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Linden fand sich rasch zusammen und konnte bereits in der zweiten Minute durch Elfmeter in Führung gehen. Kurz darauf fiel nach schöner Zusammen« arbeit das zweite Tor durch den Halblinken. Bis zur Pause konnte Großen-Linden noch zweimal er­folgreich sein, während es Gießen nur gelang, das Ehrentor zu erzielen. Nach der Pause kam Gießen etwas auf. Bis zum Schluß konnte Großen-Linden noch ein weiteres Tor erzielen, während sämtliche Angriffe Gießens an der Verteidigung Großen- Lindens zerschellten, oder eine sichere Beute des Torwächters wurden.

Wieseck JugendTrat- Jugend.

Nach schönem Spiel konnte Wieseck die körper­lich stärkere Mannschaft des Plahbesitzers mit 2:1 schlagen.

Am die DundeSmeisierfchaft.

3m Spiel um die Dundesmeisterschaft standen sich im Grunewald-Stadion in Berlin Sport­verein Adler 08-Berlin und A.6.B. Westend-Frankfurt a. M. gegenüber. In der ersten Minute schon lag Frankfurt in Füh­rung. In der 11. Minute erst gelang es Berlin, auszugleichen. Nicht lange währte es, und Frankfurt übernahm abermals die Führung, dem Berlin nach 30 Minuten abermals den Aus­gleich entgegen'etzte. Berlin blieb jetzt mehr in Form und erzielte sein drittes Tor. Doch bis Halbzeit hatte Frankfurt abermals den Aus­gleich hergestellt. Nach Seitenwechsel verteiltes Feldspiel. Westend war jetzt mehr am Ball und konnte in der 11. Minute übermals in Führung gehen. Ieht kam Berlin wieder in Form, und in der 20. Minute schuf es abermals den Ausgleich. In der 28. Minute erhielt Frank­furt einen hohen Ball aufs Tor, der dem Tor­wart entglitt und vom nachsetzenden Stürmer Berlins eingedrückt wurde. Noch einmal spannte Frankfurt alle Kräfte an. doch blieb ihm ein Erfolg versagt. So konnte Adler 08 als glück­licher Sieger den Platz verlassen.

Kreistag.

In Frankfurt tagte am Sonntag der ordent­liche Kreistag des 9. Kreises.

Der Geschäftsbericht zeigt in der Mit­gliederbewegung eine starke Zunahme der Iu- gendlichen und somit der aktiven Mitgliedschaft. Der Kreis zählt heute ohne die Meldung von noch 35 ausstehenden Vereinen über 30 000 Mit­glieder. Der Kassenbericht wies einen guten Stand der Kasse auf. Der technische Bericht zeigt eine starke Entwicklung des ganzen Be­triebes aus neuzeitlicher Grundlage. Ganz be­sonders die Kreisschule fand eingehende Be­leuchtung. In der Aussprache beschäftigte man sich hauptsächlich mit technischen Angelegenheiten, während die geschäftliche Seite gutgeheißen wurde.

Die Satzungsänderung fand nach klei­nen Aenderungen einstimmige Annahme.

Das Referat des Bundesvertreters Kreuzburg befaßte sich mit den Aufgaben des Bundestages. In längeren Ausführungen streifte er alle strittigen Fragen. Ganz besonders die Spartenfrage und die Satzungen wurden näher beleuchtet. Kreisvertreter Bauer gab im Anschluß an dieses Referat den Standpunkt des 9. Kreises zu diesen Fragen.

Mit den Wahlen, die die Wiederwahl deS alten Kreisvorstandes, ausgenommen des tech­nischen Obmanns ergaben zu letzterem wurde Zuber- Oberursel gewählt fand der Kreis­tag fein Ende.

Gießener Tennisklub 1922 e. V. dv 2. Mannsch. kornb. Marburger r Tennisklub 1. Mannsch. 7:10.

Am Sonntag eröffnete der Gießener Tennis- 'fhib 1922 e. V. die Serie seiner diesjährigen Klubwettlämpfe. Er war bei den benachbarten Marburgern zu Gast.

Die Herren, in der bekannten Aufstellung des Vorjahres mit Kirchner, Roll, Dr. Fi­scher, Hamann, Dr Dchopper, Dr. Dönges fertigten in ihren Konkurrenzen Mar­burg überlegen mit 6:3 ab: im Herren-Einzel ging nur das Spitzenspiel Kirchner Has­se n p f l u g nach hartnäckigstem Kampf 2:6, 12:14 verloren, alle anderen wurden gewonnen: er­wähnenswert ferner der schöne Sieg der Gieße­ner Kombination RollDr. Fischer gegen Dohnstedt-Prof. R ü t e.

