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I

relativ flüssige Veranlagung des Geldmarktes. Die Reportgeldbeanspruchung war nicht über­mäßig groß, und auch der Tagesgeldmarkt blieb leicht. Auch für den bevorstehenden Sahres- ultimo scheint man am Geldmarkt bereits größere Vorkehrungen zu treffen. Soweit aus den letzten Monatsbilanzen der Großbanken er- sichtlich ist. scheint die kurzfristige Aus- landverschuldung aber weiter beträchtlich zu sein. Die Außenhandelsbilanz für Oktober blieb gänzlich ohne Einfluß: infolge neuer Erhebungsmethoden ist ein Vergleich gegen den Vormonat unmöglich. Die allgemeine feste Haltung stützte sich in der Hauptsache auf die anhaltende Hausse in Elektrower- ten, die in dieser Woche wieder stark in den Vordergrund traten. Nachdem anfänglich auf die Kapitalerhöhungsbeschlüsse bei Licht & Kraft und Siemens eher etwas Abgabeneigung bestand, da dos beschränkte Vezugsrecht die Erwartungen der Börse offenbar etwas enttäuschte, setzten später in verstärktem Maße die Käufe wieder ein, fo daß verschiedene Werte neue Rekordkurse erreichten. Sn großen Posten aus dem Markte genommen wurden vor allem AEG., Bergmann, Licht & Kraft, Gesfürel, Lahmeyer, Schuckert und Siemens, die 10 Prozent und darüber gewinnen konnten. Ziemlich lebhaft war das Snteresse ferner für S.-G.-Farben: die vagen Dividenden­erhöhungshoffnungen erhielten sich, anregend wirkten auch die aus Aeußerungen des Geheim­rats v. Weinberg in 2lmsterdam bekanntgeworde­nen Produktionsziffern des Leunabenzins. Na­mentlich auch seitens des Auslandes stark ver­langt waren außerdem wieder Reichsbankanteile. Stärker hervor traten noch Deutsche Linoleum, Kaliaktien und Hoch- und Tiefbau. Montanwene und Schiffahrtsaktien waren stark vernachlässtgt. Am Markte der Autoaktien überraschte ein Plötz- lich aufgetretenes starkes Angebot in Kleyer, die bei geringer Aufnahmewilligkeit des Marktes bis auf etwa 88 Prozent absanken. Man ver­wies in Börsenkreisen auf die immer noch sehr hohen Bankschulden des Unternehmens und be- fürchtete einen Dividendenausfall. Da das Ge­schäftsjahr erst am 30. 9. abgelaufen ist, ist jedoch nach Verwaltungsäuberungen die Divi- dendenfrage noch vollkommen offen. Die An­leihemärkte lagen unverändert still: nur Ana­tolier waren in Erwartung des baldigen Ab­schlusses der Verhandlungen teilweise etwas ge­fragt und fester.

Wochenbericht

vom Sranffurter produktenrnarki.

Sn der neuen Derichtswoche blieb das Ge­schäft am Frankfurter ProdukteTunarkt weiter sehr klein. Nachrichten, die einen ungünstigen Einfluß hatten ausüben können, lagen nicht vor, auch waren die üb'rseeischen Märkte wenig ver­ändert, so daß auch von dieser Seite keine An­regung aus ging. Die Händler übten daher weiter große Zurückhaltung. Die allgemeine Geschäfts­lage ist lustlos und läßt sehr viel zu wünschen übrig. Die allgemeine Lage der internationalen Getreidemärkte, die als nur mittelmäßig zu be­zeichnen ist, übte einen starken Druck auf den hiesigen Markt aus. Das wenige angebotene Material von feiten der Provinz fand ohne Schwierigkeiten Aufnahme, aber zwar nur von den Mühlen Von einer Deteiltgung des Exports war kaum etwas zu bemerken Sm Verlaufe der Woche bestand jedoch etwas Deckungsbegehr von Expvrtseite. so daß die Grundstünmung etwas zuversichtlicher wurde. Die daraufhin höheren Forderungen der Provinz konnten sich aber nicht durchsetzen, da niedriger lautende Auslarrdnotie- rungen die vorübergehende Hoffnung auf eine Geschäftsbelebung bald wieder zunichte machten Die Preisgestaltung wurde jedoch kaum davon berührt, vnZ> es erfuhren nur einzelne Getreide­sorten geringere Abschwächungen Sm Zusammen­hang mit dem schleppenden Mehlgeschäft war Weizenmehl vernachlässiat und rückgängig. Roggen blieb dagegen auf vereinzelte Nach­frage knapp behauptet. Sommergerste für Brauzwecke, die verschiedentlich noch von Braue­reien gekauft wurde, blieb aus diesem Grunde gut behauptet. Snländischer Hafer war ange­boten, und zwar besonders geringe Sorten. Wei» zenmehl war schleppend bei nachgebendenr Kurs. Roggen mehl dagegen gut behauptet. Am Futtermittel markt machte sich von feiten der Landwirtschaft wieder größerer Dek- kungsbegehr geltend. So konnte Roggenkleie, die in größeren Posten gehandelt wurde, bis 050 Mk. anziehen Auch Weizenkleie war daraufhin ge­fragt und erhöht. Mais für Futterzwecke hatte dagegen minimale Umsätze bei aber gut behaup­tetem Preis.

