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1927. Die neue Auflage ist gegen die sechste nur wenig verändert. Bruiniers Buch aus der warmen Teilnahme an den besten Gütern und am innersten Wesen unseres Voltes heraus geschrie­ben hat sich als besonders geeignet erwiesen, nicht nur das Verständnis dessen, was Volkslied ist, sondern auch das Gefühl für das, was es im Leben des Volkes bedeutet, zu wecken und fördern. Der Verfasser behandelt das Wesen des deutschen Volksgesanges überhaupt und lehrt (Achtes von Anechtem unterscheiden, seht das Verhältnis von Kunstlied und Volkslied ins rechte Licht: der landläufigen Meinung entgegen weist er richtig darauf hin, daß von Dichtern wie Goethe, ^Ihland, Wieland usw. die weitaus besten und für die Art des deutschen Volksgesanges kennzeichnendsten unserer Volkslieder herrühren um danach vom Ursprung des deutschen Dolls- gesanges, vom Preissingen der alten Germanen, von Skop und Spielmann, älterem und jüngerem Heldengesange, vom geschichtlichen und geistlichen Volkslied, vom Spielmanns-. Studenten- und Soldatenlied zu berichten. 162

Naturwissenschaftliche Schriften.

Geographisches Wörterbuch. Allge­meine Erdkunde. Von Professor Dr. O. Kende. Zweite vielfach verbesserte Auflage. Mit 81 Abbildungen im Text. Gebunden 6 Mark. Verlag von B. G. leubncr in Leipzig. Das Geographische Wörterbuch be- rücksichtigt in über 3500 Stichwörtern vor allem die Geomorphologie als den gegenwärtig im Vorder­grund des Interesses stehenden Zweig der allgemei- iien Erdkunde. Ebenso sind mathematische Geogra­phie, Ozeanographie und Klimatologie mit in sich ge­schlossenen Uebersichten vertreten. Aber auch die Grenzwissenschaften wie Geologie und Palaeogeo- graphic werden mit herangezogen, soweit sie zur Er­gänzung notwendig sind. Weiterhin bringt dos Wör­terbuch kurze Biographien der um die geographische Wissenschaft besonders verdienten Männer. 159

Gletschereis. Von Ludwig Lang, unter Mitarbeit von Walther F l a i g. Mit einem farbigen Umschlagbild, fünfzig Bildern und Skizzen. (Kosmos-Bändchen.) Stuttgart, Kosmos (Franckh'sche Verlagshandlung). Geh. 1,25 Mk., geb. 2 Mk. Vicht in trockener Gelehrsamkeit werden in dem vorliegenden Bändchen die ein­zelnen Erscheinungen der vereisten Wunder nach der geologischen Seite einfach abgehandelt: jede Erscheinung in dem ewigen Wechsel von Werden und Vergehen findet in der Praxis des Berg­steigers einen Widerhall. Sorgfältig ausgearbei- tete graphische Darstellungen und packende Ver­gleiche machen das Bändchen, das mit fünfzig Bildern, zum Teil aus der Hand erster Alpen­photographen, ausgestattet ist, besonders inter­essant. 168

Vögel auf der Reise. Don Dr. Kurt F l o e r i ck e. Mit einem farbigen Umschlagbild von Kurt Bcssiger und 17 Abbildungen im Text. Kosmos, Gesellschaft der Vaturfreunde, Stuttgart. Preis geh. 1,25 Mk., in Ganzleinen 2 Mk. Vogelzug, urgewaltiger, geheimnisvoll umwobener Trieb der Gefiederten, ein großes Rätsel der Vatur für die Wissenschaft, dessen Lösung man nur langsam näher rückt. Zweimal im Jahre spielt sich dieser Vorgang vor unfern Augen ab, belebt unsere Einbildungskraft, reizt den Verstand. Was nun die Wissenschaft im Laufe der Jahre geklärt hat, erzählt der be­kannte Ornithologe Dr. Floericke in diesem Buch. 3n seiner angenehmen, von jeder trockenen Ge­lehrsamkeit freien Weise plaudert er von den . wahrscheinlichen Ursachen dieses allgewaltigen Triebes, dem sogar eingekäfigte Zugvögel unter» l liegen, wenn die Zeit gekommen ist. Er erzählt uns vom Richtungssinn, von der Orientierung^» gäbe, von der Flugformation, von den Zug- strahen der einzelnen Arten und vielem anderem, ' was sich nicht im Rahmen dieses kleinen Be­richts unterbringen läßt. Besonders zu erwähnen sind die guten Abbildungen und namentlich auch die liebevoll und übersichtlich, originell und anschaulich gezeichneten Karten. 169

