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Wirtschaft.

Oie Reichsbank Ende Oktober.

Nach dem Ausweis der Reichsbant vom 31. Oktober hat sich die gesamte Ka­pitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 448,3 Mil­lionen auf 2537,0 Millionen Mk. erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks stiegen um 384.5 Millionen auf 2348.3 Millionen Mk.. die Lombardbestände um 64,3 Milliviren auf 95t2 Millionen Mk. Die Effektenbestände blieben nut 93,5 Millionen Mk. weiterhin unverändert.

An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 681,4 Millio­nen Mk. neu in den Verkehr abgeflossen' im einzelnen hat der -Umlauf an Reichsbanknoten um 637,3 Millionen auf 4672,0 Millionen Wk., derjenige cm Rentenbankscheinen um 44,1 Mil­lionen auf 542,7 Millionen Mk. zugenommen. Demzufolge ist der Bestand der Rttchsbank an Rentenbankscheinen auf 15,5 Mlllionen Mk. ge­sunken. Die fremden Gelder nahmen um 235,4 Millionen auf 493,9 Millionen Mk. ab.

Die Bestände an Gold unddeckungS- fähigen Devisen msSesaant stieoen um 22.2 Millionen auf 2696.1 Millionen Wk., tm einzelnen Sid die Goldbestände mit 2532,8 Millionen Mk.,

e Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 163,3 Millionen Mk. ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 54,2 v. H. gegen 62,2 v. H. in der Vorwoche, diejenige an Gold und deckungsfähigen Devisen 57,7 v. H. gegen 66,3 v. H.

Handel und Gewerbe im Oktober.

3n der auf Grund von Berichten der Preußi- schen Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und GewerbekammertageS im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe zusammengestellten Uebersicht über Handel und Gewerbe tm Oktober 1928 wird u. a. ausgeführt: Eine geringe, z.T. saisonmähig bedingte Delebung in einzelnen Wirtschastszwei- gen Iaht noch keinen Schluß auf einen Stillstand int Konjunkturrückgang zu. In der Eisenindustrie wgr der etwas lebhaftere Absatz auf die Sorge vor einem ArbeitSstillstand an der Ruhr zurück- zufv.b'-^n. Im Baugewerbe trug dos gute Wetter zur Belebung bei, in der Textll- und Lederindu­strie, sowie den Papier und Holz verarbeitenden Industrien dürfte die geringe Belebung durch den Beginn des Winters zu ertfären sein. Der stark verminderte Inlandabsatz an Fertigwaren, der sich besonders in der Maschinen- und Werkzeug- Industrie zeigte, konnte durch vermehrten Aus- landabsah nicht ausgeglichen werden. Die Zahl der Erwerbslosen steigt leicht.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

An der Börse herrschte auch In dieser Woche große Geschäft» stille. Bei weiterer Intercsselosigleit von Publikum und Ausland war die Spekulation im wesentlichen auf sich selbst angewieen. Zum Pramienerklärungstag kam noch etwas illtimoware an den Markt, da verschiedentlich Se bsterekutionen vorgenommen wurden. Wenn daS Angebot auch nicht dringend war, so ergaben sich doch auf den meisten Markt­gebieten neue Kursrückgänge. Die Börse hielt nunmehr den Ultimo für überwunden und schritt unter Bevorzugung von Spezialwerten zu neuen Käufen. Die Stimmung wurde allgemein zu­versichtlicher, wobei das niedrige Kurs­niveau die Kaufneigung der Kulisse begünstigte. Die Hauptanregung bot aber das d'.e Erwartun­gen der Börse angenehm enttäuschende, recht günstige Bezutzsrecht im Saldetsurlh'onzern. Daraufhin entwickelte sich in den Kaliaklien unter Führung von Salzdetfurth, die 14 Prvz. ge­wannen, ziemlich lebhaftes Geschäft. Regere Nach­frage bestand ferner nach Montanwerken, da man in Börsen kreisen hinsichtlich ider Beilegung des Konfliktes in der Äsenindustrie ziemlich opti­mistisch gestimmt war. Außerdem konnten Elek­trowerte allgemein etwas anziehrn, wobei dir bekannten Hoffnungen und Gerüchte von Fu- sionöplänen in d?r deutschen EVtroindustrie. die auch diesmal vollkommen der Begründung ent­behrten, wieder austauchten. Bald jedoch trat ein Stimmungsumschwung «'n. Die nach der Fällung des Schiedsspruches für die Eilen- industrie im Reichsarbeitsministerium abgehal- tencn Verhandlungen der Parteien ver'ielen er­gebnislos und mußten abgebro^en werd'n. Diele Tatsache trug eine merkliche Un icherh it in den DörsenverkeA. die stark zunahm, als bekannt wurde, daß die Arbeitgeber auch nach der Ver- blnd'ichkeitserklärung d s Schied'sprühe? durch den Reichsarbettsmint'er auf ihrem Standpunkt

