n Gesellschaft ertragen
Eingesandt.
(Für Form and Inhalt aller unter dieser Rubrik fleh en den Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei ''’b-nnrnortung.) Di« Hundeplage in der Neustadl.
Berliner Börse.
Berlin, 9. Sunt (*253273. Zunkfpruch.) 3m heutigen Vormittagsverkehr ist eine Tendenz schwer zu erkennen. Rachdem der Schluß der gestrigen Aberrdbörfe eher etwas schwächere Kurse sebrod>t hatte, liegen die wenigen genannten Papiere noch etwa- unter diesen Rotierungen. Siemens 346 biS 349. Farben 271 bis 272. Trotzdem ist man erstaunt, daß die Tendenz nach dem schwachen Verlaus der Reuhocker Börse so widerstandsfähig ist. Am Devisenmarkt nennt man: Pari» 124 16 zu 18. Mailand 92.70. Spanien 29.31. Amsterdam 12.09.70. da- Pfund 486.23. den Dollar 4.1855 zu 60. den Den 46.75.
Au der Explosion aus dem Minenleger erfährt da» „D. I.‘ von unterrichteter Seite: Die Uebungen de» Sperroersuchskommando» in stiel werden schon seit Jahren vorgenommen, und bisher war «in Unfall noch nicht zu verzeichnen. Es handel, sich um kleine Minenleaerboote. die teilweise so» gar keine «ntriebsmaschinen haben und deshalb von anderen bchissen bei den Hebungen ins Schlepp- tau genommen werden müssen Die Besatzung dieser kleinen chilfssahrzeuge besteht au» rofniqtn, aber sehr erprobten Leuten. Di« auf den Booten zur Explosion gelangten Sprengkörper sind nicht mit Minen zu verwechseln. Da» Unglück entstand bei einer Hebung von Minensuchbooten, di« immer von zwei Minensuchbooten zusammen ausgeführt wird, in diesem Fall von den Booten C 12 imd C8 Die Hebung diente in erster Linie dazu, den Mannschaften das Legen. Suchen und das Sprengen von Min«n praktisch zu erklären. Bet dem Sprengen von Minen wird ein Sprengkörper verwendet, der etwa 30 bis 40 Zentimeter lang und mit ungefähr zwei Kilogramm Explosivstoff geladen ist Bei der praktifchen Borfübruna eine» solchen Sprengkörper» durch einen Maaten hat sich da» Unglück ereigne,. Wie e» sich im einzelnen abgespielt bat, läßt sich im Augenblick noch nicht feststellen.
Aus aller Welt.
Doch Aunkzeichen von brr „Italia"?
Rom , 8. Juni. (WTV. yunkspruch) Die Agenzia Stefani meldet, daß die „L i t t a d i M i la n o von 7 Uhr abend» Greenwicher Zeck fast 20 Minuten lang in radio-telegraphischer Serbin- düng mit der .Ztal.a- gestanden habe. Da» Luftschiff habe seinen Standort m Angen- und Breitengraden angegeben. Danach befinde sich da» P u f 11 di i f f in der Gegend von Leigh Smith, der äußersten Ostspiste de» Nordostlandes (Spitzbergen» Die ..Litta d> M.iano ersuchte d.e Vo b b n", sich dem Ort« zu nähern, wohin man An nb«-$£ Petitionen entsenden wurde. Di« Funkzeichen seien sowohl von der Funkstation der (Titta di Milano" als auch von der >m Norden der stingsbay in einer Hütte eingerichteten Station gehört worden. Obgleich der «omman^ntderLitw bi Milano" das Vertrauen hat, daß di' ^'gnale glaubwürdig sind, hat man doch die -^alia auf- gefordert, weitere Erkennungszeichen zu geben.
