fcfcrt tottfc tn Aeuhor? allgemein als großer Erfolg bezeichnet. Die American Telephone Telegraph Company erklärte dem Vertreter des WTB, Daß die Verständigung in allen Fällen gut gewesen sei. Während der ersten zwei Stunden nach der Eröffnung des Verkehrs um 11 Uhr amerikanischer Zeit erfolgten etwa 30 Anrufe aus Deutschland, meistens von Zeitungen und Geschäftsfirmen.
Aus aller Welt.
Die Unwetterkatastrophe in Norwegen.
AndauernD laufen in Oslo noch Vachrichten über Zerstörungen und Verluste an Menschenleben als Folge der Schneelawinen und Lleberschwemmungen ein. Ein Haus in Vadheim im Bezirk Sogn wurde heute unter einer Schneelawine begraben, wobei fünf Personen ums Leben tarnen. Es ist schwer, die Zahl der ums Leben Gekommenen oder den Um« sang der Schäden festzustellen. Bis jetzt nennt men 20 b i s 30 Tote. Die Vertehrsverhält- nisse der Bergen-Bahn sind unverändert. Cs wird noch einige Zeit vergehen, bis die an- gerichteten Schäden ausgebessert sind.
Unwetter auch in England.
London, 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) Ein außerordentlich starker Sturm herrscht seit gestern in Großbritannien und Irland. In vielen Gegenden ist der Wind orkanartig-, er hatte eine Stunden- geschwindigkeit von 60 bis 80 Meilen. Starke Gewitter und kurze Hagelschauer wurden gemeldet. In London fiel gestern das Thermometer innerhalb weniger Minuten um zehn Grad auf den Gefrier- C't. Infolge des Einsturzes von Dächern und em wurden in London mehrere Erwachsene »nd Kinder verletzt.
Kälte, Schnee und Wölfe in Spanien.
Vach einer Meldung des „Journal" aus Madrid herrscht in der Provinz Zamora eine ungewöhnlich scharfe Kälte und außeror deutlich starrer Schneefall. Von Hunger getrieben bringen ganze Scharen von Wölfen in die Dörfer vor. Die Hirten veranstalteten Jagden zur Bekämpfung der Wölfe.
Achtzehn Todesopfer de» Strahenbahnunglücks von Oiedenhofen.
Die Opfer des Zusammenstoßes zweier Straßen- bcchnzüge in der Nähe von Diedenhofen sind fast alle Arbeiter und Arbeiterinnen einer Säge- muhle in Weimeringen. Nach den letzten Feststellungen beläuft sich die Zahl der Getöteten auf a ch t z e hn und die der Schwerverletzten auf vier.
Explosionskatastrophe in Amerika.
3n Everett (Massachusetts) wurden infolge einer Explosion von Destillierapparaten bei der Beacon Oil Company mindestens fünf Personen getötet und ungefähr 30 verletzt. Vach der Explosion brach ein Brand auS, der jedoch innerhalb einer Stunde lokalisiert werden konnte. Von hundert in der Vähe der Destillierapparate beschäftigten Personen wurden mehrere in die Luft geschleudert.
Bergwerksunglück in Kanada.
Ungefähr 50 Bergleute tourten durch einen in der Hollinger Goldmine bei Timmissen in einer Tiefe von 550 Fuß entstandenen Brand eingeschlossen. Vier Leichen wurden bereits geborgen. Rauch und Gase halten das Rettungs- Werk auf. Man befürchtet, dah das Feuer noch einige Tage anhalten wird.
Kohlenoxydoergiftungen in einer Versammlung.
Dresden. 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) In einer Versammlung der deutschnationalen Dolkspartei im Goethegarten wurden gestern abend mehrere Teilnehmer infolge Kohlenoxydgasvergiftung ohnmächtig. AuS einem der angeheiten Oefen drang, als die ersten Besucher den Saal betraten, Rauch hervor. Als der Redner des Abends, Landtagsabgeordneter Dr. K r e t s ch m a r, etwa drei- oiertel Stunden gesprochen hatte, mußten zwei Damen den Saal verlassen. Plötzlich fiel der Vorsitzende, Stadtverordneter Dr. Eckelmann, der neben dem Redner saß, ohnmächtig vom^tuhl. Daraus wurden noch mehrere
Damen und Herren ohnmächtig, die hinaus- geführt und zum Teil von der herbeigerufenen Feuerwehr nach ihren Wohnungen gebracht wurden. Bei einem Herrn muhte der Sauer st off- apparat in Tätigkeit treten. Lebensgefahr scheint bei keinem der Betroffenen zu bestehen.
