I
relativ flüssige Veranlagung des Geldmarktes. Die Reportgeldbeanspruchung war nicht übermäßig groß, und auch der Tagesgeldmarkt blieb leicht. Auch für den bevorstehenden Sahres- ultimo scheint man am Geldmarkt bereits größere Vorkehrungen zu treffen. Soweit aus den letzten Monatsbilanzen der Großbanken er- sichtlich ist. scheint die kurzfristige Aus- landverschuldung aber weiter beträchtlich zu sein. Die Außenhandelsbilanz für Oktober blieb gänzlich ohne Einfluß: infolge neuer Erhebungsmethoden ist ein Vergleich gegen den Vormonat unmöglich. Die allgemeine feste Haltung stützte sich in der Hauptsache auf die anhaltende Hausse in Elektrower- ten, die in dieser Woche wieder stark in den Vordergrund traten. Nachdem anfänglich auf die Kapitalerhöhungsbeschlüsse bei Licht & Kraft und Siemens eher etwas Abgabeneigung bestand, da dos beschränkte Vezugsrecht die Erwartungen der Börse offenbar etwas enttäuschte, setzten später in verstärktem Maße die Käufe wieder ein, fo daß verschiedene Werte neue Rekordkurse erreichten. Sn großen Posten aus dem Markte genommen wurden vor allem AEG., Bergmann, Licht & Kraft, Gesfürel, Lahmeyer, Schuckert und Siemens, die 10 Prozent und darüber gewinnen konnten. Ziemlich lebhaft war das Snteresse ferner für S.-G.-Farben: die vagen Dividendenerhöhungshoffnungen erhielten sich, anregend wirkten auch die aus Aeußerungen des Geheimrats v. Weinberg in 2lmsterdam bekanntgewordenen Produktionsziffern des Leunabenzins. Namentlich auch seitens des Auslandes stark verlangt waren außerdem wieder Reichsbankanteile. Stärker hervor traten noch Deutsche Linoleum, Kaliaktien und Hoch- und Tiefbau. Montanwene und Schiffahrtsaktien waren stark vernachlässtgt. Am Markte der Autoaktien überraschte ein Plötz- lich aufgetretenes starkes Angebot in Kleyer, die bei geringer Aufnahmewilligkeit des Marktes bis auf etwa 88 Prozent absanken. Man verwies in Börsenkreisen auf die immer noch sehr hohen Bankschulden des Unternehmens und be- fürchtete einen Dividendenausfall. Da das Geschäftsjahr erst am 30. 9. abgelaufen ist, ist jedoch nach Verwaltungsäuberungen die Divi- dendenfrage noch vollkommen offen. Die Anleihemärkte lagen unverändert still: nur Anatolier waren in Erwartung des baldigen Abschlusses der Verhandlungen teilweise etwas gefragt und fester.
Wochenbericht
vom Sranffurter produktenrnarki.