beharrten und zur GesamtauSfperrung schritten. Dazu kam die Gisahr einer baldigen Tar.flundigung in b t säch ischen Textilindustrie, nachdem kaum der Konflikt im München Glad­bacher Bezirk beige'.egt worden ist. Den Fort­gang der Besprechungen über dir Neuregelung der Reparationsfrage ver'olgte die Börse zwar mit Interesse doch konnte angesichts der un­sicheren Aus ichten eine stärkere Wirkung hier­von nicht ausgehen. Anderseits hielt dir Ver­stimmung an über die Ungewißheit hinsichtlich der näheren Einzelheiten drr grplanten Kapital- erhöhung deS Norddeutschen Lloyd, namentlich hinsichtlich des Degebungskurses und des Stan­des der Freigabeangelegenheit. Außerdem wur­den verschiedentlich Befürchtungen laut, daß die an der Neuyorker Börse zu beobachtenden Kurs­schwankungen Mo Vorboten eines Tendenz Um­schwunges seien. Stark verstimmt war man ferner über die Erklärung der 2.-G.-Farbenindustrie, daß die Einführung der Farbenaktie an der Neuyorker Dürfe gegenwärtig nicht mehr verfolgt werde, während von dem Dementi der angeb­lichen ungünstigen Äußerungen Geheimrat Duis- bergs in Solingen kaum eine Wirkung ausging. Die Spekulation schritt auf den meisten Markt­gebieten zu Abgaben, die auf einen nur wenig aufnahmefähigen Markt trafen. Gegen die Vor­woche traten daher überwiegend merkliche Kursrückgänge ein. Der Abschluß der Klock- nerwrrke mit 6 Prcz. Dividende gegen 7 Proz. im Vorjahre entsprach ungefähr den in dem Be­richt der Vorwoche angeführten Erwartungen. Für Mansfelder und Otavi Minen bestand, angeregt durch die neuen Kupferpreiserhöhungen, einiges Intcresie. Deutsche Anleihen lagen schwächer. Am Markte der Auslandrenten waren Türken bei anziehenden Kursen etwas gefragt. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld zunächst recht flüssig zu 5 Proz. Erst am Zahltag, drr im übrigen keine Schwie­rigkeiten bereitete, trat eine stärkere Anspan­nung ein, und drr Satz mutzte auf 8 Proz. erhöht werden. Monatsgeld blieb unverändert knapp.

Wochenbericht

vom Sranffurfer produktenmarkt.

Zum Beginn der neuen Woche machte sich eine allgemeine Erholung am Frankfurter Produktenmarkt geltend. Die Tendenz war freund- lrcher unZ> die Stimmung war zuversichllicher, doch Mieb das Geschäft trotz der großen Zuversicht der Händler ziemlich klein Die günstigen Berichte der übersmischen Märkte und das wei­ter geringe Angebot von Inlandgetreide waren in erster Cime die Stütze des Marktes. Das an den Markt kommende Material wurde nur zö­gernd ausgenommen, da die beteiligten Kreise am Produktenmarkt zeitweise größere -Zurückhallung zeigten und nur im Bedarfsfälle zu Deckungen schritten. Nur für Brotgetreide machte sich verschiedentlich größeres Interesse bemerkbar, und zwar von feiten der Mühlen und der Ex­porteure. Der hier von der Provinz geforderte Preis wurde glatt bewllligt,' während sonst bei den übrigen Getreidesorten die Forderungen nur zögernd bewilligt wurden. Im Verlaufe der Woche machte sich jedoch wieder eine größere Lustlosigkeit bemerkbar. Die wieder schwä­cher gewordenen Auslandnotterungen verstimmten stark, so daß sich die Zurückhaltung bei den Händ­lern noch mehr Derftärfte und dir Umsätze aus diesem Grunde sehr bescheiden wurden. Die Folge davon war, datz bei fast allen Getreidsarten Verluste zu verzeichnen waren. Nur für Wei­zen und Roggen erhielt sich einige Nachfrage, und der Preis hierfür blieb gut behauptet. Auch Hafer wurde verschiedentlich in größeren Posten umgesetzt, da der Konsum größeren Bedarf hierin zeigte. Sommergerste, die in der vergan­genen Woche lebhaftes Geschäft hatte, war in dieser Woche stärker angeboten und vernach­lässigt. Der Bedarf der ^Brauereien bat beträcht­lich nachgelassen Am Mehl markt blieb das Geschäft ebenfalls sehr gering. Besonders Roggen­mehl war stark vernachlässigt: ebenso Weizen­mehl. Am Futtermitlelmarkt machte sich im Verlaufe der Woche nach Mais für Futter­zwecke wieder größere Nachfrage geltend, so daß der anfänglich eingetretene Verlust wieder auf* geholt werden konnte. Die Landwirtschaft hatte ihren größer gewordenen Bedarf hierin cinzu- decken: auch wurden schon verschiedentlich für die Wintersaison Käufe vorgenommen Weizenkleie war dagegen stark angeboten und vernachlälligt, hier kamen Abschlüsse nur schwer zustande. Ium Wochenlchluh blieb daS Geschäft im großen und ganzen klein Nur die schon oben erwähnten Getreidesorten fandm weiter Beachtung. Die all­gemeine Tendnz kann jedoch als freundlich betrachtet werden, da die wieder erholten Aus- landnctierungen einen guten Eindruck machten.

