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Mtft ^roge am 14. 3amm lammrnDen 3a^rt4 geflärt wetten. Äurbeflcn und 03 Äaf'd stehen m etart Ueber ihee S,egesmöglichfeiten. ihr beiderseitiges Kräfteverhältnis wird noch zu sprechen fein. Aber man kann schon heute lagen, hab bei günstigen WetlcrvrrhällnU'ra imb bei doller Wann'chaftsbesetzung bet Äafeltr Ge­mein de und darüber hinaus ein gro'^r Iuß- balltaa bevorsteht. Den Reu ahrsfonnlag hat hie Behörde oernünfhgen»eik von Mcister- schostsspielen frcigelapen. Man hat an diesem Taoe noch in feinem Jahre anerkennenswerte Leibungen zu sehen bekommen, ganz abgesehen davon, bah die kleine Spielpause nach den an- Beengenben Punktspielen und vor den Groß- kämpfen non den Beteiligten angenehm emo- sunden wird. 3u ervÄhnen ist noch, bah in der Aordgruppe Hessen 09 mit 3:2 gegen Hermannia seinen an sich bedeutungslosen dritten Platz gehalten hat.

3m Süden lickt man noch von einem 3:5- Sieg der in Abltieg^gelahr befindlichen Ger­manen über .Skort" Kassel. Damit wäre War­burg der Berbleib in der 1 Bezirksflasfe gekichert und B.f.B. Gießen müßte abneigen. Die Rach- richt ist. zumal In der Acsultathkbc. kaum glaub- lich. MW.

Gpielvereinigung 1900 Giehen.

b. Durch verschiedene Manipulationen kamen die sür die Weihnachlsleiertage In Aussicht ge­nommene Fußballgefellfchastsspiele der Ciga« mannschast der Spielvereinigung 1900 nicht zum Austrag Man hat dadurch auch nicht viel ver­säumt. Denn da» schlechte Detter und die mise­rable Beschassenheit der Sportplätze waren nicht gerade einladend

Die Meisterschaftsspiele in der BezirksNasse ll nehmen im Lahnkreis erst am S. Januar 1923 ihren Fortgang. Um nicht ganz müßig zu sein, treten die Bereinigten au» Giesren am Reujahts- tage nochmals in einem Freunbschastsspiel aus den Plan. Al» Gegner wurde die Ligaels des zur ersten Bezirk-Hasse in Hessen-Hannover gehören­den Rafensportvereins .Germania" 08 Marburg Connett. Die Begegnung findet in Marburg

I. 1900 wird dieses Spiel eventuell mit zwei bis drei Ersatzleuten bestreiten müssen, da Stu­denten und Militär zur Zeit beurlaubt sind. Die als Ersatz vorgesehenen Spieler haben jedoch schon des öfteren in Der ersten Els mitgewirkt, so daß man in die Spielstärke Der Blauweißen am Sonntag volles Vertrauen haben kann, vor­ausgesetzt. daß Die Silvesterseiem am Vorabend nicht zu lange ausgedehnt Werden.

Marburg» Kampskiast ist zur Genüge bekannt. Seine Ersolge kommen zum größten Teil auf Die .1 und Da» gute Schußver-

mßaen Der Stürmerreihe. Erst am "»weiten Weih- nachtsseiertag sicherte sich diese Mannschast Den weiteren Derbleib in der ersten Klasse durch einen überraschenden 5: L-Sieg über ..Sport" Kassel in Kassel, wodurch Der B. f. B. Gießen hem Ab­stieg versiel. Don jeher waren Die Spiele zwi­schen Marburg und Gießen von großer Zugkraft, infolge ihre» spannenden Verlaufes. Hoffentlich wirkt auch da» vom Sonntag unter guter schied»- richterlicher Leitung fporttverbend.

