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XX *36 enbtern. s öetrf IHe frieflae ®üer»«rIabeR<llt gcw nnt tmettt mehr an 'BeheuUmfl, nur für btt groben Aachbar- gtwaibtr Heuchetbe»» Arotbort-Olrtba^ unb Itobbcnnonbcrn and) für bie Ort am Dünlbtta ®rofK4»ntnflfrücn für btt not- O^rungnw »rtctittruuc btr Station Mtbct frier von »thtr bie btcue TaWtnlt bei Thtberuxlei. Da et noch immer an ent« 3er- laberampe für Langholz fehlte. io galt ct, nenerbtna* wieher gttoalliflf *tfrr iHcnur he#e neue Anlage herbetzufchoften welche wi* ich« Sem Deg zur .^.rvzenbccher Muhle tetb bctn t^u:erkburr«'n aufaef*ülitt tourben. Ihre 3u- he^r geschah m Gsslragügen ab Jbuberuiwde. Wetzlar

D Autterthaufen. 8. Sept. 3n der jüng­sten Cihuiig bc* (yemcinbcratci legte bas Äulhirfcflumnt sieben ^Märt mit Rosient^rech- nung ubrr b'C beiben dis jetzt vorchan denen Pro- tefte für eine öaflcricttung w. Trotz btt erneut btfnnbetoi ernsten 3Hid>i möglichst halb den 2 au in 2taoriff *u ntbrorn. frmnten Nr DrmtinbePtTtrctrr noch nicht zu e uer Gut- lcheidung -dangen. (M fam mrüncbr ein Befchlrch habt" zustande, zunächst bas Waller eines not- fronbrrum Brunnens chemisch untersuch?»»ulaN«. um bet gutem Befand nebeh diesem Brunnen ciiten werteren Bohrversuch zu tätig«.

4£ Hu» der nbrblichen SftleraM, 8. Sept lUdjbem Ne dreist für Fttt- I «b ö 11 n c innerhalb ©emart Wochen von 50 auf 90 Pfennig pro Pfund Ltebenbflctindrt gt- st.egen waren, macht sich jetzt ein leicht« Kurf- gang bemafbar TJtx fta-r iuib Hand l c-r bc-yipcn eben 74 bi» 76 Pfennig Die greife für derlei halten sich auf seitheriger Hohe. Sieben Wochen alle 3wn«ticre kosten 1314 Mark pro Stück.

«rci» Vüdingen.

V Hu» dem Niddatal. « Sept. Infolge de» überreichenBehang» derZrne Ischen- bäume briwgen sich Ne Zmelschenpreise nur auf mäßiger hohe Jur den Zentner werben 6 Mk. Oefcoim. Beruckjichiipt inan Mr mühsame und zeit­raubende Pflückarbest. so ist kein großer Gewinn zu erzielen. Da aber nach Beendigung der (Brummet- ernte feine andere Feldarbeit drängt, ist genügend 3eit vorhanden, die Baume abyi«ntm. Die Brombeeren werden in diesem Jahre ft a r f gesucht. Obwohl sie flut angriefit haben, reifen sie nicht so schnell nach, baß die «roße Zahl der Berrensucher immer mit der Ausbeute befrie­digt ist Nur wald- und heckenkundige Plücker kom­men auf ihre Rechnung. Weite 2vege dürfen bobei nicht gescheut werden. Verschiedene Getneinden haben ihre Gemarkungen für Auswärtige gesperrt. Da die Ueldbereinigung durchgesühtt ist, sind na- turlid) die Brombeerhecken au» der Feldmark ver­schwunden.

Mrcit edfottc*.

