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Oberheffen.

Gn neuer Areisdirektor für den Streik ^nedberg.

WsN. Friedberg. 4. Juni Die zuverlässig verlautet, soll die Umbefetzung des Sreisdirek korenpostens in Friedberg bevorstehen. Ueber die Verwendung des bisherigen streisdirek tors Gebhardt ist noch keine endgültige Bcstim- inung getroffen Ls soll aber die Absicht bestehen, ihn in eines der Ministerien in Darmsiodt zu de> rufen, oder chrn do» Amt des Provinzialdirektors der Provinz Starkenburg zu übertragen An seine Stelle soll der sozialdemokratische Londtagsabgeord- nete und Bürgermeister von Vilbel. Vernhard Ille cht hie n, als Leiter des Kreisamt» Friedberg treten.

Das Zrühlingslreuzlraut auch im Kreise Sichen.

Nach einet Mitteilung auS Wohnbach ist da« Frühlmgskreuzkraut dort feftgestellt worden, im Kreis« Drehen aber sollte e« noch nicht vor­kommen, wenigstens war e- hier noch nicht ge­sehen wvrderr. Leider ist die«, wie uns au« Bellersheim berichtet wird, nicht der Fall. 2« ift dort auf mehreren Lruernenäckern zu sehen, und e« besteht die Gefahr, dass diese« übet* auf lästige Unfraut sich weiter verbreitet. Do c« sich brer bi« jetzt nur in Luzerne findet, ist doch wohl die Annahme berechtigt, dah es durch Luzernensamen eingeichleppt wurde. Die Pflanze ist sehr widerstandsfähig, bildet mehrere Stengel und lässt ihre Samen, die wie die Samen de« Löwenzahnes mit einer Haarkrone versehen sind, zu Tausenden vom Winde fvrtlragen. Sine Massenverbreitung ist dadurch ermöglicht. Da di« Pflanze bi# jetzt nur noch vereinzelt vor­kommt, ober beteil« schon teile Samen hat, ist ihre Bekämpfung Pflicht de« Landwirte«. Die Pflanzen müssen auSgerupft, sofort in einem Sack gesammelt und dann vernichtet werden. Aus- rupfen und Liegenlassen aus Wegen oder am Standort würde nutzlos sein, da die Samen Nachreifen und die Weiterverbreitung dadurch ermöglicht würde. Die auSgerupflen Pflanzen ndlffen verbrannt oder durch Heber ft reuen von Kalk oder sonstigen ätzenden Mitteln vernichtet werden. Wie gefährlich die« Hnkraut bei Massenaustrilt werden kann, haben die Landwirte in Nheinhessen leider erfahren müssen. Man Hot dort sogar die Beobachtung gemacht, dah bei stärkerem Auftreten unter Futterpflanzen sich beim Dich eine Ledererkranlung einstellte. Da die Pflanzen bi« jetzt nicht, wie bet Hederich, durch Bespritzen, sondern nur durch Au«- rupsen zu bekämpfen sind, heiht es rasch handeln, trenn der Landwirtschaft nicht durch Derbreitung diese« unliebsamen Gaste« groher Schaden erwachsen soll.

Landkreis Wichen.

00 Klein-Linden, 4. Juni. Der im Brand- Weg von der Firma Behren« im vorigen Jahr begonnene Neubau einer Zigar- rensabrik wurde in den letzten Tagen be­endet, so dah die neuen Räume nunmehr be­zogen werden konnten.

I. Hungen. 4. Sunt. Zum heutigen Schweinemarkt waren 169 Ferkel auf ge­trieben. Infolge der geringen Anzahl war der Handel gut. so dah der Markt ziemlich au«ver­kauft wurde Bezahlt wurden für Tiere bi« zu 6 Wochen alt 12 bis 15 Mk. 7 bi« 8 Wochen alte 16 bi« 21 Mk., 9 bi« 10 Wochen alte 22 bi« 26 Mk., 10 bi« 12 Wochen alte 27 bi« 30 Mk. Der nächste Markt, mH dem auch ein Ziegen­markt verbunden ist, findet dahier am 6. August statt.

