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ffidL ber. Deutsche Reich, bei dieser CSfong nicht mit dabei ist."

Er bat sich weiter dagegen verwahrt, daß Oester­reich einem wrtschaftuchrn System angehöre, das von der Kleinen Entente ausgehe. Hnb er hat im ganzen, in der chm eigenen diplomatischen Form doch unzweideutig für Oesterreich die Entschluhfretheit gefordert: di« Lösung seiner unhaltbaren Zustände an* zunehmen, die sich ihm bietet, also auch und vor allem die Lösung eine- Arrichlusse« an Deutschland, wenn auch m diesem Zusammenhang damals nur von wirtschaftlichen Dingen die Rede war. Dr. Seipel ist der Sprecher der Christ­lich-Sozialen Partei und sticht als solcher in einem gewissen Gegensatz zur großdeutschen unb zur sozio ldemotratrschen. die bÄde entschie­dene Vorkämpfer deS Anschlusses sind. Wenn er trotzdem bei der erwähnten Gelegenheit gezeigt hat, bah nach seiner Ueberzeugung eine

Lösung des österreichischen Problems ohne Deutschland gon; ausgeschlossen

ist, so wird man darauf vertrauen dürfen, dah er auch in Genf einen Standpunkt vertritt, der diesem Gedankengang entspricht. Man wirb frei­lich gefaßt sein müssen daraus, dah die nicht- offiziellen Besprechungen. die zum Teil einen streng vertraulichen Scharotter tragen, in ent­stellter Form in einen Teil der großen Ausland- presse behandelt werden. Denn dos Wunschbild der Franzosen und der Klemen Entente ist nun einmal die dauernde Verhinderung deS An­schlusses. Zu diesem Zweck fälscht man spon- tcme Kundgebungen des Dolkswillens, wie beim Wiener Sängerbundes fest, in Veranstaltungen ber deutschen Propaganda um, und zu diesem Zweck wird man auch versuchen, die Anwesenheit Dr. SeipelS in Genf in einer Form auszu­nutzen, die amtlich nicht dementiert werden kann. llmLhamberlain und dirkenhead

London, 5. Sept. (WTD.) Der Amtliche Britische Funkdienst teilt mit; .Daily Mail', .Daily Expreß" und verschiedene andere Zei­tungen fahren fort, die Möglichkeit zu erörtern, dah Sir Austen Chamberlain aus Gesund­heitsrücksichten z u r u ck t r i t t. 3n amtlichen Kreisen wird darauf hingewiesen, dah derartige Gerüchte keine Begründung haben, außer der Tatsache, dah Sir Austen Chamberlain kürz­lich nach einer langen Periode angestrengter Ar- beit ernstlich erkrankt war und daß er noch außerordentlich schwach war, als er vor kurzem (Snglanb zu einer Seereise verlieh. Indessen er­wartet man zuversichtlich, dah Chamberlain dank der vollständigen Ruhe und deS Wechsels, die ihm seine Reise verschafft, bei seiner Rückkehr im Spätherbst fähig sein wird, seine Tätige keit im Auswärtigen Amt wieder aufzunehmen.

Zu den Zeitungsnachrichten, wonach der Staats­sekretär für Indien, Lord Birkenhead, be­absichtige, zurückzutreten, um eine Stellung im Wirtsck^lftsleben zu übernehmen, erfährt der Amtliche Britische Funkdienst von der Leitung der Konservativen Partei, dach ihr von solchen Zukunftsabsichten Lord Birkenheads nicht« be­kannt sei.

Morningpvst" rechnet aber nach wie vor da­mit, dah Lord Birkenhead bald nach Rück­kehr des Königs von seinem Herbsturlaub zu- r u ck t r t t t und eine Stellung in einem großen Zeitungskonzern übernehmen wird. Sein Aach- folger werde vielleicht Lord Peel sein.

» Internationaler i Buchdruckerkongreß.

Köln. 5. Sept. (WTB.) Der Zweite In­ternationale Buchdruckerkongreh, der aus Einladung des Deutschen Buchdructerver- eins in der Zeit vom 5. bis 9. September im Rahmen der Internationalen Presseaussdellung hier stattfindcl. wurde beute vormittag mit einer Eröffnungsfeier in der Festhalle der Messe eingeleitet, lieber 20 Buchdruckcrorgani- sationen aus aller Welt, u. a. auS England, den Bereinigten Staaten, Belgien, Dänemark,' Italien, Iugoslawien, "Norwegen, Oesterreich, Polen, Schweden, der Tschechoslowakei, der Schweiz und aus Ungarn sind vertreten.