Dei den Damen spielte die Gießener zweite Besetzung gegen die Marburger erste: trotzdem gaben sich die meisten Gießener Damen erst nach 3 Sätzen geschlagen. Frl. Berg gewann sogar legen ihre Gegnerin. Auch die Mixed-Spiele be­tritt eine Gießener zweite Mannschaft gegen die tarnte Marburger erste. Unter diesen Umftän- tänben das Gesamtresultat also mehr als ehren- voll!

AOAC-Opelbahrn-ennen.

Am Sonntag veranstaltete der ADAC sein diesjähriges Motorradrennen auf der Opelbahn bei Rüsselsheim. Der gebo­tene Sport war nur erstklassig. Der Mann des Tages war der bekannte deutsche Bahnfahrer Soenius (Köln), der aus den beiden von ihm belegten Rennen als Sieger hervorging. Leider gab es auch zwei Stürze bzw. Zusammenstöße, die jedoch bei weitem nicht so gefährlich waren, wie sie aussahen. Die Fahrer tarnen mit heiler Haut davon, während zwei Maschinen vollständig zertrümmert wurden. In der Pause gab es noch eine Sensation: ein Opelwagen fuhr zum Erstaunen der Zuschauer drahtlos ge­steuert zweimal um die weite Bahn. Nachstehend die Ergebnisse:

Rennen Nr. 1, nicht über 175 cem, 12 Bahn­runden = 18 km: 1. Gaiß , Pforzheim, (DKW) 10:29,4: 2. Henkelmann, Wanne, (DKW) 10:31.4; 3. Steinweg. Münster, (DKW) 11:01: Gais, der von vorneherein die Führung hatte, fuhr in diesem Rennen eine Durchschnittsgeschwindig­keit von 102,96 km.

Rennen N r. 2, nicht über 250 ccm, 22,5 km: 1. Winkler, Chemnitz, ,DKW) 12:17; 2. Wei­demann, Hannover, (Avis Geier) 12:37,3; 3. Ver­lach, Weil im Dors, (Standard) 12:41,4. Gerlach, der die Führung an sich gerissen hatte, fiel gegen Schluß des Rennens infolge Motordesektes zu­rück und mußte sich daher mit dem dritten Platz begnügen. Die erzielte Durchschnittsgeschwindig­keit beträgt 109,95 km.

Rennen N r. 3, nicht über 350 ccm, 45 km: 1. Almen, Düsseldorf, (Belocette) 22:40,2; 2. Hiller, Feuerbach. (Montgommerh) 22:40,3; 3. Paetzold, Köln, (Sunbeam) 22:44,4. Die drei Fahrer bildeten sofort nach dem Start die Spitzengruppe, in der sie sich wechselseitig um den ersten Platz stritten. Ein interessanter Kampf, der mit dem Siege Allmend endete. Der Durch­schnitt betrug 119,08 km.

Rennen Nr. 4, nicht über 500ccm, 45 km: 1. Soenius, Köln, (BMW) 21:01,2; 2. Kratz, Ober-Ohmen, (Ardie Sport) 21:17,4; 4. Steg­mann, Niederölsnih, (DKW) 21:28,2. Dieses Rennen gestaltete sich zu einem wahren Zwei­kampf zwischen Soenius (BMW) und Steg­mann (DKW), aus dem jedoch Soenius nach hartem Kamps als Sieger hervorging. Steg- manns Maschine lieft kurz vor Schluß nach, und er mußte sich mit dem dritten Platz begnügen. Soenius fuhr in diesem Rennen die schnellste Zeit des Tages mit 128,45 km Durchschnitt.

Rennen Nr. 5, nicht über 500ccm, 45km: 1. Soenius, Köln, (BMW) 22:03; 2. Messer- schrnidt, (Stuttgart, (BMW) 22:12,3; 3. Klein, Frankfurt a. OK., (DKW Kompr.) 22:30,2. Auch aus diesem Rennen ging Soenius, Köln, nach hartem Kamps als Sieger hervor. Die Durch­schnittsgeschwindigkeit betrug 122,8 km.

