Einzelbild herunterladen

Tefretär Hugh«- aSgegeben. der damit vor­aussichtlich von der Völlerbunbsverfemmlung zum Nachfolger gewählt werden wird. Neun Gruppe« Haden als zweiten Kan­didaten ReichsgerichtSpräsident Dr. Si­mons beze.chnct. Don der deutschen Gruppe wurde Professor Schücking als zweiter Kandidat benannt. Der aus der Ersatzwahl her- vorgegangcne Nachfolger wird nur ein zwei­jährige- Mandat erhalten, da satzmrgs- gemäß sämtliche Mitglieder des Gerichtshofes nach Ablauf ihres neunjährigen Mandates im Herbst 1930 neugewählt werden müssen.

Der Generalsekretär machte übrigens in feiner Note darauf aufmerksam, daß der Völkerbunds- rat nur bedingt und unter Vorbehalt der Zustimmung der Dölkerbundsversammlung di« Demission deS amerikanischen Richters Moore an­genommen hat.

Die Betriebssicherheit der Reichsbahn.

Kein Lystemfehlersagt Generaldirektor Dorpmüller.

München, 6. Aug. (MTB) Der General­direktor der Deutschen Neichsbcchngesellschaft. Dr. Dorpmüller, gab Vertretern der Mün­chener und auswärtigen Presse Gelegenheit zu einer persönlichen Aussprache über die Frage der Sicherheit der Reichsbahn. Dr. Dvcp« müller erklärte e'mleitend, daß die Deutsche Reichsbahn sich zur Aufrechter Haltung der Sicher­heit in keiner Weise Beschränkungen auferlegen lasse und eher ein Defizit in Kauf nehm«, bevor hierin irgend etwas über­sehen werde. Von einem Stzstemfehlerzu sprechen sei nicht möglich, wenn man berück­sichtige, daß in zwanzig Monaten vor der Periode von Unfätten der letzten Zett keine größeren älnfolle vorgekommen seien. Auch könne man Vahern und Preußen aus dem Anlaß der letzten Unfälle nicht in Gegensatz stellen. Falsch wäre es auch, wenn zwischen Repara­tionszahlungen und DetriebSsicher- he i t irgendein Zusammenhang konstruiert werden sollte. Der Derwaltungsrat der Reichsbahn ein­schließlich der dort mitwirkenden Ausländer habe n i c versucht, Mittel abzulehnen, die für die Sicherheit des Betriebes erforderlich geworden sind.

Fenenende des AeichSkabinetts.

Am Freitag ülabinettssitzung.

B c r l i n. 6. Aug. (Priv.Iel.) Reichskanzler M ü l l e r - F r a n t c n , der sich zur Erholung in Badenweiler oufhält, wird am Donnerstag wieder in Berlin sein, und mit ihm kehren die meisten Mitglieder des Reichskabinetts non ihren Fcrienrcisen zurück, um an der Feier des Ver - fasjungstage» teilzunehmen. Am Freitag wird eine Sitzung des Reichskabinetts statt- sindcn, in der vorwiegend Fragen der i n n e r e n Po­litik behandelt werden sollen, Gesetzesvorlagen, die in der Regierungserklärung angekündigt wurden, jetzt in den einzelnen Ministerien ausgearbeitet und im Kabinett reif fijr die Vorlage ans Parlament ge­macht werden sollen. Unter anderem wird voraus­sichtlich auch über den Bau des Panzerkreu­zers^ entschieden werden.

Reichsaußenminister Dr. Stresemann wird In den nächsten Tagen seinen Aufenthalt in Karlsbad cbUechen und sich zunächst erneut in einen deutschen Kurort begeben. Er hat die Absicht, um den 2 OfA u q u st wieder nach Berlin zurückzu- kehren. Für den 25. August ist eine Kabinetts- b c t a l u n fl in Aussicht genommen, die ausschließ- lichderVorberatungfürdie Septembertagung des Völkerbundes gewidmet sein soll. Bis zu diesem Zeitpunkt wird auch die Antwort auf die offizielle Einladung Dr. Stresemanns n a ch P a r i s zur Unterzeichnung des Kelloggpaktes erfolgt fein.

Oie Vorarbeiten zum neuen Reichsetat.