3t a 1 n r o b, 8. Sept. Nachdem die neu errich­tete Iierfdrper-Srrroertnnfl»anftaU ihrer Bestimmung übergeben ist, sind die <Be meindewasenpiätze außer Benutzung gesetzt. Den Wasenmeistern, soweit sie noch vorhan­den waren, ist gekündigt worden. Das Hmt war in den letzten Jahrzehnten kaum begehrt, so daß es in nieten Gemeinden gar nicht besetzt werden konnte. Im Bebarfefolle mußte ein Abdecker aue der nähe­ren ober weiteren Umgebung herangezogen werden Der Ablieferung an die Äreteabbecterei unterliegt alle» gefallene oder getötete Vieh, ausgenommen Hunde. Haften und Geflügel, sowie nicht sechs­wöchige Sauglämmer und -ferfel. Die Tierförper müssen im Sommer spätestens nach 24. im Winter nach 48 Stunden < bgebolt sein. Die Benachrichti­gung Hal unverzüglich durch ben Tier eigen tümer zu erfolgen.

Freienseen. 8. Sept. Dieter Tage wur­den hier Ne BeichSfugendwettkSmpse deS Bezirks Laubach abgehalten. Sämtliche Schulen beteiligten sich daran mit insgesamt 75 Knaben und 33 Mädchen Erfreulich war die verchälttnSmähig starke Teilnahme der Schüle­rinnen gegenüber den Borja Hern 62 Bewerber (innen) amgen als Sieger mit »> der voegeschrie- benen Punktzahl auf den Welt kämpfen hervor. 3tnn Austrag kam em volkstümlicher Bi erkämpf, bestehend aus Hochlpromg. Weitsprung. 'Ballwurf itnb lOO-'Dteter- bzw. 75-THet er-Sauf. Die in den Btch4lrnien ausgegebenen Wertungen wurden mtt Ausnahme der für den Ballwertwurf ange- letzten Maße übernommen. Für den Ballwuick wurden die wesentlich günstigeren Mähe des Bvrjahres zugrunde gelegt, da hie Bedingungen

Verhängnisse.

Vornan ppn Liesbei Dill. ü>pyrtght by Martin Feuchtwanger. Halle (Saale). 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Deshalb der Beamte gerade diesen Mann im Auge behielt, konnte er nicht sagen. Es gibt oft Eingebungen und Ahnungen ... (Fr folgte dem Fremden, nachdem das Schiff entleert war, unauf­fällig durch dlc Menge. 5n einer HasenwiNjchaft tränt der Unbekannte einen Schnaps. Menigsnns den Vornamen des Mannes l!6on konnte her Beamte dort unschwer ermitteln. Man nM<fcte dort ferner, baß er vor einigen Tagen aus Spanien gekommen war imb in derselben Straße in Rüm­mer 48 in einem H6td g.imi wohnte.

Der Kriminalbeamte telephonierte sofort drei Äol legen herbei und ließ das Hau» umstellen. Hatte der Gesuchte nun inzwischen von dieser Unterredung Wind befonunen ober ljatk er den Beamten, der ihn verfolgte, gesehen? (Fr war jedenfalls durch eine Hintertür über Höfe und Mauern entwischt, als die Polizei das Haus durchsuchte. Sie fanden ihn nicht, (fr war entkommen. Rümmer 48 war ein Hotel dritten Ranges. Oie Beamten drangen in das Zimmer diese» beschriebenen Herrn ein ... Sic fan­den ein schmutziges, zerwühltes Bett, eine Rom mobe voll zerrissener Gäsche, darunter eine Zucker - bofe mit einem eingraoierten latemifdjenL*.

* der Korrespondenz, die sich in 'einer Hand­tasche fand, ging hervor, daß der Schreiber mit kleine» Ditckeldonken in Derbiudung stand und nut Vornamen L4on hieß: ob der andere Rome 'Morin echt ober fingiert mar, konnte man nicht ieststeLei!.

I^ie Polizei machte eine Razzia durch das ganze Haus. Man fand einen Falschspieler, den man schor, lange gesucht hatte, einen Mädchendändler, der sich Iner verborgen dielt, «orin fanden sie nicht. Er mar üb-r ein flaches Dach auf das Nachbarhaus geklettert und dort in einen Schornstein gesprungen.

