Aus der Probinzia(baup(ssabt i
Gieß«», den 10. September 1928.
Aus der evangellfchen Londeskirä'c in Hessen.
Au» der soeben erfchie.ienen Statistik und den kirchlichen Rachrichtei der evangelischen Landeskirche Helsen» tut da» Jofor 1926 sind sorgende Angaben bzv Zahlen von aNge- meinem Interest« Die Zahl der erwach'«- nen Klrchenbesuchcr b"rüg für den Conn- lag nach Prozenten ansgerechnet in der Suber- mler.b.miur Darmstata 13.3 Proz in d.r Super- inlcnl a lur Diesten 21,7 Prvz, In der Super- intenden'ur Mainz 18.5 Pn>^ in ganz Hellen 18,1 Proz - die Zahl der Kommunikanten in derselben Reihenfolge 45 8 Pro^. 107.8 Prvz 58.4 Pro-. im ganzen Land 68,5 Pro». Die entsprechenden (Wahlen für die fünf aröstken CrtäMe Darmstadt. Offen dach Giehen. Mainz und Worms stellen sich für die Kirchendefucher aus 8.9. 4.8. 8,8 16J2 122 Pro, . für die Kommunikanten auf 28.6. 22 26.6. S2.O. 342 Pro». Am End« de- ZaHres 1028 standen von der Landeskirche getrennt 2013 Frei Protestanten. 9087 Deutfchkathvliken und Freireligiöse 1024 Alt- lutbcran« u. o . 1841 Apostolische. 1156 Metho- bisten. Baptisten u. a. nt. sowie 867 andere ttbr*- st en Zur evangelischen Landeskirche ttaien über im ganzen 546 Personen, davon von der katholischen Kirche 356; H traten 2921 Personen au», davon zur katholische-, Krche 22. ohne Heber- tritt 2222 Personen Don 5915 evangelischen Ehen wurden 5541 oder 93.7 Proz kirchlich getraut 44 Lausverveigerungen und 13 Konsirmatlvnsentziehungen kamen r-oe in neun Füllen wurde di« Konfirmation nerfagt Don 10134 verstorbenen SvangeNschen wurden 9203 kirchlich beerdigt Die evan- gelifch-chrisiliche Liebe.ta gteU weist folgend« .»,ah!en auf. milde Gaben für Vereine und Anstalten 588 278 Ulf, allgemeine Kirchenkolselten 100 416 Mk. Gaben für die Ortsonnen 153161 Mark sonstig« sreiwillige Leistungen 60S 442 OHL, Aufammen I 450297 Mk. Erledigt waren am Ende 1926 12 Pfarreien in Starkenburg, 50 in Oberdessen und 11 in Rheinhessen zusammen 73 Pfarveten, einerseits ein Beweis für den herrschenden Pfarrer mangel, dann aber auch ein Zeichen für den SparsamkeitswMen der evangelischen Landeskirche Hessen».
Gewissenhafte Auskünfte sind straffrei.