Die Pläne der Ministerien.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 7. Aug. Die Vorarbeiten des neuen .Haushaltsplans für das kommende Rech­nungsjahr sind in den einzelnen Ministerien in vollem Gange. Die Ressort» legen ihre neuen Pläne vor, korrigieren alte Etatspositionen, und in ge­meinsamen Sitzungen aller Ressorts der einzelnen Ministerien wird jeweils der Plan dieses Ministe­riums festgesetzt. Die Arbeiten müssen nunmehr rasch vonstatten gehen, denn die Zeit de» Abschlusses rückt immer näher heran. Rach der Anordnung des Reichsfinanzministers müssen die einzelnen Mini­sterien ihre Vorschläge bis zum 2 0. A u g u st fertiggestellt und dem Reichsfinanz m I n i ft e r t u m überwiesen haben. Nach diesem Dalum können keinerlei neue Vorschläge mehr be- rücksichtigt werden. Denn von diesem Zeitpunkt an Hot dann der Reichsfinanzminister den Gesamt- plan im einzelnen sertigzustellcn, wobei er selbst auch schon zu weitgehende Vorschläge wieder zurück- stellen tarn. Bis zum November muß der Gesamt­plan dann fertig und dem Reichsrat züge­le i t e t sein, damit dieser seine Arbeiten noch so rechtzeitig abschliehen kann, daß der Entwurf des neuen Haushaltsplanes noch vor Beginn der Weih- nachlsserien des Parlaments dem Reichstag zugehen kann. Im allgemeinen dürften diesmal keinerlei sensationelle Ansorderungen oorliegen. Bon Interesse wird e» höchstens sein, wie der Pan­zerkreuzer diesmal im Plans figurieren wird. Um dies festzustellen, sind ja bekanntlich nach den ursprünglichen Dispositionen jetzt im gerbst noch eingehende Prüfungen der Finanzlage im allge meinen vorgesehen, davon ist ja der Bau des Pan­zerkreuzers seinerzeit abhängig gemacht worden.

Für über hundert Millionen Geld- sirasen wegen Steuerhinterziehung.

Eine interessante Statistik detz Reichofinanzministcriumtz.

Berlin, 6. Aug (TU.) Dem Reichstage Ht jetzt eine Nachweisung über 'Festsetzung und Erlaß non Geldstrafen bei den Besitz und Verkehrsstcuern so­wie bei den Zöllen und Verbrauchsabgaben für das Rechnungsjahr 1927 zu«gangen Danach find in diesem Jahre wegen Steuerhinterziehungen - n insgesamt 31 »80 Fällen Geld st rasen rechtskräftig festgesetzt worben Die Gelt strafen beliefen sich auf 1 3, h Millionen M k In etwa 2500 Fallen wurden Geldstrafen in Föhr

Der Kampf zwischen Asien und Europa.

(Lin Alarmruf des französischen Innenministers Sarraut.

Genf, 6. Aug (TU.) Der französische Innen­minister. frühere Generalgouoerneur von 3ndo» chino, Albert Sarraut. der als einer der besten Krnner ter farbigen Ras enpr ob lerne gilt, entwickelt im .Journal de Geneve" höchst be­achtenswerte Efedankengänar über bi: Ve dro- hana der europäischen Kultur d u r ch die farbigen, insbesondere die asia­tischen Rassen. Die Ausführungen des fron- zösiichen Staatsmannes erwecken im Hinblick auf die Rolle, die die farbigen Truppen­teile in der französischen Armee in den letzten Jahren gespielt haben, besonderes Interesse. Sarraut betont zunächst, das gegen- wärtige Jahrhundert werd? der Zeitabschnitt des Kampfes zwischen der weißen und der farbiaen Rasse sein. Die Ereignisse im fernen Osten bil­deten nur die eine Seit? dieser großen Frage. Die Frage der europäischen Souveränität fei gegenwärtig in aller Schärfe und mit allen sich daran anlnüpfenden weittragenden Folgerungen in Asien gestellt. DaS Ansehen Europas sei bereits durch den japanisch-russischen Krieg in Asien schwer erschüttert worden. Der TB c 11 f r i c a habe drn Asiaten die europäische Zivilisation in blutigem Hasse gespalten gezeigt und die farbigen Völker sogar zu Schiedsrichtern in europäischen Streitangelegenheiten eingesetzt. Das vom Präsidenten Wilfen gepredigte Evangelium des Selbstbestimmungsrechts der Vol­ker habe tatsächlich den Nationalismus der asia­tischen Völkerschaften wochgerufen. Diese Ent­wicklung sei später von der bolschewistischen Herr-

fcha't planmäßig im Sinne des Halses gegen te« kapitalistische Ordnung toeiLr gefördert worden.

