Einzelbild herunterladen

Oie Ratstagung -es Völkerbundes.

Aohlenkonkingenk iff Veukfchlcm- ebenfalls r in feinen Zugeständnissen bis zur Höchstgrenze ge- ; gangen. Trotz der loyalen Haltung von deutscher Seite sind die Polen scheinbar nicht zu bewegen gewesen, ihrerseits auch nur eine einzige bindende Zusicherung in bezug auf die deutsche Wirtschaft zu machen. 7Nan ist vielmehr offenbar von dem Standpunkt ausgegangen, daß sich Polen vorbehalten könne, über die deutschen wünsche später zu entscheiden.

Es muh dazu gesagi roeren, dah zwischen den verschiedenen mahgebenden polnischen Stellen weitgehende Tlleinungsunterschiede und Unklarheiten über die eigentlichen Ziele und Absichten zu herrschen scheinen, die der Schaf­fung einer handelsverlragsgrundlage so ungünstig wie möglich sind. Sache der Polen wird es seht fein, bis zum 16. Dezember diese Unklarheiten zu überwinden und ihrerseits durch eine u n - mitzoer st Südliche Leantwortung der deutschen Vorschläge zu beweisen, ob ihnen überhaupt an der Schaffung einer Verhand­lungsgrundlage gelegen ist ober ob es auf eine für Deutschland untragbare Verschleppungstaktik hinaus will. Es ist ferner zu hoffen, dah die polnische preffe nicht weiter sortfährt, die Atmosphäre in unverantwortlicher Weise zu trüben.

poinrarö lehnt eine Ratifizierung der Schuldenabkommen ab.

London. 7. Dez. (Priv.-Tel.) Der englische Finanzminister Churchill hat im Laufe der jetzi­gen Deparallonsbesprechungen den Versuch ge» mach*, P oincarö dazu zu bewegen, die zwi­schen Frankreich und Amerika und zwischen Frank­reich und England abgeschlossenen Schulden­abkommen Ku ratifizieren. Es handelt sich dabei um das sog mannte D6ranger-Mellon- Abkommen und um dns Caillaax-Churchill-Ab- kommen. Beide Schuldenabkommen sind prak­tisch in Kraft getreten, tragen aber noch einen provisorischen Charakter, da sie der Rcllisckation durch die gesetzgebenden Körperschaf­ten ermangeln. Poincarö hat das englische Er­suchen nach Pariser Pressemeldungen damit er­widert, dah er eine Ratifikation ab­lehne, da er nicht willens sei, den D e st a n d seiner Regierung im Parlament auss.Spiel zu setzen. England verspricht sich von einer solchen Maßnahme offenbar eine aktivere Mit­wirkung der Vereinigten Staaten bei den kommenden Verbanblungen über die Repa- rationsfrage. Amerika hat aber von vornherein erklärt, daß die ameri anischen Vertreter ledig­lich als Privatleute an diesen Beratungen teilnrhmen würden, ohne ihre Regierungen im geringsten zu binden.

tlm den parieivorsitz im Zentrum.

Drei gleichberechtigte Parteivorsitzende.

Köln, 7. Dez. (Tel.) Der Parteivor­stand des Zentrum- trat zu einer Beratung über die Wahl des neuen Parteivorsihenden an Stelle des aus seinen Wunsch aus Gesundheits­rücksichten ausschcidenden ehern. Reichskanzlers Dr. Marx zusammen. Rach mehrstündiger Aus­sprache beschloß der Reichsparteivorstand ein­stimmig, den Abg. Joos dem Parteitag als Parteivorsihenden vorzuschlagen. Diesen Beschluß deS Reichsparteivorstandes hat der am Abend wieder zwsammentretende Reichsparteiaus­schuß ohne Aussprache durch Aklamation ein - stimmig gutgeheihen. Der Abg. Joos war somit als einziger Kandidat für die Wahl be8 Parteivorsihenden vorgeschlagen. Der Abg. Joos hatte sich Bedenkzeit auserbeten, um sich mit seinen Freunden aussprechen zu können. Es wurde In die Verhandlungen des Reichsaus­schusses zu diesem Zweck eine Pause eingelegt. Der Abg. Joos erklärte nach eingehender Rück­sprache mit seinen Freunden, daß er nicht in her Lage sei, das Amt des Parteivorsitzenden anzunehmen. Er selbst machte den Vorschlag, der Reichsparteiausschuh möge dem Parteitag empfehlen, das der neue zu wählende Reichs­parteivorstand aus seiner Mitte drei Vor­sitzende mit gleichen Rechten wähle. Ein dahingehender Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Oie Revision in der Ieststellungsklage der Arbeitgeberverbände.

