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(Au- derRadio-Umschau".)

Sonntag. 6. Mal.

8 bi- 9 Uhr: Don Kaf el: Morgenfeier, berai* stallet von der Baptistengemein!^, Kassel. 11.30 bi- 12: Die Eltern stunde. 12 bi- 13: Neue» geistliche Musik. Kompositionen von Josef $ v. Wöh. 15.30 bi- 16.33: Hie Stund« der

16.30 bi- 18: Konzert de- Rundfunkorchester»: Tschaikowsky. 18 bis 19: Lturde de- Rbein-Mai^ nischen Derband:- f. r Do k lt düng. .DaS 61 eil deutsche IndianerbuchVortrag und DorlefuW au- HanS Stadexi _Menfchenfresferbuch" (15ÖT) von Dr. Herbert Kranz. 19 bi- 19.30: Spor> Nachrichten. 23.30: Heiterer Abend Senff-GeorsR Anschließend bi- 0.30: Tanzprograrmn.

Montag. 7. Mat.

16.30 bi- 17.45 Uhr: Konzert dr- RundfuiS orchesiers: Die Oper der Woche. 17.45 bi- 18.05»: Die Lesestunde. 18.30 bi- 19: .Don der 9tegtf>

DSD. Frankfurt a. M., 4. Mai.

heute in Berlin Im DeichsarbeitSministerium ge­führten Verhandlungen über den Frank­furter Strahenbahnerstreik haben zu einer Derständtgung geführt. Hiernach wird die Arbeit in Frankfurt, und Offenbach

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ar. Göbelnrod 4. Mai. Am zweiten Pfingst- feiertag findet, wie schon berichtet, das 25 j ä h r t g e Iubiläumsfest des Gesangvereins Eintracht" statt. Die Aorbcreitunaen hierzu sind In vollem Gange und schreiten rüstig voran. Der Chattia-Sängerbund nimmt, da der Jubelverein diesem Bunde angehört, geschlossen an dem Feste teil. Außerdem haben sich eine Reihe Gastvereine der näheren und weiteren Umgebung angemeldet. Im ganzen haben zwanzig Vereine mit durchschnittlich je vierzig Sängern ihr Erscheinen

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Parteien, die entweder gar keine, oder doch nur eine gänzlich einflußlose Vertretung im Reichstage erzielen könnten. Sie warnte vor dieser Zersplitte­rung und betonte, daß nur die großen Parteien wirkiame Arbeit, auch für die Kapitalrentner, leisten könnten Die Deutsche Dolkspartei blicke m;t gutem Gewissen auf ihre bisherige Arbeit zurück, sie schaue mit Ehrfurcht und Dankbarkeit auf das alte Deutsche Reich, sie stehe aber auch auf dem Boden der neuen 3eit ' in der sie tatfroh Mitarbeiten wolle zum Ruhen für Volk und Vaterland. (Langanhaltender lebhafter Beifall.)

In der Aussprache vertrat Rentner Reiber den Standpunkt der neuen Reichspartei für Volks- recht (Aufwertungspartei), während Frau Dr. Ma tz im ihrem Schlußwort eingehend auf die Darlegun­gen des Diskussionsredners antwortete.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 6. Mai. von 19*/t 61» gegen 22 ähr: Cardillac. Montag. 7., 19*,, bi» nach 22*/.: Der Zigeunerbaron. Dien-tag. &, 19*/. bl- nach 22: Der Freischütz. Mittwoch. 9 18l/3 bis nach 23: Tristan und Zsoldr. Donners­tag,'10., 19*/2 bi« gegen 22: Eardillac. Freitag, 11., 19'/, bi- 22'/,: Othello. Sam-tag. 12, 19'/, bis gegen 22'/,: Cosi fan tutte. Sonn­tag. 13., 15 bi- nach 17'/,: Madame Butterfly: 19'/, bis nach 22*. 2: Der Zigeunerbaron. Montag, 14., 19 biS gegen 22'/,: Die Macht de- Schicksal-