Im Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche tonnte Weizen 0,10 Mk. und

Roggen 0.15 Mk. anziehen Hafer und Mais für Futterzwrcke Llicbcn gut bchrupttt,

* Die Hessische Landesbank Staatsbank in Darmstadt empfiehlt ün heutigen Anzeigenteil ihre reichsmündelsicheren 8 o.-H. Gold«Hypothekenpfondbrlefe und 8 v.-H. Gold-Schuldoerschreibungen zur Kapitalanlage.

D i e 1 0 - M i l l io n e n - B o ll a r - A n- leihe der Preußischen Elektrizitäts- A.-G- In Wallstreetkreisen in Neuhork rechnet man für die nächste Zeit mit der Auflegung der 10 Mill.-Dollar-Anleihe der Preußischen Glektri- zitäts-A.-G. mit einer Verzinsung von 6 Pro­zent bei 25jähriaer Laufzeit. Wie verlautet, dürfte ein beträchtlicher Teil der Anleihe in London untergebracht werden. Die WTB-Han- delsdienst hierzu erfährt, ist es noch nicht end­gültig entschieden, ob und gegebenenfalls in wel­cher Höhe der Londoner Platz an der Auflegung beteiligt wird. Die Anleihe wird voraussichtlich nicht mit dem vollen Betrag auf einmal emittiert werden.

Hafenmühle in Frankfurt a. Main. A.-G. Die G.-V. der Hafenmühle in Frankfurt am Main A-G. beschloß einstimmig, aus dem Reingewinn von 167 956 Mk. des Geschäftsjah­res 1927/28 nach Zuwendung von 11 500 Mk. an die Reserve und Abzug von 17 020 Wk. für Tan­tieme, sowie 30 000 Mk. für Delkredere-Konto 5 Prozente Dividende zu verteilen. Wie im Ge­schäftsbericht erwähnt, ist die Produktion auf mehrere Monate hinaus verkauft, allerdings lieh zunächst die Abnahme der Derfauften Mengen zu wünschen übrig. Die DTD.»Handelsdienst er­fährt. hat sich die Lage insofern etwas geän­dert, als sich in den letzten Wochen Anzeichen für eine Belebung ergeben haben.

Rheinische Hypothekenbank, Mannheim. In der gestrigen AufttchtSrats- sitzuna wurde beschlossen, der auf den 7. Dezember einzuberufenden ao. G.-V. die Erhöhung des seit der Goldumstellung mit 6 Mill. OH art unver­ändert gebliebenen Stammallienkapitals auf 12 Mill. Mark vorzufchlagen. Die Erhöhung ist Im Hinblick auf die gesetzlichen Vorschriften über die Pfandbriefumlaufgrenze geboten und soll auch sonst dem Institut weitere Möglichkeiten schäften. Die neuen Aktien sollen von einem Konsortium übernommen und den alten Aktionären im Ver­hältnis 1:1 angeboten werden. Wit Rück.icht auf die Einbuße, welche die Aktionäre durch die Inflation erlitten haben, ist ein günstiger De- gebungskurs von Voraussicht ich etwa 115 Proz. nebst Kosten in Aussicht genommen. Auch hin, ich t- lich der Modalitäten der Einzahlung sollen die Interessen der Aktionäre nach Möglichkeit ge­wahrt werden.

