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Nr 52 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheßen)

Dienstag, 7. Februar (928

Turnen, Sport und Spiel.

Hochschul Skirennen auf dem Hoherodskopf.

Auf dem diesjährigen Hvchfchul-Sli-Rennen frn Vogelsberg, das am Sonntag stattfand, waren vertreten Darmstadt mit 10, Dietzen mit 13 und Marburg mit 1 Läufer. Heidel­berg, das zunächst,mit 5 Läusern gemeldet war, mutzte im letzten Augenblick absagen. So stan­den sich im wesentlichen wieder die beiden hes- fischen Hochschulen Dietzen und Darmstadt gegenüber.

Die Universität Dietzen war vertreten durch den Vorsitzenden des engeren Ausschusses für Leibesübungen, Prof. Kuhn. Die Renn- leitung lag in den Händen von Prof. K I u t e, älniversitätssportlehrer Möckelmann und Dr. H e i h. Der Sii-Klub Dietzen unterstützte die Durchführung. Die Darmstädter Mannschaft war unter Führung des dortigen Llniversitätssport- lehrers S ö l l r n g e r erschienen.

Bereits am Samstagabend entwickelte sich im D. H. C-.-Klubhaus ein reges Treiben. Prof. Kuhn begrüßte im Ramen der ilniierfität und dankte dem Vogelsberger Höhenclub für die Ve- reitstellung der Räume, und dem Gießener Ski- Klub für die Mitarbeit. Dessen 1. Vorsitzender, Dr. Wodaege, erwiderte mit einigen be­grüßenden Worten.

Sämtliche Läufe wurden programmähig durch­geführt. Schnee war in genügender Menge vor­handen. Die Führung der Sti war teilweise etwas schwierig, da auf der festgelagerten Schneedecke nur eine dünne Führungsschicht lag. Trotzdem wurden gute Zeiten erzielt. Das Wetter war zunächst neblig, später auf klärend. Wunder­barer Rauhreif schmückte den Oberwald.

Der Langlaus war auf 7,5 Kilometer abgesteckt und zweimal zu durchlaufen, somit 15 Kilometer lang. (Sin Drittel war eben, ein Drittel Steigung, «in Drittel Abfahrt. Die zu überwindende Höhen- vifferenz betrug insgesamt 250 Meter. Der Laus führte vom Start am Klubhaus über die Forel­lenteiche durch den Oberwald zurück zum Aus­gangspunkt. An diesem Laus nahmen nur die Darmstädter und Gießener Mannschaften teil. Gewertet wurde nach Mannschaften (je 5 Mann) und Einzelleistungen. Für Darmstadt liefen zwei Mannschaften, von denen die zweite jedoch aus­schied. Siegreich war die 1. Darmstädter Mannschaft, der übrigens ein Mitglied des Ski-Klubs Gießen. Wolff, angehörte. Sie lief um 3 Minuten 57 Sekunden besser als die Gie­ßener. 3n der Einzelbewertung war Gießen Sieger durch Graf Hardenberg, der die 15 Kilometer in 78 Minuten 49 Sekunden lief. Hinter ihm folgte mit einer Mehrzeit von 5 Minuten 13 Sek. der Darmstädter Baum­garten als zweiter Sieger.

Der Abfahrtslauf für Studenten, Studentinnen und Altakademiker war 2.5 Kilometer lang und führte von der Jugendherberge durch den Wald Mir Daloppschneise hinunter, dann an den Klub­häusern vorbei über die Rennbahn bis in die Aäh« befl RehbergS. SS galt nur Einzelbewer­tung. Sieger war bet Darmstädter Vonk> ran mit 4 Minuten 15 Sekunden. Gießen hielt durch Gras Hardenberg (4.50 Min.) und Schass (4.55 Min.) den 3. nub 4. Platz. Don den Stu» drntinnen war Siegerin Lotte Brill, die bereits am Sonntag zuvor bei dem Rennen des Ski-Klubs Gießen den 1. Preis davongetragen hatte. Außer Konkurrenz lief Frl. Jaeger- Gießen mit (5.40 Min.). In Konkurrenz gestartet hatten fünf Studentinnen, während sich am Alt- Akademikerlauf vier Läufer beteiligt hatten.