Schauspielhau-. Sonntag. 6. Mai. vor 19*/. bi- gegen 22'/,: Othello. Montag. 7. 20 biS 223/4: Aeidhardt von Gneisenau. Dien-» tag. 6., 20 bi- gegen 223/<: Otßello. Mittwoch, 9. 20 bi- gegen 22%: Othello. Donnerstag. 10; 20 bis 2z3,,: Deidhardt von Gneisenau. Freito­ll., 20 bis 22*/,: Man kann nie wissen. Sams­tag. 12., 19*', bis 21*/,: Kadrbrecht- Weines 22 bi- 24: Gastspiel dr- Kabarett- bit Komiker Berlin. Sonntag. 13., 15'/, bis 17*/«: Gastspi^ deS Kabaretts der Komiker. Berlin. 19 611 21'/,'

Am Donnerstagabend trat die Deut s che LtOi eften mit einer äffen t dien Wählerversammluna im EasS Leib unter dem Vorsitz der Frau Abg. Birn­baum in den Wahlkampf in Gießen ein. Die Vorsitzende wies in ihren Begruhungsworten besonders auf die verdienstvollen Bemühunaen per Rednerin des Abends, Frau Dr. Matz, bei bet Vertretung der Rentnerrechte hin, während Frau Dr. Matz zu Beginn ihrer Ansprache mit großer Genugtuung der wertvollen Arbeit der Frau Abg. Birnbaum im Reichs-Frauenausschuß der D. D. P. und im hessischen Landtag gedachte.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

$ Großen-Linden, 4. Mai. Einen er­freulichen Anblick bieten die in voller Blüte stehenden Apfel - und Birnbäume in unte­rer Gemarkung. Obwohl erst im vorigen Jahre manche Obstbäume zum Brechen vollhingen, zeigen die Birn- und Apfelbäume wieder einen außer­ordentlich reichen Blütenschmuck, der zu den schönsten Erntehoffnungen berechtigt. Auch für die Steinobst- ernte bestehen recht gute Aussichten. Unsere Land­wirte sind zurzeit mit dem Kartoffelsetzen vollauf beschäftigt. Hauptsächlich werden hier die Sorten .Industrie".Hassia" undVater Rhein' angebaul. Das W i n t e r g e t r e i d e hat sich gut herausgetan, auch die Sommersaaten zeigen einen schönen Stand, jedoch macht sich hierin der Hederich schon sehr start bemerkbar.

» Harbach. 4. Mai. Die L a n d w. Kredit-, Bezugs- und Absatzgenossenschaft e. G. m.b.H. hielt ihre Gcneralversamlung ab, an der auch die Familienangehörigen teilnahmen. Der Geldumsatz für 1927 betrua 476178 Mk. Es wurde ein Reingewinn von 839 fiJh; ' erzielt. 11 Mitglie­der find' beigetreten, so daß deren Zahl jetzt

trachten den stillen Erdenwinkel als Paradke-, das sie sich selbst schassen durften. Die am südlichen Ende des LaunSbachtales zu errich- tende Kreisabdeckerei ist jetzt fast im Rohbau vollendet und soll im Herbst in Betrieb genommen werden. Ss ist ein privates Unternehmen, zu dem der Kreis ein Daukapital von 20 000 Mart beigesteuert. Schwie­rigkeiten bestehen noch über den Dau eines ge­eigneten Zulahrtsweges. da sowohl der Kreis, wie die hiesige Gemeinde es vorerst ablehnen, die Straße zu bauen. Der Unternehmet beab­sichtigt, neben der Kadaververwertuna ® e flügelzucht und andere landwirtschaftliche Einrichtungen zu betreiben.

