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gesagt Tein soll, dich H vorher nicht ernst war, denn die Arbeit im Hilmatelier so schön sie ist. leicht ist sie bestimmt nicht. Unb der Rerven verbrauch ist keineswegs geringer als der Konsum an Schminke und Puder

Grohaufnahme das heißte äuherste Kon­zentration völliges Tins werden mit der Rolle An den Grohaufnahmen hängt der darstellerische ttdolg, der Erfolg des ganzen Films.

.Achtung Drohausnahme F wenn diele Wortc verklungen sind lierrscht plötzlich Gra­besstille in dem sonst nicht gerade schweigsamen Atelier Wehe dem Atelierarbeiter der jetzt noch im benachbarten Bau' einen Ragei einschlagen wollte! Wehe dem Unbefugten, der jetzt ein noch so leise- Wort riskierte' Richt» darf man hören al- do- melodische .fiid, klick' der Ka­mera unb die geflüsterten Zurufe dr- Aegisseurs.

Vorläufig -ft e» ober noch nicht soweit. Erst einmal tritt die Garderobiere in Funktion. Rasch die Puderquaste! Roch eine kleine Korrek­tur am Kleid Ein winziger Strich mit dem Augenbrauenftift. Rasch den Spiegel her? 3n Ordnung: Garderobiere Spiegel und Puder­quaste verschwinden lautlos im Hintergrund

Dann steht man auf dem vom Operateur baorlchars bezeichneten Fleck. 2 Meter vor sich dos drohende Auge der Kamera. Und ringsherum werden die Lampen in immer bedrohlichere Rähe gerückt. Licht, Licht und noch einmal Licht! Man ist förmlich gebadet in den mörderisch Hellen, blendenden Strahlen der Scheinwerfer und Lam­pen Wehe dem Filmneuling der hier das Auge nicht zu beherrschen weih. Schwere Schmer­zen, selbst momentane Blindheit sind die Folge.

Der Operateur Hot die Einstellung vollen­det. Mit einem Blick hat sich der Regisseur überzeugt, dost alles in Ordnung ist

Die Maschine ist fertig, nun heiht es all do» Technische vergessen und sich blitzschnell denn lange dl ohne Pause das mörderische Licht nicht ou-zuholten in da- seelische Erlebnis der Rolle zu versetzen. Jetzt heiht et: Spielen!

xlnb wenn der Regisseur nicht ganz, ganz vollständig zufrieden war, dann wird die Szene eben noch einmal gespielt, und noch einmal und noch einmal und wenn eS sein muh zehnmal

Grobausnohme, do- ist do» Schwerste ober auch da- Schönste im Schassen des Filmdar­steller- Bor der Filmkamera stehen und mit einer in wenige Sekunden gedrängten äuberfteii Anspannung oller Rerven und Erlebniskraft menschliche- Fühlen gestalten dürfen wer da- einmal verspürt hat. er möchte eS nie wieder missen

Und mitten in meiner gegenwärtigen Ferien­freude warte ich doch schon sehnsüchtig auf den Tag. an dem die Ausnahmen zu einem neuen §llm beginnen und an dem. nach einigen Wochen rholung -um ersten Male wieder der Ruf ertönt: »Achtung: Grobousnahmek"

Wirtschaft.

Oer deutsche Arbeitsmarlt bis Mitte Dezember 1927.

Dle Verschlechterung der Lage des Arbeils- markts. die (m Rovember infolge Einstellung fast sämtlicher Auheuarbeiten bei den Arbeitsnach­weisen zu 1.13 Millionen neuen Arbeitsgesuchen aefübrt hatte, Hal sich in der ersten Dezember- Hälfte in den Saifonberufen weiter verschärft. Die Zahl der in den Auhenberusen sreigeworde- ntp Arbeitskräfte scheint jedoch nunmehr den höchsten Stand erreicht zu hoben. In diesem Zu­sammenhang ist nach den Feststellungen der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Ar­beitslosenversicherung besonders bemerkenswert, doh die Zunahme der Arbeitslosen in den übri­gen. nicht unmittelbar von der Jahreszeit ab­hängigen Berufen vom 15. TloDembcr bi» 15. De- zember noch den Ergebnissen auf daS geringe Ollaft von 14 Prozent beschränkt blieb. Aber uuch diese Derslauuna dürste mehr auf die Be­einflussung der Industrie durch die rein saison- mählg baniebcrliegcnben Schlüsselgewerbe zurück- zusühren sein, alS auf eine allgemeine konjunk- turmähige Verschlechterung der BeschästigungS' und Wirtschaftslage

3m ganzen ist die Zahl der bei den Arbeits­nachweisen verfügbaren Arbeitsuchenden von Mitte Rovember bis Milte Dezember von 8Se CXX) auf 1 391 000 ober um 55,2 Prozent an- aefliegen. Ser Rest bestand des S 1 e l l e n o n g e - »ole» dl gleichzeitig um 22 Prozent auf 29 000 btrhighdte offene Stellen gefallen.

