Oie Ratstagung -es Völkerbundes.
Aohlenkonkingenk iff Veukfchlcm- ebenfalls r in feinen Zugeständnissen bis zur Höchstgrenze ge- ; gangen. Trotz der loyalen Haltung von deutscher Seite sind die Polen scheinbar nicht zu bewegen gewesen, ihrerseits auch nur eine einzige bindende Zusicherung in bezug auf die deutsche Wirtschaft zu machen. 7Nan ist vielmehr offenbar von dem Standpunkt ausgegangen, daß sich Polen vorbehalten könne, über die deutschen wünsche später zu entscheiden.
Es muh dazu gesagi roeren, dah zwischen den verschiedenen mahgebenden polnischen Stellen weitgehende Tlleinungsunterschiede und Unklarheiten über die eigentlichen Ziele und Absichten zu herrschen scheinen, die der Schaffung einer handelsverlragsgrundlage so ungünstig wie möglich sind. Sache der Polen wird es seht fein, bis zum 16. Dezember diese Unklarheiten zu überwinden und ihrerseits durch eine u n - mitzoer st Südliche Leantwortung der deutschen Vorschläge zu beweisen, ob ihnen überhaupt an der Schaffung einer Verhandlungsgrundlage gelegen ist ober ob es auf eine für Deutschland untragbare Verschleppungstaktik hinaus will. Es ist ferner zu hoffen, dah die polnische preffe nicht weiter sortfährt, die Atmosphäre in unverantwortlicher Weise zu trüben.
poinrarö lehnt eine Ratifizierung der Schuldenabkommen ab.
London. 7. Dez. (Priv.-Tel.) Der englische Finanzminister Churchill hat im Laufe der jetzigen Deparallonsbesprechungen den Versuch ge» mach*, P oincarö dazu zu bewegen, die zwischen Frankreich und Amerika und zwischen Frankreich und England abgeschlossenen Schuldenabkommen Ku ratifizieren. Es handelt sich dabei um das sog mannte D6ranger-Mellon- Abkommen und um dns Caillaax-Churchill-Ab- kommen. Beide Schuldenabkommen sind praktisch in Kraft getreten, tragen aber noch einen provisorischen Charakter, da sie der Rcllisckation durch die gesetzgebenden Körperschaften ermangeln. Poincarö hat das englische Ersuchen nach Pariser Pressemeldungen damit erwidert, dah er eine Ratifikation ablehne, da er nicht willens sei, den D e st a n d seiner Regierung im Parlament auss.Spiel zu setzen. England verspricht sich von einer solchen Maßnahme offenbar eine aktivere Mitwirkung der Vereinigten Staaten bei den kommenden Verbanblungen über die Repa- rationsfrage. Amerika hat aber von vornherein erklärt, daß die ameri anischen Vertreter lediglich als Privatleute an diesen Beratungen teilnrhmen würden, ohne ihre Regierungen im geringsten zu binden.
tlm den parieivorsitz im Zentrum.
Drei gleichberechtigte Parteivorsitzende.
Köln, 7. Dez. (Tel.) Der Parteivorstand des Zentrum- trat zu einer Beratung über die Wahl des neuen Parteivorsihenden an Stelle des aus seinen Wunsch aus Gesundheitsrücksichten ausschcidenden ehern. Reichskanzlers Dr. Marx zusammen. Rach mehrstündiger Aussprache beschloß der Reichsparteivorstand einstimmig, den Abg. Joos dem Parteitag als Parteivorsihenden vorzuschlagen. Diesen Beschluß deS Reichsparteivorstandes hat der am Abend wieder zwsammentretende Reichsparteiausschuß ohne Aussprache durch Aklamation ein - stimmig gutgeheihen. Der Abg. Joos war somit als einziger Kandidat für die Wahl be8 Parteivorsihenden vorgeschlagen. Der Abg. Joos hatte sich Bedenkzeit auserbeten, um sich mit seinen Freunden aussprechen zu können. Es wurde In die Verhandlungen des Reichsausschusses zu diesem Zweck eine Pause eingelegt. Der Abg. Joos erklärte nach eingehender Rücksprache mit seinen Freunden, daß er nicht in her Lage sei, das Amt des Parteivorsitzenden anzunehmen. Er selbst machte den Vorschlag, der Reichsparteiausschuh möge dem Parteitag empfehlen, das der neue zu wählende Reichsparteivorstand aus seiner Mitte drei Vorsitzende mit gleichen Rechten wähle. Ein dahingehender Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.