Im Professorenlauf, der auf einer kürzeren Strecke (1,75 km) ausgetragen wurde, siegte Prof. K l u t e.

Von der Gießener Mannschaft gehören Schaff, Vaubel, Kuhn dem A.T.V. der DHeinfranken an, während von den sonstigen Gießener Korporationen nur die Gießener Bur­schenschaft Germania durch Forstassessor Georgi im Altakademiker-Absahrtslauf vertreten war.

Zum Sprunglauf starteten vier Studenten, näm­lich Baumgarten, Wolfs (ein Gießener), Schm i d t für die Darmstädter Hochschule und der Tiroler Moser für die Universität Mar­burg. Außer Konkurrenz sprangen der ßauftoart des Skiklubs Gießen, v. G r o l m a n und der Dorwcger T h o r e s o n (z. Zt. Darmstadt). Den Kampfrichtersprung sprang Dr. Heiß (Gießen). Dieser sowie die sämtlichen Sprünge der beiden Vorgenannten waren sämtlich gestandene. Durch bie Ruhe und Sicherheit seines Sprunges wirkte der Darmstädter Baumgarten, während der Dorweger T h o r e s e n (z. Zt. Darmstadt). Den unb Stöcken sprang, durch die Kühnheit und die Technik seines Springens Bewunderung erregte. Dabei sei bemerkt. Die Schanze auf dem Hohe- rodskopf ist lediglich eine Uebungsschanze. Cs ist deshalb müßig, die Sprungweiten mit denen zu vergleichen, die auf großen Konkurrenzschan­zen erzielt werden. Die neue Hoherodskopf- schanze ist, wenn noch einige kleinere Verbesse­rungen vorgenommen werden, für Sprünge von etwa 20 Meter vorgesehen. 2m übrigen sprachen sich gerade die auswärtigen Springer, insbeson­dere auch der Rorweger, sehr anerkennend über die älebungsschanze aus.

Als Schiedsrichter waren tätig: Prof. Kuhn itnb Klute, Dr. Heiß und älniv.-Sportlehrer Möckelmann, ferner vom Skiklub Gießen Dr. W o d a e g e , Baurat Mangold und Legler. Das Ergebnis im einzelnen ift folgendes:

1. Langlauf über 15 Kilometer. A. Mannschaftslauf: 1. siegende Mann­schaft: die erste Mannschaft der Hoch­schule Darmstadt, bestehend aus Ixn Studenten: Fritz Baumgarten (84,02), Ernst Vondran (85,15), Emanuel Wolfs (86,11), Rid (88,44), Wilhelm Müller (88,50). Durch­

schnittszeit der Mannschaft: 87 Min. 25 Sek. 2. Mannschaft der Hnioerfität Dietzen, bestehend aus den Studenten: Graf Hardenberg (78,49), Erich Schaff (88,22), Ludwig Daube! (91,44), Roland Kuhn (98,25), Karl Wagner (99,01). Durchschnittszeit der Mannschaft: 91 Min. 22 Sek. B. Einzelbewertung: 1. Sieger Gras Hardenberg, Dietzen, 78.49 Min.: 2. Fritz Baumgarten, Darmstadt, 84,02 Min.: 3. Ernst Dondran, Darmstadt, 85,15 Min.; 4. Emanuel Wolsf, Darmstadt, 86,11 Min.: 5. Erich Schaff, Gießen, 88,22 Min.