Der französische Innenminister entwickelt dann den Gedanken eines kommenden großen Kampfes zwischen der weihen und der gelben Rasse im pazifischem Raum, wobei er auf ter einen Seite 3 a p a n als die führende Macht der gelben Rasten und die Vereinig­ten Staaten als die führende Macht des europäisch-amerikanischen Kulturtreises ansieht. Sarraut schildert dann eingehend die außer­ordentliche Entwicklung Japans m den Letzten 50 Jahren. Es wäre anzunehmen, daß Japan im Falle eines Kampfes mit den Vereinigten Staaten zu einem Bündnis mit China und Rußland schreiten wurde. Sarraut ent­wickelt sodann die Annahme, daß da- vereinigte Japan, China und Rußland im Kampfe gegen das englisch-französisch-amerikanische Bündnis, das auf den gleichartigen Interessen der weißen Rasse aufgebaut fei, zunächst auf dem Fcstlante Polen angreifen wurde, um die Entsen­dung von europäischen Hilfstruppen an die Ver­einigten Staaten zu verhindern. Dieser Gedanke Sarraut betont dies mit großem Nachdruck verdiene die ernsteste Beachtung aller derjeni­gen. die heute berufen wären, die Dell zu re­gieren: Man müsse heute derartige Ereignisse in aller Deutlichkeit vorhersehen. um ihnen vor - beugen zu können. Es müßten die größten Anstrengungen gemacht wertem um eine der­artige Katastrophe von ter Menschheit abzu­wenden.

Was will das sranko-brWche Wlenlompromiß?

Auseinandergehende Kommentare. 2Rücffelir zur Entente Cordiale oder nur der Wunsch der Vater des Gedankens?

Die neuliche Ankündigung Eharnberlains im Unterlaufe, wonach ein Kompromiß in der Frage ter Floltenabrüstung zwischen England und Frankreich zustande gekommen sei, hat wegen ihrer Ünvollständigkett die Kommen­tatoren fast aller beteiligter Länder auf den Plan gerufen; und sie hat besonders in Amerika erhebliches Mißtrauen in die bei einem solchen zweiseitigen Abkommen verfolgten Ziele geweckt. Denn in Amerika erblickt man darin eine Be­mühung, die Ergebnisse der Washingtoner Flot­ten abrüflungskonferrnz illusorisch zu machen und für die Revisionskonferenz von 1931. bis wohin das Abkommen von 1921 verlängert oder erweitert werden müßte, die Abschaffung ter Vereinbarungen vorzubereiten.

Demgegenüber bemüht sich ncuertengÄ die eng­lische Presse eifrig, die völlige Konformität des englisch-französischen Abkommen- mit den Zielen der Flottenabrüstung und ter Abrüstung überhaupt darzutun. Es handle sich nicht etwa um eine Allianz oder auch nur ein Sonder- abkommen der beiten europäischen Mächte, son­dern um einen Konventtonsentwurf, der erst nach dem Beitritt ter Bereinigten Staaten, Japan» und Italiens wirken werte und keine zahlenmäßigen Angaben enthalte. Etwa- weniger präzise sind freilich diese englischen Kommentare gegenüber ter Behauptung. Frankreichs Zuge­ständnisse in bezug auf Marinerüstungen feien mit englis chen Zugeständnissen in ter Frage ter allgemeinen Rüstungsbe- schränkung, also insbesondere mit der Grklä- rung erkauft worden, London werte künftighin Paris fiele Hand in der Verfechtung seines Standpunkte- lassen, wonach die ausgebil­deten Reserven und die allgemeinen RüstungSmöglichkeiten nicht in die Aufgabe der Abrüstung einzubeziehen seien. Denn das ist von französischer Seite etwas voreilig und indiskret als der vermutliche Hauptgegenstand der Vereinbarung bezeichnet Worten, die damit zu einem Sonterabkvmmen für oder vielmehr g e g e n die künftige allgemeine Genfer Ab­rüstungskonferenz würde.