Deutschnationale nicht auf sich nehmen wollen. Die Deutsche Volkspartei sei dafür eingetreten, daß die Bekenntnisschule dort, wo sie schon bestehe, erhalten bleibe, sie habe fich aber auch mit großer Entschie­denheit dafür eingesetzt, daß die jetzt schon be- stehende und seaensre ch wirkende Simultanschule, ! wie z. B. in Hessen, nicht für eine gewisse Zeit, son­dern für dauernd in ihrem Bestände gesichert werde. Die DDP. sei auch gegen die Errichtung von welt­lichen Schulen ohne Religionsunterricht aufgetreten. Die dauernde Sicherung der S multanschule habe jedoch da» Zentrum nicht zugestehen wollen, und an dieser Ablehnung von Zentrumsseite sei dann der Schulgesetzentwurf gescheitert. Die Rednerin beschas- tigte sich dann mit der Frage des Rentneroer- sorgungsgcsetzes, wobei sie betonte, daß diese Angelegenheit unserer geschädigten Kapitalrentner ihre besondere' Verfechterin in der Deutlchen Volks- Partei gehabt habe Der Hauptwiderstand gegen eine befriedigende Regelung der berechtigten Ansprüche der geschädigten Kapitalrentner gehe von dem Reichs- irbeitsminister Brauns und feinem ganzen Mi­nisterium au». Bedauerlich fei es, daß in der bis- hörigen Koalition über diese Frage kein Einver­ständnis habe erzielt werden können. Gegen den auf Verbessrung des Gesetzentwurf» abzielenden Antrag des Rentnerbundes, den die Deiüsch, Dolkspartei aufgenommen und einstimmig zu ihrem Antrag ge- macht habe, hätten die Sozialdemokraten. Kommu­nisten, da» Zentrum und die Bayerische Dolkspartei geschlossen gestimmt, wodurch der Antrag des Rent- nerbunöe« mit starker Mehrhei' abgelehnt worden sei, damit da» ganze Rentnerversorgungsgesetz zunächst vereitelnd. Auch die R o t m a h n a h m e n de» letzten Reichstags hätten den Rentnern nicht viel helfen kön­nen. Die Deutf* Dolksparte werde sich weiterhin mit allerTatkraft für die befriedigende Erfüllung der berechtigten Äapitalrentneranfnriidx* Einsetzen Mit großem Nachdruck wandte sich die Rednerin weiter­hin gegen die Bildung der Meinen Splitter-

von Abhandlungen, die versöhnend wirken können, das sind sicherlich nützliche Schritte auf dem rich­tigen Wege. Es sind indessen nur btc er ft en Schritte. Solange die Regierungen mcht chre Hand dazu bietrn, und solange e- keine Organi­sation gibt, welche die vielfachen Versüße zu einer Einigung der Völker zu gelangen, einhett-- lich -usammensaßt, kann nichts Entscheidendes er­reicht werden. ,

So grob auch mein Vertrauen in die Macht geistiger Bewegungen ist, so sehr ich davon über­zeugt bin daß gegenwärtig bei den Gebildeten aller Nationen das dringende Verlangen nach einer Gemeinschaft der Geister vorhanden sein mag so bin ich doch in Sorge darum, daß diese große Bewegung nur geringen Erfolg auf.zu- weisen haben wird, solange sie mcht durch wirtschaftlicheInteressen -^'ammenge- halten und von ihnen getragen wird. Die Rot- gemeinschast wirtschaftlicher Onteres en besteht in­dessen und wird sich im Laufe der Zett In immer stärkerem Maße fühlbar machen.