Tödlicher Ausgang eines Streites.
In A l t e n e f s e n wurde der 18jährige Lehrling eines Bäckermeisters von einem im selben Hause wohnenden Bergmann und einem Verwandten des Bergmannes mit Gummischläuchen überfallen und derart mißhandelt, daß er kurze Zeit darauf starb. Zwischen dem Bäckermeister und dem Bergmann hatte seit längerer Zeit Unfrieden geherrscht. Der völlia unbeteiligte Lehrling hatte lediglich einen harmlosen Befehl seines Meisters ausgeführt, durch den sich der Bergmann grundlos herausgefordert fühlte.
Oie Wetterlage
Röst
Os»
Wien
G wolkenlos <3 heiter. <j naro oede<H. ® wolkig. * d toten. • fteoerw * Schnee o Graupeln enet>ei KGrnu'£r,(§)Wmd5tille.«O-. sehr leichter Osi £> -nassio«' Südsüdwest q stürmischer nordwest Oie Piene fliegen mit dem wrnot Pie oeiden Stationen stenenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichem auf Meeresnivea» umoerechnete» Luftdtucx
Wettervoraussage.
Lufttemperaturen am 10. Februar: mittags 6 Grad Celsius; abends 7,6 Grad Celsius; am 11. Februar: morgens 3,6 Grad Celsius. Maximum 7,7 Grad Celsius, Minimum 3,6 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 10. Februar: abends 3,8 Grad Celsius; am 11. Februar:
Unter sehr rascher Ostwärtsweiterbewegung brachte die neue Störung bei stürmischer Luftbewegung in der vergangenen Nacht verbreitete Gewitter mit kräftigen Niederschlägen, die teils als Hagel und Schnee niedergingen. Die rasch folgenden Polarluftmassen an ihrer Rückseite gestalten zunächst den Witterungscharakter unruhig. Unter lebhafter Luftzufuhr und rasch wechselnder Bewölkung treten Schauern aus, die teilweise feste Formen annehmen. Gleichzeitig sinken dabei die Temperaturen und kommen nachts in Gefrierpunktnähe und auch darunter zu liegen. Später, wahrscheinlich noch im Laufe des morgigen Tages, wird jedoch die Wetterlage beruhigend und stellenweise Bewölkungsabnahme eintreten.
Wettervoraussage für Sonntag: Zunächst unbeständiges, wechselnd wolkiges Wetter mit Schauern, teilweise als Schn«, Temperaturrückgang, leichte Nachtfrostgefahr.
Witterungsaussichten für Montag: Bei wenig veränderten Temperaturen zeitweise wolkiges Wetter, nur vereinzelte Niederschläge nicht ausgeschlossen.
Aus der Pwvinzialhauptstadt.
Gießen, den 11. Februar 1928.
Schweres Llnrvetter.
Rachtem gestern den ganzen Tag über ein feiner Landregen niedergegangen war und im Laufe der Abendstunden ter Wind immer mehr ausgefrischt hatte, steigerten sich Regen und Wind im späteren Verlaufe tes Abends zu einem schweren Unwetter, das zwischen 12 und l Uhr nachts über unsere Stadt und der Provinz Oberhessen nieterging. Ein starkes Wintergewitter brachte mit heftigen elektrischen Entladungen kräftige Vietec.chlage, zum Teil in Gestalt von Hagel, und einen wütenden Sturm. In Gießen wurde bei diesem Gewitter der K a min des Hauses Ham m strafte 1 4 von einem kalten Blitzschlag getroffen und zur Seite geschmettert. Berm Herabstürzen des Kamins wurde ein Loch in das Dach des Hauses geschlagen, hierauf fielen die Steinmassen auf das Dach des Vachbarhauses, das gleichfalls durchschlagen wurde, worauf die Steine noch ein großes Loch in eine Zimmertecke schlugen. 3n beiden Häusern Gegen unter Den Durchschlagsstellen Wohnräume, in denen Einwohner schliefen. Wie durch ein Wunder und zum Glück sind diese Personen bei dem Unglücksfall nicht zu Schaden gekommen, obgleich ihnen der Mörtel des Kamins auf die Köpfe fiel. Die Feuerwache wurde um 1.14 Uhr alarmiert und stützte unter der Leitung des Branddirettors Braubach vor allem die gefährdete Decke im Hause Hamm- st raße 13 ab, um weitere Ge ährdung von Personen zu vermeiden. Am 2.52 Uhr konnte die Wache wieder einrüden. Auch die Müllersche Badeanstalt wurde sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Die gesamten Bretterbauten wurden von dem Sturm niedergewor- f c n und zum Teil in die Lahn getrieben, so daß die Badeanstalt, deren Herrichtung dem Besitzer im vorigen Jahre erst wieder große Mühe und viele Kosten verursacht hat, heute durch dieses Unwetter völlig verwüstet ist. 3n zahlreichen Häusern wurden außerdem Dachziegeln von den Dächern gerissen, auch in den ©arten und an den Bäumen sind zum Teil recht erhebliche Schäden entstanden. Heute morgen konnte man noch in den Straßen Der Außenvierlel ganze (Streifen Der Hagelniederschläge liegen sehen, ebenso auch in Den Anlagen.
