Wirtschaft.
Oie Reichsbank Ende Oktober.
Nach dem Ausweis der Reichsbant vom 31. Oktober hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 448,3 Millionen auf 2537,0 Millionen Mk. erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks stiegen um 384.5 Millionen auf 2348.3 Millionen Mk.. die Lombardbestände um 64,3 Milliviren auf 95t2 Millionen Mk. Die Effektenbestände blieben nut 93,5 Millionen Mk. weiterhin unverändert.
An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 681,4 Millionen Mk. neu in den Verkehr abgeflossen' im einzelnen hat der -Umlauf an Reichsbanknoten um 637,3 Millionen auf 4672,0 Millionen Wk., derjenige cm Rentenbankscheinen um 44,1 Millionen auf 542,7 Millionen Mk. zugenommen. Demzufolge ist der Bestand der Rttchsbank an Rentenbankscheinen auf 15,5 Mlllionen Mk. gesunken. Die fremden Gelder nahmen um 235,4 Millionen auf 493,9 Millionen Mk. ab.
Die Bestände an Gold unddeckungS- fähigen Devisen msSesaant stieoen um 22.2 Millionen auf 2696.1 Millionen Wk., tm einzelnen Sid die Goldbestände mit 2532,8 Millionen Mk.,
e Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 163,3 Millionen Mk. ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 54,2 v. H. gegen 62,2 v. H. in der Vorwoche, diejenige an Gold und deckungsfähigen Devisen 57,7 v. H. gegen 66,3 v. H.
Handel und Gewerbe im Oktober.
3n der auf Grund von Berichten der Preußi- schen Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und GewerbekammertageS im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe zusammengestellten Uebersicht über „Handel und Gewerbe tm Oktober 1928“ wird u. a. ausgeführt: Eine geringe, z.T. saisonmähig bedingte Delebung in einzelnen Wirtschastszwei- gen Iaht noch keinen Schluß auf einen Stillstand int Konjunkturrückgang zu. In der Eisenindustrie wgr der etwas lebhaftere Absatz auf die Sorge vor einem ArbeitSstillstand an der Ruhr zurück- zufv.b'-^n. Im Baugewerbe trug dos gute Wetter zur Belebung bei, in der Textll- und Lederindustrie, sowie den Papier und Holz verarbeitenden Industrien dürfte die geringe Belebung durch den Beginn des Winters zu ertfären sein. Der stark verminderte Inlandabsatz an Fertigwaren, der sich besonders in der Maschinen- und Werkzeug- Industrie zeigte, konnte durch vermehrten Aus- landabsah nicht ausgeglichen werden. Die Zahl der Erwerbslosen steigt leicht.
Wochenbericht
vom frankfurter Effektenmarkt.
An der Börse herrschte auch In dieser Woche große Geschäft» stille. Bei weiterer Intercsselosigleit von Publikum und Ausland war die Spekulation im wesentlichen auf sich selbst angewieen. Zum Pramienerklärungstag kam noch etwas illtimoware an den Markt, da verschiedentlich Se bsterekutionen vorgenommen wurden. Wenn daS Angebot auch nicht dringend war, so ergaben sich doch auf den meisten Marktgebieten neue Kursrückgänge. Die Börse hielt nunmehr den Ultimo für überwunden und schritt unter Bevorzugung von Spezialwerten zu neuen Käufen. Die Stimmung wurde allgemein zuversichtlicher, wobei das niedrige Kursniveau die Kaufneigung der Kulisse begünstigte. Die Hauptanregung bot aber das d'.e Erwartungen