Kreis Friedberg.

DSR. Friedberg, 4. Juni. Seit einigen Tagen ist der Reifende P. einer hiesigen Gross- firma nach Hnterschlagung von rund 3000 Mark flüchtig. Dor längerer Zeit wurde derselbe Reisende angeblich auf der Land- sttahe überfallen und um etwa 1200 Mark beraubt. Man vermutet jetzt, das; dieser Raub- Überfall fingiert war. Der Flüchtige genoss da«' volle CBcrtrauen seiner Firma.

«reis Alsfeld.

=er. Homberg a. d Ohm, 4 Juni. 3n Gontershausen bei Homberg hat sich vor einiger Zeit ein Kleinkaliber-Schützen­verein gebildet, der am gestrigen Sonntagnach­mittag seine erste Schiessübung abhielt. 3n ent- gegeruommenber Weise hat der dortige Krieger­verein seinen Schiehstand dem neu gegründeten Schützenvevein zur Derfügung gestellt. Am nächsten Mittwoch, 6. 3uni. findet dahier zum zweiten Male Prämienmarkt statt, äu dem alle Borbereitungen getroffen sind. Zur Prämiierung werden zugelassen Pferde de« bel­gischen Arbeitsschlagc« und de« Olbenburger Wagenschlagc«. sowie Händlerpferde. Don Rin­dern werden nur Tiere anerkannter Rassen zu­gelassen (Vogelsberger und Ober hessisches Fleck- pieb). Zugelassen werden ferner Ziegen der hom- lofen, weihen Saanerrafse. Für Unterhaltung ist Sorge getragen; u. a. wird der Reiterverein am Rachmittag mit seinen Darbietungen auf­warten.

* Nieder-Gemünden, 4. Juli. Am gestri­gen Sonntag veranstaltete der hiesige Schützen- verein sein diesjähriges erstes Nrcis scheiben- schieben. Die Beteiligung war recht aut. Den 1. Preis mit 33 Ringen errang Julius Schlosser (Nieder-Gemünden), 2. Heinrikb Stroh (Rieder-Ge­münden), 3. Wilhelm Wöll (Nieder Gemünden), 4. Ernst Scholl (Nieder-Gemünden), 5. Ludwig Diehl (Hainbach), 6. Johannes Wagner (Nieder- Gemünden), 7. Karl Fett (Homberg), 8. Wilhelm H o r st (Nieder-Gemünden), 9. Adolf Wagner «Nieder.Gemünden), 10. Julius Stumpf (Nieder- Gemünden), 11. 7-ilhelm Decherk (Bernsfeld, 12. Karl Otterbein (Burg-Gemünden), 13. Bahn- meister Hilz (Nieder-Gemünden), 14. Sehrt IBernsfeld), 15. Kar Horst (NiederGemünden), 16. Willy Jakob (Nieder-Gemünden), 17. Heinrich Rauh (Otterbach), 18. Wilhelm Werner (Burg- Gemünden).

Preußen.

(Sustav-A-olffest in Kloster Attenberg

| Wetzlar, 3. Juni. Wie feit einigen Jahren, feierte auch am heutigen Trinitatissonntag die Synode Braunfels unter zahlreicher Betei­ligung, auch aus der Synode Wetzlar, ihr diesjäh­riges G u st a o - A d o l f f e st in der alten Kloster- kirche zu HofAltenberg. Wohl an zweitau­send Menschen hatten sich eingefunden. Die geräu­mige Klosterkirche konnte nur einen Teil der Be-

