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werden. Der Besitzer der Autoltnie Gießen — Gambach steht z. 3- in (Verhandlung mit der Post wegen Llebernahme der Postbeförderung. Morgens soll dann, wie verlautet, die Post zugestellt werden und abends abgehen.
: Albach, 4. März. Schon 1900 wurde in unserem Dors eine Wassergenossenschaft gegründet, um die nahgelegenen Fluren zu entwässern. Die Kosten sollten sich damals pro Morgen auf 75 Mark belaufen. Zur Ausführung kam der Plan jedoch nicht. Dor drei Jahren wurde wieder eine Wasscrgenossenschaft gegründet und iit der Entwässerung sogleich begonnen. Für dieses Jahr sind die Fluren Buchwaldsfeld und Münchsfeld vorgesehen, die Arbeiten sind bereits int Gang. Die Kosten für diese Lntwässerungsarbeiten sollen sich auf 18 000 Marl belaufen. Doch dürfte diese Summe überschritten werden, da der Boden an einigen Stellen felsig ist. Die Kosten für den Morgen kommen jetzt auf 200 Mark zu stehen.
ch Grünberg, 4. März. Die letzte H 0 l z v e r - steigerung ergab folgende Preise für einen Raummeter: Fichtennutzfcheit 15 Mk., Kicfernnutz- scheit 17 Mk., Fichtennutzknüppelreisig 10 Mk. Fichtenreisig 2 Mk., Fichtenknüppel 8 Mk., Fichtenstöcke 8 Mk., Fichtenscheit 10 Mk., Kicsernscheit 8 Mk, Kiefernknüppel 8 Mk., Kiefernstöcke 7 Mk., Aspenreisig 2 Mk., Aspenknüppel 5 Mk., Buchenscheit 16 Mk., Duchenknüppel 12 Mk., Buchenstöcke 10 Mk., Buchenreisig 2 Mk.
5. Bellersheim, 4. März. Der Drescherei- besitzer Ernst Bopp hat eine Saatgutreinigungsanlage angeschafft. Es bricht sich mehr und mehr die Erkenntnis Bahn, daß die Kosten für Saatenreinigung, die die größeren Güter schon längst durchführen, auch in kleinbäuerlichen Betrieben durchaus rentieren. Jeglicher Unkrautsamen, sowie alle schwächlichen und beschädigten Körner werden ausgeschieden, so daß nur Körner mit starker Keimtriebkraft und hoher Ertragsfähigkeit zur Aussaat gelangen. Außerdem wird der Derunkrau- tung der Felder vorgebeugt. Der Abfall kann wieder zu Futterzwecken Verwendung finden. Die Verwendung von Edelsaatgut muß sich bis in die kleinsten Betriebe hinein zu den beiden anderen Faktoren neuzeitlicher Landbewirtschaftung gesellen, der künstlichen Düngung und intensiveren Bodenbearbeitung durch neue Maschinen.
s. Trais-Horloff, 4. März. Dieser Tage erlitt der Arbeiter Rudolf Schneider aus Utphe, der auf der Gewerkschaft „Friedrich" beschäftigt ist, einen schweren Unfall. Der jetzt fertiggestellte Gaskessel wird zur Zeit von innen angestrichen. Schneider war mit dem Anstrich der gewölbten Deckenfläche des Kessels beschäftigt und stand zu diesem Zweck auf einer hohen Leiter. Diese geriet ins Rutschen und fiel um. Durch die Wucht des Falles erlitt Schneider einen schweren Oberschenkelbruch des linken Beines und zog sich außerdem Verletzungen im Gesicht und am Gebiß zu. Es war nicht leicht, ihn aus dem hohen Gaskessel herauszuschaffen. Schließlich gelang es mittels eines an einem Tau befestigten Stuhls, auf welchem er innen hochgezogen und
außen herabgekaffen wurde. Er wurde sofort ins Hungener Krankenhaus eingeliefert.
s. Utphe, 4. März. Einen merkwürdigen Fund machte dieser Tage der hiesige Gemeinde- rechner Karl Schäfer. Beim Ausschachten von Erde für einen Schuppeneubau stieß er in etwa 50 Zentimeter Tiefe auf ein menschliches Skelett, das noch vollständig war. Diese geringe Tiefe läßt darauf schließen, daß der Tote nicht auf normale Weise hier bestattet worden ist. Dem Gebiß nach zu urteilen, handelt es sich um eine ältere Person. Aus welcher Zeit das Skelett stammt, ist wohl schwerlich festzustellen, da der Grad der Verwesung sehr vom Boden abhängt. Vielleicht stammt es aus Kriegszeiten, oder rührt auch von einem Verbrechen her.