Zum Wochenschluh war das Geschäft eng be­grenzt. Die Stimmung war im allgemeinen ziem­lich lustlos, da schwache Auslandrwtierungen wei­

ter auf das Niveau drückten Die Provinz zeigt ich aber ziemlich entgegenkommend. Auch die Mühlen waren wieder stärker zurückhaltend. Nur ür 'Weizen- und Roggenkleie besteht werter einige Nachfrage. .

Sm Vergleich zu den Notierungen der ver­gangenen Woche gaben Weizen und Weizenmehl e 0,25 Mk. nach. Sommergerste, inl. Hafer, Mais ür Futterzwecke und Roggemnehl blieben gut behauptet. Roggen gab 0,12 Mk. nach, Noggen- kleie konnte dagegen bis 0,50 Mk. uni) Weizenkleie bis zu 0,25 ML anziehcu. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 22,85, Roggen 2185. Sommergerste 24 bis 24,25, inl. Hafer 22 25 bis 23,25, Mais für Futterzwecke 22,25, Weizenmchl 33 bis 33,75, Roggenmehl 29,25 bis 30 Weizenkleie 13,60 bis 13,75 und Roggen- kle'ie 14.25 Mk.

Wochenbericht

oom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Eine Belebung des Geschäftes am Frankfurter Schlachtviehmarkt war auch in dieser Woche nicht zu verzeichnen. Am Schweinern arft blieb das Geschäft schleppeiid. Sn Rindern hatte der größere Austrieb ein allgemeines Nachge­ben der Preise zur Folge. Die Märkte wurden jedoch an beiden Markttagen fast vollkommen ge­räumt. Die Beteiligung des Exports am Han­del war mittelmäßig. Der Gesamtauftrieb be­stand aus 1700 Rindern, Darunter befanden sich 390 Ochsen, 87 Bullen. 634 Kühe und 458 Färsen, ferner aus 1690 Kälbern. 532 Schafen und 5232 Schweinen. Verglichen mit dem Auf­trieb der vergangenen Woche waren 157 Rin­der und 175 Kälber mehr angetrieben: während 240 Schafe und 355 Schweine weniger zum Ver­kauf standen.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 5356. II 4652. B 1 40-45. Bullen A 4650. B 4045. Kühe A 40-44, B 3539, C 2832, D 2127, Färsen A 5356, B 4552, C 39-44, Kälber B 62-66. C 54-61. D 45-53, Schafe A i 4449, B 4043. C 3039. Schweine B 7477, C 75-78, D 74-77. Sm Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Wock^ gaben Rinder bis zu zwei Mark, Kälber bis zu vier Mark nach, vchafe zogen Dagegen bis zu vier Mark, und Schweine bis zu einer Mark nach

* Die Reichsindexziffer für die Le - benshaltungskosten im November. Die Reichsindexziffer für Die Lebenshaltungskosten (Er­nährung Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Beklei­dung undsonstiger Bedarf") ist nach den Fest­stellungen des Sratistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats November mit 152,3 gegen 152,1 im Vormonat nahezu unverändert ge­blieben. Die Inderziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 - 100): Für Ernährung 152,0, für Wohnung 125,9, für Heizung und Beleuchtung 150,6, für Bekleidung 172,0, für densonstigen Be­darf" einschließlich Verkehr 190,9.