Kreis Büdingen.

lp Aidda. 4. Mai. 3n der jüngsten Ge - meinderatSfitzung wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Die Stadt Ridda hat die Er­richtung eines SechssamilienWohnhau­ses für Beamte der Reichsfinanz­verwaltung in Aussicht genommen. Die Mittel werden zum größten Teil durch verbilligte Daudarlehcn deS Reiches und des Staate- auf­gebracht. so daß nicht allein die Finanzierung oeS Bauvorhabens von vornherein gesichert er­scheint, sondern auch für die in Frage kommenden Beamten tragbare Mieten feftgelebt werden kön­nen. Als Bauplatz für dieses Wohnhaus ist das Grundstück des Beigeordneten Rullmann an der Straße nach Bad-Salzhausen gegenüber dem Wohnhaufe des Studienrats Draunewell in Aussicht genommen. Hinsichtlich der Ab­lösung der Martan leihen der Stadt R i d d a sind wiederholt Verhandlungen mit den Gläubigern zum Zwecke der Barablösung, oder der Vereinbarung eines AufwertungSbctrazes gepflogen worden. Obwohl sich die Gläubiger semerzeit fast ausnahmslos mit einer 10 prozen- ligen Barablösung einverstanden erklärt haben, hat der Gemeinderat neuerdings beschlossen, die Markanleihen der Stadt Riboa allgemein 15 Prozent de» Goldwertes gemäß § 11 deS Gesetzes aufzuwerten: er hat die Til­gungsdauer auf 30 Jahre festgesetzt. Für den Reals ch u l n e u b a u wird der von dem Hochbauamt Büdingen verlangte RachtragSkre- dit in Höhe von 6300 Mark bewilligt und die nachträglichen Arbeiten, die in der Hauptsache den RachtragSkredtt erfordern, genehmigt. Der zwischen dem Zweckverband Ridda- U If a und den Gemeinden Wallern hausen. Fau­erbach. Schwickartshausen. Ober-Lai- und Mi­chelnau abgeschlossene Garantievertrag über die Eröffnung einer Kraftwagen-

= Ortenberg, 4. Mai. Zur Freude unserer Gemeinde wurde unsere Pfarrstelle in kürze- ter Frist wieder besetzt. Pfarrer Letzing (Enaelrod) wurde, wie schon kurz berichtet, auf Präsentation des Fürsten Christoph-Mortin zu Stolberg-Roßla von der Kirchenregierung zum Pfarrer von Ortenberg ernannt. Pfarrer Hans Letzing ist am 8.August 1891 zu Gießen geboren. Rach der Reifeprüfung studierte er in Gießen Theologie, machte den Weltkrieg mit und wurde nach der Schlußprüfuna als Pfarrassistent in Rüsselsyeim verwandt. Zn seiner jetzigen Stel­lung zu Engelrod befindet er sich seit November 1922. Seine bisherige Gemeinde sicht den belieb­ten Kanzelredner und treuen Seelsorger nur un­gern scheiden, der sich besonder» um die Ausstat- kling der Totenkapelle zum Gedächtnismal für die Gefallenen im Weltkrieg bleibende Verdienste er­worben hat. Die Reparaturarbeiten im Pfarrhaus ind soweit vorgeschritten, daß an einem der nach- ten Sonntage mit der Einführung des neuen Geistlichen gerechnet werden kann.

# Llnter-Widdersheim. 4. Mai. Die Schafzucht, die In der Kriegszeit mächtig auf- gebllcht war, um die Dorfbewohner mit Wolle zu versorgen, ist in den letzten Jahren sehr zurückgegangen. Die Schafherde, die bei der Errichtung der Gemelirdeschäferei nahezu 200 Tiere betrug, ist nun auf weniger olS die Hälfte vermindert, und bereits trägt man sich mit dem Gedanken, die Herde ganz aufzulösen. Infolge der durch die Fe'ldbereinigung eingefuhrten engen Gewannwege entsteht bei dem Trieb zum Pferch mancherlei Schaden. Die Aussichten für bie diesjährige Ernte sind in unsrer Feldmark als sehr günstig zu bezeichnen. Ent­gegen den früheren Jahren ist keinerlei Frucht ausgewintert, nur vereinzelt hat da- Korn in tiefet Lage etwa- unter stauender Rässe gelitten und an Fruchtackern, die an Feldraine und Wege grenzen, haben die Schnecken etwa- Scha­den angerichtet. Besonders aut steht der Rotklee: bereit- wurde der erste Schnitt als ©rünfutter eingebracht. Die Sommerfrucht ist schön gleich­mäßig ausgelaufen und bestockt sich bei der warm- feuchten Witterung gut.

