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werde dann fordern. Sah ihre Wahlfilme in den Kinos gezeigt würden. Der Theaterbesiher dürfe aber unter fei i,en Umständen solche Filme spielen, denn das wäre der Anfang des Parteikinos. Der Grundsatz müsse sein: DollständigepolitischeAeutralität.

Wirtschaft.

Zur Kohlenpreisfrage.

Das von Professor Schmalenbach zu er­stattende Gutachten über die Loge des Ruhrkohlenbergbaues ist nunmehr beim Reichswirtschastsministerium in einer vorläufigen Fassung, an der nur noch redaktionelle Aende- rungen vorgenommen werden dürften, einge­troffen. Durch Indiskretionen sind bereits Mit­teilungen aus dem Inhalt dieses Gutachtens zuerst in die Westdeutsche Presse gelangt, jedoch sollten diese mit größter Vorsicht ausgenommen werden, da man nicht weih, ob sie aus dem Gutachten des Professors Schmalenbach bzw. des Kommissionsmitgliedes Baade stammen. An­scheinend treten innerhalb des Gesamtgutachlens selbst Verschiedenheiten der Auffassung hervor, die sich, wie wir erfahren, besonders bei Beur­teilung der Abschreibungen der Bergschäden und der Kokereibetriebe ergeben haben. Ratür- lich fragt es sich, ob diese Gegensätze der Auf­fassung der Gesamtbeurteilung der Lage des Ruhrkohlenbergbaues so zuwiderlousen, dah sie schließlich die Gesamtbeurteilung beeinflussen. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein, im Gegenteil, beide Gutachten, soweit man von zweien reden kann, kommen in ihrem Endurteil zu einer mehr oder weniger p e s s i m i st i s ch e n Beurteilung der Lage des Ruhr­kohlenbergbaues. Damit scheint den In­diskretionen durch vorzeitige Veröffentlichung von Auszügen, die zu irreführenden Auffassungen Anlaß geben könnten, die Spitze abgebrochen zu sein, zumal da bei der Schwierigkeit der zu unter­suchenden Zusammenhänge einzelne Auszüge aus der Gesamtbetrachtung herausgenommen eine große Gefahr für den Beurteiler in sich bergen. Im Interesse der Sache wäre es erwünscht, wenn sobald wie möglich das Schmalenbach-Gutachten offiziell der Öffentlichkeit überreicht werden würde.

Da die Grundauffassung zu einer relativ un­günstigen Beurteilung der Lage des Ruhrkohlen- berabaues kommt, so ist damit erwiesen, daß der Ruhrbergbau durch die Lohnforderungen der Bergarbeiterverbände, die bekanntlich eine Lohn­erhöhung von 1,50 Mk. pro Schicht verlangen, vor ernste Entscheidungen gestellt wird, da die Gesamtheit der von den Gewerkschaften ge­stellten Lohnforderungen sich in einer Mehr­belastung des Bergbaues von über 200 Mil­lionen Mark, oder in einer Mehrbelastung des Personalkontos der Ruhrzechen um rund 22 Prozent auswirken würde. Zu diesen Lohnforderungen treten noch die Forderungen auf Verkürzung der Arbeitszeit, die abgesehen von ihrer finanziellen Mehrbelastung heute nicht tragbar erscheinen in einem Zeitpunkt, wo sich der deutsche Bergbau in schärfstem Wett­bewerb mit dem durch niedrigere Löhne und längere Arbeitszeit begünstigten englischen Berg­bau befindet. Es wird von gewerkschaftlicher Seite immer wieder auf die Erfolge der Ratio­nalisierung im Kohlenbergbau hingewiesen, an denen auch der Arbeitnehmer partizipieren will. In der Tat bedeutet aber die Rationalisierung nichts anderes als die Umstellung auf ma­schinelle Produktion und damit Er­sparnis an Arbeitskräften. Da im Ruhrkohlenbergbau nach seiner Angabe bereits 85 Prozent der Förderung auf maschinellem Wege gewonnen wird, so sind der Rationalisie­rung damit bereits Grenzen gezogen. Gasfern­versorgung, Kohlenverflüssiaung usw. sind im Augenblick auch noch Probleme, die der Lösung harren und wohl noch nicht ganz in die gegen­wärtige Erfolgsrechnung eingestellt werben dürfen.

