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Gießen, de De J.T

Sprechstunden der Redaktion.

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Aecker und Wiesen, zweckentsprechenden Pflanzen­bau. richtigen Fruchtwechsel bei dem Getreidebau und für die Viehzucht eine richtige Tierhaltung. Er forderte insbesondere die Einführung der Leistungskontrolle im Interesse der Ras'ezucht. Das deutsche Volk könne heute vollständig mit einheimischem Vieh ernährt werden. Der Land­wirtschaft müsse die erforderliche Anerkennung und die notwendige Lebensmöqlichkeit zuteil wer­den, und sie müsse alle Mittel und Wege er­greifen, um vorwärts zu kommen. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden für seine lehrreichen Ausführungen zuteil. An den Vortrag schloß sich eine angeregte Aussprache. Mit herzlichen Dankesworten an den Vortragenden schloß der Vorsitzende die Versammlung.

-r. Ober-Ohmen, 2. März. Der hiesige Turnverein hielt dieser Tage seine dies­jährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Forster Falk erstattete den Jahres­bericht. Der durch den Turnwart W e n d l a n d gegebene Turnbericht wies sehr günstige Ergeb­nisse aus. Der Besuch der Turnstunden war durch unvorhergesehen« widrige Verhältnisse sehr beschränkt. Hm so erfreulicher ist es, daß alle Turner von Bezirks- und Gauveranstaltungen preisgekrönt nach Hause kamen, ein Zeichen, daß der Verein trotzdem auf dec Höhe ist. Besonders Beachtenswertes wurde auch von der Damen­riege geleistet. Rechner Sc^ombert erstattete den Kassenbericht. Die Einnahmen betrugen 729,57 OHL, die Ausgaben 696,43 Ml., so daß ein Kassenbestand von 33,14 Mk. zu ve.zeichnen ist. Der alte Vorstand wurde mit Ausnahme des Werbewarts wiederge ä)lt. Z"c'besseren Ver­tretung der Damenabteilung wurde eine Tur­nerin in den Dorstand gewählt. Die Mit­gliederzahl ist im letzten Jahre wiederum ge­stiegen.

r. Ober-Ohmen, 2.März. Das Umstel- l u n g s ve r f a h re n von Ackerbau auf Weidewirtschaft findet in dem hiesigen Land­wirt Lenz einen tatkräftigen Pionier. Die zu sei­ner Zufriedenheit auf diesem Gebiete ausgefall men Versuche der letzten Jahre haben ihn veranlaßt, nun größere Parzellen Ackerland einzusäen, um Weide­plätze daraus zu schaffen. Das Vieh des Versuchs­gutes zeigt durchweg ein gesundes wohlgenährtes

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der denkenden Hausfrau

Aussehen, ebenso zeigt der Milchertrag ht quantita­tiver und qualitativer Hinsicht «in« aufwärts­steigende Linie. Die seit dem Wegzug des Leh­rers Sommerlad verwaiste Dirigenten: [teile des GesangvereinsSängerluft" wird jetzt durch Herrn Appel (Ulrichstein) ausgefüllt. Bei einer Grundstücksoersteigerung wur­den für einen Morgen mittleren Bodens (halb Acker, halb Trift) 1100 Mark bezahlt. Am 29. F e b r u a r erblickte hier ein junger (Erben > bürg er das Licht der Welt, der somit dos fetten« Vergnügen hat, alle vier Jahre einmal feinen Geburtstag zu feiern, nämlich am Schalttag.

sammkung d«S evang. Kirchenchors statt. In den letzten Jahren hatte der Chor sehr unter dem Mangel an Männerstimmen zu leiden. Deshalb stand bei der Generalversammlung als Hauptpunkt auf der Tagesordnung:Weiter­bestehen oder Auflösung des Kir­ch enchors". Fast einstimmig wurde beschlossen, den Chor bestehen zu lassen, und die Mit­glieder versprachen, fleißig die ^lebungsstunden zu besuchen. Der Kirchenchor verbleibt weiter unter der Leitung seines seitherigen Dirigenten, des Lehrers I l g e. So dürfen wir hoffen, daß der Chor auch weiterhin zur Verschönerung un­serer Gottesdienste und zur Hebung des kirch- llchen Lebens in unserer Gemeinde beiträgt.

