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Aus der Provinzialhauptstabt

Gießen, den 12. 3uni 1928.

Oie Sommerftifche

Da» werden jetzt wieder FerienplLn« ge­schmiedet'. So mancher sommerlich, Lrholung»- plan .st in dreien Wochen schon zur Erfüllung gereift. Die Sommerfrische' ist so recht ein Spiegelbild der B«rschi«denartia!eit der Wen. schen. So verschieden di« Menschen, so verschie­den ihre An'prüche und Neigungen, ihre Ber- HLltn'.ss« und Gewohnheiten, so verschieden sind auch di« Vorstellungen von der Sommersritche.

Da gehen di« einen hnau». bedürfnislos und anspruchslos. Nehmen vorlieb mit irgendeiner kleinen dürftigen Kammer. ..weil man ja doch t#n ganuen Taa draußen ist", und finden ihr ganze» Serienglüd in den ®efd)enf«n der Na­tur. im foradofen Au «I Pannen in der froh- lichen Ablenkung von den Pflichten und Lasten «ine» langen Jahve» Die anderen wieder stellen um so mehr Ansprüche, wollen alle» haben, wo» und v.« sie e» zu Hause gewöhnt sind und wa» si« zu Haute entbehren Komfort. Behagen Bedenung. Der ein« sucht feine Gr* holung IN irgendeinem kleinen stillen Nest, wo sich» sricdlich und geruhsam ein paar Wochen leben läßt. der andere sucht im Gegentell Ge- feHigfeil Zerltreuuna und Vergnügen und geht in einen lebhaften Ort. ..wo va» Lo» ist". Du eine will in feinen Auhewochen stillsttzen und sich im wahrsten Sinne be» Dörte» au»ruhen, den andern dränat e» zum Dandern und lei» fen. Der eine sucht die grüne Delt de» Dolde», der andere lieot da» Wasser und seine Freuden, und auch der Sport kommt mit Baden und Schwimmen, Äergtzeigen und Radfahren, Fischen und Jagen in der Sommerfrische nicht zu kurz.

Dem einen schreibt der Geldbeutel, dem an» deren Neigung und Geschmack. Liebhaberei und persönliche» Wesen die Wohl der Sommerfrische vor und wieder ein anderer richtet sich noch den Debolen seiner Gesundheit und SrholunaSbedürß- tiflfeiL Allen aber ist eine» gemeinsam: die Freud« an Erholung und Ausspannung, die Sehnsucht nach der Loslösung vom Alltag, di« Hoffnung aus Kräftigung der Gesundheit und Belebung de» Lebensmut«». Möge jeder in den kurzen Wochen sommerlicher Entspannung auf seine Weise zu dem ersehnten Ziel gelangen.

50 Jahre hessische Pilgermission.

In der BolkShall« aus dem Trieb fand am Sonntag di« Feier des SOiührig en Jubi­läum» her hessischen Pilger-Mis» sionSgemetnfchasten statt. Sie bilben ein Glied de» deutschen Verband«» für Evangelisa­tion und GemeinschaftSpfleg«. dessen verdienst­voller Vorsitzender, Pfarrer Dr. Michaeli», Dozent der theologischen Schule zu Bethel bei Bielefeld ist. - Weihevolle Pofaunenklänge lei­teten den Festtag ein. Die erste Zusammenkunst, eine Lob» und Dankversammlung. wurde um 1 ,11 Alhr durch Missionsinspektor Fr. Deiel erbffnet. Gr begrüfjte die große Versammlung mit Psalm 103, 15. und gab. nach ehrenvollem Gedenken d r v.rstcrbenen GotteSknechte der hessi» schen Gemeinschaftsarbeit ein kraftvolle» Zeugnis non JesuS Lhriftu». dem gekreuzigten, auferstan­denen Herrn und Gottessohn. 6r ist der Herr, der allein Sünden vergeben. Gebrechen bellen, vom Verderben erlösen und krönen kann mit Gnade und Barmherzigkell. Nachmittags 2 Albt bot sich der nach Tausenden zählenden Festvrr- sammlung ein prächtige» Bild Aus dem großen Podium, über dem das Bibelwort: .Die Freude am Herrn ist unsere Stärke", prangte, hallen die Sanger und Bläser her oberhesfischen De-