Kirche und Schule.

ri. Vieder-Bes singen. 10. April. Sm Osterfestgottesdienst des ersten Feiertages erhielt eine neue, rote, für die Festzeiten des Kirchen- lahres bestimmte Altar- und Kanzelbe- 5l e i d u n g und einen Altarteppich, an dem es bis jetzt in unserer Kirche gefehlt hat, durch den Ortsgeistlichen Pfarrer Schorlemmer von Lich die feierliche kirchliche Weihe. Die Altarbekleidung, die auf der Vorderseite das Osterlamm mit der Kreuzesfahne zeigt, ist ge­stiftet von unserem Landsmann Heinrich Burk in Vordamerika, der seiner Heimatgemeinde, die er vor einigen Jahren besucht hat. ein treues Andenken bewahrt. Die Kosten für die neue

Kanzelbekleidung wurden zum Teil durch frei* willige Sammlungen aufgebracht, die aus Hoch- zeitsfeiern im Dors veranstaltet wurden. Der Altarteppich, der ein würdiges, einorucksvolles Muster zeigt, ist ein Geschenk des hiesigen Frauenvereins.

Q Lang-Göns, 10. April. Aus dem k i r dp lieben Leben der Gemeinde: 3m 3ahrc 1927 wurden die Hauptgottesdienste im Durchschnitt von 336 Personen besucht. Getraut wurden 14 Paare, 27 Kinder getauft, 34 konfirmiert, 12 Gemeindemitglieder beerdigt. 198 Prozent der Erwachsenen gingen zum Abendmahl (zweimal). An Kollekten und für andere kirchliche Zwecke gingen zusammen ein: 2873 Mart. Gewiß ein schönes Zeichen für die Opferwilligkeit der hie­sigen Einwohner.

Wirtschaft.

* FrankfurterHypothekenbankA. -G. Frankfurt o. M. Die durch G.-V.-Beschluy vom 14. Januar 1927 genehmigte Kapitals­erhöhung ist in Höhe der restlichen 1 Mill. Mk. durch Ausgabe von 1000 St. Aktien ä 1000 Mk. zu 125 Prozent nunmehr erfolgt. Dos Grund­kapital beträgt jetzt 10 005 Mill. Ml.

* Amerikanische Anleihe der Elek- kro-Werle A.-G. Die Verhandlungen der Eleklro-Werie A.-G. über eine Anleihe im Be­trage von 5 Millionen Dollars mit dem Bank­hause Harris, Forbes & Co. dürsten, wie WTD.- Handelsdienst erfährt, bereits heute zum Ab­schluß kommen. Der Zinsfuß beträgt 6,5 Pro­zent. die Laufzeit der Anleihe 25 3ahre. Die Auflegung der Anleihe ist bereits für Donners­tag. ben 12. d. M.. in Aussicht genommen. Der Emissionskurs steht noch nicht fest.

* E i n -?N e u g r ü n b u n 9 imMetallbank» folgern. Wie der Lpd. erfährt, wurde hauplfäch- lich als Verkoussgesellschaft für Pyrites unter Be­teiligung der Metallgesellschoft in Frankfurt a. M. diePyrites & Minerals AS." mit dem Ditz in Paris mit 500 000 Franken Kapital gegründet zum Handel mit Erzen, Metallen, mineralischen und chemischen Erzeugnissen.