_«c wilde Jagd ging nun lor über Höfe und radjer; die Polizisten stiegen über Mauern, rann­ten durch Gärten, kletterten auf Dächer, ließen sich durch Dachluken herab fallen. Morin verborg sich m

Die Erschlaffen der Angesielllenversichernng.

Don TSoUfrtr Duffe, Gießen.

Sv tote die Aeichsversicherungsordnung 5c- <t Tnm:c a.4 Gelapkatten zugelassen

hat fo hat auch das Aogesteiltenverscherurgs- ge<ct AB <y > bic Zulaffung «n (HatUiHcn rprgrteber, l^c hcnmrfeCen Bestimmungen de» A B G über d.e Tr'arkattenvcr*.cherung m 3ct- 5 ndung mit den Satzungen der einzelnen Ralfen laflen es notwend g erschemer m gedrängter <5»rm eine Vchandlung üdct Ke (Jraijtafkn zu gäben.

Bereits vor Srnführung der Ange stell ten-Ber- 1 Kirrung IA.B ' hat tr< Erkenntnis der Ävt- wend gleit einer weitgehenden Berlorguna.» < e die Invalidenversicherung bot, die Privat - a^stellten und -um Teil auch die Arbeitgeber auf den Deg der S.'lbsthiUe verwiesen Biele Arche.tgeber gingen dazu über, für hve Unter­nehmen eigene Versicherung sernnchtungen -u schaffen, die den Zweck verfolgten. der TtMlaac der Arbeitnehmer zu steuern. An erster SteÄc standen die Dro^ banken, tne eigene Hous- pensivnskassen erachteten D utlche Bank.Ber­liner Hande lsgesick'choft iBebr. Arnhold u*to.). b-w. durch Zusainmenschluh den Beamtcnvers.che- rungsveren des Deutschen Bank- und Ban'.er- gewerbes gründeten, bei dem He ihre Tingelt eilten versicherten sTommerz- und Privatbank. T-seontr- ge'ellschast, Dresdner Bank. Bkitleldeutsche 6re- vist'ank u. a.).

Beim 3nZrafttreicn des A B D wären ent­weder diele privaten Bersicherunascinrichtungei' -«schlagen worden oder aber ok TDirtschast hätte eine starte Belastung durch die nunmehr eintretende Doppelverficherung tragen müssen. Dein beugte jedoch der (Gesetzgeber durch die Zu­lassung dieser privaten S. nrichttmgc n als Srsatz- kaflen der A.B. vor. Unter gewissen Voraus­setzungen konnten die Guuid)tungcn vom Buiches- tat btzNv Ae chr-r^t _.s Er'^hlass-'n zu»> Warden, so daß heute noch 11 Srlatstallen be­stehen. nachdem bene; W zwei aufgclo1« worden sind. Ai ne Srwc.teruna des Kreises der Srsatz- kassen ist nach den bestehenden gefetz7ichen Be­stimmungen incht möglich.

So wie der RreiS der Augclaflenen Srsatzkalsen eng begrenzt ist. ist auch der Tvirkungs'reis jeder der einzelnen Rassen beschränkt. Als Erlahkafle darf eine als solche zugelassenc Versicherungs­einrichtung nur für diejenigen Unternehmen in Betracht forneen, für d.e sie errichtet ist. G4 ist also nicht möglich, die (brsatzLalsenewenschUt aus Unternehmen auszudehnen. d»e sich nach dem 5. Dezember 1911 der Versichcrungseinr.chtuno an geschlossen haben. Für diese Unternehmen ist dte Dersicherimgseinrichtung keine Ersatzkasse, sondern lediglich eine private Versicherung Die re'.chsgesedlich verficherungSpflichtigen An­gestellten solcher Unternehmen sind bei der Aetchs- vers cherungsanstalt für Angestellte (A.s.A.) zu versichern.