1900'» l II,-Mannschaft spielt, verstärkt durch einige Spieler der Liga re ferne, in Groben-Duseck gegen Die Dortige erste Els Für bk Gießener wird Der Gang nach Gtvßen-Buseck nicht leicht sein, denn Der Gastgeber spielte in den letzten Derbandsspielen keine schlechte Volle unD steht nur knapp mit AWei Minuspunkten hinter dem Gruppenmeifter Laubach.

V. f. B

Auch für den kommenden Sonntag ist Wieder ein Ligaspiel abgeschlossen worben. Als Gegner wird Der D. s. V. Weidtnau erwartet. Die Gäste gehören Der ersten Bczirksliaaklasse an und haben in dieser Während der letzten Jahre eine nicht unbedeutende Solle gespielt. In Der ver- Ilossenen Verbandssplelsaifon haben sie weniger gut abgekbnlttcn. waren aber auch sehr vom Pech »'erfolgt v» besteht einige Hoffnung auf ein besseres Abschneiden der D. s. D.-Manmchaft, da Der Mltteliäuferposten von einer neuen Kraft besetzt sein wirb, von der man erwartet, daß sie vor allem wieder mehr System in das Spiel bringt. Es Ist nicht ausgeschlossen, bah auch der Sturm durch Heucinßellung eine Ver­stärkung erfährt Hoffentlich findet sich Die Mann­schast wieder besser zusammen und macht Die beschämende Schlappe vom Dorfonntag Wieder wett

OieHaarebcrLucreziaBorgia

Von Clane von GentzkoW

In diesen lagen soll eine eigenartige Reli­quie der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand einen neuen kostbareren Behälter bekommm - die Haare Der Cut re» la Borgia Sie Waren bisher in einer einfachen Schachtel mit eurem Glas bedeckt aufbewahrt und werben jetzt in ein Behältnis aus Edelmetall und Bergkristaii eingefchloNen. "Xlemanb soll mehr die Möglich­keit haben, mit dem Finger ihre Weichheit zu friisen. Wie es einst Lord Byron tat. der ver- ichertc. diese Haar« seien die zartesten und lieblichsten Der Wc i Nur noch die Hand des Äu ft oben wirb künftig Den kleinen Reliquien­schrein gegen da» Licht halten und den Be­schauern das woirtnnrtiac Gebilde zeigen, eine lange, dichte Strähne. Deren Enden von zwei Seitenbändchen gehalten werben u »b deren Farbe sehr dell und ein Wenig verwischt ist

Tote Haare, aber einmal Waren sie lebendig voll Goidgianz und Duft, und weiße Finger schnitten He heimlich und eilig in einem ver­schlossenen Zimmer des Herzogspalastes zu Fer­rara ab und verbargen sie in einem Pergament» blatt. In den Händen des fernen Ciebbaber» Wurden sic wieder lebendig und starben endlich in Der Einsamkrit und den Schatten der großen Bikfivthek.

Sie Willen viele Geschichten die Haare der berüchtigtsten Frau Del 10 Jahrhunderts Sie glänrten im Schimmer der Wachskerzen der päpstlichen Gemächer und der römischen Kirchen, gestreichelt von den Händen Papst Aleianbers. ivres Baiers und von Denen Mart Dvrg as. ihres Bruders In diese Haare krampfte sich verzweifelnd die Hand Der i»jährigen vucrtlla al» im Rebenzimmer ihr zweiter und liebster Gatte durch den Bruder erdrosselt würbe, und über diese n Haaren lag kaum ein Iahe später das Retz mit den iS Diamanten. Den 16 Kar­funkeln und den 120 Perlen, das ihr Der Dritte Gemahl Alfons von Este zur Verlobung« der nach Rom fchlckte. Dies Haar glitzert In allen Gedichten und allen Ehroniken Der Zeit Es war Ihr größter Zauber, denn diese gefeierte

Die dritte Mannschaft fährt noch Sranfhat, um der dritten bet bärtigen .Sportfreunde* das fällige Xüdfptel zu liefern. Ob H ißt ge­lingen wird, auf fremdem Platz den 3. C-Sieg des Vorspiels zu wiederholen, erscheint ztveriel- baft 3eien1a(16 hat man aber bei Ihr stets bie Gewähr, daß sre immer alles aus sich heraus- gibt, um ein möglichst günstiges Resultat » erzielen.

