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tourt* all feint persönliche Anschauung hftu- gugerügt: Derrn auch bas 3ul einer hinrei­chend starken Reichsgewalt in fe ner Welke beeintrd4:tflt werden dürfe, so komme es doch darauf an geschichtlich Geworbenes nlchl-u zerstören Vielmehr werbe nach aller Möglichkeit aus den bestehenden Grundlagen weiter aufaebaut werden müssen ®r sehe keinerlei Anlaß das Eigen­leben der dem Deutschen Reiche e,i gegliedenen Länder in l^raae zu heilen, wo bat Bewußtsein solche > Eigenlebens vorhanden ist. und die Kraft es zu verwirklichen. Wohl aber sehe er die Äemaufgabe jeder Erneuerung des Reiches darin, bas anorganische und bte Staarskra't lahmlegende Rebeneinander der Zentralgewalten des Reiche- und Preußens durch eine andere Gestaltung zu Überwinden. Die von Dr Luther befarmtaegcbenc Absicht, in diesem Sinne die Bundesaroeit zu leiten, fand einhellige und lebhafte Zustimmung.

Das Echo der Berliner presse.

Berlin. 7. 3an. Die Gründung des Bundes xur Erneuerung des Reiches, unter dem Dorsitz des Reichskanzlers a. D Dr. Luther findet In der Presse eine abwartende, wenn auch nicht unsympathische Aufnahme. So heißt eS in der Deutschen Tageszeitung" dem Organ des Reichslanvbundes Wir zweifeln nicht an dem guten Willen allerBeteiligten, für Staat und Volk das beste herauszuholen, und sind sicher, daß er in dieser Ziel'ehung auf die Zustimmung aller derer wird rechnen können, die in der Behebung offensichtlicher Mißstände und llnyulängltchkeiten in der organischen Entwicklung einer in der Stunde Der Rot geschaffenen und daher not­wendig mit starken Mangeln behafteten Der- fassung eine dringliche Pflicht anerkennen. 3n der konservativen .K r eu z zei t u n g". in der bas abwartende Moment besonder- deutlich in Erscheinung tritt, hecht es: Die deutschnatio­nale Parteileitung dürfte im Lause deS Januar von sich aus zu dieser Reugründung Stellung nehmen. Sie wird au prüfen haben, inwieweit die Bestrebungen des Bundes mit ihrem Programm für Verfassung-- und DerwaltungLreform in Einklang zu bringen sind. Die .D A Z" weist daraus hin, daß die Lifte der Unterzeichner Ra men aus allen Parteilagern ent­hält. von denen man voraussehen könne, daß sie über die Frage der Reichsrekorm sehr ver­schieden denken. Um so merkenswerter sei der in Deutschland u»i gewohnte Dor- gang. daß Leute her verschiedensten An schau- u n gen sich zusammensinden. um in prak­tischer Arbeit den Weg zu gemeinsamer Lbsuna einer lebenswichtigen Frage zu finden. 3n Der volk-parteilich orientierten .Täal. Rundschau" wird au-gesübrt: Wie ein Blick auf die Unterschriften lehrt, gaben die Männer, die sich zu dem Ausruf bekennen, lediglich al- Persönlichkeiten unterzeichnet. Dadurch soll, wie in einer Konferenz des Bundes bargelcgt wurde, zum Ausdruck kommen, daß die Persönlich­keit allein In die Wagschale gelegt wird, nicht aber die Verbände, denen die betreffendem angehören oder bte Berufe, die fle vertreten. Das Berliner ZentrumSorgan. die ..Ger­mania". bedauert, daß die sehr allgemeinen Grundsätze des Bundes, die an sich nicht- Reue- darftellten. nicht näher konkretisiert worden seien, weil, wie Dr. Luther betonte, er .die Arbeit nicht von vornherein dadurch gefährden wolle, daß er sich selber zu konkret ausdrücke." Auch die demokratische .Voss. Ztg." betont, bah für die konkrete Arbeit der Bund noch nicht gerüstet sei und faat: Um so mehr finden die Männer, die in ihm leitend tätig find, zu tun. Da- große Werk kann viele Hände brauchen. Wenn sie sich zweckvoll ein- ordnen, wird man sie gern erfassen. Aehn- iich äußert sich das .B.T.": Wenn der Bund wirklich den deutschen ClnbcitSftaat anstrebt, so Mrblent er gewiß jede Unterstützung Sollte er aber etwa nur die Diskrepanz zwischen dem Reich und Dreußen zu Ungunsten Preußen- lösen wollen, dann müsse er un­politischen Gründen scharf bekämpft werden. Das christl. Gewerkichaftsblatt .Der Deut» I ch e" nennt den Bund eine in großen Linien an gerichtete Fassade, hinter der er da- Hau- zu bauen habe. Sachlicher Mitarbeit sollte man sich vorerst nicht versagen. Am wenigstens gut kommt die Reugründung im .Vorwärts" ti eg. der in der Ueberlchrist sagt .Sine Ver- e.nsmeierei mehr" und auf die Wid.riprücbe hinweist, von denen die .wortreichen" Ausfüh­rungen des ehemaligen schwarz - weiß - roten Reichskanzlers strotzten.