Sn der neuen Derichtswoche blieb das Geschäft am Frankfurter ProdukteTunarkt weiter sehr klein. Nachrichten, die einen ungünstigen Einfluß hatten ausüben können, lagen nicht vor, auch waren die üb'rseeischen Märkte wenig verändert, so daß auch von dieser Seite keine Anregung aus ging. Die Händler übten daher weiter große Zurückhaltung. Die allgemeine Geschäftslage ist lustlos und läßt sehr viel zu wünschen übrig. Die allgemeine Lage der internationalen Getreidemärkte, die als nur mittelmäßig zu bezeichnen ist, übte einen starken Druck auf den hiesigen Markt aus. Das wenige angebotene Material von feiten der Provinz fand ohne Schwierigkeiten Aufnahme, aber zwar nur von den Mühlen Von einer Deteiltgung des Exports war kaum etwas zu bemerken Sm Verlaufe der Woche bestand jedoch etwas Deckungsbegehr von Expvrtseite. so daß die Grundstünmung etwas zuversichtlicher wurde. Die daraufhin höheren Forderungen der Provinz konnten sich aber nicht durchsetzen, da niedriger lautende Auslarrdnotie- rungen die vorübergehende Hoffnung auf eine Geschäftsbelebung bald wieder zunichte machten Die Preisgestaltung wurde jedoch kaum davon berührt, vnZ> es erfuhren nur einzelne Getreidesorten geringere Abschwächungen Sm Zusammenhang mit dem schleppenden Mehlgeschäft war Weizenmehl vernachlässiat und rückgängig. Roggen blieb dagegen auf vereinzelte Nachfrage knapp behauptet. Sommergerste für Brauzwecke, die verschiedentlich noch von Brauereien gekauft wurde, blieb aus diesem Grunde gut behauptet. Snländischer Hafer war angeboten, und zwar besonders geringe Sorten. Wei» zenmehl war schleppend bei nachgebendenr Kurs. Roggen mehl dagegen gut behauptet. Am Futtermittel markt machte sich von feiten der Landwirtschaft wieder größerer Dek- kungsbegehr geltend. So konnte Roggenkleie, die in größeren Posten gehandelt wurde, bis 050 Mk. anziehen Auch Weizenkleie war daraufhin gefragt und erhöht. Mais für Futterzwecke hatte dagegen minimale Umsätze bei aber gut behauptetem Preis.
Zum Wochenschluh war das Geschäft eng begrenzt. Die Stimmung war im allgemeinen ziemlich lustlos, da schwache Auslandrwtierungen wei
ter auf das Niveau drückten Die Provinz zeigt ich aber ziemlich entgegenkommend. Auch die Mühlen waren wieder stärker zurückhaltend. Nur ür 'Weizen- und Roggenkleie besteht werter einige Nachfrage. .
Sm Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche gaben Weizen und Weizenmehl e 0,25 Mk. nach. Sommergerste, inl. Hafer, Mais ür ’ Futterzwecke und Roggemnehl blieben gut behauptet. Roggen gab 0,12 Mk. nach, Noggen- kleie konnte dagegen bis 0,50 Mk. uni) Weizenkleie bis zu 0,25 ML anziehcu. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 22,85, Roggen 2185. Sommergerste 24 bis 24,25, inl. Hafer 22 25 bis 23,25, Mais für Futterzwecke 22,25, Weizenmchl 33 bis 33,75, Roggenmehl 29,25 bis 30 Weizenkleie 13,60 bis 13,75 und Roggen- kle'ie 14.25 Mk.
Wochenbericht
oom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Eine Belebung des Geschäftes am Frankfurter Schlachtviehmarkt war auch in dieser Woche nicht zu verzeichnen. Am Schweinern arft blieb das Geschäft schleppeiid. Sn Rindern hatte der größere Austrieb ein allgemeines Nachgeben der Preise zur Folge. Die Märkte wurden jedoch an beiden Markttagen fast vollkommen geräumt. Die Beteiligung des Exports am Handel war mittelmäßig. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1700 Rindern, Darunter befanden sich 390 Ochsen, 87 Bullen. 634 Kühe und 458 Färsen, ferner aus 1690 Kälbern. 532 Schafen und 5232 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 157 Rinder und 175 Kälber mehr angetrieben: während 240 Schafe und 355 Schweine weniger zum Verkauf standen.
Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 53—56. II 46—52. B 1 40-45. Bullen A 46—50. B 40—45. Kühe A 40-44, B 35—39, C 28—32, D 21—27, Färsen A 53—56, B 45—52, C 39-44, Kälber B 62-66. C 54-61. D 45-53, Schafe A i 44—49, B 40—43. C 30—39. Schweine B 74—77, C 75-78, D 74-77. Sm Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Wock^ gaben Rinder bis zu zwei Mark, Kälber bis zu vier Mark nach, vchafe zogen Dagegen bis zu vier Mark, und Schweine bis zu einer Mark nach
* Die Reichsindexziffer für die Le - benshaltungskosten im November. Die Reichsindexziffer für Die Lebenshaltungskosten (Ernährung Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") ist nach den Feststellungen des Sratistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats November mit 152,3 gegen 152,1 im Vormonat nahezu unverändert geblieben. Die Inderziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 - 100): Für Ernährung 152,0, für Wohnung 125,9, für Heizung und Beleuchtung 150,6, für Bekleidung 172,0, für den „sonstigen Bedarf" einschließlich Verkehr 190,9.