* Dyckerhoff & Widmann A.-G., Wies­baden. Wie der Fwd. erfährt, fand am Freitag die Halbsahressitzung des Aufsichtsrates statt, die Bericht über das bisherige Geschäftsjahr, sowie Vorscylaae für besondere Transaktionen entgegen­nahm. lieber die Angaben des kürzlich veröffent­lichten Börsenprospektes hinaus ist neben der Bs- kanntgabe der Durchführung von evtl. Trans, afttonen auch über die Dividendenaussicht eine Ver­lautbarung am Samstag zu erwarten. Alan rech­net für das Geschäftsjahr 1928 mit einer Dividen­denerhöhung von 6 auf 8 o. S).

Der Zusammenbruch Der Hanauer Gewerbebank. Der in Dem Konkursver­fahren über das Vermögen Der Gewerbebank Hanau e. D. m. b. H. abgehaltene Termin zur Be­schlußfassung über D'.e von Dem Konkursverwalter eingerichtete Vorschußberechnung gestaltete sich zu einer recht erregten Sitzung. Der Fehlbetrag beträgt 512 315 Mk. Wenn Die haftpflichtigen Genossen kleine Handwerker unD Gewerbe­treibende alle ihre 400-Mark-An teile be­zahlen, kommen erst 226 800 Mk. zusammen, also noch nicht 50 Prozent Der unterschlagenen und veruntreuten Summe. Dis Konkurs^sten sind mit 75 000 Mk. veranschlagt. Die Wiesbadener Dmck hat 195 000 ML, Die DresDner Dank 27 000 Mk. SorDerungciL 750 Gläubiger haben Durch Die Mittelrheinischen Genossenschaften 229 975 Mk. ForDerungen gestellt und 40 Prozent von Der Hanauer Vereinsbank erhalten. Zwei Genossen haben Strafantrag gegen den Aufsichts­rat gesteift. 160 Genossen gaben eine Erklärung ab, Daß sie Die Zahlung Der Haftsumme ver­weigern unter Hinweis auf Die Llnterschlagung Des VorstanDes. Soweit Dieser nicht haften rann, müßte Der Verband Der Erwerbs- und Wirt­schaftsgenossenschaften am Mittelrhein heran- gezogen werden.

Schubert & Salzer Maschinen­fabrik A.-G. Der Aufsichtsrat beschloß, aus Den zur Verfügung Der Gesellschaft stehenden 1 750 000 Mk. Aktien aus Der Kapitalerhöhung vom Frühjahr D. 3. nicht ganz Die Hälfte als Kaufpreis für ein Grundstück zu verwenden. 875 000 Mk. Aktien sollen dm Aktionären im Verhältnis von 20:1 zu 175 v. H. zum Bezüge angeboten werden. Diese 2lktien nehmen an Der Dividende ab 1. Sanuar 1928 teil und fiixD an Den Börsen bereits lieferbar. Der alsdann noch verbleibende Rest der Aktien soll, Da er für ein Bezugsangebot an Die Aktionäre zu gering ist, bestmöglich zugunsten der Gesellschaft verkauft werden. Der Umsatz hat sich im Lause des Ge­schäftsjahres durchaus befriediaend entwickelt, so daß, vorausgesetzt, daß unvorhergesehene Ereig­nisse nicht ein treten, auf das erhöhte Aktienkapital mit der gleichen Dividende tote für 1927 (16 v. H.) gerechnet werden kann.

Franisurtcr Börse.