Oie Heichsbank Anfang April.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 5. April zeigt die gesamte Kapital­anlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten einen R ü ck g a n g um 60,7 Millionen auf 2770,2 Millionen Mark. Im einzelnen verminderten sich die Bestände an Wechseln und Schecks um 51,3 Millionen auf 2600,7 Millionen Mark, diejenigen an Lombards um 9,4 Millionen auf 75,4 Millionen Mark. Die Anlage in Effekten blieb mit 94,0 Millionen Mark weiterhin unverändert.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 113,6 Millionen

in die Kassen der Bank zurückgefloffen, und zwar Hot der Umlauf an Reichsbanknolen um 102,1 Will, auf 4411,0 Mill. Mk.. derjenige an Renten­bankscheinen um 11,5 Mill, auf 604,5 Mill. Mk. abgenommen. Dementsprechend und unter Berück­sichtigung, daß in der Berichtswoche Renter.bcmk- scheine in Höhe von 15 Millionen Mark gemäß § 7b des Rentenbankliquidierungsgesctzes getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen um 3,5 Millionen auf 22,7 Millionen Mark vermindert.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen insgesamt sind mit 2156,7 Millionen Mark, im einzelnen Gold mit 1960,1 Millionen Mart, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 196,6 Millionen Mark ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein stieg von 42,8 Prozent in der Vorwoche auf 44,4 Prozent, diejenige durch Gold und deckungs­fähige Devisen von 47,0 auf 48,9 Prozent.

Der vorstehende Ausweis zeigt eine relativ schwache Entlastung, jedoch muß man bei der Beurteilung der Entlastung sowohl die kurze Ausweispeciode von nur fünf Tagen, als auch die starke Anspannung des Quartalsultimo berück­sichtigen. Somit macht der Reichsbankausweis durchaus nicht einen ungünstigen Eindruck, da die stärksten Rückflüsse erst vom 5. bis 7. jedes Mo­nats nach dem Ultimo einzutreten pflegen.

*23oigt&j)äffner 21.=®., Frankfurtam Main. Zn der gestrigen 2lufsichtsratssitzung der Voigt & Häffner 21.=®., Frankfurt a. M., wurde be­schlossen, der auf den 18. Mai einzuberufenden Ge­neralversammlung die Verteilung einer Dividende von 8 v. H. oorzuscylagen.

Kein internationaler Zusam­menschluß in der Kunstseidenindu- strie. Wie W.T.B.-Handelsdienst erfährt, ist entgegen der Meldung des AmsterdamerTele- graaf, wonach zwischen deutschen, italienischen, belgischen, holländischen und tschechoslowakischen Kunftseideerzeugern eine Vereinbarung abgeschlos­sen worden sei, nach der sich sämtliche Betei­ligten verpflichteten, ihre technischen Erfahrungen auszutauschen und eine einheitliche Preispolitik zu verfolgen, bei den maßgebenden deutschen Kunstseidefabriken hierüber nichts bekannt.

* Bayerische Groß.Wasserkraft - werke. Gestern vormittag fanden in München unter dem Vorsitz des Ministers a. D. Schweyer die ordentlichen Generalversammlungen der Bayern­werke 21.=®., München, der Walchenseewerke 21.=®., München, und der Mittleren Isar 21.»®., München, statt. Sämtliche Gesellschaften verteilen für das Ge­schäftsjahr 1926/27 eine Dividende von 4 v. H. Beim Walchenseewerk werden aus dem Reingewinn noch 133000 Mark der Abschreibungs- und Erneuerungs­rücklage zugewiesen.