3abl der HauplunterstützungSempfänger P»/ct Arbeitslosen- und Krisenunterstützung Hal sich am 15. Dezember bekanntlich auf 1 002 000 d-.d feit dem 30. Rovember um 250 000 erhöht D'c Steigerung ist in der ersten Dezemberhälftc

absolut jedoch noch grSH« als m der Zeit zwi­schen dem 15 und 30 Rovember. Die Gesamt­zahl der Hauptunterftützungsemp- fänger und der Rotstandsarbeiter in der Arbeitslosen- und Krisenunterstützung belief sich am 15. Dezember auf 1048 000 gegenüber 802 000 am 30. Rovember 1927.

Die Heichsbarik Anfang Januar.

Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Januar zeigt einen Rückgang der gesamten Kapitalanlage der Bonk an Wech-eln und Schecks, liombarb» und Effekten um 548,4 Mill, auf 2752.0 Mill Mk. 3m einzelnen haben abge­nommen die Bestände an wechseln und Schecks um 493,2 Mill, auf 2635L Mill. Mk. und die Lombard- vcftände um 55L Mill, auf 23.1 Mill. Mk. Die An- läge in Effekten ist mit 93,4 Mill. Mk. annähernd unverändert geblieben.

An Reichsbonknoten und Renten« bonkscheinen zusammen find 429,4 Mill. Mk. aus dem Verkehr zurückgefiofien, und zwar Hot sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 393,1 Mill, auf 4170,9 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 36,3 Mill, aus 679,9 Mill. Mk. verringert 15 Mill Mk. an Rcntenbankscheinen wurden in der Bencht-woche getilgt. Dementsprechend haben sich die Bestände der Rcichsbank an iolchen Scheinen um 21,3 Mill, auf 44.9 Mill. Mk. erhöht Die fremden (Reiber ,eigen mit 675,0 Mill. Mk. eine Abnahme um 104,1 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold unb bedünge- fähigen Devisen werden zusammen mit 21.50,1 Mill. Mk., im einzelnen Gold mit 1864,5 Mill. Mk. und die Bestände an deckungeföhigen Devisen mit 285.6 Mill. Mk. ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 40,9 Proz. in der Vorwoche auf 44,7 Proz., die- jenige durch Gold unb deckungsfähigen Devisen von 47,o Proz auf 51B Proz.

6p roz. hessische Draunkohlen- roggenanleihe. Bei Anwendung der An- leihebebingungen für die 6proz. Heftische Braun- kohlen-Roggenonleihe hat die ^Hessische Staats- schulbenverwaltung die am 1. Februar 1928 fäl­ligen Zinsen, unter Zugrundelegung der Durch­schnittspreise für eine Tonne gesiebte Förder­kohle unb einen Zentner Roggen in den Mo­naten Oktober 1926 bis einschließlich Marz 1927, auf 0,47 Mk.. nach Abzug der Kapital­ertrag-st euer. für eine Einheit festgesetzt. Da die Schuldverschreibungen der Anleihe auf 1 /l, */., 1. 2 und 5 Einheiten lauten, fo ent­fallen auf- den jetzt fällig werdenden Zinsschein fünf Betrage von 0.12 Mk.. 0.24 Mk., 0.47 Mk., 0,94 Mk. und 2.35 Mk.

Deutsche Gold- un tz Silber-Schei- deanstalt vorm. Roefsler, Frankfurt o. M Die Generalversammlung genehmigte den bekannten Abschluß mit 9 Prozent Dividende. Aul eine AktionärSanfrage. weshalb die dem ge­setzlichen Reservefonds gutgeschrieb.me Summe von 533 000 Mark aus dem Verkauf von 3156 Stück Vorratsaktien im abgelaufenen Geschäfts­jahr 1926 27 nicht dem durchschnittlichen Bör­senkurs entspreche, wurde von der Verwaltung erklärt, dost diese Vorratsaktien nicht im freien Markt verkauft, sondern zu gewissen geschäft­lichen Transatttonen verwendet worden seien.

