Einzelbild herunterladen

Montag, L ©Hoher 1928

M. 23| Erstes Blatt

178. Jahrgang

gtentftrtammah°iiss«, vnick »vd Verlag: Brüijlf lnwerfttStr-vuch- nnö Steindruckeret B. tauge in Sieben. Schristlettnng und Geschäftsstelle: Schulstratze r.

Frankl

selbst m

ihm genommen halte. Versailles

Staat

des

Berlin, 30. Sept. (Priv.-Tel.) Während

der

k c n der

daß wir bei 1 ürdigung unserer verteidigungs- millel gezwuizen sind, den Angriffsmitteln

keinen teil lief konnte.

tragen, die anderen ihre e, ihre Vereine für mili- xbereitung, die Gröhe lkerung und die Leichtigkeit

liegt der wirtschaftliche Fortschritt. Der muh an diesem Ausgleich wirken.

Rechnung zu Ladrearm tücksche V c ihrer B c ö।

P des (3

Die Umbildung des Preußenkabinetts

k r ä f te un Dauer de gegeben, die i Willen zeugen

Sechzig Jahre deutsche Gewerkvereine. 3n Berlin fand die Hauptversammlung

was t

die Herabsetzung der Militärdienstes Beispiele inreichend für unseren ehrlichen

Man wird indessen begreifen,

Reue Katastrophen in Spanien.

Zugzusammenstoß und Tunneleinsturz. - Siebzehn Tote

wo e i n T u n n e l e i n st ü r ; t e. Bei dem Einsturz wurden 10 Arbeiter verschüttet, während sich vier retten konnten. Zwei Ingenieure begaben sich sofort an die Stätte des Einsturzes und stellten eine akustische Verbindung mit den Verunglückten her, von denen nur drei antworteten. Rach sehr schwierigen Reltungsarbeiten wurden aus den Trümmern 9 Tote geborgen, 23 Arbeiter sind verletzt worden, darunter 12 schwer. Der Ein­sturz des Eisenbahntunnels wird auf die starken Regenfälle zurückgeführt, die in den letzten Tagen an dieser Strecke niedergegangen sind. Die Unglücksstelle befindet sich 25 Meter von der Tun- nclöfinung entsernt im Inueru des Tunnels.

Lrfchetni tag Ltd), anbei Sonntag» and Feiertag».

Beilagen: Gießener FamllienblLtter Heimat im Bild Die Scholle.

MonatS'vezugIprelr: 2 Reichsmark und 20 Reichspfenntg für Trüge» lohn, auch bei Richter» scheinen einzelner Nummern mfolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlülse: 61, 54 und 112.

Anschrift für Drahtnach? richten: Anzeiger Lietzen.

ergeben sich aus derVeränderungdesBe» sihstandes der bisherigen Koalitionsparteien. Dir Ansprüche der Deutschen Volkspar- t e i könnten nur befriedigt werden, wenn das Zentrum auf einen von seinen drei Sitzen im Kabinett verzichtet, denn neben der Deutschen Volkspartei erheben auch die So­zialdemokraten, die gegenwärtig nur durch zwei Mitglieder im Kabinett vertreten sind, Anspruch auf einen dritten Sitz im Kabinett.

Madrid, 30. Sepl. (WTB.) Spanien ist von zwei neuen schweren Unglücksfällen heimgesucht. Zwischen Belza und Javalquinlo (Provinz 3aen) fliesten der Schnellzug nach Andalusien und der V-Zug AlgecirasMadrid zusammen. Hilfszüge wurden in den benachbarten Bahnhöfen schnell zu­sammengestellt. Die Retlungsarbeilen wurden durch die Dunkelheit und den Regen sehr erschwert. Man meldet 8 T o l e und 19 V e r l e h t e, davon sieben schwer. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht fest- gestellt, von den Toten sind fünf identifiziert war- den, darunter befindet sich kein Ausländer.