Die „Brrmcn--Jlicg«T von Reuyork abgefahren R e u h o r k. 9. Juni. (WTB. SuWrud).) SH« .Bremen' -Ni-ger und ihr« ^ngchorigen haben um Mitternacht mit dem Llrchddamvfcr .2-olum W bi« Reife noch Deutschland an- aetreten. nachdem sie sich von den am Pier Uchienenen Dertrctern der deutschen Bereme Reuyork« herzlichst verabschiedet hatten. 6t"« dichtgedrängte Wenge hatte ten Pier besetzt und brach in brausende Wckchiedsruse aul,<n& ter Dampfer au- dem Dock stromabwärts geschleppt wurde.
Wettervoraussage.
Die westlich Irland- liegende Störung hat sich verliest und weiter ostwärts ausgebreitet. Auch sie wird unser Gebiet beeinflussen, erneut ‘Btetet- schlaae bringen und noch zu keiner Beständigkeit der Wetterlage führen. Sie Temperaturen weo- den sich noch weing ändern. .
Wettervoraussage für Con ntaa. -Bolhaee Wetter mäßig warm, zeitweise Re- ^ILitterungsauSftchten sürM o n. l a. fl. Wechselnd wollig mit Aufheiterung, keme stärter« Srwärniung. vereinzelte Ricderschläge.
Lufttemperaturen am 8. Juni: millaa» 21,* Grao «elflus, abend- 13 Grad Celsius: am 9 Iunu mor- 14 Grad Telsillk Maximum 22 Grad Eelsiu«, L.mimum 9,1 Grad Celsius. — Erdtcmperaturen am < T-uni: abends 17,5 Grad Celsius: am 9. Juni: "i?rgens 14,2 Grad Celsius. — Niederschläge 0,2 Millimeter. — Sonnenscheindauer 7K Stunden
Anregung «rtrinaen Dabei ist bisher noch nicht einmal na ch g ew lesen, dah die von Hnrnck über den Rhein Beförderten auch wirklich die Täter waren, denn in Briefen und Erklärungen bestreiten sie entschieden, an den Vorfällen beteiligt gewesen au fein. Begreiflicherweiie. sträuben sic sich.
die Heimat »uruckzukehren. da der bloße Ber- dacht ihnen Vie alciche Untersuchung«, haft sichern würde.
•• Das ©auturnfeft bei Gaue« Hessen (D.X.) findet in diesem Jahre am 30. Juni, 1. und 2. Juli in der alten Turnerstadt Butzbach statt. Bürgerschaft, turn» und Zest- ausschuß treffen hierzu weitgehende Vorbereitungen, da da» ©aus«st diesmal im Iahnjahrc besonders feierlich ausgestaltel werden soll, auch deshalb, weil Butzbach ale Wiege der Ium* bestrebungen für unser Gebiet durch Fr. L- Wei- big gilt und dort im Jahre 1869 bas erste Gaufest beS Gaues Hessen abgehalten wurde.
*• Der D. E., der Verband der lur- nerschas ten auf deutschen Hochschulen feierte in der Woche nach Pfinasten In Bad Blankenburg i Th sein 19. B. L -Turn» und Sportfest Sr zählt 90 Turnerschasten mit nahezu 16 000 Mitgliedern, davon etwa 11 000 Alte Herren. Die diesjährige Zusammenkunft in dem Feftort Bad Blankenburg erhielt noch eine besondere Bedeutung durch die Einweihung des wiedererrichteten Bergfrieds Greifenstein, der den im Weltkrieg gefallenen D. E.ern ein unauslöschliches Denkmal sein soll. Der Sportwettkampf zeigte hervorragende Leistungen, die teils als Spitzenleistungen zu bezeichnen lind Die hiesige B. E.-Turnerschaft H a s f o-R as s ovia errang einen anerkennenswerten Sieg im Tennis- Wettkampf Die .Schwarztaler Zeitung", das amtlich« Organ der Stadt Blankenburg schließt ihre Betrachtung über die Ergebnisse der Sportwett- kömpse mit den Worten: Wenn der B. E. sich auf dieser steigenden Leistungskurve sordent- wickelt, „bann wird er künftig unangefochten die Spitzenleistung unter den studentischen Verbänden behalten
Aus dem Amtsvei-kündigungsblatt.