ArbeiienTurn« und Spofibund.

Siehe» I Jranffurt a. M Kiederrad 1 3:4 (0:2). eUgmemt» 3rtkrefie begegnete diesem Spiel.

nachdem das letzte Irenen der beiderKonr.idx unentidxeben endete. Die darchge führten Umsteüun» Kn beiher Mannschaften ließen deutlich erkennen, ß die Gäste e» uerftanben, hieraus entschieden Nutzen zu ziehen, wahrend Gießen, da, noch dazu mit Ersatz antrat. oertagW. vor allem sei da» toure Zwifchenrufen während des Spiels bemängelt. Es fiel auch das flaue Spiel der Gießener auf, die Hinter« ntanmdjoh versagte vollkommen, und der Sturm iptoik zuviel, vor der Pause »ar Rleberrab zwei­mal crotomd); bei besserem Zusarnmenspiel der Oerteibifluna und des Tormannes mußten diese Tore unbedingt abgewehrt werden.

Nach der Pause stellte Gießen um und hatte den Grfolfl. dreimal einsenden zu können, mäbrmb die Gäste Die Torzahl auf vier erhöhen konnten.

Stehrn 3gb. Fronksurt a. M.-INederrad 3gb. 10

Wenn auch die Gießener Jugend bi» setzt noch keine Erfolge erzielen formte, so gelang es ihr doch, bei diesem Spiel gegen Niederrad, wenn auch mit Mühe, aie Sieger bvroorjugeßen. Dies ist letzten Ende» daraus ztrückzufühnen, daß die Gäste ihre Z'.igrndmannschaft oollfommen neu ausgestellt hatten.

Siesten lb Frankfurt a. IfL-TTiebetrab Ib 2:4.

Gießen, bas nur mit zehn Mann spielte, muhte sich mit dem obigen Resultat zufrieden geben, zumal die Niederräber technisch bedeutend besser waren.

Oberheffen.

Oie Notstandsaktion für den oberer-Vogelsberg.

s- Herchenha in. 30. Dez Die am Mitt­woch mit Dem Ministerium für Arbeit und Wirtschaft. Abteilung für Ernährung und Land­wirtschaft. in Darmstadt geflogenen Verhand­lungen Der RotstckllDskommt'fion für Den Vogels­berg trugen lediglich Den Eha ratter einer Vor­besprechung. Die RotstanDskvmmisilon gab eine ausführliche Darlegung Der ungeheu­ren Rvtla ge Der Landwirtschaft Des oberen Vogelsberaes und unterbreitete der Regierung die Wünsche zur Linderung der Rot. Auf Wunsch Der Regierung wurde ihr Das Material der Kommission zur Weiteren Bearbei­tung übergeben. In Kürze Wirb Dann eine Weitere Verhandlung stattfinden, hx der end­gültige Bekemüsse ü6er die Art und die Hohe Der Hilfe gefaßt Werben sollen.

Landkreis Gießen

'Reiskirchen, 29. Dez. Am zweiten Weih- nachtsfeiertag veranstaltete Der hiesige Ge­sangvereinHarmonie" im Gundrumfchen Saale seine Die-iährige Weihnachtsfeier. Zwei Theaterstücke wurden dabei in guter Weife au,geführt und fanden großen Beifall. Da Wegen Der räumlich mangelnden Saalverhältniffe eint ganze Anzahl Interessenten der Veranstaltung nicht beiwohnen konnten, wäre es vielleicht emp- < lengwert. Die Ausführung der Theaterstücke in nächster Zeil zu wiederholen. Der Verein be­reicherte Die Feier Durch Den Iresslichen Vortrag einiger gut gewählter E-Hörc. Am Dienstagabend versammelten sich Die Mitglieder derHarmonie" im Verein-lokal, um Dem als ReichSbahnsekretür nach Grünberg versetzten DereinsmitglieD 3 ost P s e s f e r eine Abschtedsseier zu bereiten. Herr Pfeffer, Der leit 1915 aus Der hiesigen Bahn­station tätig war, hat sich nicht nut innerhalb Des Verein», sondern auch im weiteren Kreise her gesamten Einwohnerschast großer Sympathien zu erfreuen.