Rennen Nr. 6, nicht über 600ccm. mit Seitenwagen, 18 km: 1. Alb. Munk, Offenbach am Main, (BMW) 10:40,2; 2. Trapp. Darm­stadt, (Viktoria) 10:40,4; 3. Paetzold, Köln, (Sunbeam) 10:41,3. Dieses Rennen wurde unter Protest Paetzolds beendet, der sich von einem seiner Gegner behindert glaubte, so daß er beim Ausweichen die Amzäunung der Bahn kurz streifte. Nachdem das Rennen schon beendet war, gerieten die beiden Fahrer Munk und Trapp in eine gefährliche Lage. Die beiden Fahrzeuge stießen in voller Fahrt aneinander und überschlugen sich mehrere Male. Während die beiden Maschinen in Trümmer gingen, blie­ben die Fahrer wie durch ein Wunder unverletzt. Heber den Protest war bei Schluß des Rennens noch nicht entschieden.

Rennen Nr. 7, nicht über 1000ccm, mit Seitenwagen, 22,5km: 1. Kürten, Düsseldorf (Tomax Iap) 12:30,2; 2. Döbler, Stuttgart, (Ardie) 13:04; 3. Iacob, Fürth, (Viktoria) 13:48,1.

In der anläßlich des ADAC-Opelbahnrennens veranstalteten ADAC-Gefchwaderfahrt errang sich der Automobil-Club Bad Homburg v. d. H. (ADAC) den ersten Preis. Der zweite Preis wurde dem Motorradfahrer-Verein Frank­furt a. M. und der dritte Preis dem Motor­sportclub Worms zugesprochen.

Kegelsport.

Am Sonntag fand in W i e s e ck das Kegeln um den Wanderpreis des Kegelbundes Lahn- Duseckertal statt. Don den 11 Mitbewerbern erhielt der KegelklubAlle Oke u ne Wieseck mit 274 Holz den Wanderpreis für 1928. Der nächste Verein erhielt nur 242 Holz, während der seitherige Inhaber des Wander­preises der KegelklubGut Holz" Wieseck nur 180 Holz erhielt. Geworfen wurden von je 5 Mann je 10 Kugeln, zusammen 50 Kugeln auf den Verein.

Wirtschaft.

Oie neuen Kohlenpreise.

Das rheinisch-westfälische Kohlensyndikat hat die neue Preisliste für Ruhrlohle veröffentlicht, wie sie auf Grund der Beschlüsse des Reichs- kohleurates zustande gekommen ist, der dem Eyn- dilat in der Festsetzung des Preises für die ein­zelnen Sorten zwar freie Hand gelassen, aber dabei zur Bedingung gemacht frat, daß der Mehrerlös eine Mark pro Tonne im Durchschnitt nicht übersteigen darf. Trotzdem weisen verschiedene Sorten erheblich höhere Stei­gerungen au*. Die Arsache hierfür ist in der englischen Konkurrenz zu suchen, die mit niedrigsten Preisen operiert und sich eifrig be­müht, die Absatzgebiete der Ruhrkohle an sich zu reißen. Infolgedessen muß sich der Ruhr­bergbau in Belgien, Frankreich. Italien. Däne­mark, Schweden, Norwegen und einem guten Teil des Reichsgebietes mit den niedrigen Prei­sen absinden, die die Engländer vorschreiben, will er nicht -usehen, wie olles englische statt Ruhrkohle kauft. Daraus ergibt sich, daß von vornherein mindestens zwei Drittel des Absatzes von der Kohlenpreis­erhöhung gar nicht betroffen werden. Es bleibt lediglich das letzte Drittel übrig, dessen Preise sich so gestalten mußten, um die durch­schnittliche Erhöhung von einer Mark pro Tonne zu erzielen, damit wenigstens die neuen Lohn­lasten einigermaßen abgegolten werden können. Ob aber auch dort, wo die englische Kohle noch nicht aufgetaucht ist, mit diesen Preisen, wie sie jetzt zustande gekommen find, praktisch gearbeitet werden kann, bleibt abzuwarten. Zunächst laufen alle vor der Kohlenpreiserhöhung abgeschlosse­nen Lieferungsverträge. Sie können nicht einfach gelöst werden. Dadurch wird das Inkrafttreten der hinaufgesetzten Preise auf einen v eifach noch in weiter Feme liegenden Zeitpunkt verschoben. Die Verlustwirtschaft wird also fortgesetzt, da auch die Verträge in den bestrittenen Gebieten erfüllt werden müssen. Zu beachten bleibt ferner, daß durch die Kohlen­preiserhöhungen unbestrittene Gebiete in den Be­reich der englischen Konkurrenz rücken, die heftig daran arbeitet, ihre Selbstkosten zu senken, um die auf diese Weise erzielten finanziellen Vorteile im Kampfe gegen die deutsche Kohle in die Waag­schale werfen zu können. Also auch in diesem Falle werden die Höchstpreise entweder gar nicht, oder nur sehr vorsichtig zur Anwendung ge­langen können. Schließlich sind Koks und Briketts, um eine Belastung der Eisenindustrie und dec kleinen Verbraucher zu vermeiden, unberücksichtigt geblieben, so daß es fraglich bleibt, ob die Summen, die auf Grund der Preiserhöhung als mutmaßliche Meh.e nnahme herausgerechnet wur­den, nun auch wirklich in die Kassen des Ruhr­bergbaues hineinfließen. Das ganze Gebäude der Preiserhöhung steht auf zu wackeligen Füßen, um die neue Preistabelle zur Grundlage von irgendwelchen Rentabilitätsberechnungen siir den Ruhrbergbau machen zu können.

