Schafen und 5830 Schweinen. Verglichen mit Lsm Auftrieb der vergangenen Woche waren 66 Rinder, 30 Kälber, 300 Schafe und 600 Schweine mehr zum Verkauf gestellt.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 53-57, II 48-52. B 42-47, Dullen A 47—50, B 42—46, Kühr A 42—46, b 35—41, C 30-34, D 22—29, Färsen A 54-58, B 48—53, C 42—47, Kälber B 67-72, C 62—66, D 54—62, Schafe A 46—51, B 42—45, C 33-41. Schweine B 76—78, C 76—79, D 75—78. 3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche waren Rinder bis eine Mark teurer. Kälber zogen bis 6 Mark, Schafe bis 2 Marl, Schweine bis zu einer Mark an.
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* D i e amtliche Großhandelsindex- Ziffer im November. Die für den Monats- durchlchmtt November berechnete Großhandels- Indexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 v. f). auf 140,3 (140,1) erhöht. Don den Hauptgruppen ist die In- dexziffer für Agrarstofse um 0,3 v.H auf 135,2 (134,8) gestiegen und diejenige für Kolonialwaren um 1,1 v.H. auf 127,6 (129,0) gesunken. Die In- dexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hot mit 133,5 gegenüber dem Vormonat (133,4) leicht angezogen, während die Indexziffer für industrielle Fertigwaren mit 159,9 (160,0) gering sügig zurückgegangen ist.
* Kein neues Werk der 3. P. Dem- berg in Westdeutschland. Zu der Dlät- termeldung, daß voa der Verwaltung der 3. P. Bemberg Ä.-G. in Barmen die Errichtung einer wetteren Kunstseidefabrik in Westdm schland erwogen werde, erfährt WTB.-Hcmdelsdienst von zuständiger Stelle, daß, nachdem vor einiger Zeit der Fabrikneu bau in Siegburg beschlossen worden ist, seitdem keine Expansionspläne akut geworden sind. Auch eine etwaige Verlegung der Barmer Anlagen konune nicht in Frage, da durch die inzwischen getroffenen Maßnahmen entsprechende Vorsorge getroffen ist, daß selbst bei einem trockenen Sommer dos Werk durch Wassermangel nicht wieder in der Erzeugungsfähigkeit beschränkt wird.
Schlesische Portland - Zement - 3ndustrie 21.-G. Da der diesjährige Absatz gegen den vorjährigen nicht Zurückbleiben wird, ist unter dem üblichen Vorbehalt wieder mit einem günstigen Ergebnis zu rechnen (t D. 12 Prozent). Der Vorstand berichtete gestern dem Aussichtsrat fe.ner über die durch Aktirntausch erfolgte In'eressenn ahme an der Sottete Continentals de Ciments, Brüssel, die ausschlaggebenden Einfluß in dem bedeutenden polnischen Ze- mcnt-Konzern der Firleh A.-G. besitzt. Die Der- h.endlungen zwischen der deutschen Gruppe, an der die Schlesische Portland-Zement-Industrie A.-G. beteiligt ist, und dec Gruppe der ausländischen Zement- und E ernit-Fabriianten haben den Zweck, durch die Gründung einer deutschen Asbestzemen fabrik das S ernit-Prodult wach dem deut schm Markte zugängig zu machen und gleichzeitig dadurch ein neues Absatzgebiet für Zement zu erschließen.
* Vereinigte Königs- und Laura- Hütte 21.-0. für Bergbau und Hütten^ betrieb. Die Generalversammlung der Vereinigte Königs, und Laurahütte A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb erledigte die Regularien und genehmigte den ' dividendenlosen Abschluß für 1927/28, wonach der Reingewinn von 196 402 Mark einschließlich des Gewinnvortroges von 1926 27 in Höhe von 246 676 Mark mit zusammen 443 078 Mark auf neue Rechnung vorgetragen wird. Zur Gewinnverteilung bemerkte der Äufsichtsratsvor- fitzende, daß bei der Gesellschaft eine Dividende nicht zur Verteilung gelange, weil die Oberschlesische Vereinigte Königs- und Laurahütte ihrerseits keine Dividende zur Verteilung gebracht habe.