meinschasten, bereit zu Kamps und Dienst. Auf- 'telluna genommen. Aach gemeinsamem De- ing, Schriftverlesung und Debet grüßte zuerst ,>er derzeitige Senior Oer hessischen Pilgermis- fionSgemeinschasten. Prediger Peter», vom Bibelhcim Flenfungerhos. die Döste. Mitarbeiter und Freunde de» Werke» Aach einem Lhvrgesang hielt dann Mission^ Inspektor 2 e i e l die erste Fest­ansprache. An Hand von Phil. 1 gab der lehnet zuerst einen kurzen Xüdblid. wie» hin auf den höchst notwendigen Linblick und schloß mit der Ermunterung zu einem hoffnungSfreudigen Aus­blick. Hieraus sprachen einige der geladenen Gäste: Superintciidenl Oberkitchenrat Wag- n e r. Prediger Hätdle . Pastor Krawie- kitzki jun.. Herr Messerschmidt. Schrist» liche Grüß« und SegenSwimsche hatten gesandt; Der ProvinztaIdirektor der Provinz Oberhessen, der Oberbürgermeister der Stadt Dießen, der KreiSdireklor de» Kreise» Schotten. daS Komi­tee der Pilaermission u. a. m. Nachdem der Gemischte Cyvr mil einem schön votgettagenen Lied erfreut hatte, hielt Pastor Dt. Micha­eli» die zweite Festansprache. Seinen Aus­führungen lag Jes 65. 22 xugrunhe. .Da» Derk ihrer Hände wird all werden bei meinen AuS- «rwäplten. Don Herzen wünschte er den Pil- germNfionSgcmeinschaften bleibende Jugend»

friiche. Deshalb empfahl er ihnen die Arbeit an der Jugend, ein neidlos«» Sichmitfreuen, wenn auch andere AeichLgotteSarbellen um sie her blühen ein Bleiben an den Quellen deS ewigen DotteSworle». eine lebenSsrilche Detkündiguna der Perlon und de» Derle» Jesu Lhnsti Nach gemeinsamem Gesang und Posaunenvvrttag hielt nun Psarrer »darbt, theologischer Lehrer der Mtfston»schutt zu St. Lhrifchona. hie Schluß- anfprache An Hand de» Beispiele» vom Senf­korn wünschte et der Bewranng. die ein« Laien- MisfionSbeweguna ist und oleiben muß. allczell Lebenskraft nach der An de» Senfkorns und DlaubenSmänner gleich dem Senslcrn. Zu schnell war die gesegnete Fei«, umrahmt von Gesang und Pviaunenvorrrügen, zu Gnde. Die ganze Veranstaltung mitsamt den abendlichen Gvan- aelifationsvor ar ein Jeugni# von dem

Leben und der Witkuna de» auferstandenen Herrn der Kirch«: Jesu» EhristuS Sr segne wei­ter zum Heil unsere» DolkcS die Schar feiner NarÄokger Weitere Berfammlungen finden bi» heute abend im Saal der Stadtmission.» berstraße 14. statt: DlaubenSverfammlung nach- raitt. 3'Uhr. SvangelllationSvotrröge abend» 81'* Albt.

Zehn Lohre Bottsbl^ungsorbeii in Hessen.

WSN. In diesem Iahte kann die amtliche 2olk»brlduugs- und Jugendpflege- a r bei t in Hessen auf eine zehniährigt Tä­tigkeit jurüdbüden. Au» diesem Anlaß findet am Mittwoch. 13. Juni, in Darmstadt im Sitzung»faal de» Landtage» eine gemeinsame sest- lrche Sitzung aller durch die Zentralstelle zur Förderung der DollSbildung und Jugendpflege eingerichteten, oder unt?r ihrer Mitwirkung ent­standenen LandeSauSichü'fe für bi« verschiedenen Gebiete der Volksbildung und Jugendpflege statt. Die Begrüßungsansprache hält Staatspräsident und Kultusminister Adelung.