wcher fassen, so daß ein Parallelgottesdienst im Freien abgcballen werden muhte. Rach Schluß der Goltesdienste perfammelten sich die Festteilneh- mer in dem von alten, mächtigen Bäumen bewach­senen. wundervollen Stlofterparf, der von der Gut»- Verwaltung zur Verfügung gestellt worden war. Hier lagerten sich teil» unter den Bäumen, teils auf ber großen Wiese die Schoren, um von einer mit Tannengrün ousgeichlagenen Rednerbühne An­sprachen und Berichte über dos Leben und die Ar­beit des Gustav-Adolf-Vereins entgegenzunehmen. Man hörte hier die Begrühungswone der beiden Superintendenten der Synoden Wetzlar und Braunfels, man vernahm ernste Worte über die Tätigkeit des Vereins bei den Riederrheiniichen Gemeinden untenn Kreuz von Pfarrer Schmidt (Wetzlar), lauschte dem Bericht von Pfarrer Läu­fer (Dillheim) über die Gustov-Adolfarbeit. beson­ders auch in den gefährdeten Gebieten des Aus- lande», wie Nussland. Polen, Tschechien usw. Ge- bei und Schlüssigen durch Pfarrer Schneider (Derdorf, beendeten die Nachoersammlung. Gottes­dienst und Nochoersammlung wurden verschönt durch Gesänge des Kirchenchorv von Wetzlar- Niedergirmes und eines Posaunenchors.

Der Llebernlhaler Mädchenmörder nicht geisteskrank.

LPD. Dillenburg, 4. Juni. Unter der An­klage, im August v. I. die 18 Jahre alte Paula Pfeiffer aus Uebernthal im Dillkreis er­mordet zu haben, stand kürzlich der 22jährige Maurer Ernst Per er aus Uebernthal vor dem Schwurgericht in Limburg. Ueberraschenderweise er­klärte im Laufe der Schwurgerichtsoerhandlung der als Zeuge vernommene Dater des Angeklagten, ein naher Verwandter feiner Familie fei an Geistes- krankheit gestorben und die Vermutung liege nahe, daß sein Sohn erblich belastet fei. Deshalb muhte seinerzeit die Verhandlung ausgesetzt wer- den, um den Angeklagten auf seinen Geiste »zu- ftanb untersuchen lassen zu können. Die Un- tersuchung ist nunmehr abgeschlossen; noch dem vor- liegenden Sachverständigengutachten kann jedoch der §51 des StGB, auf Peter keine an- Wendung finden. Peter befindet sich nunmehr wieder im Gerichtsgesongnis in Limburg und sieht seiner Aburteilung demnächst entgegen.

Kreis Wetzlar.

-6- Hörnsheim. 4. Juni. -Begünstigt von prächtiger Witterung wurde hier am gestrigen Rachmittag das 3ahresfest der hiesigen Christlichen Gemeinschaft gefeiert, dos sich eines außerordentlich starken Besuches, auch au« den umliegenden Orten, erfreute. Al« Fest- prediger waren erschienen Prediger Stöhr (Giessen), Prediger Meng (Grvhen-Linkxm) und Pfarrer Koch (Lützellinden), die in ihren tief­gründigen Ansprachen über verschiedene Bibel­worte den aufmerksamen Zuhörem Wertvolles zu sagen toufiten.' Das Fest wurde durch Lieder- vorträge deS hiesigen Gemischten ChoreS unter Leitung des Dirigenten Albert Kuhl (Hörnsheim) verschönt, auch hatte sich der hiesige Pofaunenchor unter Leitung des Dirigenten Friedrich Kuhl (Hörnsheim) in den Dienst der guten Sache gestellt.

Kunst und Wissenschaft.

Albrecht-Dürer Gedenkmünze 15281928.

Da« Bayer. Hauptmünzamt hat anlähllch des 400jährigen Todestages Albrecht Dürer« eine Gedenkmünze nach dem besonders ansprechenden künstlerischen Entwurf des Münchener Bildhauer« 3osef Beinhart geprägt. Diese Denkmünze, in Form und Gröhe mit einem Fünfmarkftuck übereinstimmend, gelangt zur Eröffnung des . Albrecht-Dürer-J ahre« Nürnberg 1928" in be­grenzter Auflage zur Ausgabe. Sie zeichnet sich durch eine schöne und reine mit Stempelglanz versehene Prägung au« und trägt auf der Dor- derseite das scharf geschnittene Brustbild Dürers mit seinem Monogramm, auf der Rückseite die Wappen Durer« und der Stadt Rümberg, mit der Aufschrift .Ehrt Eure Deutschen Weister". Dem bekannten Selbstbildnis unsere« deutschen Meisters nachgefühlt, im Sinne der Renaissance gestaltet, stellt diese Münze ein Meisterwerk pla­stischer Kleinkunst dar, das jedem Deutschen ein wertvolle« Andenken an Dürer sein wird.

