Samstag, Zf.vezemder 1927
-setzenet Anzeiger (General anzeiger für Gderhessens
M. 306 Zweites Blatt
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Das sind die regelmäßig mieberfefjrenbcn, sämtliche Gebiete des modernen Lebens, bes Geistes, der Technik unb ber Kultur (troff zusommenfoffenben Sonberseiten bes Gießener Anzeiger«
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Das sind die zeitgemäß ausgestatteten, auf unsere einheimische Bevölkerung abgestimmten, im eigenen Betriebe bearbeiteten und auch gedruckten Sonderbeilagen zum Gießener Anzeiger i
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Näder, wandern, Reisen Aus der Welt des sttnis Turnen, Sport und Spiel Aus dem Reith der Stau Lugend und Horhsthule Aus Raiuv und Technik Süc den Nüchevtlsch
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Meintet im Niw GieKener <kami>ienb>ättcr Die «Scholle
Oberheffcn.
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• Taubringen, 30. SVa JVr biefigt Ar- beiter-<MQngncrcin .dangerluh" »emnhdlleie eine Weihnachtsfeier nerbunbm mit (Mang« ix>ri rügen und Tbcak-rTOrfübrungen. Ter Cool uxir bti aut den legten Platz beicht, to dast mde keinen Oinlah mehr linden kannten. Dee veranstaltende Ikrcin land mit seinen Tarbietun- gen reichen 'BcifalL Be'ander» feste! nd waren
Da« große Heimat- unb Anzeigenblatt Oberheffens unb ber benachbarten preußischen Gebietsteile ist ber seit 177 fahren erscheinenbe, mit allen Dolkssibichten aufs engste verwack'sene GieSener Anzeiger
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Ur. Vräfibent bei er OberPrchenrats. 24 Ionel *totionu. rumänischer IHintflerprällbent
LdoU Sürt mu Windlsch-Grätz. ehern, dstcrrrichiichcr Ministerpräsident.
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Archäologe 14. Isadora Duncan, berühmte Tänzerin 17 Geheimrat Wat von •ruber. Htzg,eniker: 23. Freiherr Ago ovn Waltz an. deutscher Bvtfchater ix Washington. L» Pro- sestor Gint Hoven. holländischer Phy'tologe. 30 Arthur Achleitner. Schr't steiler. Lhar- lei 3 o n n o r t. franzdsifcher Senator
Oktober: 1 Baron Gever » >dcher
Gesandter in Berlin 2. Professor von Blume. Stoot«rechtlehrrr Svante Arrheniui. schwedischer Physiker: 7. Hermann George S ch e s - sauer, deutsch-amerikanischer CdtriltHellcT 11.
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zeichneten und. wic .»oveN von Reu dell. Beethoven, dem Bismarcks Borltebe vor allem galt, nachfühlend zu interpretieren trübten.
Die Schar der Personen, deren Vorgesetzter er in seinen Diensten war. .erledigte" er gesellschaftlich durch die von ihm getroffene überaus bequeme Einrichtung der parlamentarischen 'Abende, bet denen ein paar Dutzend Gaste mehr oder weniger keine Bolle spielten. Die Gln- labungen zu diesen Abenden ergingen gleich für den ganzen Winter auf Aktenbogen aus sehr minderwertigem Papier mit hdchst primitivem Vordruck, der handschriftlich mit Hamen unb Datum ausgesüUt wurde Won gab der Gattin Bismarcks, die auch als Fürstin nicht ihre Herkunft verleugnete unb das einfache pommersche Iunkertöchterlein verriet. Schuld an dieser auffälligen Unelegant
Die Aeujahrsbesuche ber fremden Diplomaten unb der Herren deS Auswärtigen Amte«, die nur im ,Äartmabtt>erfen“ bestanden, beantwor- I tete Bismarck noch am gleichen Aachmittag. von Haus zu Haus fahrend unb seine Visitenkarte durch feinen Leibjäger abgebend, während er tm Wagen blieb... Das war für uns Rinder — unfer Vater war Geheimer Legativnsrat im Auswärtigen Amt — jedesmal ein mit Spannung erwartetes Ereignis Wir schlichen »ms in den Saal, um dafür zu sorgen, bab Bismarcks Karte auch den ihr gebührenden Ehrenplatz erhielt. ganz oben in der geräumigen, dicht gefüllten Schale Hoch sehe ich d»e Starte vor mir. als würden wir Kinder sie erst heute in unseren vorwitzigen, jungen Händen halten.