• Wayh & Freytag . A. - G., Frankfurt a. M. Wie der Fwb. erfährt, hat die brasilianische Tochtergesellschaft der Wayh & Frevtag-A.-G., Frankfurt a. M., die Companhia Construktora Racional S. A Wa )tz & Freytag, Aio de 3aneiro, seitens der Regierung des Staates Sao Paulo Arbeiten für die neue Wasserleitung im Werte von 14 Millionen Milreis (etwa 7 Will. Mk.) in Auftrag erholten.
Rhein. Hypothekenbank, Mannheim. Die a. o. G.-V. beschloß einstimmig, das Stammoktiepiapital von 6 auf 12 Mill. Mk. zu erhöhen. Die jungen Aktien werden von dem llebernahmekonsortrum den Altionären im Verhältnis 1:1 zum Kurse von 115 Prozent zum Bezüge angeboten. Der genaue Zeitpunkt der Durchführung der Kopitalerhöhung steht noch nicht fest, da nach den Vorschriften des Hypothekenbankengesetzes zunächst die Genehmigung des Reichsrats einzuholen ist. Infolgedessen ist auch z. D. noch keine Festsetzung des Beginnes der
Dividendenöerechtigung der neuen Aktien möglich. Laut Beschluß der G.-V. beginnt der Dividen- denanspruch spätestens mit dem Tag der Einzahlung, die im 3nterefse der Aktionäre in mehreren, über das 3ahr 1929 sich erstreckenden Raten beabsichtigt ist. Infolge der lebhaften Geschäftsentwicklung ist nach Mitteilung der Ver- wollung für das Jahr 1928 wiederum mit einem befriedigenden Ergebnis zu rechnen.
• Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken, A.-G., Köln. Der zum 4. Januar 1929 einzuberufenden Generalversammlung der Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken, QL-®., Köln, sollen nach der „Kölnischen Zeitung" für das sieben Monate umfassende erste Geschäftsjahr 4 Prozent Dividende vorgeschlagen werden. Die derzeitige Beschäftigung sei augenblicklich befriedigend. Ob allerdings diese Beschäftigung anhalten werde, sei deshalb fraglich, well die Reichsbahn bekanntlich eine Streckung der Aufträge für das nächste 3ahr vorgenommen habe. Das Werk in Hagen soll in absehbarer Zeit stillgelegt werden, um auf diese Weise eine rationellere Arbeit zu ermöglichen.
Frcru^urter Börse
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
F r a n k f u r t a. M., 8. Dez. Tendenz: abgeschwächt. — Nachdem an der gestrigen Börse eine merkliche Beruhigung eingetreten war, mochte sich zu Beginn der heutigen Wochenschlußbörse wieder erneute Unsicherheit und Zurückhaltung bemerkbar. Obwohl der Absatz der 10-Mil- lionen-Farben-Bonds recht gut ist und die Nachfrage als sehr rege bezeichnet werden kann, ging hiervon keine Anregung aus. Die weiter flaue Haltung der gestrigen Neuyorker Börse und der immer noch stark gesteigerte Tagesgeldsatz drückten auf die Stimmung. 2luch das Ansteigen der Arbeitslosigkeit im Reiche für Anfang Dezember blieb nicht ohne Wirkung. Der wieder etwas flüssiger gewordene Geldmarkt begünstigte dagegen die Stimmung, und es wurden auf vereinzelten Marktgebieten Wochenschlußdeckungen vorgenommen, so daß gegenüber der gestrigen 2lbendbörse die Kursgestaltung nicht einheitlich war und sich im Rahmen von 2 v.H. nach beiden Seiten oewegte. Das Geschäft war im allgemeinen sehr klein, doch fand das herauskommende Material ohne besondere Schwierigkeiten Aufnahme. Deutsche Linoleum waren weiter stark gefragt und in Nachwirkung der Fusion der Linoleumuternehmungen mit der Deutschen Linoleum - A.-G. nach der beträchtlichen Steigerung an der gestrigen Abendbörse um weitere 3.5 v. H. gesteigert Sonst konnten noch Deutsche Bank, Rheinische Braunkohlen etwas anziehen. Stärker angeboten waren dagegen am Elektromarkt Gesfürel mit minus 2,25 v. H., und Licht & Kraft mit minus 2 v.H. Somit gingen die Verluste hier kaum über 1 v. H. hinaus. Am Automarkt waren Daimler gut gehalten, Kleyer gaben 0,5 v. H. nach I.-G -Farben bei kleinem Geschäft 1,40 v. H. niedriger. Renten lagen still. Von Ausländern Türken wieder gefragt und etwas erholt. Im Verlaufe konnte sich auf vereinzelte Wochenschlußdeckungen eine kleine Erholung durchsetzen. Die Stimmung war nicht unfreundlich, doch übte die Spekulation weitere Zuruckhallung, und das Geschäft war daher minimal. Schuckert konnten etwa 1 v. H., Farben etwa 0,5 v. H. und Siemens 0,75 v. H. zurück- gewinnen. Adlerwerke waren wieder sehr stark an- geboten und erneut 1,5 v. H. niedriger. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld auf 6 5 v. H. ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1965, gegen Pfund 20,3'60, London gegen Kabel 4 850750, gegen Paris 124,16, gegen Mailand 92,65, gegen Holland 12,0775.