'Das2lmtsverkündigung»blattRr.41 vom 8. Juni enthält: Polizeiverordnung zum Schutz der elektrischen Starkstromanlagen. — Die vorläufigen Steuern der Gemeinden, streife und Provinzen. — Die Errichtung von Prüfungskommissionen zur Abnahme der Meisterprüfungen. — Den bargeldlosen Zahlungsverkehr. — Feldbereinigung in Lauter. — Dienstnachrichten.
Schwächere zeugt. Es gibt so mancherlei, was w,r als Glieder der menschlichen Gesellschaft ertragen muffen, ohne Mittel zu haben, die» oder jenes, was uns unangenehm ist, abftellen zu können. Darum nicht den Hund mit feinen „Bedürfnissen*? — Ein bißchen Tierfreundlichkeil, und bk Sache ist behoben. Gin Institut für moderne Anstandslehre, das von Hunden besucht werden tonn, fehlt fa noch in Gießen. «in Tierfreund.
Das Explosionsunglück bei der Reichsmanne.
Die gestern schon kurz mitgeteilL ist unsere kleine am Freitag von einem schweren Hnglück beimgesuchl worden, wohl dem schwerften, da» seit Ende de» »riefle» zu oerzerchnen ist. Lech» brave Matrosen haben bei einem Manöver infolge einer Erplosionskamsttopb« chr Leden ge- faiitn, sieden andere sind nicht unerheblich verletzt morden. Da» Hnglück hätte sehr leicht wertere Men- schenieden hinwegraffen können, da zwei Minen- boote dicht nebeneinander lagen, die wie durch ein Vfunber unoersehr, geblieben sind. Trauernd steht nicht nur die Marine und bie Reichswehr, sondern llUd) da» gesamte deutsche Volk an der Bahre der Verunglückten. die ihr Leden im Dienste am Vater- huube gelassen haben. Noch weist man nicht, welche» die H r s a ch e des Hnglück» war, es ist aber lehr leicht möglich, da st der Sprengkörper n o ch a u » der Krieg «zett stammte und infolge der be- Ichrönkten finanziellen Mittel der Reich»marin« durch neues Material noch nicht ersetzt werden konnte. Dir haben wiederholt erlebt, wie gefährlich überalterte Sprengkörper sind, die schon be, der ge- ringsten Berührung in die Luft gehen können. Der Versailler Vertrag zwingt uns aber, das Material der Kriegszeit vufzubrauchen da die Summt n, die von Recht» wegen für eine restlos« Erneuerung der Munitionsbestande angelegt werden mutzten, an den Reparationsagenten zugunsten des Feindbunde» abzuführen sind.
feldst der Nächste ,st, bie einen Dplerwd für Volt und Staat ablehnt. Sie will bekunden, baß sie dem Beispiel der Toten nachleben will, datz sie Im I Falle der Rot bereit ist, e» ihnen gleichzutun.
Der ursprüngliche Dian war, ein größere» Bild- I werk vor dem Hnioerfitätsdau an der Lubnxgsttaße zu stellen. Diese» Vorhaben scheiterte aber teus au» Gründen, die innerhalb der Studentenschaft lagen, teil», well bi« Behörden die erforderliche Zustimmung oerfagren. Die zahlreichen vorgelegtcn Ent- I würfe kamen fast alle zu Fall, nicht zuletzt, weil der gerade, formschöne Bau der Reuen Aula einen schlechten Hintergrund für ein Bildwerk ab gibt, der jedem noch so künstlerischen Entwurf «inen {rosten Teil seiner Wirkung nahm. Zudem stellte sich «rau». dah die Kosten einer von einem bedeutenden Künstler geschaffenen Plastik höher kommen, al» die vorrätigen Geldmittel betragen — kurz die Errichtung eines Denkmals vor der Universität ist so gut wie ausgeschlossen, oder müstte zum mindesten um einige Jahre hinausgefchobcn werden, was der Gefallenenehrung einen grosien Teil ihres Inhalt» nehmen würde.
