bcr Iatt< vorn zwar bestä-
ngt mürbe. ohne bab babri für btt Ci4>«ril«llung Meter Souverän*, tät fldKat ©är« Dir polmch- beulten £anDri»t‘«rttag«tKrbunMunjen Alden, tra» Stelen unb da» 3tei$ anbetnHt au’ eine au4) in fren» höchst erwünschte Ont'oannung bin. VotauS'etzung balür bleibt non bescher Sette allrrbvng». bah bu VollSrechte bei tn Polen nrrt'hebmcn Deurichtum« non Polen enbhdb ent» 'prechend den Verträgen anerkannt und n e r ® t r r 11 <b t w.rd <Diederkaus«recht oh» ober<4)lt!ll4>er 6*ul 1trett ulw.).
Dai lebte Iahe bat eine Fülle oon Verträgen zw.tchen großen und kleinen Staaten gexeittgt; doch die Spannungen Im Oft- und Sübohraum iSüdflawien. Italien» konnten nirgends beseitigt werben, la. Ile hoben Ikb. hier tote bort. zuweilen falt zu e.ner hie- ger.schen 3tn o'*lre gelte gert Von einer R e u- Ordnung Ouropai ist noch immer wenig au spüren ebensowenig Die davon, bab die in der europäischen Minderheiten'rage geleistete :hevretilche Arbeit irgendwie in bie Wb’ungi- ver'uche der Staaten zur Milderung der Hegen- täte eingebaut wäre Hut Le N land und Samten bereiten Xutonomiegekbt vor. ORlanb bat ein solche» geschalten. Doch immer verhehlen alle anderen Lander, die deutsch« ober andere Mindetcheiien in Ihren Grenzen Hoden, feum ober nur schlecht ihren 'Sillen, entgegen allem Rechte ihre Minderheiten al» T 11betonten ouS- 4 u r o 11 e n Der Rus .Volk in Rot" hat sür uni noch nichts von seinem Ernste verloren
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Ein Bahnbrecher des Impressionismus.
3um 50. TodeSiage Gustave ttourbetl
Von Tvalther Appelt, Plauen
Da», was den Impref ivniSmu» grundlegend ton den ÄunftauHaHungen. die er abiölen und verdrängen sollte. unie»1d>ieb. war neben der Themenwahl eigentlich mehr seine Farben- al» feine SonnenbcbanMung Soweit er Formen änberte tscheinbar änberte!). geschah e» auf dem llmtpeg über die tn der neuen Sarbtuüur »wangSläulig txranbertc Linie. Man unterscheidet nicht zu Anrecht im Hinblick aus den 3m» press ioniSmu» zwischen Farbigkeit und Tonigkeit. und meint damit das» jebe einzelne Bild- kornponent«. jeder windigste B Idf a kto r eine Egen- (Lvkal-)farbe hat. die jahrhundertelang mehr au» dem Dissen al» au# dem Sehen betau» getreulich im Bilde wiederholt wurde. — das» aber da» Licht die Farven au Tönen umwertet. Deren Einheit - au» der ieüxil» für alle Vildleile gleichen Lichtquelle rtfuliiercnb —. au»8ufdxiltcn. war der göße Fehler de» Dirk- lichkei SianatiSmu#. der bi» zu einem erhebl chen Grade noch die Malerei eine» Dekacrvi, beherrschte
Alle» da» klingt heute fafc wieder so thov- retllch wie vor 50 Jahren, al» noch darum ge- brüten wurde Prakti'ch und tatsächlich haben wir. denen die Äunh eine» Liebermann und eine» Eorlnth gehört, e» längst sehend und fühlend, in un» ausgenommen. 0» ist uni selbstverständlich geworden und. trvA der mehr cu»- geschrieenen al» volbzogenen „IL'bcnrinbung be» Impressionismus', gcb/.tbm. Qfil rding» war da» Für und Wider um bic'e Probleme bei un» wohl auch nie so leidenschaftlich wie in den 63er und 70er Jahren de» vorigen Jahrhundert» in Frankreich. von wo die Bewegung ihren AuSgang nahm. Siner der ersten, die bie neuen Grknnt- Nisse mutig in die künstlerische Tat um'etzten und sie ihren Derlen da» Gepräge geben liehen, war Gustave Cour bet. (QWanet, der bann da» neue Sehen" sozusagen popularisierte, ging im groben und ganzen — wenn auch nicht allein — von feinen Einflüssen aui.t
Dah die Anhänger der alten, durch die Tradition gehe lig en Malweife in ihm. der überdies der Pha.ualle in der Malerei jede Daseinsberechtigung absprach, einen Revolutionär sehen
Sie grenz- und auslanddeutsche Bewegung.