F r a n k f u r t a. M., 1. Dez. Tendenz: fest. Bom Spezialmarkt ausgehend, eröffnete die heutige Börse weiter in f e st e r Haltung. Das Geschäft war sehr rege, da sich das Ausland und das Publikum weiter lebhaft am Markt beteiligt haben soll. Der etwas flüssigere Geldmarkt und der glatte Verlauf des Zahltages gaben dem Markte eine gewisse Anregung. Auch die Hoffnung einer baldigen Beilegung des Eifenkon­fliktes erhielten sich, und die Spekulation schritt aus Anlaß der bestehenden günstigen Momente zu weiteren Deckungen. Der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse fand keine Beach­tung. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren im allgemeinen Kurserhöhungen bis zu 2 v.H. zu verzeichnen, doch waren heute die Umsätze nicht so groß, wie an den Vortagen und beschrankten sich nur auf Spezialwerte. Im Vordergrund des Inter­esses standen Z e l l st o f f w e r t e. die lebhaft ge­fragt waren, und von denen Zellstoff Wald­hof 6,5 v. H. gewinnen konnten. Auch Aschaf­fenburger Zell st off waren im Zusammen­hang damit 3,5 v. H. erhöht. Wie schon an der gestrigen Wendbörse, bestand auch heute wieder lebhaftes Interesse für Farben mit plus 3 v. H. Am Elektrornarkt waren nur Licht und Kraft mit plus 2 v.H., Elektrische Liefe­rungen mit plus 1,9 v. H., Siemens mit plus 0,5 V.H. und Schuckert mit plus 2 v. H. lebhaf­ter verlangt, während die übrigen Papiere im Hintergrund standen. Auch am Montanina r k t waren gegenüber der gestrigen Börse die Umsätze etwas kleiner, jedoch üoerwogen die Kurserhöhun- gcn bis zu 2 v.H. Nur Rheinische Braun- kohlen auf die Realisationen vorübergehend an- geboten und etwas schwacher. Am Banken- markt blieben Reichsbank mit plus 3 v.H. und Berliner Handelsgesellschaft mit plus 2,5 d: H. gesucht. Kleyer konnten sich nach der gestrigen Abschwächung wieder etwas erholen. Die Rentenmärkte lagen still. Ausländer eher schwächer. Im Verlause wurde das Geschäft sehr ruhig und beschränkte sich nur noch auf ein­zelne Werte, die teilweise auf Realisationen ange- boten waren, so daß kleinere Kursrückgänge ein- traten. Rhsinstahl blieben gut behauptet. Reichsbank konnten weiter etwas anziehen. Farben dagegen 0,25 v. H., AEG. 0,75 v. H. und Schuckert 1 v.H. niedriger. Die Grundstim- mung blieb jedoch freundlich, und die erneut cmfgetauchten Schwierigkeiten, die eine Verzöge­rung der Verhandlungen im Eisenkonflikt nach sich ziehen, machten feinen großen Eindruck. Am Devi­senmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1951, gegen Pfund 20,358, London gegen Kabel 4,851250, Paris 124,11, gegen Mailand 92,60, Madrid 30,00, gegen Holland 12,07.

Bc. icr Börse.

Berlin, 1. Dez. Obwohl wider Erwarten gestern in der Dermittlungsaktion des Reichsinnenministe­riums S e v e r i n g feilens der Arbeitnehmer Schwierigkeiten gemacht wurden und durch Den Widerstand der Gewerkschaften erneut eine Verzöge­rung in dieser wichtigen Angeleaenheit eingetreten war, ließ sich auch die heutige Börse nicht beein­flussen und blieb im Grundtone weiter f e st. Obwohl Samstag war, lagen bei den Banken doch schon wieder Orders in größerem Umfange vor. Besonders für S p e z i a l w e r t e traten erneut gute Käufer auf. Farben wurden heute auch vom Auslande be­vorzugt, und seit langer Zeit zum erstenmal ruckte dieser'Markt in Den Mittelpunkt Des Interesses und wurde tendenzführend. Das lebhafte Geschäft ver­zögerte naturgemäß wieder die Kursfestsetzung. Am El e k t r o m a r k t konnte man anfänglich wieder Realisationen der Spekulation beobachten, so daß hier Kursrückgänge weiter anhielten. Dagegen lagen Montanwerte erneut 1 bis 2 v. H. über gestern mittag, zum Teil sogar noch über dem gestrigen Abendkurs. Essener Steinkohlen gewannen 3,5 v. H, Ho h e n l o h e 2^ v. H. und L a u rah ü 11 e

ogar 5,5 v.H. Sonst hallen noch Norddeutsch« Wolle mit plus 6,4 v. H., F e l d m ü h l e mit plus 4,5 v. H., Waldhof plus 7,4 v. H.» Chemische Heyden plus 3,4 v. H. und Chadeaktien mit plus 4 Mark größere Gewinne aufzuweisen. Warenhausaktien und Kunstseiden- werte notierten eher schwächer, Reichsbank- ante i l e , die schon anfänglich 2,75 v. H. gewannen, wurden im Verlaufe bei größerem Geschäft pro­zentual höher eingesetzt. Anleihen befestigt. Ausländer ruhiger. Pfandbriefe wenig ver­ändert. Die Tendenz wurde auf das Fehlen neuer Limite etwas undurchsichtig und das Geschäft ruhiger. Der Geldmarkt lag wenig verändert. Tagesgeld nannte man mit 8 bis 9,5 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Der Verlauf wirkte weiter kursbefestigend. Die schon erwähnten Reichsbankanteile gingen 3 o. H. höher um, Schuckert gewannen 2 o. H., Konti Kautschuk 2,50 v. H., H o l z m a n n plus 4,5 v.H., Spritwerte plus 2 v.H., Schiffahrts­aktien unter Führung von Hansa und Ham­burg-Süd waren ebenfalls bis 2 v. H. höher. Später fonnten sich aber diese Kurse nicht immer be­haupten. Realisationen zum Wochenschluß schienen einen Druck auszuüben.