4- Wenings, 4. Mai. , Unser langjähriger Seelsorger, Pfarrer Lic. Wißmann, wurde nach D a r m st a d t versetzt und mit der Dermal- tung einer Religionslehrer- und Studienratsstelle an der Liebig-Oberrealschule und der Aufbauschule beauftragt. Neben seiner amtlichen Tätigkeit machte sich Pfarrer Wißmann besonder» um das Kirchen­gesangvereinswesen und die Heimatgesch.chtsfor- schung verdient. Die Gemeinden Wenings und Merkenfritz sehen den beliebten Geistlichen nur mit größtem Bedauern scheiden und wünschen ihm auch In seiner neuen Tätigkeit reichen Segen. Die Derwaltuna der Stelle während der Vakanz wurde Hofprediger Widmann in Gedern über­tragen.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 4. Mai. Ein schrecklicher Unglücksfall mit tödlichem Au»gaitg ereignete sich gestern auf dem der Landwirtschasts- kammer gehörigen Gut Selgenhof. Einer der jungen dort beschäftigten polnischen Saisonarbeiter, Mich. Kowalski, kletterte in der Frühstückspause im sog.Gründchen" an einem Mast der eiettri- schenNeberlandleitung empor, um fich die Leitung näher zu besehen. Der junge Mann, der nicht genug deutsch lesen konnte, um die War- nungstasel zu entziffern, ließ sich auch durch ein- dringliche Warnungen von [einem Vorhaben nicht abbringen und muhte feinen Vorwitz mit dem Leben bezahlen. Er kam der Leitung mit dem K o p f z u n a h e , irn Nu brannte ihm die Mütze durch und er stürzte alsLeiche auS oben, man muß es fast noch als ein Glück bezeichnen, daß er nicht auf einen feiner ganz dicht dabei- sitzenden, aufs furchtbarste erschrockenen Arbeits­kollegen fiel.

Rainrod, 4. Mai Die innerhalb unserer Gemarkungsgrenzen gelegene Siedlung im Launsbachtal, von einem halben Dutzend junger Weltflüchter und Ratursucher bewohnt, konnte sich während dreier Jahre nickt nur erhalten, sondern soll noch vergrößert wer­den. An Stelle der ehemaligen unzulänglichen Bauhütte ist ein massive- WohnhauS getreten, in dessen Aähe jetzt ein neues Anwesen. wenn auch nur in sehr bescheidenen Ausmaßen, errichtet werden sott. Die Siedler verrichten fast alle Dauarbeiten selbst, so daß die Kosten nur sehr gering sind. Außerdem wurde eine zweite Wiese von der Kolonie käuflich erworben, io daß der Landbesitz auf mehrere Morgen an­gewachsen ist. Mit ungeheurem Flciße wird der Boden bebaut, damit er genügend Kartoffeln, Gemüse, Beeren u. a. liefert She Bewohner der Siedlung leben ausschließlich von Pflanzenkost. Der Milchwagen von Wingershausen, der täglich in der Aähe vorüberfährt, liefert die Milch. Wer jetzt in dielen warmen Maitagen das vergessene Launsbachtal berührt, der traut kaum seinen Augen: Barfuß, fast völlig nackt, graben, hacken und säen die jungen Raturmenschen, ohne irgendwelche Scheu zu zeigen. Lange Haarsträhnen umflattern die Slirn. au« denen Schweißtropfen perlen. Sie fühlen sich ungemein wohl in ihrer Einsamkeit und be-