2. Abfahrtslauf. A. lieber 2,5 Kilo­meter: a) Studenten: 1. Sieger Ernst Von­dran, Darmstadt, 4.15 Min.: 2. Fritz Baum­garten, Darmstadt, 4,19 Min.: 3. Gras Harden­berg, Gießen, 4,50 Min.: 4. Erich Schaff, Gießen. 4,55 Min.: 5. Hans Wengler, Darmstadt, 5,43 Min. Außer Konkurrenz: Student Thoresen (Rorwegen), zur Zeit Darmstadt, 4,26 Min. b) Studentinnen: 1. Siegerin Lotte Drill, Gie­ßen, 6,22 Mm.: 2. Gertrud Schmoll, Gießen. 6,44 Min.: 3. Gertraud Bleh, Darmstadt. 9.36 Min. Außer Konkurrenz: Frl. 3aeger, Dietzen, 5,40 Min. c) Altakademiker: 1. Sieger Dr. Schopper, Gietzen, 5,06 M.n.: 2. Dr. Hermann, Gießen, 5,15 M.n.: 3. Forstassessor Georgi, Gre­benhain, 6,05 Min. B. Heber 1.75 Kilo­meter: 1. Sieger Prof. Klute. Dietzen, 3,46 Min.: 2. Prof. Gg. Herzog, Gietzen, 5,27 Min.-, 3. Prof. Huntemücker, Gieren, 6,07 Min.

III. Sprunglauf: a) Studenten (je drei gewertete Sprünge): 1. Sieger Fritz Baum­garten (Darmstadt): Wette: 15 Meter. 16,50 Meter, 17 Meter, sämtlich gestanden: Punktzahl: 19.28. 2. Sieger Simon Moser (Tirol, zur Zeit Marburg): 13,50 Meter gestanden. 15,60 Meter gestürzt, 17,40 Meter gestanden: Punktzahl 15,19. 3. Sieger Emmanuel Wolff (Darmstadt) 15,80 Meter gestanden. 15,60 Meter gestanden, 16,70 Meter gestürzt: Punktzahl 15,02. b) Außer Konkurrenz: Kampfrichtersprung: Dr. Heiß (Gießen) 15,50 Meter gestanden. Thoresen (Ror­wegen) 17,20 Meter, v. Grolman (Gießen» 16,50 Meter. Bei den beiden letzteren ist von je drei Sprüngen der weiteste angegeben.

Ftchball-Auswahlspiel in Gie'en.

Gießener Stödleelf gegen Herborn (Liga) 9:0 (Halbzeit 3:0).

d. Infolge Dereinsfestlicyteiten sagten viele Spieler, die in den Auswahlmannschaften A und B am Sonntag auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 mitwirlen sollten, ab. Da­für sprang die zufällig spielfreie Ligaelf vom Sportverein 1 9 2 0 Herborn ein. Wenn die Gäste auch nicht den Gegner abgeben konnten, wie die vorgesehene B-Mannschaft, so waren sie trotzdem mit großem Eifer bei der Sache und leisteten auch bis zur Pause, allerdings mit Rückenwind, eine überraschend gute Partie. Die Mannschaft A war nur aus Spielern von 1 9 00 und D. f. B. Gietzen zusammengesetzt, also gewissermaßen unsere Stadtmannschaft. Diese Zusammenstellung zeigte ein wirklich solides Können. Schwach waren zeitweise nur die Lei­stungen des Mittelläufers und rechten Dertei- digers, die aber auch noch durch bessere Kräfte erseht werden können. Ganz ausgezeichnet war das Stürmerspiel. Schöne genaue Flachlombi- nation im Jnnentrio lösten schnelle Flankenläufe der Autzenstürmer ab. Dabei ging Schuh auf Schutz auf des Gegners Tor. Die gute Herborner Abwehr, und auch zum Schluß etwas Leichtsinn bei den Einheimischen, verhinderten ein noch höheres, dem Spielverlauf nach gerechtfertigtes Resultat. Der Gau Gießen-Wehlar kann in diese Gießener Elf das Dertrauen setzen, daß sie am 4. März, dem Jugendopfertag, siegreich aus Marburg zurückkehrt.