Hochschulnachrichten.

Zur Hochschulreform.

Sn letzter Zell sind mehrfach BorschLge zur Errichtung neuer technischer Hochschulen gemacht worden. Diese Bestrebungen stützen sich auf Die Tatsache, Daß Der Andrang zum technischen Stu­dium heute gegenüber Der Vorkriegszeit toefenf- lich gestiegen ist, und daß infolgedessen toegen Der Aebersüllung Der vorhandenen Snstllute wei- tere Hochschulen dringend notwendig seien. Solche Pläne treffen nicht Den Kern Des unbestreitbar vorhandenen Uebsls. Es wird Dabei nicht ge­nügend berücksichtigt, daß Die Ausblldung Des tschnisch-naturtoilsenschaftlichen Akademikers _ an Den bestehenden Hcchschulen und Universität^ mit Der moDernen Entwicklung Der Technik seit Dem Kriege nicht mehr Schritt gehalten hat, denn es kommt nicht darauf an, möglichst viel« technisch-nalllrtoissenschaftliche Akademiker heran- zubllden, sondern erstklassige Kräfte zu gewinnen. Die den ständig wachsenden Anforderungen der Setztzell auch wirklich folgen können. '

DerBund angestellter Akademiker technisch-naturwissenschaftlicherBe- rufe" steift Daher folgende Forderungen auf: l.Der Zugang zum techn'rfch-naturwissenschafb- lichen Studium ist Durch Steigerung Der QIn* forderungen auf natürliche Weise zu beschr tfen.

2.Die vorhanDenen Snstitute an Den Hochschulen und Universitäten sind, um Die Erfüllung Der ihnen obliegen Den Unterrichts- aufgaben zu ermöglichen. Den moDernen Anforderungen entsp rechen d aus­zustatten. Die Zahl Der Lehrkräfte ist in ein angemessenes Verhältnis zur Zahl der zum Studium Zugslassenen zu bringen.

3. Es ist ein Beirat bei Den zuständigen Mini­sterien zu bilden, in «welchem Die technisch-natur­wissenschaftlichen Akademiker über Fragen Der Hochschulreform gehört werden, Damit Die Er­fahrungen Der Praxis berücksichtigt wer Den können.

4. Die bereits im Wirtschaftsleben stehenden tech­nisch-naturwissenschaftlichen Akademiker müssen Gelegenheit erhalten, sich an den bestehenden Anterrichts - Snstituten weiterzubilden. Auch muß mehr als bisher ein Gedanken­austausch in geeigneter Form zwischen Hoch­schulprofessoren, Studierenden und technischen Akademikern der Praxis ermöglicht werden.

5. D>e Errichtung neuer technischer Hochschulen und Lln'verslläten ist abzulehnen.

Letzte Nachrichten.

Zu den Verhaftungen in Mainz.

Mainz, 1.Dez. (HL Drahtmeldung.) Zu den Mainzer Verhaftungen non der französischen Be- sahungsbehorde ist ergänzend mitzulellen, daß von den Erstverhafteten noch der Festungsmajor a. D. Kratz und dreiArbeiterin haft sind. Von den am Freitag Neunerhofteten sind alle freigelassen bis auf zwei, darunter ein gewisser prü h, der am vor­mittag noch in Frankfurt a. Bl. weilte. Prüß kam am Jreitagnachmittag in Mainz an und wurde f o - fort bei feiner Ankunft am Haupt­bahn h a f festgenommen. Zu den Gründen der Verhaftung erfahren wir neuerdings, daß es sich darum handelt, daß kratz durch Vermittlung de» prüß Mitteilungen über Neuerungen an heeres- materlal weitergegeben hat. Bei kratz und Priitz soll belastendes Material gefunden worden fein, weitere Verhaftungen find beab- fichtigt.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

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Norwegische Noten . . .

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Schweiler Noten ...... Svanische Noten...... .

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Schullbetü Pa-eirhof« . Oftroette . . . . Ver. Glanzttoss . . . Bemberg . . . . . Zellstoff Waldhos . . . RellfloM Ajchassenbura . Charlottenburger Walia Dessauer Gas . . . Daimler Motoren . . . Demag . . . . Cblerwede Sleva . . .

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