der Börse angenehm enttäuschende, recht günstige Bezutzsrecht im Saldetsurlh'onzern. Daraufhin entwickelte sich in den Kaliaklien unter Führung von Salzdetfurth, die 14 Prvz. gewannen, ziemlich lebhaftes Geschäft. Regere Nachfrage bestand ferner nach Montanwerken, da man in Börsen kreisen hinsichtlich ider Beilegung des Konfliktes in der Äsenindustrie ziemlich optimistisch gestimmt war. Außerdem konnten Elektrowerte allgemein etwas anziehrn, wobei dir bekannten Hoffnungen und Gerüchte von Fu- sionöplänen in d?r deutschen EVtroindustrie. die auch diesmal vollkommen der Begründung entbehrten, wieder austauchten. Bald jedoch trat ein Stimmungsumschwung «'n. Die nach der Fällung des Schiedsspruches für die Eilen- industrie im Reichsarbeitsministerium abgehal- tencn Verhandlungen der Parteien ver'ielen ergebnislos und mußten abgebro^en werd'n. Diele Tatsache trug eine merkliche Un icherh it in den DörsenverkeA. die stark zunahm, als bekannt wurde, daß die Arbeitgeber auch nach der Ver- blnd'ichkeitserklärung d s Schied'sprühe? durch den Reichsarbettsmint'er auf ihrem Standpunkt
beharrten und zur GesamtauSfperrung schritten. Dazu kam die Gisahr einer baldigen Tar.flundigung in b t säch ischen Textilindustrie, nachdem kaum der Konflikt im München Gladbacher Bezirk beige'.egt worden ist. Den Fortgang der Besprechungen über dir Neuregelung der Reparationsfrage ver'olgte die Börse zwar mit Interesse doch konnte angesichts der unsicheren Aus ichten eine stärkere Wirkung hiervon nicht ausgehen. Anderseits hielt dir Verstimmung an über die Ungewißheit hinsichtlich der näheren Einzelheiten drr grplanten Kapital- erhöhung deS Norddeutschen Lloyd, namentlich hinsichtlich des Degebungskurses und des Standes der Freigabeangelegenheit. Außerdem wurden verschiedentlich Befürchtungen laut, daß die an der Neuyorker Börse zu beobachtenden Kursschwankungen Mo Vorboten eines Tendenz Umschwunges seien. Stark verstimmt war man ferner über die Erklärung der 2.-G.-Farbenindustrie, daß die Einführung der Farbenaktie an der Neuyorker Dürfe gegenwärtig nicht mehr verfolgt werde, während von dem Dementi der angeblichen ungünstigen Äußerungen Geheimrat Duis- bergs in Solingen kaum eine Wirkung ausging. Die Spekulation schritt auf den meisten Marktgebieten zu Abgaben, die auf einen nur wenig aufnahmefähigen Markt trafen. Gegen die Vorwoche traten daher überwiegend merkliche Kursrückgänge ein. Der Abschluß der Klock- nerwrrke mit 6 Prcz. Dividende gegen 7 Proz. im Vorjahre entsprach ungefähr den in dem Bericht der Vorwoche angeführten Erwartungen. Für Mansfelder und Otavi Minen bestand, angeregt durch die neuen Kupferpreiserhöhungen, einiges Intcresie. Deutsche Anleihen lagen schwächer. Am Markte der Auslandrenten waren Türken bei anziehenden Kursen etwas gefragt. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld zunächst recht flüssig zu 5 Proz. Erst am Zahltag, drr im übrigen keine Schwierigkeiten bereitete, trat eine stärkere Anspannung ein, und drr Satz mutzte auf 8 Proz. erhöht werden. Monatsgeld blieb unverändert knapp.
Wochenbericht
vom Sranffurfer produktenmarkt.