' ,Torpedo" Fahrräder undSchreib- rnaschinen Weilwerke AG.. Frank­furt a. M. Rach dem Geschäftsbericht für 1926 27 ist der Absatz in Fahrrädern gestiegen: Fabrikationsverbesferungcn hätten sich bewährt. Auch in Schreibmaschinen sei die Rachfrage gut. Es werden 8 Proz. Dividende auf 1,6 Mill. Mark Kapital verteilt 3m laufenden Jahre fei die Beschäftigung befriedigend, die Aussichten liehen sich nicht übersehen. (G.-V. 10. 3anuar)

Schramm L a ck- und Farbenfabri­ken A.-G., Offenbach a. M. Aus 159 164 Mark (i. V. 92 160 Mk.) Reingewinn werden, wie angekündigt. 10 (L D. 7) Prozent Dividende verteilt. < Generalversammlung 9. Februar) 68 000 (47 5001 Mark werden zu Abschreibungen ver­wendet. der Reserve werden 15 700 Mark, dem Delkredere- und Beamtenunterstützungskonto je 10 000 Mark überwiesen.

_* A (tz . C h a r 1 o 11 e n h ü 11 e, Niederscheld (6 i e g). Die Generalversammlung genehmigte den bekannten Abschluß, der eine Dividende von 12 v. H. auf die tMflicngruppe I unb o o. H auf bie Aktien- gruppe II vorsieht. Die neuen Aktien werben zu 100 v. j). auogegeben unb find ab 1. Januar 1928 biuibenbenbercditigt, erhalten also für bas laufenbe 3abr bie Hälfte ber Dividende. Die neuen Aktien dienen dazu, den Bes ; der Charlottenhütte an Aktien verschiedener Gesellschaften zu oerstürkc , und zwar hauptsächlich soll derjenige Aktienbesitz weiter ver­stärkt werden, den die Gesellschaft auch bisher schon besessen hat, also Gelsenkirchen unb Bereinigte Stahl­werke.

frankfurter Vörse

Frankfurt, 11. 3ott. Tendenz überwiegend etwas schwächer - Die hn Verlaufe der geftri- arr Abendbörte in Erscheinung getreten« etwa- festere Stimmung konnte l.ch zu Beginn be» heutigen Verkehrs nicht behaupten. Die Tendenz war überwiegend etwas schwächer, da die Spekulation zum morgigen Medw weiter einige Abgaben vornahm in Enttäuschung dar­über. dast die erwartete Beteiligung des Publi­kums am Börsengeschäft ausblieb. Die Umsatz- t igtei t bewegte sich wieder in den a 11e r- engsten G renzen Die G r u n d ft i m m u n g blieb ziemlich widerstandsfähig, da die starke Entlastung der Reichsbank in der ersten 3anuarwoche einen günstigen Eindruck machte. Rach dem Ausweis ist der Wechsel- und Lom­bardbestand um 648 Millionen Mark zurück- gegangen. und der Rotenumlauf zeigt eine Ab­nahme um 303 Millionen Mark. Auch am Geldmärkte setzte sich die Entspannung weiter fort. Tagesgeld ist sehr stark ange­boten. Ferner befriedigte, dah die Frei- gabeangelegenbeit entgegen den gestrigen Meldungen doch in der nächsten Sitzung des Se­nates zur Behandlung kommen soll. Bei den ersten Rotierungen war die Kursgestaltung nicht einheitlich, es überwogen die Rückgänge von 1 bis 2 Prozent Am Elektromarkt eröffneten Siemens und Gesfurel je 2.25 Prozent schwächer die übrigen Elektrowerte gaben bis 1 Prozent nach. 3. G. Farben nunus 2 Prozent Am Montanmarkt war das Geschäft äusterft still, obwohl die Eifenpreiserhöhung ziemlich sicher zu fein scheint. Die Werte blieben knapp be­hauptet. nur Harpener und Mannesmann je minus 1 Prozent. Zellstoff Waldhof konn­ten 1 Prozent anziehen. Von heimischen An­leihen lagen Ablösungsschuld ohne AuSlosungs- recht 0,25 Prozent schwächer, dagegen A It - besitz etwas fester. Don Ausländern blie­ben Türken angeboten und schwächer. 3m Ver­laufe herrschte weiter Angebot und die Kurse gaben erneut 1 bis 2 Prozent nach. Von der Spekulation dürsten auch einige Leerverkäufe vorgenommen worden fein. Am Geldmarkt war Tagesaeld sehr leicht zu 4.5 Prozent. 3m Devisenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 420, gegen London 20,473. London gegen Kabel 4,87425. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,20, Madrid 28,275.