Oie Revision in der Ieststellungsklage der Arbeitgeberverbände.
DuiSburg, 7. Dez. (WB.) Wie gemeldet wird, ist die Revifionsbegründung der Feststellungsklage des Arbeitgeberverbandes der nordwestlichen Gruppe gegen die Me- *allarbeiterverbänbe fertiggestellt und wird Anfang nächster Woche dem Reichsarbeitsgericht überfanbt. Rach § 33 des Arbeitsgerichtsgesetzes kann die Revision nur darauf gestützt werden, daß das Urteil des Landesarbeitsgerichts auf der Richtanwendung oder der unrichtigen Anwendung einer gesetzlichen Bestimmung oder einer die Regelung der einzelnen Arbeitsverträge betreffenden Bestimmung eines Tarifvertrages beruht.
Meine politische Nachrichten.
Der Herr Reichspräsident gab ein Essen zu Ehren der Reichsregierung, an dem der Reichskanzler und die Reichsminister, der Präsident und die Vizepräsidenten des Reichstags, der Präsident des Reichsgerichts, der Präsident des Rechnungshofes, der Präsident der Reichsbank, der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft, die Bevollmächtigten zum Reichsrat, die Chefs der Heeres- und Marineleitung und die Staatssekretäre des Reichs mit ihren Damen teilnahmen.
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Der österreichische Bundespräsident M i k l a s beantwortet« das Glückwunschtelegramm des Reichspräsidenten v. Hindenburg mit folgender Depesche: „Die Glückwünsche, die Sie mir im eigenen Ramen und in dem des deutschen Volkes anläßlich meiner Wahl zum Bundes- Präsidenten entboten, bewegten mich tief. Mit meinem innigsten Danke verbinde ich meinerseits die herzlichsten Wünsche für Ihr Person- liches Wohlergehen und für eine glanzvolle <u« fünft des unter Ihrer weisen Leitung stehenden großen Deutschen Reiches und unseres Brudervolkes."
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In Berlin hielten die in der Nachkriegszeit von den deutschen chemischen Industriellen gegründeten, der Förderung wissenschaftlicher Zwecke dienenden
Wie denkt man in Berlin?
Keine Illusionen. — Stärkste Zurückhaltung Deutschlands.
Berlin, 8.Dez. (121) 3n unterrichteten Kreisen wird gegenüber Aeußeruugen eines Teiles der Presse, die von einem durch nichts begründeten kritiklosem Optimismus erfüllt feien, Wert darauf gelegt, zu betonen, daß die Leitung der Reparat.onsverhandluugen nicht bei den Außenministern liege, und daß daher aus diesem Grunde bei der Zusammenkunft Dr. Strcsemanns mit Briand und Chamberlain entscheidende Entschlüsse nicht gefaßt werden tönten. 3n Deutschland und in England feien die Finanzminisier, in Frankreich der Mi- niskerpräsidenl Poincare für das Reparationspco- blem federführend. Wohl fei es selbstverständlich, daß in den Besprechungen von Lugano die Repa- rationsfcoge gleichfalls eine Rolle spielen werde, schon weil der diplomatische Verkehr in dieser Frage durch die Außenämter gehe. Aber diese Unterhaltung werde kaum über Formalitäten hinauskommen. Materielle Verhandlungen seien so gut wie ausgeschlossen. Die diplomatischen Verhandlungen würden sich auch weikerhin zwischen den Slaatskanzleien von Berlin, Paris und London abspielen. Dazu komme, daß Deutschland nickit den gering st en Anlaß habe, gerade in der Reparolionssrage zu drängen, vielleicht lögen Gründe hierfür bei anderen Ländern oder auch beim Reparationsogenten vor, nicht bei Deutschland.