* Dyckerhoff & Widmann A.-G., Wiesbaden. Wie der Fwd. erfährt, fand am Freitag die Halbsahressitzung des Aufsichtsrates statt, die Bericht über das bisherige Geschäftsjahr, sowie Vorscylaae für besondere Transaktionen entgegennahm. lieber die Angaben des kürzlich veröffentlichten Börsenprospektes hinaus ist neben der Bs- kanntgabe der Durchführung von evtl. Trans, afttonen auch über die Dividendenaussicht eine Verlautbarung am Samstag zu erwarten. Alan rechnet für das Geschäftsjahr 1928 mit einer Dividendenerhöhung von 6 auf 8 o. S).
• Der Zusammenbruch Der Hanauer Gewerbebank. Der in Dem Konkursverfahren über das Vermögen Der Gewerbebank Hanau e. D. m. b. H. abgehaltene Termin zur Beschlußfassung über D'.e von Dem Konkursverwalter eingerichtete Vorschußberechnung gestaltete sich zu einer recht erregten Sitzung. Der Fehlbetrag beträgt 512 315 Mk. Wenn Die haftpflichtigen Genossen — kleine Handwerker unD Gewerbetreibende — alle ihre 400-Mark-An teile bezahlen, kommen erst 226 800 Mk. zusammen, also noch nicht 50 Prozent Der unterschlagenen und veruntreuten Summe. Dis Konkurs^sten sind mit 75 000 Mk. veranschlagt. Die Wiesbadener Dmck hat 195 000 ML, Die DresDner Dank 27 000 Mk. SorDerungciL 750 Gläubiger haben Durch Die • Mittelrheinischen Genossenschaften 229 975 Mk. ForDerungen gestellt und 40 Prozent von Der Hanauer Vereinsbank erhalten. Zwei Genossen haben Strafantrag gegen den Aufsichtsrat gesteift. 160 Genossen gaben eine Erklärung ab, Daß sie Die Zahlung Der Haftsumme verweigern unter Hinweis auf Die Llnterschlagung Des VorstanDes. Soweit Dieser nicht haften rann, müßte Der Verband Der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften am Mittelrhein heran- gezogen werden.
• Schubert & Salzer Maschinenfabrik A.-G. Der Aufsichtsrat beschloß, aus Den zur Verfügung Der Gesellschaft stehenden 1 750 000 Mk. Aktien aus Der Kapitalerhöhung vom Frühjahr D. 3. nicht ganz Die Hälfte als Kaufpreis für ein Grundstück zu verwenden. 875 000 Mk. Aktien sollen dm Aktionären im Verhältnis von 20:1 zu 175 v. H. zum Bezüge angeboten werden. Diese 2lktien nehmen an Der Dividende ab 1. Sanuar 1928 teil und fiixD an Den Börsen bereits lieferbar. Der alsdann noch verbleibende Rest der Aktien soll, Da er für ein Bezugsangebot an Die Aktionäre zu gering ist, bestmöglich zugunsten der Gesellschaft verkauft werden. Der Umsatz hat sich im Lause des Geschäftsjahres durchaus befriediaend entwickelt, so daß, vorausgesetzt, daß unvorhergesehene Ereignisse nicht ein treten, auf das erhöhte Aktienkapital mit der gleichen Dividende tote für 1927 (16 v. H.) gerechnet werden kann.
Franisurtcr Börse.