Immerhin weist ter im allgemeinen gut unter­richteteDaily Telegraph" in diesem Zu­

vor, 1,5 Millionen Mark erlassen. Die meisten Straffälle kamen im Landesfinanzamtsbezirk Stuttgart vor, nämlich 2812. Es folgen Mün­ster mit 2826 Fällen, Berlin mit 2551 Fällen, 'Bres­lau mit 2181 Fällen, Karlsruhe mit 2044 Fallen. Weaen Hinterziehung von Derbrauchsab- gaben wurden insgesamt 19 478 Fälle anhängig gemacht und Geldstrafen in Hohe von rund 132 Millionen ausgesetzt, von denen 9,1 Millionen er lassen wurden. Die meisten Falle entfallen hier auf den Landesfinanzamtsbezirk Köln, nämlich 5671. Es folgen Karlsruhe mit 1396 Fällen, Düsseldorf mit 1159 Fallen. Auch für die Hinterziehungen aus dem Gebiete der Zölle, sowie der (Sin- und Aus- suhroerbote, wofür an Geldstrafen rund 95,5 Mil­lionen festgefetzt worden waren, sind 6,04 Mill, ge- strichen worden. Ferner wurden amnestiert: 303 Fälle von Vergehen gegen dos Branntweinmonopol eiuschl. der Efsigsäurcsteuer mit rund 1,8 Millionen und schließlich 1450 Fälle von Hinterziehungen von Verbrauchssteuern mit rund 1,2 Millionen. Insge­samt sind also den Sleuerhinterziehcrn im Jahre 1927 über 15 Millionen rechtskräftig festge­setzter Geldstrafen erlassen worden.

Aus aller Wett.

Lin italienisches Unterseeboot gesunken.

Als bas ftüften-Unterfecbool F16 Montag srüh sieben Meilen westlich der 3 n f el Brioni ein Angrifssmanöver ausfühtte. tauchte c, plötzlich unter tem Bag des Torpedobootszer- ftdrersMifforl" auf, ter mit Ihm zusammen- st f e h. F 16 f an r alsbald 40 Bieter tief bis zum Grund. Die genaue Lage tes Unterseeboots ist noch nicht fcHgeftellt. 3ndesfen erklärte ter Führer eines Wasserflugzeuges, daß er das Unterseeboot nicht weit vom Ankerplatz des Kreuzers ..Brindisi" ge­sehen habe. auf dem sich Admiral F o f ch l u i be­nutzet Dieser wurde mit der Ceitung des Rel- tangsnxrfvs beauftragt. Das Detter Ist gegen wär- j lig nicht sehr günstig, doch haben sich be- I irits vier Taucher an Ort und Stelle begeben. I Außerdem wurden Anstalten getroffen, um bas

sammenhang darauf hin. daß ein militäri­sches und MarinebündniS zwischen Eng­land und Frankreich als das man die erwähn­ten angeblichen Rebenabreten diplomatischer Na­tur zunächst bezeichnen wollte im Wider­spruch mit dem doppelseitigen Cha­rakter deS LvcarnovertrageS bestehen würde. Und daS ist auch in der Tat der Fall. Denn im Locarnovertrag hat Großbritannien die Rolle des Garanten nach beiden Seiten hin übernommen, also ebensowohl gegenüber Deutschland, wie gegenüber Frank­reich. Diese Rolle könnte es aber nicht spielen, wenn eS durch irgendwelche Abmachungen, die auch nur entfernt den Charakter einer militäri­schen Allianz trügen, einseitig an Frank­reich gebunden wäre.

Die englischen Staatsmänner sind viel zu gut politisch und juristisch geschult, al» daß ihnen dieser wesentliche Gesichtspunkt entgangen sein könnte. Deshalb wird man mindestens dem vor­erwähnten Hinweis ter englischen Presse Be­deutung beimessen können, obwohl andererseits ter »Manchester Guardian" sich durch seinen Pariser Korrespondenten melden laßt, daß es sich um eine wirkliche und voll­ständige Entente politischen und mi­litärischen Charakters handle, die eine Art von Verschmelzung der beiden Flotten vorsehe und in mancher Hinsicht über die Entente Cvrdiale von 1906 noch hin- au Sgehe. Der betreffende Korrespondent stützt sich dabei freilich auf die Indiskretionen der französischen Blätter; und daß dort manchmal der Wunsch der Vater deS Gedan­kens ist, daß man also die Bekanntgabe deS Abkommens selbst abtoarlcn muß, bevor man derartig weitgehende Schlüsse zieht, liegt auf der Hand. Sicherlich wird sich ein derartige» Ab­kommen nicht ohne Einverständnis und Mit­wirkung Washingtons vollziehen lassen, das in ter Frage der Marineabrüstung kraft seiner finanzielle',r ilcberlegcnteit seit 1921 die entschei­dende Initiative hat. Deshalb ist e- nicht wahr­scheinlich. daß die weitgehenden Pariser Kombi- natitmen dem Sinn des wirklichen Abkommens entsprechen.