Sine Rückschau aus das Jahr 192Z.
CBon Dr. Marl <- von Loesch. Vorsitzendem de» Deutschen Schuhbunde»
OptimUmu» berechtigt sein, so bleibt aus bet an denen Seite für die praktische Verwirk- lichung. angesichts der Laa« be» Deutschtum» an Ort und Stelle, noch alle» au sordern. Die Verhältnisse haben sich auch in dem lehten Iahre nicht verbesseN. sondern verschlechtert Ql kann hier nicht Aufgabe sein, jede» einzelne Grenzgebikt in seinem SelbsterchaliungSlample gegenüber Staat und StaatSvvU tn seinen Moa- Uchktiten d esen Zkampl zu txheben, zu betrachten: w.r können nur einige Beispiele au» dem deutschen Schicksalsring herauSnehmen, welche die Form« derzeitiger Winder-citmbehandlung in Guropa am rmbeutigften erweisen Vor ollem für S ü b t i r o l brachte da» vergangene Jahr einen auch in Curopa beispiellosen 3uhcnb der Bedrückung eint» allen staatsbürgerlichen Forderungen nachkommenden S:amme». einen Zufi and. der in der Geschichte keine Parallele hat Die £yo'*nungen. die an die Schaffung der Provinz Vozen im Dezember 1926 und die sib daraus crgebrnd« Sinnesänderung Mu^vl n:S geknüpft wurden, fmd gründlich enttäuscht worb cm und die Iczth.n erlassenen 2?rach-
ocrortmungen. die sich b.S zur erzwungenen Vet- weUchung der Grabfchriften steigerten. d.c Ve- kbleunlgung lanbwiNfcha ilicher Önteignungcn im Burggrafenarnte und die An'.tSenthedung her lehten d-eutlchrn Lehrer unter besonderen harten Bedingungen, die erzwungene Flucht be» Rechtsanwalt» Dr Reut-Rikv.u'si inoch immer lebt Dr. Roldin in ber OBerbannung!) und andere» kennzeichnen b:e «tappen be» tübtiroler Leidenswege». Der FasziSmu» hat die 1ran.iöV/i).' Ra- tionalstaatsidee In ihrer Richtanerlennung f.ner fremden Volkspersönlichkeit innerhalb be» Staate» tn» UnQcmcÜfne übersteigert.
Rebe« Italien bleibt Frankreich baS hnnfälligfte Beifpiel dalür. w.e tn «uropa gegen die vom Völkerbunde im Iahte 1922 einstimmig angenommene Resolution ge ünbigt wird, wonach „auch die Staaten, au deren Lasten keine belon- beren Minderheitenlchuyvertrige bestehen ihren Mink erst i'en gegenüber wenigsten» benselden Grad von Gerechtigkeit und Toleranz entgegenbringen sollen, toie et in • den Mi derheiten'chuhvetträi'en stipullert ist". Da» letzte Iaht hat da» Derhälmi» Slsast-Loth- ringen» zu Frankreich auterorbentUd) verschärft. da Üch bie sranzös.sche Oesfentlichkeit nicht zur Anerkennung «llab-Lothringen» al» einer nationalen Minderheit butch.uringen vermag. vielmehr in jedem Hinweise au' diesen MinderheitSchatalter seiner „be;rclten Trübet' ein hochvertäterifche» Unterfangen und den Beweis für deutsche Propaganda" erblicken w.ll. Die jahrelange Hetze gegen die Heimatbewegung hat wn Rovember den «dolg verzeichnen tonnen. den Minister zur Unterdrückung der autonomistischen Presse zu gewinnen. Unter fadenscheinigen Rechtsgründen sind gegen IahreSende Staatsanwälte und Polizei gegen führende Heimattreue in Aktion getreten, um diefe für die errtscheidenben Monate ber Vorbereitung der Dahlen zur stanzv'-'chen Kammer unfchädluch zu machen Den Ruhen hatten davon bisher di« radikalsten Verteidiger bet 5>e.