F r a n k f u r t a. M., 1. Dez. Tendenz: fest. — Bom Spezialmarkt ausgehend, eröffnete die heutige Börse weiter in f e st e r Haltung. Das Geschäft war sehr rege, da sich das Ausland und das Publikum weiter lebhaft am Markt beteiligt haben soll. Der etwas flüssigere Geldmarkt und der glatte Verlauf des Zahltages gaben dem Markte eine gewisse Anregung. Auch die Hoffnung einer baldigen Beilegung des Eifenkonfliktes erhielten sich, und die Spekulation schritt aus Anlaß der bestehenden günstigen Momente zu weiteren Deckungen. Der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse fand keine Beachtung. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren im allgemeinen Kurserhöhungen bis zu 2 v.H. zu verzeichnen, doch waren heute die Umsätze nicht so groß, wie an den Vortagen und beschrankten sich nur auf Spezialwerte. Im Vordergrund des Interesses standen Z e l l st o f f w e r t e. die lebhaft gefragt waren, und von denen Zellstoff Waldhof 6,5 v. H. gewinnen konnten. Auch Aschaffenburger Zell st off waren im Zusammenhang damit 3,5 v. H. erhöht. Wie schon an der gestrigen Wendbörse, bestand auch heute wieder lebhaftes Interesse für Farben mit plus 3 v. H. Am Elektrornarkt waren nur Licht und Kraft mit plus 2 v.H., Elektrische Lieferungen mit plus 1,9 v. H., Siemens mit plus 0,5 V.H. und Schuckert mit plus 2 v. H. lebhafter verlangt, während die übrigen Papiere im Hintergrund standen. Auch am Montanina r k t waren gegenüber der gestrigen Börse die Umsätze etwas kleiner, jedoch üoerwogen die Kurserhöhun- gcn bis zu 2 v.H. Nur Rheinische Braun- kohlen auf die Realisationen vorübergehend an- geboten und etwas schwacher. Am Banken- markt blieben Reichsbank mit plus 3 v.H. und Berliner Handelsgesellschaft mit plus 2,5 d: H. gesucht. Kleyer konnten sich nach der gestrigen Abschwächung wieder etwas erholen. Die Rentenmärkte lagen still. Ausländer eher schwächer. Im Verlause wurde das Geschäft sehr ruhig und beschränkte sich nur noch auf einzelne Werte, die teilweise auf Realisationen ange- boten waren, so daß kleinere Kursrückgänge ein- traten. Rhsinstahl blieben gut behauptet. Reichsbank konnten weiter etwas anziehen. Farben dagegen 0,25 v. H., AEG. 0,75 v. H. und Schuckert 1 v.H. niedriger. Die Grundstim- mung blieb jedoch freundlich, und die erneut cmfgetauchten Schwierigkeiten, die eine Verzögerung der Verhandlungen im Eisenkonflikt nach sich ziehen, machten feinen großen Eindruck. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1951, gegen Pfund 20,358, London gegen Kabel 4,851250, Paris 124,11, gegen Mailand 92,60, Madrid 30,00, gegen Holland 12,07.
Bc. icr Börse.