Aus Dem Kreise Gießen liegt uns bisher eine Meldung über die Schäden dieses Unwetters aus dem Dorfe Ettingshausen vor. Dort wurde von Dein Sturme das halbe Dach einer Maschinenhalle h e r» untetgeriffen und fortgeschleudert, ebenso erlitten fast alle Dächer durch Herabreißen Der Bedachung Schaden, ferner wurden zahlreiche Fensterläden von den Häusern fortgerissen. Auch Die Dorflinde. Die 1748 zum Gedächtnis des Friedensschlusses nach Dem 30jährigen Kriege gepflanzt wurde, ist Derartig vom Sturme zerrissen worden, daß der Rest des Baumes nunmehr gefällt werden muß. 3n Der Umgegend hat das Gewitter unter den Bäumen und an den Straßen ebenfalls schwere Schäden angerichtet.
3n Riede rklein, Kreis Kirchhain, schlug Der Blitz tn Den Turm Der Kirche ein und zündete. 3m Vu schlugen aus dem Turm Die Flammen heraus. Dem tatkräftigen Eingreifen Der Ortsfeuerwehr und Der zur Hilfe herbeigeeilten Feuerwehr von Kirchhain gelang es schließlich. Der Flammen Herr zu toerDen, immerhin hat Der Turm mit Der Kirche schweren Schaden gelitten.
Bornotizen.
— Tageskalender f ü r Samstag: Bund der Kolonialfreunde: 8 Uhr, Gastwirtschaft Dippel, Generalversammlung. — Garde-Verein: 8 Uhr, Hotel Hopseld, Monatsoersammlung. — Gesangverein .Harmonie-Gemütlichkeit": 8.30 Uhr, Restaurant Faulstich, Generalversammlung. — Gabelsberger Stenographenverein vvn 1861: 8 Uhr, Karlsruhe, Winterfest. — Spielvereinigung 1900: 7 Uhr, Cafe Leib, Maskenball. — Gesangverein „Gutenberg":
7.30 Uhr, Saalbau Sauer, Karnevalistischer Abend. — Verein ehern. Leibgardisten: 8 Uhr. Kath. Ber- einshaus, Abendunterhaltung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Mädchen aus dem Volke". — Astoria-Lichtspiele: „Sing-Sing, das Haus ohne Hoffnung".
— Tageskalender fürEonntag : Stadl theater: 6 Uhr „Der Zigeunerbaron" (Ende gegen 9 Uhr). — Gießener Konzettoerein: 5 Uhr, Neue Aula der Universität, Konzert Dr. Paul von Szenl Györgyi. — Gesangverein „Frohsinn": 8 Uhr, CafL Leib, Maskenball. — Lichtspieltheater wie Samstag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: 11 Uhr vormittags „Dritter Kulturfilm-Zyklus."
LU. Von der Landesunioerjitat. Dr. med. .Hans Dieterich, Assistenzarzt an der Chirurgischen Klinik, der sich für das Fach der Chirurgie zu habilitieren wünscht, wird am Montag, 13. Febr., 6 Uhr, in der Kleinen Aula seine öffentliche Probevorlesung über das Thema: ,^Die Regeneration des Knochens in ihrer Bedeutung für dir Chirurgie" halten.
•* Auszeichnung eines Gießener Kunstfreundes. Anläßlich der Einweihung des neuen Hörsaals des Kunstwissenschaftlichen 3nstituts wurde Der Fabrikbesitzer Gustav Bock wegen seiner Verdienste um das genannte 3nstitut zum Ehrenmitglied ernannt
*" Ernennungen: Ernannt wurden: Der Veterinärarzt Dr. Heinrich Monnard in Groß- Gerau, mit Wirkung vom 1. März 1928, zum Kreis- veterinärarzt des Kreisveterinäramts Gießen unter Belassung seiner Amtsbezeichnung als „Ißeterinän rat"; der Aushilfsdiener Heinrich Bello ff zu Gießen .zum Amtsgehilfen bei Dem Anatomischen Institut Der Landesuniversität Gießen, mit Wirkung vom 1. Januar 1928 ab; der Studienassessor Dr. Friedrich Nicolai aus Großen-Buseck zum überplanmäßi- gen Studienrat.