Lauter. 29 Dez. Am Weibnacht-Heilia- abenb veranstaltete unser Lehrer Bender m Der überfüllten Kirche eine Weihnachts­feier. In deren Mittelpunkt stand ein Weih­nacht-spiel .Der Zug zur Krippe' von Gervk- Glock Belebt und umrahmt war da» Spiel von OemeinDegeiang, ein- und zweistimmigen Schü­lerchören und zwei vierstimmigen Liedern, bor­

get ragen vv» einem gemachten Ehor. der eigens n dieser Veranstaltung zllrmmen gestellt Wor­ben war Das Spiet ging Hoti, bi« Ehöee wur­den rein und Wirkungsvoll vorgetragen. Eine kurze, packende Lchlußänsprache faß c das Ge­schaute und Gehört« zusammen. Die ganze Ver- anMallung ßintedieß bet aJen Zuhörern einen tiefe» Eindruck. Dem Beranstalter und allen M.twtrkerxden gebührt aufrichtiger Dank

df. Langsdorf. 30. Dez Den Reizen bet Beteinsoeranstaltungen bitte» Win­ters eröfsncte «nler Turnverein, bei Im kommo­den Iaht auf sein rdjährtges Bestehen iurüd- blickt. Dal durch Abhaltung des Bezirksiestrs nicht, wie schon in einigen Zeitungen zu Iden stand, des Gaufestes begangen Werben soll. Die t(x3tr^li<4>cr, Ausführungen der Wnbnach:-- tagc boten durchweg Gutes, die Stückt fanden Den Beifall des Publikums Aus Anlaß feines 25j ährt gen Bestehens schafft der Berein eine Fahne an. Die Miitel sollen durch freiwtlliae Spenden in Form einer Hautsammlung auf­gebracht werben.

Q Mufchenhelm, 30. Dez In dankenswerter Leise Haden eine Anzahl hiesiger junger Leute ihr Können In den Dienst einer guten Sach« gestellt. Sie wollen am ersten oder jnxitfn Sonntag noch Reu» iußr zugunsten des hiesigen Frauenoereins, der sich zurzeit in finanziellen Nöten befindet, eine Adenduntertzaltuna veranstalten. Zur Aus­führung sollen zwei Volksstücke, ein Fünfakter und ein Zweiakter, gelangen.

Y Eberst abt. 29 Dez Der hiesige Rad- fabtctoereln erfreute am zweiten Welh- nacht-feiertatz durch eine wohlgelungene Ver­anstaltung im neuen Saale Des Gastwirts Webe- mann. Herr Karl Kiefer entbot den Gästen in einer Ansprache Den Gruß Des Vereins, Frl. Hedwig Görlach brachte einen gutgesprechenen Prolog zu Gehör. Zwei Theaterstücke Wurden in vortrefflicher Weise aufgcführt und fanden verdientermaßen reichen Beifall. In den Pausen wurden einige großartig gestellte Pyramiden ge­zeigt. Rach einem von Wilhelm Gort ver­faßten und vorgetragenen Gedicht ..Radlers Weihnachtstraum" Wurden noch eine heitere Auf­führung und einige Weiter« humoristische Bor- träge geboten. Der Verein kann mit (Genug­tuung aus den wohlgelungenen Abend zurück­blicken.

