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analog her die Wass

erst in dieser Woche angefcmgen, die Frucht

zu schneiden. In tiefer gelegenen Orten, wie Babenhausen, hat man vereinzelt schon in der

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ltende trockene Witterung machte

Nachdruck verboten.

35. Fortsetzung.

res

au Baronin hat ihn doch viel in Händen gehabt.^ Er zog eir

el an

Durch die < sich bei der

alt: Heinrich > Freitag

E» war ein Klang in den Worten, der machte Maria besorgt. Konnte sie nicht mehr lachen? Sie, die doch in aller Not bce vergangenen Jahr immer die Sorgen über Bord aeroorfen hatte? Jetzt wünschte sie Elenas alten Leichtsinn zurück.

Darüber machte sie sich kaum Gedanken, datz der Schwager (eben vorausgcsahren war. Er mochte kaum den Wunsch haben, ihr zu begegnen, wenn

(Hungen) Anerkennungen.

Klasse V: Ziegen, 1 Hau (Hattenrod, l.Pr.i

letzten Sitzung setzte der Vemeinderat zu­nächst die 6 tc u«ra icle fest. Es werden fol­gende Steuersätze beschlossen: 18 Pf. auf je 100 □Hart Steuerwert der Gebäude, 34 Df. für land­wirtschaftliche Grundstücke. 45 Ps. für Gewerbe. 34 Pf. Sondersteuer für Gebäude. -- Die De» soldurg ' der Gemeindebeamten wirb analog den staatlichen Sätzen geregelt. Um

, serversorgun g zu verbessern wer­den noch eine Reihe Wassermesser eingebaut;

Decher heraus und entfaltet« es et war in deut­scher Sprache ausgestellt, aber Herr Adossides Der-

Möwe im Sturm

Vornan von Sophie Moerß.

er an dav <)aue dachte, in dem sie sein Galt gewesen war. Und sie wollten selber reisen, sobald er nur ging.

Drei Tage Ruhe, Elena, datz ich das Rütteln und Wiegen au» den Gliedern verliere, dann fahren wir zurück. Im Salonwagen des Herrn General- direkloro. Da hast du alle Bequemlichkeit, die dir nötig ist. Für dich freut e» mich, daß wir den Wagen haben."

Ach so bist du getomnun? Ihr seid verlobt, Maria, ja?"

JD nein, o nie, Liebste. Ich ein leises Lachen Darüber reden wir ein andermal. Jetzt wollen wir nur an dich denken. Und moraen will ich hin­aus aus die Akropoli». Wenn cs dir zu beschwer^ lich ist, wird Herr Sieversen mich geleiten. Wozu ist er Rcisemarschall -

3a, ja, geh mit dem. Steigen wird mir entsetzlich schwer."

So ging Maria in aller Morgenfrühe de» nach- sten Tages, ehe Scmnenglut und Staub zur Plage wurden.

Elena lag bis gegen Mittag, da wurde ihr ge­meldet, Herr Aristides Adossides bäte um den Bor­zug. die Frau Baronin sprechen zu dürfen. Wie lästig. Sein Französisch anzuhören, war wirklich eine Qual. Aber er mochte etwa» von Sergei zu bestellen haben, der bisher nur eine flüchtige .starte gesandt hatte, eingesteckt in Budapest.

Der Herr soll ein wenig im Salon märten.