Ein weiteres schweres Unglück ereignete sich bei dem Bau der Eisenbahnlinie SaragossaLaminreal,

Koblenz, 1. Oft. (TU.) Zu Beginn der 32. Deutschen Bodenreform-Tagung, die vom 28. September bis zum 1. Oktober hier stattfindet, konnte Bundesvorsitzender Dr. Damaschke eine große Anzahl von Resormvertrelern aller Stände, Berufe und Weltanschauungen aus allen Teilen Deutschlands begrüßen. Geschäfts- und Kassen­bericht ergaben ein günstiges Bild des Standes und Wachsens der Bodenresormbewegung. 3n den Vorstand wurden u. a. gewählt Professor Dr. Rell-Drenning (Frankfurt), Reichs- tagsabg. Joos, Geh. Regierungs- und Lan­desökonomierat Dr. A. Areboe vom Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre und Pro­fessor für Agrarpolitik an der Universität Berlin. Dr. Damaschke wurde einstimmig zum Vor­sitzenden wiedergewählt. Ministerialrat Eve übermittelte die Grüße der Reichsregierung und besonders des Reichsarbeitsministeriums. Er führte dann u. a. aus, daß eine Million Familien keine Wohnung haben. Die Hauptaufgabe der gegenwärtigen Sozialpolitik sei diesem Elend abzuhelfen und modernen An­forderungen entsprechende Wohnungen zu schas'en.

Oer Bundesvorsihende Damaschke sprach sodann über die Bodenreformarbeit im allgemeinen sowie die Stellung des Bundes zum Dodenreformgesetz und zum Steuerverern- heitlichungsgeseh. Der Wirrwarr, der

fein mag, die uns diktiert ist, und die uns nicht gestattet, unsere Pfänder leichthin aus der Hand zu geben, so haben wir doch der Eröffnung von Ver­handlungen nicht mit dem Hintergedanken zuge­stimmt, sie in die Länge zu ziehen oder zum Schwei- tern zu bringen. Im Gegenteil werden mir sie s o früh wie möglich anknüpfen und mit gut m Willen und Vertrauen auf das Endergebnis fort­setzen. Nichts wäre für den Erfolg des unternom­menen Werkes so unheilvoll, wie eine durch schlechte Laune verbitterte oder durch Skeptizismus er­schwerte Zusammenarbeit."

oincare eröffnet die neue Reparaiionsdebaiie.

Oenkmalsrede des Ministerpräsidenten.-Frankreich verlangt nichts als Sicherheit

Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfenmg: für Re­klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20°/, mehr.

Chefredakteure

Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Polittk Dr. Fr. Wilh Lange für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Diumschein; für den An­zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen

, 30. Sept. (TU.) Bei der Einweihung nen-Denkmals von Chambery (Savoyen)

DerReichswirtscbaflsminister fordert Reform des Schlichtungswesens.

Eisenach, 29. Sept. (WTB.) Auf der Haupt- Versammlung des Verbandes der mitteldeutschen Industrie erklärte Reichswirtschastsministec Dr. Eurtius zur Reform des Schlichtungswesens unter Hinweis auf die vom Arbeitsministerium auf den 16. Oktober einberufene Konferenz, das staatliche Schlichtungswesen hat seine Bedeutung und muß bestehen bleiben. Richt zu ver­kennen ist aber, daß die bisherige Praris zur Vernichtung der Verantwortlichkeit der Verhandlungsparteien geführt hat, und daß dadurch eine Gefahr für den sozialen Frieden heraufbeschwocen wird. Das Kernstück der Reform muß sein, den Staat aus dem Kampf herauszuzie- hen und sein Eingreifen auf wirklich bedrohte Punkte und Zeiten zu beschränken. Das Verfahren muh auch nach der organisatorischen Seite hin eine gründliche Gestaltung erfahren. Der Minister trat dann gegen eine Vereinigung das Wirtschaftsministerium mit dem Arbeits­ministerium ein. Die Gemeinschaftsarbeit zwischen beiden Ministerien muß aber entpolitisiert werden. Kapital und Arbeit sind auf einander angewiesen und ein Ausgleich zwischen bei­den ist erforderlich. In Spannungen und Ent­spannungen, in dieser wirtschaftlichen Dynamik,

Eichener Anzeiger

Gtmal-Anzeiger für Gberhefsen

Die Forderungen der Zodemeformer.

Damaschke über Arbeit und Ziele des Bundes.-Areboe über Landwirtschaft und Bodenreform.

hielt ! sterpräsident Poincare eine hochbedeut­same ische Rede, in der er besonders die Ab- rüstun'' ~ ~ flrr~

Herabsehung von Fernsprechgebühren.