4t Hungen, 30. Dez. Der hiesige Gesang­verein .Liederkranz" hielt am 2. Fei.r age einen UnterhaltunaSabenD ab. d.r bci äußerst zahlreichem Besuch einen guten Verlauf nahm, um Miltclpun't der Beranst.ilturxg stand bie drri- af.tge Operette .Winz?rlleset'. Die W^>eraabe des . S.ückeS stand auf beachtenswerter Höhe. Mehrere unter Leitung des Dirig-rnten Lebrer Schmidt dvrzüg ich vorgckragene Männerchöro umrahmten die wohlgelung.nrr Feier. Auch der GZangvcreinEintracht" veranstaltete im Solle Der ^Traube' eine sehr gut verlaufene Weih­nachtsfeier.

Kreis Friedberg

4 Bad-Rauheim, 29. Dez. Unsere Stadt muß als Badestadt ihr besonderes Augenmerk dem Ausbau ihrer hygient.chen Ein­richtungen zuwenden. Eine weitblickende Stadtverwaltung hat immer schon Gtraßenbau, Wasserversorgung und vor allem die Kanali­sation auf vorbildlicher Höhe gehalten. In den 90er Jahren de» verflossenen Iahrhunderts brei­tete sich daS K a n a l n « tz bereits über das ganze Stadtgebiet aus. 3m 3ahre 1912 begann man damit, durch Einsührung des Trenn­systems Die vorhandene Äanalanlage zeitge­mäß auSzubauen. Die systematische Durchfüh­rung des neuen System-, die unter normalen Verhältnisfen heute fichcrlich beendet Wäre, er­fuhr durch den Weltkrieg eine Verzögerung. E.st als die Inflation flberwunben war. ist die Fort­führung der nexoetti.chen Kanalisation allmählich wieder in Fluß getommen. 3m vergangenen Winter wurden in der Frankfurter Straße und in her Karlstraße etwa 1500 Meter fertiggeftcllt Diesen Winter werben etwa 500 laufende Meter Doppeltanal aa-geführt. und zwar tn der Luh- Wigftraße und In der Bahnhossatte« Die Ar­beiten. die Im Rvvember begonnen wurden, gingen bei vorwiegend günstiger Witterung gut voran und stehen letzt vor der Vollenduna. 3n der Cubwigßrabe war durch die Ausführung des Kanals der Aufbruch der Asphaltfahrbahn notwendig. E- wurden zwei Kanäle Stcinzeua- rftßren verlegt, aufrerdem wurde eine Strecke in betoniertem Profil auSgllührt. Der eine Ka-

Schönheit war nicht schön im strengen Sinn: sie hatte von Papst Aleiander die große Rase und den starken Mund geerbt und ihr Reiz lag nur in ihrem immer heiteren Wesen, in ihren Hellen Augen und In ihrem Haar SS brauchte viel Pfiege. denn es hatte die Reigung aller blonden Haare, leicht nachzudunkeln und so mußte die Braut de- Este au* ihrer 17tägigen Helfe von Rom nach Ferrara fünfmal Aufenthalt neh­men. wobei bie Rotwendigkeit, da- Haar zu waschen und den Golbglanz aufzusrxschen, mit» gesprochen haben folL

Und Wie gelangten diese gepriesenen Haare in die ernsten Raume zwischen die Pergament- dände der Ambrosianischen Bibliothek ? Leit dem 17.3ahrhundert werten sie Im 3ni?entar auf- geführt und gehören nach der Tradition zu den sieten Briesen und zwei Gedichten, die die junge Herzogin von 'Ferrara nicht allxelange Zeit nach ibttr Hochzeit an den jugendlichen, sehr lietenswüediaen und gebildeten Venezianer Pietro Bembv schrieb, einen der bekanntesten Schriftsteller und Gelehcien feiner Zelt und nach­maligen Kardinal. Diese schillernden, verräte­rischen Briefe, die nur anDeuten. nichts be­kennen mit ihrer eckigen und willenskrästigen Handschrift f Da ist ei» Brief tn einer nervösen Eile In erschreckter Erregung beschrieben. Stand hinter ter Schreiberin der Schatten der 100 Iabrr vorher getöteten Darisino Este, die auf Befehl ihre- Gatten In Den unterirdischen Ge­wölben des g.eichen Palastes enthauptet wurde wetzen Ehebruchs?