Herr Adosstdcs, besten Dar« wie Silber glanzte und dessen Augen so österlich liebevoll der uer- lichen tjrau entgegensahen, konnte gleichwohl eine gewisse Nervosität nicht verbergen

Er sagte, er komme, well er gehör.. Ihre Kai Uche Hoheit ein ganz kleines Stocken als

bergemacnen Woche mit dem Schnitt begonnen. Im allgemeinen steht alles vortrefflich, es zeigt sich wieder klar, baft txoden« Jahre für den hohen Vogelsberg die besten sind. Dringend zu wünschen ist freilich, daß das trockene Wetter der letzten Zeit auch für die kommenden Wochen der Ernte anhält. Unter ^Beteiligung sämtlicher DolkSschuilen der Orte des Bezirks Ulrichstein fand am gestrigen Montag hier wie in jedem Jahr das Iugendturnfest statt. Im Äugel* st oh, deutschen Dreisprung. Stafettenlaus, Wett­sprung und in Freiübungen konnten die Kinder auf btm ausgedehnten Ulrichsteiner Sportplatz ihre Kräfte messen und ein vielfach recht gutes Können zeigen. Forstgehilfe Dittmann, der längere Zeit hier tätig war. wurde nach

(Utphe). Ludwig Dock (Obbornhofen). Heinrich Münster (Hattenrod), Derselbe 2. Pr: Wilhekm Keil (Ettingshausen). Heinrich Weller XVI. (Dteseck). Heinrich Münster (Hattenrod) 3. Pr.; Friedrich Stauf (Utphe). Wilhelm Weber (Trais-Horlofs) Anerlennungen.

Klasse VI: Zeitziegen: Pauline Jakob (InheDen) 3. Preis.

Landkreis Gießen.

X Klein-Linden 7. August. Ein unae- wöhnlicheS Verkehrshindernis fanden die geem abend zwischsden 9 und 10 Uhr die Frank­furter Strafte passierenden Autos in der Höhe der OrtSgrenze nach Gieften vor. Dort hatte sich ein einem hiesigen Besitzer gehöriges sehr schweres Pferd wegen heftiger Kolikschmerzen quer über die Strafte gelegt DaS wertvolle Tier sollte nach der Deterinärklinik in Tieften verbracht werden. waS auch noch möglich war: dort ist eS aber verendet, so datz der Eigentümer einen erheblichen Schaden erleidet.

$ Alten-Duseck, 7. Aup. Der bekannte hiesige Oppersche Saal ging dieser Tage auf dem Wege der Zwangsversteigerung in den Besitz deS Gastwirts Philipp Einhauser, hier, über Der neue Besitzer, welcher die Genehmi­gung für Gastwirtschastsbetrieb deS seitherigen Inhabers mit übernommen hat, beabsichtigt durch Um- bzw. Anbau dem Saalgebäude eine geräu­mige Wohnung mH Gastzimmer anzufügen. Die seither in dem Saalgebäude betriebene Zigarren­fabrik der Firma Kltngspvr in Gieften bleibt von dem Besitzwechsel unberührt. Herr Sin- Häuser hat vielmehr der Firma den Saal be­reits für ein weiteres Jahr pachtweise über* lassen.

QJ Lollar, 7. August. An dem 10. Deut - sch en DundeSsängerfest in Wien hat auch eine Abordnung der hiesigen Sän­gervereinigung mit Fahne tellgenommen. Als Andenken an die erhebenden Tage hat die Abordnung eine Schubert-Gedenkmünze und eine Fahnenschkife erhalten. Daneben haben die Wienfahrer eine Teilaufnahme deS Hessischen Sängerbundes von der Feier an der Karls- kirche mitgebracht und ihrem Verein gestiftet Die Ocgenftänbe stehen Im Schaufenster deS Sattlermeisters Karl Seipp zur Ansicht au8.

Watzenborn-Steinberg. 7. Qlug.

