Einzelbild herunterladen

Ul. 30 vierter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Samstag, 4. Januar (928

Industrie- und Handelskammer Gießen.

Unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Kom­merzienrats Schirmer (Gießen), hielt die In­dustrie- und Handelskammer Gießen ihre erste Jahressitzung im Kammer- Gebäude In Gießen ab.

Kommerzienrat Schirmer gab zunächst einen kurzen Ueberblick über das abgelau - |ene Wirtschaftsjahr. Es müsse, so führte sr aus, leider gesagt werden, daß das Jahr 1927 die daran geknüpften Hofsungen und Dünsche nicht erfüllt habe. Wenn sich die Ver­hältnisse aud) insofern gebessert hätten, als wie­der mehr Waren hergestellt worden seien und infolgedessen eine recht erhebliche Zahl von Er­werbslosen wieder in ben Produktionsprozeß eingeschaltet werden konnte, so bliebe doch der Gewinn weit hinter den gehegten Erwartun­gen z u r ü ck und entspreche keineswegs dem lebhaften Geschäftsgänge in Handel und Indu­strie. Auch die so notwendige aktive Han­delsbilanz sei dem deutschen Volke vom Jahr 1927 nicht beschert worden. Er könne es sich auch nicht versagen, an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang mit einigen Worten auf das Ergebnis einer Umfrage einzugehen, mit welcher sich die Leitung der bekannten Calwerschen Ta­gesberichte an ihre Bezieher gewandt habe, um deren Urteile über das Wirtschaftsjahr 1927 zu hören. Aus der Fülle des interessanten und reichhaltigen Materials wolle er nur Wenige Aeußerungen als besonders charakte­ristisch herausgreifen. So werden von dem Leiter einer Großbank die Neubildung inländischen Sparkapitals und die Verminderung der Ein­fuhr mit gleichzeitiger Vermehrung der Aus­fuhr als wichtigste Voraussetzung für die Ge­sundung der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Ein süddeutscher Arbeitgeberverband führt offenbar unter dem Eindruck der gegen Ende des Berichts­jahrs stattgehabten Lohnkämpfe in der Tabak­industrie die Zwangstarife und die übermäßig hohen sozialen Lasten als Hauptursachen an, welche einer Besserung der deutschen Wirtschafts­lage und einer gedeihlichen Zusammenarbeit zwi­schen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hindernd int Wege stehen. Eine Zuschrift aus den Kreisen des mittleren und kleineren Unternehmertums stellt die in den einzelnen Industrien sehr starke Beschäftigung als Folge eines Warenmangels hin, welcher durch die Erhöhung der Lebens­ansprüche der Bevölkerung gegenüber der Vor­kriegszeit entstanden ist. Da diese vermehrten ' Ansprüche vornehmlich auf dem Lebensmittel- martt durch einheimische Erzeugnisse nicht voll besriedigt werden könnten, würden allzu viele Waren vom Auslande eingeführt, worin die Passivität unserer Handelsbilanz begründet sei. Eine Verschlechterung der Wirtschaftslage müsse die unausbleibliche Folge sein, wenn die Aus- landkredite nicht me£>r so bereitwillig gegeben würden wie seither und schließlich ganz aus- bfieben. Die Verringerung der Unkosten, ver­mehrte Produktion in Industrie und Landwirt­schaft, Steigerung des Exportes seien bedin­gungslose Voraussetzungen für einen niedrigeren Preisstand der Waren. Diesen Meinungs­äußerungen könne nur voll und ganz zugestimmt werden. In der Tat sei bei den hohen sozialen Losten, den Zwangstarifen, der in weiten Schichten der Bevölkerung verbreiteten Sucht nach einer besseren Lebenshaltung und dem sich daraus ergebenden starken Import ausländischer Luxusartikel und entbehrlicher Lebensmittel eine Besserung der wirtschaftlichen Lage und eine . aktive Handelsbilanz nicht zu erwarten. Vicht oft und nicht scharf genug könne die Votwendig- keit einer Unkostenersparnis betont wer­den: das gelte nicht etwa nur für die Wirt­schaft, sondern noch in erhöhtem Maße für Staat und Gemeinde. Diese Einsicht müsse Allgemeingut werden: sie allein sei die Voraussetzung für eine großzügige Ver­waltungsreform mit dem hohen Endziele des deutschen Einheitsstaates. Diese Aus­führungen des Vorsitzenden begegneten der ein­mütigen Zustimmung der Versammlung.

