Ausgabe 
31.12.1927
 
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Ur. 506 Sechste; Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhesten) Samstag, 5l. vezember 1927

Die hessische Politik im Lahre 1927.

(Bon unserer Darmstädter Kebathon.)

Für do» polittfdx Vrbtn Hessen» bedeut#! die 3#ttiponr^ eine» M):e* im allgemeinen mchr Niel, nur die Wahsiahr, pflegen sich härter oon ten übrigen abt.; beben Do» yep! abartaufene 3d)r »vor aber c*rbj in-.mabifl ruhiger al» viele seiner vor- täuser San nxrb sich wohl noch der starken polt- tischen Erregungen von 1V26 erinnern, öw mit der 8e(,»abftimmur.g endeten. Der Beginn de» Jahre» l(r?7 stand noch unter dem Eindruck dieser Hut- etnanbeHeiur.grn, die monatelang t*e Drlenthd>- feit de'chä'i u harten doch st Die flampfesstrn- munfl Damit bolb lvieder peri logen.

Die hessische Politik ist 1977 im grossen und ganz.n in einem ziemlich plr-ch n^i, <? Strom te hm gestoßen: ein leichter Wind oerur* sachte rooh- hm und wieder einmal einen Wellen- schlag, aber hochgehende Dogen fehlten D»e Land« iogaoerhandlungen vertiefen erheblich ruhiger früher, die Partelleidenschrsi trat gegenüber den sachlichen tltu'fin<mber|e(iungen stark zurück Diese Stimmung ging auch in den Dahlkamps über, der kaum je fo erfreulich wenig schroffe Formen auf- wir» wie die »mal und obendrein non lehr kurzer Dauer war dafür auch eine politische yr.tereflt» losigkeit weiter »reise, namentlich de» Bürgertum», offenbarte, rwe bei feiner anderen Gelegenheit.

baue so die eigentliche Landespolitik alle flenn- »eichen einer ruhigen Cnhritfrtung. so waren die Beziehungei. zur Reichspolitik nicht so klar. )a. sie h iben zum Teil erheblich, Be m- ruh,gangen in» Land getragen. Die Tatsache der Besetzung eine» groben Teile» u n sere » Lande» ist immer noch die größte Sorge und die QueUe vieler Note, bei aller tinerfennung der Reich»regieruns diesen Zustand ZU andern, insbesondere einen spürbaren Abbau der 3hl der Besatzung »truppe ii herbei zusühren. mutt immer daraus frimi<-u>ie<n werten, daß diesen Bemühun- Cn der Esolg versagt war. Seine wesentliche 6r-

chterang der »obnungonot ist eingelreten. Be- tannllich hatte die Besetzung der Provinz Rhe.n- hessen und eine» Teile» der Provinz Starkenburg höchst ungünltige Rückwirkungen aus die hessischen Finanzen die Reichsregieruna Hal die» aner tonnt und e» liegt schon seit Kchren ein Beschluß de, Re,ch»rat» vor. worin eine Finanzhilfe tu r Hessen zugesagt wird. 9m Berliufe de» bohrt \921 sind nun Schritte geschehen, um do» Tfersprechen einzulösen. denn e» verweilte eine flommiffion längere Zeit in Hessen, um do» Finanz­wesen unsere» Lande» .zu untersuchen und um Fest- ftellungen zu tressen. bi» Zu welchem Umfang die finanzielle hilf# verwirklicht werden soll. Der Be­richt dieser stommifsion liegt noch nicht vor. iber et Iche.nt das, do Problem brr Reichshilfe, do» in der veilentlichkeit vielfach erörtert und selbst In den Parte,streit hinelngezogen worden ist einer bei riebtgenben Lösung entgegengeführt wird

Besuche von Vertretern der Reich»- regierung in Hessen waren m diesem Sabre häutiger al» früher; sie standen im Zusammenhang mit Beietzungsfragen und mögen <rt» ein Zeichen brr Iflnteilnahmr der Reich» regierung an den Schick'alen Hessens hier vermerkt werden. Dagegen ftoht bte Politik der Reich»regierung mit ihren Planen über do» Reich »schul Gesetz hi fxfltji auf Widerstond bei allen Beoölkerungrkreisen. mit alleiniger Ausnahme der Zentrum»anhcmger. Die Lage tft so. daß man mit der gegenwärtigen Schul- form der Simultanschule. In Hesien durch- au» zufrieden ist bat jedoch von außen her. durch b-e Reichspolitik. d-e Beunruhi­gung in» Lund getragen w.rd. Seit meh­reren Monaten schon kommt in Berlammlungeit und Entschließungen die Sorge der Bevölkerung yim Ausdruck daß in Hessen Da» seit Sihrzehiten bewahrte Simultanschulwefen ab,,eschafft werden soll, mich hier stehen wichtige (Entlcbeibimgcn be­vor. die aNerding-e nicht in Hessen, sondern Im

Reich»tag gelallt werden.