Die reuhsgeseWichen Leistungen der OrfapIaHen werden durch die QLf.X festgesetzt. Beiträge, die an die arsatzlasse» und an die A.f.2. ent­richtet worden find, werden bei Festsetzung der Leistungen auf die Höhe und die Wartezeit zu- fauunen angerechnet. Die A.s.A. ist auch den Der-

'.cherten gegenüber für die reichsgeletzlichen Lei­stungen in gle.cher Tve^e tote ben bei chr Btr- cherten haftbar. Wird aflv eine Srfatzkattc aulgelöst. so geht die Berpflichtung zur Befne- b-.qung der reubsgetetzlichen Leistungen out bie AfA. über, auch für den Fall, daß d e bei bei Cr aJünllc vochanbrnen Deckimgsm ttel nicht aus- tt chend finb.

'Als Srfankaflenver' cherte kommen die re.chs- ge'otzltch verlicherungspfUchligen Argestellten in .^raoe, d.e bet einem Unternehmen tätig sind für das e ne Verfchcrungse nrichtting olS Ersatz, lalle ausdrücklich zugelasfen ist. (34 steht nicht :m Belieben eines 'olchen Ar>zesteslten. ob dte Bers.cherung bei der Af A oder der Srlatzkafle vorgenomwrn werden foll; sie muß im angeführ­ten Jolle unbeb ngt bet der Manfafle erfolgen

Scheidet ein Erfaykaflenverficherter aus der Cr- fatzkafse aus. fr hot die Oratjtaffe innerhalb eines Monats nach dem Austritt der Tt.f A eine Be­ichteimaung zu übersenden, die über die Zoht und Aöhe der e.-rtrichteten Be träge Auskunft gibt.

Beim dintritt eines früheren ddaMaUai- verficherte-i bei einem Arbeitgeber, der nicht einer Sr'atzkokse angtchört. hat die reuhsgefetz- liche Berficherung bei der A f A zu erfolgen 0 ne freiwillige We terver^ .cherung bei der früberen Cdatifoflc würde dann nur a'.i pri­vate Versicherung zu gelten haben Bur info- weit ist eme reichsgetetz.'iche freiwillige Ver­sicherung bei der örfahfaflc möglich. vorcm-Zgesestt. daß de m Ausscheiden aus der Ber^cherungs- pflicht mindestens vier BeitraHSmonale auf Drund der Versicherung-Pflicht zuruckgeletzt find, als eine erneute Bertcherungsv^icht rncht vorliegt. Die freiwillige Versicherung kann aber auch, unbekümmert um die privaten Anspröche an die als Srsatzkasfe ^uaelossene Versichenmgsein- r>cht»mg. in jedem Falle bei der A f A. erfolgen. U*et den Umfang der privaten Versicherung bei einer solchen Berkicherung-einrichüing gibt im übrigen die Satzung Auskunft. Ss ist jeden­falls bafür Sorge zu tragen, daß bie reiche- gesetzlichen und die privaten Anwartschaften aufrechterhalten bleiben. Sieht die Satzung eine prämie-freie Versicherung vor sz. B. Beamten- verficherungSverein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes),o wird auch ohne Zahlung freiwillige Beiträge die Anwartschaft auf die privaten Leistungen in bestimmtem Umfange aus- rochterhaLen. niernols aber auf die reichsgesey- lichon.

Die Höhe der an bie Trsahlalse zu entrichten­den Beiträge richtet fßh nach den Satzungen. Die 'Beiträge müssen jedoch mindestens so hoch fern wie die reich-gesetzlichen. Im allgemeinen find sie jedoch wesentlich höher, so daß von feiten der Ersatzkosten aus diesen erhöhten Beiträgen be- Iandere private Spitzenleistungen gewährt werden, die nicht von der A.f.A. ses^usetzen und.