Der Vorsitzende de« Deutschen Duchdruckerver- einS, Rudolph Zickfeld, hieh die Anwesen- den willkommen, u. a. namentlich den Vertreter der Reichsrcgierung, Reichsminister des 3nnem Scvering, die Vertreter der Länderregierun­gen und der Stadt Köln.

ZReid^miniffer des Innern Severing dankte dem Dorsihenden für die freundlichen BegrühungSwvrte. Die Reich« regierung habe an den Verhandlungen des Kongresses großes Interesse. GS gelte zunächst der technischen und beruflichen Entwicklung de« Buch­drucker slandeS. Die ReichSregicrung hoffe, dah die ausländischen Gäste auch von der Inter­nationalen PrelleauSstellung Anregungen mit nach Hause nehmen werden. Gelte e« aber ledig­lich. diese« Interesse zu bekunden, so fuhr der Minister fort, bann stände ich nicht hier, sondern mein .Kollege vom Reichswirtschastsministerium. Ich habe alS Vertreter eines politischen Ressorts besonderes Interesse an den Zielen der Ver­einigung. die sich auf die Zusammenarbei t der Völker beziehen. Da muh ich sagen, dah

die Rrichereglcrung cv auherordentlich begrüht. wenn möglichst oft und zahlreich Manner Zu­sammenkommen. um vom 3rieben zu sprechen, von dem man nie genug sprechen kann.

Wenn in den letzten Tagen in Paris die hervor» ragendsten «taalomanner aller Nationen zusam» mengekommcn sind, um ihre Unterschrift unter einen Krieg sächtungspakt zu setzen, so darf ich auch heule w.edcr betonen, dah das ein Akt i'On allergrösster politischer und kultureller Beden hing war. '21 ber ein Werk der Staatsmänner ist Stückwerk, wenn es nicht getragen wird von den Völkern selbst, und deshalb begrüße ich cs, dah berufliche Vereinigungen auf nationalem Boden zusammenkommen, um sich international zu ver­ständigen. Welcher Stand märt m dieser Einsicht in seiner Bedeutung für die Völkerverbrüderung wohl berufener al» da» Buch- und Z e i t u n g s druckgcwcrbe. Die Jünger der schwarzen Kunst sind, wenn sie willen» sind, auch imstande

Wegbereiter einer helleren, einer lichteren Zukunft

zu sein. Das möge das (EraebM- Ihrer B.'-aiu, .ai jein und in diesem Sinne begrübe ich Sie Herst,chit

Generaldebatte im Völkerbund.

China und Europa. - Das Abrüstuogsproblem.

Genf. 5. Sept. (DB.) In der heutigen Vormitta gsfitzung der DSlkerbuudsver- s a m m l u n g konnte nach dem geftrigai veraeb- kchen Versuch des Präsident« mit der Ge­neraldebatte begonnen werden, die vovrus- fichtlich die ganze Woche ausfüllen wird. Die Debatte wurde von dem Führer der chinesischen Delegation, Wanaklngkh. dem Gesandten in Brüssel, eröffnet, dem der Holland sche Aichen- mrnister Beelaert« und der frühere fchwe- di/che Außenminister Linden folgten. Der Saal hatte sich nur langsam gefüllt, war aber beim Glockenzeichen des Präsidenten fast hoüftänbig besetzt. Der engllsche Dichter Bernhard Sb ato wohnte auf einem Ehrenplatz zum ersten Wal« einer Sitzung der llerbundSvers ammlung bei.

Oer chinesische Hauptdelegierie

behandelte nach einer Würdigung der Arbeiten des Völkerbundes die Frage der Zusammenarbeit E h i n a s mit dem Völkerbund einerseits und mit den fremden Staaten andererseits. Gr erinnerte an die sympathischen Worte, die Rats­präsident Prvcope in seiner Eröffnungsrede an China gerichtet hatte und versicherte, dah diese Worte In seiner Heimat den besten Ein­druck Hervorrufen, die Kritik beschwichtigen und die intellektuellen Klassen Ghina« enger an den Völkerbund anschliehen werden.