Wohl jedem passiert es hier und da einmal, bah er um Auskunft über Bekannte ersucht wird, und es gibt fa besonder- Anttunfteien, die ge- werbsmästig Auskünfte <•< ' en und sie an die Auftraggeber weiter peri - n. Solche Einrichtungen find aus unserem h.-utigen GefchaltSleben bcrau» geboren und notwendig. Dersenigr. welcher eine Auskunft erteilt, handelt daher an sich nicht unrecht und trägt lediglich einem vorhandenen Bedürfnis Rechnung, doch muh er dabei wahrl-eitsgemühe und gewissenhafte An- fldben machen und darf sich nicht hon dem Betreben leiten lassen, andere zu verklatschen Handelt er so. dann wird ihm der Schutz des Paragrapben 193 de» Strafgesetzbuches i'JDabr- nehmung verechiigter Inteccllen) zugebilligt, wie ein Urteil de» Oberlandcsgerlchls Hamburg es tut. dem folgender Tatd.-"and zugrunde lag: Jemand hatte auf eine mündliche Anfrage, ohne Gegenwart Dritter, einen anderen als einen „ üblen Theater intriganten ' bezeichnet. Die erste Instanz hatte ihm den Schutz de» 8 193 versagt und ihn wegen Beleidigung verurteilt, während da» Oberlandesgericht Hamburg die gegenteilige Meinung vertrat und in seinen Entscheidungsgründen u a. ausfprach
Der Fragende halte aus di« Anregung, den an- geb! ch Beleidigen in den Krei» seiner hüus- Ikbcn Geselligkeit zu ziehen, cue Vorsicht beschlossen. sich erst einmal über dessen Persönlichkeit au unterrichten Dass er an der gewünschten Auskunft tht wesentliches Interesse haben konnte, läht sich nicht von der Hand weisen. Vertrauliche Anfragen über 6hornkter und Eigenschaften Dritter sind häufig burd) das menschliche Zusammenleben bedingt und lonnen gelegentlich unvermeidlich fein und in den Anwendungsbereich de» tz 193 fallen. Allerdings genieht müssiger Klatsch den Schuh de» Gesetzes nicht. Verfolgte aber im gegebenen Falle der Fragende das Ziel, sich über Person und Eigenschaft deS Dritten zu vergewissern, bevor er sich entschloss. ihn in fein Haus und seinen Kreis zu ziehen und erbat er -- dem Angerede!en erkennbar — zu diesem Zwecke eine vertrauliche und gewissenhaft« Auskunft, fo ist auch bk erteilte Auskunft unbedenklich alS einer der den gefetzlichen Beispielen ..ähnlichen Fälle'' anzuerkennen. Dah die Anwendbarkeit der Vorschrift au-zuscheiden hat. wenn der Ant- w ort ende entweder bewusst die Grenzen der Wahrheit überschreitet oder feine Aeusserung in ein« sprachliche Form kleid«t, die auf das Vorhandensein einer Beleidigung schlichen lädt, bedarf feiner weiteren Erörterung. Wenn jedoch keine dieser befonberen Aufnahmen zutrifft, ter Angeklaqle abtr im guten Glauben an die Rfch- tigkeit feiner Antwort bie erbetene Auskunft nicht leichtfertig, sondern auf Grund gehöriger Prüfung ihrer Zuverlässigkeit erteilt, alfv nach gewissenhafter Uebeneugung gehandelt hätte, würde seine Verurteilung nutzt erfolgen können.
Wichtig für Ausländsdeutsche.
Huf «rund bc» Kriegsschödenlchlustgesetzes vom «. März 1928 beginnen jetzt die Barauszahlungen an die Auslanbdeutjchen, Berbrangten unb Dertriebencn: es werden auch die (Eintragungen in » Relchsfchulbbuch oorgenom- men. Bei der Riefenzahl der vorliegenden (5ntfchä- digungsanträae wird deren (Erledigung mehrere 3al)rc in tfnfprud) nehmen, ganz besonders in Anbetracht der schon oft öffentlich als zu langiam ge- rügten Arbeitsweise des ReichseiNschädigunasamte». Die in den flreifen der (Geschädigten darüber laut merbenben ftlaaen erhalten noch dadurch eine Ver- lehärfung, bah selbst die Empfänger der roten Bor- Auszahlungsscheine wochenlang auf AuszahlunH des Geldes warten muffen.
Für alle Seschädigiei'. wird es deshalb von Zn- 'treffe sein, zu erfahren, dah der Interessenschutz- verband der Reichsentschädigungsgläubiger in Ber- lin W 30, Hohenstautenfirahe 23, fast unbeschränkte Mittel zur Verfügung aeftcOt erhalten hat, mit denen er die sofortige Bareinlösung dieser vom R. E. A. ausgestellten scheine vornehmen kann.
Die gleiche Organisation warnt übrigens alle Äuslanbdeutschcn und Verdrängten, die eingetragenen Lchuldbuchsorderungen mit hoben Verlusten zu verkaufen. Es ist j«derzeit eine hoheBeleihung solcher Reichsschuldbuchkorden'-^-" o b n . B e r -
l u st zu erreichen, worüber die Organisation jedem SntereHenien kostenlose Auskunft erteilt
Rampen an Baugerüsten bei Nacht.