* Kaliwerke Aschersleben. Die General- Versammlung genehmigte die Verteilung einer Di- vidende von 10 Prozent, lieber bas Geschäft im laufenden Jahre bemerkte die Verwaltung, daß sich der Absak an Kalisalzen recht zufriedenstellend angelassen habe.

* A.«G. Consolidierte Alkaliwerke Westeregeln. Die Generalversammlung fetzte die Dividende auf 10 Prozent fest. Der Aussichts- ratsvorsitzende verwies auf die Ausführungen in der Generalversammlung in Aschersleben und führte weiter aus, daß sich an der Beschäftigung der Ge­sellschaft nichts geändert habe.

* Kaliwerke Salzdetfurth, A. - G. Die General-Versammlung beschloß die Verteilung einer Dividende von 15 Prozent. Der Aufsichtsratsvor­sitzende bemerkte, daß die Entwicklung außerordent- lich günstig sei; allerdings könnten infolge der Be- schränkung in den Quoten die Betriebe nicht voll ausgenutzt werden. Auch bei dieser Gesellschaft sei der Status sehr flüssig, doch stamme ein Teil der Mittel aus der Kalianlcihe und könne zu Aus­schüttungen nicht verwendet werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., Tendenz: uneinheitlich. Im Anschluß an die festere Abendbörse war die Hal- tung zu Beginn der heut.gen Börse weiter freund­lich, doch machte sich bald eine größere Unsi- ch e r h e i t bemerkbar, da die Spekulation größere Abgaben vornahm, infolge der be- vorstehenden Medioliquidation. Das an den Markt kommende Material wurde verschiedentlich nur mit Schwierigkeiten ausgenommen, und die K u r s g e st a l tu n g war daher nicht einheitlich. Das Geschäft konnte kein froheres Ausmaß annehmen, nur für Spezialwerte bestand auf weitere grö­

ßere Käufe des Auslandes Intereste, fo daß hier große Kursbesterungen zu verzeichnen waren und das Geschäft auch zeitweise ein lebhafteres Aus­maß annahm Der weiter etwas leichtere Geldmarkt gab der Börse eine gewiße Anre­gung. An der Spitze der bevorzugten Werte stan­den Autoaktien. Hier gaben die Gerüchte über eine Fusion der Automobilfirmen dem Markte eine starke Stütze, so daß das Geschäft hier oft einen ftürmifdjen Umfang annahm, doch gaben die Kurse auf Gewinnsicherungen im Ver­laufe wieder etwas nach Don Montanwerken waren Salzdetfurth auf die optimistischen Ausfüh­rungen auf der Generalversammlung lebhaft gehan­delt und 4 o. Sy gebessert Auch Ille Bergbau konn­ten 1 v. H. anziehen Dagegen gaben Gelsenkirchen 1,75, Mansfelder 2,75, Rheinstahl 2,5 und Mannes­mann 1,25 v. H. bei größerem Angebot nach. Am Bankenmarkt waren Reichsbank 2,75 v. H. gebessert, während die übrigen Werte dieses Mark- tes bis zu 2 v. H. einbüßten. I. - G. - F a r b e n , die in den letzten Tagen lebhafteres Geschäft hatten, waren heule wieder stark angeboten und 3,75 vom H. schwächer. 6 l e M r o ro c r t e*mtrrtn ver . nachlässig! Siemens verloren 4, Licht 8c Kraft 2,60, AEG. 2,5 v. H. Am Kalimarkt lagen Aschersleben mit minus 3,5 o H. stark vernachläs- figt. Am Rentenmarkk waren Anleihen f ü p Neubesitz bei etwas schwächerem Kurse weiter, wenn auch nur in kleinerem Umfange, begehrt. Ausländer still Irn Freiverkehr waren von amerikanischen Werten Victor Talking mit ca. 104 lebhafter gehandelt. Im weiteren Verlaufe wurde die-Stimmung freundlicher. Die S p e k u l o t i o n nahm größere Deckungen vor. Lebhafter gehan­delt waren jetzt I.-G.-Farben, die 2,25 v. H., und Siemens, die bis 4 d. Sy anziehen konnten. Im Ein- klang damit zogen die übrigen Werte auch etwas an. Von Banken waren Danatdank auf amerikanische Käufe mit plus 6 v. Sy lebhafter gehandelt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 o. Sy weiter etwas leichter. Am Devisenmarkt liegt die Mark weiter fest. Man nenr t Reichsmark gegen Dollar 4,1800, gegen Pfund 20,392, London gegen Kabel 4,8798, Paris 124 02, Madrid 29,9750, Mai­land 92,60, Holland 12,0975.