Die chinesische Regierung habe keinen lebhaf­teren Wunsch, al» an ber stelbewuhlen Frie­densarbeit des Völkerbundes immer enger mil- zuwirken.

Allerdings, so führte er -um Schluß auS, müh­ten noch einige Aenderungen in unseren wirtschaftlichen Beziehungen mit ge­wissen ausländischen Mächten erfolgen. Die Schwierigkeiten, um die es sich hierbei han- delt, würden bei gutem Willen leicht überwun­den sein. Dre westlichen Länder wür­den in Lhina ein ungeheures Tätig­keitsfeld finden.Ich bleibe der Lleberzeu- gung, daß auf dem Wege über den Völkerbund zwischen dem Fernen Osten und dem Abendlande ein Boden der Verständigung und Zusammen­arbeit gefunden werden fann.

Darauf sprach unter gespannter Aufmerksam­keit der Versammlung ber

holländische Minister des -leutzern Beelaeris.

Bei der Behandlung de« Abrüstungspro­blems begrüßte er die Unterzeichnung des Kelloggpaktes und erklärte, dah Holland ihm beitreten werde Auch das Zustandekommen de« englisch-französischen Kompromisses über die Seeabrüstung werde einen glücklichen Emfluh auf den Fortgang der Abrüstungsarbeiten ausüben. Rach einer kurzen Würdigung der Dirtschafts- aftion des Völkerbundes und der grundsätzlichen Bedeutung der Konvention für die Aufhebung der Ein- und Ausfuhrverbote zur Verwicklichung der wirtschaftlichen Abrüstung ging der hollän­dische Außenminister auf das Minderhei­tenproblem ein. Bei aller Anerkennung der Tätigkeit der Minderheitenabteilung setzt« sich der Redner für die Errichtung eines Ständigen Völker­bundsausschusses für Minderheitenfragen ein.

Oer frühere schwedische Außenminister Linden

behandelte fast ausschließlich das Abrü­stungsproblem. Im Romen der schwedischen Regierung begrüßte er di« Initiative, die zum Abschluß de« Kelloggpaktes führte. Dadurch könne mir das Ariedenswerk des Völkerbundes ver­stärkt werden. Der schwedische Delegierte unter­strich dann die Störung in den AbrüstungS- arbetteu.

3n jedem Jahre feien neue Hemmungen fest zustellen und in jedem Jahre höre man mehr Einwendungen gegen die vcrwirNichung der Mbrüftung. Die öffentliche Meinung erwarte mit Ungeduld ein Ergebnis der Abrüstungs­arbeiten,

daS nach feiner Meinung durch das Zustande­kommen des englisch-französischen Flottenkompro- misfeS erleichtert werden könne.

Die Völlerbundsverfanrmlung vertagte sich hier­auf auf Donners tagvvrtnittag 10,30 Ähr.

im Namen der Reichsregierung und wünsche Ihrer Tagung den besten (Erfolg.

Der zurzeit amtierende Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsoerlegcr, Kommerzienrat Neven Dumont, überbrachte die Grüße unb Glück­wünsche dieser Organisation und betonte das völ­kerverbindende Ziel der Presse, das heute schon in so hohem Maße crreicht sei. Er sprach die Hoffnung au», daß der hier ausgestreute Samen aufgehen und reiche Fruchte bringen möge.

Ein französisches Lnstfahri- ministerium.

Paris 5. Sept. (WTD.) Der Kabinett«- rat, der heute nachmittag im Finanzministerium unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Pvincars zusammentrat dauerte von 16 bis 18 Uhr. Er war der Prüfung der Fragen ge­widmet, di« durch die Ernennung eines Rach- f v l g e r s de« verstorbenen Handelsministers Dokanowski aufgeworfen sind. Der Kabi­nettsrat hat beschlossen, im Laufe des nächsten Ministerrates, der am 14. September in Ram­bouillet stattfinden wird, dem Präsidenten der Republik ein Dekret zur Unterzeichnung vvrzu- legen, das