Dnrch tufxtLMHgt Boten gingen die Briefe: .Dem ringet dieses vertraut, al» wenn Ich es selbst wäre ' Dann entschloß sie sich ihre Brief« nicht mehr .Lucretia Eftens« bt Borgia' zu zeichnen, sondern ein PfeuDonym zu ge- brauchen .Bon jetzt ist mein Harne f. f8 21 och heimlicher klang es. wenn sie von f. f. aks von einer dritten Pertvn schrieb St« ^ennitb das Dort Liebe und Ichrieb von dem .Schatzmeister dem man die eigenen Schulden «mgesteht-: sie wünscht ein Heri son Rdtali zu be-itzen . damit seine Qualen und feine Flammen s ichtter wären und ffe nicht nötig hätte zu fchreiben oder zu sprechen" Die 22| ibclg« Frau «weim.'l entlobt, einmal geschieden, einmal verDlitvet und Mutter

eines unehelichen Kindes, hatte ihre Onaßrungen in 3nltigcn. Richt aus eigener poetischer In­spiration. «her Wohl au» einem ihrer Lieblings- vücher. spanischen Liebe-gedichten. stammen die Verse, die sich zwischen ten vieldeuttaen Briefen an Bembo befinden. .Ich glaube", heißt es in dem einen, .wenn ich jetzt stürbe und mit meinem Weh meine Sehnsucht auslöschte. würde eine Liebe enden, so arvß. daß die ganze Welt ohne Liebe zurückoliede'.

Aus einer Billa, In der er damals an den .Asolart", ten Gesprächen über die Liede, schrieb, schickte der Freund italienische Briese und latei­nische Aerometer. Liebe-Ichwärniercien In Stil eines Petrarca. Bekenniniise seiner tiefen Me­lancholie. Erinnerungen a*x 3»|a mm en treffen, an Gespräche und Kuss« find tn fein sicherte Sätze i<tt Ater Worte allein genügten doch n ganz. Bembo fchickte Lucrrzia ein Agnui Dei und fchrteb dazu: .Würdigt da» beiliegende Affnus Del. das ich eine Zeitlang auf der Brust getragen habe aus Liebe zu mir einigemal des Bachts zu tragen. Damit jene litte Woh­nung Eures kostbaren Herzens wenigstens be­rührt wird durch den Gegenstand, der fo lange auch die Wohnung meines Her-cns berührte." Str wußte fich dankbar für da» fromme Geschenk x» zeigen, denn man liest in einem anderen Brief« Bembvs: .Es lernt mich daß Ihr jeden Tag voll kluger Erfindung an Dinge denkt. Durch die mein Ferner noch vergrößert Wetten könnte, so wie Ihe es heute getan habt mit dem Gold, da» Eure leuchtende Stirn umrahmte." So wat die Haarsträhne alle an ihr Ziel gelangt.

Tu kleine Rovelle endete nicht tragisch Donna Lucrrzia Borgia wurde eine ausgezeichnete Fr au und Fürstin und ter Herzog der sie einst mit tegreillichem Widerwillen heiratete um sei» Ferrara vor Sefore Borgia z» retten, hatte sich lernet nicht »ter sie zu beflogen. Pietro Bembo aber ging von dem damals großen und glän­zenden Ferrara nach dem kleinen Urbino »nd land da ein« anher» Herzogin, die in allem das Gegenteil ter Borgia war GUIabech Gon­zaga. auch sie stiel bewandert und via! geliebt. a»i deren X»1 kein ewiger Flecken laff eine anftr und fluge Stau, in terra Adern nicht das

nal nimmt die Schmutzwäfler (ÄLxNett uab Küche), der andere das Regenwaffet awf Mit den dieswintetUchra Arbeite» wird et» weiterer Schritt getan In bet '^stematlfche. Durch ührung des Trennsystems innerhalb der Stadt. Die oolilänbige ^'«uigung der not- banbenen alten Kanalanlage und ihre Irtechmm durch >il neuzeitliche Teennfystem wirb mit Rücksicht all die flnanyeilen Verbaltnifle. Inte betontere auch mit Rücksicht auf dir Anliegen, für Die durch den Reuanschluß immerhin gröber» Kosten erwachsen, noch einige Iahet in An­spruch nehmen.