Unterseeboot mit Cuff z u versorgen und um es zu heben. Das Unterseeboot kann sich mil Hilfe eines besonderen akustischen Signalapparate» für Unterseeboote mit der Außenwelt In Verbindung setzen.

Ei« Eisenbahnunglück bei Alfeld.

Kassel, 7. Aug. (WTB. Funkspruch.) Hculc morgen gegen 3.10 Uhr entgleiste der Güterzua 8318 Nordstemmcn Göttingen auf dem Bahnhof Alfeld an ter Leine in der Einsahrts- weiche mit der Lokomotive und den nachfolgenden vier Wagen. Die Lokomotive und der P.ickwagen sprangen aus nach unaufgeklärter Ursache aus dem Gleis und stürzten um, wodurch drei wei­tere leere Güterwagen ineinander gefcho den wurden. Der übrige Zugteil ist unbeschädigt geblieben. Die beiden Hauptgleise der Richtung Kreiensen-Clze und ElzeKreiensen wurden so­fort gefperrt, ter Zugverkehr wurde durch Um- steigen ausrechl erhalten. Bei hem Unfall wurde her auf den Bremsen fahrende Oderschaffner Schutze aus Northeim f ch w e r und her Schaffner Ferdi- nand aus Northeim leicht verletzt, beide find sofort in die Göttinger Klinik übergeführt Worten. Die Aufräumungsarbeiten waren heute morgen gegen 7 llbr soweit fortgeschritten, daß ein Gleis der Richtung ElzeKreiensen um 7 Uhr ireiacgeben werden konnte. Die sofort eingeleiteie Untcrfuchung bat bis jetzt noch keinen Anhaltspunkt über die Ur­sache der Entgleisung ergeben.

Ein deutsches Flugboot in Seenot.

Während des ©türme» am Sonntag mußt« ge­gen 17 Uhr ein Do r ni c r-S u pc r w a l. ter sich mit neun Mann Besatzung auf einem Pro- beflug von Stettin nach Hamburg be­fand. wegen Motorschadens in der Brandung vor Boltenhagen n o 11 c n b e n. DaS Flugzeug tourte in bet Karlen Brandung furchrbar hin- und hergrwotten; trotzten: e» nur 200 Meter vom User entfernt lag. war es unmöglich, Hilfe zu bringen. Zwei Mann ter Besatzung sprangen über Bord und schwammen ans User, um zu veranlassen, daß ein Schiss zur HUselei- (hing geschickt werde Infolge tes Sturmes foniue aber weder aus WiSmar noch auS Travemünde

ein Schilt auslaufen Die Besatzung hatte schwere Stunden durchzumachen, um fo mehr. alS alles an Bord seekrank war. Hunderte von Kur­gästen standen trotz Sturm und Regen am User. Crst um Mitternacht traf das Lotfenboot aus Pvel ein. es konnte jedoch bei dem immer mxh tobenden Sturm nicht an das Flugzeug heraukommen. Erst alS gegen 3 Uhr vormittags ter Seeschlepper .Travemünte" mit dem Trave- münter Rettungsboot eintraf, gelang es die völlig erlchöpfie Mannschaft nach lOftünbigcm Äampf mit Sturm und Wellen in Sicherheit zu bringen. Das Flugboot wurde in ruhigeres Wasser geschleppt.

Mißglückter Start zu einem Laropa Rundflug.

Der Kunstfifeger Martens be^vnchttgle am Dienstag vorn Frankfurter Flugplatz aus zu einem Eurvpa-Runbfiug zu starten, testen Dauer auf Atoei Wochen an gefetzt war. Das Ziel feilte ebenfalls Frankfurt sein. Mattens wollte am Montag mit fernem Leichtflugzeug von Dar in­st a d t nach Frankfurt fliegen. Bei den Vor­bereitungen zum Statt kam ein Mechaniker mit einer Löüampe zu nahe an den Ben^kntehälter. der explodierte. Der Rumpf des Flugzeuges wurde ai^einantergeriTlen. die Tragflächen wur­den stark beschädigt. 3nfelgcbeHcn kann daS Unternehmen zunächst nicht stattfinten.