± Stumpertenrod, 2. März. Die Feld­bereinigung, die schon seit Jahren für uns beschlossene Sache war, soll nun in diesem Jahre ihren Anfang nehmen. Am Mittwoch fand im Saale des Gastwirts Friedrich Stein die Wahl der Kommissionsmitglieder und der Schiedsrichter statt. Da in dieser Frage in unserer Gemeinde keine Einigkeit herrscht, ging aus der Wahl der Kommissionsmitgiieder nur der Beigeordnete Friedrich Wilhelm Stein hervor. Die übrigen Kommissionsmitglieder werden deshalb von der LandesLommission bestimmt werden. Als Schieds­richter wurden die Bürgermeister Hofmann von Tllfa und Roth von Windhausen gewählt. Die Kosten der Feldbereinigung sollen teils durch Bildung von Massengrundstücken, teils durch all­jährlich zu erhebende Kostenausschläge, teils durch Aufnahme von Darlehen aufgebracht werden.

± Köddingen, 2. März. Hier wurde am Montagabend in unserer Kirche einMissions- fUmAfrikanische Aeisebilder" ge­zeigt. Der Fllm, der bei Gelegenheit einer Dliif- sionsinspektionsrei e des Mi^sicns.nspektorsWei­chert in Südafrika ausgenommen wurde, war äußerst lehrreich und interessant. Im ersten Teile sahen wir das Leben der Eingeborenen, wie es sich in ursprünglicher Form ohne auffallende Beeinflussung durch die europäische Zivilisation abspielt. Der zweite Teil brachte die Darstellung eines heidnischen Opfers am heiligen Baum bei Manow und ließ einen Blick tun in das Wesen echten Heidentums. Die Aufnahme dieses heidni­schen Opfers war nur dadurch möglich geworden, daß die dort wohnenden Häuptlinge und Ober­priester nach Empfang großer Geschenke die Auf­nahme der Opserhandlung erlaubt hatten. Der dritte Teil führte den Zusammenstoß der eigen­artigen Welt der Eingeborenen mit der abend­ländischen Zivilisation vor Augen und zeigte, wie hiervon oft verderbliche Wirkungen auf die Eingeborenen ausgehen. Der vierte und fünfte Teil zeigte die Arbeit der Heidenmission, wie diese versucht, den verderbenden und zer'etzenden Wirkungen der materiellen, gottlosen und ge'st- losen abendländischen Zivllisation einen Damm entgeaenzusetzen, und das ursprüngliche Leben der Eingeborenen, soweit es nicht im Gegensatz zum Evangelium steht, mit dem Ge ste Christi zu durchdringen und so entwicklungsfähig zu machen. Erschütternde Einblicke in das Samariterwerk der Mission im Dienst an dm Kren.'en zeigt: be­sonders der letzte Teil. Derselbe Film wurde am Sonntagabend auch in der Kirche zu Stum­pertenrod gezeigt.

5 Eichelsachsen, 2. März. Gestern mittag wurde in der Nähe des Hosqutes Zwiefalten auf den Wiesen nahe am Dachsbergwald altes Grummetgras, das im vorigen Jahre durch die schlechte Witterung nicht eingebracht werden konnte, verbrannt. Durch den starken Wind wurden plötzlich die flammen in den nahen Wald getrieben. Da man des Feuers nicht Herr wurde, wurden die Feuerwehren von Eschen­rod und Eichelsachsen alarmiert, die bald das treuer dämpften. Etwa hundert Meter tief hatte das Lauf­feuer in den Wald einbegriffen, ohne aber all zu- großen Schaden anzurichten.

cd Gedern, 2. März. Für die Mädchen des 3. Fortbildungsschuljahres wird beab­sichtigt, im letzten Monat dieses Schuljahres einen Sonderkursus im K ochen abzuhal­ten. Die Stadt Gedern hat sich bereit erklärt, auch für die auswärtigen Schülerinnen ihre neu eingerichtete Lehrküche zur Verfügung zu stellen. Hoffentlich machen viele Schülerinnen aus der Umgegend von dieser günstigen Gelegenheit Gebrauch.

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Kreis Wetzlar.

XX Wißmar, 2.Mürz. Pfarrer Dingel, der über drei Jahrzehnte in der vereinigten Kirchen- gemeinde Wißmar - Launsbach gewirkt, beabsichtigt infolge der erreichten Altersgrenze am l.Mai in den wohlverdienten Ruhestand zu treten/.

XX Vetzberg, 2. März. Im Gegensatz zum Vorjahr sind hier für dieses Jahr wieder m e h > rere Neubauten geplant. Unser Dorf gewinnt immer mehr Ausdehnung um den ehemaligen Vetzberger Hof", der bekanntlich zuletzt im Besitz der Familie Unsiker war.