- matrechte bie el'ah-lothr.ngischen Äommu- Uten. bte eine Lösung der elsast-lothringilchen Srafle nur durch eine Gewährung de» unbedingten Selbstbestimmung »rechte» (Volksabstimmung nach ömtfemung der sranzösllchen Behörden) sichergestellt glauben
Die Gegenmahregeln Frankreich» haben allo bie Selbsthil ebewegunz im Vogesentande nur gesteigert, die. unabhäng g von den staatsrechtlichen Abmachungen zwilchen Frankreich und dem Reich «Loearnoi. zwangSläu'ig au» dem Dillen 5um VolkStum. ber Sprache und Kultur erwächst, wie auch in «upen-Malmedy. wo freilich wesentlich andere Verhältnisse herrschen, eine Art
Mallchet Sprachgebrauch wird unheilvokl gxüer al» bö'er Dortzauber Da» ist ein Deut f ch < t7 3e alter Zett ij .beul’* tut» mal» eie staatsrechtlicher Ttgri'l ge»ekn Doch gerade bie staatsrechtliche Verengung die Dort tm Lau' br» letzten Jahrhunderts er- u6r kennzeichnet jene verhängnisvolle «ntw ck- una‘ innerhalb deren das Bewusttleln der deut- chen VottSierfönlichkeit und de» deut!hen VollS- HusammenhangrS schwächer und shwuhkr wurde und durch ein der Gesamtheit de» Deutlet tum» keineswegs g< rechtwerdende» StaatSbewuhtfein Srletzung sand. Rach dem Reich»- und Sjcat#- «ngehbrigke.:«ge'etz vom 22. 7. 1913 ist der ein .Deutscher" der di« .StaatSanstehörig- feit In einem Bundesstaat oder bie unmittelbare ReichSangehbrigkett be iät". An d efer These bat auch di« Versaslung von Deimar n.chtS geändert so wie auch heute noch viele da» Dort .Deutschland" (da» Land der Deutschen> ge- dankenlo» statt be» DoNeS D-ut'ch-s Reich «brauchen, obwohl da» deutsche Volk viel gröber ist aU die Summe der Staatsbürger bH Reiche» und ein volle» Drittel ber Deut- tchen aicherhalb diese» Staate» leben
Da» GrenAerlebm». da» au» dem v3u'ammen- bruch be» Reiche» und ber Donaumonarchie, au» der Zerstückelung deutschen VoUSboden» Im De- üen Rorden. Osten und Süden erwuchs, legte verschüttete Quellen tret Auch den Men'chen be» Reiche» wird Kar gemacht dah ber Deutsche an» Grwen-Malmedy ober au» den an Polen , abgetretenen Gebieten dadurch, dah er zwangS- torik belgischer und polnischer StaatSangehöriaer wurde ein Deutscher blieb dah. über ba» Schicksal der ehemaligen Reichsteile hinaus brr Deutsche in Oesterreich oder in den baltischen Ländern «trotz jahrhundertealter sremder Staat»- bütgerfchali, zum deutschen Volke gerechnet werden müsse. Gin neue» Arbeitsfeld tat sich auf. dem Grenzerlebnl». dem grvhdeutschen Gedanken in der Stunde, wo er auhen- polftisch durch die FriedenSdiktate mehr getroffen wurde al» je zuvor, hiest eS wieder Geltung K verschaffen und ihn lunächst einmal innerlich
gesamtdeutschen Volke zu ver'eftigen.
