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und der hierfür aufzuwend'- Ttdrag wird sicher dre Höh? von etwa 500 Millionen Mark er­reichen. Derartige Beträge müssen selbstverständ­lich in den De lost kosten und damit auch in den Preisen -um Ausdruck kommen. 3n der Zeit vom Januar 1925 bis zum 3uni 1928, in der der Lebenshaltungsinder nur um etwas mehr als 10 Prozent gestiegen ist, hat der Reallohn um rttoa 25 Prozent zugenornmen. Die bisherige Me­thode, durch Zwangsmiltsl die Rohstofspreise niedrig zu halten, hat deshalb versagen müssen, weil dec Dtaat ebenfalls durch Zwangsmittel die Selbstkosten steigerte.

* D i e Aussperrung im Dillgcbiet. Der Kreistag des Dillkreises hat sich am Mitt­woch mit der Aussperrung im Dillgebiet besaht, die vor 14 Tagen durchgeführt worden ist. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß die bereits entstandenen wirtschoftuchen Schäden bedeutend seien und bei weiterem Anhalten des Konfliktes für die 3ndustrie des Dillgebietes die Gefahr be­steht, vom Absatzgebiet verdrängt zu werden. Der Kreistag tritt an die Arbeitgeber und Ar­beitnehmer Heron, nichts unversucht zu lassen, um eine bestmögliche Regelung der Differenzen zu erzielen. Beschlossen wurde, an den Arbeits­minister in Berlin folgendes Telegramm zu rich­tensErbitten dringend sofortige Vermittlung des Reichsarbeitsministeriums für die Beseiti­gung des in den Burger Eisenwerken ausge­brochenen Streiks und der daraufhin erfolgten Aussperrung der gesamten Metallindustrie des Dillkreises."

* Großer Auslandauftrag der Philipp Holzmann A. - G.. Frank­furt a. M. Die Philipp Holzmann QI.-®. Frankfurt am Main hat mit der columbischen Regierung einen großen Bahnbauvertrag ab­geschlossen. Es handelt sich um eine Strecke von rund 90 Kilometer, welche die Stadt Facatativa mit dem Mogdalenenstrom verbinden soll. Reben der Aufschließung dieser fruchtbaren Landstrecke wird durch diese Facatativabahn eine weitere Verbindung der Landeshauptstadt Bogota mit dem Magdalenenstrorn erreicht. Der Bahnbau wird sofort in Angriff genommen. Die Bauzeit ist mit etwa 2 3ahren vorgesehen. Der Auftrag konnte gegen ausländischen Wettbewerb herein- genommen werden.

' Opelwerke und E l i t e - Diamant- Werke. Wie die Opelwerke mitteilen, entspricht die vom Aussichtsrat der Elite-Diomantwerkc ausgegebene Meldung, wonach alle Fabrikations­zweige dieses Unternehmens, wie Fahrrad-. Mo­torrad-, Automobil-. Lastwagen- und Strick­maschinenfabrikation unverändert und selbständig wie bisher weitergeführt werden, in vollem Alm- fcuigc den Tatsachen. Es sei unverständlich, wie aus dieser Veröffentlichung eine Stellungnahme des Aufsichisrates der Glite-Diamantwerke gegen­über Opel herausgelesen werden könne, da ja der Aufsichtsrat der Elite-Diamantwer'.- mit Opel identisch ist und die Herren Fritz v. Opel und Hans ö.- Opel als Vorsitzende dieses Aufsichts­rates tätig sind. Die Opelwerke werden in Rüsselsheim die Fabrikation von Motorrädern nicht aufnehmen, sondern lassen ihre eigene Konstruktion wie bisher in Brcrnd-Erbisdorf, dem Zweigwerk der Glite-Diamantwerke, Her­stellen. An eine Zusammenlegung oder Stillegung eine- der beiden Werke sei nicht im geringsten zu denken, da für die beiderseitigen Fabrikate voll­kommen getrennte Llbnehmerkreise in Betracht lämen.