Dem Baume ster E. in Tollin war zur Last riegt worden, gegen bie Dvlizeivervednung vom
8 1881 dadurch Versionen zu hoben dah er an e »em Bau. den er auSge'uhrt hatte das Gerüst unb da» auf der Str-he lagernde Baumaterial nachts nicht gehörig beleuchtet hab«. Demgege.-rüder machte E geltend, dah er brennende Lampen angebvachr hobc bie aber mehrfach von boshaften ober übermütigen Leuten ausgelL'cht oder fortgefchafft worden feien. Das Amtsgericht gewann denn in der Tat auch die liebe rzeugung. daß bitt« Angaben auf Wahr- he: beruhten, und sprachen den Angel.agten. da er d e .hm obliegende Verpflichtung erfüllt habe, frei. Gegen drefe Entscheidung legte die Staatsan - waltfchafl in Stettin Revision beim Kammergericht ein, indem sie hervorhvb. dah zu prüfen sei. ob die Lampen auch vorschriftsmässig angebracht worden fe.en. fo dah fie nicht ohne weitere» hätten ausgetöfcht oder entfernt werden können. Der 1. Strafsenat des Kammergerichts hob baraufbn auch die Vorentscheidung auf unb wies bie Sach: zur erneuten Verhandlung unb ckirtscheidung an daS Amtsgericht zurück, wobei es u. a. ausfützrw. d.e Vorentscheidung fei unzulänglich begründet unb lass« nicht klar erkennen, ob das Amtsgericht den 'BegriV brr Fahr- läffigkeit nicht verkannt habe. 5):e Staatsanwaltschaft läge burchaus zutreffend. eS hätte geprüft werden müssen ob der Angeklagt: dafür gesorgt hab«, baf) b.c brennenden Lampen an bem Gerüst oder an dem auf bet Orte lagernden Baumaterial der Vorschrift gemätz derart angebracht worden feien, baff nicht jeber auf der Strohe Vorübergehend« sie leicht hätte auslöfchen ober entfernen können (Kammerger. 1. S. 423. 28 )
Taten für Dienstag 11. Lcpteniber.
Sonnenaufgang 528. Sonnenuntergang 13.24. Mondaufgang 1.40. Mr ndunteraang 17.58 Uhr
1816: Der Mechaniker Karl Zciss in Weimar geb. (aest. 1588). -- 1825. Der Mufikfchriftsteller und Kritiker Eduard Hanslick in Prag geb. fgeft. l°04). — 1836: Der Afrikaforscher Eduard Fleoel in Brah am Rigger geft. (geb 1855). — 1914: Bei tzung der Mariannen-, Mar toll- und ÄaroHncninfeln durch bi« Japaner: Der-tfch-Reu- guineas durch bie Australier.
Bornotizen.
T. age»falenber für Montag. Lichtspielhaus Bahn Hof st rast« ..Der Betlel- stubeni". - Astorw-Lichtspiele: ..Die Tokc'ahrl auf dem Black River".
Au» dem S t adt t hea t er b u r ea u wird uns geschrieben: In der morgigen Ausführung des Lustspiels „Cifelott von der Pfalz" spielt die Rolle der Liselott Maria Koch. Bühnend.4d Karl Löffler. Der bisherige Ober- fbielldter Adolf Teleky. der einem Ruf nach Regensburg folgen wird, verabschi<Pet sich in dieser Vorstellung von dem Gießener Publikum.
•• Errichtung eines Reubaues für di« Rotlaus-Impfanstalt. Rach jahrelangen Verhandlungen ist es gelungen, dost vor einigen lagen mit der Errichtung eines Reu- baues für tat Rvtlauf-Impsanstalt in der Marburger Straste begonnen werden konnte. Das Bauwesen kommt durch da» hessisch« Hochbauamt zur Ausführimg enthält Verwaltungsräume, Wohnungen für Wärter unb ta« erforderlichen Stallungen. Die Erd- und Maurerarbeiten kommen durch bie Firma L«mm«r zu Lollar, bie öifenbetonarbetten durch die hiesige Jfrma H. W. R nn zur Ausführung.