Berlin, 1. Dez. Obwohl wider Erwarten gestern in der Dermittlungsaktion des Reichsinnenministeriums S e v e r i n g feilens der Arbeitnehmer Schwierigkeiten gemacht wurden und durch Den Widerstand der Gewerkschaften erneut eine Verzögerung in dieser wichtigen Angeleaenheit eingetreten war, ließ sich auch die heutige Börse nicht beeinflussen und blieb im Grundtone weiter f e st. Obwohl Samstag war, lagen bei den Banken doch schon wieder Orders in größerem Umfange vor. Besonders für S p e z i a l w e r t e traten erneut gute Käufer auf. Farben wurden heute auch vom Auslande bevorzugt, und seit langer Zeit zum erstenmal ruckte dieser'Markt in Den Mittelpunkt Des Interesses und wurde tendenzführend. Das lebhafte Geschäft verzögerte naturgemäß wieder die Kursfestsetzung. Am El e k t r o m a r k t konnte man anfänglich wieder Realisationen der Spekulation beobachten, so daß hier Kursrückgänge weiter anhielten. Dagegen lagen Montanwerte erneut 1 bis 2 v. H. über gestern mittag, zum Teil sogar noch über dem gestrigen Abendkurs. Essener Steinkohlen gewannen 3,5 v. H, Ho h e n l o h e 2^ v. H. und L a u rah ü 11 e
ogar 5,5 v.H. Sonst hallen noch Norddeutsch« Wolle mit plus 6,4 v. H., F e l d m ü h l e mit plus 4,5 v. H., Waldhof plus 7,4 v. H.» Chemische Heyden plus 3,4 v. H. und Chadeaktien mit plus 4 Mark größere Gewinne aufzuweisen. Warenhausaktien und Kunstseiden- werte notierten eher schwächer, Reichsbank- ante i l e , die schon anfänglich 2,75 v. H. gewannen, wurden im Verlaufe bei größerem Geschäft prozentual höher eingesetzt. Anleihen befestigt. Ausländer ruhiger. Pfandbriefe wenig verändert. Die Tendenz wurde auf das Fehlen neuer Limite etwas undurchsichtig und das Geschäft ruhiger. Der Geldmarkt lag wenig verändert. Tagesgeld nannte man mit 8 bis 9,5 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Der Verlauf wirkte weiter kursbefestigend. Die schon erwähnten Reichsbankanteile gingen 3 o. H. höher um, Schuckert gewannen 2 o. H., Konti Kautschuk 2,50 v. H., H o l z m a n n plus 4,5 v.H., Spritwerte plus 2 v.H., Schiffahrtsaktien unter Führung von Hansa und Hamburg-Süd waren ebenfalls bis 2 v. H. höher. Später fonnten sich aber diese Kurse nicht immer behaupten. Realisationen zum Wochenschluß schienen einen Druck auszuüben.
Hochschulnachrichten.
Zur Hochschulreform.
Sn letzter Zell sind mehrfach BorschLge zur Errichtung neuer technischer Hochschulen gemacht worden. Diese Bestrebungen stützen sich auf Die Tatsache, Daß Der Andrang zum technischen Studium heute gegenüber Der Vorkriegszeit toefenf- lich gestiegen ist, und daß infolgedessen toegen Der Aebersüllung Der vorhandenen Snstllute wei- tere Hochschulen dringend notwendig seien. Solche Pläne treffen nicht Den Kern Des unbestreitbar vorhandenen Uebsls. Es wird Dabei nicht genügend berücksichtigt, daß Die Ausblldung Des tschnisch-naturtoilsenschaftlichen Akademikers _ an Den bestehenden Hcchschulen und Universität^ mit Der moDernen Entwicklung Der Technik seit Dem Kriege nicht mehr Schritt gehalten hat, denn es kommt nicht darauf an, möglichst viel« technisch-nalllrtoissenschaftliche Akademiker heran- zubllden, sondern erstklassige Kräfte zu gewinnen. Die den ständig wachsenden Anforderungen der Setztzell auch wirklich folgen können. '
Der „Bund angestellter Akademiker technisch-naturwissenschaftlicherBe- rufe" steift Daher folgende Forderungen auf: l.Der Zugang zum techn'rfch-naturwissenschafb- lichen Studium ist Durch Steigerung Der QIn* forderungen auf natürliche Weise zu beschr tfen.
2.Die vorhanDenen Snstitute an Den Hochschulen und Universitäten sind, um Die Erfüllung Der ihnen obliegen Den Unterrichts- aufgaben zu ermöglichen. Den moDernen Anforderungen entsp rechen d auszustatten. Die Zahl Der Lehrkräfte ist in ein angemessenes Verhältnis zur Zahl der zum Studium Zugslassenen zu bringen.
3. Es ist ein Beirat bei Den zuständigen Ministerien zu bilden, in «welchem Die technisch-naturwissenschaftlichen Akademiker über Fragen Der Hochschulreform gehört werden, Damit Die Erfahrungen Der Praxis berücksichtigt wer Den können.