«m Rückblick auf die vergangenen Iahv zeiat. nicht zuletzt am Stand ber Anfchluhfrage DesterreichS dah da» in reichem Mähe gelungen ist Dah e» mit vvrkrleg»zeltllcher Gleich- gülrigleit in BollStumSfragen wohl für Immer vorbei ist. dah bet VolkStumSgedanke auch in den «ntschliehungen de» Reiche», ber Parteien ber Dirtscha'tSverbänbe in wachsendem Mähe berücksichtigt wird Aber wieviel bleibt noch zu tun, bi» die begonnene «rzlehungSarbeil wirklichen Ö r 1 ol g verheiht. oi» auch die reich»- deutsche Bureaukratie den Deutschen nicht nach seiner Staat»^ugehörigkeit. sondern nach seiner VoUSzugcbirigkeit beurteilen lernt und entsprechend behandelt, bi» auch die ganze ver- bänani»vo<le Spracheerminologle. die zum Beispiel den AuSlanddeutfchen noch immer mit dem Reichsdeutschen im Au»lande verwechselt (ber jenseits ber deutschen ReichSgrenzen lebend« Deutsche hatte für dies« D.nge immer ein feinere» Verständnis und UnterscheidungSgesühl) beseitigt ist' Diel hängt insbesondere von der Erziehung der Iugend ob. und hier bedeuten zum Beispiel die ..Richtlinien für bie Lehrpläne der höheren Schulen PreuhenS". die den VoUStumSunterricht wesentlich berücksichtigen. «inen erfreulichen Fortschritt, da e< nicht nur auf den anthulraSmu». mit dem ber grob- deutsche Gedanke er aht wird, ankommt, sondern nicht minder auf gründliche Kenntnis der tat- sächltchen Lagerung be» brutschen Volke» in Gu.'Ova und der Delt.
Dorf angesichts ber inneren Sntwicklung Sr Bewuhtwerdung de» deutschen DoUStumS jg der trennenden Staatsgrenzen ein gewisser
Toleranz Hz« wie zum Beispiel der .Canbbote* au» Malmedy letzthrn feststeNte den deutschen Minderheiten anderer Länder nicht lutni w.rd unb daher von den Reubelgiem freimühg an- crlaimi wirb: ^Trotzdem fühlen sich sowohl d.e Deutschen al» auch d e Dallonen d'.e er Ärr’r in Belgien mcht zu Harfe, he leben wie unter einer fremden Ve'a ,ang. die schonend aufrr tt. aber bei jeder Gei<^.-nh«it al» störend unb Pe n- (ich empfunden wird Sie kennen weiter nur eine Heimat, die deutsches"
Stellte der Locarnopakt, mit ktner staatsrechtlichen Stabihhrrung brr Staatsgrenzen tm Desten. nne Art Be nebunfl bar. bie zugleich ein bedeutsame» beut'che» Entgegenkommen bedeutete Io bleibt eine entsprechend« Regelung an der deutschen Qstgrenz« nach wie vor unmbglich. ja. diese Frage wurde auch in der internationalen Debatte im Laue be» letzten Iahre» ernsthafter nicht mehr ausgenommen. Da- zu haben sich tne Spannungen im Osten, bedingt durch die Unmöglichkeiten ber Frieben»verträge allzu jäh gesteigert Für ben Dech'elkorr.dor. für die oberschlesische Grenze können ke.ne Garantien gegeben werben. Aber aerobe bie Berlchär ung de» Diinakonflikte» bc'kn Löfung auf der Dezemdenagung d«S Gen er Rate» vertagt wurde, ist Anzeichen für ein« Sntwicklung. in der bisher den Ansprüchen Dolen» au fremde» Gebiet durch ein internationale» Forum, w.e c» der Völlevbund barhellt, letzten Gnbe» immer nachgegeben wurde Da» ist auch im Fall« Danzig festzustellen, dessen Souveränität auf
Turnen, Sport und Spiel.
Neujahk-Swunsch des Veutschen I8eichöauöschuffes für Leibesübungen.
Di« deutsche Ium- unb Spatlsache tritt mit ber Iahrerwende In ein wichtiges 9ltu|obr ein. 1928 bringt uns das 14. D « u 1 s ch « I u t n f« it zu »öln und di« 9. Olympischen Spiele zu Amsterdam. Leib« Tieronstaltungen ifriirmbilb- heben Hochziele unserer Lewegmig. Da» Deutsche Turnfest am deutschen Rhein- eine gewaltige, alle früheren Fest« ub«rst«lgende Kundgebung für den deutschen Webanlen. der in den deutschen verbanden für Leibesübungen lebt, die Olympischen epiel«. ein Ausdruck für das Menjchheitliche. Ilebervolkiich« un- ferer 3iek. aber auch em Prüfstein für deutsches ftorpertönnen im vergleich zur Leistung aller anderen Kulturvölker. Magen beide Feste für un» «r- folgreich verlausen und ihrer '2lufgabe gemah für Verbreitung und Vertiefung vernünftiger Körpererziehung wirken
Das neue Iahr soll die innere Einigkeit zwischen allen verbänen des DRA. förtrm und so die ctofjfraft unserer Sache beben. Den neu angebahnten Verhandlungen zwilchen Tumerschast und eportoerbänben wünschen wir darum ein baldige» und glücklich«» Ergebnis.