Dorher spielte 1900s 1. Jugend gegen D. f.R.07 Limburg 1. Jugend 0:0. Ein knap­per Sieg der Einheimischen hätte eher dem Spielverlauf entsprochen.

Dormittags besiegte 1900s 2. Jugend die 2. Jugend vom Ortsrivalen D. f. D. 2:1, da­bei noch einen Clsmeter auslassend. Zwei Kampf- Hähne. von jeder Partei einer, traf Platzverweis des Unparteiischen.

Die Schüler 1900s gewannen gegen Klein-Lindens Schüler kampflos.

1900s Ligareserve kehtte. trotz mehr­fachen Ersatzes, mit einem 9:3-Siea über die kampferprobten Reserven vom D. f. B. Kur* Hessen-Marburg zurück.

Arbeiter-Tum- und Sportburid.

Raunheim I Urberach I 2:3.

Raunheim hatte im dritten Aufstiegspiel Hr- berach, den Vertreter des 1. Bezirkes, zu Gast. Trotz aufgeregten Spiels und aufgeweichten Bo­dens konnte Hrberach bis Halbzeit zweimal er­folgreich sein. Aach Halbzeit war es Raunheim, das im eifrigen Spiele zweimal einsenden konnte. Schon rechnete man mit einem unentschiedenen Ausgang, da brachte ein in letzter Minute ver­wirkter Elfmeter die Entscheidung und den Sieg der Gäste.

Gießen Ib Leun I 5:6.

Rach Anstoß setzte ein flottes Feldspiel ein, in dem Gießen leicht überlegen war. Schon nach wenigen Minuten konnte es zum ersten Erfolg kommen, dem kurz daraus der Ausgleich folgte. Dis Halbzeit konnten beide Parteien je noch ein­mal einsenden. Rach Halbzeit fiel das Spiel merklich ab. Leun spielte jetzt ziemlich körperlich, um so zum Erfolg zu kommen. Dreimal gelang es noch beiden Parteien, das Leder über die Torlinie zu bringen; kurz vor Schluß konnte Leun sein sechstes Tor erzielen und damit den Sieg erringen.

Gießen II Rodheim I 0:0.

Nach eifrigem Spiel, in dem beide Parteien zeit­weise überlegen waren, gelang es keiner Pattei, zum Erfolge zu kommen, und mit einem 0:0 trenn­ten sich die Gegner.

Luhbach l Wetzlar I 3:3.

Beide Vereine lieferten sich in Butzbach ein schönes Spiel. Wetzlar war im Felde zeitweise über­legen, und Butzbachs Hintermannschaft hatte Mühe, die Angriffe abzuwehren. Bei Halbzeit stand das Resultat 2:2. In der zweiten Halbzeit übernahm Butzbach die Führung. Kurz vor Schluß gelang es Wetzlar, den Ausgleich zu erzielen.

Butzbachs Jugend konnte die nur mit neun Mann antretende Jugend Gießens mit dem Resultat 7:0 nach Hause schicken.

Wieseck Jugend Oppenrod I 7:0.

Wiesecks Jugend hatte Oppenrods I. zu Gast. Rach flottem Spiel konnte die spielerfahrene, technisch bessere Jugend Wiesecks ihren Gast mit obigem Resultat abfertigen.

Großen-Linden I Heuchelheim I 1:2.

Am Sonntag trat die Kreis-Klassemannschaft Heuchelheims gegen die B--Klassemannschaft Gro­ßen-Linden in Großen-Linden an. Rach scharfem Spiel bei aufgeweichtem Boden ging es mit 1:0 für Großen-Linden in die Pause. In der zweiten Halbzeit drängte Heuchelheim scharf, erreichte den Ausgleich und erzielte im weiteren Verlauf des Spieles noch ein Tor. damit das Ergebnis auf 2:1 für Heuchelheim stellend.