Die Lombardierung von Getreide.

Berlin, 9 3an. (Eigene Drahtmeldung deS G A) Entgegen der bisbengen Gcp oienheit, den Landwirten durch Beleihung ihrer Getreidevorräte die nötigen Kredit­mittel zu verschaffen ist in diesem Jahre über diese Frage seitens der Reichs bank, die dc v "ach dieser Rich ung hin die 3nitiative zu ergreifen hat. über Haupt noch nicht dis­kutiert worden. Ans diesem Grunde haben sich d e Länder, u a. PreuOcn. an die XeichSbank gewandt und um sofortige Ausnahme vnn Derhandlunaen ersucht, damit durch die Herstellung von chetreideioinbardkredilen die be- drohiiche Finanzlage in der deutschen Landwirt- scha't behoben werden kann. Die wir erfahren, ist bis jetzt noch kein Termin für diese Ver­handlungen festgesetzt worden, doch sicht au er­warten. daß die Verhandlungen in Kürze aufgenommen werden, zumal eS sich ja auch nur um einen Teil von deutschen Gebieten handelt, in denen der Lombard von Getreide zur Zeit nicht möglich ist. da es. wie uns von feiten der Re.chsbank erklärt wird, anderrrfeit» Gebiete gibt. ,n denen ein. besonder- starke Rach,rage nach Getreide vorliegt, so daß 'ich hier kaum Schwierigkeiten für eine Lombardie­rung ergeben würden.

Die Regienrng-bilbung in Danzig.

Danzig, 7 3an (WB.) Die Verhandlungen zwilchen Sozialdemokraten. Zentrum und Liberalen haben au einer Einigung und Biidung einer Regrerungskoalit on geführt. Man Hof i. daß d e Wah. der Senatoren I in einer der nächsten Sitzungen des Volkstages ftatthnben kann, lieber die '$*rlonenf.ege ist bisher noch fein Beschluß gefaßt.

Zwanzig Todesopfer der Lleberschwemmung in London.

London, S. 3an. (WTB.) Das um Mitter­nacht Aum Samstag plötzlich ausgetretene Hoch­wasser Der Themse, das an verschiedenen Stellen m't großer Gewalt die Quaimauern durchbrach und sich in die anliegenden Straßen ergoß, bat wie bereits kurz gemeldet, mehrere Opfer gefordert. 3n den Kellerwohnungen in Den Straßen nahe des Mulles wurden zahlreiche Familien im Schlafe überrascht. Diele ^er'onen flüchteten, ohne sich an^ufleiben, auf Die Straße. Polizei und Feuerwehren beteil'gten sich in aufopfernder Weise an der Rettung vieler Men'ch.n vor dem sicheren Tode. 3n Vrovesnor Road sind vier Kinder einer Fa­milie e r t ru n f en. ferner zwei Mädchen, die im Erdgeschoß eines Hau'eS m Pukney schliefen und zwei Mädchen in Hammer'mi'h. Am verhe rmß- ften wirkte die llcberfchwrmmung im Wcft- minsterbezirk und zwilchen der Laube!h- und Daurhallbrücke, wo die Zahl der Toten minde­stens 17 beträgt. DaS Wasser drang ist eine elektrische Kraftanlage ein. wodurch der UiKrQrunDbafn» und Eisenbahnbetrieb stark in MitleiDenscha't gezogen wurde. DaS Wasser, das auch vor dem Parlamen'Sgebüude die Höhe von 30 Zentimeter erreicht Halle, trat nach einer Stunde zurück und hinterließ in den Stra­ßen zahlreiche Trümmer der aus den Wohnungen weggelpülten Gegenstände. Beson­deres Mitgefühl erregen die in den Erdgeschossen im Schlaf von der Flut überraschten Personen, die trotz der Bemühungen ihrer Angehörigen und der Polizei ertranken. Zahlreiche tapfere Ret- iungsversuche wurden unternommen. 3n einem Falle tauchte ein Vater in die Flut, um eins Tur zu erreichen und so feine vier Töchter zu be­freien. Der Druck des Wasser- verhinderte ihn jedoch am Oeffnen der Tür. Alle vier Töch­ter ertranken. Die Zahl der Tode-- op fe r ist auf zwanzig gestiegen. Die Heber* schwemmungen werden al- die größten be­zeichnet, bei. man sich erinnern kann. Auch die niedrigst gelegenen Telle von Ost-London haben gelitten, jedoch sind hier keine Todesopfer zu verzeichnen.