Berlin, 29. Sept. (WTB.) Der Arbeits­ausschuß des Verwaltungsrats der Deutschen Reichspost stimmte der Herabsetzung von Fernsprechgebühren zu, wonach die Be­zahlung einer Mindestzahl von Ortsgesprächen für jeden Hauptanschluß nicht mehr verlangt, der einmalige Apparatsbritrag für neue Haupt- und Rebenanschlüsse herabgesetzt wird und die Zahlung eines Zuschusses bei öffentlichen Fernsprechstellen künftig w e g f ä l l t. Verschie­dene Aenderungen der Postordnung fanden seine Billigung. Danach soll ständigen Abholern für jedes abgeholte Paket eine Vergütung von 10 Pfennig gezahlt und den Empfängern von Rachnahmekarten vor der Einlösung die Einsichtnahme gestattet werden. Die Wertgrenze für unversiegelte Wertpakete wird von 100 Mk. auf 300 Mk. heraus» und die Behandlungs­gebühr von 25 auf 10 Pfennig herabgesetzt.

weiter für das Wohl der von ihnen vertretenen Berufe wirken und zu einer bestmöglichen Lösung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme un­serer Zeit zum Wohl von Volk und Staat bei­tragen mögen. Staatssekretär Seefeld vom preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe übermittelte die Glückwünsche der preußischen Staatsregierung. Die deutschen Gewerkvereine hätten nicht nur für eine Klasse, sondern für das ganze Volk gearbeitet. »Sie mögen weiter frucht­bare Arbeit leisten!" Dach weiteren Reden hielt Derbandsvorsitzender Gustav Hartmann, M. d. L., der seit 30 Sohren an der Spitze der Be­wegung steht, die Festansprache, in der er einen eingehenden äleberblick über die Entwicklung der Gewerkvereine gab.

Blutige Wählschlacht im Hamburger Staatsgebiet.

Rote Frontkämpfer und Reichsbanner.

Hamburg, 30. Sept. (TU.) Geesth acht bei Hamburg sollten am Sonntag die Wahlen zur Stadtvertretung stattfinden, die je­doch infolge blutiger Zusammenstöße zwischen Kommunisten und Reichsbannerleuten vorzei­tig abgebrochen werden mußten. Am Sonn­tag trafen in Geesthacht Verstärkungen des Roten Frontkämpferbundes und An- gehörige der sog. Roten Marine sowie einige hundert Mitglieder des Reichsbanners ein. Gegen 127i Uhr entstand vor einem Wahl-

nach soielen Prüfungen erwarten tonnten, wir ha über das hinaus, was uns die ver­trüge v-rachen, von niemandem etwas zu verlang^ was sie uns versprachen, sind un­sere Siajeif und unsere Reparationen. Seif wir die ßffen niedergelegt haben, haben wir über dieurchführung dieser beiden Verpflich- igen hinaus, nichts gesucht.

Als an defi uhr der passive Widerstand aufhörte und Deutsqnd der Ausarbeitung des Dames» planes stimmte, habe ich mich beeilt, für Frankreich In Beitritt zum neuen Zahlungspro­gramm zu (Hären, dessen regelmäßige Durchfüh­rung, wie st schien, dazu beitragen sollte, die Be­ziehungen zischen den Gläubiger- und Schuldner­staaten zu spannen. In dem Genfer Proto­koll und sn Locarnopakt haben ihrerseits die VertreteFrankreichs Herriot und Briand nur den allgemein Frieden im Auge gehabt, der sich auf der Verteilung der Angriffskriege und der Sicherheit bl nicht angriffslustigen Völker stütze. Gestern nodft Frankreich in den letzten Verhand­lungen zwischi den Völkern, wie auch jene, die bis­her unter deiAuspizien des Völkerbundes standen, dem gleichen fei ft internationaler Eintracht treu ge­blieben. Der biße Wunsch nach einer allgemeinen Verständiguntvird alle unsere Gedanken auf mor­gen im Launder Unterhaltungen leiten, die sich auf so viele Ikle Fragen erstrecken werden.