<5 Krofdorf, 2. März. Bei der gestrigen Holzoersteigerung aus dem Walde der Staatsoberförsterei Krofdorf wurden geboten für Buck-enscheitholz 12 bis 14 Mark: Buchenknüppel durchschnittlich 11 Mark und Duchenreiser 1 Mark bis 1,50 Mark: für Eichenscheit 8 bis 9 Mark Eichen reifer 0,20 bis 0,50 Mark und für Eichen­knüppel 7 bis 8 Mark je Raummeter.

O Aiederkleen, 2. März. Bei dem gestern auf dem Rathause zu EbersgönS statt­gehabten gemeinschas tlichen Kutzholzver- kauf der Gemeinden Ebersgöns, Oberlleen und Aiederkleen wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenstämme 3. Kl. 5,35 Mk.. Buchen- stamme 6. Kl. 40 Wk., Eichenstämme 1. bis 2. Kl 25 Mk.. Gichenstämme 3. bis 5. Kl. 20 Ml. Fichtenstamme la- bis 2a-Klasse 25 bis 30 Ml. je Festmeter: Fichtenstangen l.Kl. 4 bis 4,50 Ml. Fichtenstar.gen 2. Kl. 2 bis 2,50 Mk., Eichen­stangen 1. Kl. 3 bis 4 Mk. je Stück: Kiefern- stämme lb- bis 2a-Klasse 20 bis 25 Mk., Kiefern stamme 2b- bis 3a-Klasse 25 bis 30 Mk. je Fest- meter: Kiesernnutzholz 1. und 2. Kl. (3 Meter lang) 40 bis 45 Mi. je 3 Raummeter.

O Ebersgöns, 2. März 3m Alter von 80 Jahren starb hier die zweitälteste Einwohnerin des Ortes, die Witwe Katha­rina Krämer geb. Mofer. Die älteste Dorf­bewohnerin, die Witwe Martin Schindel, ist 90 Jahre a t und er,reut sich noch bester körper­licher und geistiger Gesundheit.

Kreis Alsfeld.

fc* Alsfeld, 2. März. Am Mittwoch hielt der Landwirtschaftliche Bezirks­verein Alsfeld seine diesjährige ordent­liche Generalversammlung im lleinen Saale desDeutschen Hauses" unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Dr. Stammler ab. Die Versammlung war gut besucht, insbesondere von den Bürgermeistern des Kreises. Zunächst wurde die Rechnungsabloge von 1925 und 1916 erledigt, welche einen üleberschuß von 631,85 Mk. ausweist. Die Rechnung wurde ohne Aussprache genehmigt. Den Hauptpunkt der Tagesordnung blldete der dann folgende Vortrag von Geheimrat Prof. Dr. Gisevius zu Gießen über das Thema: Die betriebswirtschaftliche Gestal­tung der Landwirtschaft im Kreise Alsfeld und im Dogelsberg". Der Vor­tragende erläuterte zunächst die für den Vogels­berg besonders gebotene Art der Betriebswirt­schaft im Hinblick auf die llimatischen und die Riederschlagsverhältnisse des Vogelsbergs. Wäh­rend für das Gebiet des Kreises Als'eld noch keine Rotwendigkeit vorliege, den Getreidebau einzuschränken, sei aber für den oberen Vogelsberg die Ilmstellung auf Futterbau und Weidegang notwendig. Der Redner gab dann in großen Zügen die Haupterfordernisse und Vorbedingun­gen für eine intensive Betriebswirtschaft an. Geheimrat Gisevius ging dabei von dem Grundgedanken aus, daß die Lage der Landwirt­schaft und deren Hebung in erster Linie vom volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt zu betrachten sei, und daß demgemäß auch die Schutzmaßnah­men für die Landwirtschaft zu gestalten seien. Als das wichtigste Ziel für die Landwirtschaft be­zeichnete der Redner die Ernährung Deutsch­lands aus der eigenen Scholle, auf Grund einer gut entwickel en intensiven W.rt'chaf-tsmethode.