Hm Ausbau des Sportforum, möge das Iahr 1928 In schnellem SchnNe fortwirken. Die Deutsch« Tumetlchofi. der Deutsch« Fuhballbund und der De u siche Schwimm verband Haden deschloffei' «hr« Heim« bort zu «rrtdz*n; di« deutiche Tu rusch »Ke wird tm kommenden Jahre bereit» feruageftelll und in Gebrauch genommen werden. Di« Anlage geh: also der Crsüllung ihrer Aufgabe entgegen: Sitz der Hauptverwaltung unserer Bewegung zu werden, ein ronti)in sichtbarer Mittelpunkt und «In Berod» ihrer Groh« und ihre» Gehalte».
An inneren Au gaben steht un# die Rein- crhaltu ng de» fportlichen Gedanken» vor Augen. Da» BerufStum muh von un# geschieden werden. Streng« Beachtung der Ama- teurge'etze ist nur ber äuhere Zaun um unteren Bezirk ä» p'lt die ®eftnnung zu pflegen dah Cetbe»Übung nicht Selbstzweck sondern nur AuS- flang der täglichen Arbeit und die Abrundung untere» Berufsleben» in Schönheit und Freude fein soll zum Mohlc be» einzelnen seiner Familie und seine» Volke». __________
In diesem Geiste auSgebrelkei wirb tu deutsch« Tum- und Sporlbeweaung auch weiterhin öffentlich« Fürforge erfahren. Roch steht ja Reich»- und Staatsunterstützung nicht tm Verhältnis zur Förderung anderer tulturellev Aulgaben und zur Bedeutung unserer Sache für unser Volk In unterer Feit Möge daS neue Iahr hier seine Fortschritte nicht versagen.
Denn Turnen unb Sport zur Gesundheit»- quelle unb zum Erziehungsmittel der neuen deutschen Iugend werden soll, bann bebflrf e» ausreichender UebungSstütten. ber täglichen Turnstunde und einer alle Regierungsstellen durchziehenden planmühlgen Förderung der Tum- und Sportoereine, deren Arbeit durch untere wirtschaftliche Rot stark beeinträchligi Ist Hier mögen bie Organe von Reich und Staat und ber gemeindlichen Selbstverwaltung ihren pfleglichen Geist und ihre Hilfe zeigen Dann wirb bat Iahr 1928 ein Iahr der Ernte sein ge». Lewald gez. Berger gez. Linnemann.