die Schäftung eine« Luftfahrtmiuisteriums vvrsieht und die Befugnisse dieses neuen Mini­steriums festlegt. Bis zu diesem Zeitpunkt werde Marineminister Leygues interimistisch das Luftfohrtwesen und Landwirtschastsminister Q ucuiHet das Handelsministerium leiten, wie sie das bereits getan haben. Der neue Handels­minister wird in dem gleichen Ministerrat vom l4. September ernannt werden. Bi- zum 14. Sep­tember werden die verschiedenen Dienststellen in den einzelnen Ministerien die Fragen regeln, die durch die Zusammenfassung der Luftfahrtbehör­den in das Luftfahrtministerium sich ergeben, und die gegenwärtig vom Kriegsministerium, vom Marine- und vom Handelsministerium abhängig sind. Der Kabinettsrat hat außerdem beschlossen, die fünf Opfer der Flugzeugkatastrvphe dadurch auSzuzeichnen, daß sie in einer amtlichen Er­klärung als diejenigen bezeichnet werden, di« sich einen großen Dienst um das Vaterland er­worben haben.

Oie Beisetzung Bokanowskis.

Paris, 5 Sept. (WTD.) Auf dem Fried­hof Mont-Martr« sand heute vormittag die feier­liche Beifetzung des bei der Flugzeugkata­strophe bei Toul ums Leben gekommenen Han­delsminister Dokanowski statt. Die Daisetzung erfolgte auf Staatskosten. Zu Ehren deS Toten hatten alle öffentlichen Gebäude Halbmast ge­flaggt. Unter den Dlumenfpenden befand sich ein im Hamen der Reichsregierung und ein von Botschafter Hoesch persönlich nieder- gelegter Kranz. Ministerpräsident P oincarS und die Mitglieder der Regierung, mit Aus­nahme der in Gens weilenden Minister D r i and und Loucheur und des erCran!ten KriraS» ministers Pain!ev6. sowie di« Mitgl ed.r des Diplomatischen Korps, darunter Do.scha e von Hoesch und der Leiter der WirtschaftSabtei- lung der deutschen Dotichaft. Gesandllchaftsrat Doehle. nahmen an der Beisetzung teil.

Oas kommunistische Volksbegehren.

Berlin, 5. Sept. (WTB) Das Zulafsungs- verfahren in dem von der K o m m u n i st i - f d) c n Partei gewünschten Volksbegehren ift im (Bunge. Ver Antrag dazu ist von 5000 ^timmbcrechtiaten gestellt worden. Weitere Stim­men sollen noch nachgedracht werden. Der Reich» m i n i ft c r des Innern bat zu entscheiden, ob der Antrag zuzulasien ist. Ls ift üblich, daß da» Reich»kabinett hiervon verständigt wird Da» ift geschehen Gestern erfolgte im Reichsministerium des Innern eine kommissarische Besprechung zwi­lchen dem Reichsministerium des Innern und den

beteiligten Ressorts, nämlich dem Reichswebrministe- rium, dem Reichsfinanzministerium unb dem Reichs- justi-mintfterium. Alle Ressorts traten der Stellungnahme bei, welche der Reichsminister des Innern dem Kabinett vorzutragen beabsich­tigt. Wird der Antrag auf ein Volksbegehren zuge- lassen, so fd)ließt sich das E i n t r a g u n g s v er­sah r e n an. Bis zum Beginn des Verfahren» soll eine Frist von 14 lagen laufen, die Eintragung»- frist beträgt ebenfalls 14 Tage. (Erforbetfid) sind ein Zehntel der bei der letzten Reichstagswahl Stimm- berechtigten. Damals wurden 41 Millionen Stimm- beteiligte ermittelt, e» müßten also diesmal un- er 4 129 000 Stimmen abgegeben werden. Die

nunistische Partei hat seinerzeit 3 262 000 Stimmen aufgebracht, es fehlen danach also etwa 766 000 Stimmen, welche Zahl aus anderen Kreisen aufgebracht werden müßte. Kommt da» Volksbe­gehren zustande, so hat die Reichsregierung unver­züglich einen entsprechenden Gesetzcntwurs beim Reichstag einzubringen. Nimmt der Reichstag diesen Gesetzentwurf nicht an, so ist dar­über ber Volksentscheid anzuberaumen. Der Reichstag kann auch ein neue» Gesetz be­schließen, etwa ein solches, welches den Bau de» Panzerkreuzer» aufgibt. Dann würden zwei Gesetzentwürfe zur Volksabstimmung durch den Volksentscheid kommen. Für den Reichstags- entrourf würde einfache Mehrheit genügen. Der kommunistische Entwurf könnte nur angenommen werden, wenn sich die Mehrheit der Stimmberech­tigten an der Abstimmung beteiligt, also etwa 201 Millionen. Die K o st e n der Rüchskasse hei dem letzten Volksbegehren über die Fürstenenteignung betrugen 798000 Mark, die Kosten der Schlußab­stimmung 1,9 Millionen Mark.