Lin Munllionstepot bei Bukarest In die tust geflogen.

In dem Munitionslager, das in dem früheren Fort Cahelu an der Peripherie von Bukarest untergebracht ist. ereignete sich eine schwere Im­plosion. 4C0 Granaten schweren Kalibers flogen in die Luft. Die Löscharbeiten find infolge ter großen Hitze und Wassermangels sehr schwierig, lieber das Schicksal von sechs Soldaten, welche die Lagerwache bildeten, ist nichts bekannt. Die Ursache der Geplosion ist noch nicht festgestellt.

Brand auf einem Segelschiff.

Asuncion (Paraguay), 7. Aug. (WIL. Funk- sprach.) 17 Personen, davon Io Frauen wurden nach einem Brand vermißt, der auf einem Segelschiff ousgebrochen war. Das Schiff hatte 7 5 Passagiere an Bord, von denen die meisten durch Ruderboote in Sicherheit gebracht wurden.

Lustmanöoer über London.

London, 7. Aug. (WTB. Funkspruch.) Gestern abend begannen die Londoner Lustmanover, die bis zum 19. August fortgesetzt werden sollen. Eine Anzahl Bombenslugzcuye unternahm einen Angriff auf L o n ö o h. Sic zeigten statt der üblichen Färbung der britischen Heeresslugzeuge ein grünliches Grau, was den beinahe 100 an der Hebung beteiligten starken Scheinwerfern er- schwette, diese Flugzeuge am Rachthimmcl auszu- finden.

DieManlc Lervaotes" auf der Heimreise

Das MotorschiffMonte Cervantes" ist in ter Nacht vom Sonntag auf Montag in Hammer- f e ft in Begleitung des EisbrechersKrassin" eingetroffen. Da» Schiff ist dort nochmals van den Tauchern des deutschen Bergungsdampfer»See- falte" untersucht worden. Weitere schaden wur­den nicht fcftgestellt, das Schiff hat darauf sein Secfähigkeitsattest erhalten. DieMonte Cervantes" hat am Montagnachmittag mit den Passagieren an Board die Rückfahrt von Ham­merfest direkt nach Hamburg in Begleitung des deutschen BergungsdampfersSeefalke" fertge- fetzt und ist voraussichtlich am Samstag, 11. August, in Homburg zu errpotten.

Frelballonlanduug.

In Heinersreuth bei Bayreuth ist am Sonn- lagobenb um 9 Uhr ein Freiballon nicbergegangen, der notlanden mußte. Von den drei Jnsasien brach einer den Arm und mußte Ins Krankenhaus gebracht werden. Der Ballon war nachmittags um 4 Uhr in Darmstadt aufgestiegen.

Vie Weiterlage.

TTtoRhxs, deft 6 Oogast

K.

Ja 1, f

'ewci*<niM.9»cnr» e-w» l«!«n-rw

S<kacc O taHKi» WHI X t-n<. mW

H.chltr Qu £ elinoc- Q 1« .-eac*c»

Ar pfene 4» Ht*'" *:*'«« rt"tw l*

kn gtDtn g.« I<n8tr*Ux 0 < LOrv eu g cAM« «mI xuiijuftu e*err<cM«i*e

tipcticiu*)Uviaflc.

Der Einfluß te» mitteleuropäischen Hochs n>.rb nicht mehr von langer Dauer sein, ba di« im Westen liegende Störung sich weiter oertieft hat. lieber den britischen Fnseln sind bereits erhebliche Regenfälle niedergcgangcn. Das Tief wird sich oft- watts roeiterbemegen und unser (Bebtet beeinflußen. An feiner Vorderseite führt es warme Luft mit sich, die die Temperaturen zum Steigen bringt und Nieterschläge Hervorrufen wird.

Wetkervorausfagc für Mittwoche Wolkig bis beteckt, Temperaturen ansteigend, ver­einzelt Regcnsülle

Witlerungs au »sichten für Don­nerstag: Weiterhin trübe» Wetter mit Rieder- schlägcn.

LusUemoerawren am 6. August: mittags 20,9 Grad Celsius, abends 15.4 Grad Celsius, am 7. August: morgen» 12,2 Grad Celsius Maximum 21,5 Grad Celsius. Minimum 8 Arad Celsius Lrdtempera- turen in 10 Zentimeter liefe am 6 August, abend» 20,6 Grad Celsius; am 7. August: morgens 15,8 Grad Celsius.