Oie Rettungearbeften.

Ten Behörden wird nngenugendc Vorsorge vorgeworfen.

Alle Straßen in dem Gebiet, daS von der äLeoerschtoemmung bedroht ist, sind Samstag früh mit starken Lehm- und Erddämmen versehen worden. Die Bewohner wurden auf» gefordert, sich auf die Gefahr vorzubereiten.

Während des ganzen Sonntags wurden die 2Uif- räumungsarbei ten un Heberichwemmung-gebiet fortgesetzt. Hilfsorganisationen haben der betrof­fenen Bevölkerung in Zusammenarbeit mit der Heilsarmee Obdach und warme Mahlzeiten ver­schafft.

Den beteiligten Dehörd n werden die schwer­sten Dorwürfe gen ach: Sachverständiae sol­len bereits vor einigen Tagen auf die drohenden Gefahren aufmerksam gemacht haben. Es Ist nicht unwahrscheinlich, daß nach dieser Kata­strophe da- vor einigen 3ahren fallen gelassene K. d i e Themse auszubaagern und erwälle zu verstärken, nunmehr doch noch verwirklicht werden wird. Die durch die letzte lleberschwemmung angerichteten Schäden sind nicht viel geringer als die Ausführung des Projektes gekostet haben würde. 3n der Tategalerie sind zahlreiche wertvolle Zeichnung m und Aqua­relle durch die lleberschwemmung vernichtet worden. Der anqcrichtete Schaden läßt sich tm Augenblick noch nicht annähernd überleben. Al- Folge der lleberschwemmung sind zahlreiche Gas­zufuhr rohre zerstört worden, wodurch sich einige kleinere Explosionen ereignet haben. Man hofft aber, größere Störungen vermeiden zu können.

Schwere Sturmschäden in Holland.

Amsterdam, 8.3an. (TU.) Ein Südwestwind von ungeheurer Seschwmdiakeit hat am Freitag über Holland gewütet. 3m Hafen von Rotterdam und Amsterdam wurden o i e le Schiffe 1 o 9 g e r i f « f e n. Die Feuerwehr wurde andauernd wegen Hau- feri'chäden zur Hilfe gerufen. Der Sturm demolierte einen Teil der Elektrizitätswerke, wodurch die Pro- oinz Twente stundenlang ohne Strom blieb. Auch der Berfebr auf der elektrifizierten Strecke RotterdamAmsterdam erlitt durch Sturm­schäden an der Leitung aroße Verzögerung. Zwischen 1 und 10,30 Uhr abends ist em einziger Zug des sonst viertelstündigen Verkehrs au» Amsterdam hn Haog angekommen. Auf der Schelde ist ein Kohlen- dampfer gesunken. Die sieben Mann starke Be- satzung konnte sich retten. Auch das mit Kohlen Oe- laden« SchiffPoseidon" aus Antwerpen ist gc- strandet und gilt als verloren. Der Kapitän und die Bemannuna haben das Schiff verlassen. 3m Lek ist das MotorschiffWillem M" mit 43 Tonnen Eisen gesunken. 3n verschiedenen Orten mußte der Fahr­dienst eingestellt werden. Schwere Sturmschäden werden weiter gemeldet cm'» Oberschlesien, Böhmen und Ungarn.

Kunst und Wissenschaft.

Minister Dr. Gallardo Ehrendoktor der Universität Bonn.