Die Rede vriands findet in Berliner politischen Kreisen, auch nachdem der genaue Wortlaut bekannt geworden sei, scharfe Kritik. Man könne annehmen, dah der Außenminister, wenn der Reichstag zusammen gewesen wäre, darauf sofort geantwortet hätte. Herr vriand macht Deutschland den Vorwurf, nach Thoiry keine Vorschläge erstattet zu haben. Das fei eine vollkommene 2lmkehrung der Verhältnisse. 3n Wirklichkeit sei auf Deutschland der stärkste Druck ausgeubt worden, von Vorschlägen abzusehen. Am unerfreulichsten in vriands Rede sei aber die Behandlung der österreichischen Frage. Die
Paris. 7. Dez. (Priv.-Tel.) In der Geschichte der Finairzskandale tn aller Welt ist eS einmal etwas anderes, eine Frau im Mittelpunkt alles Geschehens zu sehen, als eigentlich« Anstifterin allen Unheils. Madame Hanau — seit den Zeiten der seligen Madame Humbert mit ihrem geheimnisvollen Geldschrank die größte Gaunerin — eine Mischung aus Abenteuerin und Finanzgenie, spielt in der französischen Finanzwelt eine überragende Rolle, ohne sonderlich hervorzutreten. Zur Zeit ihres Auftretens ist der Boden trefflich vorbereitet: Inflation in Frankreich, heftige Frankenfchwankungen, Verluste für die Allgemeinheit. aber — hohe Gewinnchancen für skrupellose Wissende. Da findet auch die „Gazette du Franc", eine Finanzwochrnschrift, begründet von Madame Hanau und ihrem früheren Manne, Monsieur Block, Absatz, sehr guten sogar, denn ein Jahr später schon kann das Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft ausgebaut werden und mit einer riesigen Propaganda auf sich aufmerksam machen. Der Zeitschrift wird ein politischer Teil angegliedert, 6er, vorzüglich geleitet, die besten Politiker und Wirtschaftler zu regelmäßigen Mitarbeitern gewinnt. Selbst der sonst so spröde Poincarö gibt dieser Wochenschrift ein Interview. Ein fabelhafter Aufschwung innerhalb kürzester Frist, fest fundiert scheint das junge Unternehmen dazustehen.
Der gute Ruf deS Blattes ist es, mit dem Madame Hanau Geschäfte machen will. Sie errichtet unter dem Deckmantel der seriösen Zeitschrift einen ausgedehnten Dörfendienst für die Leser, und beeinflußt nach ihrem Willen einen Teil des Geschehens an der Börse, den Teil, der für sie interessant ist. Und dann mobilisiert sie all die vielen, die ihr Geld retten, die kleinen Sparer und die anderen, die auf leichte Art viel Geld verdienen wollen. E i n Heer von Agenten geht mit dem Ansehen der Zeitschrift hausieren und lockt fast mühelos das Geld der kleinen Leute heraus. Obligationen im zehnfachen Werte des nominellen Vermögens der Firma werden herausgegeben und finden leicht Absatz, weil außergewöhnlich hohe Zin sen versprochen werden. Der umfangreichste Raubzug auf das Volksvermögen aber wird mit Hilfe eines Teiles der französischen Presse unternommen. Der „Quoti - d i e n“, einstmals das Organ der Linken, der immer behauptet, er bekämpfe Kapital und Börse, und einige andere Blätter in der Pro-
Gesellschaften, nämlich die Emil-Fischer- Gesellschaft, die Adolf-Beyer - Gesellschaft und die Justus-Liebig - Gesellschaft, ihre Jahresversammlungen ab. Es wurde beschlossen, auch für das nächste Jahr zur Förderung der chemischen Forschung, der chemischen Literatur und des chemischen Unterrichts wiederum Mittel in Höhe von einer halben Million Mark zur Verfügung zu stellen.