Aun. ein Meisterstück der Papeterie unb der Prägekunft war die Starte nicht, und viel konnte ihre Anfertigung nicht gekostet haben. Sie war grob aus gelblichem Starten, g'.a^lrs und rauh Zwei Zeilen bildeten die Aullchn'i .Fürst von Bismarck - Reichskanzler". Jeder Kommerzienrat. jeder Heldentenor jeder Griandtfcha'tS- attach^ hätte sich wahrscheinlich dieser billigen, häßlichen Starten geschämt. Wir Kinder betrachteten. betasteten daS gelbe Kartenblättchen in dem unklaren, instinktmäßigen Gefühl, em historische« Dokument vor unS zu haben — ein historisches Dokument charakteristisch für Bismarck da«, wenn die ViNtenkartenschcle voll war. mit ihrem getarnten Inhalt in den Mülleimer wanderte...
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Sonntag. LOtrnut «'»rüUfcboppenb llleb i>tdln ir*:t öüberkaftev Jläiitt ßinehinbr tienltii^ari'/'l
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nicht gerade stark war. so konnte man dv«h^ namentlich am ersten .leiertaaabend beim Weih- nachtSspiel der Kinder, die Beobachtung machen, dab die Kinder am Schluffe ber Veranstaltung vor Ställe zitterten Unb einem Gottesdienst bei minus 10 Grad Eelsius. wie die» am 4 Advent der Fall war. mit Andacht folgen zu können, stellt wahrlich grobe Anforderungen an die Kirck-enbesucher H er mühte unsere Gemeindevertretung Abhilfe Italien. Wenn auch Im laufenden AechnungSjah» die Mittel zur Errichtung einer Heizungsanlage nicht mehr zur Verfügung stehen, fo sollte es daran nicht scheiten» dürfen. Die Gemeinde brauchte darum keine k>rt» lieben Kirchensteuern einzuführen, und eine Geld» sammlung Im Dorfe vorzunehmen, ist auch ntcht notig. Wenn man auch der Meinung fein sollte, die Mittel au« dem kommenden Rechnungsjahr« nicht herauswirtfchatten zu können, so lasse man 40 bi« 50 Festmeter Holz im Gemeindewald mehr schlagen, al« vorgesehen, dann stehen die Mittel schon zur Verfügung^
• Londorf. 30 Dez Dieser Tage hielt ber tzi/sta, Turnverein sein diesjährig» Wintervergnügen ob. Nach der Begrüßungsansprache de» 1 Sprecher», Heinrich Schäfer, kamen zwei flott gespielte Theaterstücke zur Aufführung, die vorn Publikum dankbar aufgenommen wurden Auch die turnerischen Vorführungen an Pferd und Barren, sowie eine gut gestellte Pyramide fanden reichen Prisall Den Schluß bildete die übliche Terfofuno und Ian«; der Verein kann mit Befriedigung aus den flbenb zurückblicken.