Ucritnc. Börse.

Berlin, 11. 3cm. (Eigener Drahtbericht des Giehener Anzeigers.) Schon im Verlaufe des VormittagSverkeyro wurde die Stimmung, die anfangs freundlicher war. unsicher bei grober Zurückhaltung. Zu Beginn der Börse verstärkte sich die abwartende Haltung. Sine Reibe günstiger Momente, die sonst stark gewirkt hätten, blieben heute ohne Eindruck. Die Spekulation benutzte die Geschäftslosigkeit und schritt abgesehen von den PositionSlö,u:igen zum Medio, noch zu ßecroertäufcn, die natürlich bei der geringen Aufnahmefähigkeit auf das Kursniveau einen Druck ausüben muh­ten. Die günstigeren Meldungen über die Frei­gabeangelegenheit wurden kaum beachtet, und der günstige Reichsbankausweis, der befriedigte, blieb ohne Wirkung. Die Geldmarktlage hat sich weiter gebessert. Tagcsgeld war zu 4 biS 6 Prozent und darunter sehr stark angeboten, MonatSgeld 7 bis 8,50 Prozent. Re- Portgeld war zu 8 biS 8.50 Prozent angeboten. Die ersten Kurse zeigten kein einheit­liches Bild, meist toaren Verluste von 1 biS 2 Prozent, vereinzelt bis zu 3 Prozent, zu verzeichnen, denen nur geringe AnfangSge- toinne in kleinem Umfang gegenüberstanden. Gut befestigt waren Akkumulatoren plus 4,5 Prozent und Deutsche Wolle pluS 3 Prozent, dagegen verloren Schubert R Salzer 8 Prozent. Mon- t anwerte überwiegend behauptet. Sprit- werte fester. Deutsche Anleihen unein­heitlich. Reubesitz schwächer, aber Altbefitz bi» 1,5 Prozent befestigt. AuSl änDer mit Aus­nahme von Mexikanern und Mazedoniern be­festigt. Rcch den ersten Kursen setzten sich zum Teil leichte Kurserholungen durch, doch wurde die Haltung später wieder schwächer. Die Rück­gänge hielten sich im Rahmen von 0,5 biS 1 Prozent.

frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a.TO., 11.Jan. Weizen ist stark angeboten, die Nachfrage ist nur gering. Die amt liche Notierung wurde um 0,25 Mark ermäßigt. In Roggen ist fast kein Geschäft. Weizenmehl ist um 0,25 Mark niedriger notiert, doch gibt die zweite Hand für sofortige Lieferung auch unter der niedrigsten amtlichen Notierung ab. Roggenmehl liegt jedenfalls etwas ruhiger (Eine leichte Ab­schwächung ist auch für Oelkuchen eingetreten. Weizenkleie zur Sofortigen Lieferung ist nach wie

vor sehr fest. E» wurden notiert: Äeijai l. gut, gesund, trocken, bi» zu 1 o H Auswuchs 25: Weizen II, gut, gesund, trocken, bi» $u 3 d. - Aus­wuchs, 23,50 bi» 23,75; Weizen 111, geringere Be­schaffenheit, bi» zu 23 v. H. Feuchtigkeit, 22 bi» 22,50 Roggen 24,75; Sommergerste für Brau« zwecke 27 bis 29; Haler, inländischer, 22,75 bi» 24; TOai» (gelb), für Futterzwecke 20,75: Mai» (gelb), für andere Zwecke 21,50; Weizenmehl, süddeutsche», Spezial 0, 37 bi» 37,50; Roggenmehl 35 bi» 35,75; Weizenkleie 14 bi» 14,25; Roggenkleie 15,25 bi» 15,50 TOarf. Tendenz matt, Kleie fest

Kunst und Wiffenschast.

Thoma»fantor Professor ftarl Straube Dr. theoL b. e.