** Gießener Pserdemark^lotterie. Die Lose für Die Lotterie zum Diesjährigen Frühjahrs-Pserdemarkt sinD erschienen. Die Gewinnchancen sinD erheblich günstiger geworben. Der für Gewinne zur Verfügung stehenDe Betrag tourDc so erhöht. Daß annähernd hunDert Gewinne mehr zur Ausspielung kommen können. Der Preis für Die Lose bleibt 1 Mark. Die ftäDL Pferdemarkt-Deputation erhofft eine lebhafte Beteiligung. Wer Lose kaust, hat nicht nur Die Möglichkeit, einen wertvollen Gewinn zu erhalten, sonbern unterstützt ein in allen Kreisen Der Bevölkerung anerkanntes gemeinnütziges Unternehmen. BesonDers Die hiesige Bürgerschaft sollte helfen. Die Pferdemärkte mit Den Prämiierungen unD sonstigen Vorführungen für unsere Stadt zu erhalten.
•• Eine neue Kraftomnibuslinie wurde gestern Dem Verkehr übergeben. $)ie Linie, Die von Ernst Waldorf-Gießen mit einem neuen etwa 40sihigen Büssingwagen betrieben wirD. stellt Die VerbinDuna zwischen Den im südlichen Teile DeS Kreise- Biedenkopf liegenden Gemeinden Crumbach und Frankenbach und Der StaDt Gießen her. Sie gibt somit Den Bewohnern Der dortigen Gegend Die Möglichkeit, schnell nach der Stadt Gießen, mit Der sie von jeher wirtschaftlich eng verbunDen sinD, unD nach Er- leDigung ihrer Geschäfte ebenso rasch wieDer nach Hause zu kommen. Zu einer Probefahrt hatten sich gestern Die Gemeinderatsmitglieder Der beiden Orte eingefunDen. Vachdem von Bürgermeister Hermann- Crumbach die Versammlung und Die Herren vom Gießener Verkehrs- verein begrüßt und ein kurzer Lieberblick über Die Schwierigkeiten, Die zu überwältigen gewesen sind, gegeben war, tourDe gegen 2.15 Uhr Die Fahrt angetreten. 3n schöner ruhiger Fahrt (fast stoßfrei) tourDe in etwa 20 Minuten Crumbach erreicht. Vach einem" kurzen Aufenthalt in der Dortigen Wirtschaft ging's weiter nach Fran- lenbach. Hier wurde ein Trunk auf Das Gelingen Des Unternehmens getan und einige kurze Reden in diesem Sinne gehalten. 3n tadelloser Fahrt ging's hierauf nach Gießen zurück. Das Unternehmen, das nicht nur für Die beteiligten Gemeinten. sonDem auch für Die StaDt Gießen von großem Vorteil ist, erfährt hoffentlich von allen Seiten rege Benutzung, Damit es eine DauemDe Einrichtung zum Ruhen und Segen aller interessierten Kreise.
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haben oft unter Beklemmung und Luftmangel zu leiden,wodurch sie derNachtruhe entbehren müssen. Astmol-Bronchial-Cigaretten welche wie jede andere Cigarette geraucht werden, bringen oft sofortige Linderung, der Schleim wird gelöst, der Krampf gelindert.
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472
Die Stelle eines besoldeten Mgemeisters der Stadt sich (Heffen)
2400 Einwohner, soll zum 1. April 1928, infolge Ablebens des seitherigen Inhabers, neu beseht werden. - Amtsdauer 9 Zähre. Geeignete Bewerber, besonders solche, die bereits mit Erfolg im Rommunalttenft tätig waren, wollen ihre Bewerbung mit Lebens- tauf, begl. Zeugnisabschriften, Lichtbild und Gesundheitsattest bis 25. Kebruar 1925 an die Bürgermeisterei Lich (Hessen) einsenben, bie auch nähere Auskunft über die Gehaltsverhältniffe usw. erteilt, persönliche Vorstellung nur auf Wunsch.
Lich, den 2. Februar 1928.
Hessische Bürgermeisterei Lich: i. D. Heinrich Heller IV.
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