Heute ist man von dem Gedanken, eine Plastik 1 vor die Universität zu fetzen. auS den angeführten Gründen abgekommen. Man hat eine andere Lösung gefunden. Einen Raum in der Reuen Aula zu einer Gedenkhalle um- zuwandeln Es handelt sich dabei um den D o r - raum zur Drohen Aula, der durch seine Verwendung als Lese- und Frühstücksraum etwas in Verwahrlosung geraten ist. der aber auf Grund seiner Lage und seiner schönen architek- tvnischen Gestaltung sich als allein brauchbar erwiesen hat. Dieser Raum wird nach den Plänen deS Münchener Architekten und Malerst Ma, Scherbaum neuhergerichtet, in gut abgetönten ruhigen Farben (vorherrschend blau) gehalten, die Steinsäulen werben mit goldgelben Vor- Äti verbunden, in bie der Aula abge- en Seite wird eine mächtige Brvn.zepla.te. die auf einem Granitsockel ruht, eingelassen. Die Platte trägt die Ramen der gefallenen Studenten. Dozenten und Beamten der Universität in einfacher gotischer Schrift Auf dem Sockel sicht der Wahlfpruch der Universität in großen Lettern: Litten» et armis ad utrumque parati. Die Steinbänte und der Spiegelaufsatz müsien beseitigt, baS Oberlicht muh tterbeflert werden, wie sich überhaupt noch verschiedene kleinere Aenderungen ergeben werden. Die durch die Säulen abgetrennten Seitenräume können auch weiterhin als Garderobe benutzt werden: der mittlere Vorhang wird dabei zurückgezoaen. Durch die einfache Ausstattung wird der Vorhalle eine ernste, rühlge Stimmung verliehen, dem Andenken der Gefallenen Wird somit ein würdiger
Raum geweiht
Roch in diesem Semester hofst die Studenten- schast. die Gedenktalel enthüllen zu können und den Raum dem Derkchr zu übergeben. Wer «rnerhin in der Aula einem Festakt, einem Gottesdienst oder Konzert beiwohnen wird, wirb von einem ernsten, schönen Raum ausgenommen werden, der ihn mahnt, die Toten beS Krieges nicht zu vergessen.
Erweiterung
der städtischen Verkehrsmittel?
3n einer der letzten Stadtverordnetensitzungcn wurde von einem Stadtverordneten der Verwaltung anheimgegeben, si« möge in eine Prüfung der Frage eintreten, ob e» möglich sei, durch Schaffung von städtischen Lutolinien die von her Straßenbahn nicht berührten Stadtteil« mit ausreichenden Verkehrseinrichtungen zu verfehen. Huf Grund dieser Anregung hat die Stadtverwaltung von mehreren großen elutomovilsabriken Angebote über Vutoomnibuss« eingeholt Gegenwärtig werden I Mef« Offerten geprüft, und dabei werden auch alle Möglichkeiten erwogen, die zur Durchführung von Autolinien innerhalb der Stadt bestehen und ohne allzu große» Risiko für di« «llgemeinheck nutzbar gemacht werden können. Es wird daran gedacht, etwaige städtische Lutoomnibusverbindungen insbe sonder« durch die Außenoiertel zu leiten, so- bann aber auch den Ai lagenring und bi« an- l grenzenden Hauptverkehrsstratzen ohne Elettrische von den Autoomnibusten befahren zu laffen. Ferner wird erwogen, mittels dieser Verlebt sein ruh tu ng eine Derdindung mit den Vororten herzu- stellen, damit auch deren starke verkehrsinleresien, die nach Gießen Hinweisen, befriedigt werden können. 