Zum Beginn der neuen Woche machte sich eine allgemeine Erholung am Frankfurter Produktenmarkt geltend. Die Tendenz war freund- lrcher unZ> die Stimmung war zuversichllicher, doch Mieb das Geschäft trotz der großen Zuversicht der Händler ziemlich klein Die günstigen Berichte der übersmischen Märkte und das weiter geringe Angebot von Inlandgetreide waren in erster Cime die Stütze des Marktes. Das an den Markt kommende Material wurde nur zögernd ausgenommen, da die beteiligten Kreise am Produktenmarkt zeitweise größere -Zurückhallung zeigten und nur im Bedarfsfälle zu Deckungen schritten. Nur für Brotgetreide machte sich verschiedentlich größeres Interesse bemerkbar, und zwar von feiten der Mühlen und der Exporteure. Der hier von der Provinz geforderte Preis wurde glatt bewllligt,' während sonst bei den übrigen Getreidesorten die Forderungen nur zögernd bewilligt wurden. Im Verlaufe der Woche machte sich jedoch wieder eine größere Lustlosigkeit bemerkbar. Die wieder schwächer gewordenen Auslandnotterungen verstimmten stark, so daß sich die Zurückhaltung bei den Händlern noch mehr Derftärfte und dir Umsätze aus diesem Grunde sehr bescheiden wurden. Die Folge davon war, datz bei fast allen Getreidsarten Verluste zu verzeichnen waren. Nur für Weizen und Roggen erhielt sich einige Nachfrage, und der Preis hierfür blieb gut behauptet. Auch Hafer wurde verschiedentlich in größeren Posten umgesetzt, da der Konsum größeren Bedarf hierin zeigte. Sommergerste, die in der vergangenen Woche lebhaftes Geschäft hatte, war in dieser Woche stärker angeboten und vernachlässigt. Der Bedarf der ^Brauereien bat beträchtlich nachgelassen Am Mehl markt blieb das Geschäft ebenfalls sehr gering. Besonders Roggenmehl war stark vernachlässigt: ebenso Weizenmehl. Am Futtermitlelmarkt machte sich im Verlaufe der Woche nach Mais für Futterzwecke wieder größere Nachfrage geltend, so daß der anfänglich eingetretene Verlust wieder auf* geholt werden konnte. Die Landwirtschaft hatte ihren größer gewordenen Bedarf hierin cinzu- decken: auch wurden schon verschiedentlich für die Wintersaison Käufe vorgenommen Weizenkleie war dagegen stark angeboten und vernachlälligt, hier kamen Abschlüsse nur schwer zustande. Ium Wochenlchluh blieb daS Geschäft im großen und ganzen klein Nur die schon oben erwähnten Getreidesorten fandm weiter Beachtung. Die allgemeine Tendnz kann jedoch als freundlich betrachtet werden, da die wieder erholten Aus- landnctierungen einen guten Eindruck machten.
Im Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche tonnte Weizen 0,10 Mk. und
Roggen 0.15 Mk. anziehen Hafer und Mais für Futterzwrcke Llicbcn gut bchrupttt,
•
* Die Hessische Landesbank — Staatsbank — in Darmstadt empfiehlt ün heutigen Anzeigenteil ihre reichsmündelsicheren 8 o.-H. Gold«Hypothekenpfondbrlefe und 8 v.-H. Gold-Schuldoerschreibungen zur Kapitalanlage.
• D i e 1 0 - M i l l io n e n - B o ll a r - A n- leihe der Preußischen Elektrizitäts- A.-G- In Wallstreetkreisen in Neuhork rechnet man für die nächste Zeit mit der Auflegung der 10 Mill.-Dollar-Anleihe der Preußischen Glektri- zitäts-A.-G. mit einer Verzinsung von 6 Prozent bei 25jähriaer Laufzeit. Wie verlautet, dürfte ein beträchtlicher Teil der Anleihe in London untergebracht werden. Die WTB-Han- delsdienst hierzu erfährt, ist es noch nicht endgültig entschieden, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe der Londoner Platz an der Auflegung beteiligt wird. Die Anleihe wird voraussichtlich nicht mit dem vollen Betrag auf einmal emittiert werden.
• Hafenmühle in Frankfurt a. Main. A.-G. Die G.-V. der Hafenmühle in Frankfurt am Main A-G. beschloß einstimmig, aus dem Reingewinn von 167 956 Mk. des Geschäftsjahres 1927/28 nach Zuwendung von 11 500 Mk. an die Reserve und Abzug von 17 020 Wk. für Tantieme, sowie 30 000 Mk. für Delkredere-Konto 5 Prozente Dividende zu verteilen. Wie im Geschäftsbericht erwähnt, ist die Produktion auf mehrere Monate hinaus verkauft, allerdings lieh zunächst die Abnahme der Derfauften Mengen zu wünschen übrig. Die DTD.»Handelsdienst erfährt. hat sich die Lage insofern etwas geändert, als sich in den letzten Wochen Anzeichen für eine Belebung ergeben haben.