linie auf der Strecke RidbaWallernhaulen- FauerbachLel-wickartshausenOber-LaisMi­chelnauRidda wird genehmigt. Die Höchst­geschwindigkeit für Kraftfahrzeuge aller Art soll für die Hauptverkehrsstraßen der Stadt durch Pvlizelverordnung auf 20 Kilo­meter in der Stunde festgesetzt werden. Die Pocht für den städtischen Steinbruch auf den Goldäckern für daS Jahr 1927 wird auf ZOO Mark festgesetzt. Die Herstellung eines Rohrkanals in der Dismarckstrirße. die Shauf- fierung des Feldweges im Johanniterhof biS zu dem von der Provinz als Bauplatz er­worbenen Drottfchen Grundstück und dir Her­stellung deS Fußweges über den Berg nach Bad-Salzhausen wird befcklosien und die er­forderlichen Arbeiten vergehen. D.'i der kürz­lich stattgehabten Besichtigung der Provin­zial st raßen- OrtSdurchfahrte n durch >ie Provinzialstraßenverwaitung ist festgestellt worden, daß sich die Ortsdurchfahrten zum iroßen Teil In einem unhaltbaren Zustande befin­den. Die Provinz bat die Anwendung des an­derwärts wiederholt durchgeführten. Tcerver- ahrenS. das für die Stadt mit einem Zu­schuß von etwa 10 000 Mark verbunden wäre, in Vorschlag gebracht. Der Gemeinderat vertritt jedoch die Ansicht, daß dieser Kostenaufwand nicht im Verhältnis zu dem zu erwartenden Vorteil steht, da diese Art der Straßenh-r- tellung selten eine Lebensdauer über 1 Jahr hat. SS sott deshalb bei der Provinz Antrag auf gründliche Ausbesserung der OriS- durchfahrten gestellt werden.

am Samstag im Laufe des RachKlltagS wieder ausgenommen. Die Lohnregelung ist in An­gleichung an den vorliegenden Schiedsspruch für die Gemeindearbeiter erfolgt. Maßregelungen sollen nicht stattsinden: alle Arbeiter werden wieder eingestellt.

Kirche und Schule.

Euperintendcnturtonserenz iu Bietzen.

)( Unter dem Vorsitz de» Superintendenten von Oberheffen, Dberfirmenrat Wagner Meßen), traten am Mittwoch im Gemcindciaal der Gießener Zohanneskirche die evangelischen Geist- lichen Oberheffen» zu ihrer diesjährige» Superintendenturkonserenz zusammen. Die außerordentlich stark besuchte Tagung wurde mit Schriftlesung und Gebet, gesprochen von Deka» Schlösser (Lauterbach) eröffnet. Der DorsiNende gedachte darauf der im vergangenen Fahre heim- gegangenen Geistlichen Overhesjen» und begrüßte bann insbesondere die anwesenden Vertreter der theologischen Fakultät und der medizinischen Dis-

Badearzt Dr. Haberltn (Bad - Nauheim) svrach hierauf als erster in fesselndem Vortrag über das Thema:21 r 31 und Seels 0 rg e", und zwar zunächst über die gegenwärtige Lage der ärzt­lichen Seelenbehandlung (Psychoiherapiej und bann überDa» Problem ber Angst". Unter ärztlicher Seelsorge ist bie Führung des Menschen zu seiner eigenen Persönlichkeit zu verstehen, es geht habet um tiefstes Verlangen nach Seelenhastiakeit. die dem urelaensten Verlangen be» Menschsetns ent- spricht. 2>ie am häufigsten oorkommende seelische Störungsforrn beim Menschen ist bie Anast, (vgl. Jesu Wort:in ber Welt habt ihr Angst ) und zwar nicht nur Todesangst, wie beim Tier, sondern Lebensangst, ja Angst vor sich selbst. Die Welt ist von fortschreitender Entseelung ergriffen, die Leben»- angst wächst heraus aus der Entwurzelung und der Loslösung au» ewigem Zusammenhang. Deshalb ist nicht nur diese ober jene organische Spezial- behanblung das Heilmittel. Der Mensch muß wie­der Vertrauen fassen lernen, und zu diesem Zweck muß die Wiederverblndung des Menschen an dcn schöpferischen Weltengrund wiedererstrebt mer-e-i, nur in der Heimfindung und Heimkehr seiner Eeele ist Heilung möglich.