4. Die bereits im Wirtschaftsleben stehenden technisch-naturwissenschaftlichen Akademiker müssen Gelegenheit erhalten, sich an den bestehenden Anterrichts - Snstituten weiterzubilden. Auch muß mehr als bisher ein Gedankenaustausch in geeigneter Form zwischen Hochschulprofessoren, Studierenden und technischen Akademikern der Praxis ermöglicht werden.
5. D>e Errichtung neuer technischer Hochschulen und Lln'verslläten ist abzulehnen.
Letzte Nachrichten.
Zu den Verhaftungen in Mainz.
Mainz, 1.Dez. (HL Drahtmeldung.) Zu den Mainzer Verhaftungen non der französischen Be- sahungsbehorde ist ergänzend mitzulellen, daß von den Erstverhafteten noch der Festungsmajor a. D. Kratz und dreiArbeiterin haft sind. Von den am Freitag Neunerhofteten sind alle freigelassen bis auf zwei, darunter ein gewisser prü h, der am vormittag noch in Frankfurt a. Bl. weilte. Prüß kam am Jreitagnachmittag in Mainz an und wurde f o - fort bei feiner Ankunft am Hauptbahn h a f festgenommen. Zu den Gründen der Verhaftung erfahren wir neuerdings, daß es sich darum handelt, daß kratz durch Vermittlung de» prüß Mitteilungen über Neuerungen an heeres- materlal weitergegeben hat. Bei kratz und Priitz soll belastendes Material gefunden worden fein, weitere Verhaftungen find beab- fichtigt.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse
Lerlt'.i 30. November"
140
13977
136.5
Devisenmarkt Berlin—Frank'-rt
Telegrap hische Auszahlung.
85,5
88,25
88.5
20
88
i->7,25
22
Banknoten.
Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombard;inSftiß S Prozent.
Sie hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt
216
153
. ? . ?
io . 8 . 8
10 . 8 . 8
287
109.
7
10
. 8
10
15
12
18
14
18
18
8 0
v 5
10
0 6
6
, 0 c
11
0
281.5
2UH
137.5
176
136.0
107.75
283
29
285
561
134.5
29
285 2j
564
471
.78.6.5
203.5
130.4
206.75
85
49,5
260.5
54 106,0 284,5 20.13
68 U9
140 .>
138
! 286
>208 7j 1131.25
I 209.5 85
49.25 89,75
262.25
Holländische Noten ...... ftt.lienifcbe Noten......
Norwegische Noten . . . •
Deulsch-Lcsttrr. 5100 Zkronev Rumänische Noten Schwedische Noten......
Schweiler Noten ...... Svanische Noten...... .
Tschechoslowakische Noten . • Ungarische Noten
Phiitvp fuLsuiann . . . Heidelberger Gement . . Temen! Karl'tavt . • Wayß 4 Freitag . . .
Schullbetü Pa-eirhof« . Oftroette . . . . Ver. Glanzttoss . . . Bemberg . . . . . Zellstoff Waldhos . . . RellfloM Ajchassenbura . Charlottenburger Walia Dessauer Gas . . . Daimler Motoren . . . Demag . . . . Cblerwede Sleva . . .
Lubw. Loewr . . . . < Rat. Automobil . . . < Orenstein 4 Koppel • < Leonhard Tietz . . < Bamag.Megum . . • <
Nranls. Maichine» . . <
Sri-ncr . . . .
Hediigenitaebt . • e <
Jungbant . • • • <
Lechwerte . • • • <
«ainkaitwerk» . . .
Mtag ■ • • • ■
Netariulmer . . ♦ •
Peter« Union . . • •
Aebr. Roeder . . .
«oigi 4 Haettner . . Südd. Buder . .
119.25 j »,i| 113 I
H_6
21.6 I IM
124.7.