• Rheinische Hypothekenbank, Mannheim. In der gestrigen AufttchtSrats- sitzuna wurde beschlossen, der auf den 7. Dezember einzuberufenden ao. G.-V. die Erhöhung des seit der Goldumstellung mit 6 Mill. OH art unverändert gebliebenen Stammallienkapitals auf 12 Mill. Mark vorzufchlagen. Die Erhöhung ist Im Hinblick auf die gesetzlichen Vorschriften über die Pfandbriefumlaufgrenze geboten und soll auch sonst dem Institut weitere Möglichkeiten schäften. Die neuen Aktien sollen von einem Konsortium übernommen und den alten Aktionären im Verhältnis 1:1 angeboten werden. Wit Rück.icht auf die Einbuße, welche die Aktionäre durch die Inflation erlitten haben, ist ein günstiger De- gebungskurs von Voraussicht ich etwa 115 Proz. nebst Kosten in Aussicht genommen. Auch hin, ich t- lich der Modalitäten der Einzahlung sollen die Interessen der Aktionäre nach Möglichkeit gewahrt werden.
* Norddeutsche G r u v d. C r e d i t - B a n k in Weimar. Das zur Gemeinfchaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Institut legt nach erfolgtem Ausverkauf der 10 Millionen Goldmark umfassenden achtprozenttgen Gold- Pfandbriefe (Emission XXI) eine neue Serie acht- prozentiger Gold-Pfandbriefe (Emission XXII) zur Zeichnung auf. Die Pfandbriefe sind vor dem 1. Januar 1935 nicht rückzahlbar. Der Zeich- nungskurS stellt sich auf 97,50 Prozent. Gleichzeitig bietet die Dank neue achtprozentige Gold- Kommunal-Schuldverschreibunaen (Emiss. XXIII), die vor dem 1. Juli 1934 nicht rückzahlbar sind, zum Zeichnungskurse von 94,50 Prozent an. Pfandbriefe und Schuldverschreibungen der Gesellschaft sind auf Grund thüringischer gesetzlicher Bestimmungen mündeLsicher. Wegen näherer Einzelheiten wird auf die heutige Anzeige verwiesen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 3. Nov. Tendenz uneinheitlich. — Die Somstagbörse verkehrte im allgemeinen in stiller Haltung, da der Ordereingang unverändert minimal war, doch blieb die Stimmung im Anschluß an die etwas freundlichere geftrige Abendbörse freundlich. Die starke Anspannung der Reichsbank zum Ultimo Oktober ging nicht über die urmar^ hingen hinaus, veranlaßte aber eine etwas stärkere Zurückhaltung. Die Ungewißheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Eisenkonflikt verstimmte. Die Nachfrage, die sich nach einigen Spezialwetten erhielt, bot dem Martte jedoch eine Stütze. Günstig ausgenommen wurde auch die weitere Zunahme der Spareinlagen. Die Kursentwicklung mar wieder nicht einheitlich. Interesse bestand vor allem weiterhin für Schuck ert, die erneut 1 o. H. anziehen konnten. Auch Siemens waren weiter leicht erhöht, während AEG. und Licht & Kraft behauptet blieben. Am Chemiemarkt lagen Farben auf dem etwas erhöhten Abendbörsennioeau gut gehalten. Auch Sch e i b e a n ft a 11 behauptet. Etwas gefragt und 1 bis 1,5 v. H. höher waren Z e l l st o f f W a l d- hof, Daimler und Rütgerswerke. Schwächer eröffneten dagegen S ch i f f a h r t s w e r t e , die 1 bis 1,5 vH. verloren, ferner Kali Westeregeln mit minus 2 o. H., Salzdetfurth und
P h ön i x mit minus 1 v. H. Im übrigen märet die Kursveränderungen gering. Deutsche An- leihen waren vernachlässigt. Von Auslandrenten Türken verlangt und fester. Im Verlause konnte sich die Haltung etwas bessern, da Spezialwette weiter gefragt waren. Sch udert blieben bevorzugt und konnten abermals 1 v. H. anziehen. Aber auch I.-G.-Farben lagen bei etwas regerem Geschäft 1,25 v. $). fester. 21m Geldmarkt war Tagesgeld zu 7,5 o. f). etwas leickter. Am D e - Difenmar ft nannte man Mark gegen Dollar 4,1990, gegen Pfund 20,360, London gegen Sabel 4,648750, gegen Paris 124,12, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,05, gegen Holland 12,09.