DuiSburg, 7. Dez. (WB.) Wie gemeldet wird, ist die Revifionsbegründung der Feststellungsklage des Arbeitgeberverbandes der nordwestlichen Gruppe gegen die Me- *allarbeiterverbänbe fertiggestellt und wird An­fang nächster Woche dem Reichsarbeits­gericht überfanbt. Rach § 33 des Arbeits­gerichtsgesetzes kann die Revision nur darauf gestützt werden, daß das Urteil des Landes­arbeitsgerichts auf der Richtanwendung oder der unrichtigen Anwendung einer gesetzlichen Be­stimmung oder einer die Regelung der einzelnen Arbeitsverträge betreffenden Bestimmung eines Tarifvertrages beruht.

Meine politische Nachrichten.

Der Herr Reichspräsident gab ein Essen zu Ehren der Reichsregierung, an dem der Reichskanzler und die Reichsminister, der Prä­sident und die Vizepräsidenten des Reichstags, der Präsident des Reichsgerichts, der Präsident des Rech­nungshofes, der Präsident der Reichsbank, der Ge­neraldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft, die Bevollmächtigten zum Reichsrat, die Chefs der Heeres- und Marineleitung und die Staatssekretäre des Reichs mit ihren Damen teilnahmen.

*

Der österreichische Bundespräsident M i k l a s beantwortet« das Glückwunschtelegramm des Reichspräsidenten v. Hindenburg mit folgender Depesche:Die Glückwünsche, die Sie mir im eigenen Ramen und in dem des deutschen Volkes anläßlich meiner Wahl zum Bundes- Präsidenten entboten, bewegten mich tief. Mit meinem innigsten Danke verbinde ich meiner­seits die herzlichsten Wünsche für Ihr Person- liches Wohlergehen und für eine glanzvolle <u« fünft des unter Ihrer weisen Leitung stehenden großen Deutschen Reiches und unseres Bruder­volkes."

In Berlin hielten die in der Nachkriegszeit von den deutschen chemischen Industriellen gegründeten, der Förderung wissenschaftlicher Zwecke dienenden

Wie denkt man in Berlin?

Keine Illusionen. Stärkste Zurückhaltung Deutschlands.

Berlin, 8.Dez. (121) 3n unterrichteten Kreisen wird gegenüber Aeußeruugen eines Teiles der Presse, die von einem durch nichts begrün­deten kritiklosem Optimismus er­füllt feien, Wert darauf gelegt, zu betonen, daß die Leitung der Reparat.onsverhandluugen nicht bei den Außenministern liege, und daß da­her aus diesem Grunde bei der Zusammenkunft Dr. Strcsemanns mit Briand und Chamberlain ent­scheidende Entschlüsse nicht gefaßt werden tönten. 3n Deutschland und in England feien die Finanzminisier, in Frankreich der Mi- niskerpräsidenl Poincare für das Reparationspco- blem federführend. Wohl fei es selbstverständlich, daß in den Besprechungen von Lugano die Repa- rationsfcoge gleichfalls eine Rolle spielen werde, schon weil der diplomatische Verkehr in dieser Frage durch die Außenämter gehe. Aber diese Unterhal­tung werde kaum über Formalitäten hin­auskommen. Materielle Verhandlungen seien so gut wie ausgeschlossen. Die diplomatischen Ver­handlungen würden sich auch weikerhin zwischen den Slaatskanzleien von Berlin, Paris und London abspielen. Dazu komme, daß Deutschland nickit den gering st en Anlaß habe, gerade in der Reparolionssrage zu drängen, vielleicht lögen Gründe hierfür bei anderen Ländern oder auch beim Reparationsogenten vor, nicht bei Deutschland.