220 ।
143.5
r
—ictit
168,69
12 00
111.96
58.995
-.53
112,17
80,91
7.59
12,44
73.17 a. m.
। 6.5
23.9
105
Äeid s«>, 168.01
21.92 111.52 58.755
2.51 111.73 80,59 67,31 12,38 72.87
Frandlurt a. M
Berlin
Schluß vUhr. flure | ftnrs
Sdj.uä । tUniang flurA | Äur»
Datum:
30. 11 ! 1. 12
30. 1t. ! 1. 12
Zranbsuri a. M
Berlin
srauhfurt a. M |
Berlin
Lchlub-I 1-Uhr- Kur» । Kur»
Sd).ub-| ’jlniang Kur» , Kur»
Schluh-s
Kur» |
1-Uhr- Kur»
Schluß! Kur»
Ansang Sur»
Datum
30 11. |
1. 12
30 11
1 12.
Darum:
30. II. |
1 12.
"0. 1t.
1 12
6% Dt «eichranlethe o 1327
DL Snl.-Äbiös.-Schulv mb ilufr io,.-Rechten
De Sgl ohne -iuows^Rechie 7% 8tantf Hyp.-Bl «olbps. unkündbar bis 1932
4K% Rheinische Hov.-Banl Stau »olvvl
L.S.B aba Bortriegit-Vbltgakiou. rüchabtbai 1932
4% Hchweiz löunDeib^flnl.. 4% Oesterrclchische Goldrte.. 4,20% Ceften Sllbentc.
4% Oesterreich einhetu Rte 4% Ungarische ®ol6rte. - • 4% Ungarische StaakSr o. 1910 4^% otegl von 1918 4% Ungarische KronenNe..
4% lütt Aollanleitje o 1911 .
4% Türmche Baadadbabn-Ant..
Serie 1
4% deogl. Serie 11 4% Rumänen fonoert Rte. . 144% Rumänen (Solbanl von 1913
SUg Deunche iLiteo'^chv Hamdurg'smerilo Solei t
Aamb.-SüDam Damvilch . 8
Hansa Danwllchtll U>
Norvbrutschet lilogB • ■ • 8
fillfl Deutsche iSreDttanft. 10
Barmer läanhnreln l<
Berliner Handel-geseUsch. . 18
Kommerz- unD Prtvoi'BarU \ Dar mit u Runonolbonl >
Deutsche Boni J'
Dielonio-cheielltchasr flnt • J1
Dreovner Boni l*
vititetdeuische Lreditda» . . • tReiallbanl ...... • • '
87.25 ,
51 15
14.825
00 i
80,7
1
96.5
2.5
1.85 _ i
-I
25
1.7
12,9
10.55
20.65
147.9
145,75
292,5
194
02,9
173.u
164.9
173.75
-
144-75 M.75
। ii । i । | i i l 1 1 1 | i i 1 M > K 1 S l 1 S53c2ß?» । 5”
«7.5 I
»1,1 1
14.65 -
32.25
2.6o
25,9
25.13
1,75
12.9
13,6
12.65
30
147.9
183.5
183.75
146
140.25
144. u
-92
194.5
302.2.1
75.25 t 4.5 i73..>
420
144,25 .35
1 «oo , I I -1 I 1- « 1 1 1 «
Ä.S.G .......8
Bergmann • ....... 9
Elekrr. Ltelerunge».....io
Lickt und firafl . . . » . 10
Hellen & Guilleaume. .... 6
Des. s. Slettr. Untern.. • • • 10
Hamb. Aektr. Werte . • e . 10
Rhein. (Hetn. ...... 9
Schiel. Gettr. ...... 10
Lckucken ........ 8
Siemen« L Hal?ke ..... 18 Transradio - ...... 8
«uderu» 5
Deutsche 6rbN.......6
Essener Stetnlohl«......8
OellenHr dienet ... IMS1
Harpener 6
Hoesch Eisen. ........ 8
?1,e Bergbau........8
ftlödnerroerte ........ 7
Kvllr-Reueisen. ....... 9 yianneOmann .......8
MonSselder ....... 7
CberldM Eisend. Vedars .6
Oberichiei. Kottwerkr . 6
Phvnir Bergbau 6V4
Rheinfichk Braunkohle, 10
Rhetnitabl »■ % 3«*
Mebed Montan • • 7,2
Bereinigte Stablw..... fl
Otavt Äinen 8»d
ft all ilsktzerSleben .... 10 ftall ii'riteieeeln .....10
ftoltroerf Salldetivrlh ... 16
z B Sarben.^ndullr» ... 12 Dynamit Nobel ...... k LcheideanKall ....... 1 Aolbschmidt ....... k RatgerSiverke
MetaNoeieilschatt......11
194
243,2.