Der Attngolfsbund auf der Wartburg.

Zum 37. Male kehrte der Wingolfsbund in der Pfingstwoche in Eisenach ein, um sein traditionelle« Wartburgfest zu feiern. 3n Erkenntnis der vaterländischen Rotwendigkeit körperlicher Ertüchtigung für die akademische Ju­gend begann die Tagung unter starker Beteiligung mit Turn- und Sportkämpfen. Ernster Arbeit an der Junge kademikerschast waren die Aus- schus.sihungen über Hochfchulpolittk und Grenzland­arbeit und die internen Berbandsverhandlungen gewidmet. Rach einem Degrühungsabend sprach am ersten Tage zu Fühen der Wartburg Uniöerfi- tätsprofessor D. Strathmann, Erlangen (M. d. R.) in einer .Ernsten Feier" von den Auf­gaben und der Sendung des Wingolfs. Am Abend hielt Dr. Schweitzer. Spandau, einen Dortrag über .Der heutige Akademiker in feiner geistigen Umwelt'. Wie stet«, bildete den Höhe­punkt de« Festes die Feier auf der Wartburg. 3m zweiten Hof der Burg drängte sich die Schar der alten und jungen Wingolfiten, um hier eine Weihestunde christlichen und deutschen Geistes zu erleben. Dann ging der Festzug zum Gefallenen­denkmal. wo in Ehrs urcht der 520 im Weltkriege gefallenen Wingoissbrüdcr gedacht wurde. Am Abend zeigte der Kommers daS Bild echter stu­dentischer Freude' er fand seinen Ausklang in dem Treuschwur für das Daterland.

Deutsch-englische akademische Vermittlungsstelle In London.

Wie der Amtliche Preussische Pressedienst einem Erlass be« Preussischen Kultusministers entnimmt, hat der Leiter der deutsch-englischen akademischen Vermittlungsstelle (An?lo German Academic Bureau in London. Prof. Brenner) mitgeteilt, dass die Vermittlungsstelle ihre Tätigkeit nun- mehr in vollem Umfange ausgenommen hat. Auf­gabe der Vermittlungsstelle wird es fein, in ständiger Fühlungnahme mit allen in Frage kom­mendem dämchen und englischen Stellen deutsche Staatsangehörige, die sich zum Studium nach England begeben, sowie Engländer, die in Deutschland zu studieren beabsichtigen, zu beraten. Die Vermittlungsstelle hat ferner die Vertretung des Akademischen Austauschdienstes und der Alexander von Humboldt-Stiftung in England übernommen. 3hre Anschrift ist: 2onbDn,wC 1. Ruttel Square 51.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W Orbach.

Alle für die Redaktion bestimm!en Mitteilun­gen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach- redallion des .Giessener Anzeiger«-.

Problem Nr. 164.

Don 0. V.mo.

Schwarz.

Weih zieht und fetzt in drei Zügen matt.

Weih: 5 Steine. Kf7; Dd5; Sd6; Bf4, g3.

Schwarz: 6 Steine. Kg4; Tal; Ba6, g2, h3, h6.

8

6

5

3

2

4

7

a

L I

h

8

6

5

7

3

2

4

b c d e

a b

__

d e f g h Weiss.

Partie Nr. 106.

Schwarz:

Dr. Bechstedt, Wetzlar.