Neuer (SbrcnMfor der Universität Sieben.

Die Gesellschaft zur Förderung deut­scher Pflanzenzucht Höll gegenwärtig ihre diersöhrige Danderoersammlung, die anläßlich de» Äljährigen Bestehen» der Gesellschaft zur 3ubiläum£- tagunfl ausgestaltcl wurde, in unserer Stadt ab. Die Tagung wurde gestern mit einem feierlichen 3 u b i u m 9a f t in der Kleinen Aula der Universität eröffnet Der Gesellschaft wurden dabei zahlreiche herzliche Glückwünsche und ehrenvolle Anerkennun­gen für ihr verdienstvolles Wirken in den zwei Jahr­zehnten ihres Bestehens zum Besten Der deutschen Landwirtschaft ausgesprochen. In Würdigung ieiner hohen Verdienste wurde bei dieser Feier Der Vor­sitzende der Gesellschaft Ludwig Küble (Dueb- finburg),her Begründer und langjährige Vor­sitzende der Gesellschaft zur Förderung deutscher Pflanzenzucht, der sein umfangreiches Wissen, sein vielseitiges Können, seine reiche Erfahrung für Dis- senschaft und Praxis landwirtschaftlicher Pslanzen- zucht «ingesetzt und dadurch anregend und befruch­tend auf Schaffung idealer und wirtschaftlicher Werte gewirkt Hot", von der philosophischen Fakultät der hessischen Landesunioersltät ehrenhalber zum Doktor der Philosophie ernannt. Di« Ehrenpromotion wurde von dem Dekan der philo­sophischen Fakultät Prof. Dr. Aubin vollzogen und von der Festoersammkung. die sich au Ehren des Gefeierten von den Sitzen erhoben hatte, mit lebhaftem Beifall aufaenomrnen.

lieber die Tagung der Gesellschaft selbst werden wir noch berichten.

Tatro für Mittwoch. 13. Juni

Sonnenaufgang 3.43 Uhr, Sonnenuntergang 20.16 Uhr Mondaufgang 1.29 Uhr, TOonDuntergang 14.27 Uhr.

1525: Vermahlung Martin Luthers mit Katharina von Bora, 1831: der Physiker James Tlerk Max­well in Edinburgh geboren; 1864 der schwedische Ge litifer Rudolf Kjellen in Torso geboren; 1878: Berliner Kongreß; 1886: König Ludwig II. von Bauern verunglückt mit dem Irrenarzt B V. Gudden im Starnberger See.

(Siebener Wochcnmavktpreise

GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt Butter 160 bi« ISO. Watte 30 bi» 35. Käse (10 Stück) 60 bi» 140. Wirsing 20 bi» 25. gelbe Rüben 18 bi» 40. Spinat 23 bU 25. Römischfohl 20. Spargel Z0 bis T20. Grasen 63. Tomaten 80 biS 120, Zwiebeln 20, Rhabarber 20. Kartosseln 5 bi« 6. Aepsel 20 bis 50. Kirschen Z0 bi» 80. Stachelbeeren 40, Erdbeeren 120 bi» 203. junge Hähne 100 bis 130. Suppenhühner 100 bis 130 Pf. da« Pfund; Gier 11 bis 12, Blumenkohl Z0 bis 180. Salat 8 bi« 15. Salatgurken 50 bi« 90. Ober Kohlrabi 20 bis 30. Rettich 20 bi» 30 Pf. da» Stück; NabieSchen Bd. 10 bi« 15 Pf.