*" Vertrustung der europäischen Kun st- scidenindustrie? Zwischen den Kunstseiden- sabriken Deutschlands, Italiens, Belgiens, Hollands und der Tschechoslowakei wurde ein Abkommen ge­schlossen, wonach sich die Industrien dieser Länder verpflichten, gegenseitig alle Erfindungen und Er­gebnisse von Forschungen und Versuchen auszutau­schen, um die gleiche Preispolitik zu verfolgen. Außerhalb des Abkommens steht vorderhand noch Frankreich-, doch nehmen die Verhandlungen einen erfolgreichen Verlauf.

Frankfurter Börse.

Frankfurt o. M.. 11. April. Tendenz: Freundlich. 3m Anschluß an die gestrige schwä­chere Abendbörse eröffnete die Börse in weiter etwas schwacher Haltung, da die Spe- k u l a t i o n größere Zurückhaltung wegen der bevorstehenden Medio-Liquidation und der knap­pen Beschickung des Geldmarktes übte. Auch wur­den verschiedentlich Glattstellungen vorgenommen, so daß sich die Kursentwicklung nicht einheitlich gestalten konnte. Doch wurde im Verlaufe das Geschäft lebhafter, da sich größeres 3nter- effe für Spezialwerte bemerkbar machte: es war eine gewisse Widerstandsfähigkeit in der Grundstimmung nicht zu verkennen. Ausgehend vom Clektromarkt wurde die Stimmung allgemein freundlicher, so daß auch auf den anderen Märkten Kursbefserungen überwogen. Elektrowerte wurden haupt­sächlich von Auslandsseite stark verlangt. Unter Führung von Licht & Kraft waren hier Kurs­erholungen bis zu 4,5 Prozent zu verzeichnen. So zogen Licht & Kraft 4.5 Prozent, Gesfürel 1 Prozent, Siemens & Halske 1,5 Prozent, Fel­ten, AEG. und Schuckert je 0,5 Prozent an. Lahmeyer lagen dagegen etwas schwächer. 3.-G.« Farben lagen im Angebot und 1 Prozent nied­riger. Auch Scheideanstalt hatten einen Verlust von 1,25 Prozent zu verzeichnen. Mont an - werte hatten nur geringes Geschäft, bei Kurs­verlusten bis zu 3 Prozent. Unter Führung von Danatbank hatten die Bankenwerte größere Umsätze zu verzeichnen. So konnten Danatbank 2,5 Prozent, Commerzbank und Deutsche Bank je 0,5 Prozent anziehen. Dresdner Bank lagen ver­nachlässigt. Schiffahrtswerte lagen an­geboten und bis 1 Prozent schwächer. Besonders bevorzugt waren Zellstoff Waldhof mit einem Gewinn von 9,5 Prozent. 3m Ein­klang damit zogen Zellstoff Aschaffenburg 3,5 Prozent an. 3m Freiverkehr hörte man Glanz­stoff mit 749 Prozent. Amerikanische Enka wur­den mit 69 Dollar gehandelt. Am A u t o m a r k t

lagen Daimler mit minus 3 Prozent stark an­geboten. Am Renten markt bestand für Ab­lösung Vcubesitz weiter Interesse. Auch Anatolier verzeichneten größere Umsätze bei etwas höheren Kursen. 3m weiteren Verlaufe blieb die Tendenz uneinheitlich. Elektrowerte und Schiffahrtsaktien waren eher angeboten und etwas schwächer. Da­gegen erhielt sich für Zellstoff Waldhof das Interesse, und der Kurs zog weiter leicht an. Auch am Bankenmartt blieben Danatbanl ge­fragt und konnten erneut 2,5 Prozent anziehen. 3.-G.-Farben blieben etwa behauptet. 3.-G- Bonds nannte man mit 145,5 Prozent Geld. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas leichter mit 7,5 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen das Pfund 20,415, gegen den Dollar 418,15, gegen London-Paris 124,02. Lon­don gegen Mailand 92,43. London gegen Madrid 29,04, London gegen Kabel 4,8325. London gegen Holland 12/,1150.

Berlins Börse.