Don außen her stammt auch bie politische Strö­mung, die man kurz al» Einheit» st oatBe- oegung bezeichnen kann Soweit sie aus do» Aus- geben der Cigcnstaatlichkeit »xfient bimvuslajjt.

begegne: sie im 3anbe Harken Widerspruch: sie de- «ct »edoch Die Gergüter nicht so sehr wte m ande­ren deutschen L'änMrr Vie Strm nung m ftcfl.n jeht wohl vorwiegend dahin, daß andereLän» »er. nomerd-.d) Die größeren mit her» ung Dieter Frage oora ngehen sollen. Such die ver.waltung»r»forn- worauf die Smheit»- ftoolbewegung vielleicht 'chltrßl ch hinauoläusi. «rd in Hesien zunckchft vom Gesichtspunkt der San­de, Politik beurteil: werden müssen ÜÄan wartete auch nn Jahre 1977 wieder vergeben» auf die Verarmen, die von der hefföchen Regierung au» vorgeichlagen würden

Do» Haupterergni» de» Fohre» 1927 waren tee Landtagswahlen; sie hoben es leider nicht vermocht tue politilche Teilnahme breiter Bevötks- rung-fch.chten zu erwecken aber bie Entwickelung, die sich seitdem eingestellt bot. dürfte doch manchem Richtwähler bw Lugen geöffnet haben. Diese Ent- Wickelung hat nämlich ganz andere Bahnen etnae- schlagen, al» man noch dem Hu»foD der Dahlen rrrmulen konnte Do» Zentrum der eigentliche Sieget im Wahlkampfe, ist durch die Taktik der für bat bie Deutsche Volk»partei Lu»sich»en. in die Regierung zu kommen Der Schwerpunkt der gegenwärtigen politischen Lage in Hellen liegt aber in der M'chkst^llung Der Sozialdemokratie, bie sie letzt erl.m : hat, und dir e» ihr bei der Regle- rungtbilbung ermöglicht, von sich au», ge­radezu allein, bie rünincc Reg-erung unsere» Lun- bet, zu bestimmen. Seit etwa vier Wochen wird nun schon über diese zur 3eit wichtigste politische Angelegenheit verhandelt bari-n ist 5U hoffen ind ,u wünschen daß da» Fohr 1928 un» bald von dieser Rnfi» befreit

Vermischtes.

Der sparsamste Mann.

Al» .Englands spart amst.r Mann" gatt her soeben im Qfi cr non 80 Iahr n verstorbene Henrv Hv)le aus Withnell. ein Angestellter Ki einer Baumwolls rbrik. der durch die folg/nte Geschichte non sich reden machte Gr ging non feinem Dort inhncr zw-i Bahnstationen wo.ter. um in einem be'onters billig *n Geschäft Röfe zu kaufen Sines Tages kaufte er zw.-i linken Rase, also im gingen 59 Gramm Die eine Unze verzehrte er sogleich, die andere hackte er sorg­fältig ein unb fuhr temt! in der Dahn zurück. Iliiglücklicherwci!.' aber fiel ihm d r Ääfe. gerade als sich der Zug in Bergung setzte, heraus. Roum war er auf seiner O.atioa angekommen so Drängte er den Beamt n. nach d r andern 6ta- :ion nach feinem Rase zu telephonieren. Man halte ibn auch glücklich gerettet, steck» ihn in einen Umschlag versiegelte diesen und gab ihn mit dem nächsten Zuge mit Der sparsam' Mann wartete auf lein: Ankunft und erhielt seine 28 Gramm Rüfe, die er im Triumph nach Hauke brachte (3r ging stets in Holzpantoffeln und trug die Schuhe unter dem Arm. um sie nicht abzu- nutzen, erst in der Fabrik zog er die Schuhe an.

Da» Recht auf bie flottste

Seit langer Zeit hoben die Abonnendn'. der Großen Oper au Paris das Recht, hinter die Äuhtlen zu gehen und sich dort umzutun 2Iu# dieser geheiligten Tradition ist ein ganze« Äa- pltelchen französischer Kulturgeschichte entstanden, man kennt die zahlreichen Gvsioten der Aomane, welche in dem "Reich von Puder und Schminke spielen, man erinnert sich an die vielen Skizzen und Gemälde Toulouse-Lautrecs. Degas und der anderen französischen Impressionisten, die in dem Raum hinter t-en Äulilfen er.tfia den

Direktor der

Großen Oper diese Erlaubnis auf gehoben und die Abonnenten rollen sich in Aufruhr gegen das neue Verbot zusammen. Der deutsche Th-a- terbefudber wird dem neuen Direktor recht geben und finden daß Unbeteiligte aut der Bühne wenig zu tuchen Haber. Aber die Zranzolen, die dem Theater viel leidenschaftlicher und per­sönlicher verbunden sind, haben sogar Minister und Diplomaten in Bewegung gesetzt, um wie­der hinter die Kulissen zu gelangen, und wollen es sogar auf einen Prozeß anfommen lallen.

Rätselecke.

Naqischr Gleich««-

(-b) + (cd) + (e-f) + (£h) + (i k) + 0-m) 4- (b -oF x-

il» bedeut.n: männlicher Persooenna«. b: schart" Binb. C Stabt im Rheinland, d: ttlnyl- geholt e Prophet I homerischer Held: t «un Dungsarm de» Rhein», b: Taselsilch. >: Fessichmuck: k Monatsname. I: Weichtier. m gesicckte» Iier. n Menschenhous, o ungarischer Würdenträger i bestimmter Zeitpunkt

«renzworträksel.

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von link» nach recht»

5. Türkischer Titel: 8 Stadt in Südtirol: 10 Sie ment. 11 Teil de» Baume«: 13. Schissrteil: 14 kirchlicher Kurbenträger; 15. biblische Person. 16 'Jlebrnfluh Der Donau. 17. europäischer Staat. 20 germanischer (Bott. 23 russische Halbinsel am Weißen Meer. 27 sibirischer Strom: 28. Neben­fluß her Hulda. 29 Sprenggeschoß: SU Sleichklang zweier Wörter

von oben nach unten

1 Biblische Person, 2. geographische» Hilfsmittel: 3. seidenartige» Gewebe: 4 ylaumscder: 6 Wüste in der chmcsi'chen Mongolii. 7. franzosilcher ^luß. 9 geographischer Begriff. 11. alkoholische» Getränk: 12 Bodensenkung: 18 Rame au» der griechischen Mythologie 19 Schisioaerät. 20 Amphibie.

21 orientalischer Titel 22. wie 1A, waaerecht. 24 schwungvolle» Gedicht: 25. rumänische Münze: 26 Körperteil.

Rätsel

L«e» mich von der Rechten ober von der Linken, Springe ich in» Wasser, wirst du nicht ertrinken.

Verbindungtz-Alälsel.

ail her har ild ier neu pun sch »il Ier tie tri für ves zit.

Man bilde durch Zusammenstellen Donje drei der vorstkhenden Dreibuchstabenbruchstücke (Silben) fünf Hauptwörter. Die mittelsten drei Buchstaben dieser fünf Hauptwörter müssen dann, zu einem Dort oer- einigt, einen Fesitrank ergeben.

zMl-Rätsel

m

u

I u

I d

Die freien gelber sind durch nachstehende Buch

staben zu ergänzen:

' Li k 1g 11 G 1« lp lr 3$ 2t 1z.

Die senkrechten Reihen ergeben abbann Wörter mit folgender Bedeutung: 1. Rus zu den Waffen: 2 Stadt in Schlesien, 3 weiblicher Personenname: 4 Zeitvertreib: 5. Äartenroerf; 6. Farbe: 7. Zapfen loch am Fatz: 8 Diehgebäude. 9 mannlüher Per­sonenname. Sind die zu suchenden Wörter ge­funden, nennen un» die Felder 1 der ersten, 2 der zweiten bi» 5 der fünften Reihe, und so wieder zurück nach oben einen Wunsch der Schriftleizung zum Jahreswechsel.

AuflSsunqen

JomlUenfrfl

Augsburg Marburg Chemnitz Hamburg Recklinahausen Itzehoe Slcnbal Tust! Trier Aachen Gießen Erfurt flm (Tbnftloge

Äreiirtrträllel

naooi

unuu

WdhnadMs- Silben rälfd-

! Gehost 1 »ule. 3. Selter» 4 (Tbersborf;

5. Garbe 6 Remest». 7 Eremit Gesegnete» Fest

niagl|d)ra Dreieck

Scharade

m m

Morgengabe Kätfel.