Oie katholische Aktion.

Magdeburg, 5. Sept. (WB.) Der Degrü- tzungsabend der Kat h o li ke n t a a u n g fand heute abend im großen Saal der hiesigen Stadl- Halle statt, der festlich geschmückt war. Am Ehren­tisch sah man neben den geistlichen Würdenträgern u. a_ Reichskanzler a. D. Dr. Marx, die Reichs- tagyübgcorbneten Herold und Ioo st. den preußischen Wohlfahrtsminister Hirtsieser. sowie zahlreiche Vertreter der ZentrumSfrcrkttvnen deS Reichstage« und des Landtage«. Rach einem Orgefoortrag sprach

Nuntius pacelli

über .Die katholische Aktion". Er führte nach einem Hinweis darauf, daß die diesjährige Veranstaltung in ei nein der größten Zentren der deutschen kathvliichen Diaspora stattfinde. u. a. au«: Die »Katholische Aktion" soll nach ber Idee unseres Heiligen VcvterS sein: Teilnahme der Laien am hierarchischen Aposto- lat. Die Katholische Aktion kennt keine allge­mein gültige äußere Form. Sie schafft sich Ihre Form nach der jeweiligen religiösen unb kirch­lichen Lage der Lander und Völker, freilich immer in bewußter grundsätzlicher Einordiumy in die hierarchische Gliederung. Was die Kathvltfche Aktion vor allem anderen dem ganzen Zel­lenbau des katholischen Lebens geben will, das ist die Seele:

lathollscheS 6ttbftIxtoußtf:in. kalholtsch« Grundsatztreue. einheitliches kathollsch«; De«.

len. Wollen und Wirken.

Di« katholistbc Aktwn wird also in (einer Weise wertvoll« unb lebend.gc katholische Organisationen mit religiösem Ziel zerstören oder beemträchti^en. Sie will auch nicht die relative Eigengesehlich- fert der Kulturgebktc leugnen. Sie beläßt daher den Organ sationen der Katholiken mit rein kul- turießent Ziel ihre Selbständigkeit Sie ist ebenso­wenig Poitttt. Sic wird allo den Katholiken nicht in rem politischen und rein wirtschaftlichen Fra­gen eine bestimmte Anschauung auszwingen. Aber eines will sie erreichen und muß sie erreichen'

de« kathclischen Dolle FSbrer gebe», bi« überall da. wo Kultur, Wirtschaft und Politik das Gebiet des Religiösen und 6itt» ft<ß«n berührt«, klar u«d sicher aus dem Do- den btt katholische« Weiten chaunng stehe«

Weit davon entfernt, die Katholiken zu trennen und zu spalten, wird fie deshalb vielmehr da. wo dir katholischen Interessen «S vecü»gen, Zo- lannnenschbutz und Sirchei: schaffen. Der Runttus schloß mit dem Wunsch« baß der gnoße Gottes- tempet der katholischen Kirche in der Dialpova sich weit« unb vervollkommne. Darauf fhenbett er der Betfannnllmg im Tarnen des Papste« den apostolischen Segen.

Aus aller Welt.

Oie Gtinnes-Affäre.