* Norddeutsche G r u v d. C r e d i t - B a n k in Weimar. Das zur Gemeinfchaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Institut legt nach erfolgtem Ausverkauf der 10 Millionen Goldmark umfassenden achtprozenttgen Gold- Pfandbriefe (Emission XXI) eine neue Serie acht- prozentiger Gold-Pfandbriefe (Emission XXII) zur Zeichnung auf. Die Pfandbriefe sind vor dem 1. Januar 1935 nicht rückzahlbar. Der Zeich- nungskurS stellt sich auf 97,50 Prozent. Gleich­zeitig bietet die Dank neue achtprozentige Gold- Kommunal-Schuldverschreibunaen (Emiss. XXIII), die vor dem 1. Juli 1934 nicht rückzahlbar sind, zum Zeichnungskurse von 94,50 Prozent an. Pfandbriefe und Schuldverschreibungen der Ge­sellschaft sind auf Grund thüringischer gesetzlicher Bestimmungen mündeLsicher. Wegen näherer Ein­zelheiten wird auf die heutige Anzeige verwiesen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Nov. Tendenz uneinheit­lich. Die Somstagbörse verkehrte im allgemeinen in stiller Haltung, da der Ordereingang unverändert minimal war, doch blieb die Stimmung im Anschluß an die etwas freundlichere geftrige Abendbörse freundlich. Die starke Anspannung der Reichsbank zum Ultimo Oktober ging nicht über die urmar^ hingen hinaus, veranlaßte aber eine etwas stärkere Zurückhaltung. Die Ungewißheit hinsichtlich der wei­teren Entwicklung im Eisenkonflikt verstimmte. Die Nachfrage, die sich nach einigen Spezialwetten er­hielt, bot dem Martte jedoch eine Stütze. Günstig ausgenommen wurde auch die weitere Zunahme der Spareinlagen. Die Kursentwicklung mar wieder nicht einheitlich. Interesse bestand vor allem weiterhin für Schuck ert, die erneut 1 o. H. anziehen konnten. Auch Siemens waren weiter leicht erhöht, wäh­rend AEG. und Licht & Kraft behauptet blieben. Am Chemiemarkt lagen Farben auf dem etwas erhöhten Abendbörsennioeau gut gehalten. Auch Sch e i b e a n ft a 11 behauptet. Etwas gefragt und 1 bis 1,5 v. H. höher waren Z e l l st o f f W a l d- hof, Daimler und Rütgerswerke. Schwä­cher eröffneten dagegen S ch i f f a h r t s w e r t e , die 1 bis 1,5 vH. verloren, ferner Kali Wester­egeln mit minus 2 o. H., Salzdetfurth und

P h ön i x mit minus 1 v. H. Im übrigen märet die Kursveränderungen gering. Deutsche An- leihen waren vernachlässigt. Von Auslandrenten Türken verlangt und fester. Im Verlause konnte sich die Haltung etwas bessern, da Spezialwette weiter gefragt waren. Sch udert blieben bevor­zugt und konnten abermals 1 v. H. anziehen. Aber auch I.-G.-Farben lagen bei etwas regerem Ge­schäft 1,25 v. $). fester. 21m Geldmarkt war Tagesgeld zu 7,5 o. f). etwas leickter. Am D e - Difenmar ft nannte man Mark gegen Dollar 4,1990, gegen Pfund 20,360, London gegen Sabel 4,648750, gegen Paris 124,12, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,05, gegen Holland 12,09.

BerUuer Börse.