* Iulius Berger Tiefbau A.-G., Berlin. Die Generalversammlung genehmigte die Verteilung einer Dividende von 20 Proz. Zu den Presfemitteilungen über deutsche Bahnbauten in Persien wurde mitgeteilt, daß dem Deutschen Baukonsortium, bestehend aus der Philipp Holz­mann A.-G., der Siemens Bau-Union und der Iulius Berger Tiefbau A.-G., die Vorarbeiten für den Bau einer 1700 Kilometer langen Eisen­bahnlinie vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf übertragen worden sind, ferner die Her­stellung von zwei Teilstrecken von je 100 Kilo­meter Länge von den jeweiligen Endstationen. Bei dem Bau der dem deutschen Konsortium übertragenen Strecke handele es sich um ein Objekt von schätzungsweise 400 bis 500 Millionen Reichsmark. Der Beginn der eigentlichen Bahn- bauten werde für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung sein. Ueber die Art der Finan­zierung der Bahnbauten wurden keine Mitleilun- gen gemacht. Iedenfalls sei aber von einer Kapi­talerhöhung bei der Iulius Berger Tiefbau A.-G. in Zusammenhang mit den Dahnbauten in Persien keine Rede.

* Hapag = Norddeutscher Lloyd. Eine Hamburger Meldung, wonach erneut Verhandlun­gen zwischen der Hapag und dem Norddeutschen Lloyd zwecks Ausschaltung der gegenseitigen Kon­kurrenz eingeleitet worden sind, trifft nach Erkundi­gungen bei der Hapag zu. Die Verhandlungen schwe­ben noch, und es ist nicht vorauszusehen, wie lange sie dauern werden. Infolgedessen können irgend­welche positiven 2lngaben über Einzelheiten noch nicht gemacht werden.

Stand der Wintersaaten im Deut­schen Reich Anfang April. Ueber den Stand der Wintersaaten im Deutschen Reich An­fang April wird vorn Statistischen Reichsamt mitgeteilt: Unter Zugrundelegung der Zahlen­noten, 2 = gut, 3 mittel, 4 ---- gering, er­gibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begut­achtung der Wintcrsaatenp-Winterwcizen 3,2 (im

Dezember 1927 2,7): Winterspelz 2.6 (2,5); Winterroggen 3.3 (2,9); Wintergerste 3,3 (2,7).

Frankfurter Börje.

Eigene Drahlmeldung des .Gießener Anzeigers".