Der Vor st and der Kammer, bestehend aus Kommerzienrat Schirmer als Vorsitzen­den, Kommerzienrat K l i n g s p o r und Kom­merzienrat Grünewald als stellvertretenden Vorsitzenden, sowie Carl Vöhr als Rechner wurde burd) Zuruf wiedergewählt.

Der im Entwurf vorgelegte Voranschlag Mr das Rechnungsjahr 1928 wurde von der Versammlung genehmigt.

Zur Frage des deutschen Einheits- c a t e s erstattete der Syndikus Dr. Zeid- : er ein ausführliches Referat. Die daran sich ^schließende lebhafte Aussprache ergab die ein­mütige Ueberzeugung von der Rotwendigkeit einer alsbaldigen Neuordnung der staatsrecht- slichen Verhältnisse in Deutschland. Ueber die Dege, welche zu diesem Ziele führen, wurde ein Beschluß nicht gefaßt.

Die Versammlung stimmte den Beschlüssen zu, welche die Steuerkommission des hessischen In­dustrie- und Handelskammertags zu dem Ent­würfe eines Kirchen st euergesehes gefaßt hat. Hiernach wird der Vorschlag verworfen, welcher die juristischen Personen zu einer sog. Aird)enbaufteuer heranziehen will, und weiter her Vorschlag als unannehmbar erklärt, wo­nach als Grundlage der Besteuerung neben dem Einkommen und dem Vermögen auch das ge­werbliche Anlage- und Betriebskapital zulässig

Parteien überlassen müsse, durch zweckentspre­chende Vereinbarung den notwendigen Ausgleich zu schassen.

Für die Sitzungsperiode 1928 bis 1934 wurde Kommerzienrat Adolf Klingspor als ehren­amtliches Mitglied des F i n a n z g e r i ch t s bei dem Landesfinanzamt Darmstadt von der Ver­sammlung einstimmig wiedergewählt.

Wirtschaft.

Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt.