BerUuer Börse.
Derlin, 3. Nov. Der feste Grundton, der gestern u.d auch im heutigen Dormittagsverkehr erkennbar war, konnte sich zwar auch zu Beginn der heutigen offiziellen Börse erhalten. Vie Umsatztätigkeit war aber geringer als erwartet und litt wie üblich unter dem «amstag. Seitens des Publikums Herrschte Zu« rückhallung in Anbetracht des Anhaltens des Lohn- konfliktes und im Zusammenbang mit den bevorstehenden nordamerikanischen Präsidentschastswahle«. Auch von der Neuyorker Dorbörse war eine schwankende unb unsichere Tendenz gemeldet worden. lagen einige Auslandorders für Spezialwette oor, die die Spekulation zu Deckungen veranlaßte. Auch Prämienware soll bei einigen Werten stark verlangt worden sein. Man sprach von Nochgeschäften, durch die sich die Paissepottei zu decken suchte. Beherrscht wurde das Börsenbild von dem anhaltenden Interesse für S ch u ck e r t a 11 i e n. Die Umtauschgeschäfte gegen Siemens erhielten sich. Man hätte von zwei Versionen. Einmal sprach man von einem Verhältnis von 2:3, ein andermal von einem solchen von 1:1, wobei die Schuckettaktionäre 125 o. H. zuzu- zahlen hätten. Auch in den unnotierten Äall• a 11 i e n war das Geschäft wieder lebhafter, während die amllich notierten Kaliwerte auf den rückgängigen Absatz im Oktober um 2 bis 3 o.H. nachgaben. Der heute erscheinende Reichsbankausweis mit einer Wechselzunahme um 384 Millionen, einer Erhöhung der Lombardbestände um 460 Millionen, einer Abnahme der Fremdengelder um 235 Mil- lionen, einer Notenzunahme um 680 Millionen, einem Rückgang der Deckung um 8 bis 9 v. Sy, ist als Ultimoausweis als nicht schlecht zu bezeichnen, war aber der Börse noch nicht bekannt. Etwa auf Frankfurter Abendbörsennioeau gehalten, überwogen zu den ersten Kursen gegen den gestrigen Mittaasschluß 1- bis 2-v.H.-Besserungen. Bemb e rg, Ze llsto f s Wald Hof, Ostwerke, Karstadt, Be r - linerHandelsgesellschaft und S ch u ck e r t gewannen bis 3 o.H., dagegen verloren Polyphon und Kali papiere im gleichen Ausmaß. Anleihen und Ausländer, auch Pfandbttefe ge- schäftslos. Goldpfandbriefe und Rentenbriefe eher schwächer taxiert. Der Geldmarkt war uiwer- änbert Tagesgeld 7 bis 9 v. H., Monotsaeld 8 bis 9 o.H., Warenwechsel Airfa 7 o.H. Nur für Elek trowerts erhielt sich Interesse, doch konnten sich auch hier die Anfangekufte nicht mehr voll behaupten.
Zeitschriften.