182 :64.2u
158.5 .'83.75
-63 434
184
90.5
141.75
127
137.7b
247
113
133
115.7o
92.5
289.0
141,5
152.5
94,5
294 296
•526
:o9
1'3.75
100,5
IO8.2o
5 S_ 8L § § K x » SPS
"ciyi । 3 r'o. । i i i hg r- । i g i P i 'o.lb-8
194 4 242.75
181,4
264 157.j 280.25 154,25 166.7o
240 262. L- 433 2.
163..
182 4
89 141,25 124,2.5
126 137 137 244 112 So 133.7«
132 116.25 115.75 121.1.
93 5 286 ■42,25
94 -1.9 29.. 294 o20.5
266.1
126.25
99,4
107
194.75 242.1.
183.5
264,9
157.9
283
153,9
168 241.5 .62.25
435
164
183.5
69,6 142.75
127.75
127
138.4 137.7.
245
114.25
135 130,lo 115.1
116.4
122.75
288.T
>44
154
Ja
2,4
294.5
296
523
71
128
100.75 PK)
30. Novemb.r
1 Dezemb r
Amtliche Geld
ttori rung 53vier
Amtliche Jioueruno
Geld
Ärte
Lmst--RoN Buen.-AtreS Brss.-Äntw ttbrtfHanla Kovendaa-n P!tnrfho(m
155729 । i,7u6
j8.245
111,76
111,77
112,00
103,63 1,770
58.385 111,98 111,99 112,22
168,31 i
1,767
98.25 |
111.72
111.77
111.98
168,65 1.771 58,38
ULM 111,99 112,20
HelünaiorS.
10.54
21,955
10.5o
21,995
lu.54
21.95
10,56
21,99
20,o26
30.„86
20.-27
20,567
'Veimorf • .
1,1905
4,1985
4.19iö
4.1985
P ci ri- . • » .
16,375
16,115
16.375
16.415
Schweiz • .
>0.735
S0,d95
>0.74
0,90
tzvantea -
17,55
o7,69
.7,6-5
u?.7ft
yavan Rio de San.
1 924
1.92«
1.922
1.926
1.5005
>.5025
<,500.
0.5025
Wien in D.» Ctft- abqeft
o»,-25
61», 4o
JÖ.V25
o9,44
Prag
12,418
12,4:16
12.417
12,457
Belsrad
7.ob4
7.378
7.-04
7,378
Budavcll -
-3,04
•6.18
<3,04
<3.18
Bui aricn
.027
«,0.3
',037
j,ü.2>
1'ifTabon
18.71
18.75
18.70
18.74
Tamtg
81,28
1,44
M.28
81.44
ftonftunttn
l, 104
.,108
2,103
2,107
Alben
5.425
5,435
>, 425
5,4-w
6-anaba
1,1945
1,2025
4,190
4,198
Um am» •
4,296
1 4.304
| 4.286
4.2M
S-rtre -
10.855
| !0.895
-0.855
20.895
Berlin. 30. November
■telh
Bne>
Lmerikrmische Noten.....
072
47152
Belgische Noten .......
58.13
58,37
Dänische Noten .......
111.53
111.97
Englische Noten........
JO. 297
-0.L77