In dieser Woche erfuhr die allgemeine Börsen­lage zunächst keine merkliche Qienberung. Das private Publikum veichielt sich weiter außerordentlich reserviert, und bei den Banken war der Ordereingang nach wie vor recht gering. Die Gestaltung der Tendenz war daher im wesentlichen von den Dispo­sitionen der Spekulation abhängig. Etwas re­gere Anteilnahme wollte man von selten deS Auslands beobachten. So sollen aus der Schweiz auf dem Elektromarlt einige Kauf­aufträge Vorgelegen haben. Auch von belgi­scher und französischer Seite sei eine etwas lebhaftere Anteilnahme zu verzeichnen ge­wesen. Eine Anregung dazu bot die Aufhebung des französischen Kapitalausfuhrverbvles. Doch fiel die Beteiligung von diesen Seiten kaum ins Gewicht gegenüber der starken Betäti­gung der Baissespekulation, die, wie man es schon so oft erlebt hatte, die verschieden­sten günstigen Momente kaum beachtete und die ungünstigen in den Vordergrund rückte. Die Blancvverkäufe sollen in dieser Woche ein im Verhältnis zu der allgemein herrschenden Geschäftsstille ziemlich großes Ausmaß angenommen haben. Wenig beachtet wurden z. B. die günstigen Monatsberichte der Dresdner und Commerzbank, wonach das Kursniveau keines­wegs bereits übersteigert sei. Die Ausführun­gen des Reichswirtschaftsministers Dr. Cur- ti u s in der Wirtschaftsdebatte des Haushalts­ausschusses des Reichstages und die Strese - mannrede befriedigten zwar die Börse, blie­ben aber ohne merklichen Einfluß. Auch die Abschlußziffern der A.E.G. und die erhöhten Produktionsziffern beim Stahlverein für das 1. Quartal 1928 29 konnten nur auf die betreffen­den Werte selbst etwas stärker und nachhaltiger einwirken. Eine weitgehende Llnsicherheil und Zurückhaltung herrschte im Hinblick auf die un­geklärt e Lage des Geldmarktes, der auch nach dem Zahltag, der im übrigen voll­kommen glatt und reibrmgslos verlief, nament­lich für kurzfristiges Geld ftarf angespannt war. Heber seine Weiteventwicklung bestand vor allem im Zusammenhang mit den kommenden Jnlandemissionen starke Ungewißheit. In dieser Woche soll von kommunaler Seite der Bedarf wieder ziemlich stark gewesen sein. Eine gewisse Beruhigung trat erst ein, als die Reich Sbahn ihr Kommunique über die Ausgabe von zunächst 100 Millionen Mark Vorzugsaktien veröffentlichte. Dabei befriedigte es, daß der Geldmarktsituation weitgehend Rechnung getragen werden soll und die Einzahlung auf die neue Emission auf eine Reihe von Monaten verteilt wird, um am Geld­markt keine zu eirrschneidenden Wirkungen her- beizuführen. Eine starke Verschlechterung der Stimmung trat dann jedoch ein im Zusammen- hang mit dem scharfen Baissevvrstoh in Berlin gegen die Glanz st off- und Bembergaktien, wobei man auf die Divi­dende losigkeit der Snia Biscosa verwies, die jedoch auf die Dividenden bei Glanzstoff und Demberg, wie nachdrücklich erklärt wurde, von keinerlei Einfluß ist. Die unerwartet günstige Meldung, wonach der Finanzausschuß des ame­rikanischen Senats die Frergabevorlage angenommen habe, veranlaßte dann die Speku­lation zu überstürzten Deckungen, die 4- bis 7prozentige Kursbesserungen hcrbeiführten, wo­bei naturgemäß die an der Freigabe beteiligten Werte bevorzugt waren. Die Kursrückgänge, die im Verlauf der Woche eingetreten waren, konn­ten jedoch zumeist nicht ganz aufgeholt wer­den. Die Anleihemärkte lagen still. Am Devisenmarkt zog die Mark im Zusammen­hang mit der Geldknappheit stärker an.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Zu Beginn der neuen Woche war die Tendenz am Frankfurter Produktenmarkt im allgemeinen etwas freundlicher, da sich die besser lau­tenden amerikanisd)en Berichte günstig auf den deutschen Markt auswirken konnten. Das An­gebot in Getreide war nicht besonders groß, und es machte sich regere Nachfrage nach Rog­gen bemerkbar, was hauptsächlich der Grund zu einem etwas lebhafteren Geschäft war. Doch trat im Verlaufe wieder eine Derflauung des Marktes ein, da die erneut eingetretene Ab­schwächung der Auslandnotierungen die Stim­mung nachteilig beeinflußte. Daraufhin wurde das Angebot in guten Sorten auch beträchtlich größer, was ebenfalls die Börse ungünstig be­einträchtigte. Die Händler zeigten wenig Unter­nehmungslust und übten in Erwartung einer weiteren Preissenkung große Zurückhaltung. In Weizen war das Geschäft minimal, da dem regen Angebot kaum Nachfrage gegenüberstand. Roggen, gute Qualität, war auf Nachfrage des Exports gut behauptet. Auf dem ermäßigten Niveau wurden in Gerste, für Brau- und Futterzwecke, größere Hmsähe getätigt. In Hafer war das Geschäft ebenfalls weiter leb­haft, da von feiten des Konsums Deckungen vor- genommen wurden. Das Interesse für Mais hielt weiter an. Futtermais wurde von der Landwirtschaft weiter stark gekauft, auch Mais für Jndustriezwecke war weiter lebhaft umgesetzt, so daß der Preis hierfür stärker an­ziehen konnte. Das Mehlgeschäft konnte

Cin Schreiben, des Landesverbands des hessi- tyen Einzelhandels über Vorgänge bei Ver - jebung von Lieferungen gab zu einer längeren Aussprache Anlaß, die schließlich zu der grundsätzlichen Auffassung der Versammlung führte, daß die Kammer nicht in den Wider- freit der Interessen von Industrie und Handel tingreifen dürfe, sondern es der Selbsthilfe der

GT Würze

Verlangen (Sie ausdrücklich MAGGI® Würze.

Rätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

Aus Öen 32 Silben.

cke trieb e e ei en fei gel im jas la lert me nat ne nor pe pis pos sei sei sens fix ftnit ter ters trep tus un ur Da wild

sind 16 Wörter zu bilden mit folgender Bedeutung: 1. Halbedelstein: 2. Nebenfluß der Saale: 3. nor­dische Schicksalsgöttin: 4. deutscher Dichter: 5. Stadt in Hannover-, 6. geschmolzene Gesteinsmasse: 7. Ge­birgszug im Rheinland: 8. weiblicher Personen­name: 9. Stufensteig: 10. Heldengedicht: 11. Der- brecher-, 12. Insekt: 13. Ort in Hessen-Nassau: 14. Papstname: 15. Astronom; 16. Schlangenart. Sofern die Wörter richtig gebildet wurden, ergeben Anfangs- und Endbuchstaben, beibemal von vorn nach hinten gelesen, ein Sprichwort.

Kreuzworträtsel.