F r a n k f u r t a. M., 12. April. Tendenz freundlich. An der heutigen Börse blieb die Grundstimmung freundlich. Starke Nachfrage nach einigen Spc - zialpapieren wirkte anregend. Trotzdem war im allgemeinen eine gewisse Zurückhaltung nichr zu verkennen, da der L o h n k o n f l i k t im Ruhrbergbau bei den geringen Aussichten auf Beilegung und die Au s s p e r r u n g der sächsi­schen Metallarbeiter bedenklich wirkten. Im Zusammenhang mit der heutigen Medioliquidation kam etwas Prämienware heraus. Demgegenüber waren die zwischen Hapag und R o r d l l o y d schwebenden Verhandlungen zur Ausschaltung gegen­seitiger Konkurrenz von günstiger Wirkung. Darauf­hin bestand für Hapag und Nordlloyd einige Nach­frage, und der Kurs konnte sich um 1,13 bis 1,5 o. H. erhöhen. Davon angeregt gewannen A.-G. für Ver­kehrswesen 1,5 v. H. Lebhaftere Umsätze verzeich­neten jedoch vor allem Z e l l st o f f w e r t e , trotzdem die Gerüchte über Verhandlungen in der internatio­nalen Zellstoffindustrie dementiert worden sind. Waldhof zogen 5,75, Aschaffenburg 4,25 v. H. an. Eine starke Kurssteigerung konnten K a r- ftaöt erzielen mit plus 11 v. H. Am Montan - markt setzten Oberbedarf ihre Kurssteigerung mit 5,75 v. H. fort. Laurahütte zogen weiter 4,25 o. H. an. Ilse Bergbau, die unverändert eröffneten, gewannen plötzlich 7 v. H. Sonst war die Kursentwicklung hier nicht einheitlich. Mannesmann und Rheinstahl ver­loren etwa 1 v. H. Rheinische Braunkohlen und Phönix waren leicht erhöht. Im übrigen war das Ge­schäft klein. Bei einer anziehenden Kursentwicklung am Ehemiemarkte eröffneten I.-®.- Farben leicht erhöht. Scheideanstalt blieben nur knapp bk hauptet, während Goldschmidt mit minus 6,5 v. H. stärker im Angebot lagen. Elektrowerte waren sonst gut behauptet. Siemens gewannen 2 v. H. und Schuckert 1,25 v. H. Neubesitzanleihen gaben heute leicht nach. Von ausländischenRenten waren Mexikaner und Rumänen weiter stark ver­langt und erhöht. Goldrumänen 8,5 v. H., Goldmexi faner 41 v. H. Nach den ersten Kursen wurde die Ten­denz durch dos Geschäft in Sp e z i a l w e r t e n leicht angeregt und allgemein fester und lebhafter. Schiffahrtswerte konnten erneut etwa 2 v. H. anziehen. Karstadt gewannen abermals 6 v. H. Am Geldmarkt war das Angebot etwas größer. Tägliches Geld 6,5 v. H., Geld bis Ultimo 7,5 bis 8,25 v. H. Am Devisenmarkt lagen Mark und Pfund fest. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1806, gegen Pfund 20,414, London gegen Kabel 4,8830, Paris 124,02, Mailand 92,50, Madrid 29,07, Holland 12,11.

Berlinc Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 12. April. Im heutigen Vormittagsoer- kehr hat das Geschäft keinen großen 'Um­fang angenommen. Die Spekulation übte Zurückhaltung. Das private Publikum fehlte, und die vorliegenden Momente, wie Tarifverhand­lungen, Aussperrlmgen, politische Spannung am Balkan, die Nachwirkung des Reichsbantausweises usw. ließen eher schwächere Kurse erwarten. Wider Erwarten war aber die Grundtendenz der Eröffnungskurse recht w i d e r st a n d s f ä h i g. Die Befürchtungen hinsichtlich des Medio scheinen sich nicht zu bestätigen, d. h. nicht in dem Umfange, denn es trat natürlich Angebot hervor, man konnte aber für dieselben Werte per Ultimo Nachfrage feststellen. Spezialitäten, wie Waldhof und die übrigen Zell- ftoffroerte, Karstadt, Tietz, Polyphon, Eyarlotten- burgcr Wasser, Hammersen, Schlesische Elektro, Oberbsdarf usw. lagen sogar recht fest, wobei angeb­lich für einige dieser Papiere erneut Ausland- interesse einfetzte. Im allgemeinen ungleich­mäßig lagen die oben angeführten Spezialwerte 4 bis 9 v. H. höher. Anderseits lagen Chade-Aktien auf die enttäuschten Kapitalerhöhungshofftnmgen minus 11 Mark. Goldschmidt auf einen enttäuschen­den Dividendevorschlag von 6 v. H., zunächst 5 o. H., dann bis 8,75 v. H. schwächer. Schiffahrts- a k t i e n lagen angeregt infolge der bestätigten Fu- sionsverhandlungen Hapag und Lloyd. Montan- werte vernachlässigt. Banken geteilt. Elek- t r o roe r t c überwiegend fester. Deutsche An­leihen nachgebend. Ausländer großenteils geschäftslos. Mexikaner eher fester. Rumänen plus 1 v. H. Pfandbriefe still und noch unentwickelt. Farben-Bonds 145 dis 146 ca. Geldmarkt un verändert. Im 'Verlaufe war das Geschäft zunächst unregelmäßig, aber für Spezialwerte weiter ziemlich lebhaft. Etwas später wurde es wieder fester, und besonders Karstadt, Polyphon, Waldhof, Eharlotten- burger Wasser, Deutsche Erdöl, Rutgerswerke, Dessauer ®as, Leonhard Tietz und die Schiffahrts­aktien lagen erneut sehr lebhaft und bis 4 v. H. höher.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 12. April. Der Frank­furter Produktenmarkt verkehrte in fester Hal­tung. Anregend wirkten die erhöhten Ausland- ncticrungcn, so daß sich hier im allgemeinen eine freundlichere Stimmung bemertbar machte, doch war eine gewisse Zurückhaltung der Händ­ler nicht zu verkennen, so daß die Abschlüsse be­scheiden blieben. Weizen war knapp angeboten, doch blieb auch hier die Rachfrage ziemlich ge­ring. Für Roggen bestand regere Rachfrage, bei kaum vorhandener Ware, so daß der Preis vielfach stärker anziehen konnte. Auch Hafer, Mais, Weizen- und Roggenmehl hatten lebhaf­teres Geschäft aufzuweisen. In Futtermitteln konnte sich heute nach längerer Zeit wieder regeres Geschäft entwickeln. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 27: Roggen 28 bis 28,50; Hafer, inl. 27,25 bis 27,75; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 25.25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38,25 bis 39; Roggen mehl 38.25 bis 39; Weizenkleie 15; Roggentleie 16 bis 16,50 Tendenz: fest.