Vorher spielten die Jugendmannschaften beider Vereine, wobei Heuchelheim mit 4:1 siegreich blieb.

Fußball m Heuchelheim.

SP.D. 1920 1 SP. u. SP. Burg I 3:2.

Die erste Mannschaft des Sportvereins 1920 Heuchelheim weilte am Sonntag in Burg, um bei dem dortigen Spiel- und Sportverein ein Gesellschaftsspiel auszutragen. Vurg stellt einen sehr beachte nswerten Gegner dar, der aus eige­nem Platze kaum zu schlagen ist. Die Mannschaft ist in allen Teilen gut beseht. Besonders hervor- zuheben ist der sehr gute M fttelläu.er. Für die Heuchelheimer hat d eiet Sieg eine besondere Bedeutung: beweist er doch, daß die Mannschaft des Sportvereins 1920 endlich dazu übergeht, auch auf fremden Plätzen gegen gute Gegner zu gewinnen. Die Mannschaft hat das Zeug dazu in sich. Sehr gut waren der Tormann und be­sonders der Mittettäu er. Das Spiel stand bis Halbzeit 2: 2. In der zweiten Hälfte konnte Heuchelheim immer mehr Boden gewinnen und das Spiel zum Schluß überlegen gestalten. Mit 3:2 verließ Heuchelheim als Sieger den Platz.

Berliner Fußball-Verbandöspiele.

Die Berliner Fußball-Derbandsspiele mußten am Sonntag aus aufgeweichten Spiel echern durch­geführt werden. Mit einer Ausnahme nahmen aber sämtliche Treffen den erwarteten Ausgang. Hertha D. S. C. sicherte sich endgültig durch einen 3:0-Sieg über Wacker 04 di« Meister­schaft der Abteilung A. Eine Ueberraschung be­deutete der 3:1-Sieg von Corso 99 über Viktoria. Eorso und Tasmania stehen nun­mehr punktgleich, und erst das nächste Spiel zwi- schen biefen beiden Vereinen wird darüber ent­scheiden, wer mit Blau-Weih den Abstieg an­tritt.

In der Abteilung B holte sich Tennis- Borussia mit 6:0 über den 1. F. C. Reu- k ö l In seinen 16. Sieg.

Oie D. e. B. bleibt fest.

Auf Wunsch Dr. P e l h e r s hatte die Amateur Athletic-äinion an die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik das Ersuchen gerichtet, für Pelher im ganzen sechs Starts freizugeben, und zwar für Los Angeles, für die nationalen Meisterschaf­ten, für das Columbusfest und für Illinois. Der mit Spannung erwartete Bescheid der D. S. B. ist nun gefallen. Sie bewilligte für Dr. Peltzer, der bereits einmal gestartet ist, nur zweiweitere Starts. Es bleibt Dr. Pelher überlassen, bei welchen Veranstaltungen er starten will: aber mehr als insgesamt drei Startangebote darf er in Amerika nicht annehmen. Diese Entscheidung der D. S. D. ist enögültig. Die Amateur Athe- tit-ünion wurde in diesem Sinne verständigt.

Oie Reichswehr bei den Olympischen Spielen.

Die deutsche Reichswehr wird sich an dem viertägigen internationalen Gepäckmarsch betei­ligen, der anläßlich der Olympischen Spiele vom 17. bis 20. Juli vom Riederländischen Bund für körperliche Erziehung mit Unterstützung des R. O. C. und der Riederländischen Militärbehör­den in der Umgebung von Rhmwegen veranstaltet wird.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

Kurhessen-Polizei Kassel Sp.-Dgg. 1900 9.2.