Berlin, 11. April. Wieder wirkten die ersten Kurse der heutigen Börse enttäuschend ge­genüber den vorbörslich höchsten Erwartungen. Allerdings hatte schon die Frankfurter Abend­börse kleinere Abschwächungen gebracht, die wohl in erster Linie im Zusammenhang mit dem nahen Medio standen. Besonders der Mon­tanmarkt lag heute unterdrückt. Reben Tauschoperationen dürften hier die Tarifoer- handlungen im Ruhr berg bau und die Arbeiten der Schmalenbachkommission hinderlich wirken. Die herauskommende Ware sand nur bei ge­drückten Kursen Ausnahme, wobei die Ab­schläge bis zu 5 Prozent betrugen. Anderseits hatten einige Spezialwerte wieder größeres Ge­schäft und Steigerungen bis zu 11 Prozent auf- zuweisen. Für Polyphon regte die internationale Grammophon-Hausse erneut an. Berger lagen aus die heutige Generalversammlung sehr fest. Sonst waren noch Licht & Krast, Glanzstoff. Zellstoff Waldhof und Danatbank als höher zu nennen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer zumeist fester. Pfandbriefe vollkommen vernachlässigt. Farben-Donds 145.5 bis 146 Prozent. Der Geldmarkt war eine Klei­nigkeit leichter. Tagesgeld 7 bis 8,5 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel zirka 7 Prozent. Rach den ersten Kursen trat eine Sonderbewegung in Zellstoff Waldhof ein, die bis 289 Prozent anziehen konnten. Auch Danatbaick. Rheinische Braun­kohle, Laurahntte, Deutsche Atlanten lebhafter. Später wurde die Allgemeintendenz aber wieder unsicher, und die meisten gingen unter An­fangsniveau zurück. Die Favoriten, wie Kar­stadt und Polyphon, Berger, Kunstseideaktien. 3.-G.-Farben und Gesfürel verloren 2 bis 4 Prozent.

Franksurtcr GcLreiDcbörse.

Frankfurt a.M., 11. April. Am Frankfurter Produktenmarkt war die Tendenz fest. Weizen hatte größere Umsätze zu verzeichnen. Hafer war lebhafter gesucht und die Preise anziehend. Sonst blieben die Umsätze klein. Es notierten: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 v. H. Auswuchs, 26,50 bis 26,75 Mark; Roggen 27,75; Hafer, inländischer, 27 bis 27,50; Mais, gelb, für Futterzwecke, 24,25 bis 24,50; Mais, gelb, für andere Zwecke, 25; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 37,50 bis 38,50; Roggenmehl 37,75 bis 38,50; Weizenkleie 14,75; Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mark.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 10. April. Das Geschäft kam nach der mehrtägigen Verkehrsunterbrechung nur sehr lang­sam wieder in Gang. In der Zwischenzeit hatte das Ausland feste Märkte gemelidet und die Cifofferien wiesen auch eine Erhöhung auf. Vom Jnlande wird das Angebot von Tag zu Tag geringer und zwar ist Roggen fortdauernd knapper offeriert als Weizen. Die polnische Nachfrage für Roggen hält an, für bessere Weizenqualitäten macht sich gleichfalls regerer Begehr geltend. Am Lieserungsmarkte waren einige Deckungen zu erledigen, die mit Schwierigkeiten einer auswärtigen Urma in einem gewissen Zu­sammenhang stehen und daraufhin stellten sich die Notierungen teilweise etwas höher. Mehl wird zu un­veränderten Preisen offeriert, das Geschäft ist noch so gut wie unentwickelt. Hafer liegt bei knappem Angebot und weiter guter Nachfrage nach wie vor fest. Gerste ist gleichfalls wenig offeriert und in den Preisen gut behauptet. Es notierten (1000 kg): Wei­zen, märkischer (74,5-kg/hl-Gewicht), 251 bis 254, Mai 276 bis 275,50, Juli 286,50 bis 286, September 268,50 (ruhig); Roggen, märkischer, (69-kg/llI-Ge- wicht), 262 bis 264, Mai 286,50 bis 286, Juli 268,75 (fester), September 246,50 Brief; Sommergerste 238 bis 280, Futtergerste fest; Hafer, märkischer, 248 bis 254, Mai 269 bis 269,25, Juli 271 Brief (fest); Mais, zollbegünstigter Futtermais, 238 dis 240 (stetig); (100 kg): Weizenmehl 31,50 bis 35,25