TaaeskalendcrfürDienstag. Stadt­theater Gießen: Gastspiel des Kurtheaters Bad- Nauheim:ctiefmama", dreiaktige» Lustspiel von Ludwig Hirschfeld und Paul Frank. Anfang 20 Uhr,

Ende gegen 22 Uhr Achtspielhau». Bahnhof- strafteDie raffinierteste Frau Berlins^. Astoria LichtspieleNatacho, der Held";Die Schuld'

Volkshochschule Kommenden Samstag, 16 d. M, 20 Uhr, findet IM Großen Horsaal- der Universität ein musikalischer Volkskunstabend lSchu­bert Abend» stau. E» wirken mit: (EL Schlesier- llimann «Klavier) und Minna Dolfs (Gesang) Nähere» le der heutigen Anzeige

Der Erfinder de» Saletenauto», der Flieg«» Mar Basier, hält am kommenden Freitagabend aus Einladung der Bortrag»i>ereini- gung einen Lichtbildervorkrag über da» Thema o m Raketenauto zum Weltraum- Idjiff". Kaum hat die Well die Großtat zweier Diufitben, der Bezwinger des Ozeans in der Oft- westfadtt, gefeiert, setzt nunmehr wiederum die Koch richt von den erfolgreichen Versuchsfahrten des Opel» Koketenwagens auf der Opelbahn in Rusielsheim und auf der Aousbahn in Berlin die Delt in Staunen Dieser Raketenwagen ist her Vorläufer de» Welt­raumschiffe», mit dem Voller den Vorstoß in ben Wellen raum unternehmen will. Der nächste Schritt auf dem genau vorbezeichneten Wege hierzu ist da» Raketenftugzeua, da» die Rnab-Katzenstein-Flugzeug- werke in Kastel sertigftellen.

LU Von der Landesuutoerfitätt Dr. med Alfred Storch, Assistenzarzt der Kllnck für psychische und nervöse Krankheiten, der sich für da» Fach der Pft|chiattt« an unserer Universität zu habili­tieren wünscht, wird TllUroo* 13. Juni, nachmittags 6 Uhr c L, in der kleinen Aula seine öffentliche Probevorlesung halten über das ThemaDie Psyche | Pathologie in ihren Beziehungen zu den Natur- und Geisteswissenschaften'.

Personalien Ernannt wurden die Forst- referenbare Hans E ck st e i n au ©rünberg (Ober- Hessen), Berthold - e i l zu Gießen, Werner Kalb­fleisch und Rudolf L i p zu Darmstadt, Gerhard Münch zu Langen, Wilhelm O ft h e i m zu Bens­heim, Ludwig Rothinann zu Erfelden a. Rh., Otto Schwebe! zu Michelstadt i O. und Werner Weher zu Darmstadt -u Forstastesiorcn.

* Hessen frei von Maul - unbSUauen- seuche. Nach der amtlichen Statistik der Diaul- und Klauenseuche waren am 1. Juni alle hessischen Kreise frei von Maul- und Klauenseuche. Daß das ganze Land von der Seuche frei ist, hat sich seit zehn Jahren nicht mehr ereignet.

' Arbeitssubilaum. Der Borarbeiter Emst Hofmann aus Wiescck kann heule auf sein 50 - jähriges Arbeitsjubiläum bei her Firma Carl Emmeliu s, Gießen, in deren Filiale Allen Buseck zurückbiicken. Der Jubilar war von Be­ginn seiner Tätmkeit an ein treuer und ruhiger, fach kicher Mitarbeiter. Der Dank hierfür mürbe ihm seitens der Geschäftsleitung in seiner Wohnung zum Ausdruck gebracht und ihm ein ehrendes Andenken überreicht.