schätzender Bedeutung. Die Quellen lieferten seit­her etwa täglich 160 Kubikmeter Wasser, ob­wohl ein Bedarf von rund 240 Äubilmeter täg­lich vorlag. Durch Fassung von zwei neuen Quellen die Arbeiten wurden vor einigen Tagen beendet - in der Rahe der übrigen Quellen, dürfte einem Wassermangel auch bei trockenster Witterung vorgebeugt fern. Die bet- den neuen Quellen tiefem etwa tägtich 100 Ku­bikmeter, so dah der Bedarf bet wertem ge- deckt ist. Der Hochbehälter der Wasserleitung wieS seither im Verhältnis xum Bedarf nur einen geringen Wasservorrat auf. Vorgestern waren Die beiden Vorratskammern, die je 100 Kubikme­ter fassen, vollständig gefüllt und eS konnte so­gar ein zeitweiliger llebcrlauf feftgestellt wer­den. da die zulaufenden Wassermassen nicht rest- los zur Verwendung kamen. Hier in der Bahn­hofftratze. kurz vor dem Dorf eingang, spielte ein 12jähriger Junge mit einem Voller. Einem herankommenden Auto wich der Junge nach der Seite auS. Hierbei kam er so unglücklich zu Fall, dah er vorn Kotflügel deS Wa­gens gefaßt und am Kopfe verletzt wurde. Der Besitzer des WagenS brachte den Jungen sofort zu dem hiesigen Arzt Dr. Fa­bel. der die erforderliche Behandlung vornahm und seine Heberfüfjrung in die Klinik heran- Iahte. Es ist verwunderlich, dah sich hier nicht schon mehr Unfälle ereignet haben, da manche Autofahrer und vor allem Motorradfahrer im wilden Tempo die Ortsstraßen durchrasen. Eine amtliche Kontrolle und ernstliche Bestrafung der wilden Fahrer wäre sehr am Platze.

() Lang-Gons. 7. Qlug. Es gibt »äuge Stratzen in unserem Orte, die so stark vom Wagenvertehr benutzt werden, wie die Holz­heimer Straße. Alle Bahnsendungen nach Holzheim, Drümngen. Reuhof ufto. werden hier aus geladen, außerdem eine Wenge Waggons Kar­toffeln. Obst. Zuckerrüben ufto. weggeschickt. Dazu kommt noch, dah an der Holzheimer Straße ein ganz neuer Dorf teil entstanden ist. Bei verichie- oenen Gelegenheiten hat sich gezeigt, dah die Durchfahrt unter dem Bahndamm Diel zu schmal ist. Gs muß als Wunder angesehen werden, dah noch kein größeres Unalüct geschehen ist. Datz daneben bei schlechtem Wetter gerade vor unb hinter der Durchfahrt große Schlaamnassen ein Durchkommen für den Fußgänger nahezu un­möglich machen, sei nur angebeutet. Es wurde deshalb schon seit langem gewünscht, datz die Reichsbahn diese Durchfahrt erweitern soll. Zur Zeit wird nun hier an diesem Tunnel gearbeitet. Links und rechts soll eine Stützmauer errichtet werden, da sich Risse in dem Dau gezeigt hatten. Bon einer Erweiterung der Durchfahrt hört man aber nichts. Sollte es nicht möglich sein, bgß mit der Errichtung dieser Stützmauern zugleich eine Verbesserung dieser VerkehrSstrahe auftanbe- käme? Selten sind die Ernte tage so voll ausgenutzt worden wie in der letzten Woche. Von früh morgcnS bis spät in den Abend hinein waren die Landwirte mit dem Schnitt des Ge­treides beschäftigt. Korn und Gerste sind ab. zum TeÄ schon eingefaßten. Hafer und Weizen folgen. Der Ertrag ist ausgezeichnet. Auf unserem guten Lehmboden ßat die Trvckeichrit bis jetzt iwch wenig geschadet, nur aus den Kleeäckerm machte sie sich unangenehm bemerkbar, deshalb kam der Regen am Samstag sehr gelegen. Dank den energißßen AuSbesserungSarbriten ist unsere Wasserleitung trotz des trockenen WetterS tadellos imstande, während in den letzten Jahren bei anßaltenber Trockenheit stets Wassermangel eintrat. Durch Erneuerung fast aller Haus- anschlüsse in verschiedenen Straften ist eS ge­lungen, dah auch die am höchsten gelegenen Teile des Ortes zu jeder Stunde genügend Wasser haben. Dte Bautätigkeit in diesem Jahr ist sehr gering. Zur Zeit wird ein Wohnhaus er­richtet, außerdem daS Haus der Evangelischen Kicchengemernde, das alterdingS sehr groß wird. Reben einem Saal und zwei Wohnungen wird die Kleinkinderschule darin untergebracht.