Pfarrer Müller (Gießen), der al» Seelsoraer an den Kliniken In Gießen ganz besonder» dazu be­rufen war, sprach dann in äußerst klarer Weise über die Seelsorge an den Kranken von selten der Geistlichen, und zwar über die Fragen Warum ist Seelsorge erforderlich, an wem ist sie erforderlich und wie ist die Krankenseelsorge au»- zuüben?"

Beide Vorträge wurden mit größtem Beifall aus­genommen. Es schloß sich eine ausführliche Aus­sprache an, an ber sich u. a. Medizinalrat Dr. Walger und Dr. med. Neumann betei­ligten.

Die auf der Konferenz behandelten Fragen fallen tueaen ihrer W chtigkeit in kleinerem Kreis auf den Dekanatskonferenzen zur weiteren Behandlung kommen.

beschäftigte sich in Ihrer Rede zunächst mit einigen Fragen der Außenpolitik, die ber Grunbion ei, von bem alle innerpolitischen, wirtschastspoli- tischen und bis zu einem gewissen Ausmaß auch die kulturpolitischen Fragen abhängen. In bezug auf die Außenpolitik habe sich die bisherige Koa- lition in weitem Ausmaß bewährt. Die Deutsche Volkspartei begrüße es außerordentlich, daß in dieser Koalition bie Deutschnatianalea zur verant- wörtlichen Mitarbeit herangezogen wurden. Aber um so mehr sei es zu bedauern, wenn jetzt von deutschnationalen Zeitungen die Außenpolitik Strese- mannß in Grund und Boden heruntergerissen werde, obwohl die Deutschnationale Volkspartei ......... -----«...

dies-- Außenpolitik Schritt für Schritt und Zug um zugesagt. Som t darf schon jetzt mit einer Besucher- Zug mitgemacht und nie eine Aenderung nach von 600 Gängern gerechnet werden. Im Dorfe irgendeiner Richtung hin verlangt habe. Es sei wird für das Fest gerüstet. So sieht man in vielen klas, daß große außenpolitische Erfolge nicht von Häusern die Weißbinder an der Arbeit. Es wäre heute auf morgen, sondern nur auf dem Wege nun zu wünschen, daß gutes Wetter zum Gelingen langsamen Fortschreitens au erringen seien. Auch des Festes beiträgt. An den beiden letzten Sonn- die Reichstags-Opposition der Demokraten und So- lagcn veranstaltete ber hiesige Äriegcroerein zialdemokroten habe sich in der Frage der Außen- ein Scheibenschießen. Es war bas erste nach Politik durchaus loyal verhalten und sie immer dem Kriege. Da die Witterung einigermaßen gün- unterstützt. Zu einigen Einzelheiten übergehend hob ftlg blieb, war die Beteiligung gut. Den 1. Preis die Rednerin zunächst hervor, daß das Ergebnis erhielt Heinr. S a u e r (Reiskirchen) mit 35 Ringen: der französischen Wahlen für uns durchaus nicht den 2. Preis Hch. Wilh. Weber (Göbelnrod), den erfreulich sei, denn Poincars, der dadurch eine be- 3. Preis Uhrmacher Köcher (Grünberg).