3m Zusammenhang mit diesen Projekten wird ferner erneut erwogen, rote gegenwärtig and in absehbarer Zeil die Bedingungen für einen Ausbau der stSdtifchcnStraßenbahn nach Ktein-Sinden, Heuchelheim. Krofdorf und Diefeck mit Weiterfüh- rung noch Alten Bufeck fein werden. Der gesamte Fragenkomvlel bedars natürlich einer sehr gründlichen Durchardettung, bei der bi« Entlchlüli« noch geraume Zeit ausftehen dürften. Der Gesichtspunkt be» verhältnisie» zwilchen A a p i t a l i n v e st i«- rung und Rentabilität wird dabei selbstverständlich die ausschlaggebende Rolle spielen. Ob und wann es möglich ist, solche Gedanken und Pläne in die Praxi» umzufetzen, kann im Augenblick nicht getagt werden. Jedoch ist soviel sicher, datz die -chas- fung von Verkehrs Verbindungen mit den Dororten, iei es nun Straßenbahn ober Äutoomnibus, nur bann möglich fein r-irb, wenn die Dorotte sich in entsprechender Weiss an der Aufbringung der Sofien beteiligen und damit kundtun, daß auch sie gewillt sind, für die Befriedigung der starken Verkehr- bedürfniffe ihrer Bewohner mit Gießen gewiss« Opfer zu bringen.
taten für Sonntag, 10 Jnni
Sonnenaufgang 3.44 Hhr. Sonnenuntergang 20.15 Uhr. — Mondaufgang 0-36 Hhr, Monduntergang 1026 Hhr
it lüNt Schutb- unb Hppcuhesenurtunben über tzaatttche Irbe-.tgebetixi rieben. Me ben heksifchen Staatsbeamten zur Errichtung von Wohnhäuser» gewährt worben fmb ober künttta noch gewühlt werben Betre umg Dom Hrkunbensternpel gewahrt worben. 3n Ergün^una dueses Belchlusias iß auch auf Grunb bes Artikels 99 Abl 2 bes hesitschcn Ger-.chtskostengesetzes für bie Beursin- bungtn unb CI ntragimgtn. bi« aus einer solch«» Darlehensgewährung vor genommen werden, «bew- ‘alli Gebührensrechett gewährt worben, unb ypar mit rückwirkender Kratt
•• Evangelisch-kirchliche Rachrich - ten Durch die K^rchenregierung wurde dem iifarrer Lic. Hemnch Reunvbel zu Hieber» Cllood bte evangellsch« Psarrst^l« zu Rieb»«» Florstadt (Dekanat Sriebberg) übertragen
**Da»Od er hessische Museumam Brand- plan ist am Sonnlaa von 10 bi» 3 Hhr, da» Völker- muleum (Landgras-Phisipp-Platzs von 11 bi» 1 Hhr geöffnet
* Straßenlpcrrc. We von
Kanastmschlutzardeiten ist die zwischen R iegelpf ad unb Wicestratze Montag.
11 3um. auf etwa 8 Tage für allen Fährverkehr polizeilich gesperrt.
•• Liehmärkte in Gießen Der nächst« Rindvieh (Nutzvieh-) Markt findet am kommenden Dienstag statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. Naher«» ist au» der heutigen Bekanntmachung er- ichtlich.
*• Oin Unfall im Ehemifchen Unter- suchungsamt. Heute vormittag gegen 8 Uhr ereignete sich Im Ehemsichen Unters achungsamt in der Ostanlage ein Unfall, bei dem etne Mitarbeiterin dieser Dienststelle Sri. Trebinger oon hier, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Di« Dame war mit einer Milchunterfuchung beschäftigt. wobei eine Flasche Schwefelsäure eeplobicrtt unb ein Tell der Flüssigkeit der Dame ins linke Auge spritzte. Mit einer erheblichen Verbrennung wurde die B^>auernswerte von der Freiw. Sansiätskolonne vom Roten Kreuz im städtischen Sanitätsauto der Augenklinik Augcfübrt. Ma« hofft, dah von der Verbrennung fein dauernd« Schaden für die Verletzte zurückbleibt.