Die Rede vriands findet in Berliner politi­schen Kreisen, auch nachdem der genaue Wortlaut bekannt geworden sei, scharfe Kritik. Man könne annehmen, dah der Außenminister, wenn der Reichstag zusammen gewesen wäre, darauf sofort geantwortet hätte. Herr vriand macht Deutschland den Vorwurf, nach Thoiry keine Vorschläge er­stattet zu haben. Das fei eine vollkommene 2lmkehrung der Verhältnisse. 3n Wirk­lichkeit sei auf Deutschland der stärkste Druck ausgeubt worden, von Vorschlägen abzusehen. Am unerfreulichsten in vriands Rede sei aber die Behandlung der österreichischen Frage. Die

Paris. 7. Dez. (Priv.-Tel.) In der Geschichte der Finairzskandale tn aller Welt ist eS einmal etwas anderes, eine Frau im Mittelpunkt alles Geschehens zu sehen, als eigentlich« An­stifterin allen Unheils. Madame Hanau seit den Zeiten der seligen Madame Humbert mit ihrem geheimnisvollen Geldschrank die größte Gaunerin eine Mischung aus Abenteuerin und Finanzgenie, spielt in der französischen Fi­nanzwelt eine überragende Rolle, ohne sonderlich hervorzutreten. Zur Zeit ihres Auftretens ist der Boden trefflich vorbereitet: Inflation in Frankreich, heftige Frankenfchwankungen, Ver­luste für die Allgemeinheit. aber hohe Ge­winnchancen für skrupellose Wissende. Da findet auch dieGazette du Franc", eine Finanzwochrnschrift, begründet von Madame Ha­nau und ihrem früheren Manne, Monsieur Block, Absatz, sehr guten sogar, denn ein Jahr später schon kann das Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft ausgebaut werden und mit einer riesigen Propaganda auf sich aufmerksam machen. Der Zeitschrift wird ein politischer Teil ange­gliedert, 6er, vorzüglich geleitet, die besten Poli­tiker und Wirtschaftler zu regelmäßigen Mit­arbeitern gewinnt. Selbst der sonst so spröde Poincarö gibt dieser Wochenschrift ein Inter­view. Ein fabelhafter Aufschwung innerhalb kür­zester Frist, fest fundiert scheint das junge Unter­nehmen dazustehen.

Der gute Ruf deS Blattes ist es, mit dem Madame Hanau Geschäfte machen will. Sie er­richtet unter dem Deckmantel der seriösen Zeit­schrift einen ausgedehnten Dörfendienst für die Leser, und beeinflußt nach ihrem Willen einen Teil des Geschehens an der Börse, den Teil, der für sie interessant ist. Und dann mobili­siert sie all die vielen, die ihr Geld retten, die kleinen Sparer und die anderen, die auf leichte Art viel Geld verdienen wollen. E i n Heer von Agenten geht mit dem Ansehen der Zeitschrift hausieren und lockt fast mühelos das Geld der kleinen Leute heraus. Obliga­tionen im zehnfachen Werte des nominellen Ver­mögens der Firma werden herausgegeben und finden leicht Absatz, weil außergewöhnlich hohe Zin sen versprochen werden. Der umfangreichste Raubzug auf das Volksvermögen aber wird mit Hilfe eines Teiles der fran­zösischen Presse unternommen. DerQuoti - d i e n, einstmals das Organ der Linken, der immer behauptet, er bekämpfe Kapital und Börse, und einige andere Blätter in der Pro-

Gesellschaften, nämlich die Emil-Fischer- Ge­sellschaft, die Adolf-Beyer - Gesellschaft und die Justus-Liebig - Gesellschaft, ihre Jahresver­sammlungen ab. Es wurde beschlossen, auch für das nächste Jahr zur Förderung der chemischen For­schung, der chemischen Literatur und des chemischen Unterrichts wiederum Mittel in Höhe von einer halben Million Mark zur Ver­fügung zu stellen.

Der Auf st and in Afghani st an dauert an. Die Dörfer der aufständischen Shinwari-Stämme in der Umgebung von Ialalabad wurden von afghani- schen Regierungsflugzeugen mit Bomben beworfen, wodurch in Kotdarra 15 Personen getötet wurden Die Aufständischen versuchten die Stadtmauer von Ialalabad zu unterminieren, wurden aber von dem afghanischen Befehlshaber Mirzaman Khan ange­griffen. Im Verlaufe des Gefechts wurde der Sohn Mirzamans von den Aufständischen gefangen ge­nommen und später erschossen.