Prcii Büdingen.

A *X i D D a. 29. Dez Die Firma Drott und Wirth hier tetrdbt b'v.its fett zwei Iahten am Buchkopf, links Der Provi xz aistraße HIDb* Michelnau, einer. Bafaltsteinbruch. woe us fie vorzugsweise Pflastersteine ki ier: und D e Ab­fälle darch elebnsch betrt-.-ten: Kl^pfmafch.nrn zu Straßenfchotter. Grieß und Btonst -in-n vev» arbeiten läßt. Runmehr will die Frma auch rechts ter Straße In Der Klipp? einen zweiten Bafol ist einbruch anLgrn. Der G meinte- rat von ÄiDöa hat nach vr r«usaetzangener Ortte be<l4>Iffxmg nichts aegm Du* AnlaG^ ctngunxnbew. weil Dadurch Wieder eine Dauernde Arbeitte gelrgenh.-it gckchaffra Wird. Hoflenlllch sührcn Die BerhanDlungen über k» Berpachkung des fn Betracht lomnu-nDra städtischen G läntes ball» zu dem erwün'chten Abschluß. Sichet ist. daß dir als sehenswerte» Raturch-nkmai in te-r Klippe befindlichen Fclsparllerx, die in ißr-r Formation große Aehnlichketten mH b-n Gebilten Des Bl- strtns bei Bufrnborn baten, völlig erhalt«« bleiten. Der S'abtschäser Iohs. Pfann- koch hier. Der über 40 3jßrt lxng Im Dienste Der S'aDi aestanDen und stets mit L >rgsalt unD Treue seinen B.rxxs auij^bt hat. wurde von der hessischer Landwirtschastskammae <U Anerkennung mit einem Diplom und ter sil­bernen Medaille ausgezeichnet. Mn Dienst nachfolger ist fein Sohn Theodor P s an» koch 3m Ixxtereffe te3 Straßen»-rk ßrl tn unserer 6aDt hat der G eneindrrat einen bm süßens wer en Beschluß g saßt Wöt>-n»lich sollen Die Haupt verkebrs st raßen Baßnhok- straße. LubWigstrahe. Sch Nerstraße. Reue Straße imb Raun durch Erwerbslose und städtisch« Ar- miet gründlich g Itzt a> eben. wM bei nasser Witterung tn dtefra Straßen iiMee des sehr starker» Fuhrwerks-. Personen-, 9dh auto- und MotorrStervertebrs Der S< ahraksti oft zu Brei verwanteit Wird. Der von durchs saufenden Autos weit auf die Faßstrtae M an Die Häuferwänte spritzt und die tfußging» häufig beschmutzt. Wenn sie nicht tusch tn einen Hof oder in ein Haus flüchten tdmvn. Han nimmt an. Daß Die Kosten für bie St raßem rtinigxmg verhältnismäßig gering fein werten Sie sollen von Den anliegenden Haus beschäm unD sonstigen Verpflichteten viertel- oder halte jährlich als Umlage erhoben werbm. HofWte lich erklären sich Ne Dnmbßücksbescher mit ter nützlichen Reiterung einverstanDen.

Arciß SAottcn.