ö. Am Sonntag fand in Kassel das zweite Entscheidungsspiel um die Handballmeisterschast von Hessen-Hannover zwischen dem K a f f e I e r Meister Kurhessen und dem Lahn­kreismeister Gießen 1900 statt. Während die 1900er am Vorsonntag ein sehr gutes Spiel lieferten, zeigten sie in Kassel recht wenig, sie mußten mit einer, wenn auch unverdient, hohen Riederlage die Heimreise antreten. Kurhessen spielte in verstärtter Aufstellung. 1900 mit zwei Ersatzleuten, die sich allerdings bewährten. Die Mannschaften stellten sich bereits am Vormittag 6em Schiedsrichter Viereck- Hessen-Preußen, der einwandfrei amtierte. Die erste Spielhälfte besiegelte bereits die Riederlage der 1900er, die hier eine ihrer schlechtesten Partten lieferten.

DaS Halbzeitergebnis von 7:0 hatte seine 11c- sache in dem ausgezeichneten Sturmspiel und der Arbeit des Mittelläufers der Kurhessen. Die Hintermannschaft der 1900er fand sich nicht zusammen, auch der Sturm lieh jede systemvolle Arbeit vermissen. Rach der Pause änderte sich dieses Bild. Die Hintermannschaft der 1900er arbeitete nun zuverlässiger, was naturgemäß auch dem Sturm zugute kam, der jetzt gefährlicher wurde. Das Spiel wurde reichlich hart, bl cb aber durchweg fair. Der Rechtsaußen der 1900er stellte durch einen Flankenball das Resultat auf 7:1, Halbrechts durch einen verwandelten Straf­wurf auf 7:2. Der gleiche Spieler erzielte dann noch ein Tor. das jedoch nicht gegeben wurde. Der Mittelstürmer, der stark aögedeckt wurde, vergab freistehend ein sicheres Tor, der Ball ging knapp neben den Pfosten. Auch Kurhessen vermochte noch zwei unhaltbare Tore zu er­zielen. Das Spiel wurde in den letzten Mi­nuten sehr lebhaft, aber schon ertönte der Schluß­pfiff. Die 1900er Mannschaft beglückwünschte den neuen Handballmeister von Hessen- Hannover.

Die Mannschaft des Siegers zeigte eine sehr gute Leistung, besonders im Sturm, der sich durch große Beweglichkeit aus e.chnete. Die Hintermannschaft arbeitete ohne Fehler, wenn auch unnötig hart. Der Torwart gut wie immer.

Die 1900er konnten nicht überzeugen. Zusam­menarbeit und Dallsichcrheit ließen viele Wünsche offen. Der Torwart hatte einen schwarzen Tag, 3 Bälle hätte er halten müssen: wenn er auch einige andere schön meisterte. Die Verteidigung war der Mannschaftsteil, der noch am besten war. Die Läuferreihe arbeitete unproduktiv, be­sonders in der 1. Halbzeit, um in der zweiten besser zu werden. Der Sturm konnte ebenfalls nicht gefallen. Der Jnnensturm war zu langsam. Der Halblinke war gegen den Vorsonntag nicht wiederzuerlennen. Die rechte Sturmseite war besser als die linke, von dort fielen beide Tore. Anerkennen muh man die Ruhe der Gießener Mannschaft und den Willen all r, nach der Partie eine Katastrophe abzuwenie.i. So war diese Riederlage nicht unrühmlich. Die Handba [ec der Sp.-Vgg. 1900 haben, trotz der beiden reilotenen Entscheidungsspiele, den Lahnlreis würvig ver­treten.

Weltmeisterschaft im Eisschnelläufen.

Der dritte Wettbewerb der Welimeisterschafl im C.sschneHau.en, der 1500°Me!er°Lauf, wurde am Sonntag in Davos entschieden. Sieger wurde der Finne Thunberg in 2:18,8 vor den Norwegern Evensen 2:20,6, Ballangrud 2:20,9 und Staksrud 2:21,4. Von den deut­schen Teilnehmern belegte Vollstaedt den 24.Platz in 2:37 und Mayke den 25. Platz in 2:37,6.