(fester); Roagenmchl 35 bis 37,25 (fester); Weizen kleie 17,25, (fest); Roggenkleie 17,25 (fest); Viktoria- erbfen 46 bis 57; kleine Erbsen 35 bis 37; Futter- erbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bis 25,50; Acker­bahnen 23 bis 24; Wicken 24 bis 26; Lupinen, blau, 14 bis 14,75; Lupinen, gelb, 15 bis 15,80; Serra­delle, neu, 25 bis 28; Rapskuchen 19,60 bis 19,70; Leinkuchen 24 bis 24,20; Trockenschnitzel 14,60 bis 14,90; Soyaschrot 22,10 bis 22,50; Kartoffelstöcken 26 bis 26,60 Mark.

Die Abgrenzung des eigentlichen Sparkassenverkehrs.

Der vor einiger Zeit an dieser Stelle angekündigte und besprochene Entwurf einer Verordnung über b i e Abgrenzung des eigentlichen Sparkassenoerkehrs im Sinne der Reichs­steuergesetze ist nunmehr als Reichsverordnung im Reichsgefetzblatt" erschienen. Die Verordnung ist für bas Sparkassenwesen und die Wirtschaft von cr-- heblicher Bedeutung. Ihr Zweck geht dahin, eine klare Grenze zwischen den Geschäften der Sparkassen zu schäften. '

Als eigentliche 3p a r f a [ j e n g c j cty (M t e führt die Verordnung auf: die Annahme und Aus­zahlung von Spareinlagen, die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren imb anderen Wert- gegenftänben. die Vermietung von Sicberheii». fächern, den Kontokorrentverkehr, sofern dieser jedoch mit einer Krediteinräumung verbunden ist, muß der Kredit durch Sicberheftshypothek, Faustpfand oder durch einen oder mehrere Bürgen ober durch einen Dreimonatswechsel gesichert sein, ober der Ge- samtbetrag der ungesicherten Krediteinräumungen darf 5 Prozent der im Depositen-, Giro- und Konto- korrentoerkehr bei der Sparkasse vorhandenen Gut­haben nicht übersteigen; ferner werben als spar­lasseneigene Geschäfte aufgeführt die Einlösung fäl­liger Zins- und Gewinnanteile, der Ein- und Aus- zcchlnngsverkehr für fremde Rechnung (Giro- und Scheckverkehr), die Anlagen der Sparkassenbestände. Hierzu gehört auch die (Einräumung von Personen- krebsten an den Mittelstand, sogenannte Mittel- standskrebite. Diese Kredite müffen jedoch ebenso ge­sichert sein, wie die Krebiteinräumungen innerhalb des Kontokorrentverkehrs, die oben bargelegt wor­den sind.

Zum eigentlichen Sparkassenoerkehr gehören ta­ge gen nach der Verordnung nicht: Der Ankauf von Wertpapieren ohne sofortige Barzahlung, der Verkauf von Wertpapieren ohne sofortige Hinter­legung, der Ankauf und "Verkauf von ausländischen Zahlungsmitteln für frembe Rechnung, die Einräu- mung von Personalkredit, sofern dieser nicht nach den oben angeführten Bestimmungen gefiert ist, ferner gehören nicht zu den Sparkafsengeschäften Geldgeschäfte spekulativen Charakters.

Die neue Verordnung gilt erstmals mit Wirkung für die erste Veranlagung nach dem Körperschafts­steuergesetze vom 10. August 1925 und für die erste Veranlagung nach dem Vermögenssteuergesetzs vom 10. August 1925. Zur Ausführung der Verordnung werden demnächst nach Richtlinien erlassen werden.

Vermischtes.

Eine Elefantenherde in Babelsberg ausqebrochen.