Br iiicv Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Berlin, 8. Dez. Nachdem schon an der gestrigen Abendbörse Kurserholungen die Regel waren, schien auch im heutigen Dormittagsverkehr die Stimmung freundlich bleiben au wollen. Beruhigend wirkte, daß die Farbenbonos-Transaktion in anderer Form vorgenommen worden ist, als man zuerst glaubte. Die vorbörslichen höheren Taxkurse konnten sich aber zu den ersten Notierungen nicht immer behaupten, da Ware aus Publikumskreisen heraus- fam. Kauforders, besonders aus dem Auslande, fehlten fast ganz, was man einerseits mit dem früheren Samstagbeginn, anderseits mit dem heutigen katholischen Feiertag in Zusammenhang bringt. Auch wirkten sicherlich die schwächeren AuSland- börsen beim Publikum zurückhaltend. 9m allgemeinen waren die StursDeränberungen gegen gestern gering. Montanwerte lagen weiter angeboten, auf die schon wiederholt erwähnten Dioi- dendebetrachtungen. Kaliwerte neigten zur Schwäche. Auch Berger, Polyphon, Licht 8-Kraft, Schubert und Salzer waren gedrückt. Fest lagen Dessauer Gas, Deutsche Linoleum, R. W. E. und Reichsbank
anteile. Ehemische Heiden gewannen weitere 2 v. H. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer aeschäftslos. Türken und Rumänen eher schwächer. Pfandbriefmarkt oernachlässigL Der Geldmarkt war etwas leichter. Tagesgeld 6,75 o. H. bis 8,75 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 7 v. H. Auch im Verlaufe war die Tendenz nicht einheitlich. Die Spekulation zeigte zum Wochenschluß einiges Deckungsbedürfnis. Da auch nach den ersten Kursen einige Kauforders eingetroffen waren konnten sich die Kurse meist etwas bestem. Berger gewannen 3 v.H. ihres Anfangsverlustes zurück. Auch Kaliwerte und Licht & Kraft zogen bis 2 v. H. an. R. W. E. waren um weitere 5 o. H., Destauer Gas um weitere 3 v. H. erholt. Deutsche Linoleum plus 5,5 v. H.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. (Sonntag, 9. Dez., von IF/g bis 22'/- Ahr: Der Ring des Ribelungen. Dritter Tag: Götterdämmerung. Montag. 10.. 20 bis gegen 22V-: Der Diktator. Das geheime Königreich. Schwergewicht oder Die E^re der Ration. Dienstag. II., 19 bis gegen 23; Aida. Mittwoch, 12.. von 19Vt bis 221,2: Don Juan. Donnerstag, 13., von 19i/2 ßis 22l/8: Othello. Freitag. 14., geschlossen. Samstag, 15.. von 20 bis 221/?: Tiefland. Sonntag. 16., von 15 bis nach 171/?: Trill- trall und seine Brüder. Don 19V2 bis gegen 221/.: Cosi Ian tutte, Montag. 17.. von 20' bis gegen 22: Die toten Augen.