M ?is Friedberg
* Friedberg. 4. März. Die Zahl der beim Arbeitsamt Friedberg unterstützten Arbeitslosen ist in der letzten Februarhälfte leicht, und zwar um etwa 140 zurückge- gangen. Ausgeschieden sind insgesamt 400. Reu in die Fürsorge ausgenommen wurden 260. Die Statistik am 29. Februar ergab 2046 Haupt- unterstützungsemvfänger im Kreis Friedberg und 606 im Kreis Büdingen, zusammen 2652. Außerdem wurden 192 Krisenunterstühungsempfanger gezählt, von denen 185 auf Friedberg und 7 auf Büdingen entfallen. .In den genannten Zahlen sind 208 Aotftandsarbeiter mit enthalten. Eine Erhöhung der Zahl der Aotstandsarbeiter ist für Anfang März in Aussicht genommen.
Krr'.S Büdingen.
< Büdingen, 4. März. Der hiesige Geschichtsverein veranstaltete dieser Tage wiederum einen seiner beliebten Vortrags' a b e n d e. Studienassessor Dr. Lad e-Büdingen sprach über das für Büdingen sehr aktuelle Thema „Denkmalpflege und die Kunst- denkmäler im Kreise Büdingen“. Daß der Vortragende in der Auswahl seines Vortragsthemas keinen Mißgriff getan hatte, kam bereits in dem überaus zahlreichen Besuche der Veranstaltung deutlich zum Ausdruck. Der Vorsitzende des Vereins. Geh. Rat Mohr, begrüßte die Versammlung im Ramen des Vorstandes und gab zugleich seiner Freude darüber Ausdruck. daß den Vorträgen des Geschichtsvereins immer große Beachtung und sich ständig steigerndes Interesse entgegengebracht werde. Der Vortragende, Dr. Lade, gedachte in seinen Ausführungen zunächst des Ursprungs der Denkmalschuhbewegung und der Organisation des Denkmalschutzes, besonders aber der verdienstvollen Männer Hessens, die bereits im vorigen Jahrhundert durch Gesetzesentwürfe, Anregungen und tatkräftige, wie vorbildliche Arbeiten dazu beigetragen haben, daß den derzeitigen Generationen so manches kostbare Kulturgut erhalten bleiben konnte. Die vorgeführten guten Lichtbilder konnten den aufmerksamen Beschauer in jeder Hinsicht überzeugen, welche unschätzbaren Werte gerade in unserem Kreise auf diese Weise gerettet wurden. Leider seien jedoch auch bei uns im Kreise Büdingen viele
wertvolle Kunstdenkmäler stark gesährdet. Der Redner sprach hier im besonderen von dem traurigen Schicksale der Ronneburg, und wohl alle Anwesenden waren in dem Wunsche mit ihm einig, daß sich doch in letzter Stunde noch eine Möglichkeit ergeben möge, den schnellen Verfall dieses prachtvollen Baudenkmals aufzuhalten. Auch das wunderschöne barocke Altarwerk der Klosterkirche in Engelthal bei Altenstadt sei in allerhöchster Gefahr. Der Holzwurm sehe mit immer größerem Erfolge sein Zerstörungswert an dieser selten schönen Holzschnitzarbeit fort, da Mittel zur wirksamen Bekämpfung des Schädlings nicht vorhanden seien. Ein besonderes Kapitel de» Vortrages war dem Friedhofschutz und den liturgischen Kunstwerken gewidmet. Der Redner bat auch hier wieder um Schutz für die zahlreich noch vorhandenen alten „Wehrfriedhöfe" im Kreise Büdingen, insbesondere aber um Erhaltung der prachtvollen Grabsteine und Denkmäler, denn der amtliche Denkmalschutz könne unmöglich alle die vielen Cinzelfälle übersehen und überwachen. Hier müsse jeder einzelne mithelfen. Auch der Baumschmuck sei auf den Friedhöfen nicht zu vernachlässigen. In einem weiteren Llbschnitte sprach Dr. Lade über die leider immer noch sehr zahlreichen „Verschandelungen" von Kunstdenkmälern, und zeigte in mehreren Lichtbildern deutliche Beispiele hiervon. Es ist leider nicht möglich, alle wertvollen Anregungen, die der Vortragende den größtenteils von ihm selbst gemachten Aufnahmen beizugeben wußte, an dieser Stelle erschöpfend zu behandeln. Büdingen und Ortenberg fanden, ihrem historischen Werte entsprechend, besondere Würdigung. Reicher Beifall belohnte die hochinteressanten Ausführungen, die geeignet waren, die zahlreichen Freunde der Kunstdenkmäler in unserem Kreise er. eut zu einen und im Willen zur tatkräftigen Mitarbeit am Schuhe unserer wertvollen alten Kulturgüter zu festigen.