Ter argentinische Minister deS Auswärtigen Tr. Gallardo. wurde von der llniversität Bonn feierlich zum Ehrendoktor promoviert. Rach einer Begrüßungsansprache deS Rektors. Geheimrat Meißner, würdigte der Dekan der Fakultät, Professor Konen. Die mannigfachen und freund­schaftlichen Beziehunaen der llniversität Bonn zu Argentinien und die hervorragenden Verdienste Tr. Gallardo- um die argentinische Wissenschaft auf den verschiedensten Gebieten der Biologie, die zu dem Entschluß geführt hätten, ihm durch die Ernennung zum Ehrendoktor, die höchste Aus­zeichnung der deutschen Universitäten, zu ehren, llnvcrgesfen sei auch die Tatsache, daß in den dunkelsten SchicksalSiagen unseres Volkes die argentinische Ration und ihre Regierung die edle Haltung einer freundschaftlichen Unparteilichkeit eingenommen haben.

Der Große Slaaispreis der Akademie der Künste.

Der We; bewerb um die Großen Staatspreise der Aiademie der Künste für Malerei und B.ld- bauerei ist heute entschieden worden. Der Große Staat-Preis für Malerei ist dem Maler Ernst Fritsch i Berlin) und der für Bildhauerei dem Bildhauer Dipl.-3ng. Kur: Radtke verliehen worden.

Deutsche» Tonkunstlerfest in Schwerin.

3n Schwerin wird im Mai dieses 3ahce- da- 56. deutsche Tonkünftlerseft stattfinden. Mit den Vorbereitungen zu den umfangreichen Beran« ftaltungen, die von dem Allgemeinen deut­schen Musikverein ausgchen. hak man in diesen Tagen begonnen. Da- Fest soll mit 80 Musikern und ungefähr 300 E horst immen durchgesührt werden. Die Leitung der Veran­staltungen liegt in den Händen des General- musikmeisters Professor Kähler.

Eröffnung

der 6. Jiilernotionakn Prioatrcchlskonferenz.

3m Frieden-palast im Haag wurde dce Sechste 3ntema(ionale Privat rechts ans r nz vom hollän- discheu Außenminister in Anwesenheit von Kon­ferenzteilnehmern au- 22 Ländern eröffnet. Als offizielle Derireter der deutschen Regierung nriimen an den Arbeiten der Konferenz teil: Ministerialrat im Ae ch-iust zministerum, Geh. Reg,erungsrat Dr. Folkmar. llniveriitäts- pre'ellor Dr. R e u m e y e r - Tlünch n und Ge- sandtsch..flsrat Dr. Töpke. Zum Vorsitzenden der Tagung wurde der frühere Präsident des S ündigen Znternationa'.en Gericht.h.fcs und sichi^rA Mitglied des G.-richt-Hof es. Dr. Loder

Aus aller Well.

Schwere Caroincnueiäüe im Allgäu und Vorarlberg.

Hindelang (Allgäu». 9 3an. (WTB Funk- spruch > Am Samstag unternahmen drei Herren und eine Dame eine Skitour nach bem Schatt­wald. Der Weg im Tal war schneefrei. Als die Partie an die Schneegrenze gelangt war. beabsichtigte He. die Skier unterzuschnallen. 3n dem'e.ben Augenblick ging eine Lawine nie- de r und bearub fämtliax Teilnehmer, nur em »err konnte sich retten. Die Dame und ein Herr tornicn alsbald ausgegraben werden. Der anSerr. her einzige Sohn eines Stuttgarter Hotelbe­sitzers wurde erst spater ausgegraben und gab noch leichte Lebenszeichen von iich Der Ver­letzte wurde ins H ndelanger Krankenhaus ge- beacht, wo er seinen Verletzungen er­legen ist Bei Bregenz ("Borar! Steg1 unter­nahmen drei Herren von der Ulmer Hütte

e Sfinorrie i*> M.nuten von der Hütt« ent- tsent. wurden he von einer niedergehen­

den Lawine ersaßt. Einer blieb noch außer­halb der Lawine, der zweite konnte sofort ge­rettet werden, wahrend der dritte, ein 27jah- riger Mann, noch nicht gefunden werden konnte. Eine RettungSexpedition von 50 Mann ist von Stuben aus zur Hilfe abgegangen. Die Lawine ist acht Meter tief und einige hundert Meter breit.

Wölfe auf einem polnischen Bauernhof.