Ätci» Friedberg

j Steinfurth, 7. Aua. Der Gemeinde- rat hat beschlossen, in der Bad-Rauheimer Straße einen erhöhten Fußsteig Herstellen zu lassen. Mit diesem Beschlüsse kommt der Gemeinderat einem all­gemeinen Wunsche sehr entgegen. Infolge der Um­leitung des Kraftwagenverkehr» über Steinfurth wahrend diese» Sommers ist die Bahnhosstrahe dauernd stark benutzt worden und befindet sich da-

Hefigen Wasserleitung ein zeit­weiliger Wassermangel in unangeneh­mer Weife bemerkbar So mußte auch an einem Samstag der Badebetrieb in der Demelndebadc- anstatt auSsallen Der Wassermangel ist übrigens nicht allein auf die trockene Witterung zurück­zuführen. sondern die erhebliche Vermehrung der Einwohnerzahl seit der Erbauung des Wasser­leitungsnetzes ist ebenfalls nicht von zu unter­

er in einem sehr schlechten Zustande Die Schäden werben sich bei Regenwetter besonder» unangenehm bemerkbar machen. Man hofft auf eine baldige Au»- füßrung der Arbeiten, die dem Maurermetster Jockel von hier übertragen worden sind.

Kreitz Büdingen.

Michelnau. 7. Aug. Hier feierten am vergangenen Sonntag Landwirt Konrad W en - z e l unv Frau Karvline geborene Odel In voller Rüstigkeit das seltene Fest der goldenen Hochzeit. DaS Jubelpaar erfreut sich großer Wertschätzung und Beliebtheit. Der Jubilar war 38 Jahre lang Gemeindeeinnehmer und gehört schon viele Jahre der Kirchengemeindevertretung deS Kirchspiels Ridda an. Pfarrer 2 a u t von Ridda überbrachte die Glückwünsche der Kirchcn- behörde nebst einer Bibel als Geschenk. DaS Ehepaar ist noch täglich im Felde bei den Ernte- arbeiten eifrig tätig, obgleich Wentzel 78 und seine Frau 74 Jahre alt ist.

Kreitz Schotte«.

§ Schotten. 7. Aug. Der gestrige Vieh- markt war verhältnismäßig gut beschickt und sehr gut besucht. Viel Pferdematerial, etwa 170 Stück, war angetrieben. Auch viri Vogelsberger Vieh war anzutreften. Die Straften der Stadt sind mit Verkaufsbuden angefüllt. In feiner

eine Quelle soll gefaßt und zugeführt werden. DaS OrtSnetz wird einer genauen Prüfung unter­zogen. In der Ridda st raße werden 400 Meter Kleinpflaster angelegt, die dazu notwendi­gen Randsteine werden beschafft. Ein neuer Bürgersteig wird dort angelegt. Ebenso wird die neue Dkllenstraße, der Hohen toiesen- w e g, ausgebaut, die Kosten hierfür werden auf die Submission hin vom Gemeinderat genehmigt. Dem Sportverein werden für Instand­haltung seines Sportplatzes 200 M. bewilligt. Auch dem Schützenverein soll ein Dar­lehen für den Bau seiner neuen Schieftstände vermittelt werden.

Laubach, 7. Aug. Die schöne Sitte, daß die in demselben Jahre Geborenen den Ein­tritt in da- 50. Lebensjahr gemein­sam begehen, hat sich seit einigen Jahren auch in unserem Städtchen eingebürgert. Dieser Tage feierten den Eintritt in bas höhere Lebensalter die im Jahre 1878 Geborenen. Am Morgen sand gemeinsamer Kirchgang statt. Der Geist­liche. Dekan Volz, nahm in seiner Predigt auf die sinnige Feier Bezug. Am Abend fand ein fröhliches Bankett unter dem Vorsitz von Glasermeister Heinrich Hertel statt 40 Al­tersgenossen waren zur Feier erschienen. Auch aus der Umgebung und aus weiterer Ferne waren zahlreiche Gäste erschienen. Ende der vorigen Woche hat auch der Schnitt deS KornS begonnen. Wan hat begründete Aus­sicht auf eine gute Ernte. Die Hackfrüchte und das ® rünf utter haben sich durch den Regen der letzten Tage sehr erholt.

§ Ulrichstein, 7. Aug. Während man In der Wetterau den größten Teil der Frucht bereits unter Dach haben dürfte, wird ht unserer Gegend

stand Deutsch, wenn er es auch noch schlechter sprach al» Französisch. Geldpapiere la» er in allen Sprachen.

Sechzigtausend deutsche (Holbmarf, von Herrn (9eneftilt)ireftor Kollmann zu zahlen auf Sicht für Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin (Rena Wlw dimirawitsch, geborene Herzogin von Alkheim"

Er sah sie forschend an.

Elena starrte vor sich hin. Was war da»? Kall- mann und für Sie_ Unb_ Ja, da» hätte sie misten müssen. Da» hätte Sergei dach gesagt. Jäh durchfuhr sie die ganze Erkenntnis. Aber sie riß die aufgeregten Gedanken zur Dfbnung.

Ja, da» mag sein, ich weist mein Mann sprach davon Ach Gott, ich kann nur sagen, so wenig, wie ich davon weiß*

Herr Adossides stand endlich auf. Er spurte, daß hier jede Minute verloren war. Die kleine Frau wußte tatsächlich nichts. Daß sie doch so tun wollte, war höchst verdächtig. Er verneigte sich sehr tief und ging.

Elena stand und sah hinter ihm drein, al» die Tur schon minutenlang in das Schloß ge- sollen war.

Wie war es doch gewesen an dem Abend, al» Sergei den alten Herrn mitbrachte und sie nett sein mußte? War das wirklich erst fünf Tage her? Da hatte fie Kollmann al» Schwager anerkannt. Obgleich -- aber Maria mußte eben einfach diesen Mann heiraten. Das war da» einzig vernünftige. Und bann mußte sich alle» ordnen Dann , O (Bott, Maria. Ich hätte dich gar nicht eintreten.'

Maria war au» ihrem Zimmer gekommen, stand schon hinter der Schwester, ehe diese sie bemerkte, und sah deren ganz verstöttes Gesicht im großen Wandspiegel.

.Da» ist dir geschehen, Elena? Wer war der Mann, der eben hier war?"

Das, das ein Geschäftsfreund von Sergei. Einer, der ihm Geld gegeben hat. Und nun kommt er und will non mir allerlei wissen wo mir das doch alle» choldaisch ift"

..Aber warum regl es dich so auf?"

,,Das tut es gar nicht. Nein wirklich, das tut es nicht. Rur Matta, liebe, fuße Matta, kannst hu wirklich nidy: den reichen Mann da heiraten? Er ist ja keine standesgemäße Barrie, aber er gleicht e» doch bi» zu einem gewissen Grade au» durch seine Millionen, und ihr braucht ja nicht zu-

Elena ihn nur wartend ansah, ein schnelleres Fort- I fahren ja, Ihre Kaiserliche Hoheit sei allein. | Und da wolle er fragen, ob er in irgendeiner Weise ihr dienen könne. Denn e» mürbe am Ende eine Woche währen und wieder ein hastig forschen­der Blick, bi» Seine Äai(erlid)e Hoheit

Bitte, sagen Sie doch .Baran Biron', Herr Adossides. Wir reifen nicht mehr mit dem Kroß- fürstentitel."

Gewiß, gewiß. Oatu wie die Fran Baronin befehlen. Ja, also eine Woche für eine Dame ganz allein Denn wenn die Herren einmal solche Frühlingvfahrt in die Berge machten"

9n die Berge? Rein Ach, Sie meinen, mein Ma im sei mit der englischen Rundrciseaesellschast D Gott, nein, lieber Herr Adossides. Für Harn- melherden hat er nicht das geringste Derftändnis. Er ist nach London. Und »ch werde in den nächsten Tagen mit meiner Schwester folgen."

Der Grieche fuhr mit der Hand über den langen Bart. Sieh da, nach London. Hatte der hohe Herr ihn also angelogen. Immerhin die kleine Frau war so harmlos e» mochte doch alle» in Ord­nung sein mit dem Gelde. Sonst Teufel auch, das wäre ein schlimmer Reinfall.

.Haben Sic noch Wünsche an meinen Mann. Herr Bankier? Soll ich ihm deshalb schreiben?"

Ich möchte Frau Baronin nicht bemühen. Es handelt sich nur um den Wechsel. Frau Baronin misten natürlich"

Geldsachen? Rein, davon weiß ich gar nichts, die verstehe ich nicht. Da» geht nur meinen Mann an."

Der Wechsel ist angewiesen auf die Frau Ba­ronin."

Was heißt das, angewiesen? Bitte, da schrei ben Sie lieber doch selbst, so etwa» wirre ich alle» durcheinander. Seine Adresse ist* Herr Adossides notierte die genannte Straße nebst Hotel sorgsam in seinem Buch, stand aber immer noch nicht auf. Elena wurde nerftimmt. Das hatte der Mann noch auf dem Herzen? Serge, wurde doch nicht irgend etwas angestellt haben, wo» nicht in Ord­nung roar9 Sie kam |a nie au» der Unruhe heraus.

..v'elleichr sehen sich Frau Baronin doch einmal

&ofen und Trais-Hortoss 3. Pr.: die Gemeinden Hungen BelterShrim und Laubach Anerkennungen.

Klasse II: Böcke, 1 Jahr alt: Gemeinde Hattenrod l.Pr.: Gustav Rühl (Utphe) 2. Pr.: G<mc.nde Obbornhofen 3.Dr.: die Vemernden Dettenhausen und Bellersheim Anerkennungen

Klasse III: Ziegen, 3 Jahre alt und älter: Heinrich Jo? (SttingShauftnen), Heinrich Rühl (iltpßci Friedrich Löffler (Hungen), Ioh. Heinrich Roth (Bettenbausen) 1.PreiS: Karl Scheid (Lindenstruch), Karl Pete r (Laubach), Heinrich Fich (Bellersheim), Adreas Burkart (Ettingsbausen), Heinrich Seipp III. (EttingS- hausen). Ludwig Fink (Steinberg) 2.Pr.: Hein- rich Scheid III. (Harbach), Georg Kopf II'. (Brilersheim). Philipp Freitag (Utphe). Ru- doti Hahn (Obbornhofen). Wilhelm Kerl II. (Ettingshausen), Wilhelm Grünbein (Hungen). Heinräh Schloßmann (Trais-Horlofs). Karl Münster (Hattenrod) 3. Pr.; Johannes Jäger (Queckborn), Heinrich Scheid III. (Harbach), Otatentin Weppler (Harbach). Derselbe, Hein­rich Hirzinger (Utphe), Lorenz Herbert (Lftphe), Hugo Keil (Ettingshausen). Emil Schäfer (Hungen), Karl Klös (Inheiden), Karl Schwarz (Hungen) Anerkennungen.

Klasse IV: zweijährige Ziegen: Hugo Keil (Ettingshausen). Friedrich Stauf (Utphe), Jakob Raumann (Laubach) 2.Preis, Karl Münster (Hattenrod), Heinrich Rau IV. (Hat­tenrod). Hugo Keil (StttngShaufen) 3. Pr.: Wil­helm Steul (Dettenhausen). Gmil Schäfer

WohrrseD versetzt, um die dortige Förster- stelle zu veriehen. an feine Stetie tarn Forst» gehilfe Jost ans hiesige Forstamt.