•• Hohe Auszeichnung der Dampfmolkerei Grieb. Aus der 34. Wanderausstellung der Deutschen Landtoirtschasts-Desell- fchaft vom 5. bi« 10. Juni In Leidig wurde die von der Dampfmolkerei Gießen. Gebrüder Grieb ausgestellte dauerpasteurisierte und tief gekühlte Vollmilch auch diesmal wieder mit dem 1. Preis ausgezeichnet
* Marburger si e ftf pieke. Hm heutigen Sam»tag wirb voraussichtlich bie erste Abendvorstellung oe» St.Elisabeth.Spiel» flattfinben. Karten zu dieser Darbietung sind in Gießen in den bekannten Boroerkaussstellen zu haben.
Dem Herrn Einsender — hoffentlich ist e» im Interest« des zarten Geschlechts reine Dame — be» Eingesandt in Rr. 131 be» „Gießener Anzeiger»" möchte ich folgende» erwidern: Ich bin kein Bewohner der 'JkuftabL Doch glaube ich, seine Röt« oer- stehen zu können. Darum wünsche ich ihm, baß fein« Klagen über Beschaffenheit unb Reinigung der Strafen an geeigneter Stelle gehört tyro. dort erörtert werden mochten. Doch für da» größte Schmer- zen»kinb, bie Hunde, möchte ich, da diese ja mit „Schwefelblüte" abgeschreckt werden sollen, etwas sagen. Äuch sie verdienen als Geschöose ein« grrechte Bemäntlung durch den Mensw«n. „Der Gerechte erbarmt sich seine» Viehes." Datz Hund« notwendig sind, bedarf keines Beweises. Datz fu treue Diener bes Menschen lind, steh« ebenfalls außer allem Zweifel. Daß es andererseits eben Hund« find, die ihre Eigenart haben, mußt« die .Krone der Schöp- fung" auch bedenken. Das Los vieler jener treuen Diener ist nicht beneidenswert. Hof, Hütte, Kett«, sind harte Dinge für Lebewesen, die fie erdulden müssen. Ihnen auch noch ben Rest ihrer spärlich genug bemessenen Freiheit absprechen zu wollen, ist etwas, das, gelind« gesagt, von wenig Herz für - - - - “rt so mancherlei, was wir
Aus her Proviuzialhauptsiabi.
Gießen, den 9. 3uni 1928.
Gefallenenehrung an der Ludwigsuniversität.
von Sluck, jur. 3t Bergmann, Vorsitzender des Denkmalausschvst«, der Gießener Minden ten schatt
Die Gießener Studentenschaft beabsichtigt schon seit vielen Jahren, dem Andenken ber_jm Krieg« gefallenen Kommiluonen ein würdige» Denkmal zu weihen. Trotz der schlechten aeidlichen Loge der meisten Studenten bat sie rin« ftaiilidy Summe für die Errichtuiw eine» Denlmal» im Dege der 6ettft- bestenruna chsammenartrngen. weil sie glaubt auf diesem Dege Ihren Dank den gefallenen Brüdern gegenüber jum Ausdruck bringen zu können, eie hofft, mit der Errichtung eine» Denkrna l » für bie Gefallenen anbeuten zu können, nü« eng fie sich mü jenen verbunden sähst, dt« ihr Heben für bi« Gemeinschaft dergaben daß die deusicben ZtudeMen bie heute leider in vielen Kreisen sich brcitmadienb« Ansicht verurteilen, nach der jeder sich
— Tageskalender für Samstag: Böckeroerbandstag und -QubUäumsfeier: 8 Uhr Kom- mer» im Eafe Leib — Volkshochschule, 8 llhr Hörsaal 2, Erdgeschoß der Universität links. — Verein „Fröhlichkeit" Gießen, 8.30 Ubr außerordentlich« Generalversammlung im Bereinsheirn. — ®Dxl. Monatsversammlung 8.30 Hhr im Hotel Hopseld. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Feme". — Astoria- Lichtspiele: „Jjarnj Piel in fallchem Verdacht".