3m Babelsberger Wäldchen dicht am Bahn­hof brach eine Elefantenherde, die sich auf dem Transport zu den dortigen Filmateliers befand, los und versetzte die spärlichen Fußgänger in nicht geringe Auf­regung. Erst nach mehrstündiger Arbeit gelang es den Wärtern, die Tiere wieder einzufangen. die in dem Waldbestand eine ziemliche Verhee­rung angerichtet hatten.

Großfeuer in einem ägyptischen Dorf.

Neunzig Häuser des Dorfes Äafir el Amr im Distrikt Menufia find durch einen Brand zerstört worden. Vier Personen sanden den Tod, sieben rour den verletzt.

Letzte Nachrichten.

Oer älteste Rennfahrer Europas auf einer ^adfahrt durch Europa.

Köln, 11. April. (WTD. Funkspruch). Am Ostermontagmorgen begann, wie dieKölnische Zeitung" aus Trier berichtet, der älteste Rennfahrer Europas, der 82jährige Werner, eine Radfahrt durch Europa. Er beabsichtigt ungefähr 7200 Kilometer zurück- zulegen und über Berlin, Graz, Wien, Buda­pest, Belgrad, Rom, Bern, Paris nach Trier zurückzukehren. Der erste Abschnitt der Fahrt geht nach Berlin, wo Werner in etwa 14 Tagen einzutreffen gedenkt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssuß 8 Prozent.

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Sierlin. 10. April

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Änwrtkanische Roten.....

«clgische Loten......

Dänische Roten......

Enastsche Noten.......

47T63

58.20

111,78

20.358

77183

58,44

113,23

20.4:i>r

Berlin. 10. Avril

(Selb

Briet

französische Roten......

Hollänbische Roten ....

Italienische Roten .....

Rorwcgilche Noten......

Deutsch-Lesterr., 5100 Kronen Rumänisch: Noten......

Schwebische Noten .....

Schweizer Roten.......

Svanischc Roten.......

Tschechoslowakische Noten . - Ungarische Noten

Devisenmartt 'Berlin

Lelegraphlfche

rmn 167,91

22,31

111,38

58.66 2,625

111,95

80,4'1

70.21

12,315 73 81

2 uszah

16,555 163,59

22,39

111,82

68,90 2,643

112,39 80,72

70.49

13.405

73.11

a. 2H.

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10. Apttl

11. April

Amtliche Noll.runa

Geld Briet

Ämtliche Notierung tKelb Briei

Äutst^Rott Bocu^AireS Brff.-Lorw Etzriftionia >wpcuhagrn Stottdolm - HelfingsorS. (stallen. . . London. . . J: cm)ort - - Dari».... Schwei; .. Svanien . Jovan . . . Rio bt 3mi. Wien in D - Cdt obatfl Prag - . - . Belzrod «avaveft Mi I» arten L'ffabon Tanttg. - Konstantin. Ätbcn. . ttaxobo lUeawiD - Utt

168,34 1,786 58,34

111,61 112,11 112,22 10,519

22,0/ 20,3'.-;

1,1775 16,445

»0,49 70 35 1.998

a.5025

a-,78.5 12,351

7.351 3,95 3,019 17,88 81,53 2,124 5.545 4,180

4,321 20.92

168.68 1,790 ,8,4'i

111,83 112,33

112,44

10,539

22,10 20,436

4,1895 16,.85

80,65

70. 49

2.002

0.5045

58.905 12,365

7,365

73,10

3.025

17,92

81,69

2,128

5,5'26

4,188

4,329

20.96

168,32 1.786

58,33

111,62

112,09

112,19

10,517

22,0-5

20,392

1.177

16,44 60,48 70,31

2,000 9.503

>8,755 12,378

7,355 72,94

3.019

18,08 81,52

2,128 5,514

4,179 4.326

i 20.918

168,66 1,790

58.43 111,84 112.31

112.41

10.537

22,09

20,132 4.185 16,43

80.64

70.45

3,004 0.510

68,875 12,398

7,369 73.0*

7.023 18.12 >1,68 t, 132

5,5'26 4,187 4,834

10958