Wie paul-incour es dieser Tage in Genf sagte, habentzir zuerst den Weg der Abrüstung beschritten, ilr haben nicht nur in washing- ten und Gen sondern auch in Paris durch die vermind^ung unserer Effektiv-

heute im Steuerwesen zu verzeichnen sei, und unter dem gerade die Gewissenhaften litten, sei unhaltbar. Ziel müsse eine Vereinheitlichung sein, besonders im Hinblick auf die Interessen dvs schaffenden Standes. Der Redner verwies auf die bodenreformerische, reine Grundwert­steuer in Anhalt und forderte für das neue Steuervereinheitlichungsgeseh, daß zur Ent­lastung des kleinen Landwirtes die Möglich­keit einer Trennung von Boden und Bau offen bleibe. Es sei auch eine Beseitigung der erbbauseindlichen Bestimmungen des Gesetzes notwendig. Unter Hinweis darauf, daß in aller­nächster Zeit im Reichsarbeitsministerium die Beratungen über eine endgültige Fassung des Bodenreformgesetzes beginnen würden, erklärte Damaschke, daß es sich dabei nicht um irgendwelche bvdenreformerischen Launen han­dele, sondern um die Erfüllung des Artikels 155 der Verfassung, der jeder deutschen Fa­milie eine gesicherte Wohn- oder Wirtschaftsheimstätte zusagt. Zum Schluß beschäftigte sich der Redner mit der Spal­tung der Wirtschaftspartei, die not­wendigerweise auf die Dauer dem Haus- unb Grundbesitz schweren Schaden zufügen müsse,,da durch sie alle anderen Parteien von einer Rück­sichtnahme auf die Hausbesitzer entbunden wären. Mit einem Hinweis auf den Ernst der Zeit, der sich namentlich auch im Geburtenrück-

22.ordentlichen Verbandstages der Deutschen Gewerkvereine verbunden mit einer öffent­lichen Kundgebung aus Anlaß des60jährigen Bestehens der deutschen Gewerkvereine statt. An der sehr gut besuchten Tagung nahmen neben dem Reichsarbeitsminister Wissel! und dem Reichsjusttzminister Dr. Koch-Weser zahl­reiche andere Vertreter von Reichs-, Staats- und Kvmmunalbehörden, der Parlamente, des Inter­nationalen Arbeitsamtes, der Arbeitsgerichte und eine große Zahl von Delegierten aus allen Teilen Deutschlands und des Auslandes teil. In seiner Begrüßungsansprache wies der Vor­sitzende des Zentralrates der Deutschen Gewerk- tiereine, Szieslik, Mitglied des Reichswirt - schastsrates, auf die Bedeutung der Tagung und die Aufgaben und Ziele der deutschen Gewerk­vereine hin. Reichsarbeitsminister W i f f e 11 überbrachte die Grüße der Reichsrcgierung und wünichte der Tagung besten Erfolg. Der dies­jährige Verbandstag sei von besonderer Bedeu­tung, da mit ihm die Feier des 60jährigen Be­stehens der deutschen Gewerkvereine verbunden sei. Die Gewerkvereine seien der Kern einer kraftvollen Organisation weiter Arbeiterkreise ge­worden. Cs sei zu wünschen, daß die Hirsch» Dunckcrschen Gewerkoereine im friedlichen Wett­streit mit den Gewerkschaften anderer Richtung

am kommenden Dienstag beginnenden kurzen Herbsttagung des Preußischen Landtages wird zwischen den Parteien und dem preußischen Mi­nisterpräsidenten die Verhandlung wegen der Umbildung des preußischen Kabi­netts zu einer Regierung der großen Ko­alition eingeleitet werden. Die bestehenden Schwierigkeiten für die Umbildung des Kabinetts

Oie Ror-lan-fahri desGraf Zeppelin".

Verschlechterung der Wetterverhältnisse.