•• Verlängerung der Aufbrauchs- frift für Briefumfchläge mit unzu- lässigen Aufdrucken. Das Reichspostmini- fterium macht bekannt, dast Briefumschläge. Streifbänder (für Drucksachen). Taschen (für Warenproben), Adrestzettei usw. mit unzulässigen Au'drucken noch bis zum 31. Dezember 1 9 29 aufgebraucht werden können. Bei der Herstellung neuer Briefumschläge ist zu beachten, baf) die Absenderbezeichnungen, Rerlamen ufto. auf bet linke Drittel der Vorderseite der Briefumschläge. Streifbänder usw. und auf bie Rückseite der Umschläge ustv. (unter Freilasfung eines mindestens 2,5 Zentimeter breiten Raume» am oberen Rande» beschränkt bleiben
•• Ausnahm e des Postüberwei» sungSverkehrS mit dem Saargebtet. Am 15. September wird der Poftüberweilungs- verkehr mit dem Saar gebiet auf genommen. Dem- gemäh können bie Postscheckkunden der Postscheckämter im AeichspoV gebiet Beträge von ihrem Postschcckkonw auf ein Postscheckkonto bei dem Posifcheckamt hx ftaarbrüden und umgekchrt die Postscheckkunben des Postscheckamts m Saarbrücken Betröge auf Konten bei den Postscheckämtern i:n Reichsrost gebiet überweisen. Die lleberweisangen nach dem 6aargebiet, zu denen die innerdeutschen Ueberweifung»sonnblätter zu verwenden sind, können in Reichsmark und Reichspfennigen. oder in französischen Franken und Centimen ausgestellt werden. Der Betraa ist nicht begrenzt. Die UcbertDetfungcn sind in beiden Richtungen gebührenfrei. Mitteilungen für den •mfcfängcr ’inb auf dem Abschnitt der llebertoeilunfl gebührenfrei zugelassen.
•• Motorrad unfals. Am Samstagabend gegen 9 Ühr stürzte an der Ecke bet Georg- Philipp-Gailstraste- Kaiferall« ein Motorradfahrer. der gegen eine Stange in der gesperrten Kaiierallee fuhr. Er erlitt jedoch nur leichtere Verletzungen, die ehre Fortsetzung feines Meges möglich machten. Kurze Zeit darauf ging es einem Radfahrer ähnlich Es dürft« fich empfehlen, an dieser Stelle bessere Warnungstafeln anzubrmaen
,e Unfall beim Fustba llfp iel Gestern abend gegen 6 Uhr wurde auf dem Sportplatz bet Spielvereinigung 1903 em Schüler beim Fustball'pielen verletzt. Es handelt sich um den 15jährigen Karl Enders, der einen schweren Knöchelbruch erlitt. Der Sportler wurde durch bie Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz m die Lhirurgtsch« Klinik verbracht.
•• öin Siebzigjähriger. Herr Ditz. Thon, Schuhmachermeister. Linbenga'se 2, beacht morgen bei voller Gesundheit seinen 70. Ge- burtstag.
•• In der Arbeitsgemeinschaft zwischen Pfarrern und Aer»ten. die im Gemeindefaal der Markusgemc.nde unter dem Vorsitz von Pfarrer KSdding-Eberstadt tagte, sprach in einem äußerst lehrreichen Vortrag Dr. meck. 2 ub e l-Giehen über .Dir Erziehung des Kindes bis zum 4. LedenSjahr. Der Redner 5e- levchtete vor allem die F^ige vom Standpunkt
des Phpsielogen aus. Al» Ziel dieser Eniehung bezeichnete der Ttebiwi bw Entwicklung der großen, reinen unb starken körv^rliche".. feei schen und gdfttgm Kräfte de» Kindes liebe den Fragen der Ernähruig find diejenigen nach der Funtt'vn der Organe sehr wtchtrg. Ihc Organe entwickeln sich nach den Gesetzen der Bewegung. de» Rhptzmus und der Harmonie An Bc>. gui^i. Haltung. Stimme und Sprache tonnen wir die innere Tütigkeit der Organe erkennen, in deren Mittel"unll besonders die Brustorgane fteben Das ar’unbt Kind kommt mit eurem Schrei zum Lev.n. ein Hinweis darauf, dah es bei der Erziehung des Kindes darauf ankommt die Gesetze der Atembttv.gung zu beobachten und zur Geltung zu bangen . Eine längere Aussprache fd lost fich an. 3n einem wetteren Vortrog im Öfterer wird Dr. Reuman n-Giesten die Erzuhungeliage vvm pfvchologifchen Standpunkt au» taleuchten Mit einem kürzlichen Dank an den Vortragenden wurde die Sitzung ge- geschloffen.