Der Mensch Ausammenseßaufgabe Bei Fall veisall: Rar Co» Äarlo». Sold Hu Solbau. Marsch All Marsihall. Wald Cck - Waldeck: Po Stille Postille. Weihnacht» Anagramm

Chinese Horst Regie Insel Sparta Tapir Rische Ahne Chlor HobelTokio. Christnacht.

Die Rarrenkappe.

Splitter unb Sparren vom Aedakllvn.'lisch Opfer der Korpulenz.

..Darum weinen Sie denn loT* frage ich eine überaus dicke Dame in der Eisenbahn.

Ach ich hätte schon längst audÜergcn müssen, aber jedesmal wenn ich au< einer Stat vn glück­lich halb brausten bin ruft her Schaffner .'XL- fahrt und schiebt mich wieder hinekst

Vater unb Sohn.

.George Washington, lieber Sohn, txx U deinem AVer Erster m der Älafle. -Und fh deinem Präsident von Amertda '

Oper

.Gntschuldiaen Sie. können Sie mir wohl lagen, wer da Den Holländer flngtT*

Hein, wir hören nämlich den Areischütz'sE .Sv. le; da härte ich allerdings lange a* den Schwan warten können!"

Lügen hast zu erzählen.

»TDozu brauchst du neue Schuhe, die allen sind doch noch ganz gut?**

..Das. gut? Meine Loh'.en sind so dünn, daß ich spüren kann, wenn Ich auf eine QU art trete, ob eS Schrift oder Adler ist."

Unterschied.

Das ist der Unterschieb zwischen einer Schlachtbank und einem Tanzboden?

Auf der Schlachtbank beben die Schweine auf dem Tanzboden schweben Vic Beine

Erklärung.

Gmil. weetzte. wat der Unterschied il zwi­schen 'n Larophon und 'n Sack 3emeniT*

.Deetz lck nid)!

.Denn mutzte mal In beebe rinnpustenk**

Sie Stadt, die beinahe Reichshauptstadt geworden wäre

Bon 3. Silling-Diesner.

Gs heb. an wie ein lustig.s Sch l..un.: t» und ende: im dunklen BaUrdciuon, wmn man nach Tangermünde fährt. T^ngermündc im uralten Ballamgnu der JlLirf. Denn bi Ze aus mancherlei Gründen gek>eihltche Gegend darf fich rtlhmen, datz in ihr zwar nicht 7?t.lch und Aon g. aber immerhin .Speck und .Btllam" fl.rti.~r'. zwei friedfame Dallerläufe. d ren bedeu'.endster. der Balsam, ldwn in früher Zeit di-fern märki­schen Gau den Aamen gab. Und heute trifft der nette Lvkallcher» sogar ins Schwarze, seitdem sich Tangermunde, in Mittelalter Norddeutsch- lanN herühmest.' Bi:rstabt - Tangermünder Bitterbier .Ruhschwan.z" galt bis ins 18. Jahr­hundert bdonN- für bi. Hansestädte als hoch- zufchänender S o«f . seitdem sich also dies mit industriellem Geist begabte S ädtle nicht allem bedeutende Schokolade- und Fruchtlonserven- fahrtken. ।entert auch Zuckerrasfin Trten zug.legt hat Und zwar g'eich die grämten Anlagen dieser Art in ganz Europa. S.ndem kann man sogar Milch und Honig lagen, nur m nordischen Gefchmacksstil übertraacn

Solange die große Glbdrück von der die Tangernünter lei:ünfjig Zahr träumm noch immer nichts als ein Traum st versteckt Ich Tangermünte in einer Sackgasse. 3n S::ntkiL knapp zwei l>-Zugstunden von Berlin, wartet das Bimmelbähnchen, ein zw^tr neuzei'ltch ad- juÜieric#, aber doch ein D.mm tlbähnch n und läuft dann eine halbe S un^7 lang in birte Sackgalle hinein. Das Dertöhne7ck»7 ar. dirter Fahrt ist keineswegs di: masikolifche Braloi- timg. sondern die landlchrftlichc. . Cine Fon­tane-Allee! 3a. man kann sie wirtlich n.cht anders nennen, bitie b id.n dichten üpv g blühenter Aevsilbat-m?. die da dr.u^ti-. oen S c^rdal bis Tangermünde n.ten uns hertanz.n Fontane-Lus: weht über all die wohlb steüten märkischen Fluren man denkt sofort an .D.m von Aibbeck auf Äisbeck im Havelland' und ein Dutzend andere Köstlichkeit en aus dem gleichen Milieu

5Ind bann ist man in T 2N-aermündc. Geh', uue dem nüchternen Rleinst idtbahnhos durch ein

paar ebensolche Aeustadlsiratz n. direkt in die Zwergengalle hinein. Sie heitzt natürlich ganz anders Rarlstratze etwa aber nur Zwerge können hier wohnen Ich habe die Häuslein ge­messen drei Meter Höhe bis zum neckischen G.ebcldach. zwei schm .l? F nster. daneben etwa« Wie eine Tür. - ein ^auÄ. Sin B schle. Lind allo rech s und links eine ganze Straste weit. Man fühlt sich, bciufti^t, al» Gulliver redivivus und auch ein Dein wenig ungeduldig, nach etwas Schönem. Glänzenden lpäh.md Sine spitze Scke kommt und noch eine. ah? Jeder Frnndling sagt hier unweigerlich: oh - fühlt ordentlich einen Auck Der lose HauSr iten recht» und sink» versinlen. Jtleinlram braver Aeuzeit! S.n go sicher Prachtbau erhebt sich. Gefch ick einer reicher spend mden Begangen heil Bwundernb folg: da» Auge den edlen Mill n g-nietz: den künstlerischen Schmuck der durchbrochenen Av- selten. Bogenf mster. Türmchen am hohen Giebel

8# ist eins ter schönsten Denkmäler spätgotischer Sanft. und hier beginnt für den Brtucher das reizvolle .Srtebnis einer alten Stadl". Denige Schrt te weiter ein mächckg über dem Strotzen- bilde wuchtendes Backsteintor, das Aeustäkter. ein zwei es Dun der vergangenen Schönh ttsempftn- tens. Die rieftgc Mauerkrone auf ma^-.arrr Unterbau, ein w-ppeng schmückt es Torhäuswen. ter zwei:e ältere Turm ohne Zinnen kreuz schon aus dem 13. Iahrtzunder Gleich danach ist man

am Sldufer. unb hier entrollt sich auf dem ganzen Deg über den breiten H's ndamm ein etnjtgar iges Bi'd m ttclat r icher S aderomantck. Zwanzig Futz hoch schwingt sich die wahrhaft zvklrpi'che atemauer. tue r.nft wild' 2",7r sis- stürme zu bestehen haste, tr. t Tarrn en Aussoll- tor n, Bastionen, dem zinn ngekrsnten Cldter der Avstfurt. Die erhöhte Barganlig -. in ihr n un» po'an.en Resten. D-r^srted. Ge ä-gnieturm Dall- maurrn noch Heu von überraschend st SindruckS- tref . ende dirten äust t-r L tst dtw g Raum eine ennnerungör id> r S Irte he: di' Altmark als dirten Durghüzel. der bereits am Sode des zehn en Iahrhuirterts hier an teherrtchender Stelle tes Slbstrorns eine Tratzsest: gegen das heidnische Dendcnvolk trug, die unzähliK? Fürstcngeschlechter hier Hauken loh und eins ist mi: der gc'cmtcn Geschichte der Mart. Erst sturm sichere Aslant.stburg. dir der. Rrtegs'chay tes Landes barg und manchen Gefangenen edlen

Geblütes in ihren Derlietzen schmachten ließ, dann prunkvolles Raiserschlotz Karts IV. von Böhmen, der von hier aus seine beteulenden Hantelebeziehungen mit dem Aorten Europas zu knüpsen sicgann, Tangermünte zur Hauptstadt seiner nrrdikchen Länder erhob und ihm eine glänzende Blütezeit schuf, schlietzsich auch Aefidenz ter ersten Hohenzollstn. denen Burg Tanger­münde. die stärkste Befestigung ter Mart, zum Stützpunkt für die harten Fehdezüge ter .Quitzow- Zeit" wurde