— Der „Äunftmarf (®. D. W. Tallwey, München) begann mit dem Oktober-iHest seinen 42. Jahrgang. Gedichte eines neuen Lyrikers, Richard Billinger, geben den Auftakt. Weiter sind zu nennen: ein lebensphllosophischer Essai in Briefform von All»ert Irentint, eine scharfsichtige Betrachtung des Schicksals der Kunst von August Detter, eine Plauderet über „Die neue Form und das (Blas* von St Kurt Eberlein mit mehreren Abbildungen schöner moderner Gläser, eine scharfe Auseinandersetzung Wilh. Michels mit dem Kritiker Hugo Ball gelegenllich der Herausgabe seines Buches „Flucht aus der Zeit", eine eingehende literarische Musterung der .Lungen, jüngsten und anderen Deutschen^ von Paul Al- Derbes; in den „Losen Slätenv Proben aus „Jupp Brand" von Otto Brües und Gedichte von Albrecht Schäfter.
. — Welt — Staat — Weltstaat nennt sich das Thema von Heft 6 der Internationalen Zeitschrift „Sie Böttcher-Straße" (2Ingd- sachsen-Derlag ®. m. b. H., Bremen). Zur Entstehung des Weltreichsgedankens In der Antike und über seine Entwicklung bis zum Ausgang des Mittelalters schrieb Viktor Engelhardt einen lesenswerten Beitrag. — Was Hermann Platz (Bonn) über die „Perspektiven der abendländischen Idee" sagt, ist eingehender Beachtung wett. — Linier den übrigen Beiträgen des HefteS seien erwähnt: QL MendelSsohn-Battholdy, „König und Reich"; Arthur Höllischer, Amerikanismus alS Schicksal": Maximilian Claar, „Theorie und Praxis des Faschisten-StaateS"; Ernst Nölting, „Der Inbustriebürger im Weltstaat"; und ein außerordentlich interessanter Aufsatz von F. Gilbert (Tokyo) über „Ehina-Blld-Schttft als Wetthilfsschrift".
Kurszettel der Berliner und Franksurler Börse.
Die hinter den Papieren angeiübtten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosienen Dividende an. — AeichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
Frandiun a. M
Berlin
Frandsutt a. M
Berlin
Berlin. 2 November
Äeld
Brief
Hranioniche Noten öollanvtsche Note« ...» Ztnlienische Note« ...... Norwegische Noten . ...
Deuisch-Ocsierr, * 100 Kroae» Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Echwener Noten ......
Svanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten ■ • Ungarische Noten
Devisenmarkt Berlln- Telegraphische
16,15 167,91
21,90 111.58 58.595
• 16.41 168,59 21.98 112,02 59,115
80,81 7.72 12.45 '1,10
a. m.
u ng.
Schluß-s
1-Uhr- flur»
Schuh. Rur»
Hnjang Kur.
Lchluh'l Äurs
I.Uhl- Kur»
5<i).u6 । Aniang ftir» Kur»
Schlutz-
1-Uhr- Run
sch u(j- ffure
tiniang fiur«
Datum
2 11.
3. 11
| 2 11.
| 3 11.
Tamm:
2 11. | 3 IL | 2. 11. | 8 11
Dawm:
2. 11.
3. 11
2. 11. | 8. 11.
6% ®t. RrtdieanleUK o 1927
vl. am..»bldi.-®<6ul6 mit äu* U)1.-8it*ien
Veral obnr ilutifii.-Ätditr
7% fitantl tzyv -BI »otbDt n kündbar bte 1932
iHbeintldif bov -Ban» Stau.
Salvo!
fl.C <8 abg £ortitea«>Obligation, rüdiaülber 1933
4% Lchweq itiunottb.-ilnL
4% Ceftrnfidiifd« «olDrte.
4,20% Gelten Silberne.
4% Ceflertrlcb ein belli 8tte
4% Ungarildje (Bolotte.
4% UngartidK SiaatM e. IB1O
4h% de «gl vor, 1918
4% Ungartidie fironenrtt.