Für das Feststellung-- und Deschluhversahren. das bei den Ersatzkosten ebenso in Frage kommt wie wx bec AB. gelten die Instanzen brr A B. lichsve rs icherungscmst alt. VerstcherungSämter. Oberversscherungsamter. AeichSversicherungsarnt).

sämtlicher Uebungen für bie ländlichen Schulen alS zu hoch empfunden wurden. Lin Ausgleich m Oeräteübungen konnte nicht erzielt werden, da nicht allen Schulen bie ersordcoichen Geräte zur Verfügung stehen. Aus den Laubacher Bezirk entfallen 55 Urkunden des AeichSauSschufleS für Leibesübungen und 7 Urkunden des AeichSpräsi- benteit Tic Qrinffttomg der Aeichsj ugendwett- kärnpfe kommt ben Bedürfnis nach Leibesübungen für die Schulen bestens entgegen. Seit einigen Wochen Unb Schürf ungs arbeit en nach Taffer vn Distrikt .Lange Wiese" hn Gange. Gin befriedigendes Ergebnis konnte bisher noch nicht erzielt werden. Die Schürfungen werden fortgesetzt.

Ärcie Alsfeld.

** H l s f e I b, 9. 6rp*. Unser altehrwürdiges Städtchen erhält zur Zelt ein neues Rieid, baß sich für das gesamte Bild der Stadt durchaus vorteilhaft ausnimmt und ben Charakter bes alten Städtebildes nicht beeinträchtigt. Es werden gegen­wärtig bie beiden Hauptverkehrs- und (9 e -

schäft» st raßen, die Obergasse und die Mainzer- gaste, nachdem sie im vorigen Jahre fanalifiert wor­den sind, vo11ständig neu hergestellt unb mit einem bewährten Pflaster aus Mansselder Rupferichlackcnstelnen der A.-(8. für Bergbau unb Hüttenvetrieb in Liskeben versehen, das in vielen Städten eingeführt ist. Gleichzeitig wird auch nodj die kanalisierte Untergaste mit diesem Pflaster ver­sehen. Die Kanalisatiansarbeiten sind auch im lau­fenden Jahre tatkräftig fortgesetzt worden mit Hilfe von Mitteln au» der wertsc^isscnden Erwerbslosen fürsorge. Es wurden hauptsächlich die Straßenzüge in der Altstadt in diesem Jahre kanalisiert. Das ge­samte Äanali(ation»proflramm soll in 1930 durch geführt sein. Denn die allgemeine Ranalisation durchgesührt ist und die im Zusammenhang damit stehende Neuherstelliing der Straßen erfolgt ist, dann wird unser alte» Städtchen ein schmuckes Straßenbild zeigen. Auch das gegenwärtig im Bau begriffene neue, monumentale Poftgebaude, bas auf dem Gelände des ehemaligen Hotels ,Lur Krone" erratet wird, dürste ein stattlicher Schmuck für bas Ctabtbilb werben. Er muß anerkannt toer-

Kellern und entkam immer wieder durch irgendeine Tür ins Freie ... Die ganze Straße nahm an der Menschenjagd teil.

Einige schlossen ihre Türen zu. hinter denen Lson verschwunden war. und diese Türen mußten gewalt­sam geöffnet oder erbrochen «erden Einmal er- wischten sie einen Falschen, der sich mit Faust schla­gen wehrte und einem Beamten einen Messerstich versetzte, daß er blutend gegen die Wand taumelte. Morin war wegen seine» storpergewichi- nicht so gewandt hn Wettern, aber er kannte hier offenbar alle Winkel und Derstecke. und sicher hatte er so etwas nicht zum ersten Male mitgemacht. Endlich bekamen sie ihn auf einem Dache zwischen zwei schornsternen. >>fwe, Polizisten packten ihn. Morin feuerte seine Pistole ab und traf den einen Berfol- 5 in den Arm, aber als er um den Schornstein übersah er die Rurze des Dache», glitt aus stürzte rücklintz» auf das Pflaster de» Hofe», wo er bewußtlos hegenblieb.