Se3-g4

Kgl -h2

Die folgende Partie, welche in der letzten Runde des Mttlelrheinischen Weisterschaftstur- niers zu Bad SmS gespielt wurde, ist von dem Führer der schwarzen Steine sehr fein behandelt worden. Wir geben dieselben wegen ihrer Länge nur mit kurzen Anmerkungen.

Unregelmässig.

Weiss: Prof. Mannheimer, Frankfurt a. M.

36.

37.

38.

(Es drohte 39. .

36.

37.

38.

39.

f2, Dh3+. 41. Kgl, Sc24- usw.)

Lc5-d4 h7-h5 De7-e6

.... Txf2+ 40. DX

1.

d2-d4

1. e7-e6

2.

c2-c4

2. U8-e7

3.

Lcl-f4

3. d7-d6

4.

e2-e3

4. b7-

5.

Sbl -c3

5. Lc8-b7

6.

Sgl-f3

6. Sb8-d7

7.

e3-e4

7. Sd7-f8

8.

Lfl - d3

8. Sf8-g6

9.

L(4-ß3

9 Sg8 - f6

10.

Tal -cl

10. 0-0

11.

Ld3-bl

11. Sf6-h5

12.

Sf3-d2

12 Sh5 f4

13.

Lg3xf4

13. Sg6-f4

14.

Ddl-g4

14. e6-e5

15.

Sc3-d5

15. Lb7-c8

16.

Dg4-f3

16 Sf4-g6

17.

d4xe5

17. d6xc5

18.

Tal-dl

18. Le7-d6

19.

Sd2-fl

19. Dd8-g5

20.

Sfl-e3

20. Lc8-

21.

g2-g4?

21. Sg6-h4

22.

Df3-g3

22. Le6xd5

23.

TdlxdS

23. Ld6-b4 +

24.

Kel-e2|

24. Sh4-g6

25

Se3-g2

25. c7-c6

26.

Td5-d7

26. Sg6-f44-

27.

Ke2-f3

27. Sf4-e6

28.

Sg2-e3

28. Se6-d4+

29.

Kf3-g2

29. Sd4-e2

30.

Dg3-f3

30. Se2-f4-f-

31.

Kg2-gl (besser

Kg3!) 31. Tf8-d8

32.

Td7xd8

32. Ta8xd8

33.

h2-h4

33. Dg5-e7

34.

g4-g5

34. Td8-d2

35.

d2-d3

35. Lb4-c5

39......

39. De6-d7

40. Telfl

40. Dd7-e6 (Zeitnot )

41. Se3-f5

41. Ld4-c5

42 Sf5-e3

42. Lc5xe3

43. Df3xe3

43. Td2-e2

44 De3-f3

44. De6-d7

45. Df3-c3

45 c6-c5

46. Kh2-hl

46. a7-a5

47. Khl-h2

47. Kg8-f8

48. Kh2-hl

49. Khl-b2?

50. Dc3>d3

51 Hl-dl

Ausgegeden, da verloren geht.

48. Te2-d2

49. Td2-d3!

50. Sf4xd3

51. Dd7-d4 mindestens noch eine Figur

Losung be« Problems Ir. 161. Do» P. F. Blake.

I. Db3-a4ü usw

Lösung des Endspiels Ar. 55.

Don Graf 3. de Dille »ende.

1. Lb5-c6, Sc7xc6 2. DeS -e3 !!, Tg7xg6 (Der einzige Zug. da 3 Dxh6-t oder DH34- droht) 3. De3-h3+. Tg2-h2 4. Dh3-f3-f-, Tg6-g2. (Sonst 5. Dh5-*- u. gern) 5. Df3xc6, b6-h5. 6. Dc6-a8, h5-h4. 7. DaS-13, h4-h3. 8. Kfl-el!, Khl-gl. 9. Df3fl matt.

-luv der Lchsichwclt.

Der 8. Äongreh des Mittelrheinifchen Schachbunbes.