11

26

11

25

25

9

12

10

13

21

26

12h

27

Äiiä

gg

Jawa aee

saeon Kieeea

aesl ml

Von links nach rechts: 1. Huftier; 5. amtliches Schriftstück; 9. weiblicher Personenname; 10. andere Bezeichnung für Ton; 12. Getreideart; 13. Amtstracht: 14. tierisches Produkt: 15. abessini­scher Herrschertitel; 19. Fluß in Sibirien; 20. geo­graphischer Begriff; 21. nordische Münze; 22. natur- liches Wasserbecken; 24. Stadt in Belgien; 26. weib­licher Personenname; 27. biblischer Frauenncrme; 28. mythologische Figur; 29. Wallensteins Astrolog.

Von oben nach unten: 1. Hoherpriester: 2. englische Anrede; 3. Industriestaat im Rheinland; 4. seemännischer Ausdruck; 5. Teil eines Dramas; 6. männlicher Personenname; 7. Bodensenkung; 8. wie 26. wagerecht; 9. das höchste persönliche Gut; 11. letzte Ruhestätte; 14a. weiblicher Personenname; 16. griechische Göttin: 17. alter Mann; 18. Figur aus dem Nibelungenlied; 19. Himmelsrichtung; 21. fettige Flüssigkeit; 22. Teil des Wagens; 24. alko- höfisches Getränk; 25. Raubfisch.

Dreisilbige Scharade.

Was man dem, der fragt, Oft als Antwort sagt; Was als kurze Frist Schnell verflogen ist;

Was vielleicht dein Feld Tausendfach enthält: Wer die drei gefunden Und in eins verbunden. Der hat eine Zeit, Wo es friert und schneit.

Synonym.

An Stelle eines jeden der nachfolgenden Börtrr ist ein svnonnmes, finnverWandteg Dori zu fetzen. Sind diese richttg gefunden, ergeben deren Anfirngs- buchstaben, zu einem Wort verbunden, einen techni- schen, beim Radio vielfach gebräuchlichen Gegenstand. 1. anmutig; 2. läppisch: 3. keck; 4. schwermütig; 5. ansehnlich; 6. drollig; 7. ehrlich; 8. keusch; 9. rei­zend: 10. gesittet: 11. nützlich; 12. lauter.

Fehlaufgabe.

Unter Hinzufügung der Silbefe" als zweiter in jedem Worte sollen aus nachfolgenden 16 Silben och? Wörter gebildet werden. Ist die Bildung richttg erfolgt, ergeben die Wörter in ihren Anfangsbuch­staben, zusammengezogen, eine winterliche Nattir- erscheinung.

a ar da dom e fern grim her ho i lei nik plan re rei u

«bftrichrälsel.

In den nachstehenden sechs Wörtern:

Halma Wilna Gneis Ernst Stuhl Grenze

sollen in fünf Wörtern je drei, in einem Wort vier Buchstaben gestrichen werden. Die verbleibenden Buchstaben ergeben alsdann, werden sie miteinander verbunden, eine winterliche fstaturersci-einung.

Bilderrätsel.

Auflösungen.

Kreuzworträtsel.

W

A

Alt

R

Ml

L

S

W |EJ

KiaBßl 0SBBI

*raaän I3B0BQ

Al!

B A

0* C1QB

ÄJa u|l

Glil Bffll BBI H BBI

o. E

E

L

Silbenrätsel.

1. Intermezzo; 2. Mahagoni; 3. Lichtung; 4. Cle­ment; 5. Bariton; 6. Eveline; 7. Nekrolog; 8. Ge­ranium; 9. Iserlohn; 10. Liane; 11. Titus; 12. Dis tont; 13. Esra.

Im Leben gilt der Staerfe Recht.

Scharade.

Kußhand.

Buchstabenversetzung.

Duisburg (Ei sieben Rastatt Erlangen Rostock Saalfeld Torgau Elmshorn Beuchen Augsburg Leipzig Liegnih.

Der erste Ball.

Verschmelzungsaufgabe.

Selekia Charlotte Haarlem Na jade Email Elentier Fauteuil Atelier Lothar Limonade.

Schneefall.

Bilderrätsel.

Keine Reue ist so schmerzlich rote die vergebliche.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren bom RedaktivnStlsch.

Papa BkangeL

Papa Wvcmgel inspiziert Truppen In Ruppig Gr ist begleitet von seinem Adjutanten Graf Eulenburg. Die Ruppiner liehen es sich natür­lich nicht nehmen, dem verehrten und geliebten Feldmarschall auch die .bürgerlichen Ehren" zu erweisen, und so galt es. zunächst einmal die Kompagnie der (^renfungfraucn abzuschreiten. Die Ruppiner hatten die hübschesten Töchter der Stadt ins erste Glied gestellt, und Papa Wränge! gab jedem der Mädels einen Kuß, die ganze Reihe lang. Als er merkte, daß das zweite! Glied nicht so hübsch sei, drehte er sich zu seinem Lldjutanten um und sagte:©ule, nu' küß' man du weiter!"