Merline Börse.

Berlin, 9. Mai. Roch vorbörslich hatte es fo ausgesehen, als ob die Tendenz, von Spezialwerten ausgehend, fester werden würde. Zum offiziellen Beginn machte sich aber ftärferes Angebot seitens der Spekulation und einiger klei­nerer Firmen bemerkbar, das anscheinend mit Pro­longationsschwierigkeiten in Zusammenhang zu bringen ist Der Reportgeldsatz ist unverändert ge­blieben, doch schienen die Banken das Bestreben zu haben, die Kontingente zu verkleinern. Orders lagen zu den ersten Kursen nur in kleinem Umfange vor. Das Ausland zeigte auch nur für wenige Spe­zi a l w e r t e Interesse. Kunstseidewerte konnten 9, refp. 11 d. Sy gewinnen. Polyphon laaen 8,5 v H., Adlerwerke 5, Stolberger Zink 7,75, Reichsbank 3, Sarotti 3 und Rheinische Braunkohlen 3,75 v. H. höher. Dagegen lagen Elektrowerte 3 bis 4 vorn Hundert schwächer Lahmeyer minus 5,75 v H. Spritwerte auch angeboten, minus 3 bis 4 v H. Auch sonst war die Kursentwickelung nicht einheit­lich. Anleihen schwächer. Ablösiingslchuld ner- loren 0,5 v. Sy Ausländer ruhig, aber nicht einheitlich 13er Rumänen vlus 0,5 v. H. Pfandbriefe verhältnismäßig still Roggen- Pfandbriefe eher fester. Am Geldmarkt nannte man folgende Sätze: Tagesgeld lehr leicht, 6 bis 8 p Sy und darunter, angeboten: Monat^geld 7,25 bis 8 5 v. H Warenwechsel 6.75 bis 7 vH ca. Auch im Verlaufe fetzte sich die Abgabeneigung der Börse eher fort. Die Kurse gingen nvt wenigen Ausnahmen um 1 bis 4 v H zurück. Danatbank lagen fest auf amerikanische Käufe Sie fonnkn Im Verlaufe ca 6 v. H. gewinnen. Auch Schiff­fahrtswerte waren lebhafter verlangt und bis 1 v. H. höher. A u t n m e r t e hatten auf die Trans- aktivnsgerüchte lebhafteres Geschäft. Don Spezial- werten ausgehend wurde es meist wieder etwas fester, ohne daß die Anfangskurle roe^er erreicht werden konnten. Polyphon und Waldhof lagen ca. 3 v. S). unter Anfang.

Frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a.M.. 9. Mai. Der Frank­furter Prodi'ktenmarkt verkehrte in ruhiger Hal­tung. Da keine Anregungen Vorlagen, tonnte sich daS Geschäft nur in engem Rahmen be­wegen. Futtermittel waren weiter, wenn auch nur in geringem Maße, verlangt Es wurden notiert: Wei^n 1. gut. ge'und, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 27: Roggen 28,75 bis 29; Hafer. Inländischer 27 75 bis 28.25: Mais (gelb) für Fvtterzwecke 25: Mais (gelb) für andere Zwecke 25; We zenrnchl. süddeutsches Spe­zial 0 38 75 bis 40: Roggenmehl 39.75 bis 41: Weizenkleie 15.75 b's 16; Roggenkleie 17,50 bis 17,75. Tendenz: ruhig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angelührlen Zistem geben die Höhe der zuleNi beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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