Friedrichshafen, 30. Sept. (Dom Sonder­berichterstatter des WTB.) Die nächste Fahrt des LuftschiffesGraf Zeppelin"wird voraussichtlich am Dienstag stattfinden- es kann allerdings auch Mittwoch werden, wenn das Wetter sich verschlech­tern sollte. Von leitender Seite der Luftschiffwerke wird darauf hingewiesen, daß das Schiff an sich durchaus in der Lage ist, planmäßige Fahrten aus­zuführen, daß aber bei b^n beschränkten Platzver­hältnissen auf die Aufstiegs- und Lan­dungsmöglichkeiten besonders Rücksicht ge­nommen werden muß. Die nächste Fahrt wird die größte werden, die das Luftschiff bisher gemacht hat. Der Kurs wird fein: Ulm, Hof, Sachsen, wobei alle größeren Städte Sachsens nach Möglich­keit berücksichtigt werden sollen, Schlesien, Ber- 1 i n. Dann wird das Schiff über die Ostsee nach Ostpreußen fahren, Königsberg besuchen und von dort aus wahrscheinlich nach Skandina­vien hinübergehen. Dabei ist besonders an den Besuch von Stockholm gedacht. Der Reichs­hauptstadt wird derGraf Zeppelin" bereits am ersten Tag seinen Besuch abstatten. Am liebsten möchte Dr. Eckener am Dienstag in aller Frühe aufsteigen, um Reichspräsident v. Hinden­burg zu seinem Geburtstage mit demGraf Zeppelin" eine besondere Huldigung dar­zubringen. Leider sehen die Wetteroerhciltnisse sehr schlecht aus. Heber dem Bodensee gingen heute starke Wetter nieder, die offenbar die Vor­läufer eines schweren Tiefs sind, das vom Kanal herniederkommt. Dazu kommt noch, baß bie Atmosphäre sich jetzt in einem Stadium horizontaler Stürme befindet, die sich im Herbst aus dem Kampf der warmen und der kalten Luftströmungen zu ent­wickeln pflegen unb so lange dauern, bis der Aus­gleich beider Kräfte vollzogen ist. Unter diesen Um- ständen ist es nicht ausgeschlossen, daß der nächste Aufstieg erst am nächsten Mittwoch erfolgen kann. Im Anschluß an diese Dauerfahrt ist noch eine be­sondere Werkstättenfahrt für besondere Messungen in Aussicht genommen, unb bann wirb berGraf Zeppelin" f ü r bie Amerikafahrt klar sein. Es werben alle Slnftrengungen gemacht, um bie Fahrt fobalb als möglich anzutreten, unb man rechne jetzt mit etwa bcm 7. Oktober als spätesten Termin, vorausgesetzt, baß nicht noch schwere Wetterhinbernisse auftreten.

und Reparationen.

ber Umstellung der Industrie ver­leihen.

Wenn man von neuem das R e p a r a t i o n s p r o° b l e m ins Auge fassen will, so sind wir gleicher- weise gezwungen, darauf zu verweisen, daß eine Regelung, wie sie auch sei, uns von feiten unserer Schuldner außer der ungeschmälerten Zahlung dessen, was wir unseren Gläubigern zah- l e n müssen, eine hinreichende Entschädigung für unsere Kriegsschäden garantieren muß. Welches aber auch bezüglich ber beiden Punkte, Sicherheit und Reparationen, die Vorsicht

lokal zwischen Mitgliedern des Reichsbanners und des Roten Fronttämpserbunbes eine schwere Schl ägere i, bei der Gummiknüppel, Hieb- und Stichwaffen gebraucht und zwei Per­sonen schwer unb etwa 20 Personen leicht ver­letzt wurden. Die Wahlhandlung mußte in die­sem Lokal auf Veranlassung des Wahlvorstandes auf kurze Zeit unterbrochen werden. Zwi­schen 15 und 16 Uhr ereignete sich ein wei terer ernster Zwischenfall vor einem anderen Wahl­lokal. Hier fielen auch auf feiten der Kämpfenden Schüsse. Ein Angehöriger des Roten Front- kämpferbundes erlitt tödliche Verletzun­gen. Durch Hieb- und Stichwunden wurden sechs Personen schwer und etwa 50 leicht verletzt. Der aus Hamburg verstärkten Polizei gelang es, die Ruhe wiederherzustellen. Die Wahlhand­lung mußte abgebrochen werden.Eine Unter­suchung über die Vorgänge ist eingeleitet.

brachte is berechtigte Genugtuung, bie wir

b e n d c eben.

Als meinem Kriege, der gegen seinen wil­len auvrochen war, ihm von allen das Recht zugespten worden war, seine Stimme gel­tend zemchen, hat es sich bescheiden darauf beschral die Wiedergabe dessen zu verlangen.

unb Reparationsfrage berührte.Als " so führte Poincars aus,für seine Un- abhäncht kämpfte, hatte es keinen Geban- Ehrgeizes, bes Hasses ober lerialistischen Herrschaft unb erhob E er Unterzeichnung bes Friebensvertrages nuch, ber bem Revanchegeist einen Vor­oder den Frieden der Zukunft gefährden inkreich verlangte und erhielt durch den VersaillVertrag in seinen europäischen Grenzen keine bere Aenderung als bie Wie- berheellung ber Grenzen, die es im Jahre 1 gegen den einstimmig unb feierlich be« funbeteriiUen der Bewohner verloren hatte. Aber selbst nc der Verstümmelung durch den Frank­furter 3pen ist Frankreich ftets friedlie-