Die »beoleg^dx Fakultät der Universität Leipzig hat den Kantor zu 6t Thomas Professor Or. pb'I h. c Äart 611 a u b e. ber al» begnadeter OrgdfünWer. al- Leiter d« Tho­manerchors des jetzt unter seiner Führung ge­schaffenen kirchenmufikalischen 3nftituts der evan- aeldch-lutherifchen Landeskirche Sachfen. al» kirchenmusikaldcher Schriftsteller und Lehrer das Erbe 3ohann Sebastian Bachs dem deuttchrn Dolle der Gegenwart wieder lebendig gemacht hat. ehrenhalber zum Doktor der Theologie ge­wählt.

Briefkasten btt Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Berbindlichkeit der Schriftleitung.)

h. (ö. 100. Wenden Sie sich wegen F. an Ernst Heinkel, Flugzeugwerke G m.b.S) in Warne ' münde ober an Schröder 8t ao., (tz. m d ch In Berlin Schoneberg, Hauptstraße 10.

Büchertisch.

Dr Erwin Ritter: Freie Reichelän der, Dorschlaae zum Ausbau de» Reiche» (Gilde Verlag, Köln, Törreshau»). Da» Buch baut auf einer sachkundigen Darstellung des gcgenw Zustandes unter Heranziehung der früheren Reich» Verfassung auf unb geht dann näher auf da» ganze Problem des Derhältnisses Preustenc- zum Reich ein, um alsdann Zu zeigen, wie e» sich die Entwicklung und den künftigen Aufbau de» Reiche» denkt Sein Weg geht über die preußischen Provinzen, fie lallen reichsunmittelbar, aber im Ausbau ihrer Selbstoer waltung zufreien Reichsländern- erhoben werden, denen grundsätzlich gleiche Rechte und Pflichten trü­ben Ländern erteilt werben sollen Ein sehr inter essantes Kapitel ist ber Reichshauptstabt Berlin ge widmet, bie als Freie Reichsstadt ebenfalls reich» unmittelbar mit den Rechten der Reichsländer aus gestattet werben soll *14

Die innerstaatliche Entwicklung Deutsch­lands steht im Zeichen eines be'tiget denn je ge­führten Kampfes zwischen Föderalismus unb älnitarismus Es vergeht heute kaum ein Tag. an dem nicht namhafte Politiker, Minister des Reichs oder der Länder, wirtschaftliche und poli­tische Verbände, Parteien oter öffentlicheKörper- schalten zu dieser Frage Stellung nehmen, deren Beantwortung allseitig als notwendig anerkannt wird. Es ist ein Verdienst der Süddeutschen Monatshefte, dah sie Ihr soeben heraus- gegebenes 3anuarheft Gegen den Einheits­staat" dieser deutschen Schicksalsfrage widmen und sie in einer stattlichen Reihe von Beiträgen von allen Seiten aus behandeln Das Heft erhält besondere programmatische Bedeutung durch die Ausführungen der drei 'üddeutschen Staatsober­häupter, die sich in eindeutiger Weise gegen den Einheitsstaat aussprechen. Besonders bedeu­tungsvoll sind die aus umfangreiches Tatsachen­material gestützten Darlegungen des sotialdemo- kratischen Staatspräsidenten von Baden. Dr. Adam Remmele, der trotz des unitarischen Standpunkt» seiner Partei aus praktischen Grün­den heraus keine andere Möglichkeit lieht, als einen Ausbau der Reichseinheu mit einer ge­rechten und klaren Dezentraltsatlon der Relchs- getoalt im Rahmen der deutschen Länder.

Letzte Nachrichten.

Schweres Linqlückssall im Stalftocrf.

Heute vormittag gegen halb neun Uhr ereignete sich im Kalkwerk bei Klein-Linden ein schwerer Unfall Der Bergmann Kreiling au» Lützellinden war nach einer Sprengung mit Aus räumungearbeiten im Schachte beschäftigt und wurde hierbei durch einen Felsblock, der sich infolge der Sprengerschütterung gelost hatte und herab stürzte, schwe r getroffen. Anscheinend hat der bedauernswerte Mann neben sonstigen Verletzungen noch einen Beckenbruch baoongetragen Die Freiwillige Sanitätskolonne vorn Roten Kreuz ve«- brachte ben Verunglückten nach Anlegung eine» Rot oerdanbes nach ber Chirurgischen Klinik

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

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