Rach einem Telegramm aus Asuncion ist es fzwischsn Truppen Paraguays und I Boliviens zu einem Gefecht gekommen. Die

törichten Bemcrhingeo über Selbskbeftimmuugs- recht und Selbstmordrechl feien fo abwegig, daß man kaum in eine Diskussion darüber einlrefen könne. Auch müsse den Franzosen die Vorstellung endgültig genommen werden, als ob das deutsche Volk noch alles mögliche zu tun bereit fei. um die Räumung des Rheinlandes zu erreichen, kein Mensch denkt daran, diese Frage in Lugano aufzuwerfen. Die Franzosen hatten Zelt genug ge­habt, die Räumung in der Vergangenheit zu voll­ziehe, als dafür von Deutschland tatsächlich politische Kompensationen zu erreichen gewesen wären. Diese Zeit sei aber endgültig vorbei. Der Wert einer solchen französischen Geste sei auf Rull herabgedrückt und Herr Briand werde damit in Lugano keine Geschäfte machen. Die Aus­sichten der Zusammenkunft von Lugano seien nach Auffassung der Berliner politischen Welt über­aus nüchtern zu beurteilen.

Giresemsrm auf der Fahrt nach Lugano.

Briand schon eingetroffen.

Berlin, 7.Dez. (Privatmeldung.) Heute mittag wurde eine kurze Ministerbesprechung über Lugano abgchalten. Die deutsche Delegation für die Ratstagung in Lugano verläßt heute abend mit dem fahrplanmäßigen Zuge Berlin. Reichs- außsnminister Dr. S t r e f e m a n n wird begleitet fein von oem Staatssekretär Dr. o. Schubert, dem Ministerialdirektor Gauß und einer Anzahl von Sachverständigen. Die Konferenz wird bis zum 16. ober 18. Dezember ondauern. Es ist noch un­bestimmt, ob der Reichsaußenminister im Anschluß daran einen kurzen Weihnachtsurlaub ontreten wird. Der Außenminister ist vor seiner Abreise von dem Herrn Reichspräsidenten zum Vortrag empfangen worden. Lugano ist bereits jetzt schon zu Ehren der Ratsdelegation in den schweizerischen und kantonalen Farben beflaggt. Als erster Delegierter traf der gegenwärtige Präsi­dent des Völkerbimdsrates, P r ö c o p e (Finnland), Freitagabend in Lugano ein. Mit dem nächsten Schnellzuge kam der ftanzösische Außenminister Briand mit seiner Begleitung. Am Abend waren die Seeufer und die öffentlichen Gebäude Luganos prächtig beleuchtet.

vinz bringen es fertig, ihren Börsen- und Fi­nanzteil an Madame Hanaus Unternehmungen zu verpachten, gegen sehr anftänöigeS Ent­gelt natürlich, itnö während der brave Leser glaubt, seine Zeitung, der er das Vertrauen entgegenbringt, gibt ihm Ratschläge, gute Emp­fehlungen, ist es der Kreis um die tüchtige Madame Hanau, der aus diese Art gewisse Maß­nahmen und gewisse Papiere an der Börse empfiehlt. Die Gläubigen werden geprellt, Ma­dame Hanau aber macht daS große Geschäft.

Das ist der eigentliche Skandal: Rettungen, di? immerhin ein großes Vertrauen bei ihren Le'ern haben sie find schon.fo herausgesucht, damit Die Drahtzieher an den gläubigeren und ungewandteren Tell des Publikums herankom- men, vergeben einen nicht unwichtigen Teil ihrer Spalten an ein paar Geschäftemacher, leisten Beihilfe zu einer Beraubung der Oeffent* lichkeit, Die ihresgleichen sucht. Fragt sich nur, ob das alles geschehen konnte, ohne daß einer der vielen angesehenen Politiker, die sich für dieGazette Du Franc" einsetzten, Die Hin ter- gründe tes Unternehmend Durchschaute. Poin­care scheint einiges Mißtrauen zu haben, er ordnete strenge und gründliche Untersuchungen an, ohne Rücksicht auf mögliche Kompromittie­rungen. HnD daher stehen vielleicht noch weitere Lleberrcrschungen in dem Finanzskandal um Ma­dame Hanau bevor.