3n der vergangenen Rächt hat in Drocdvwv im Wilna er Land ein Rudel Wölfe einen Bauernhof überfallen. Die Wölfe zer­rissen zwei Hofhunde, mehrere Schase und Kälber. Erst als die Rachbarn zusammenliesen gelang es mit Hacken die Bestien zu vertreiben.

Ein Zug in ein Stationsgebäude gefahren.

Bei einem auS Amsterdam kommenden Personenzug versagte bei der Einfahrt in den Bahnhof deS bekannten RordseebadeS Zand- v o o r t plötzlich daS BremSsystem. Der Zug fuhr infolgedessen mit einer Ltundenzeschwindig- keit von 35 Kilometer gegen den Prell- b o d. Dieser wurde umgerifien und die Lo­komotive kam erst in dem dahinterliegenden Stationsgebäude zum Stehen. Das Ge­bäude, die Lokomotive unö der Tender wurden schwer beschädigt, während zwei Wa­gen leichtere Beschädigungen zeigen. Der Ma­schinist wurde schwer verletzt. Eine Frau in dem Zuge wurde getötet, vier andere Per­sonen wurden leichter verletzt.

Tragischer Tod eine» Arzte».

Der praktische Arzt Dr. Mar Sohn in Ber­lin. der zu einer an KohlenofydgaSver- giftung erkrankten Frau gerufen wurde, die besinnungslos in ihrer Wohnung lag. brach, während er sich mit der Verunglückten beschäf­tigte plötzlich zusammen. Sin zweiter Arzt, der die Frau nach der nächsten Rettungsstelle trans­portieren lief), konnte bei Dr. Lohn nur noch den Tod infolge Herzschlages viel­leicht auch nach Einwirkung der Kohlenorvdgase festste!le.-. Seine Leiche wurde dem Schau- Hause übergeben.

Der JaH Kosen wieder aufgerollt.

Der Verteidiger der Wirlschasterin Reumann, dev ermordeten Breslauer Unioersitätsprofessors Rosen, die bekannllich schon zweimal unter dem Verdachte de» Doppelmorde, lange Zeit In Unter- suchungshask war und dann wieder ent­lassen werden mußte, hat von der Breslauer Staatsanwaltschaft die Mitteilung erhallen daß die Voruntersuchung gegen die Dirtschasterin Reumann wieder aufgenommen worden sei.

Unerhörte Roheit.

Gin unglaubllcher Rohe-.cSakt wurde an einer Haltestelle der Straßenbahn Danzig 6a ngf ub r verübt. Ein Direktor Da nnh o ff. der zwei iunge Damen an die Haltestelle be­gleitet hatte, wurde dort ohne jeden Anlaß von ernem etwa 22jäbr.gen Burschen tätlich an­gegriffen und unter die gerade an­kommende Straßenbahn geschleu- bert. die nicht zum Hallen gebracht werden konnte und den llnglüclllchen überiuhr Er erlitt so schwere Verietzunaen. daß er gleich nach Ein- Leerung ins Krankenhaus starb. Der Täter konnte bisher nicht ermittelt werden

Sin seltsamer Junb.

3n Edenkoben iP alzt sand em Winzer *J*"nein Wingert einen lleberzieher. Be, näherer llnteriuchuna entdeckte er In den Taschen etngewickelt 4 0 Goldstücke zu 20 Mk meh­rere Goldstücke zu 10 Mk und einige Borkriegs- OUbermünien. zusammen 1040 Mk Der ehrliche Olabet brach.* den Mantel mit dem Geldbetrag »ur Pollze-.. die le»stellte, daß der Eigen- t ürner des Mantels und des Gelbcs ein blinder ist. der sch in rtnem Ansall von Verfolgungswahn des Mantels

und des Geldes eetleMgte. Bei einer Haus­suchung wurden weitere Zwan.zig-Mar?stücke in Gold aetuaben. Der bebaucrnsweNe Mann, der zunächst ia daS hiesige Krankenhaus ein- gdiceri wurde, mußte heute in bit Heil- und Pflegeanstall in Kl ngenmünster verbracht wer­den, da er im Krankenhaus alles demo­lierte.

Oie Russen in China.