Schauspielhaus. Sonntag, 9.. von 151/» bis 17y2: Die Liebe auf dem Lande. Vorher: Ter erste Branntweinbrenner. Von 20 bis gegen 22. Krankheit der Jugend. Montag, 10., von 20 bis nach 22: Dantons Tod. Dienstag. 11., von 20 bis gegen 22V3: Torquato Tas v. Mittwoch. 12., von 20 bis gegen 22: Krankheit der 3ugend. Donnerstag, 13.. von 20 bis nach 22: Schwengel. Freitag, 14.. von 20 bis gegen 221/t: Der brave Soldat Schwell. Samstag, 15.. von 20 bis nach 22: Dantons Tod. Sonntag. 16., von 15 bis 18: Reidhardt von Gneisenau. Von 20 bis nach 22: Schwengel. Montag. 17., von 20 bis nach 22: Dantons Tod.
Schöffengericht Gießen.
Am 9. August d. 3 , kurz vor Mitternacht, fuhr ein Motorradfahrer mit einem Anhänger von Schotten nach Ober-Schmitten. 3n der Ortsdurchfahrt von R a i n r o d kam er aus unaufgeklärter Ursache von der Fahrbahn der Straße ab und rannte gegen ein Hoftor. Während er selbst unverletzt blieb und das Motorrad nur leicht beschädigt wurde, stieß der Insasse des Beiwagens, der Kaufmann V. aus Ober-Schmitten, so unglücklich gegen einen eisernen Pfosten, daß er einen schweren Schädel-- bruch erlitt, an dessen Folgen er in der Chirurgischen Klinik in Gießen verstarb. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Motorradfahrer An- Rage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Dieser bestreitet jede Schuld an dem Tode des D. Das Gericht erblickte jedoch in Liebereinstimmung mit dem Sachverständigen ein Verschulden des Angeklagten darin, daß er nicht rechtzeitig die Bremsen in Tätigkell gesetzt und fein Fahrzeug so vor dem Anprall zum Stehen gebracht hat. Das Gericht kam dccher zu einer Verurteilung des Angeklagten und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten.
Ein Ortsgerichtsvorsteher aus dem Alsfelder Bezirk hat wertlose Stempelmarken aus der 3nflationszeit dadurch verfälscht, daß er den Papiermarkbetrag, auf den sie ursprünglich lauteten, in einen solchen in Reichs- markwährung umänderte. Diese verfälschten Marken verwandte er dann zur Verstempelung amtlicher Llrkunden. Obwohl der Angeklagte geständig und noch nicht bestraft ist, muß er seine unüberlegte Handlungsweise mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten büßen, da das Gesetz keine geringere Strafe zuläßt.
Die Verhandlung gegen einen vielfach vorbestraften Betrüger, der einem hiesigen Kaufmann auf raffinierte Weise einen größeren Posten Zigaretten abschwindette, muh zur Erhebung weiterer Beweise vertagt werden.
3n drei weiteren Fällen wurde unter Ausschluß der Öffentlichkeit wegen Verbrechens und Vergehens wider die Sittlichkeit verhandelt. Sämtliche Angellagten wurden für überführt erachtet und zu Gefängnis st rasen von drei Monaten bis zu einem 3ahr verurteilt.
Kunst und Wissenschaft.
Eia neues Weihnachtsmärchen.