Die Bilanz der Warne Hanau.

Paris, 7. Dez. (WTD.) Der Rechtsanwalt des Gläubigerschutzverbandes derGazette du Franc" hat erllärt, daß d i e P a s s i v e n sich aus etwa 1 10 Millionen Franken belaufen dürsten, dargestellt durch Gin?aF langen d?r Kun­den auf Depot und Einzahlungen in bar bei den verschiedenen Finanzgesellschaften des Llnterneh- wens. Die Aktiven werden dargestellt Durch einen Betrag von 40 Millionen Franken, Die die Gesellschaft auf Bankkonto hinterlegt hat und Durch Den Wert des Bureauge­bäudes in Paris, von d?rn man allerdings nicht weiß, ob es hypothekarisch belastet ist, sowie von einigen Gebäuden, die die Gesellschaft in Lille besitzt. Di? Abschätzung DeS Wertes der Wert­papiere, die das äln ernrhmen besitzt und die Frau Hanau auf 110 bis 123 Mil ionen Franken bezifferte, soll gänzlich aus der Lust ge­griffen sein.

Paraguahaner seien, als sie in der Rähs der Grenze ein von Bolivianern erbautes Fort ent­deckten, von diesen beschossen worden. Sie hätten das Feuer erwidert u.ib mehrere bolivianische Offiziere und Soldaten gefangen genommen.

Aus aller Welt.

Als Schmuggler erschossen.

Im Aachener Wald wurde Die Leiche eines 21jährigen Mannes auS Aachen gefunden, die eine Schußverletzung in der linken Selle hatte. Der junge Mann war kurz vorher mit einem anderen Manne auf Fahrrädern an der Wegkreuzung vorbeigefahren. Hier war er v o n Zollbeamten angerufen worden, weil er auf dem Rucken einen schweren Sack trug, der vermutlich Kaffee enthielt. Da der Mann trotz Anrufes weiterfuhr. gab der Zoll­beamte zwei Schüsse ab, wovon einer Den Schmuggler traf, der sich noch eine Strecke weit fortschleppte, dann aber tot zusammen­brach. Der Sack Kaffee ist nicht bei ihm gefun­den worden, so daß angenommen werden umh, daß der andere Radfahrer Die Schmuggler Ware

Finanzskandal in Frankreich.

Madame Hanaus Börsengeschäfte. Das Geheimnis der Gazette du Franc.

an Nch genommen imb damit da« Weite ge­sucht hat.

Ein brennender KMolaus.

In Heidelberg ha k? sich ein 17jähriger Tape- ziererlehrftng als Rikolaus verkleidet und trug eine brennende Laterne mit sich, d e aber schad­haft war. Plötzlich geriet der lange Bart des Rikolaus in Brand und im Ru übertrugen sich die Flammen auf Den ganzen K >rper. Der junge Mann hat an Hals, Armen und Deinen schwere Brandwunden DaDonge.ragen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden.

Brand in einer Telephonfabrik.

In der Fabrik der Firma iScLcfion Elektrische Kornmandit-Gesellschaft in Prag brach ein 'Brand aus. Der den elektrischen Trakt des Fabrik­gebäudes zum größten Teil vernichtete. Man vermutet, daß das Feuer durch Explosion eines Lackiererofens in der Lackie.abtc'v- lung entstanden ist. Der Schaden wird auf sechs Millionen Kronen geschäht. Er ist nur teilweise durch Versicherung gedeckt. Dem Brande ist auch eine für das Postamt in Znaim bestellte und fast fertiggestellte große Telephonzentrale, deren Wert allein auf etwa andrrthall» Millionär Kronen geschätzt wird, zum Opfer gefallen.

Ein verhängnisvoller Schuß.

In Eutweilrr bei Alsdocf l>ermu ein Ein­wohner in seinem nachts heim kehren­den Sohne einen Dieb, der in seinen Hühnerstall eindringen wollte. Als der Sohn nicht sofort aus einen Anruf antwortete, schoß er kurz cn schlossen und traf den Sohn, der mit lebensgefährlichen Verletzungen zusammenbrach.

Ein« drastische Maßnahme

für die Hebung der Landwirtschaft.