Ärcie .Friedberg
WSA. Friedberg. 30 Dez Der O h r e n - bürget der Stadt Friedberg. Geheimer Justiz- rat Jäckel. ist gestern im nahezu vollendeten 93. Leben-jahr gestorben. Geheimrat Iöckel war 68 Jahre in Friedberg ansässig Das Vertrauen seiner Mitbürger führte ihn oU Stadtverordneten und langjährigen Beigeord etcn auf« Aaihaus. in den Kreis- und Prooinzialtag unb deren Ausschüsse, vor allem aber wahrend langer Jahre in den Hessischen Landtag unb den ersten Ausschuh. '
4 Bab-Aauheim. 30. Ser Die Mengen hcifier Sole. die uniert Sprudel lic’em. reichen nicht nur au« zu br- ' • • ~ ui'c.O Bädern
trotzdem unsere Gemeinde >n finanzieller Hin'icht eine der beftgeUellten des Kreises Giesten ist. Wohl hatte man schon viele Jahve vor dem Kriege Geldsammlungen für eine Kirchenheizung vorgenommen, aber das angesammelte Kapital genügte nicht, um die Helzungsanlage zu er- richten, und es fiel dann der Inflation zum Opfer. Jetzt in dieser Äältepenobe macht sich der Mangel einer Kirchenheizung seht bemerkbar Wenn auch an den Feiertagen die Kälte
ristervräsident ,
April: 1 General von Wriesbe rg ehem. «Abteilungschei im Kriegsminifterium. 13. Dr. Wllheim Voigt. Oberbürgermeister von Marburg. 15 Kommerzienrat Johannes Rlaling. Verleger 16. Aosa Sucher, berühmte Sängerin. 5# Professor Hans von Volk mann. Maler. Geheimrat WNHelm Flieh ne. Mediziner
TRair I. Cenat«prä|ibent Dr. Karl Schmidt, chem Präsident de« Staatsger,cht»hofes. 2. Ge- Mral von Scholz, deutscher Armeeführer. 4. Gustav rschermok von Sehsenegg. Mi- neraloge 5. Geheimrat Adolf Miet he. Phtz- fiker. Dr Franziska Tiburtius, erste deutsche Aerztin. 11 Gebe,mral F Ä t m p n c r. Dors, des Deutschen Kalifvndtkats. 26. General von tztein. ehem preuvtlcher Kricgsmtnister 29. I George« Gekhout. flämischer Schriststeller.
3111: 2. Fritz von O st t n i. Schrisistellerl 4 Margueh of Lansdowne. britischer Mini- ster. 10. Louis Häusser. Begründer des Hausserdunde«. 12. Dr Krauhneck bähe- rischer ginanAtninitier; 14 Jerome K Jerome englischer Schriftsteller.
Juli: 4 Professor Kari Heinemann. Lite- l rarhistoriker. 5 Professor Albrecht Kossel. ! Phvsiologe 6 Prinz Friedrich Sigismund von Preusten. Wilhelm B 1 o o s. ehern Württ. Ministerpräsident^ 7. Geheimrat Sigmund Bergmann. Grvhtndustrieller. 8. General Hoffmann, deutscher Armeeführer. 9. Werner von B1 eichröder. Bankier. 10. O Hig - oins. irischer Iustizminister (ermordet): Paul Dupuy Inhaber des .Petit Parislen ; 13. Iwan Kutisker 14 Henri White, ehem. amerikanischer Botschafter 15 Gräfin Markt e w i c z irische Fretheitsheldin. Proseflor Karl Wen ck. Historiker. 17. F T Sie Inwatz. amerikanischer IndustrieNer: 20. König Ferdinand von Rumänien. 21. Otto von .Brentano bl Dremezzo. hessischer Minister des Innern unb der Justiz. Kommerzienrat August Helf reich Münchener Zeitungsver- teger. 23 A Hoffmann. Schweizerischer Bundesrat 25 Kardinal 6 f e r n o <6. Srzbischol von Gran Prima« von Ungarn
August: 13 Geheimrat Paul Zweifel Gynäkologe. 15. Professor Hermann Adert. Musikhistoriker. Dr Otto Stzsler. Berliner Verleger. 18. Professor Sascha Schneider. Maler. 20. Aletander Smirnofs. rustischer Sozialist 23. Zag 1 uI Pascha, ägyptischer Ministerpräsident
September: 3 Aobert 5 orrer. schweizerischer Nationalrat: 5 Baron Kato, japanifcher Admiral Marru« Loew, amerikanischer Film- industrieller. 6 Fürst Alfred Montenuovo. Oberfthofmeister Äaifet Franz Iofefs: 9. Dr CDaul ®onr ab. Vizepräsident des er». Ober- ftrchenrat«. 12 Professor Walter Amelung
Die Toien des Jahres 1927.1
-u.-ar; 9 Austen Stewart Chamber- (ein deutscher Schriftsteller. 10 General von | Göhler rreuhtsax: Än5f£™;t,n,h<r;018« heimrat Otte Diener. WM« 2?,* lerl« Lharlotte von Mente. Witwe des Xatfeel iftadmilian. 27 Pro efsor G r a w e r t
Kloerh Schriftstellerin
-r.hreot 12. Agnes Sorma. Schauspielerin. Geheimrat Ludwig X o b H o 1 e r. Pslonzenphtz- Fologe 17. Skommerztenrat Karl von Opel, hessischer Grohtndustrieller. 19. Georg Dran- le t dänischer Literarhistoriker: 22. Dr. Hein- !<* 3” »T«n. »rrub.ldyr 3rm«bil<J>o1. M. ^rvsessor Ludwig Bitter von Zumbusch.