O Saubach. 29 Dez Das ßieflge 3o|ann- 5 rTe Drich - Stlft, das occ zwei 3 ißcw durch ten stattlichen Reubau De» Krankenhanfes ver­größert Worte. Wirb Durch ten Anbau einer aMrtennoßnuna. einer Walchlüch- u'rv «tmeUefl Die milte Witterung Der letzten Latz- erlaubte eine Fortsetzung Der üDiuarixc-i Das Eintreten des Froftts unterbrach heute toteDcr the Arbeit. Auf Der Roedsrtte, an ter Siistsstvoche. tt eine Leichenhalle errichtet Worten. Tie hi voriger Woch? an zwei T hjci r> rnnstalkrte Hv ch- WllDiagb in Den gräsl chen Waldungen brachte kein Ergebnis. Die ungewöhnllche Kälte und ter scharfe Wind mxchlen einen sicheren Kugeflchch »nxmöalich Schwarzwild. Da» hier mit als WechselwilD auf tritt, ist in Diese« W nter nicht vorgekvmmen. In Der hiesigen Gemelnde- i a g D Ist neuerdings beim Dachs starke Rsube festgestellt Worten.

Y( 9luppert*burg, 30 Dez Unser Lantz» lugenbbunb veranstaltete am zweite» Weh nacht»- abend eine wohlgelungtn« Weihnacht« se«r im Gemeind-faal. Nach einer schwungvode» Veatte ßung«anfprnd)f bet ersten Verfitzenden, Gericht»» praftifantrn Älbr Marr, hielt Pfarrer D Fritsch Die piftrebr, in der er n Worten di« An»

wesenden zu echtem oottrtonvifche» Denken und Handeln ermahnte. Beim Gesang schöner Weib- nad)tflieter gingen die Stunden rasch tetzin Vie

afrikanische Blut der Borg.a route, .uiuvrn da» der Wittelsbacher und Hohenzolletn. und feine Abe ?gen Urbme be­

rühmter machten als Ferrara Der junge Hu­manist verliebte sich lcltenfcha'tlich in Elisabeth von ter er doch nie etwas anderes zu erwarte» hatte als ein freundliches Lächeln, und vergaß über Elisabeths braunen Haaren die flr m bleichen verschmäht« die blaßgolden« Uod», Ma ihm aus Ferrara gesandt Worten wat.

Unb diese blieb allein übrt» von aller Herr­lichkeit der Borgia, deren Grätet oergelle» sind, deren Wappen zerstört, deren Lehen txrläWen und deren Andenken verwünscht warte, rt»t einzige Monte Haarsträhne ohne Dust und ohne Glanz.

Oie lebende Uhr.

Demlebende» Batome»«^. d. h. den Jki» schon, die da« Weitet Vorhersage» können, ge* 'ellt sich nun bi«lebenb« Uhr" d h ein mänrn- liches cter weibliches Wesen, das die Zeit a»- ceben kann ebne erst bi« Ubt zu Rate zu »tehen. biezu. Der englisch« Pshcho.ogr Vr. Beraard Hol­lander. der Hw c ngc^-iD mit dem Studium des ttsinnes beschälktgt hat. hüll die Xlebuna Meet ähigkeit für «ehe nüh!:ch imb hat sie bei sich 'ekbst austzedildet .Es ist durchaus möglich,^ rflflrt er .dos Unterbewußt fein so zu kontrol­lieren Dali .an sich dazu «czieht. mit - ernliter Genauigkeit ein« ,>..anöote zu mache» D.« eie* fachste Form ist die. baß man sich vsrn.mmt, |u einet bestimmten Zeit autzuwochen. und bWi ge.i gt leicht bei genügenier Konztntcatch» des IC Ulen*. Aber man tonn a uch den Zells in» t» 'ich ausbtlten. der im Unterbnoußnein jedes Menschen oorßanßen ist. Manche Leute I nh tm- .ande. die genaue Zeil an^ugebew. auch wen» sta , ric ötuixten lang nicht auf Die Uhr gekbe» . aber Bisset UnD das Is nahm en. eter S'.genschatt. d.e zur DünktNch'aU und SekbstdNtzi- k'.in en .-c' läßt sich bei allen Mcnlchra ent« idtln.* Dr 5)ollan?cr hat durch bi« Saiwid- .ur.g te# eufinni bet 1« nein Ponente» eine be- texaente Brf'erung nervö er 3uR4»te erzielt.