Der Präfekt der römischen Provinz Caltanissetta hat dem fllrsllichen Geschwisterpaar Pignatelli d i e Verwaltung ihres Großgrundbesitzes entzogen und sic dem faszistlschen Provinzial- verband der Landwirte übertragen. Nach dem Piccolo" ist diese Maßnahme angeordnet worden, well die Fürsten ihren Pächtern keine Saaten ge­liefert haben, so dah mit der Felddestel- I u n g nicht begonnen werden konnte. Der Provinzialoerband wird den Großgrundbesitz zwar auf Rechnung der Besitzer, aber nach eigenem Gutdünken verwalten, also auch Meliora- Honen vornehmen.

Schphkanzler Churchill Mitglied einer Gewerkschaft.

Der britische Schatz Kanzler Winston Churchill wurde Mitglied der Vereinigten Gewerk­schaft der Bauarbeiter. Er hat seinen Eintrittsbeitrag bezahlt und wird eine Mitglieds­karte erhalten. Bekanntlich ist Die Beschäftigung mit Maurerarbeiten eine von den vielen Lieb­habereien ChurchkllS. Der Dellritt Churchills erfolgte auf eine scherzhaft gemeinte Einladung Sines Sekretärs der Gewerkschaft hin. Der Generalsekretär des Verbandes, Hicks, erklärte: schätzen Den Geist, bt Dem Churchill unsere Einladung an genommen hat."

Oie Wetterlage.

«tat-

TOrdöyäSi

^76

6 '

Mtarandtj

rreitaa. d.7.(Sezfr.l928.7h afrds.

V*»"1 S

;oyo 73^1

ocd^Äy v

HT3

OWomenfetO netw q nw oeat<*i ® -oieio. e otctceii'tfltw # Sehnte o Orauptm ntPti X 6e*in<r.@wind$tiiic O 5t»

Mlchltr O$i mlHiQt' Sudiuewtn Q, tturwochti "ordwtsfc Utt PttUf flitdt« Ml! atm wind« Olt ocatn Stationen ittntndtn Za* kn oeötn du Temperatur an Du Linien vtromde» Or«« *1 oiei«h«^ «yf nteresaivta* umorrecaeetae Lett*»*«

Wettervoraussage.

Eine TiefDruckrinne, hie sich von Spanien nach Skandinavien erstreckt, nimmt Deutschland mit in seinen Bereich. Die Kaltluftmassen an der Westseite, hie beim Erreichen unseres Gebietes zu veränderlichem Wetter führen, werden zu­nächst noch Schnee- uird Regenschauer bringen.

Voraussage für Sonntag: Veränder­liches, wechselnd wolliges Weller mit vorüber­gehender Aufheiterung, nachts nur noch geringer Temperaturrückgang, stetzenwci'e Schnee- und Regenschauer.

Aussichten für Montag: Roch vielfach wcl iges lefter mit RiederschlagLneigui'.g, stellen - wei.e auch ausheiternd.

Lufttemperaturen am 7. Dezember: mittags 5 Grad Celsius, abends 2,3 Grad (Telfius; am 8. Dezember: morgens 2,7 Grad Celsius. Maximum 5,2 Grad Cel­sius, Minimum 1,5 Grad Celsius. Erdtempera­turen in 10 Zentimeter Tiefe am 7. Dezember: abends 8,6 Grad Celsius: am 8. Dezember: morgens 2,8 Grad Celsius. Niederfchlag 1,4 Millimeter. Sonnenscheindauer eine Stunde.

Amtlicher Wintersport.

Nachrichtendienst der hessischen Wetterdienststelle.

Vogelsberg (hoherodskops).

Temperatur 2 Grad Celsius, leichter Schneefall, 12 bis 15 Zentimeter Schnee; Beschaffenheit: Pulver- schnee. Sportmöglichkett für Ski: gut (Schwarzwald (Feldberg).

Bewölkt,2 Grad Celsius, Gesamtschneehöhe 82 Zentimeter, Pulverschnee, Skt und Rodel sehr gut

Ruheskein.

Bewölkt,0 Grad Celsius, 50 Zentimeter Schnee, verharscht, Ski und Rodel gut.

Alpen (Garmisch-Partenkirchen).

Heiter, minus 6 Grad Celsius, 40 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut