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Ifr.206 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsenj Samstag, f. September 1928

Wirtschaft.

MchuMunü der SeMfimonü-aratet im Handwerk.

D« wirKchaftlich« Sag« des heutigen Handwerks in August ist aeccnüfrer bem 3u'- oli allgemein abaefchwacht. un ein# Minen j«dvch als unflLe zu 5< h ihnen.

Diejenigen Hondwerkskre die dos »um Leben Rottvend-ge eneunen, bleiben von den Schwa n- tungen mehr verschont oli die onbeeen. beten neuflir.fk »um Leben nicht unbedingt edoebet- Kch such Während boi Baugewerbe un Mruen bet Erledigung la ulender Aufträge befnebioenb beschäftigt war. in einzelnen ©&ten loflQt noch m r neuen Aufträgen bet cHenLutcn Hand rechnst. trat m anberen Gegenden. unb »war besonders in Grobstädten, bereits ein spür- batei Mangel an Beschäftigung ein. Auch bre Baunebenaeverde. d e meistens mit 2hif» trägen von kürzerer 3eilbauet au rechnen ha­ben. zeigen lern einheitliches Bild. 3n der Lanbw.rtfchaft hat bet Beginn bet Grnte- neil m ben ländlichen De werden den Geschäfts­gang belebt, allerdings nicht in dem erwarteten Maye Unter ben allgemeinen Schwierigkeiten tritt bte wachfenbe Berfchulbung bes Handwerk- besonders hervor, vornehml'.ch im Zu'ammcnhang m.t ber Borgwirtschaft groben Umtanges Hiergegen Unb virkunasvoll« Mast- nahmen erforber»ich. zumal bte Kaufkraft bet Reichsmark langsam, aber doch fühlbar absintt. Der Arber tsmarkt desHandwerks war entsprechenb der Wirtschaftsla^ ungleich- mähig. stellenweise lehr schlecht, sogar in den Aubonaeb.etcn. bie sonst um hiess Jahreszeit reichlich Beschäftigung zu bieten pflegen.

Gochenbencht vom $ranffurter probuftemnarft.

Zu Beginn der neuen Woche war bie Haltung mn Frankfurter ^DcobuftenmatfL angeregt durch feste 2lu#lanbimi.erunqen unb günstig lautendc Ultfbunflcn, freundlich. Das Geschäft tonnte iedvch kein gröberes Ausmab annehmen, da bte Händler weiter sehr zurückhaltend sind. Sine Beteiligung am Produl,engeschäft von selten der Mühlen unb des Grports. aber nur in geringem Mähe, machte sich zeitweise gellend, was sich aber nur auf einzelne Vetreidesorlen günstig aus- totrfen konnte. Ginen günstigen Gindruck machte die Tatsache bah In dieser Woche nur Verhältnis- mäßig wenig Ware an den Markt kam, was wohl mit dein andauernd schlechten Wetter und Hoffnungen einzelner Ätedc. die ihre Waren an Glauben auf neuere Preissteigerungen zurück­halten, in Einklang zu bringen ist. 3m Verlaufe jebrxb machte sich aus erneut schwächer lautende Auslanbnolierungen wieder eine größere Lust- losigleit bomertdar Die Umsätze wurden sehr klein, die Händler zeigten sehr wenig Untemcb- mungsluft unb nahmen nur Abschlüsse in den notwendigsten Fällen vor. Die daraus hin wieder etwas stabilen Überseer scheu Dotierungen blieben dagegen ganz ohne Einfluß auf die Stimmung, rebod) ist tie Al.gen»cinienb^nz als ziemlich wider­standsfähig unb die Grundstünmung als freunb» luh zu bezeichnen. Die Preisgestaltung wurde im allgemeinen von den Auslands Notierung en wenig berührt, da die knappe Beschickung eine gewiss« Stühe bot Zeitweise machte sich für Weizen lebhaftere Aachfrage bemerkbar. Die Forderungen ber Provinz lauteten im allgemeinen ziemlich un­verändert und wurden auch glatt bewilligt, da das Material vorübergehend den Ansprüchen nicht (xnügte. Auch Roggen war gut gehalten Für Sommergerste machte sich t>onteiten der Brauereien für allerbeste Ware einige Aach- frage bei steigendem Preis geltend, doch war auch hier das Geschäft begrenzt. Hafer war stark vernachlässigt unb hat.e stärket unter Prers- druck zu leiden. Am Futtermittelmarkt waren Mai» für Futlerzwecke unb Roggen- kleie stark vernachlässigt. Das Angebot war sehr groß unb Abschlüsse kamen kaum zustande. Der M e h l m a r k t war ebenfalls sehr still. Wei­zenmehl war gut behauptet, während Rog- genmebl angeboten und schwächer lag. Zum Wochen!chlust wurde die Haltung wieder lehr flau, ba das allgemein schwache Ausland eine größere Verstimmung hervor rief und somit die Händler erneut aut gröberen Zurückhaltung mahnte. Das Geschält beschränkte sich auf ein Minimum Die Ware konnte nut mit Verlust untergebracht werden. 3m Gegensatz hierzu machte sich erneut von fetten ber Landwirtschaft einiges

m. Roggen, Weizen- Mk. fchwächer. Hafer

ganaenen Woche lag -cx mehl und Weizeicktete teO.

neuer Ernte rurlor 0.Z5 Dark. Mais für Fitt'.er-

hterfüt nicht ausreichen, und Mais muhte aus Metern Grunde erhöht werben. Auch DZzen und Roggen war Härter vemachlällvgt unb fchwächer

3m Vergleich zu den Rotterungen der Ber-

zwecke 1 Mark S og ae n m e b i 0.50 Mark unb Roggenkleie 1 Mark. S ommergerste konnte dagegen OHO Mark anziehen. Die Dochc tchloh au solgenden Votierungen. Weizen 24. Roggen 22.75 bis 22,85. Sommergerste 22.50 bis 20. Haier, neuer Ernte. 21,50 bis 22. Mars für Futter zwecke 20.75. WeizenmeU 3350 dis 33.75. Roggenrnchl 31,75 bis 32L5. Deizenkleie 13,60, Roggentleie 1450 Mart.

Wochenbericht

vom $ranffurfer Effektenmarkt.

Zunächft wat bas Geschäft an ben Effektenmärk­ten auch In ber neuen Woche äußerst still. ö» herrschte weiter Lustlosigkeit und Zurück- Haltung, do von ouhenhet säst keine Anregun­gen Vorlagen. Don einer Beteiligung de» privaten Rubllhime mar wieder kaum etwa» zu bemerken. Viur selten» de» Ausland. 5 bestand für verschiedene Papiere Nachfrage. Allmählich verstärkte sich das Interesie für diese Spezialwerte, unb. davon angeregt, wurde die Tendenz allgemein merklich festet. Da» Geschäft nahm auf verschiedenen Märk­ten nicht unwesentlich an Umfang au, unb bie Börse bot, wenn auch nur vorübergehend, ein schon län­gere Zeit nicht mehr beobachtetes Bild ber Lebhaf­tigkeit. Die Entscheidung des Reichsbahngerichtes, bah eine Tariferhöhung berRelchsbahn berechtigt fei, bemirfte zuerst eine gewisse Verstim­mung. Später jeboch würbe ausgefühtt, bah bte durch eine Tariferhöhung bewirkten Mehreinnah­men der Reichsbahn der Industrie durch neue Auf­träge wieder zugute kämen. Dor allem jedoch wirk­ten die g u n ft i g « n Ernteaussichten an- legend Dabei verwies man auf ben letzten Wirt- fdjafteberitbt ber Deutschen Bank, ber bie burch einen günstigen OErnteauefaU ber Landwirt- schalt zusNehenden Beträge um 400 bie 500 Mill. Mk. Eer als im Vorjahr einfchätzt. Diese Summen würben ter aneber jum Gelbmarkt zurückflieben unb n geeignet, eine Borjenbea>eaung herbelziisühten. Tine Stutze fanb ber Markt ferner wiebcr in ber festen Haltung ber Auslandbörsen. Namentlich die andauernd sehr seste Tendenz ber Neuyatket Börse regte an. Dabei wat man besondere befriedigt ber­uhet, bah bie Zukunstsausstchten bee amerikanischen Geldmarktes von Dleuiyirfer Finanzkreisen opti­mistischer beurteill mürben. Der Ultimo verlies glatt unb ohne Schwierigkeiten, unb bae zur Prä mlenertlärung in geringem Umfange noch heraus- kommende Material wurde leicht aufgenommen. Der Geldmarkt blieb relativ flüssig. lageegelb stand stet» m ausreichender Menge zur Verfügung. Später machte sich von kommunaler Seste etwa» größerer Bedarf bemerkbar. Monatsgelb blieb un­verändert stark gesucht und knapp. Die auhenpoll- tische Lage wurde allgemein etwas günstiger beur­teilt, und die Verstimmung darüber, bah Reich»- auhenmlnister Dr. Sttesemann Infolge seine» Gesunbhettszustonbes nicht an ber Genfer Ratstagung teilnehmen wirb, verschwanb ball». Lebhafte» Interesse machte sich für E h e m le­rn e r t e geltenb. 3. (9. 0 a r b e n waren oon der Spekulation unb angeblich auch vom fluelanbe ge­sucht und fester. Man wollte von Verhandlungen der verwalUiug derI.-G. mit Th. G o l d s ch m i d t misten, die gemeinsame Arbeitsgebiete betreffen sollen. Daraufhin morcn auch Goldschmidt gefragt unb höher. In Scheideanstalt setzten sich die schon einige Zeit beobachteten Sericnkäufe fort Auw für Holzverkohlung bestand Interests. Lebhaftere» Geschäft verzeichneten wieder bie Llekkrowette. für bie namentlich aus ber Schweiz Kaufaufträge vorgelegen haben sollen. Felten Lt Guillaume waren stark gesucht auf Versionen liner Fusion tnll N; In-

teresse bestand ferner für A.E.G-. Geffürel, Licht L Kraft. Cchuckett unb Siemen». Zeitweise recht ledhast gefragt waten wleber ein­mal bie Montanaktien, für die hohe Welt­markt- unb Eisenexporipreise anregten. 3m vorder- grunb stanben hier Gelfenkirchen. Harpe- ntr, Phönix unb Rhein stahl. Mannes­mann waten verlangt im Zusammenhang mit der beoorstehenben Lufslchtsratssiyung unb. auf Kapital- ethöhungshofsnungen. Auf günstige Absaftzissern I waten auherdcm Kali wer le verlangt unb wesentlich höher, ferner Mansfelber Verg­ib a u unb Otaoi-Minen. da man mit einer

Kupferpreise rtzöhuna rechnen zu könne« glaubte, von ben H u toortUn lagen R S U. im Ange- bot unb niedriger. Luch bie Börse tft een der Rot- wenbigkrit einer Sanierung diese. Unternehmen» überzeugt. Auch am Rentenmarkt war ba» Geschiif, zeitweise reibt lebhaft. Anatolier waren in gröberen Po!«en gejucht und wesentlich höher, obwohl nicht» Genaue» über ben augenblick­lichen Stand der Drienlbabnanattege nfreü wt- lautete. Fest logen ferner Türken ebenso Deutsch» Anleihen.

'LeichtesAnziehen derKeicheindex- sisfet. Die Reichsindexziffer für-Cebcntballungt kosten ((Emabrung, Heizung. Beleuchtung. Betin düng und sonstigen Vedats» belauf! sich nach den Feststellungen de» Statistüch<n '.Tid):aml# für den Durchschnitt de» Monat» August auf 153,5 gegen­über 152,6 Im Vormonat Sie tft sonach um 0,6 v. H gestiegen Diese Steigerung Ist in ber Hauptsache i auf eine Erhöhung ber Crnahrung»au»gaben zurück- 1 $u führen. Die Indexziffern für die einzelnen Grup­pen betragen. 1913,14 gleich 100), für Beleuchtung und Heizung 144,9, für Ernährung 155,6, für Woh­nung 125,9, für Bekleidung 170,5 unb für ben son­stigen Bedarf einschiiebllch Derkehr-187,9.

Prei»ethohung»plane b e rbei- Nischen Braunkohlenbergbaues. Insolge ber Derbindlichkeitserklärung der deibea Schieb»- 'vrüch? im rheinischen Braunkohlenbergbau trägt sich bie rheinische Lraunkohleiiinbustrie mit dem Ge- banken, einen Antrag auf Preiserhöhung zu stellen, unb zwar, wie bte ^.Kölnische Zeitung" erfährt, im Ausmah oon ungefähr 1 Mark für bie Tonne Bri­kett».

Dl« Kapitalverteiluna In ber neuen Tonbildfilm-Gefellfchaft. Zu der kürzlich erfolgten Gründung ber neuen Ton­film- unb Tonbildfilmgetellfchaft, bereu Stamm- firmen die AGG. unb die Siemens & Halske A--G. find unter Betelligung der Polyphonwerte A.-G., erfährt man von diesen Firmen, dost das Grundkapital von 3 Mill. Mark zu gleichen Teilen von den genannten Glektrvsirmen mit einem Anteil seitens der Pvlyphonwerke über­nommen wird. Der Zweck der Gesellschaft ist Me Ausnahme von Tonfilmen, Bllbfilmen, Ton- bilbfllmen und ber Verkauf der erforderlichen Apparate sowie die geschäftliche Verwertung der Bild- und Schallträger. Die AGG. und Siemens & Halske stellen der neuen Gesellschaft kostenlos die von ihnen entwickelten eigenen Verfahren, zahlreiche in- und ausländische Patente sowie die Untetftübung ihrer Forf chungslaboratorien «ur Verfügung. Die Polvvhonwerke stellen Der neuen Delclllchall ihre längsShrlgen Grfah- runflen au! dem Gebiete der IRulifaufnabmc sowie weitgehende Verbindungen zu Künstlern zur Verfügung.

Verlustabfchlust ber Zigaretten­fabrik G. Zuban A-G. München. Die Zigarettenfabrik D. Zuban A-G. schließt das erste Geschäftsjahr nach ihrer älmwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem nicht unbedeutenden Verlust ab. Dabet tft noch zu berücksichtigen, hast diese» Deschäst»jahr xur neun Monate umsaht, vom 1. April bis 8um 31. Dezember 1927. Heber die Höhe des Verlustes Regen offizielle Angaben noch nicht vor.

Gifenwerke Weserhü tte A.-G Die WTB.-Handel»dienst erfährt, hat die Gifenwerte Weserhütte A.-G. einen französischen Repara­tionsauftrag auf eine grobe Anzahl von Wagen und fahrbaren Stetndvechern erhalten. Die Ge­samtsumme des Austrages soll sich auf über 6 Mill. Franks belaufen. Auch sonst ist das Werk in allen Abteilungen gut bdcbäftigt.

* Der Sesamtverbrauch an künst­lichen Stickstoffdüngemltteln In Deuttchland im Düngejaht 1927 28 kl. 3uli 192? bis 30. 3uni 1928) belief sich auf etwa 390 000 Tonnen Reinstickstoff gegen 400 030 Tonnen Reinstickstoff im Düngejahr 1926 27. unb es wer­den, nach Mitteilung des Svndikates. ber beut- schon Landrvirtsthaft ausreichende Wengen von Ammoniak unb Saipeter-Stickstofs einheimischer Erzeugung zur Verfügung stehen. 3m 3nietcffe einer sristgemähen Belieferung ber lanbtotrt- schasll'chen Verbraucher ist indes nicht nur recht­zeitige Bestellung, sondern auch srühzelttyer De- Aitg bringend zu emvfehlen. Bislang hielt sich die inländische Vachsrage im Rahmen der vor­jähr gen. Die Erzeugung verlief plamnäbig: der Versand erfolgte ohne Störung.

Hausbrandbrikettprelse fürSep- ternber. Der Reichskohienverband veröfientlichl lneben die für den Tiana t September gellenden Brennstoffverlauispre fe je Tonne in Reichs­mark, bie, soweit bie Lynbikave ocgionai Preis-

bfiufungen vomchmex, te keinem Gebiete über- 'chr:ien werden Dürfen 3m Gebiet des «littei- deuSck>en Braunkoh.ensynd.kats sind bie Preise unverändert geb. eben Für Br^etts im Haus­brand und gröberen 3nbuftT.efonnflt müllen 14 Mk.. sür Rubl-riteirs 14 W Mk , für Rühchen- Bntetts 14A2 All und für Vahprehsteine 14 Mk. K Tonne gezahlt werden.

jfraiiffurter Börse.

Frankfurt a. M^ 1. Sept Tendenzi fester. Die tritmal» nach der zweimonattgev Uiücrtredjuefl stanfindende Sumstagsöörie hatte eine f est eT e n- d e n z . und oerichiedene beroriugte Papiere konn­ten lebhaftere» Geschäsi verzeichnen. An- re,r«nd wirkten die festen Internationalen Börsen, vor allem die gestrige Hau siebe megu na In Neuvork. Ferner n>urbfn die Monatsberichte der Dreeontr unb Kommerz Bank ubermitgenb fveiinbllch eufge- nommen. von Publlkum»jeiir bürst» der Orbcr»« anqang kaum größer g,worben sein. Die ®e- uha't»tatigtell war Im wesentlichen aus bte Kulisse belchränkt. Rege Umsätze entwickelten sich am Elek­tro markt. an dem Gesfürel mtt plu» 3.75 v H be­vorzugt waren. Siemeo« lagen 3. SAurfert Licht 8- «rast 1,75 unb ATG 2^ v H. Haber Ge- fragt waren semer wleber bie «aliahlen. Ascher»- leben zogen 6 unb Westeregeln 25 v. H an. Am Markte ber auloaflwn trat nach «leger plötzlich lebhafte Nachfrage auf mit plu» 5 o f). Daimler nur leicht gefragt. NSU. etwa» gebrückt. Der Ehemj,markt war eher etiva» vernachlässigt und wenig verönbert. Ebenso lagen Monianwerte ziem- sich nlll. Etwa» regere» Interesie bestand nur für Rheinstahl mit plu» 2 o. H unb Manne»mann au{ die heutig« «ullid)toral»fl(iung. von den Kupfer- werten waren Mansfelber mit plu» 1,25 o. H. rlroa» gesucht. Für Banken erhielt lich ba» Interesse, hoch gingen bie flurebfflerunaen kaum über 1 v H hinau». von ben ZeUstosfwerten gewannen Afchas- fmburger 3 und Walbhos 1,85 o. H. Deutsch« An­leihen blieben behauptet, von Auslanbrenten Ana- toller behauptet, ebenso Goldrumänen. Im verlaufe würbe ba» Geschäft allgemein still, nur Ole kiro- werte blieben lebhaft gefragt. AEG.. Siemen» zogen erneut bl» 1J5 o. J). an. I.-G -Farben waren knapp behauptet. Die Stimmung blieb fest. Der Geldmarkt war angespannt. Namentlich nach Ter­mingeld war die Nachfrage weiter grob. Am De- oileninarft nannte man: London gegen «adel 4,8530, Pari» 12428, Madrid 29,23, Mailand 92,60, Holland 12,1040.

Berliner Börse.

Berlin, l.Sepl. Die heutige erste Samstag»- börfe nach ber zweimonatigen Unterbrechung zeigte ein freunbliche» Au »sehen. Schon an ber reftriflen Frankfurter flbenbborfe mar bie Haltung bei kbhaftfrein Geschäft fest, unb auch heute Vor­mittag blieb bie Tenbenz bei aröbcrtm Interesie für Farben und Elektrowerte recht freundlich. Da» Ge- schäft war zwar nicht so lebhaft, wie man vormittag» angenommen halte, ba durch den früheren Beginn Order» au» der Provinz noch nicht Vorlagen. Im­merhin zeigte sich mehr al» an den Vortagen 3 n - lerefse für oerfd)iebene Märkte. Dl« Haussebewegung an den internationalen Börsen blieb auch hier nicht ohne Eindruck Di - Monat »be­richte ber Tommerz- und der Dresdner Bank wur­den gut aufgenommen. E» befriedigte auch bte amt- liche Ernteoorausschätzung, bte recht günstige Au»- sichten erwarten lötet. Sehr lebhaft ging r» am gar- benmarft xu. Die Börse, die den Verhandlungen de» Standard öll-Präsidenten X e a ge l mit der 3 -G.« Farbenlnduftrie gestern kaum Beachtung schentt«, nahm die Tatsache, daß bie Verhanblunaen heute zu Cnbe geführt werden, zum Anlab zu «äufen. Ein« kleine Zurückhaltung wurde heroorgerusen. ba heute in einer Woche bereits wieder erster Schiebung»- tag ift Der Gcldmarkt zeigte heute ein noch unper- änderies Aussehen. Tagesgeld 8 bi» 9/> o H. gesucht, Monatsgeld 8 bi» 9 v H, Warenwechsel etwa 7 o. H Die ersten Kurse lagen im Durchschnitt 1 bte 2 o H gestern über Schkuh. Elektrowerte wurden lebhafter gefragt. Siemena zogen um 4 o. H. an. Auch für Spritwerte erhielt |id> ba» Interesie bei Kursgewinnen bte 4L o. H Polyphon waren bei einem Gewinn bis 5 o. H. stärker beachtet Schubert unb Salzer unb Metallbank konnten ebenfalls etwa 4 v-H. anziehen, währenb Klanzstvff sogar R o. H hoher lagen In Banken entwickelte sich wleber gro- ßere» Geschäft, auch Kaliaktlcn konnten erneut an- Ziehen Dcsteregeln 4,5 o. H. hoher Deutsche An- leihen waren leicht befrftigt Ausländer Überwiegend feft Der Pfandbriefmarkt lag oollkommen gefchaft». los. Im verlaufe war die Tendenz nicht ganz ein- hellllch, doch konnten sich zumeift einige Kursge- roinne durchsetzen Banken und Schisse 0,5 bi» 1 p H über Anfang. Polyphon 4 v H. höher. Glanz- stoss minus 3 o. H. Llektrowerte wieder lebhaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

®u hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdislont 7 Prozent, Lombarden»fttß 8 Prozent.

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