Au» dem DießenerStandesamt»- re gift er. Cs berftarben in der Zeit vom 16. bi» 31. Mat. 1Z. Mai: Katharina Nähl, geb. Karpf. 62 Jahre alt, Krofdorf er Straße 32; Clise Schild, geb. Gerkhardt. Dittve. 83 Jahre alt. Darlenftraße 20; Drich Wilhelm Ludwig Boch. 2 Jahre alt Am Niegelpfad 82. 18. Mai Susanna Röder geb. Steinhäuser, Ditto«. 93 Jahre alt Sbelstraße 4. 19. Mai: Lbristiane Spieß, geb Dill. Ditto«, 84 Jahre alt. Rod- Heimer Straße 43. 20. Mai: Ottilie örnma Mat­tern. Schneiderin. 20 Jahre alt Mittelweg 24; Anna Margarete Meininger, ohne Beruf. 21 Jahre alt. Liebigstraße 13. 22. Mai: Jakob Lilienfeld. Kaufmann. 56 Jahre alt Neustadt 14. 23. Mai: Helene Müller, geb. Leinweber. Witwe, Z5 Jahre alt, Lahnstraße 3. 24. Mai: Professor Dr. Sagen Bostroem. Geh Medizinalrat. 11 Jahre alt. Frankfurter Straße 37. 25. Mai. Adam Heinz Erwin Spohr. 5 Monat« alt Fuldaer- straß«. 27. Wat: Lambert Hackhausen, Bürger­meister a. D.. 14 Jahr« alt Ederstraße 16; Meline Almpfenbach. geb. von Klipstein. Witwe. 81 Jahre alt, Frankfurter Straße 13. 28 Mai: Paul Roll, 10 Monate alt. Brandgass« 5. 30. Mai Erika Marie Katharina Behm. 1 Tag alt. Krofdorf er Ettas)« 28. 31. Mai: Katharine Bickel, geb. Kämpf«, Dittve. 81 Jahre alt Eredner- straße 48; Karl Otto Zimmermann. 6 Jahre alt, SelierSweg 2.

Auswanderung nach den Ver­einigten Staaten. Die AuSwanderer- beratunaSstelle in Frankfurt a. M. macht darauf aufmerksam, dach da« amerikanische Generalkonsu­lat in Frankfurt a. M., Dörsenstraße 24, wieder Anträge auf Den Sichtvermerk zu dauerndem Aufenthalt in den Vereinigten Staa­ten annimmt Da die Zahl Der Reifelustigen größer ist al» hie deutsche Quote, d. h. die all- lährlich zur Einwanderung zuaelassenen Deut­schen. so empfiehlt sich eine baldige Anmeldung, denn vorauSstchtlich werden solche nur für kurze Zeit angenommen.

* Städtische Heugrasoer st eigerung Bei der gestrigen Heugrasversteigerung der Stadt Gießen wurden im Durchschnitt folgende Preise, je nach Güte, erzielt: Im Neustadter Feld für den Mor­gen 80 bis 90 Mark, im Heegsttauch für den Morgen

70 bi» 78 Hart, im Wielecklal fftr den Morgen 40 Hf SO Mark

Verkehrssünder. In der Zett vom 1. bi» 31. Mai sind folgende Anzeigen wegen Zuwiderhand­lungen durch Fahrzeug fuhr er bzw. Kraft- und Rad­fahrer gegen oerkebrspolizeillche Vorschriften erhoben worden 15 Anzeigen wegen Fahren» zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne. 8 wegen fahrens auf Büraerfteigen, 13 wegen Fahren» mit »bermaßiaer Geschwindigkeit, 11 wegen Fahren», ohne die rechte Straßenseite einzudasten, 10 wegen Fahren» durch Ssperrte Straßen und 23 wegen sonstiger Zuwider-

ndlungen in oerkehrspokizenicher Hinsicht

ee Straßensperrungen Born Oberhsfsi- schen AutomobiMltt» e. B. (ÜBD.), Gießen, werden UNS folgende Straßensperrungen mitgeteilt: km 0^6 bis 1,6 im Zuge der Straße MarburgKirchhain, haldseiug gesperrt, vom 12. Juni bi» 28. Juni. km 43 bi» 45,6 im Zuge her Straße RiddaRanstadt, für alle Fahrzeuge^ vorn 14 Juni bi» auf weitere», Um­leitung über WallernhatifenVobenListen IDell- mutt» ab Abzwmg noch Bruchenbrücken im Zuoe her Straße FriedbergOssenheimStaden, für olle Fahrzeuge, bl» auf weiteres, Umleitung über BruchenbrückenAste nheim

Aufgehobene Straßensperrung. Die Sperrung der Straßenftrecke OsienheimNieder- Florstadt ift ab 11 3um aufgehoben.