Da- am DienStag, 29. Mai, beendete Meister- schastSturnier brachte besonder« noch in den bei­den lebten Runden spannende Momente 3n der letzten Runde stiessen die Spitzenkandidaten Prof. Mannheimer Dr. Bechstedt und Dr. Wolff gegen Walter auseinander. Da Pros. Mann­heimer sehr rasch seinen Königsflügel zerrüttete, gelang e« Dr Bechstedt durch seine« Spiel bald, diese Ehanee zum Siege auszunutzen: hierdurch schied Mannbeimer al- Anwärter auf den ersten Preis au«. Die Entscheidung musste nun die Partie Dr. Waller brinaen; sali» Walter ge­

wann. war et alleiniger erster: dagegen genügte Dr. Wolff zum ersten Prei« ein Renn«. Dr. Wolff, der wusste, was auf dem Spiele stand, spielte umsichtig und sicherte sich hierdurch da« Remis, welche« er zum ersten Prei« benbtiate. Der Schluhstand ist folgender: Dr. Wolfs, Katzeneln­bogen (Bad Emfer Schachklub), 4 Punkte, erster Prei«: Dr. Bechstedt, Wetzlar. 3'/, Punkte, zwei­ter Preis: Pros. Wannhcuner, Frankfurt a. M., 3/i Punkte, dritter Preis: Walter, Koblenz, 31/? Punkte, preisloS. da nach dem System Sonne- mann-Derger gewertet wurde. HiüeShe m, Kreuznach, 3 Punkte: Svenson. Wiesbaden 2'/, Punkte: Hartmann, Koblenz-Lützel, 1 Punkt.

Das Hauptturnier, welches bet zwöls Spielern in zwei Gruppen audgelragen wurde, ergab in der ersten Gruppe ben Sieg Menget, Frankfurt am Main, mit 41/« Punkten vor Peter, Reuwied, mit 3 Punkten, und in der zweiten Gruppe- (bei gleicher Punktzahl), erster Älauer, Baum­bach, vor Rothamel, Giessen, je 3l/i Punkte.

In der ersten Sieger gruppe des Rebenturnttrs gewann Denkner, Frankfurt a. M., mit 2 Punkten: in der zweiten Gruppe Portugal!, Daumbach, mit P/i Punkten. Turnierleiter wat der Schacht meister W. Orbach.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren bom Redakttonstisch.

Lieselotte und der Tiger.

Lieselotte ist ein artige«, gute« Kind, nur etwa« feige. Der Dater sieht das nicht gern und gibt sich grosse Mühe, ihr da« Fürchten abzuaewöhnen. So schickt er sie eines Abend« tn« dünkte Reben­zimmer, wo sie seststellen soll, ob die Fenster geschlossen sind.

Lieselotte hat gerade ihr Liebllnastter. einen Tiger aus Seldenplüsch, im Arm. Mit ihm be- wassnet, überschreitet fie um ein Schritt lein die Schwelle, kehrt dann aber um und sagt strahlend zum Dater:

»Es geht nich, Papi, der Tiger fürcht' sicht" (Lust. Dl.)

Die Bedingung.

Zum Direktor de« Dariet6« kam ein gut auS- feben her Mann:

.Ich bin Fress-Künstler."

.Wie, Hüe?r

»Fresskünstler! Ich vertilge pausen- und mühe­los hintereinander 12 Tassen Kaffee und 40 Brötchen, 18 Rühreier, dazu 34 Dvuletten und anschliessend 37 Mohrenköpse mit Schlagsahne."

.Wundervoll! 6ie können am Ersten bei mir auf treten, daS heisst: e« geht nicht! Da« ist ein Sonntag, und zweimal am Tag. nach­mittags und abend«, können Sie wohl nicht auf* treten? I

.Doch, wenn ich dazwischen Zeit zum Abend­essen habe!" (Lust. Dl.)

Die Jagd im Juni.