Ein wichtiges hessisches Gesetz für Grundbesitzer.

Das hessische Gesetz über die Anlage von elektrischen Hochspannungsleitun­gen und von Gas- und Wasserfern­leitungen vom 30. März 1928 bringt ein­schneidende Bestimmungen für diejenigen Grund­besitzer mit sich, durch deren Gelände solche An­lagen künftig hindurchgelegt werden.

Fernleitungen, d. h. Anlagen von elektrischen Hochspannungsleitungen und von Gasleitungen, die zum Zwecke der Fortleitung von Elektrizität oder Gas die Gemarkungen von zwei oder mehr Gemeinden be­nutzen. bedürfen der Genehmigung des hessischen Innenministers, der vor seiner Entscheidung über die Genehmigung einer Fernleitung einen Beirat hören muß. der sich aus Vertretern kommunaler Selbstverwaltungskörper, von Berufsständen (Landwirtschaft, Handel und Gewerbe) und Sach­verständigen zusammensehen wird. Die Zusammen­setzung des Beirats bestimmt der Minister, an den auch der Antrag auf Genehmigung zu richten ist. Dem Anträge ist neben den Plänen und Bc» schreibungen des Unternehmens insbesondere das Verzeichnis der zu beanspruchenden Grundstücke unter Angabe der Eigentümer beizufügen. Pläne und Beschreibungen sind von den zuständigen Kreisämtern eine Woche lang offenzulegen. SS hat das in der üblichen Weise zu geschehen. Etwaige Einwendungen sind innerhalb einer Woche nach Ablauf der Frist schriftlich unter Angabe der Gründe beim Kreisamt vorzubringen. Einer Anhörung des Beirats und des vorbe- zeichneten Verfahrens bedarf es nicht, wenn es sich um nicht ivesentliche Aenderungen ober Erweiterungen bestehender Anlagen handelt.

Für Anlagen der genannten Art. die der Minister des Innern genehmigt hat, und für Anlagen, die vor dem Inkrafttreten dieses Ge­setzes, d. i. am 11. April 1928. ausgeführt wor­den sind, kann das Gesamtministerium dem Unter­nehmer das Recht auf Enteignung verleihen und anordnen, daß ein vereinfachtes Ent­eignungsverfahren stattfindet. wenn die Voraussetzungen des Art. 1 des Gesetzes, die Ent­eignung von Grundeigentum betreffend, vom 26. Iuli 1884 in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. September 1899 vorliegen, d. h. das Grundeigentum kann bem Eigentümer nur gegen vollständige Entschädigung und nur in dem Falle entzogen und beschränkt werden, wenn die Ent­ziehung oder Beschränkung für ein zum öffent­lichen Ruhen dienendes Unternehmen erfordert wird.