Aur ein kleiner, in krtegsg-wohnter Zeit gend r Ditz der Historie bat es damals verhindert, datz die zu Reichtum und hohem Anfehen aulg b uhte S adt nicht in alle Zukunft Hauptstadt tes R. rsürttentums Branden­burg gehn eben ist und somit nicht heute noch die <3*c(lung einnimmt die nach ihm Berlin zuliel Als nämlich Rurfürst Albrecht Achilles feine märkischen S ädte mit einer Bter^ete 'Steuer- zu belegen anfing, erhob sich ter hesiigste Diterstand im biertröhlichen Tana.-rmünte. das seinen Lebensnerv bedroht sah. ohne zu ahnen, wie unheilbar der Schoten fein könnte, den leine Fehde! u st an h diele: denn die 5.*tnbleügfeJen gingen schsietzlich in offenen Krieg zwilchen Stadt und Surtürtt über. Dicht umsonst rühmt ein alter Spruch Die langermunter hebben den Mot' auch schwere Butzen hallen nichts fo datz endlich ter friedliebende Nachfrager Albrechts. Johann C cero. ter ständigen Bedrohung müde lei:- gefaxtes Hosiag^- mit den höchsten Behörden m das Heine, damals kaum 2000 Sinwohner zählende Berttn-Cölln vertegte. Um einen Dro­schen Bterliefe pro Tonn', wevon noch zwei Psennige dem Stadt'äckel v^blieb:n! langer- müntes S:em fanl. und die ungeh-eu-rtuche Br andk e a strvphe von 1617. die in sturm durch­jagt er Herbstnacht von 570 Feuerstellen 458 Heim­ste: tcn. Scheunen und die gan>; Srnte frah. hat zu'am-nen mit der Bere.ichrungstreft d's bald folgenten Dreist-, e ä^r g r. Krieges da- alt?, stolze und schöne Tangertnünte vom Boden ter Mart gefegt.

Gedankenvoll verweilt man im stimmungs­reichen Barghrsi vor den Srzbildern Roller Karls IV. unb Friedrichs I. von Nürnberg. zwei Remgestall.n der grohen Historie, lchlentert durch dämmerige Gätzchen wieder dem SfbiHrr ' r> der 5r?

langsam über den Strom treiben. Am reizvollsten

zeigt sich von dort die seine Silhouette ter Stadt, wenn Abendglut westwärts über den Türmen flammt und iete Gietellpttze schwam auf göl­ten em Grünte steht lieber St Stephans Turm blitzt es wie ein Feuerpfeil. und en BaNaden- fiana weht heran Grete Minde. Der alte Zauderer Fontane 1041'11 geheimm-oo!l. Leise gurgelt das Slbwaller und die frischen Diesen drüben duften.

Die gut. daß die grotze Fahrdrücke noch immer nicht gebaut ist . .1

(seltsame Eidessonneln.

Bor den englischen Gerichten, vor denen so viele Angehörige fremder Aasten erfcheinen. wird auf Duesich die Sitesformel angewendet, die den xjeugen am stärksten bindet. So wurde erft kürzlich wieder ein Chinese aus die Desie in Cid genommen datz man ihm eine brennende Rerze vorhielt, die er ausblasen mutzte 3n ter Formel beteuerte er datz sein Geben ganz so erlöschen möge wie diese Kerze, wenn er nicht die Dahrhe.t spreche Sine andere chinesische Art des Schwörens ist die. datz der tcn Sid leistende eine Schüssel zerbricht und dabei aus- ruft. .Denn ich nicht Die volle Wahrheit sage, dann möge meine Seele so zerbrochen werden, wie ich diese Schüllel »erbretbe Bei einer Gerichtsverhandlung in Liverpool wurde einmal ein Chinefe aufgefortert eine Schüssel zu zer­brechen. die aus besonder- hartem Porzellor bestand. Mit aller Ära t schlug er die Schüssel auf den Rand der Zeugenfchranke auf. aber der einzige Er olg war. datz sich eine Bert e ung im Holz zeigte Wan brachte ihm ein paar eiferne Handschellen herbei, mit deren Hilfe er den zähen Sideshel er zerschmetterte um den feierlichen Schwur leisten zu lärmen. Sehr aus­führlich ist der buddhist siche E:d. der folgenter- rnahen lautet .Ich erkläre, wie in der Cteg it- wart Buddhas dee Erhabenen und Geweihten, datz ich unbecm iu')t b* und. wenn das. was ich ausfprechen werde alS falsch erwiesen wird, oder wenn man mich d-irch Derfälfchung der Dahrhcit auf irgendeiner Lüge antrifft, bann mögen die drei heiligen Gestalten. Buddha. Dhamma und Profangha. vor deren Angesicht | ich hier stehe zusammen mit den Frsn-men der I 22 Himmel m.ch bestrafen und cbenfo meine I wandernde Seele "