4 ÄuS dem Oberwald. 7. Aug. Während in den vorigen Jahren sich viele Familien eine« lohnenden Verdienst durch Sammlung von Httn- beeren verschassten, tieht es dieses Jahr mit bet Himbeerernte sehr trübe aus. Rur die besten H.m^eriucher finden geringe Wengen, und auch dte gewonnenen Früchte stnd nur von mittlerer oder schlechter Beschaffenheit. Die Ausbeute lohnt sich auch nur an verborgenen Plätzen, die nur wenigen bekannt sind.

Krei» «ltzseld.

er. Homberg. 7. Qlug. Untere Schutzen- f|t(t>« hielt am vergangenen Sonntag ihr dies- Shriges König - und Ritterschießen ab.

Unter Vorantritt der Feuerwehrkapeüc mar­schierten die Schützen hinter ihrem Banner in stattlicher Anzahl nach den Scheftständen. Rach Rückgabe der Königs- bxto. Rttterketten an die Gilde begann der Kamps um dte Siegespalme. Geschossen wurden je fünf Schuß Lefler*- kniend und stehend freihändig auf die zwRser Ring­scheibe. Es gelang unserem s eteherigen Schützen- 15mg Hans Schmitz, sowie auch dem 1. Ritter WAyelm Köhler mit 135. bzto. 132 Ringen ihre Würde zmn zweiten Mate zu erringen. Als 2 Ritter ging Schütze Georg Wagner mit 129 Ringen aus dem friedlichen Wettkampfe hrrvor. Der Abend vereinigte Mitglieder und Angehörige im Frankfurter Hof zu einer mit Tanz verbun­denen Rachseier. die recht harmonisch oerftri.

Kreis Lauterbach.

# 6 i d) e n r o b , 7. Aug Bor wenigen Tagen feierten bie Eheleute Andrea» Kohler I. und dessen Ehrefrau Margarete, geb. Döll, Ihre goldene Hochzeit Dem greifen Paar wurden an diesem - Tage viele Ehren zuteil. Reichspräsident Hindenburg hatte in einem herzlich gehaltenen Glückwunschschrei­ben ihrer gedacht. Kreisdirektor Dr. Wichel über­reichte im Namen der hessischen Staatsrcgierur.g ein Geschenk. Bürgermeister Döring überbrachte Glückwünsche der Gemeinde. Der 82jahrige alte Wagnermeister ist immer noch sehr rüstig und ver- richtet noch leichtere Arbeiten in feinem Beruf, ben fein Sohn auch gewählt hat.

Preußen.

KreiS Wetzlar.