Der Auf st and in Afghani st an dauert an. Die Dörfer der aufständischen Shinwari-Stämme in der Umgebung von Ialalabad wurden von afghani- schen Regierungsflugzeugen mit Bomben beworfen, wodurch in Kotdarra 15 Personen getötet wurden Die Aufständischen versuchten die Stadtmauer von Ialalabad zu unterminieren, wurden aber von dem afghanischen Befehlshaber Mirzaman Khan angegriffen. Im Verlaufe des Gefechts wurde der Sohn Mirzamans von den Aufständischen gefangen genommen und später erschossen.
Rach einem Telegramm aus Asuncion ist es fzwischsn Truppen Paraguays und I Boliviens zu einem Gefecht gekommen. Die
törichten Bemcrhingeo über Selbskbeftimmuugs- recht und Selbstmordrechl feien fo abwegig, daß man kaum in eine Diskussion darüber einlrefen könne. Auch müsse den Franzosen die Vorstellung endgültig genommen werden, als ob das deutsche Volk noch alles mögliche zu tun bereit fei. um die Räumung des Rheinlandes zu erreichen, kein Mensch denkt daran, diese Frage in Lugano aufzuwerfen. Die Franzosen hatten Zelt genug gehabt, die Räumung in der Vergangenheit zu vollziehe, als dafür von Deutschland tatsächlich politische Kompensationen zu erreichen gewesen wären. Diese Zeit sei aber endgültig vorbei. Der Wert einer solchen französischen Geste sei auf Rull herabgedrückt und Herr Briand werde damit in Lugano keine Geschäfte machen. Die Aussichten der Zusammenkunft von Lugano seien nach Auffassung der Berliner politischen Welt überaus nüchtern zu beurteilen.
Giresemsrm auf der Fahrt nach Lugano.
Briand schon eingetroffen.
Berlin, 7.Dez. (Privatmeldung.) Heute mittag wurde eine kurze Ministerbesprechung über Lugano abgchalten. Die deutsche Delegation für die Ratstagung in Lugano verläßt heute abend mit dem fahrplanmäßigen Zuge Berlin. Reichs- außsnminister Dr. S t r e f e m a n n wird begleitet fein von oem Staatssekretär Dr. o. Schubert, dem Ministerialdirektor Gauß und einer Anzahl von Sachverständigen. Die Konferenz wird bis zum 16. ober 18. Dezember ondauern. Es ist noch unbestimmt, ob der Reichsaußenminister im Anschluß daran einen kurzen Weihnachtsurlaub ontreten wird. Der Außenminister ist vor seiner Abreise von dem Herrn Reichspräsidenten zum Vortrag empfangen worden. — Lugano ist bereits jetzt schon zu Ehren der Ratsdelegation in den schweizerischen und kantonalen Farben beflaggt. Als erster Delegierter traf der gegenwärtige Präsident des Völkerbimdsrates, P r ö c o p e (Finnland), Freitagabend in Lugano ein. Mit dem nächsten Schnellzuge kam der ftanzösische Außenminister Briand mit seiner Begleitung. Am Abend waren die Seeufer und die öffentlichen Gebäude Luganos prächtig beleuchtet.
vinz bringen es fertig, ihren Börsen- und Finanzteil an Madame Hanaus Unternehmungen zu verpachten, gegen sehr anftänöigeS Entgelt natürlich, itnö während der brave Leser glaubt, seine Zeitung, der er das Vertrauen entgegenbringt, gibt ihm Ratschläge, gute Empfehlungen, ist es der Kreis um die tüchtige Madame Hanau, der aus diese Art gewisse Maßnahmen und gewisse Papiere an der Börse empfiehlt. Die Gläubigen werden geprellt, Madame Hanau aber macht daS große Geschäft.