. * Vereinigte Glanzstoff-Fabriken vl. - ®., Elberfeld. Der Prospekt über die Einführung der in der Generalversammlung vom 20. April beschlossenen neuen 15 Millionen Mark Stammaktien der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken A.-G., Elberfeld, an der Berliner Börse enthält einen Zwischenstatus über den 30. April 1928. Danach haben sich die dauernden Beteiligungen auf 50.15 Mill. Mk. erhöht (gegen 37,13 Mill. Mark in der Bilanz vom 31. Dezember 1927). Die Bankguthaben ermäßigten sich auf 51,75 (71.91) Mill. Mk., worunter sich 9.375 Mill. Mk. Forderungen aus der Kapitalerhöhung im April befinden. Debitoren betrugen 29,77 (25,35) Mill. Mark, darunter etwa 8,50 Mill. Mk. Forde­rungen an Konzerngesellschaften. Kreditoren wer­den mit 43.78 (46,14) Mill. Mk. ausgewiesen. worunter sich 26.37 Mill. Mk. Bankschulden und 12,42 Mill. Mk. Schulden an Konzcrngesellschaf- ten befinden. Die Umsätze der Gesellschaft be­trugen im 3ahre 1927 43 Mill. Mk. (gegen 34 Mill. Mk. im 3ahre 1926 und 31 Mill. Mk. im 3ahre 1925), während sich der Gesamtumsatz der zum Konzern gehörigen deutschen Kunstseide­unternehmungen auf 73 Mill. Mk. (gegen 54 Millionen Mark 1926) stellte Heber die Zu- kunstsaussichten wird mitgeteilt, daß, falls nicht

unvorhergesehene Ereignisse ein treten, für bas laufende Geschäftsjahr wieder mit einem befrie­digenden Ergebnis gercchne: werden könne.

* Beteiligung derI. A Maffei A.-G. a n den französischen Lokomotivliefe- rungen. Zu einer gestern verbreiteten Notiz über die Elektrifizierung der französischen Südbahn er­fahrt WTB.'Handelsdienst noch, daß die Lokomotio- fabrik I. A. Maffei A.-G. in München die Lieferung der für die französische Südbahngejellschaft bestimm ten Lokomotiven gemeinsam mit Siemens-Schuckerl durchführen wird. Maffei wird den mechanischen Teil der elektrischen Lokomotiven Herstellen.

* Neue Lohn und Gehaltsoerhand­lungen in der Rheinschiffahrt. Zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Rheinschisfahrt finden am 21. August wiederum Verhandlungen über den Neuabschluß eines Lohn und Gehalts­tarifs statt. Die auf Veranlassung der Schlichtungs­kammer des Reichsarbeitsministeriums eingesetzte unparteiische Kommission, deren Gutachten richtung­gebend für die kommenden Verhandlungen sein sollte, Hot ihre Gutachten noch nicht fertiggestellt.

Der deutsche Seefchiffsverkebr im 1. Halbjahr 1 928. Der Schiffsverkehr der wichtigeren deutschen Seehasen zeigt laut ..Wirt­schaft und Statistik" im 3uni gegenüber dem Vor­monat eine weitere Zunahme, die im Ostseegebiet verhältnismäßig stärker als im Rordseegebiet ist. Sie beträgt insgesamt dem Raumgehalt nach rund 5 v. H. Den 3univerkehr des Vorjahres überragt der Verkehr des Verichtsmonats dem Raumgehalt nach um rund 10 v. H Der Qlntcil der beladenen Schisse ist im Abgang stärker als in der Ankunft gestiegen Der Anteil des Küsten­verkehrs am Gesamtverkehr ist weiter gestie­gen; damit ist die Durchschnittsgröße der ver­kehrenden Schiffe etwas zurückgegangen. 3m Hoch­seefischereiverkehr ist nach dem nicht unerheb­lichen Rückgang im Vormonat wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die deutsche Flagge, die seit Tlprii ein leichtes älebergewicht über die fremden Flaggen ausweist, hat ihren Anteil im Derichtsmonat weiterhin erhöht. Der Verkehr unter britischer Flagge hat sich, wie in gerin­gerem Ausmaß auch der Verkehr unter nieder­ländischer Flagge, gegenüber dem Vormonat ver­mindert. Der Verkehr der wichtigeren deutschen Häfen ragt im 1. Halbjahr 1928 insgesamt dem Raumgehalt nach um rund 10 v. H. über den Ver­kehr des 1. Halbjahres 1927 hinaus. An dieser Er­höhung sind alle einzelnen Monate beteiligt. Der Güterverkehr ist mengenmäßig nach den bisher für die ersten 5 Monate des lausenden 3ahres vorliegenden Eingaben um rund 3 v. H. (von 17 921 000 auf 18 530 000 Tonnen) gestiegen.

D i e Deutsche Luft-Hansa imerften Halbjahr 1 928. Die Flug- und Beförde­rungsleistungen der Deutschen Lust-Hansa im ersten halben 3ahr 1928 haben gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Steigerung erfahren. Es wurden befördert: Passagiere 46 231 (gegen 39 586 im 3ahre 1927) Gepäck: 357 522 (331 443) Kilogramm, Fracht: 471 984 (276 368) Kilogramm, Post und Zeitungen: 185 064(138 034) Kilogramm. Die Zahl der geflogenen Kilometer ist von 3 800 000 im ersten Halbjahr 1927 auf 4 700 000 Kilometer im ersten Halbjahr 1928 ge­stiegen. Die Zunahme der Flugkilometer ergibt sich in der Hauptsache aus der in diesem 3ahre getroffenen Neueinrichtung einer Anzahl durch­gehender Exprehstrecken, während im übrigen die Ausdehnung des Streckennetzes der Deutschen Lust-Hansa ungefähr die gleiche geblieben ist wie im Vorjahre. Die Benutzung der v-Strecken ist als gut zu bezeichnen. Beachtung verdient in der Halbjahres-Statistik die Tatsache, daß die Leistungszister in der Luftfrachtbeförderung um annähernd 80 Prozent gestiegen ist.

Frankfurter Börse.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

F r a n k f u r t a. M., 9. August. Tendenz: un­einheitlich. Der flaue Schluß der gestrigen Neuyorkcr Börse und die pessimistische Beurteilung der G e l d m a r k t l a g e durch die dortige Speku­lation verursachten zu Beginn der heutigen Börse eine gewisse Unsicherheit. Die Spekulation nahm daraufhin bereits Abgaben vor. Dem gegen­über steht die weiter lebhafte Nachfrage nach Spezialwerten und besonders nach Elck- trizitütsaktien. Der Markt war dadurch ge­stützt, und man mußte die Tendenz zu den ersten Notierungen als behauptet oezeichnen. Die Kursentwicklung war uneinheitlich. Für E l e k tro- werte bestand weiterhin Interesse von Ausland- fcite. Im Mittelpunkt standen auch heute wieder Siemens & Halske, die 1 v. H. höher eröff­neten und gleich weitere 2 v. H. anzogen. C h a d e - aktien waren 4 Mark und Gesfürcl 2 v.H. erhöht, während Bergmann und Schlickert behauptet blieben. Chemie- und Zellstoff- werte waren eher angeboten. I. - G. -Farben

gaben 1 o. H. und Z e l l st o f f D a 1 d h o k L5 o. H. nach. Scheideanstall waren geringfügig gebessert. Montan werte waren lrog der Nach­richt, daß im Fuli der Ruhrkohlenabsafl leicht ge­belfert fein soll, vollkommen vernachlässigt und meist nur knapp behauptet. Lebhafter gefragt waren wieder Reichsbank, die 3,5 v. H. ge­wannen. Deutsche Linoleum waren 2 v. H. erholt. Schiffahrtswerte lagen etwas schwä­cher. Deutsche Anleihen lagen still. Aus­ländische Renken weiter fast ohne Umsatz. 3m Verlaufe wurde die Stimmung allgemein freundlicher. Elektro werte blieben ge­fragt. Mit Befriedigung wurde die Nachricht auf­genommen, daß auch für diese Börse der Londoner Diskontsatz nicht erhöht wurde. Lebhafteres Inter­esse machte sich für Adlerwerke bemerkbar, die 4 o. H. anzogen. 3. - G. > F a r b e n blieben weiter vernachlässigt. Der Geldmarkt war unuerän- dert. Tägliches Geld 6,5 v. H. Am Devisen- markt nannte man Mark gegen Dollar 4,1964, gegen Pfund 20,370, Landon gegen Kabel 4,8.552, Paris 124,24, Madrid 29,05, Mailand 92.80, Hol­land 12,1025.

Berliner B-rse.

Berlin. 9. August. Auf die flaue Haltung an der Neuyorker Börse war man heule Vormittag überwiegend schwächer gestimmt. Man wollte wissen, daß in London eine Versteifung des Geldmarktes eingetreten fei, die in Neupork gestern auch zu spüren war. Die Kurse lagen dar- aufhin 1 bis 2 v H. niedriger. Zu Beginn des offi- zielten Verkehrs änderte sich das Bild. Entgegen den Befürchtungen l)atte London seinen Diskont nicht erhöht, so daß der Spekulation durch diese Tatsache ein anregendes Moment geboten wurde. Auch der hiesige Geldmarkt wies die Zeichen einer Erleichterung auf. Man nimmt an, daß genügend Reportgeld zum Medio herauskom- men wird, wenn auch die Kurse auf das kleine Geschäft sich meist etwas unter dein gestrigen Schlußniveau, bis auf einzelne favorisierte Werte, hielten, war die Tendenz doch im allgemeinen behauptet. Der E l e k t r o m a r k t hatte vor allen anderen Märkten Geschäft aufzuweisen. Siemens wurden ziemlich lebhaft umgesetzt. Der Montan markt mar weiter vernachlässigt, da abgesehen von den schon gestern gemeldeten neuen Entlassungen im Ruhrbergbau von einzelnen Ge­sellschaften einige nicht günftige Berichte vorlagen. (Stolberg Zink und Essener Stein­kohle.) R h c i n st a h l büßten sogar 4 v. H. ein. Auf Holz mann blieb die Mitteilung von neuen sehr großen Auslandaufträgen ohne Einfluß. Kun st seiden werte waren wieder bei kleinem Angebot schwächer, obwohl die Aussichten nach dem gestern veröfentlichten Prospekt weiter günstig sind. Reichsbank blieben lebhafter gefragt und waren fester. Deutsche Anleihen etwas nie­driger. Ausländer schwächer. Bosnier minus 0,75 v.H. Der Pfandbriefmarkt lag noch vollkommen unentwickelt. Tägliches Geld war mit 4 bis 6,5 v. H. leichter. Monatsgeld 8 bis 9 v. H.: Warenwechsel 6,9 v. H. 3m Verlaufe blieb die Stimmung ziemlich freundlich. Elektro- werte waren weiter lebhaft und bis 2 v. H. über Anfang gefragt. K u n ft s e i de n w e r t e 4 v. H. erhöht. Auch R h e i n st a h l 2 v. H. gebessert. Reichsbank erneut 2,5 o. H. höher.

Frankfur:cv 0ctreiv-börse.

Frankfurt a. M., 9. Aug. Bei kleinsten Um- fätzen neigte die Tendenz auch am heutigen Pro­duktenmarkt eher zur Schwäche. Besonders der Mehl- markt lag abgeschwächt. Weizenmehl gab 0,25 Mark und Roggenmehl 0,50 Mark im Preise nach. Futter­mittel lagen heute widerstandsfähig und gut be­hauptet. Es notierten (neue Ernte). Weizen 24,50 Mark: Roggen 23,50; Sommergerste für Brauzwecke 27,50 bis 28; Hafer, inländischer, 26,75 bis 27; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,75; Weizenmehl, siiddeut- sches (Spezial 0) 33,75 bis 34; Roggenmehl 33,50 bis 34; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 15,50 Mark. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviestmarkt.

Frankfurt a. M., 9. Aug. Auftrieb: 81 Rinder, 1213 Kälber, 183 Schafe, 550 Schweine. Es wurden notiert: Kälber, beste Mast, und Saugkälber 72 bis 77 Mark; mittlere Mast- und Saugkälber 67 bis 71; geringe Kälber 60 bis 66. Schafe: Mast- lämmer, jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel, gut genährte Schafe 45 bis 49. Schweine: voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 80 bis 82; von etwa 200 bis 240 Pfund 80 bis 82; von etwa 160 bis 200 Pfund 80 bis 83; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 76 bis 80 Mark. Marktverlauf: Schweine lebhaft geräumt. Kälber und Schafe mäßig rege, ausverkauft.

Kunst und Wissenschaft.

Tagung bts Wcllsludenlcnwerk« de, christlichen Studentenwellbunde,.

Paris. 6. Aug. (TU.) 3n Chartres fin- tet zur Zeit unter dem Vorsitz dos Leiters der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft, Dr. Reinhold Schairer, die fiebente 3 a i) - restagung des We l t st u ben t»nwe r t« de« Ehrlftlichen Studenten-Welt- dun des statt. Sie befaßt sich nut txm Ausbau der studentischen Selbsthilfe und wirb u a. auch über Hilfsmaßnahmen für die notleidenden ctu- denten Bulgariens und Chinas Beschluß fassen. An der Tagung nehmen die 'Vertreter von 20 verschiedenen Rationen sowie die staatlicher und städtischer Behörden leit. Eröffnet wurde die Tagung durch eine Ansprache des französischen Kriegsministers P a i n l e v e . der da- Welt­studentenwerk als eine der großen Leistungen feierte, die aus der Rot der Nachkriegszeit hervorgegangen sind. -

Derbandstagung der Vereine deutscher Studenten.