' °18flr|: 2. Marie Livs ius (La Mara). Wusikschrlftstellerin 8. Professor Daniel Ber - t be Ul französischer Med'.zmtr Frau H-.bc- aard »arlson Jnbabtrm ber Schichau^Werke: Dr Walter Leas. Präsibent der internationalen Handelskammer 14. Janes Ls chakse. lettlän- llieber Staatspräsident: 23. Wilhelm von Met- t< l bayerischer Hanbelsminister: 25 Professor jhtmrich Böhmer, protestantischer Theologe. $9 Professor Alfred von Domaszewlki. Historiker. Luigi Luzatti. italienischer Mi-
Gießener Gtadttheater.
tto «scher: .Der Goldas der Marie".
Keil der Handlung 1U0. da» Biedermeier foftum ift etwa» so Hübsche» und in ber Operette llngewatziiliche», datz man fast sagen kann: in der Einkleidung liegt schon ber halbe Erfolg Die andere Halste wird von den zwei ober brei guten Ein- teilen bestritten, die die Partitur be» Komponisten «scher schmücken Eie lauten „Bpleglnn. epieg- Irin an der A'anb, wer tft die Schönste im Thu- rmgerlant)?* unb „Der Soldat der Marie ift veraltet ' Dann gibt e» noch ein Duett mit Irom- melbegleltung. das sofort wiederholt werben muh. unb brei arme kleine Mabel, wie sie auch In einer Operette von 1927 umgehen, unb sie heifjen Marie. Mariann, Mariett. und allerlei Intrigen aibt e», vertaufchte Kosten. Liebe unb Irompelenblcfen. unb gluckfilbe Paare zum Schlust. Wie e» sich für eine ordentliche Operette geziemt Unb wenn im britten Bll, wo eigentlich nlemanb mehr auf solche trineffen gefastt ist, der Hintergrund sich auftut und ein gar rührende» Traumbild erscheint, bann ift ber entscheidende Umdruck wiederum nur rom Kostüm und von der Musik bestimmt, unb man vergiht darüber, dast der Tert (non ?u Ab In ber, Ären unb Echönseib selbbriit) nicht« 00m Biedermeier an sich bat. nichts non 1*430. sondern non 191« ungefähr. al» der „Soldat ber Marie" eine Novität war
Die gestrige Aufführung kam unter ber Leitung ron Kapellmeister Neff, wa» den mustkalilchen Teil angebt, sauber unb ftimmunarvoll bereu»; die siegle (Spielleitung Decker) liey allerlei zu wünschen übrig. Besonder» die ersten Akte machten stellenweise einen ziemlich unfertigen Eindruck, bei etlichen Solisten klappte der Text nicht, da» Au- fammenfpiel war mehrfach recht mangelhaft, unb der (Fhor stand gelegen- ich stocksteif im Hintergrund Mit erfreulichem Schmiß wurden hingegen die verschiedenen Tanzeinlagen gegeben unb prompt wiederholt.