Tie Vorgänge im Äantoeer Sowjetkonsnl«

Moskau. 7 3an. (WB) Vor (einer Ab­reise nach Wladiwostok gab der Generalkon­sul der Sowjetunion in Kanton dem Schanghaier Vertreter der Sotojetrulfi chcn Xrie- graphenageniur eine Srllärung ab. in der er sich gegen Meldungen englischer Blätter über eine Teilnahme sowjetruffischer Be­amter am Kantoner Aufstand vom 11. Dezember wandte. Der wahre Sachverhall. <o führte Pochwalinski aus. ist der. daß ^as sow- jetrussjlche Konsulat von einer großen Anzahl chinesischer Soldaten überfallen und aus- aeplündert wurde. Die im Konsulatsge­bäude anwesenden Personen wurden von den Soldaten abgeführt. 3n Kanton befanden sich außer dem Generalkonsul lediglich fünf An- gehörige der Sowjetunion männlichen Geschlechts. Alle fünf wurden getötet. Erft nach ihrer Ermordung haben intereffiertc Kreise die Ver­sion verbreitet, daß Beamte der Sowjetunion an dem Ausstand in Kanton teil genommen hätten.

Oer Znedenspakt.

Briand nimmt Selioggtz Vorschläge an. Um die Definition detz ..Angreifer»-.

Paris, 7. 3an. (WB.) 3n dem Antwort­schreiben. da- Briand durch den französischen Botschafter in Washington Slaatssekretär Kel­logg hat überreichen lassen, wird nach ausführ­licher Rekapitulation der Gegenvorschläge Kel­logg» erflärt: Die Regierung der französisch«» Republik hat die günstige Aufnahme hoch ge­würdigt, die die Regierung der Vereinigten Staaten dem Vorschlag Brrands bereitet hat Die französische Regierung ist der Ansicht, daß die von Eurer Srzettenz angeregte Prozedur, wenn man ihr in einer der össentlichen Mei­nung und dem Volksempfinden der verschiedenen Rationen entsprechenden Weise folgt, sehr wohl al» geeignet erscheint, den An- sichten der französischen Regierung Genüge zu leisten. ES wäre mithin gut. schon jetzt diesen Charakter zu wahren durch llnterzeich- nung des Paktes durch Frankreich und die Vereinigten Staaten IchBin ermächtigt, 3hnen bekanntzugeben, daß die Re­gierung der französischen Republik geneigt ist. sich der Regierung der Vereinigten Staaten an- zuschließen. um allen Rationen einen Pakt vorzuschlagen, der schon jetzt von Frankreich und den Vereinigten Staaten unterzeichnet würde und nach dessen Bestimmungen die hohen ver­tragschließenden Teile sich jeden Angriffs­krieg versagen und erklären, daß für die Regelung der Konflikte, gleichviel, welcher Art sie find, die zwischen ihnen entstehen sollten, sie alle Friedensmittel anwenden werden. Die hohen vertragschließenden Teile

Oie Wetterlage.

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Sonntag, den 8 Can f928 dhytrrn

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Wettervoraussage.

Das Rordmeertief hat sich ostwärts nx .kr- betoegt und M.tteleuropa w eder R.ederschläge gebrach?. Die in seiner Beglellung folgenden kühleren LustmaNen brachten bereits die Tem­peraturen wieder »um Rückgang Sie lagen in West« und Mitteldeutschland heute morgen dis äu 5 Grad liefet als am Vortage, jedoch, mit Ausnahme bet Berge, allenthalben noch über Hüll. 3m Westen setzt erneuter Lulldruckfall ein. bet darauf bmbeukt. daß sich eine weitere Druck- hörung nähert, infolgedessen büritr der Wit- terungscharakter der vergangenen Tage zunächst wenig Aenderunq eriah^n.

Wettervorhersage für Dienstag: Meist wolkig bis bedeckt, zunächst wieder etwas m^5T mlt einzelnen Regenfällen.

Witterungsaussichten für Mitt- 6>,° Veränderliches Wetter, kühler, veretn- zrit Regenschauer.

Lufttemperaturen am 8 Januar, mittag» 7 7 Grad GTelfiu», abend» 3^5 Grad ddfiu»; am 9. Januar: morgen» 3,2 Grad Eelsiu» Maximum 8,4 Grad ffefftus. Minimum 1,7 Grad Telsiu» Erdtempera­turen in 10 .zentimeter liefe am 8. 3anuar abend» ^1 Oroo Ecisius. am 9 Januar: morgen»04 ?rad - Millimeter

conneeidHinbauet: eine halbe Stunde.