sondere Stärkung erfahren habe, bleib« der alte j Lich, 4.Mai. Endlich beginnt der Storch geschworene Nattonalist und sei nach wie vor gegen wieder helmisu, zu werden, nachdem er lange die frühere Räumung des Rheinlandes. Demgegen- Jahre hindurch völlig ausgeblieben war. Eine über mühten wir aber immer wieder auf unser Storchenfarnilie baut sich auf bem früheren Gerb- Recht auf beschleunigte Räumung des Rheinlandes ^aufc in ber Schäfergasse (Besitzer Geschw. Fischer) Hinweisen. Wenn Deutschland als gleichberechtigte ein Nest. Das auf dem Dach der Marienstiftskirche Macht im Völkerbund sitzen solle, bann müsse es durch Unterstützung bes hiesigen Verkehrs- und auch endlich die fremden Truppen am Rhein los- Verschönerungsvereins vor mehreren Fahren ge» werden und seine volle Souveränität über die schaffene Storchennest hat die Familie Langbein Rheinlande zurückverlangen. Die Rednerin recht- unbeachtet gelaßen.

fertigte bann im weiteren Verlause Ihrer außen- ar. Bellersheim, 4. Mai. Markrechner politischen Betrachtungen den Eintritt Deutschlaichs Kammer unb Ehefrau, geb. Müller, feierten bie« in den Völkerbund, in dem wir unsere nationalen (er Tage das Fest der Goldenen Hochzeit. Belange wahrzunehmen hätten. - 9n ber Minber- Beide sind noch sehr rüstig unb gehen ihrer täglichen

heitenkommission bes Völkerbunbes habe Deutsch- Arbeit in Hau) unb Felb nach, obwohl der Jubilar

land für die deutschen Minderheiten in anderen 80 Jahre, die Jubilarin 77 Jahre alt ist.

Ländern schon manches durchsetzen können, und * Muschenheim, 4 Mai. Dieser Tage feierte

auch in der Mandatskommission des Völkerbundes der L a n d w K 0 n f u m 0 e r e i n fein 25 i ä h r i «

sei die Mitarbeit eines deutschen Vertreters außer- geo Bestehen. Es waren etwa 200 Personen ordentlich wichtia. Erforderlich und möglich sei nur anwesend. Im Msttelvunkt stand ein Vortrag des eine Außenpolitik der ruhigen, nüchternen und Vertreters vom hessischen landw. Genosienschafts- klaren Ueberlegung, die sich nur von den Erforder- verband (Oberreoisor Hartmann), ber aussühr- nissen der nationalen deutschen Znteresien leiten lich über die bisherigen Leistungen ber~ ländlichen lasse. Genossenschaft «'n und beren Anfaab'"' für die Zu-

Zn der Innen-, Wirtschafts - und Kul- funft sprach. 9 Herren, die seit der Grilnduna dem t u r p 0 i i t i k habe sich die bisherige Koalition nicht Vorstand unb Aufsichtsrat angehören, erhielten so bewährt, wie in der Außenpolitik. Die Reb- öhrenurfunben* Der Gesangverein trug ncrln griff hier zwei besonbers bedeutsame Punkte i'in'ne Clrnre do*- Rack Meernach» mi>nre l'ck heraus: Das Reichsschulgesetz und das Rentneroer- die Jugend dem Tanz. Der Verein ist der Nachsol- sorgungegesetz. An dem Scheitern des R e i ch s - aer des auf Veranlassung Dr. B ö ck e l s gegründeten schulgesetzes habe die Deutsche Volkspartei Bauernvereins. Er wurde nahezu 20 Jahre keine Schuld. Sie habe in den absolut reaktionären von dem früheren Büraermeister Eifer, unb Keudellschen Schulgesetzentwurf ihre von liberalem wird jetzt von Bürgermeister Becker geführt Geiste geleiteten Verbesserungsoorschläge hineinge- Rechner ist ber Landwirt Karl Eller I. Im Jahre bracht, das hätten aber schließlich Zentrum und 1927 wurden für rund 60 000 Mark Waren verkauft

Mar drr Prominente. 22 bl- 21: Gastspiel bef Kabaretts ber Komiker. Berlin. Montag. H» 19 bis gegen 27%; Othello. 22 bl« 24; GastspiL Kabaretts b?r Komiker, Berlin.