3m Lazarett kam er noch einmal zu sich. Er hatte schwere innere Verletzungen, und der Arzt erklärte, baß nichts mehr für ihn zu hosten lei. Man fragte, ob er einen (tzeiltlichen wünsche. Rein, sagte Morin, aber einen Richter wollte er sprechen ... Und bie- fern legte er seine Beichte ab.

Lssn Morin hatte Frau Longeoille vor einigen 3ahren in der Eisenbahn auf der Fahrt zwischen Lyon und Marseille tcnnengelemt Sie wollte ihr Hous in Marseille verkaufen, von dem sie, wie sie behauptete, nur Rosten und Aerger hatte, unb er hotte sich erboten, ihr dabei zu heften. Sie orr- sprach ihm Probate von, Berkau'. Er hatte ihr dann auch einen Käufer vermittelt, dem sie ihr Hous verkaufte, und er bekam seinen Gewinn- anteil. Es war eineglatte Sache". Seitdem hatten sie sich öfter gesehen. Sie spekulierte gern, und er beriet sie beim Ankauf ihrer Indosttiepapiere Eines Tages brachte sie chm Silber jum Verkauf. Sie wollte alles zu fltelb machen. Bares Geld hatte sie nicht: sie bezoy ja keine Rente.

Wurden Sie immer für Ihre Dienste bezahlt?" fragte der Richter.

Natürlich. Aber ich mußte mahnen und ihr auf dem Halse sitzen, sonst bekam man nichts. Erst nahm sie einen tagelang m Anspruch man mußte für sie herum rennen. und wenn man etwas erreicht hatte, wollte sie sich vom Bezahlen drücken.'

Das war er satt geworden, und er hatte ihr oorgeschlagen, ihre Ge'chäfte zu übernehmen gegen ein Testament, in dem sie ihn als Haupterben ein setzte. Darauf ging sie ein. Er schlug ihr vor. sie zu heiraten, und sie war auch einverstanden. Aber als sie wieder nach B. zurückkam, mußte ihr dos wohl jemand ausgerebet haben, oder sie genierte sich, weil sie doch schon ziemlich bejahrt war.

Lch war fast dreißig Jahre junger als sie ... Ruta, sie schrieb mir ob. Das ärgerte mich, und ich bestand nun auf dem Testament. Daraus ant­wortete sie überhaupt nicht mehr*

Warm war das?*

Dar war im Frühjahr, ehe ich nach B. kam. Dar ging bann eine Seile zwischen uns hin und her. Sie mackste Ausflüchte, rertröftete mich auf ben Januar, da wollte sie wieder nach Marieille kam- men. Aber ich wollte nicht so lange warten. Ich brauchte das Geld, stürz unb gut, eines Tages schrieb ich ihr, ich wollte noch Spanien gehen, ein tfreunb von mir hatte geschrieben, und sie sollte mich abfinden.*

Auf die Heirat wollte ich verzichten. Darauf ant­wortete sie, ich hätte gar nichts zu beanspruchen. Die Papiere, die ich ihr geraten hätte, feien alte nichts wert gewesen, und bas Haus hätte ich sie veranlaßt, zu verschleudern, nur weil ich meine Prozente hoben wollte ... Sie habe selbst nichts imb muffe auch auf ihre Berwar.dten Rücksicht neh­men. Sie hätte einen Reffen in Algier unb eine Richte in B-, die kämen bei der Erbschaft zuerst daran, und so weiter. Und rorrm ich sie drängte, bann bekäme ich überhaupt nichts, unb sie würde das Testament vernirfsten .. . Darauf schrieb «ch nun ganz klar, entweder sie hielt ihr Dort unb setzte mich als Erben ein. "der ich verlangte eme Abfindungssumme als Entschädigung. Daran' ant­wortete sie überhaupt nicht mehr. Do schrieb ich ihr den eingeschr^bcnen Brief. Als sie iich darauf rurbt rührte, beschloß ich, hinzufahren. Ich fuhr alte an dem Freitag nach B. Ich mutzte in Ehateandun umfteigen unb Härte, daß der nächste Zug erst in einer Stunde ginge. Solange wollte ich mcht war ten. Es sagte mir jemand, man könne auch durch ben Wald gehen, das sei ein Deg von knapp einer Stunde. Es nxrr heiß und noch ziemlich hell. Unter- wetzs zog ein schweres Gewitter herauf, und es