Staatliche Gewerbe- unb Ma - schinenbauschule Diesten, Spvrtab- teilung. Tie alljährlich fanden auch in biekm Jahre unter Führung des Leiter» unterer Sport- abteilung. Ingenieurs Jentzfch zwischen den einzelnen Semestern der Anstalt Foustballtpiele um den von Gew ibefchulrat Dr Bunning» gestifteten Dand-'rpre«» statt Rach den Bor- und Rückspielen, zu welchen sede» Semester zwei Mannschaften stellte, hatten sich bie ersten Mannschaften bei 3. unb 4 Semesters mit Punktgleichheit herausgeschält Das Entscheidungsspiel gewann in Anwesenheit vieler Zuschauer nach fchänem, ausgeglichenem Spiel das 4. Semester mit 14: 16 Punkten
Der 100 Coo-Mark-Gewinn nach Frankfurt a. M. gefallen Samstag vormittag wurde in Berlin bei der Ziehung der 5. Klaffe der 31,257. Lotterie ein 100 000-Mark- Gewinn gezogen. Der Gewinn fiel auf bie Rümmer 343 664. 3n der ersten Abteilung wurde diese Rümmer in Köln und in der 2. Abteilung in Frankfurt a. M gespielt
•• Eine neu bearbeitete Steuer» ta belle zum sofortigen Ablefen des Steuerabzuges bei Mochenlök-vn bis 120 Mk. unb Monatsgehältern bis 750 01T1 vst im Verlag des Raftaui'chcn Druck- unb Der lag» Hauses Anh Rich Hasenkrua. Wiesbaden. fo?ben erschienen. Ohne Zwifchenoerechnung kann der Steuerabzug in leichter und übersichtlicher Meile foior. abgelegen werden, mit Absicht sind alle umständlichen unb erschwerenden Erläuterungen unb Gesetzes- Paragraphen fortgelassen. lrotzdeen ist in der Tabelle alles en-thaiten. was sür den Steuerabzug wissenswert ist. 3m Anhana sind die Beitragssätze für Invaliden- unb Angestellten-Verslche- png auf genommen. Der bi' ige Preis von 50 Pf. Set Tabelle, bte wie erwähnt die Steuer für Wochen!ohn und Moimtsgekbüt auf einer labet! en feihe enthält, ermöglich, jedermann bie An- schas'unp. $ic 6teucrtabelle ist in hie igen Buchhandlungen oder direkt durch den Verlag erhältlich.
" Austrieb aum heutigen Schlachtviehmarkt: Ochf»n 421. Bullen 105, 5kühe 665. Färsen 394 Kälber 564. Schafe 92. Schweine 5631.
Rheinhessen.
LPD. Mainz. 9. Sept Die Arbeiten am Mainzer Dom find foweit vorgeschritten, dast am 15. und 16 Oktober die Einweihung statlsuiden wiro Zu diesem Domsest wird ber päpstliche Runtius Pacelli erscheinen Gr wirb von ben Reichs- Staats- unb Kommunalbehörden in Mainz empfangen werden Im Zusammenhang mit dem Dornfest findet eine Dombe- l e u ch t u n g statt, die zum erstenmal in Mainz gezeigt wird
Xll. Rüsselsheim, 8. Ö«|>t. Am Freitag abend ist Frau Emmy v. Opel nach län- aerem schweren Leiden im 2Hter von 50 Jahren auf ihrem Gut Wester hau» bei Oberingelheim gestorben. Frau GmnU) v. Opel war die Gattin Heinrichs v. Opel des Mitin- Habers der Opelwerke, der im 3imt ' 's es Jahres geftorben Ist. Frau v. Opel di.-..rläht zwei Töchter. Ihr einziger Sohn Hernz n. Opel ist bekanntlich vor einigen Jahren In den Alpen verunglückt.