— Tageskalender für Sonntag: 9. Bäcker-Derbandstag de» Zweigvereins Helsen: 8.30 llhr morgens im TafS Leib. — Jubiläumsfeier des V. f B 08. 11.30 Hhr: Waldsportplatz bes v.f.B., anschlietzenb Fubiläumsspiel. — 50jähr. Jubiläum der Pilgermissionsarbeit in Hessen in der Dolkshalle. Versammlungen um 10.30, 14 unb 20 Hhr. Deutscher Bund für christtich evanaellsche Erziehung in Hau» unb Schule, abend» 9 Hhr im Iohannessaal: Vortrag von Bundesdirektor Winkler (Frankurt a. d. O.) über „Sin Geheimnis der Men chen und Kindesfeele und unser Dienst". — Licht pielhau»,vahnhofsrraße: „Feme" — Astoria- Licht piele: ,^)arry Piel in falschem verdacht".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: 3n der am Dienstag. 12. Juni, stattsindenden Aufführung von .Sttef- mama" führt Julius Ba st 6 zum erften Mal Regie Das Bühnenbild ist von Karl Cöff- I e r entworfen und ausgeführt.
— Die Bortraas-Bereinigung hat, wie man uns rmtteut, den Erfinder des Raketenautos. den Astronomen und ehemaligen österreichischen Fliegervffizier Was Bali er, zu einem Lichtbildervortrag über das Thema I .Vom Raletenauto zum Weltraumschiff" gewin- | nen können. Dor einigen Wochen ging durch die Zeitungen die Meldung von dem glücklichen Start des ersten RaketenautoS auf der Opelbahn bei Rüsfelsheim, der dann vor kurzem atf der AruSbahn in Bersin vor der Rrichsrsgierung unb der Preffe wiederholt wurde, ebenfalls mit großem Erfolg und Beifall. Damit ist der erste praktische Schritt zur Durchführung des giqan- rischen Planes gelungen. Rur kurze Zeit ist cS her. daß man den Gedanken an die Sort« bewegung ran Fahrzeugen durch Raketenkraft als hirnverbranntes Phantasiegebilde verstiegener Utopisten abtat. während gletchtzeittg im ötillen unbeirrt an den Vorbereitungen gearbeitet wurde 3a unbeugsamen Wagemut und fester Gntfchlof'enheit brachte Ma» Valter — nachdem sich Periönsichkeiten wie Fritz von Opel, der Flieger Übet. Geheimrat Schütte und andere für feine Pläne einsetzten und feine 2sis' arbeitet wurden — den Beweis der Richtigkeit seiner Berechnunaen in dem Raketenautv. dem ersten Dorläuser des Weltraumschiffes, mit dem brr Vorstoß in den Wettenraum unternommen werden soll. GS ist somit eine sehr interessante Beransta'. rung xu erwarten, die Gelegenheit gibt, periönlich durch den Erfinder, an Hand von zahlreichen Lichtbildern, in feine Pläne und seine Bersuchsarbeiten eingeführi zu werden. (Räheres siehe heutige Anzeige/.
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- Stempel- und Gebührenfreiheil bei staatlichenArbcitgeberdarlehen. Durch Beschtuß des hessischen Geiamttmnisteriums
MV bet fraMof*^
Oman* p*nrrn. — 1836: brr Pdpstker Anbrs Mar,« Ümpbre in Marseille gestorben: — 186t: brr Äaltr unb Architekt Heinrich Schultze- ?iaumburfl in Raum burfl aeboren. - 1fl4: Gründung der vnivrrsi'at Frankfurt a. M
Taten für Montag, 11. 3»*i.