Preußen

Um die Sronffurtcr Messe.

DSN. Frankfurt a. M. 11 Juni. Die Jndustri«- und Hanh«l»kamm«r Frankfurt a. M-Ha na u hat dem OKam- (trat der Stadt Frankfurt folgende, in der Voll­versammlung vom 9. Juni geiahte Entschlie­ßung zugehen lassen: . Au» dem Bericht über die Sitzung der Stahtverordnetenversammlung vom 5. Juni 1928 ersehen wir, daß mit 42 Stimmen der Sozialdemokraten Kommunisten und Nationalsozialisten gegen 40 Stimmen der übri­gen Sraltioncn der Beschluß gefaßt ist, von her Veranstaltung der Herbstmesse ab-u- sehen, die Meifegeielttchait zu liquidieren und do» AutzstellungLgeländ« anderweitig zu ver­wenden. Dir bedauern diesen Beschluß anbei - ordentlich, weil wir nach wie vor aus dem Standpunkt unserer Entschließung vom ll.Jarmar 1928 stehen, worin wir uns einstimmia für die Aufrechterhaltung der Frankfur­ter Messe ausgesprochen haben. Dir sind nach wie vor der Aleberzeugung, daß die Ver­anstaltung von Fachmessen In Frankfurt a. M. einem Bedürfnisse entspricht. Gerade die Früh- jahrsniesse hat wiederum bewiesen, daß einzelne Zweige des Messewesen«, insbesondere Terttlien, Lebensrnittel. Möbel und Haushaltsartikel In Frankfurt a. M. durchaus leistungsfähig sind. Auch die Veranstaltung von Fachausstellungen in Verbindung mit diesen Messen hat sich bn Interesse der Frankfurter Wirtschaft al» wert­voll erwiesen. Wir müssen nachdrücklich darauf Hinweisen, daß ein Srfolg der Frankfurter Weise nicht zu erwarten tst, wenn andauernd in her Oeff«ntlichkeit Diskussionen geführt werden, die die Dzistenzsähigkeit der Messe betreffen. Dir machen ferner darauf aufmerksam, daß un» ins­besondere der Beschluß, die Messegesell- schast zu liquidieren und daS AuSstel- lungSgelwrde für ander« Zwecke zu verwerten, al« undurchführbar erlcheint. Mit der Au'- rechterhaltung dies«» Beschlüsse« würde die Stadt in Zukunft daraus verzichten, wirtschaftliche Aus­stellungen auf»unehmen. und sich dadurch selbst eine» wertvollen Werbemittel» begeben. Die in aanz Deutschland a«nachten Erfahrungen bewei- vctx. daß die Durchführung solcher Veranstaltun­gen nur möglich ist. wenn ein« kaufmännische Organisation besteht, die über di« nötige Bew-.g- lichkeit verfügt, um mit den Interessenten zu ver­handeln und im Girwernehmen mit ihnen die technische Durchführung und Propaganda für die Veranstaltung zu übernehmen."

Maingau.

WSN. Frankfurt a M, 11.3unl Vor längerer Zeit wurden Verhandlungen über «ine Almwandlung de» Hochschen Konser­vatorium» in eine staatliche Musik­hochschule eingeleitet. Die Verhandlungen waren bereit« so weit gediehen, daß beftimntt mit einem günstigen Abschluß der Verhandlungen ge­rechnet werden formte. Wie man indessen neuer» dirw» erfährt, wurden die Verhankstungen auf unbestimmte Zeit vertagt; at» Ursache werden finanzielle Gründ« angegeben

Kreis Wetzlar.

WSN Wetzlar. 11. Juni. In der Nacht zum Montag brannte in Stockhausen. Krci» Wetzlar, an der Sttecke WetzlarKoblenz, die Gastwirtschaft,ZumDeutschenHaus" mit großem Saalbau, Scheuer und Wohnhau» ab. Der Schaden ift sehr hoch. Drei Feuer­wehren arbeiteten angestrengt an der Bekämp­fung deS Feuer», über dessen Entstehen noch nicht» ermittelt werden tonnte.

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