Das ist der eigentliche Skandal: Rettungen, di? immerhin ein großes Vertrauen bei ihren Le'ern haben — sie find schon.fo herausgesucht, damit Die Drahtzieher an den gläubigeren und ungewandteren Tell des Publikums herankom- men —, vergeben einen nicht unwichtigen Teil ihrer Spalten an ein paar Geschäftemacher, leisten Beihilfe zu einer Beraubung der Oeffent* lichkeit, Die ihresgleichen sucht. Fragt sich nur, ob das alles geschehen konnte, ohne daß einer der vielen angesehenen Politiker, die sich für die „Gazette Du Franc" einsetzten, Die Hin ter- gründe tes Unternehmend Durchschaute. Poincare scheint einiges Mißtrauen zu haben, er ordnete strenge und gründliche Untersuchungen an, ohne Rücksicht auf mögliche Kompromittierungen. HnD daher stehen vielleicht noch weitere Lleberrcrschungen in dem Finanzskandal um Madame Hanau bevor.
Die Bilanz der Warne Hanau.
Paris, 7. Dez. (WTD.) Der Rechtsanwalt des Gläubigerschutzverbandes der „Gazette du Franc" hat erllärt, daß d i e P a s s i v e n sich aus etwa 1 10 Millionen Franken belaufen dürsten, dargestellt durch Gin?aF langen d?r Kunden auf Depot und Einzahlungen in bar bei den verschiedenen Finanzgesellschaften des Llnterneh- wens. Die Aktiven werden dargestellt Durch einen Betrag von 40 Millionen Franken, Die die Gesellschaft auf Bankkonto hinterlegt hat und Durch Den Wert des Bureaugebäudes in Paris, von d?rn man allerdings nicht weiß, ob es hypothekarisch belastet ist, sowie von einigen Gebäuden, die die Gesellschaft in Lille besitzt. Di? Abschätzung DeS Wertes der Wertpapiere, die das äln ernrhmen besitzt und die Frau Hanau auf 110 bis 123 Mil ionen Franken bezifferte, soll gänzlich aus der Lust gegriffen sein.
Paraguahaner seien, als sie in der Rähs der Grenze ein von Bolivianern erbautes Fort entdeckten, von diesen beschossen worden. Sie hätten das Feuer erwidert u.ib mehrere bolivianische Offiziere und Soldaten gefangen genommen.
Aus aller Welt.
Als Schmuggler erschossen.
Im Aachener Wald wurde Die Leiche eines 21jährigen Mannes auS Aachen gefunden, die eine Schußverletzung in der linken Selle hatte. Der junge Mann war kurz vorher mit einem anderen Manne auf Fahrrädern an der Wegkreuzung vorbeigefahren. Hier war er v o n Zollbeamten angerufen worden, weil er auf dem Rucken einen schweren Sack trug, der vermutlich Kaffee enthielt. Da der Mann trotz Anrufes weiterfuhr. gab der Zollbeamte zwei Schüsse ab, wovon einer Den Schmuggler traf, der sich noch eine Strecke weit fortschleppte, dann aber tot zusammenbrach. Der Sack Kaffee ist nicht bei ihm gefunden worden, so daß angenommen werden umh, daß der andere Radfahrer Die Schmuggler Ware
Finanzskandal in Frankreich.
Madame Hanaus Börsengeschäfte. — Das Geheimnis der Gazette du Franc.
an Nch genommen imb damit da« Weite gesucht hat.
Ein brennender KMolaus.
In Heidelberg ha k? sich ein 17jähriger Tape- ziererlehrftng als Rikolaus verkleidet und trug eine brennende Laterne mit sich, d e aber schadhaft war. Plötzlich geriet der lange Bart des Rikolaus in Brand und im Ru übertrugen sich die Flammen auf Den ganzen K >rper. Der junge Mann hat an Hals, Armen und Deinen schwere Brandwunden DaDonge.ragen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden.
Brand in einer Telephonfabrik.
In der Fabrik der Firma iScLcfion Elektrische Kornmandit-Gesellschaft in Prag brach ein 'Brand aus. Der den elektrischen Trakt des Fabrikgebäudes zum größten Teil vernichtete. Man vermutet, daß das Feuer durch Explosion eines Lackiererofens in der Lackie.abtc'v- lung entstanden ist. Der Schaden wird auf sechs Millionen Kronen geschäht. Er ist nur teilweise durch Versicherung gedeckt. Dem Brande ist auch eine für das Postamt in Znaim bestellte und fast fertiggestellte große Telephonzentrale, deren Wert allein auf etwa andrrthall» Millionär Kronen geschätzt wird, zum Opfer gefallen.