Sonnenaufgang 3 44 Ubr, Sonnenuntergang 20 15 Ubr. - «onbaufaang UJ5 Ubr, Monhuntrrgong 1145 Ubr
1M7 brr Seefahrer 2atzn Franklin auf «mer Polarexpedilion gestorben: — 1"64: der Komponist Richard Strauß in München geboren. — 1921: ber Geograph Wilhelm Sievers in Gießen gestorben.
Vas „IBdttounher* vor Gericht
LPD »l-Rahi. das .Weltwunder", hatte .feinen" Finanzier gefunden El-Rah' wollte lich sechs läge lebendig begraben lassen ohne Schaden an ter Gesundheit zu leiden. 3n einen Sarg wollte er sich legen und in eine Gruft versenken lassen. Das Publikum sollte durch einen eingebauten Lichifchacht die Kontrolle darüber haben, daß Gl-Aahi die ganze Zeit über im Grab« verweilen würde. Die Stadt Gieß en wurde als Vorstellungsort gewählt Vertraglich hatte der Deldmatm sich । verpflichtet, für die Saalmiete, die Heizung. I Licht und für bie gesamt« Reklame a^ulomnnn Sein Verdienst lag in einer prozentualen Beteiligung am Rerngewmn. Sl-Rahi war zur Stelle. Auch Publikum erschien. Rur di« .gelabc- nen llniverfitätsprofelforen" blieben aus Sine Stunde irct der Stnarabung mußte SI-Rahi lest- stellen, daß R.. der Finanzier, vertrag« - brüchig geworden war. Der Sarg war an- eesertigt, es fehlte aber das Geld, chn etnzu- lösen Auch andere geldliche Verpflichtungen waren nicht erfüllt Da trat S I-R a h i von dem Vertrage zurück und lieh sich nicht begraben. Das Geschäft wurde Essig. Dafür trat El-Rah» ober in Offenbach an di« Oefsent- sichkrit. Dort stand er jetzt vor Gericht, weil ihm R den Prozeß gemacht hatte. .Profesior Aanr- holi" bescheinigte, dah Sl-Rahi 47 Stunden. 33 Minuten lebendig begraben war und wohlbehalten wieder aus dem Grabe stieg El-Rahis Geschäftsgeheimnis beruht nur aus Energie. Don .Original-Indern", die er bei Hagcnbrck kennen- gelernt hatte, hat er seine Kunst abgcguckt. Als Betrüger ober wollte er sich nicht bezeichnen lassen. Er ift fest von seiner .Kunst' überzeugtt Das Gericht konnte auch nicht feststellen, daß E l - R o h i (mit bürgerlichem Ramen Josef Pröber) falsche Vorspiegelungen machte, um R. zu dem DertragSabichlutz zu bewegen. Das Gericht sprach ihn mangels Schuld frei.
^.ctzencr Wochenmarktprcise.
GS kosteten auf dem heutigen Wochen markt Butter 160 bis 180. Maite 30 bis 35. Käse (10 Stück, 60 bis 140. Wirsing 25. gelbe Rüben 18 bis 45. rote Rüben 10, Spinat 15 bis 25. Römischkohl 20. Spargel 70 bis 120- Unter- Kohlrabi 8. Grbsen 60. Tomaten 80 biS 120, Zwiebeln 20, Meerrettich 100, Rhabarber 20. Kartoffeln 5 bi» 6. Aepfel 20 bis 50. Kirfchen 70 bis 80. Stachelbeeren 40. Erdbeeren 120 bis 150. Honig 45. jungt Hähne 100 bis 130. Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: 11 bis 12. Tauben 70 bis 80, Blumenkohl 70 bis ISO. Salat 8 biS 15, Salatgurken 50 bis 90, Ober-Kohlrabi 20 bis 30, Rettich 20 bis 30 P. das Stück: Radieschen Dd. 10 bis 15 Pf.
Voruotizen.