—/— Büdingen, 4. März. Am Freitag fand am hiesigen Wolfgang-Ern st-Gy m- n a f i u m unter dem Vorsitz von Oberstudiendirektor Dr. Keller die diesjährige Reifeprüfung statt, der sich 24 Oberprimaner unterzogen. Sämtliche Prüflinge bestanden.
y. Aid da, 4. März. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr kann in diesem Jahre ihr fünfzigjähriges Bestehen feiern. Am 15. Juli wird eine würdige Feier stattfinden, wozu die Feuerwehren des Kreises Büdingen eingeladen werden sollen.
]:| Gelnhaar, 4. März. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgshabten H 0 lzver - steigerung wurden folgende Preise erzielt: Für je 2 Raummeter Buchenscheit 36 bis 40 Mk., Buchenknüppel 25 bis 30 Mk., E'chenscheit 15 bis 20 Mk., F chtenrundscheit 10 bis 12 Mk., Buchen- reifer durchschnittlich 1 Mk. pro Raummeter.
Kreis Schotten.
nz Groß-Eichen, 4. März. Durch Unvorsichtigkeiten beim Abbrennen von Hecken entstand am Freitag im „Eichholz" ein Waldbrand. Es fielen dem Feuer ungefähr
4 Morgen zweijähriger Fichten des Gemeindewaldes zum Opfer. (Kur dem baldigen Eingreifen der Ortsbewohner ist es zu verdanken, daß die Flammen sich nicht noch weiter ausbreiteten.
Kreis 'Alsfeld.
< Atzenhain, 4. März. Dieser Tage hielt Landwirtschaftsassessor Dr. B ö ch e r vom Landwirtschaftsamt Grünberg in der Gastwirtschaft Krug einen Vortrag über „Pflanzenschutzmahnahmen bei der Frühjahrsbestellung". Bürgermeister Erb leitete die überaus zahlreich besuchte Versammlung. Der Redner betonte u. <t: Zur Erhaltung einer gesunden Frucht ist zunächst eine richtige Saatgutvorbereitung notwendig. Die Delämpfung der Pflanzenkrankheiten, soweit sie am oder im Samenkorn sitzen, muß durch Beizung mit Trocken- oder Raß beizen geschehen. Don ausschlaggebender Bedeutung ist die Vorbereitung des Ackers, die Bodenbearbeitung. Zweckmäßige Anwendung der Düngemittel und richtige Aussaat sind weitere Maßnahmen, die eine besondere Beachtung verdienen. Fernerhin sind die Saaten entsprechend zu pflegen. Die anschließende Aussprache, die sehr anregend verlief, befaßte sich u. a. mit DüngungS- fragen, Bodenbearbeitung, Weideanlagen usw. Dr. B ö ch e r sprach zu der Anlage einer Weide, betonte die Rotwendigkeit einer solchen und hob den augenblicklich günstigen Moment während der Feiobereinigung besonders hervor. Die interessanten Ausführungen wurden mit großem Beifall ausgenommen, dem der Vorsitzende in Worten Ausdruck gab.
'S- Nieder-Gemünden, 4. März. Die hiesige Nutz- und Brennholzoersteigerung war sehr gut besucht: außer den hiesigen Steigerern waren solche aus Rülfenrod, Otterbach, Maulbach, Ehringshausen und Ober-Gleen erschienen. ’23cr- glichen mit den in hiesiger Gegend vorangcgange- nen Holzoersteigerungen waren die Preise durchweg höher. Bezahlt wurden etwa folgende Preise: Buchenscheiter 1. Kl. 46 bis 50 Mk., Buchenknüppel 36 bis 40 Mk. Hainbuche und Eiche wurden mit 25 bis 30 Mk. bezahlt. Buchenreisig wurde mit durchschnittlich 1,50 Mk. je Raummeter versteigert.
Rheinhessen.
WER. Mainz, 3. März. Gestern nachmittag ereignete sich hier im Bebelring ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem Lastkraftwagen der französischen Besatzungsarmee und einem deutschen Motorradfahrer. Der Motorradfahrer, der Bauführer S ch e p p 1 e r von hier, fuhr den Bebelring entlang und bog kurz vor dem Anwesen Bebel» ring 61 in die linke Straßenseite ab, um fein Motorrad in die Garage zu bringen. Dabei stieß er mit einem ihm in voller Fahrt entgegenkommenden französischen Lastauto zusammen und wurde von diesem durch die dort befindliche Bretterumzäunung und dann noch die dahinterliegende steile Böschung hinuntergeschleudert, wo er schwer verletzt liegen blieb. Der Verunglückte ist noch auf dem Transport ins Krankenhaus feinen Verletzungen erlegen.
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