Der Juni spielt im Jagdjahr be« deutschen Weidmanns eine grosse Rolle. Fast in allen Landern ist die Jagd aus den Rehbock frei Der Dock hat verfärbt und leuchtet rot in der Sonne. Hat er nun auch noch ein braves Geweih geschoben, so stellt er das Wild dar. dessen Er­legung für die Mehrzahl deutscher Weidmänner hohe Jagd ist. Seine Jagdzeit ist lang, und es empfiehlt sich, gute Dd<ke, besonder« im Her­zen der Jagd, über die Dlattzeit hinaus mit dem Abschuss zu verschonen, damit sie ihre An­lagen vererben können. Leider sind ja bei uns meist die Reviere so klein und die Grenzen daher so zahlreich und nah. dah die Durch- lührung wichttger Hegegrundsätze daran scheitert Die Ricke hat gesetzt und erfreut mit ihren Sprösslingen des Säger« Herz Mehr denn je bedarf sie jetzt aber auch feine« Schuhe«. Holz­lesern und Daldbummlern ist auf die Finger xu sehen, wenn nicht manch dumme« Kitzchen xn den Kochtopf wandern soll. "Übenfo ist auf wildernde Hunde ein wachsames Auge zu haben. Wenn im Laufe des Monat« da« (Betreibe immer mehr Deckung bietet und im Wald stechende Insekten dem Wild die Ruhe nehmen, stellt es suy gern tn 7)te Felder, um diese häufig W« zur Ernte nicht zu verlrtten. Besonder« nach (Betoitterregcn sind dann Pirschgänge im Feld von Aussicht aus Gttolg begleitet, da dann das Wild gern auf Kleeäcker und Grasraine, die zwischen den Getteideschlägen liegen, aus tritt.

Der Rothirsch schiebt fein neue« Geweih. Einzelne Rottiere setzen noch. Auch das Dam­wild setzt.

Meister Lampe ist immer noch auf Winne- sahrten und zeigt sich zu allen Tagesstunden. Zahlreiche fräftiae Junghäs-chen lallen ein gu­tes Hasenjahr erhoffen. Wenn natürlich die Deckung für sie eine ganz andere geworden ist als im zeitigen Frühjahr, so sind sie doch immer

stark durch Wiesel, Krähen. Hunde und Katzen gefäbrbet Deren Bekämpfung ist die wichtigste Massnahme zur Hebung der Riederjogd.

Auch der Fuchs raubt eben sehr stark Denn in Malepartus warten hungrige Jungfüchse auf Frau Ermeline, die ihre liebe Rot hat, den nötigen Raub einzubringen. Ungeduldig erwarten sie die Jungen schon auf dem Bau. Richt mehr lang dauert es, und sie lernen selbst das Jagen und üben es auf eigene Faust au«. Wer drum die Jungsüchse nicht auslaufen lassen tollt, muss bald ans Graben benlcn.

Erfreulicherweise begegnet dem pirschenden Weidmann in den Morgen- und Abendstunden immer wieder mal Grimbart, der Dachs, der möglichst weitgehend gefchvnt werden sollte, wenn et auch in unseren einheimischen Wäldern noch nicht zum Raturdenkmal geworden ist. Die Beobachtung der Dachsfähe, die ihre Jungen führt und in allen Künsten der Dachse unter­weist. ist für den naturliebenden Weidmann mehr wert alS ein wenig Kunst erfordernder Schuss auf den mürrischen Rachttvandler.

Das Federwild brütet -.T. noch. Rur die Ente ist vielfach schon fertig und führt als wachsame und besorgte Mutter ihre kleine FanrUie. ,

Zur Bekämpfung der Krähen eignet sich jetzt die Jagd am Horstbaum. Der auf» merksame Jäger wird diese bald xum grossen Teil erkannt haben und versuchen, die von den Eiern abstreichende Bruckrahe, die Atzung bringenden Alten oder die flüggen Jungen ab* zuschiehen.

Kastenfallen zur Wiefelbekämpfung tollten an allen geeigneten Orten stets sängisch stehen. Besonders in den Sommermonaten, toerai die Wiefelgehecke mit der Alten auf Raub aus­ziehen. versprechen fie Erfolg.

Wer im Winter mit Laubheu zu füttern beabsichtigt, muss Ende des Monat« zur Ge­winnung schreiten. Hubertu».