Kelbra, 6. Aug. (TU.) Die BerbanbS- tagung der CBe reine deutsche r Stu­denten brachte m ihrem Verlaut einen Vor­trag von Dr. Sckowfki, Dresden, über ..Stu­dentische Wertarbeit unk» Eharakterbildung". Äm Abend land ein Festkommer« statt. 3n seiner Festrede wies Diplomingenieur 6 t c f a n f f i, Eharlottenburg, auf die in der Nachkriegszeit erhöh'«? Bedeutung der Korporationm für bi«? Erziehung des deutschen Akademiker« hin. An den Reichspräsidenten v.H in den bu rg, da« Ehrenmitglied des Kysshäuserverbandes, wurde ein Huldigungstelegramm a&gtfanht Am Sonn­tag fand die Tagung ihre Fortsetzung auf dem Ky fs häuf er. Dr. Stähler, Marburg, spracb- überDie Bedeutung der nationalen Bewegung der Nachkriegszeit und her aus ihr hervvrge-- gangenen Verbände". Die Vortragsreihe schloß mit einem Vortrag von Pfarrer König:Die 3ugendbewegung und her deutsche Akademiker". 2luf her abendlichen 5cicr am Bismarckinrm mahnte Lic. 6 i e b ol h, Hamburg, im Scheine heö lohenden Feuers unb her Fackeln an h:e Pflicht zur Treue, hie aus dem Erbe her QVttcr unb aus ben Opfern her Gefallenen erwüchse.

Letzte Nachrichten.

Vulkan-Katastrophe in Jliefrcrlonbifcn Zn-ien.

Balaoia, 9. August. (WIP. Zunkfpruch.) In­folge des Ausdruck-cs de» Vulkans Rvkatinda auf brr Insel Paloeroer (Niederländisch-Indien) am 4. unb 5. August rourben f e chs Dörfer der 3 n f e l b u r d) Branb ; erstSrI, etwa taufend Personen lebenbig verbrannt unb fed)r- hunbcrl durch herabfallcnbe Steine oerletzl Durch bas Lrbbcben, bas ben Ausbruch be» Vulkans be­gleitete. finb bic Küsten ber 3nfel über- schwemmt roorben, wobei arbcrc Opfer zu be­klagen finb. Die übriggcbliebcnc Bevölkerung, elwa fünftausend Seelen, zeigt sich ruhig. Ulan fürchtet, daß neun Llngebvrcnenfchifse ralt Ihrer TNannfchaft unfergegangen finb. Der Resident von Timor ist unferroege nach bem Schauplatz ber Katastrophe.

Lundborg über die Rettung Mobiles.

Berlin. 9. Aug. (WTB. Funkfpruch.) Der schwedische Flieger Lund borg hat sich in eener Unterredung mit einem Vertreter der Berliner TageszeitungNeue Zeil" ausführlich über die Rettung Nobile« geäußert.Immer," so sagte Lunhborg u. a..hat Nobile auf mich den besten Eindruck gemacht. 3hm die Schuld an hem Mißlingen der Polarfahrt beizumessen. Kalte ich für vollkommen ungerecht. Daß Nobile über nicht genügenhe Polarersah- rungen verfügt, kann seine sonstigen Führer- Qualitäten niemals schmälern. 3ch beabs.ch.igte den am schwersten betroffenen Ceccioni zuerst aus- zunehmen. Die Verletzungen waren jedoch schwe­rer Natur, daß ich notgedrungen von meinem Vorhaben ablossen mußte. Vielmehr redete ich auf hen General ein. mich als ersten zu begleiten, toomit ich aber bei ihm auf heftigsten Wi­der st a n d stieß. Meine Absicht fand bei den übrigen Mitgliedern der Gruppe größte Unter­stützung Erst als ich drohle, ohne Mami wieder aufzustcigen. gab her General dem unaufhörlichen Drängen seiner Kamercten nach Daß ich mit diesem Vorgehen das Richtige getroffen habe, Hot bie Zukunft gelehrt Möge dies« wahrheits­getreue Schilderung ber Dinge um Robile," fo schloß Cunbborg.bazu bei tragen, auch in Deutschland bas durchaus verdiente Ansehen be« tapferen General« wiederherzustellen."

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die binter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. ReichSbankdiskonl 7 Prozent, Lombardzinsfuh S Prozent.

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