ben. baß unrere 6taMfrertod!hma tohfTtA fn nie!- bcrriiüttr grotzzug.ger Decke an die bringend notwendige Ranaltfatrvn und tue schon lange ge­wünschte AeutzerstelKmg unterer mit einem nicht mrbr te-tge mäßen W la fier txrtedmen Straften der Ötabi Herwigeßt Die Bautätigkeit : m Jahre 1928 in der Stadt Alsfeld kann al* eme recht gute beschnei werden, (tzs werden im lautenden I«ihre n4y<amt 13 A>vhn- t>iufcr mit zusammen 16 Vohciungen erstellt, bie um größten Teile in diesem Herbst noch heAug*» tertifl werden. Außerdem kommt nt*j> der Post- hausneu bau am Lud'.ingsplatz zur Ärrlchtmig. wodurch zwei Dohnuugen frei tverden. Trosdem ift bie Dotzuungsnot immer noch groß, txsonders seh»! es an Heineren 2- bis 3-o mmerwvhuungen, bie verstältnismäs.g geringe Mietbeträge halten, wahrend die Aach rage nach 5- dis S-Iimmer- Wohnungen wegen der erheblich höheren Miete nicht so groß ist. Sofern die private Bautätig­keit auch im nächiten Iahoe in bemleihen 11m- ange anhält wie <n bietem Jahre wird die Stadt von der Srrichlung weiterer eigener Häuter absehen. Als ein Mangel muß e» ftetei^net Derben, bah bei uns keine gemeinnützige Bau- genoflenschaft mehr besteht.

Preußen.

Matugau.

WSA Frankfurt a M. 8. Sept Iter- flfltcm zwilchen 10 und 13 Uhr wurde biet tn der Seeholsiiaste ein fchwerei Wohnungs- einbruch ausgeführt. Den irindrechern fielen neben 970. - Work in bor eine sehr gi^sie Aienge Damenwäsche und Bettwäsch in die Lenkte, ferner eui Herreuwintermantel, ein- und cm Rasfeescrvice für je 12 Personen mit blauem bezw. goldenem Rande, außerdem versilberte Ch- besiecke imb Rafseelöftel ebenfalls für 12 Per­sonen. Ts handelt sich dabei um Tlluftcr der Firma Bohr mann. Sin Teil der Tväschstücke trägt das Monogramm M. S. Bor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilringai bittet man auf Rimmer 404 des Polizeipräsidimns zu machen.

Turnen, Spott und Spiel.

Deutsche Leichtathletiksiege in Paris.