In Ruppin auch war es: da sah Wränget einen Offizier, dessen Sporen unvorschriftsmäsiig waren. Wrangel winkte ihn zu sich heran und diktierte ihm vierundzwanzig Stunden Arrest. Der Offizier, der mit Wrang: berühmter Güte rechnete, versuchte sich zu verteidigen und machte den Einwand:Exzellenz tragen ja ebensolche." 3an3 jut, mein Sohn!" knurrte Wrangel, da kannst du jleich vierundzwanzig Stunden dazu vor mir mit absihenl"

immer noch nicht lebhafter werden. Am Futter­mittelmarkt war das Geschäft sehr klein, nur Weizenkleie hatte kleinere ülmsätze zu verzeichnen. Das Kartoffelgeschäft hatte keine beson­dere Bewegung aufzuweisen. Zum Wochenschluh wurde die Stimmung noch lustloser und un­sicherer. Weizen und Roggen, sowie alle anderen Getreidearten waren stark angeboten, ohne daß überhaupt nur die geringste Aufnahmelust be­standen hätte. Auch Futtermittel wurden wesent­lich ruhiger. Weizenkleie für soforfige Lieferung wurde weiter noch gesucht.

3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche waren die Preise für Wei­zen in, Roggen, int. Hafer, Weizen- und Rog­genkleie gut behauptet. Weizen I, Weizen II, Weizen- und Roggenmehl gaben je eine viertel Mark nach. Gerste notierte eine halbe Mark nied­riger. Dagegen hatte Mais für Futterzwecke und für andere Zwecke einen Preisgewinn von je einer viertel Mark zu verzeichnen. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 1 24,75, Weizen H 23,25 bis 23,50, Weizen III 22,75 bis 23,25, Roggen 24.50, Sommergerste 27,50 bis 29,50, inl. Hafer 23,50 bis 24, Mais für Futter­zwecke 21,75 bis 22, Mais für andere Zwecke 22,50 bis 22,75, Weizenmehl 36,50 bis 37, Rog­genmehl 36,50 bis 37, Weizenkleie 14,15 bis 14,25, Roggenkleie 15 bis 15,25.

Wochenbericht

vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt.

Das Geschäft am Frankfurter Schlacht­vieh m a r k t war in dieser Woche sehr r u - h i g. Die Metzger nahmen nur zögernd Käufe

vor, da der Bestand an Vieh ziemlich groß war. Die Märkte wurden fast alle geräumt. Am Nebenmarkt war das Geschäft in Schafen rege. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1304 Rin­dern (darunter 283 Ochsen, 67 Bullen, 550 Kühen und 302 Färsen), ferner aus 1670 Kälbern, 535 Schafen und 6667 Schweinen. Verglichen mit dem Antrieb der vergangenen Woche waren 100 Rinder, 54 Kälber und 106 Schweine mehr dem Markte zugelrieben, während 40 Schafe weniger zum Verkauf standen.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 58 bis 62 Mk AII 55 bis 57, BI 51 bis 54, BII 47 bis 50, C 42 bis 46; Bullen A 52 bis 55, B 47 bis 51; Kühe A 47 bis 50, B 41 bis 46, C 34 bis 40, D 28 bis 33;

Färsen A 60 bis 63, B 55 bis 59, C 45 bis 54:

Kälber B 72 bis 76, C 65 bis 71, D 54 bis 64:

Schafe A 48 bis 52, B 42 bis 47, C 37 bis 40;

Schweine B 59 bis 60, C 59 bis 60, D 58 bis 60, E 56 bis 58. 3m Vergleich zu den Notierungen des Hauptmarktes der vorigen Woche toaren Rinder bis zu einer Mark teurer.- Gegenüber den Preisen des Nebenmarktes der vergangenen Woche hatten Kälber und Schafe einen Verlust von je einer Mark aufzuweisen, wäh­rend Schweine bis zu zwei Mark höher lagen.

Oie Reichsbank Ende Januar.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. Januar hat sich die gesamte Kapi­talanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 362 6 Millionen auf 2557,4 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen sind die Bestände an Wechseln und Schecks um

hilft in der Küche sparen.

Dünne Suppen und Fleischbrühe, Gemüse und Soßen erhalten sofort kräftigen Wohlgeschmack durch Zusatz einiger Tropfen Maggi's Würze.

Dorteilhaftester Bezug in großen Originalflaschen

zu NM 6.50.

I287D