fekn, teils im Weg« des Tauschs, teils gegen einen mäßigen Aufschlag zu den 5)änt)lerprei|en. Die Preise bewegen sich für gelbfleischige Ware, vor ollem Modrows Industrie uni> Edeltraut, zwischen 3,30 bis 4,20 Mk., während sich Saatgut für Wirt- schoftskortosfeln, von denen Hassia und Pepo be­vorzugt werden, durchschnittlich um 0,50 bis 0,80 Mark pro Zentner billiger stellt. Allenthalben wer­den gegenwärtig auf den Bahnhöfen Dickwurz verladen, die meistens ins Ruhrgebiet gehen. Bei der ausgezeichneten Ernre des Vorjahres ift es den Viehbesitzern nicht möglich, sie in eigener Wirt­schaft zu verarbeiten. Während rm vergangenen Spätherbst für den Zentner 50 bis 60 Pf. bezahlt wurde, beträgt der Preis jetzt 80 bis 90 Pf. Die Dickwurz hoben in den Mieten gut überwintert, und man hört kaum Klagen über Verluste durch Fäul­nis. Die Ferkelpreise sind weiterhin in leichtem Steigen begriffen. Während man vor Weih­nachten das Paar sechs bis sieben Wochen alter Jungtiere für 16 bis 20 Mark erstehen konnte, kostet dos Stück jetzt durchschnittlich 16 bis 18 Mark.

s Grünberg, 2. März. Die gestrige Ge­meinderatssitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Jockel brachte u. a. folgendes: Dem TurnvereinGrünberg wird die Ver­gnügungssteuer vom letzten Maskenball auf 50 Proz. des erhobenen Höchstbetrages ermäßigt, bzw. werden 50 Proz. des erhobenen Betrages erlassen. Der ©ememberat genehmigt die Aus­nahme eines kurzfristigen Darlehns von 10 000 Mark bei der Hessischen Girozentrale in Darmstadt zu 91/» Proz. Zinsen zum Zwecke der Deckung von schwebenden Schulden, vorbe­haltlich der Genehmigung des Kreisamts in Gießen. Bei der Submission auf Fich­tenstammholz war die Mrma Haas & Co. in ©rünbetg höchstbietend. In ihrem Angebot hat sie sich nicht auf das ausgeschriebene Quantum von 25-9 Kubikmeter beschränkt, sondern wollte bad ganze Los ,wie es anfällt" abnehmen. In­folge eingetretenen Wind''alles hat sich das Quan­tum des Fallholzes bedeutend erhöht, so daß die Gesamtmenge etwa 450 Kubikmeter beträgt Der Gemeinderat beschließt deshalb auf Grund eines Schreibens der 'Firma Haas & Co., daß das Fichtenholz im Forstort K.euz stein 4a zurückbe­halten und anderweitig verkauft wird, während das gesamte sonstige Fichtenstammholz der Firma Haas & Co. zu dem von ihr gemachten Angebot zugeschlagen wird. Die Firma Haas & Co. erklärt sich hiermit einverstanden. Das gesamte Kie­fernholz wird der gleichen Firma ebenfalls zugeschlagen. Das restliche Holz aus der letzten Ernte soll nach Rücksprache mit Herrn Forst­meister Suhner alsbald submittiert oder öffentlich verkauft werden. Heinrich L i st m a n n wird er­laubt, im städ tischen Steinbruch am unteren Sichberg 85 Kubikmeter Steine brechen zu lassen. Der Preis wird auf 20 Pf. pro Kubik­meter festgesetzt.

Kreis Friedberg.

6 Friedberg, 2. März. Rachdem vor Jahresfrist das Lehrerseminar seine P orten ge­schlossen hat, sand jetzt an der neuen Ausbau- schule, die in den Räumen des Seminars untergebracht ist, zum erstenmal die Reife­prüfung in Anwesenheit von Staatsrat Block vom hessischen Kultusministerium statt. Von den 9 Abiturienten sind 5 aus dem Kreise Büdingen, 2 aus dem Kreise Gießen und 2 aus dem Kreise Friedberg. Eines sehr guten Besuchs, auch von Bad-Rauheim, erfreute sich die Jahres­hauptversammlung les Vereins der Freun­dinnen junger Mädchen, der die stellver­tretende Landesvorsitzende, Gräfin Elisabeth von Schlitz, als Gast beiwohnte. Den Bericht Über die Tätigkeit der hiesigen Freundinnen erstattete die Vorsitzende der Ortsgruppe, Frau Direktor Dr. Schäfer. Diel Gutes konnte im vergangenen Jahre in stiller Arbeit zum Segen für Gefährdete und Gefallene getan werden. Einen ernsten Vor­trag hielt dann Frau Dr. W a r l i ch (Kassel) über die sittlichen Zustände in unserer Heran­wachsenden Jugend. An der Hand sehr anschau­licher Lichtbllder machte die Rednerin mit der praktischen Arbeit der Bahnhofsmission bekannt.

Kreis Schotten.

£ Groß-Eichen, 2. März. Am Mittwoch­abend fand die diesjährige Generalver-

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