-, 10- und 15jähriger Dienstzeit Ehrengaben verliehen werden sollten, waren für das Jahr 1928 64 Meldungen einge- gangen. Die Ehrengäste, von denen 32 mit Diplo­men, 13 mit einem Schmuckstück (silberner Anhänger mit Kette) und 19 mit Sesseln beschenkt wurden, saßen an festlich geschmückten Tafeln, ihnen zur Seite die Dorstandsdamen des Vereins; an beson­deren Tischen war für die Hausfrauen gedeckt. Ein weihevoller Gesang des V. H. C.-Frauenchors er­öffnete die Feier, und nach einer Ansprache fand die Verteilung der Prämien statt. Kaffee und Kuchen folgte, und schöne Lieder, gesunden von Frau Dr. Meyer und ihrer Schülerin, sowie Schlußchöre gaben dem seltenen Fest eine würdige Folie.

Deutschnationaler Handlungs­gehilfen-Verband. Die hiesige Orts- gruppe des D.H.V. veranstaltete dieser Tage im Rahmen ihrer diesjährigen Vortragsreihe einen Liederabend. Der bekannte Lautensänger Heinz Cloos, Kassel, sang alte und neue, ernste und heitere Dollsweifen, Spielmann- und Dchelmenlieder zur Laute. Die Ortsgruppe hatte mit der Verpflichtung dieses Sängers einen guten Griff getan, und e& ist ihr hoch anzuerkennen, daß sie der Oesfentlichkeit diesen Lautenmusik­abend vermittelte. Heinz ElooS gab mit feinem Liederabend ein echtes, rechtes Stück volkstüm­licher Kunst. Sein kostbares Instrument, der charaktervolle, farbenreiche Vortrag löste helle Begeisterung aus. AuS feinem umfangreichen Programm gefielen besonders:CS war ein Traum",Beim Holderstrcuch",Schön Rotraud", 3m Maien".3m Gr.enhof" (3rdler) undDie Bauernhochzeit". Schon nach den ersten Liedern hatte er sich die Herzen der zahlreich erschienenen Zuhörer erworben, die feinen fast 2'/»stündigen Vorträgen begeistert lauschten und am Schluffe nicht nur lebhaften Beifall spendeten, sondern immer neue Zugaben forderten, denen der Künst­ler folgen mußte. Dieser Veranstaltung ging am 4. d. M. eine Versammlung der Ortsgruppe voraus, in der der neue Geschäftsführer den Mitgliedern und den Abgeordneten der Kreis- ortSgruppen vorgestellt wurde. Den Abend füllte ein Vortrag des Gauvorstehers Auerbach, Frankfurt a. M., ÜberDie Bildungsaufgaben des D.H.V." aus. Bei den Zuhörern war starkes Interesse für die Ausführungen festzustellen. An­haltender Veifafll ließ den Schluß zu, dah rest­lose Zustimmung zum Wollen des Verbandes vorhanden ist.

** Der Zentraloerband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhin- terbliebener, Ortsgruppe Gießen, Halle seine Mitglieder und deren Ki. der auf Samstag nach mittag zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Der große Saal des Katholischen Vereinshauses wies eine statlliche Besucherzahl auf, denn groß war die Schar der Kinder, die von Kameradenfrauen mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden. Nach einigen Musikoorträgen, die von Mitgliedern der Kapelle

Wenn Hre Empfehlungsanzefge in derSarnstagsnummer desGleßenerAnzeigers durch sorgfältige und wirksame Sahausstattung werben soll dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Donnerstag in der Geschäftsstelle auf!

des 1. (Hess.) Balls. Jns.-Regts. Nr. 15 bargeboten/ wurden, richtete der Vorsitzende der Ortsgruppe, Kam. M ö l l, herzliche Begrüßungsworte an die Erschienenen. Sodann wurde von vier Knaben und vier Mädchen ein WeihnachtsmärchenErdenleid und Erdenfreud'" ausgezeichnet zur Darstellung ge­bracht. Die Kleinen ernteten für ihre guten Lei­stungen reichen Beifall. Hieraus erschien der schon lange sehnlichst erwartete Weihnachtsmann und händigte die Geschenke an die freudestrahlenden Kinder aus. Am Abend fand der zweite Teil der Veranstaltung für die Erwachsenen stall. Den musikw fischen Teil bestritten wieder Mitglieder der Retchs-- wehrkapelle. Die Begrühungsansprache hielt Kam. Möll. Der Gesangverein .Harmonie-Ge­mütlichkeit" hatte sich in den Dienst der guten Sache gestellt und half, unter Leitung feines Diri­genten Hans Sonntag, den Abend durch den wirkungsvollen Vortrag mehrerer Chöre verschönen. Reicher Beifall wurde den Sängern zuteil. Der von zwei Damen und zwei Herren flott gespielte amü­sante IunggesellenschwankDer Weihnachtsengel" wurde oft von wahren Lachsalven unterbrochen, und die Darsteller fanden den ungeteilten Beifall der Zuschauer. Tanz beschloß die schön verlaufene Feier.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Dez. (WTB. Funkspruch.) Die freundliche Stimmung der gestrigen Abendbörse übertrug sich auch auf den heutigen Frühverkehr, zumal nichts wesentlich Ungünftiges oorlag. Das Geschäft ist natürlich noch sehr still. Die Speku­lation ist etwas zurückhaltend. Die Kurse, die man hört, liegen aber alle ziemlich einheitlich 1 bis 2 o. H. höher. Man spricht Farben mit 271, AEG. mit 196, Schuckert mit 259, Dessauer Gas mit 220.

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Gießen, den 10. Dezember 1928.

Hessische» Kulturbauamt.

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