Lom zahlreichen Personal sind zuvörderst die drei Marien yi nennen: wa» bei Friedel Dann (a (93 zu seriös auf große Opemfzene hin ftififiert war, geriet bei Ieanne Ermel (q. ®.) zu stark ins varietLmähige Soubrettenchanson, wobei die Iahres tzabl 1S30 nur wie eine oberflächliche Etikettierung wirkte, sehr niedl ch wiederum Käthe Itter (Ma- riett). Die dem Publikum sichtlich gefällt. Stein-
die Theateraussührungcn.
§ Beuern. 30. Dez Während Im Laufe der letzten Jahre eine gaiute Anzahl von Gerne nden. zum Teil sogar recht arme, in ihren Kirchen " ,una eingerichtet haben, wartet man och bis heute auf bleie irinrichtuna. nfere Gemeinde m finanzieller HiniiMt Kreises Wieheu ist.
Bismarck als Tleujahrsgratulant.
Eine 3ueenberinnerung von Dr A von Wilke.
Je älter Bismarck wurde, desto entfchiedener entzog er fich dem großen gefellfchaftlichen Verkehr Selbst bei Hof erschien er nur. wenn seine Anwesenheit auch aus politischen Gründen notwendig war wenn z. B. fremde Souveräne einen Be'uch in Berlin abftatteten oder ein besonders hohe« Fest traditionell gefeiert wurde. Dazu gehörte der Aeujahrstag. an dem er an der Lpttze des Staat-Ministerium- dem alten Kaiser die Glückwünsche der Minister darbrachte.
Einladungen nahm der einst so geieilige unb al« geistreicher Tifchherr von Bugen Damen geschätzte .eiserne Hanger“ längst nicht mehr an. Von fernen Untergebenen zog er nur eine kleine AuSlefe in feine Häuslichkeit, unb feine getreue Lebensgefährtin. Friu Johanna, bevorzugte diejenigen. die sich durch musikalische Talente aus-
Antonius von Henle. Bischof von Aegensburgl 12. Adolt Wermuth, ehem. Reichsfchatzsekretär und Oberbürgermeister von Berlin: 17. Dr. Friedrich La Husen. Vizepräsident des evangelischen Oberkirchenrats 18. Professor Ludwig Darmstädter, bekannter Sammler: 20. Dr von Änllli ng batzerifcher MinifterpräfIdent: Geheimrat von Below Hiftonkcr. Professor
b r e ch e r hatte die Doppelrolle de» prinzlichen Obersten unb be» einfachen Soldaten, Schroeber schlug verliebte Trommelwirbel unb Hechinger gagte etliche faprijiole Tanzs guren <ui» bem her- zoglich braunfchwrigifchen Ballett. —
Die Aufnahme war freundlich Dr. Th.
GilvcstcTnacht in Sanssouci.
Von Gerw Ohlischlager.
Der Park von Sinsfouri liegt unter einer hohen Schneed.-cke 20« Gast eine« der jetzigen Bewohner der Orangerie des Stoffes habe ich die Grlaubni« erhallen, in der wristen »infam- keit des winterlichen Fn.-dens f .mab vorn Trubel der wellstädtischen Feiern M: Si ve<ternacht zu verbringen __
Gin merkwürdiger Wunsch? Mag fein, doch die schweigende Pracht der majestäiifch.n Tiatur eni'chädigt für etwa entgangene Lustigkeit m menschlicher Gesellschaft.
Durch den kmrichenden Schnee g h- ich den rechten Seitenweg herauf auf das Schiost zu. Aus der Ferne klingt chrll und rein das Glockenspiel der Damifonkirche durch die Vacht.
01 im bin ich so nah an das Schiost herange- kommen, dast ich durch das Fenster des Bibnv- thekzimmers ins Innere schauen kann
Ich bleibe stehen und gewahre rin seltsames Bild beim schwachen Kerz-nllicht. ba« das Zimmer erleuchtet, sehe ich rine Gestalt am Fenster stehen Sin Mann, vom Alter ist fein Bücken gebeugt fein Gesicht ist zerfurcht von Fallen und Aunzeln. wie Gottes Fing« ft: wahrend eines schickialbewegten Leben« e-.nzrichnet. Doch an den Augen des Mannes erkennt man den klugen Geist und die ungebrochene Energie eine« Willensmenschen. Vicht« in dem Zimmer deutet tarauf bin. dast Silvester ist. Ganz allein ist der grvste König, keiner von feinem Griolge. kein Freund kein Verwandter weilt bri ihar Die Kön jin ist feit Jahren fern von ihm. in llrinem Streife weilt fie auf ihrem Schlöffe zu Schönhausen.