Das Rähere über die vereinfachte Art und Weise der Enteignung bestimmt das obengenannte Gesetz vom 30. März 1928. Seine Vorschriften finden auch auf Wasserleitungen, die durch die Gemarkungen von zwei ober mehr Gerneinben hinburchgehen. mit ber Maßgabe Anwenbung. daß der Minister des Innern von einer Offen­legung der Pläne und der Beschreibung, sowie von einer Anhörung d?s Beirates absehen kann.

Aus dem Amisverkündigungsblatt.

* Das A m t s v e r k ü n d i g u n g s b l a t t Rr. 26 vom 10. April enthält: Reuwahl des Reichstags. Gesetz zur Aenderung der Hes­sischen Pachtschutzordnung. Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebieten. Straßen­sperren. Merkmale falscher Rentenbankscheine. Dienstnachrichten.

Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.

Dce hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt besckloffenen Dividende an. Aeichsbankdislont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Datum

Fl» Di Neicheanleihe o. 1927 $1 6nl Ablös Schuld mit

Auelot.Rechten

DeSal. ohne LuSlcs.-Rechten !/< (traiifr Hyp-Bk. Gochps unkündbar bk 1932 . .

<Ve% Rheinische pvv -Dank Stau -Goidvl

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16.555

holländische Noten

167,93

IM,Hl

Italienische Noten.....

22.24

22,32

Norwegische Noten......

111.46

111,90

Deutsch Ocsterr-, ä 100 Kronen

58,89

Numäntsche Noten......

2,62

2,64

Schwedische Noten......

112,03

112,47

Schweizer Noten......

80,39

80,73

Svanische Noten.......

Tschechoslowakisch.' Noten

70,21 12,345

70,49

12,405

Ungarische Noten

72 75

73,05

Telegraph > schr Auszahlung.

11. avrtl

12 Avril

Amtliche Notierung

Anuliche Notierung

«cld

Brre'

l»eld

Brie'

.Irnsl^Noit

168,32

168,66

168,40

168,74

6aen-Ein$

1.78t-

1.790

1,786

1.790

58.46

Brff--Bnrw

58,33

58,45

58,34

^chriiUania

111,6.

111,84

111,62

111.81

Koveobagen

112.09

112,31

112,09

112.31

etodbolm -

112.19

112,41

112,21

112.43

HelfingiorS.

10.517

10,537

10,512

10,532

Italien.

Landon. . .

22,05

20,392

22.03 .'0,432

22,035

2ü,:>?.

«,075

-M

Jiaroorf . .

1.177

4,185

4.1765

TanS . .

IS, 44

16,48

16,445

16. .8,

Schweiz . .

?O,48

80,64

-fl',48

80,64

Svanico -

<0,31

70,45

70 15

70.30

Iavan . . -

2.01.HJ

2,004

2,100

2.001

-) de Jan-

u.50.3 '

0.510

9.5025

0,6045

Wien in D-- C<ft abaeft

-8,755

»8,875

»8,76

68.88

Prag -

12,378

12,398

12,376

12,396

Belirad

7,355

7,369

7,345

7,369

BodavrO -

72,94

<3,08

72,95

73,09

Bnlarien

3,09

3,025

3,019

3.0ti

Lissabon

18.03

18,12

18,03

18.07

Tanrtg Konwmtin.

81.52 .',128

81,68

2,132

81,52

2,130

61,68

2,134

Arden.

5,514

5,526

5,514

5,526

4,179

4,187

4,176

4,184

Urnn«

4,3:?6

4,334

4.321

4.329

6*8

20.918

20 958

20.92

20.99