Buntes Allerlei.
Schätze au» bem Richt».
E» lind überall noch unbekannte Schätze zu heben, ailerbing» |tnb Kemvrschast unb Geduld nötig um fw zu finden. Sammler, die es (ich in den Kopf gefetzt haben, vielerlei Cxien von ungewöhnlichen Sachen anzuhäufen, weniger um 'hreS Wertes, als um der Dollftändigteit willen, erleben es öfter, dost irgendein Umschwung der Lannnierrnod« fi« plötzlich zu Belrtzem begehrtester Kostdarleiten stenwelt. Eine englrlche Zeitschnst führt eine Reih« von Beispielen dafür an. Auto- graphensammeln ist jetzt bas beliebteste Stecken- Pferd: doch ün vorigen Jahrhundert gab's wenig Menschen, die fich auch nur das Geringste aus den Ünterschrilten benibmter Leute machteii. Wil- liam Upcott war einer dieser Menschen, unb feine früher unbeachteten Schätze brachten mehr als das Zehnfache ihres ursprünglichen Wertes, der 80 000 Mark betrug, «in. Bei den Auto- araphen mag noch erwähnt werden, dah Rel'ons Kundgebung an die Flotte mit dem Plan der Seeschlacht von Trafalgar bem glücklichen Eigentümer. einem Omnibuskutscher. 75000 Mark ein- brachte. Das Dokument ist jetzt im Belitz de» Britischen Museums. Vor einigen Woche i starb in London ein Italiener, Pietro be Guili. ber Teilnehmer eines bekannten Restaurants im Londoner West-End Baldwin, Llotzd George der Herzog von Dort, alle möglichen Berühmtheiten speisten in feinem Restaurant De Guili erbat von einem jeden ein Autogramm unb erhielt es Dies Gästebuch war mit 20 (XX) Mark versichert, ist aber jetzt schon das Bielsache wert Ein Mann aus Manchester verbracht« den größten Teil lernes Lebens damit, alte Flaschen zu f am mein. Bei seinem Tode wurde die Sammlung verkauft, unb zwei Sorten von sehr alten Flafchen brachten allein je 12 000 Mark ein. Der Erwerb der ganzen Sammlung hatte bem Eigentümer fein« 10 000 Mark gekostet. Ein Schweizer RechtSwiwall na» mens canter harte bie seltsame Vorliebe, Stiefel und Schuhe aller Völker anzuhäufen aber er war ein rechter Sonderling und erlaubte zu •einen Lebzeiten niemandem, die beiden Räum« zu betreten, in denen er feine Sammlung auf# bewahrte Als er starb, waren diese abgelegnen
Kleidungsstücke 42COO Mark wcrl. Sin« ähnliche Hel crra*tunfl wurde den Erben des Edinburger Hut<ckmi^es bereitet Nr darauf vergessen ge- traten war Huleifen aller Zeiten und Arten au sammeln iSr de'ast Hufeisen, mit beitri P'erde im alten Rom besagen u>arrn. und Eilen, die moderne Raftep'erde und Lerbp-Gewinner an ihnen Hu'en getragen batten. Der Wert dieses .alten Eilens" überstieg weit X10» Mark Von Schmettert ngen und Marke an bi» zu Streich- hvlzschachteUi und Sch.ffsn-.atallen gibt es iiichts, do# den Sammler n;d>: reifen !bunte unb was fernen Wert Halle Jedenfalls ist iede solche Sammlung um 1t» werwoCcr je vollständiger sie 'st Folgendes Beispiel möge dies bestätigen: ®hi alter log Apostel-Löffel aus fern Jahre 1603 wurde aut einer Auktion vor einigen 3abren für 600 Mark gekauft. Der Käufer fugte ibn leinet Samnrtung bei. die dadurch vollständig wurde, 13 Stück, die er bann im ganzen an einen amerikanischen Sammler für nicht weniger ai# 98 000 Mark verlauste Die 13 Löffel zu erwerben, batte ihm hn ganzen 4000 Mark gekostet
Cifbe»trogdble in München.