Die Gedanken des Königs schwrrfen zurück über ein Leben d-s Kampfes und der Arbett. 21 un er am Ende steht. iS es einfam um ihn ge- oorb-m. Wehmütig ruht fein Blick dicht vor seinem Fenster auf das Grab feines SiTbUngswindspiris Alkmene. dellen D.-rlust ihn immer noch schmerzt. ... Aus der Orangerie Hingen fröhlich? Snm-
Dezember Armeeführrr. — -----
Muftkhistortker. 17 Gehclmrai THNentus. Arzt. 18. General Aobert von Maslow, Armeeführer. Wtlhelm He n g st e n be r g. Ober- Präsident ber Provinz Helsen-)la'lau. 11 Hermann 211 ollen bubt, soztallsttlcher Pvlitlker 28. Sergej D Safonow früherer ruNt'cher 3ubenmTnifter
Afchr 0 1 t Strafrechtler: Eharles Humbert. fran-Ssilcher Senator, 4. Prosefor Alfred Klaar, Berliner Xbeatcrfritifer; 9. Dchctmrat Karl von Lilienthal. Stealrechtler: 10. Dr. Viktor Ql a u m a n n, deutscher Gesandter: 17. Mulat Jus ef. Sultan von Marokko. Adolf Al'ramowitsch Joffe, ehem. Botschafter der Sowjetunion in Berlin, 18. Dr Acinhard M^l^
men unb Gläferklingen an mrin Ohr Da wandelt fich die Difton.
Ich sehe um ein Jahrzehnt zurück. d?r König ist noch auf ber vollen Höhe feiner Lebens- frische. Seine 3üge sind heiter unb tDoblgelaur' Wieder ift Silvester Auch diesmal ist ke.ne grvye Gesellschaft um ihn. kein Prunk und kein au«- gelaßenes Treiben: nur die biederen Damen der .Lonfibenz-Tafri' hat er zu einer schlichten Frier ringe laben, feine Schwester Priirzri'm 2lmalie. Frau von Gamas und einigt andere. Auf dem Tisch ist über jedes Gedeck eine Serviette gebreitet. Vach alter Sitte liegt ein kleines Präsent des König« für feine Gäste darunter Szepter unb Krone aus Marzipan. .Well den Damen allein die Herrichast in der Sllvritconacht gebührt f. — so erklärt es der Gastgeber. Als die Wanduhr de Ankunft des neuen Jahres an^eigt. stöht man an unb wünscht sich eine frohe Zukunft...
Die Glocken der Gamisonkrrche sind ver- Oungcn. aus der Orangerie kommt kein Laut mehr der Schnoe fällt tn dichten Flocken, dast mehr der Schnee fällt in dichten Flocken, dast ich da« Schlost la um noch sehen kann Unb auch die Villon ist entschwunden. Dunkel unb still l egt da« Bibliothekzimmer, unb nur die ör-rmmmg an den grosten König verklärt noch die Silvesternacht .
Hildebrand. Lhirurg. 22. Fürst Wilhelm von Hodenzvllern: Kardinal O'Gönne 11. Erzbischof von Dublin. Primas von Irland. 36. Geheimrat Hermann Mut Helios, Architekt. 29 John 3. MitchelU amerikanischer Bankier 30. Maitmtlian Harden. >5chnftsteller Prvfellor Leonhard Aelfon, Pb'.to'oph. 31 Geheimrat Omfl Faber, badc- tildxr Grostindustrieller
Aodember: 1. Geheimrat Robert Müser. westfälischer Grostinbuftrieller. 2. Professor James Kwast. Musikpädagoge: Geheimrat Paul
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