Ein verhängnisvoller Schuß.
In Eutweilrr bei Alsdocf l>ermu ein Einwohner in seinem nachts heim kehrenden Sohne einen Dieb, der in seinen Hühnerstall eindringen wollte. Als der Sohn nicht sofort aus einen Anruf antwortete, schoß er kurz cn schlossen und traf den Sohn, der mit lebensgefährlichen Verletzungen zusammenbrach.
Ein« drastische Maßnahme
für die Hebung der Landwirtschaft.
Der Präfekt der römischen Provinz Caltanissetta hat dem fllrsllichen Geschwisterpaar Pignatelli d i e Verwaltung ihres Großgrundbesitzes entzogen und sic dem faszistlschen Provinzial- verband der Landwirte übertragen. Nach dem „Piccolo" ist diese Maßnahme angeordnet worden, well die Fürsten ihren Pächtern keine Saaten geliefert haben, so dah mit der Felddestel- I u n g nicht begonnen werden konnte. Der Provinzialoerband wird den Großgrundbesitz zwar auf Rechnung der Besitzer, aber nach eigenem Gutdünken verwalten, also auch Meliora- Honen vornehmen.
Schphkanzler Churchill Mitglied einer Gewerkschaft.
Der britische Schatz Kanzler Winston Churchill wurde Mitglied der Vereinigten Gewerkschaft der Bauarbeiter. Er hat seinen Eintrittsbeitrag bezahlt und wird eine Mitgliedskarte erhalten. Bekanntlich ist Die Beschäftigung mit Maurerarbeiten eine von den vielen Liebhabereien ChurchkllS. Der Dellritt Churchills erfolgte auf eine scherzhaft gemeinte Einladung Sines Sekretärs der Gewerkschaft hin. Der Generalsekretär des Verbandes, Hicks, erklärte: schätzen Den Geist, bt Dem Churchill unsere Einladung an genommen hat."
Oie Wetterlage.
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Wettervoraussage.
Eine TiefDruckrinne, hie sich von Spanien nach Skandinavien erstreckt, nimmt Deutschland mit in seinen Bereich. Die Kaltluftmassen an der Westseite, hie beim Erreichen unseres Gebietes zu veränderlichem Wetter führen, werden zunächst noch Schnee- uird Regenschauer bringen.
Voraussage für Sonntag: Veränderliches, wechselnd wolliges Weller mit vorübergehender Aufheiterung, nachts nur noch geringer Temperaturrückgang, stetzenwci'e Schnee- und Regenschauer.
Aussichten für Montag: Roch vielfach wcl iges lefter mit RiederschlagLneigui'.g, stellen - wei.e auch ausheiternd.
Lufttemperaturen am 7. Dezember: mittags 5 Grad Celsius, abends 2,3 Grad (Telfius; am 8. Dezember: morgens 2,7 Grad Celsius. Maximum 5,2 Grad Celsius, Minimum 1,5 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 7. Dezember: abends 8,6 Grad Celsius: am 8. Dezember: morgens 2,8 Grad Celsius. — Niederfchlag 1,4 Millimeter. — Sonnenscheindauer eine Stunde.
Amtlicher Wintersport.
Nachrichtendienst der hessischen Wetterdienststelle.
Vogelsberg (hoherodskops).
Temperatur — 2 Grad Celsius, leichter Schneefall, 12 bis 15 Zentimeter Schnee; Beschaffenheit: Pulver- schnee. Sportmöglichkett für Ski: gut (Schwarzwald (Feldberg).
Bewölkt, —2 Grad Celsius, Gesamtschneehöhe 82 Zentimeter, Pulverschnee, Skt und Rodel sehr gut
Ruheskein.
Bewölkt, —0 Grad Celsius, 50 Zentimeter Schnee, verharscht, Ski und Rodel gut.
Alpen (Garmisch-Partenkirchen).
Heiter, minus 6 Grad Celsius, 40 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut


