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Ausstellung ^OaS deuffche Porzellan" in Wiesbaden.

Die seit Anfang Mai in Wiesbaden aS- zeigte Ausstellung .DaS deutsche Por­zellan" Hot sich andauernd eine* so starten Zuspruchs zu erfreuen, dast der Wie dadener Magistrat befchlolfen hat. die Ausstellung biS zum 1. Bull z u verlängern, »ine nicht hoch genug einzuschätzende kulturelle Tat ist mit dieser Ausstellung im besetzten Gebiet geleistet worden. In einheitlichem Nahmen, in künstlerisch hochwertiger Form, zeigt die Ausstellung die Leistungen der drei staatlichen Manufakturen Berlin, Weihen, Ahmphenburg und der 40 gröh- len privaten Porzellanfabriken. Die Ausstellung ist durchgehend von 10 bis 7 älhr, auch an Sonn­tagen. geöffnet. Wer den edlen Werkstoff .Por- aeuem" in feinem Formen- und Farbenreichtum kennenlernen will, benutze diese Gelegenheit und unterstütze durch sein Kommen die Bestrebungen

misst km im Vicht der 3enHotemftmf erena". Wenn man bedenkt, dah an der genannten Deltton- fewenz auch tührende Heidenchristen auS Japan und Shina. auS Indien und Afrika als gleich­berechtigte Glieder tellgenommen haben, dann kann man sich denken, wir die evangelische Welt- Mission jetzt unter mancherlei kritischen Span­nungen in eine neue Ieillage hinerMoächst dast eS ein ge'undeS Wachstum sei, das ist eben die grohe Sorge! Alle auswärtigen Gästc fin­den in der miMonSeifrigen Gemeinde Aierstein gute Ausnahme

Sine neue Sustav Abols-Kirche

Ober-Roden, 1. Juni. Bei herrlichem Wetter wurde hier der Grundstein zu einer Gustav-Adols-Kirche gelegt AuS der weiteren und näheren Umgebung waren mehrere tausend Gvangotitche herbeigeeilt, um diesen Fest­tag mit der kleinen hiesigen evangelischen Ge­meinde zu begehen Dekan Schuster lDuten- Hosen». olS zuständiger Psarrer. der Superinten­dent der Provinz, Geheimrat D. Dr. Flö - ring <Darmstadt). D. I)r. Freiherr Hehl z u HernSheim lWormS) al» Dorsitzender de» Hessischen Hauptverein- der Dustav-Advlf-Stif- tung hielten Ansprachen. Vertreter der ver­schiedenen kirchlichen und politischen Behörden widmeten mit seierlichen Hammerschläaen herz­liche Wünsche Die sehr ansprechenden Baupläne find von Dipl -3ng. Architekt Pfuhl lDarm­stadt) gefertigt.

des befetten Gebiete- auch in schweren Jetten deutscher Arbeit und deutschem Fleist Beachtung und Anerkennung zu verschaffen

Ein Kontrollgesetz für private Bausparkaffen.

GS ist ein vielfach empfundener Nebelst and. das) eint Reihe Bausparorganisationen als offene HandelSgesxll'cha ten oder Gesell chaftrn mit beschräntier Haftung einer gesetzlichen Publizität» Pflicht über ihre Ge- schästSgebarung nicht unterworfen sind. Den Bausporern wird e» so ganz unmög­lich. Auskünfte über den wirtschaftlichen Stand der betreffenden Unternehmungen, denen sie ihr Geld gegeben haben, zu erhalten. Um diesem Uebelstand abzuhel en arbeitet letzt, wie berichtet wird, der Reichsverband der Woh- nungSsürsorge-Gesell'chasten einen Gesetzentvurs aus Wit dielem Vorschlag, der dann dem Reich»orbclt»ministerium und evtl, durch eine Partei auch dem Reichstag zugeleitet werden soll, will man vor allem eine Publizi- tätSpslicht für solche Organisationen schassen und gleich>,eitlg eine Revi-

sionSwesen» vornehmen. Wan hofft mit diesem Gesetz den Teilhabern vieler BaiOpar- oraanifationen und Bausparkassen einen gewissen Schutz zu verschaffen, indem die Gesellschaften zu einer cinwandsreien und geregelten Geschäfts­führung gezwungen werden.

Große Strafkammer Gießen.