4% türt. rtollanlelbe o. 1911
4% lettische Bagdaddobtl-Lnl.,
90
75.8
M
3
28.4Ä
1,^
12.75
2 i 1 1 1 i M 8 l l 1 Eo= I
k »s • । i t i i । •* । *a*.
50,- 14.2
J
23,3
12,9
..... 8
Bergmann ....... 9
Gleltr. Lieserunge».....10
Licht unb Kraft .... 10
gelten 4 (Suillcaume.... 6
Sei- f. (Sein. Untern.. ... 10
Hamb (Eletn. Werke .... 10
Rhein. Olettr. . ..... 9
Schlei. Eletir. ..... 10
Schuckert ...... 8
Siemen« 4 HalU» ..... U
Buveru» ...... . 5
Deutsche ....... 6
Essener Stein tolle......8
Geilenkirchen« ... J. H 3- 4
Harvener ........ 6
Hoeich Eisen. ..... 8 311e Bergbau ....... 8
182 212.7a
m 149.5 267.2.5
225.5
194.5
163.13
84.5
133.5
132,5
136
240
ö oc
C* öt 1 i 1 ■ 1 t 1 1 1 8» 1 1 1 r i 1 SCI-
181,5 21O.7j
166,4
4.12 150,25 265,7. 14.5,25
136 222,9 J22.9 .93„> 143,25
84,5 1.2.9
121,5 U2 135 129 237
182.13
212 167.25 232,6 150,9 265,7o
156.5
223
226 .95.7o 142.75
85.5 132,6
122
128
336.7.>
Bdtiwv Hmgmann......7
Heidelberger Cement .... 10
Teinenr ffarlftaöt .....8
Oao6 4 f^teüng .... 10
LchuUbeti -Baeenliolet . . 15
Cftwerfe 12
•3er. «langftoff ..... 18
Bemberg ........ 14
BeUftofl Waldbv, .... IE fleUrtofl 9Hdiaf1enbuM ... 12
Charlottenburger Wassa ... 7
Dessauer Äa4 8
Daimler Motoren . ..... 0
Demag . ...... 0
Ädlerwerte Rieset . ..... v
Luvw. Qnetre ..... 10
97aL antomobll ....... 0
Crenftdn 4 ffovvck ..... 6
Leonbaid lieg ...... 6
g -
P M 1 | | CUL. | I 1 ) S! | O" 1 1 81» Illi 1
§ SS
128,5
132,5
19
269,5 □49 469 274
201.75 124
187.5
80 48.75
105,25
240
57.75 109 278
19,25 72.5
122
84
135
24 25 105
148
129,4b”
319
271.75 550
471
277.5
203
124
187.5
81
48."j
107
241.5
57.25
109,5
280
2,53.5 111.88
80,49
67.44 12.39
72.W
—Jranffurt Auszahl
2. Novemb.r
3 Novemb r
iumltdje Uiori nutg Geld i Brtc'
Änttlichc Notierung Geld i Brie'
lutiUlRoti Vven.-rltreS «rg.-Tlnkw ithrisUanta Sooendag-n etotfboün
168,19 1,767
58.275 111.76 111.81
112.09
t68,53 1.771 58,395 111.98 112.03 112.81
168.17 1,768 58,27
111,76 111.82
111.98
168,51 " 1.772 58,39
111,98
112,04
112.30
Serie 1
4% deegl. Serie II 4% Rumänen ton nett Äte.
Rumänen »olbanL eee 1918
Olig Deutichc Ullea'xiDn 4H
hamvutg-'Amerlla Safet 8
Hamb -Süvam Damoffd). 8
Hansa DamvIIchill 10
Nordbeutschet Llouv 8
■2111g Deutsche UreDtiaell 10
8atmet Bankverein W
Berliner Hanvei»gelellich. 12
Lommetz- und Privat-Ban! 11
$ arm ft u Nationalbank IS
Deuiiche Bank 10
Diakdnlu-iAeleMchaN Dti.. K
vtesvnct Bank • • U
vriiieldeutsche (SteBiWanl ... 9 vieialldank .......6
v ■ ch,bart' .......1$
U.6
9.65
2i,i
1*6.5
1*3.13
283
186
2*7.75 105.5
161 l»7.7.