Zahlreiche deutsche Leicht athletikliege unb einen Deitfprung Weltrekord brachten bie zweitägigen internationalen Leicht­athletikwettkämpfe im Pariser Stadion Eolvmbes Am ersten Tag gewann Engel­hardt die 400 Meter in der Zelt von 47,6 Sek, die belfer als deutscher Xctorb ist, vor bem Schweizer Martin mit 47,8, der damit auch den schweizerischn Rekord unterbot Die 100 Meter gewann Deerling in 10,8 vor dein englischen Aeger London, die 200 Meter Äör- nifl in 21,6 gleichfalls vor London, bie 4>'4OS-Meler-Stafsel Teutonia (Berlin >. Im ISOO-Meter-Laus wurde Böcher hinter bem Franzosen La doumö gue 3: M.3 Zweiter. Sator (Haiti) sprana am Sornttaa 7,03 Meter weit unb damit Weltrekord. Rörnlg ge­wann die 200 Bords m 19,6 vor London. Böcher die Meile in 4: 25 vor dem FranHosev TH7vot, (Ingelhardt in hervorragender Zeit 1; 51.8 mit Truftbreite vor dem Schweizer Martin unb knapp dahinter Ladoumegue Die 800 Meter. Deerllng die 100 Bords in 10 Sekunden vor dem Franzosen Theard, Teu­tonia (Berlin) siegte in einer 4 ^50-Meter-Staf- fel Mit der sehr beachtlichen Leistung von 7,46 Meter wurde Meier hn Weikfprung Zweiter hinter Lator.

(schwere Aieder!age deö Deutschen ZuhballmeiflerS.

DZt. Prag schlägt ben Hamburger Sport­verein 5:1.

Bor etwa 8000 Zuschauern standen sich am ooimtafl in Hamburg am Koten Baum der HSD und der Deutsche Fußballklub Prag in einem Freundschaftsspiel gegenüber. In der Marmschaft des HSB zeigte die Dertcidigung ein auffällia Ichleartes Spiel. Da auch der An- ariff der Hamburger nicht auf sonstiger Höhe stand, hatte die Prager Huttermann schäft wenig Mühe, den Sturm des Hamburger Sportvereins

fing an zu regnen. Al» ich aus dem Walde kam, sah ich gleich da. Hau».*

Sahen Sie Licht in dem Hause?" fragte btr Rutzter.

Rein, e» war alle» bunfet"

Ist Ihnen jemand unterwegs ober nachher be­gegnet?

.Lein Mensch, weder im Walde, noch vor bem Hause. Das Haus lag still in bem dunklen (starten. Ich wußte, baß Frau Longeoille keinen Hunb hielt. Ich pirschte mich nun vorsichtig näher unb sah burd) ben Zaun, bah in bem einen Iimmer bie Vorhänge berabgelafkn waren unb dahinter Licht brannte. Ich wollte märten, bie bas Licht aus war, um sicher zu sein, niemanb mehr anzutvefsen, unb mattete lange hinter bem Zaun, bis endlich alles dunkel mar. *

Wieviel Uhr kann es gewesen (ein, als Sie bas Haus betraten?

Ungefähr halb »ebn Uhr."

..Rann cs nicht (pater gewesen sein? Etwa nach zehn Uhr?

Morin besann sich.Raum", sagte er.Ich mar um sieben Uhr in Thateaubun, unb der Wea durch den Wald ist eine gute Stunde zu Fuß Ich bin rasch gegangen, es kann allo höchstens halb neun Uhr gewesen sein, als ich hinkom.

Sie finb olfo nicht gleich in bas Haus ge- fltmgtn?*

Nein! Ich mattete, bis das Licht in dem einen Zimmer ausgemacht wurde. Ich sah 3rau Longe- ptde in Rachtkleidung den Laden offnen. Sie ichaute in den (Barten, vielleicht hatte sie em Geräusch ge­bärt. Sie Itanb eine Weile am offenen Fenster, ztes Gewitter ging nieder, die Blitze fuhren immer über bem (Barten hin, unb ich drückte mich dicht hinter den Zcnm. Zum Glück hing ein Holunder- bm'ch darüber, der mich verdeckte. Ich stand unter der alten Eiche, in die schon einmol der Blitz ge« 'chlagen haben muß, denn sie war zerfpalten, unb 'ch dachte: ich kriege auch noch etwas ab, denn dos Emitter mar gerade über uns, Donner und Blitz Tomen fast gleichzeitig.

»Wie lange haben Sie dort gestanden?"

Ungefähr eme Stunde."

..Sahen Sie. daß jemand inzmifchen das tyme verließ'*

(Fvttfetzvvg folgt.)