Derlin, 3. Nov. Der feste Grundton, der gestern u.d auch im heutigen Dormittagsverkehr erkennbar war, konnte sich zwar auch zu Beginn der heutigen offiziellen Börse erhalten. Vie Umsatztätigkeit war aber geringer als erwartet und litt wie üblich unter dem «amstag. Seitens des Publikums Herrschte Zu« rückhallung in Anbetracht des Anhaltens des Lohn- konfliktes und im Zusammenbang mit den bevor­stehenden nordamerikanischen Präsidentschastswahle«. Auch von der Neuyorker Dorbörse war eine schwan­kende unb unsichere Tendenz gemeldet worden. lagen einige Auslandorders für Spezialwette oor, die die Spekulation zu Deckungen veranlaßte. Auch Prämienware soll bei einigen Werten stark verlangt worden sein. Man sprach von Nochgeschäften, durch die sich die Paissepottei zu decken suchte. Beherrscht wurde das Börsenbild von dem anhaltenden Inter­esse für S ch u ck e r t a 11 i e n. Die Umtauschgeschäfte gegen Siemens erhielten sich. Man hätte von zwei Versionen. Einmal sprach man von einem Ver­hältnis von 2:3, ein andermal von einem solchen von 1:1, wobei die Schuckettaktionäre 125 o. H. zuzu- zahlen hätten. Auch in den unnotierten Äall a 11 i e n war das Geschäft wieder lebhafter, während die amllich notierten Kaliwerte auf den rückgängigen Absatz im Oktober um 2 bis 3 o.H. nachgaben. Der heute erscheinende Reichsbankausweis mit einer Wechselzunahme um 384 Millionen, einer Er­höhung der Lombardbestände um 460 Millionen, einer Abnahme der Fremdengelder um 235 Mil- lionen, einer Notenzunahme um 680 Millionen, einem Rückgang der Deckung um 8 bis 9 v. Sy, ist als Ultimoausweis als nicht schlecht zu bezeichnen, war aber der Börse noch nicht bekannt. Etwa auf Frank­furter Abendbörsennioeau gehalten, überwogen zu den ersten Kursen gegen den gestrigen Mittaasschluß 1- bis 2-v.H.-Besserungen. Bemb e rg, Ze llsto f s Wald Hof, Ostwerke, Karstadt, Be r - linerHandelsgesellschaft und S ch u ck e r t gewannen bis 3 o.H., dagegen verloren Poly­phon und Kali papiere im gleichen Ausmaß. Anleihen und Ausländer, auch Pfandbttefe ge- schäftslos. Goldpfandbriefe und Rentenbriefe eher schwächer taxiert. Der Geldmarkt war uiwer- änbert Tagesgeld 7 bis 9 v. H., Monotsaeld 8 bis 9 o.H., Warenwechsel Airfa 7 o.H. Nur für Elek trowerts erhielt sich Interesse, doch konnten sich auch hier die Anfangekufte nicht mehr voll be­haupten.

Zeitschriften.

DerÄunftmarf (®. D. W. Tallwey, München) begann mit dem Oktober-iHest seinen 42. Jahrgang. Gedichte eines neuen Lyrikers, Richard Billinger, geben den Auftakt. Weiter sind zu nennen: ein lebensphllosophischer Essai in Briefform von All»ert Irentint, eine scharfsichtige Betrachtung des Schicksals der Kunst von August Detter, eine Plauderet überDie neue Form und das (Blas* von St Kurt Eberlein mit mehreren Abbildungen schöner moderner Glä­ser, eine scharfe Auseinandersetzung Wilh. Michels mit dem Kritiker Hugo Ball gelegenllich der Her­ausgabe seines BuchesFlucht aus der Zeit", eine eingehende literarische Musterung der .Lungen, jüngsten und anderen Deutschen^ von Paul Al- Derbes; in denLosen Slätenv Proben ausJupp Brand" von Otto Brües und Gedichte von Albrecht Schäfter.

. Welt Staat Weltstaat nennt sich das Thema von Heft 6 der Internationalen ZeitschriftSie Böttcher-Straße" (2Ingd- sachsen-Derlag ®. m. b. H., Bremen). Zur Ent­stehung des Weltreichsgedankens In der Antike und über seine Entwicklung bis zum Ausgang des Mittelalters schrieb Viktor Engelhardt einen le­senswerten Beitrag. Was Hermann Platz (Bonn) über diePerspektiven der abendländi­schen Idee" sagt, ist eingehender Beachtung wett. Linier den übrigen Beiträgen des HefteS seien erwähnt: QL MendelSsohn-Battholdy,Kö­nig und Reich"; Arthur Höllischer, Amerikanis­mus alS Schicksal": Maximilian Claar,Theorie und Praxis des Faschisten-StaateS"; Ernst Nöl­ting,Der Inbustriebürger im Weltstaat"; und ein außerordentlich interessanter Aufsatz von F. Gilbert (Tokyo) überEhina-Blld-Schttft als Wetthilfsschrift".

Kurszettel der Berliner und Franksurler Börse.

Die hinter den Papieren angeiübtten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosienen Dividende an. AeichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Frandiun a. M

Berlin

Frandsutt a. M

Berlin

Berlin. 2 November

Äeld

Brief

Hranioniche Noten öollanvtsche Note« ...» Ztnlienische Note« ...... Norwegische Noten . ...

Deuisch-Ocsierr, * 100 Kroae» Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Echwener Noten ......

Svanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlln- Telegraphische

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21,90 111.58 58.595

16.41 168,59 21.98 112,02 59,115

80,81 7.72 12.45 '1,10

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Ämerikaniiche Noten.....

Belgische Noten ....... Dänische Roten ...... Englische Raten........

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