H Wetzlar, 7. Auaust. Die hlesiae Frei-

1 ige Feuerweh r beging in diesen Ta­gen daS Fest ihres 65jährigen Be­stehens. Die Feier selbst wurde cingeteilet durch «men Fackelzug. der sich am Samstag:l<nd unter zahlreicher Beteiliguiig auch der ®ießc- n«r Wehr durch die Straften der Stadt nach dem Jestplah bewegte. Anschließend hieran fand in einem der Fest zelte ein ossiz -Her Kommers statt, der sowohl von auswärt.gen Derbänden, als auch von feiten der Wetzlarer Bürgerschaft äußerst stark besucht war. Don der großen Zahl der dort gehaltenen Begrühungsansprachen sei besonders die Rede deS städtischen Beigeordneten Richard erwähnt, der im Auftrage der Stadt deren Glückwünsche übermittelte. Der Abend selbst wurde noch durch turnerische und gesangliche Dar­bietungen von Wetzlarer Vereinen verschont. Der Sonntagvormittag bracht« alsdann eine Schul­übung der Wehr auf dem Haarpiatz. bc. der sämklickte Geräte vorgeführt wurden. Ein Brand­angrift aui'das nahegelegene Bürgerbofpitaz und die Hospitalkirche beendet« di« mit Schneid und Umsicht durchgesührte praktische Vorführung. Am Sonntagnachmittag bewegte sich bann «in statt­licher F « stzug durch die Hcruptstraßen d-er Stadt, an dem sich etwa 25 auswärtige Wehicn und fast alte Wetzlarer größeren Vere.nc fc- tcilüjtcn. Rach Ankunft auf dem Festplatz be­grüßt« Beigeordneter Richard nochmals na­mens der Stadt die Gäste und den festgebenden Verein und ließ seine Rede mit einem Hoch auf daS Vaterland ausklingen. Trotz der Ungunst der Witterung war der Festplatz von einer f-tit unübersehbaren Menschenmenge besucht. Der dritte Festtag (Montag) zeigte gegen Abend den üb­lichen Trubel, besonders an den zahlreich auf- gestellten Vergnügungsbuden, bis bann bei <in» getretener Dunkelheit ein Feuerwerk das Fest oftiziril beendete.

Reiskirchen (bei Wetzlar), 7. Auaust. Ein Kornha 1 m mit vier A ehren sand

lammen zu leben. Das kann eine kluge Frau schon machen."

Sie sah Maria» große ernste Augen in schwerer Fraac an ihren Zügen hängen und wandte sich ab, warf sich in einen Sessel, barg das Gesicht an der Lehne und schluchzte haltlos auf.

Wenn bu ihn nicht willst Da» soll bann werden, was soll dann werben!"

Elena, sprich dich aus. Da sind wieder Dinge, die ich nicht durchsehen kann. Kollmann heiraten ausgeschlossen! Aber ich will dir helfen, so gut ich kann. Sage mir nur offen, um» ist da geschehen?"

Ich, ich weiß es nicht recht. Rur Sergei sagte zu dem alten, gräßlichen Menschen, er wäre unser Schwager, und daraufhin hat der Ihm Geld geliehen."

Und du? Hast du e» gehört? 3a? Und nicht widersprochen?"

Sei nicht döle. Ach, Maria, ach, meine angebetete fuße Maria, ich hab' mir doch nicht» dabei gedacht. Diese Griechen sind so schlau, könnt' der nicht selbst die Augen öffnen? Sir tranken Sekt, und du weißt, bann bin ich Immer in solcher Stimmung, ha überleg' ich nicht. Und Sergei"

Jo, Sergei Tu wirst nie von ihm lo»kommen, solange eure Che nicht gelost ist. Du mußt sie lösen. Elena."

,^ch kann nicht, ganz gewiß nicht."

Was bindet dich denn so fest an diesen Mann? Du weißt doch, wie wenig Wert er hat."

ür hat mich die Liebe gelehrt," sagte die blonde itrau plötzlich leite und aan, demütig.Der Mann, der uns zum erstenmal lehrt, wo» es heißt, sich in l iuchzender Seligkeit ganz ausneben, alle» Eigene zu verlieren an einen anderen Menschen, der un» zur Sriapin macht, indem er uns die Äönigetrone de» Weibes aufsetzt, den können wir nie vergeßen, Maria. Wir tonnen ihn vielleicht einmal hasten. Aber ich bin kein Mensch für ben Haß. Ich kann außer mir sein, ich kann schwören, baß ich chn nie, nie wieder leben will und wenn er kommt, und wenn er bittet, und wenn er mich küßt Run ver­achtest bu mich Aber da» ist starker als ich viel­leicht ist e» das einzige, was wirklich stark ist In mir. Und daß weiß ich, fo viel er lieben kann er kann es wohl n'.cht lehr viel, ich meine, mit der Seele, so viel liebt er mich Andere Firmen sind ihm nur Spielzeug."

(Fortsetzung folgt) /