Berlin, 6. Sept. (WB.) Dir Untersuchung gegen Hugo S l i n n e fr. mtrb. einer fiorrr- sponbenzmeldung zufolge, noch mindesten» jedrs bis fieben Tage weitergeführt werden. Man hatte ursprünglich angenommen, baß das Verhör schon heule abgeschlossen werben könnte, doch ho-, jidi die Vernehmung weiterer Zeuge» als notwenbig erwiesen. Neben ber Untersuchung gegen Stinnes läuft jetzt als Zwischenfpiel «in zweite» Untersuchungsoerfahren. Es besteht näm­lich ber 'Verdacht, baß ein bestimmter Per- fonenfreis von dem, wo» im Zimmer de» Unterfuchuna»richters Dr. Brühl.'znstßyen diesem >md dem Angeschuldigten gesprochen worden Ht. Renntni» erhalten hat. Die Behörden sind bemüht, alle Verdachtsmomente zusammenzutragen, um weitere Indiskretionen zu verhindern.

Zu dem vermutliche« Vertrauensbruch teilt bicDost. Zt^.' mit. baß sich ber Ver­bacht gegen die bisherig« Sekretärin bei älnt«rsuchung«richteri richtet.

S<lS Ivarathoo-Schvimmen abacbrochia.

Reuhvrk, 6. Sept. (WTD. Funkspruch) In Toronto erfolgte am Mlttwvchvormittag der Start zu dem biesjährigan Marathon- schwirnrncn über 15 Meilen (24,140 Kilo­meter) auf dem Ontariofee, dessen Tem­peratur nur 12 Grab betrug. Unter den 196 "Bewerbern befand sich als einziger De u t f ch« r der vorjährig' Sieger Ernst V l e r - kötter (Köln). In der l. Abendstunde Warrn bereits alle Bewerber aus dem Renne« auSgeschieden, mit Ausnahme des Fran­zosen George« Michel, bet at*r später eben­falls da« Rennen aufgab. Auch Vierkötter wurde, als er 12 Meilen zurückgelegt hatte, um 18.42 Uhr betoußtlo« au« demWas - fer herausgezogen. Der letzte Teilnehmer, der Franzose Michel, wurde gestern abend gegen 10.15 Uhr aus dem Wasser gezo­gen. nachdem er eine Strecke von 12^ Weilen Äurüdgelegt und etwa 10 Stunden in dem aifr- falt.-n Waster verbracht hatte. Dereils na*9 Ubr wurde es al« unwahr! cheinlich angesehen, daß Wichel imstande sein wurde, bk gesamte Strecke tn einer Länge von 15 Meilen zu brrrchschwim- men.

hundert Personen au Paratyphus erkrankt

In Vaihingen auf den Fildern tritt fett einigen Tagen 'eneigenartig cm Magen- unb Darmkatarrh auf. Der Verlauf der Krankheit bei den bi« jetzt erkrankten etwa 100 Personen weist auf bas Vorhandensein von Paratyphus hin gibt jedoch zu ernsten Besorgnissen keinen Anlaß.

Deutsche Ehrung einer französischen Kranken­schwester.

Der deutsche Botschafter v. H o e s ch tn Parti» überreichte gestern im Botschaftsgebäude der fran­zösischen Krankenschwester Vuzanne Sim- mone t das Ehrenzeichen deS deutschen Roten Kreuzes, das ihr verliehen worden ist. weil sie einem deutschen Kranken freiwillig zweimal ihr Blut zu einer Transfusion zur Verfügung ge­stellt hat.

Oie Weiteflagc.

Mittwoch, d. 5. Sept. 1928,

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Durch do» weitere Umdrehen der Winde nach Süden und Südwesten erfolgte forttchreitende (Er- wärmung, die sich auch wäyrend der vergangene« Nacht bemerkbar machte. Die Südwestluftzufuhr, die zunächst standhält, wird die Temperaturen in nor­malen Grenzen halten und die schrosscn Gegensätze zwischen lag unb Nacht mehr uusgleitßen. Außer­dem muß mit Bewölkung gerechnet werden Da jedoch von Südwcften her der Lustdruck wieder an- steigt, bürste bas Störung« geb übe stn Norden wahr- scheinlich keinen Ditterungsumschlag herbeiführen.

Voraussage für Freitag: Wolkig mit Aufheiterung, Temperaturen mehr ausgegfidyen. Nie- bcrjchlagsnelgung

Lufttemperaturen am 5. Sept m ttags 23.8 Grab <Se4kU. abend« 14.0 Gvad EelsiuS: am 6. Sept, morgens 12.0 Grad Testius; TZar:- mum 24.4 Grad EelCus. Minimum TS Grad (W* u« Sonnensch«inbauer 10 Stunden.

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