(Sieben, 6. Juni, öin hiesiger Tech­niker war der schweren Urkundenfälschung, ein Angestellter de» hicligcn HochbauamtS der Bei- hllse hierzu angeklagt Der Techniker hatte an einem schon dem Hochbauamt anläßlich einer Submission übergebenen Voranschlag für ein Ge­bäude der Klinik Aenderungen der in Ansatz gebrachten Preise vorgenommen, al» er zufällig Sa» Formular auf dem Bureau de» Angestellten vvrsand. Dellen Bedenken hatte er mit dem Hinweis beschwichtigt, dast die Abänderung nicht unerlaubt oder strafbar sei. DaS Gericht erster Instanz hatte beide Angellagten freigesprvchen. da e» die Angaben des Technikers, er habe sich zu der Aenderung für befugt gehalten, al» glaubhaft annahm. Die Strafkammer hob jedoch dieses Urteil auf und belegte den Techniker unter weitgehendster Zubilligung mildernder Um­stände mit einer Gefängnisstrafe von

einer Woche Die Freisprechung des An­gestellten deS Hochvauamt» blieb aufrecht er­halten. da da» Gericht einen Schulde wer» in vieler Richtung nicht für erbracht ansah

Wegen Vornahme unzüchtiger Hand.ungen an einem noch nicht 14 iabngen Mädchen war ein Geschäftsmann au# Gttin-»hau>en vom Gericht erster Instanz zu rner Gefängnisstrafe von einem Iaht verurteilt worden Aul leine Be­rufung bm hob die Strafkammer in nichtbflent- I.cher Sitzung vaS Urteil auf und sprach ihn frei. In her Urteilsbegründung wurde her- ivrgchoben. oast zwar starke Ü^rdachtSmomente für de Täterschaft de» Angeklagten bestünden, dast fie jedoch zu einer zweifelsfreien Verur­teilung nicht auSreichten. so dast Frei­sprechung mangel» Beweise» erfol­gen müsse

Kunst und Wissenschaft.

Tagung de» Rudolslädter Senioren Lonorut»

Wie alljährlich trafen sich in der Woche noch Pfina» flcn die Bert der der 52 Storps de» '.st u d o 1- lt n b 1 c r c e n i o r e n G o n t> c :i t y sowie >>nc grohe Zahl von Alten Herren, inaktiven und aktiven Rudolstadter Korpsstudenten mit ihren Angehörigen inRudoIstad t zur ordentlichen Cmbrcdagung de» Verbände». Im Rahmen der festlichen (ireignifie Ingen die Sitzungen und Beratungen de- Derbonde». Don besonderer Bedeutung war u. a. die Stellung­nahme zur Pflcae der Xletbc»ubungen im 9t6l*. Rach den non dem Kongreß angenommenen Richtlinien des Leiters des Amts für Leibesübungen, Studien- rats Riemann (Normanniae, Marburg), ist jedes Korps verpflichtet, die Leibesübungen als wesent- lichen Bestandteil des Korpslebens zu betrachten. Darüber hinaus finben alljährlich in Rudolstadt Korpswettkampfe statt, die über die Leistungen der einzelnen Korps Zeugnis ablegen sollen. Als weiterer wesentlicher Pcknkt wurde der Arbeitsplan de» Leiter» des Amte» für korpsstudentische Erziehung, Dr. 'Bernftorff lHolsoliae), angenommen, der neben der internen Erziehungsarbeit eine umfang­reiche, eingehend gegliederte, staotspolitische Bil- dungsorbeit vorsieht und dessen Durchführung allen Korps zur Pflicht gemacht wird Ueber die vater­ländische Tradition im RLE. sprach Generalveterinär a. D. Becker (Cimbriae), der besonders an die militärischen Tugenden der Unterordnung und Pflichterfüllung anknüpfte und für die (Erhaltung be» Geistes der Wahrhaftigkeit im deutschen Studenten- lum eintrat. Zur Deutschen Studentenschaft wurde in folgender Erklärung Stellung genommen:Der

RSE bekennt sich anläßlich der diesjährigen Tagung erneut zur Deutschen Studentenschaft und ist bereit, mit seinen Arohen für die Erhaltung der studen­tischen ®emnn1d>a ft »arbeit und Selbstverwaltung einzutreten. Gr fordert seine Korps aus, ihre Mit­glieder zu reger Mitarbeit in der Deutschen Stu- dentenschou und deren örtlichen Drganifattonen an- zu halten.' Dem Reich», rästdenten von Hinden­burg wurde, wie alljährlich, ein Huldigungstele, gramm übersandt

Berliner Vörsc.

Btrlin.lt. Juni. IWTB Yunkspruch.i Im heuti­gen Iruhverkehr herrscht wieder eine größere lln- Sicherheit. Rach dem stauen hlust der gestrigen Reu- Dörfer Börse bleibt die Spekulation sehr i-e stchtig und abwartend Kursmastig ist e» daher bi» jes»t wenig verändert Farben taxiert man 277,*W bi» \50 und Siemens 360 zu 361 Am Devisenmarkt nennt man Pari» 124,17, Mailand 92,72, Spanien 29,35, das Pfund 4^.25, den Dollar 4,1 MO.

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Waldgirmes, den 6. Juni 1928.

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Katharina Lenz geb. Schneider.

Klein-Linden, den 7. Juni 1928.

Die Beerdigung findet Samstag, den 9. Juni, vom Sterbehause, Wetzlarer Straße 29, aus statt

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Die amtsgerichtlickie Verfügung ist nix Einsicht an der Ortstafel, Bergstraße 20, aulgcbnngt.

(tzießcn, den 27. April 192s.

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