1 8,5
301
im i-»» i i i ta isti i i i
12.65 12,7
■
1*5.65
182,5 178
1*3.2»
135.7»
139.5 -83 löti 483
1 5.25 IU.25 lb7,v 20k 132,5 00,25
12.6 12,75
145,5
177 142,9 1^6.2..
1*1 285...
l*ti 288,7.) iDä.ü
RlMnerroerte ..... 7
.................... . 1
Mannesmann ....... 8
Manefelder 7
cbetschlel Grien», «ebert... 6 CberlttH. Itottroerfe ... 6
Pdönii Bergbau 6%
Nheinische Qrauntofclen 10
«heinstakl 1. % 3* <¥i
Niedeck Montan ... 7,2
Bereinigte ®tabto. .... 6
Otavi Minen ... . Weh
ff all Äschereie den .... io
»aN Sefteregeln .....W
ffaUoerf SalxDetfettl • • 15
3 <8 Katven^lnbuKrM. . 18
Snnamh Nobel ...... 5 EdielBeanftal: ...... 9
Golbschmiv: ....... 6
ffiatgetimcrie . ....... * MetaffaeleMchaft......11
8 I 35 M । S 1 8 ' ZYs«
ZZ
3 g Ü Z G
to k Ä - b» Ö*
' e. 1 8 ■ S SL- I 1 i 1 1 1 1
11«.- 126,25
125,4
116.25 107.5 108.0
91 274 i>4
1*1.0 92.25 »6.6.
279.5
479,5 185
-49
99 100,5
109
125.5
117
108
109
373.5
134
56.6 276,75
182,25
450.5
99 101,75
Bomag-Mcgum ...... 0
Franks. Maschine» ...... 6
®rt|net ...... U
ßenltaenlinebt ....... o
3uitgn<m* ..... 4
Lechwerke ..... 8
M ain kra s Nvet2» ....... 8
Mag 10
«ekarsulmer ...... .8
Peter« Union ....... 8
(Bebt. Sorbet ...... 10
Voigt ft Haesin«......6
$übb. Airfei ......8
Boni
24.25
148.75
135.5
Heisingtorr, awlteti. . . öondou. . . Nenvort . . Bari-.... Schwei» .. ©cantett . Jaoan . . . '8 io bt Ftm Wien tn Cefl abgeft Prag Beltrad ®u6aoeft . Bul arten Lissabon Tanitg . fton ft.iatta. Atdcn Tanada llra nee . lötro . .
10.546 21,96 20,336 4,19*0 16,38 20,70 .7,65 1.964 -.5005
•>8,-85 •2,431 .,367 <3,07
.031 18,93 81,33 -.118 5.425 t, 191 4.256 20.8!
10.Ö16 22.00
20,376 4,2020
16,42 10,80 1-7.69 1.968
0.5025
09,1-5 12,4.51
7,381 73,21 >,037
18,97 81,49 2,122 5.435 4,199 4.264 20.90
1U.549 21,96
20.339 4,194.5 16,375 »0,71 »7,71 1,959
4.5005
»8,-9 12.42 7,367 i3,UO >,027 18.98 81,30 2,119 5,423 4,192 4.28i> 20.86
10.51.9 ti.00
20.379 4.2025 Ui.415 80,87 67,85 1,963 0.5023
59,11 12.44 7,381 73.23 •>,033 19.02 '1.4, 2.1'3 5.435 4,200 4.274
10.90
1'1.5 167,5 M7
301
tkrlrn. 2. November
■Ueli)
§rre
Ämerikaniiche Noten.....
Belgische Noten ....... Dänische Roten ...... Englische Raten........
4,175
58,15
111.63
20,295
4.1K ' 58.39
U2.07
40.375