In einer *JNumhcn?r Pension, in ber leit bem 1. eeptember ,we, ertnveftttn, die al» Ionierinnen hier auftreten wohnten kam e» nm 6otn»i(igobenb zu einem aufregenden Vorfall. lfint der Schwefittn mar mit einem 2>|ahrigen Kaufmann au» Etberleld nerlobt. Tlefto Verlöbnis nwr non den Eltern de» flaufmonn» nicht gtduldcl worden und t» kam zwischen brn (Fitem und bem Sohn zu einem Zer- uiürfni» und zur Trennung Per fliuifmann fuhr nach München, um die» feiner Braut mltzutev len. Dabei erfuhr er. dast diese Bezithungen zu einem anderen angeknüpft hatte Darüber tarn t» am Samstagabend zu einer erregten Luesprache zwischen hem Liebespaar. Plötzlich gab der Änuf- mnnn auf leine (Brlkble einen Schutz ob, ber feboch lebl ging. Einen melieren Schutz feuerte rr auf feinen ‘Jlebenb übler, der zu Hilft eilen wollte. auch bleier Schutz ging daneben Schiletzlich richtete ber |unpe Mann bie wasse gegen |ich selbst und tötete s I ch durch einen Kopfschutz.
Berliner Börse.
Berlin. 10. Sept. (WTB. Funlspruch.) Zum Wochenbtginn kam da» Geschäft wie Immer nur zögernd in ©ana, zumal befonbere Anregungen nicht Vorlagen. Vorläufig tariert man Im heutigen Frühverkehr unveränderke Kurse, Farben etwa 264,5. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124.24. Mailand 92,70, Spanien 29.24. das Pfund 465,09 und den Dollar 4.19725.
Oie Wttertafle.
. 1928.
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©woftewe» emtn« rfttrtt ®venri» eetercit. ewecc^
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TLetlervo Aussage.
Rachdern an den 8übfeite ber Islanbstörungl kühle ozeonilche Luftmalsen nach Mitteleuropa vvrgebcungen s.nb, hat sich unter ihrem Einfluh Bewölkung gebilbet unb auch In unterem Gebiet bamit zu einzelnen leichten Rieberschlägen geführt. Da fi.' aber gleichzeitig wieder hohen Luttdruck mit sich bringt, fo dürfte zunächst noch nach etwas unbeständigem Wetter eine Besserung einlrctcn Bewölkung und auch stellenweise Rieberfchläge sind morgen nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen gehen auch tagsüber durch unterbundene Sonneneinstrahlung zuruck.
Voraussage für Dienstag Wechselnd wollig mit Aufheiterung, etwas kühler, Riederfchlags« neiaung.
Witterungsaussicht.'il für Miltwoch Vielfach auf heiternd und wollige» Wetter wahrscheinlich.
Lufttemperaturen am 9. September: mittags 26.0 Grab Lelsius, abenbt 20,4 Grav Eei'-us: am 10 Srplen.5er: morgens 16,0 Grad E«lsius; Manmum 27.0 Grab Eelsius, Mini- mum 11.4 Grab u<; Rieder^chlog 0,5 Grad Eelfius. am 10. September, morgens 16,4 Grad Eelfius; Sonnenschrmbauer 81 » Stunden.
Erbtemperaturenin 10 Zentimeter liefe am 9 September: abends 221 Grad Tellius: am 10. September: morgens 16.4 Grad Telf us
verantwortlich für Politik: 2. v.: Ernst Vlumschein.
nicht sichtti^r^r Auss.nnanstr .*» gegen Schlaor»n/n