Zrckernationales Berliner Schwimmfest

Die Hauptergebnisse dieser 'Veranstaltung vom Sonntag, über die wir gestern schon kurz be­richteten, waren folgende:

Stüdtelagenstaffel 8 m<u 100 Weier: 1. Mannschaft: Köln 3:46,8, 2. Mannschaft: Berlin.

2.Brustftasf«l3 mal 100 Meter: 1. A b t «- Bremen in 4:10.

Juniorenrückenschwimmen über 200 Meter (Staatspreis): 1. Deutsch« Breslau in 3:00 (Breslau hat damit den Staatspreis end­gültig gewonnen).

2. Freistilstaffel 3 mal 100 Meter: 1. Mannschaft: Hellas- Magdeburg 3:18.

1. Freistilschwimmen über 400 Meter: 1. Arne Borg 5:19.4. 2. Heinrich. Poseidon- Leipzig 5:19.6. 3. Reihel-Magdeburg 96 5:31.

Bru st schwimmen über 200 Meter: 1. W. Rademacher, Hellas - Magdeburg, 2:53.4. 2. Budig 2:55.4.

Damenrückenschw immen über 100 Me­ter: 1. Anni Rehborn- Bochum 1:30.4.

1. Rückenschwimmen über 100 Bieter: 1. Küppers- Viersen 1:13. 2. Dahlem-Breslau 1:18.8.

Oer Enkel Zahns beim 14. Deutschen Turnfest.

Der in den Vereinigten Staaten von Rord- amerika als Turnlehrer lebende Friedrich Ludwig Jahn, der einzige Rachkomme des Turnvaters Jahn, wird mit seiner Familie das 14. Deutsche Turnfest in Köln besuchen.

Ein weiterer verdienter Turner, der Begründer und Vorsitzende der Turnerschaft von Rio Grande do Sui, Alois Friedrichs, der in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag feiert und aus diesem Anlaß die Ehrenurkunde der Deutschen Turnerschaft erhielt, wird ebenfalls beim Deut­schen Turnfest die Turner Brasiliens führen und den Gau und seinen großen Verein, den Turn- bund Porto Alegre, vertreten.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 9 vom 3. Febr. enthält: Verordnung über die Arbeitszeit in den Bäckereien und Konditoreien. Falsche Rentenbankscheine. Kraftwagenver­kehr und Schule. Festsetzung der Polizeistunde während der Fastnachtszeit. Außerordentliche Generalversammlung der Wassergenossenschaft Dreiteich zu Steinbach.

beseitigt sofort Sprödigkeit und Röte.

Pfirsichzarten Teint

Eine Weltreise für alle Leset des Gießener Anzeigers. -»x

Der mochte nicht erfahren, wie Die weite Welt mit all werden mit ane von Land gn Land, von Ort zu Orr reisen, en Wundern der Natur aussicht und wir dir Menschen daraus Wir versprechen unseren Lesern genußretchr Stunden und leben Aber zum Reisen gehört Zeit und Geld! Soll darum wollen ihnen rin srcuitdiicher, aufmerksamer Führer fein, drr Wunsch, die »remden Länder und Völker kennen zu lernen. Trete sedcr mit uns getrost die Weltreise an und lerne durch ilit weite «reise auf immer unerfüllbar bleiben? Rein! unsere ZeitschriftDurch alle ffitlt* dir Pracht der Natur, die teilende und Künstler sind deshalb hinausgegangen, tief in Sillen und Gebräuche der verschiedenen Menschenrassen ohne die entlegensten Länder hinein, um uns in Wort und Bild I Reisebeschwerden. teure Ausrüstungen und Reisegelder kennen, on dem tu berichten, was lchdn und sehenswert ift. Sie I Zu einer Reise gehört aber auch eine allgemeine Orientierung

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