Weihnachtsmärchen, die wirklich dem Verständnis und dem Gemüt des Kindes angepaßt sind,
ohne ht die Platte Prosa des Alltags zu finfee. fuib sehr selten, zumal wenn die bekannten statten unseres deutschen Märchens auf der Bühne erscheinen und aus der Phantasiewelt des Kindes m den grellen Schein der Bühne treten. Zu diesen Seltenheiten gehört das Weihnachtsstück, das im Bremer Swdtthealer seine ungemein erfolgreiche Uraufführung erlebte. Otto Reurath tft es in feiner „Weihnachtsreise ins Märchenland" gelungen, den ganzen Zauber unserer schönen deutschen Märchenwelt mit anraut- voller Schlichtheit und der freudigen Hingabe an fren großen Gegenstand sinnvoll und einfallsreich lebendig zu machen. 3m Traumerlebnis der WeihnachtSnacht begegnet der kleine Emll auf feiner Fahrt mit den Wolken Pferden den liebsten seiner Märchengcstatten, die ewig jung in den Gefilden der Seligen wellen, und der Verfasser hat es verstanden, ihre bekannten Erlebnisse auf etne eigenartige und Poesi »volle Weise neu zu beleben. Emil begegnet dem Froschkünig sowohl als Rübezahl, er unterhält sich mit Schneewittchen und fce.x Heinzelmännchen: er rät dem Aschenbrödel doch ja den König zu nehmen, well es ja im Buch stehe, er Hilst den Streck der Hennen mck den Osterhasen schlichten, er besucht Frau Sonne, die strahlende Mutter des Lebens, und Frau Holle, die fleißige Gehilfin des Winters, die mit dem Nikolaus weck im. Rordeu haust, wo auch die Gnglein wellen, die all da« prächttge Spielzeug machen und es am Weihnachtsabend auf die Erde bringen. (Singeftreut Jini) Lieder und Tänze nach bekannten Melodien, die den Kindern besondere Freude machen und auch in den Erwach'enen selige Erinnerungen erweckten. — Das Bremer Stadttheater halte unter Heinrich Kastners Spielleitung alles ausge- bvten, um dem anspruchsvollen Werk gerecht zu werden, und da, neben den vielen anderen tüchtigen Darstellern, Fräulein Hanna Larsen den munteren 3ungen frisch, lebendig und sehr bubenhast zu spielen verstand, so gab es denn einen Don Akt zu Akc steigenden Erfolg, der ftch zum Schluß zu sehr herzlichen Kundgebungen für de» Verfasser und die zahlreichen Darsteller aus- wnchs. Dr. E. H.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktton dem Publikum gen en üb er keinerlei Verantwortung.) Das Spiel mit dem lob.
Wiederholt sind in unserer Stadt Fuhrleute dadurch ums Leben gekommen, daß sie fick wahrend der Fahrt auf die De ichsel schwer beladener Wagen stellten. Man kann täglich beobachten, daß bei Kohlenwagen diese Unsitte die Regel bildet. Eine Erschütterung des Wagens, die bei dem heutigen Verkehr jederzeit eintreten kann, bringt den auf der Deichsel stehenden Fuhrmann, der sich nirgends festhalten kann, in die höchste Gefahr. Wönn die Leute das selbst nicht erkennen, dann sollten doch die Firmeninhaber sie darauf aufmerksam machen! R.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das AmtsverkündigunaS blatt Ar. 88 vom 7. Dezember en hätt: Die Aus- stelttmg von Wandergewerbescheinen. — Gewerbe- legitckna.ionskarten. — Verkehrsordnung. — Po- lizeivervrdnung über den Straßenhandel in der Stadt Gießen. — Polizeiverordnung über da» Wegwersen bon Papier, Pappschachteln, Obstschalen und ähnlichen Gegenständen. — Die Beaufsichtigung von Tanzbelustigungen. — Schlüsselzahlen. — Bekämpfung der Schmakenplage.
Letzte Nachrichten.
Der Kassierer der Mainzer Stadttaffe flüchtig.
Mainz, 8. Dez. (I2L Vrahtberlcht.) Der Kassierer der Mainzer S tabff affe, Der- roalfungeinfpef for 6 loh, ist feil Jreifag flüchtig. Man vermutet, daß er sich amtliche Verfehlungen hat zuschulden tommeu lassen, da man sich sonst die Flucht nicht erklären tarnt Bei einer sofort eingeleiteten Untersuchung wurden Unstimmigkeiten in der Buchführung feffgefle(11 Die Flucht und diese Unstimmigkeiten wurden sofort der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, die einen Haftbefehl gegen Klotz erließ. Man spricht von größeren Unterschlagungen. Ls heißt, daß Klotz mit einem Betrag von etwa 10000 Mark flüchtig geworden sei.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die binter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsftih 8 Prozent.
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