1. Bezirksliga OefTen Oannooer.
Die Sübgrubpe hat ihren Meister! Der SU. 03 Kassel ist den Fuldaer Borussen im Gndspurl baDtrngcIaufeiL Mit 3 1 Toren getoamxn die Äofklaner leichter al« e» der Spidverlau« eigentlich darstellke. Aber ihre ganze Spidwelfc machte doch einen nachhaltigeren Eindruck. Ihr Sieg schien verdient. Man kann sich mit dem Gedanken, in dem Kasseler S. 6 03 neben 5tur- beffen einen starken Vertreter in den west deut- schen Endspielen zu haben, befmtnben. Dieser Eindruck verstärkt sich noch. Wenn man sich di« Einheitlichkdt be er Elf vor Augen hält Ihr« En:wtcklung»möglichkeit ist bei we.tem noch nicht begrenzt, wenn sie auch Aur Erlangung gröb.rcr Spielerfahrung zunächst wird Lehrgeld zahlen müflen. Aber die Spielabschtüsfe mit den grohen und gröstten Gegrtern Im Reiche, die man von 03 gewohnt ist, haben hier auch schon ein gute». Stück Vorarbeit geleistet. Man kann alle» in allem ber Weiterentwicklung der Dinge, soweit sie die Hessen Hannover-Vertre- (ung im Kampf gegen die Hochburgen de» Beesten» anbetriift, ruhig entgegenfeben. Zunächst gilt e» aber erst einmal, den Meister festzustellen. In der Rassel« HrNen-Rarnpfbahn soN
muhten, war verständlich. Zumal Courbct durch fein persönlitze» Auftreten unb leine überlaut betonte politi'ch-oppofitionell« Einstellung mehr unliebsamem Aufsehen erregte, al« seiner 5hm(t zuträglich sein konnte. Au» einem unbändigen Hang zum Nrakeelen verfeindete er sich so ziemlich mit allen Wahgeblichen und ein dünkelhafte» Selbftbetruht'etn isolierte ihn und feine Kunst derart dah selbst Freunde Verehrer feiner Malerei unb die Mehrzahl der ÄolUgcn von tbm abrückten Soviel unkünstlerische# Mchver- stehen in ben Zurückweisungen unb Schmähungen feiner Bilder «auch durch Rapoleon III.) zweifellos zum Ausdruck kam. mag doch andererseits manche von Gourbet leibst verschuldete mm.lchltch beareifl'che Animosität zu alldem mit beigetragen Haven.
Von Interesse dürst« Irin dah er bie von ben ossiztellen Ausstellungen zurückgewielenen Merke in seinem Atelier oder in eigen» errichteten Baracken zu zeigen pflegte, worin man vielleicht den Ursprung unterer „durbfreien" erblicken kann S<tne ^SteinOoblcf «heute in der Dresdener Galerie, erregten ein ungleich gröbere» Ausleben und ungleich lebhafteren Protest al» MilletS im Grunde nicht weniger ^realistische" Bauern- bilber Mnb da» grobe .Begröbn.e in Oman«", jene» Meisterwerk mit etwa vierzig lebenSgrohen Figuren muhte sich unb feinen Schöpfer jahrzehntelang verunglimpfen lasten, ehe «» — lange nach Sour bet» Tode - den verdienten Platz tm Louvre fand. Sein« vom griech 'cden Schön- hetteideal zugunsten der V) rkl.chkeit abweichenden weiblichen 2Ut« teilten, verschiedentlich tät» lich anqeartt’cn. da» Schick al von Manet# Olympia" und Eözanne» Frauenbichem. Aber auch rem landschaftliche Motive 'w.e bie Me«re»wog« . jetzt ebenfalls tm Louvre - und Stilleben konnten die Ha'ler die der ränk- ludbenbe Künstler sich leibst geschahen hatte nicht versöhnen.
Rach Gebühr gewürdigt wurde Sourbek zu seinen Lebzeiten eigentlich nur in Deutschland, wo er <chon 1869 (ün Münchener GlaSpalast > «ine SonberauSstellung r><ran':alten Durfte unb hohe AuHzelchruingen erhielt. D.e e Au«steliung ist besonder» deshalb für bie deutsche Maler«, bedeutungsvoll geworden, well im Zusammenhang mit ihr Eourbet und der junge Leibi zusammen- trafen. S» ist ja belannt. dah der Deutsche dem Franzosen als fein Schüler nach Paris folgte und dast er lebenslang in dankbarer Verehrung sich zu ihm bekannte. —
Auch Lourbri# Tod — er wurde nicht Alter al# 58 Iahre ist eng verknüpft mit seinem Handeln al» Mensch ober, wie er selbst c» wohl aulfahte. al» Politiler Mährend Der Äommune wird er 1871 al» Kunstwort" In ben Rationalrat gewählt, unb letzt in dieser Eigenschaft den Sturz der Dendemc-Säule als eine» Wahrzeichen» bei erledigten Stai er tum« durch. (Einige bezeichnen ihn al« unschuldig, aber fein Deien und Eharak- ter spricht durchaus für Die finnlo'c 3«rit6rungJ Rach Dem baldigen Umschwung wird er außer lech» Monaten Gefängnis wr Bezahlung Der Wiederaufrlchtung de» Denkmal# — über eine Vl«rt«!million Franken! — verurteilt All sein B« ty wird beschlagnahmt. — er we st keinen andern Ausweg al« Die Flucht nach der Schwel, Dort ist n, In feiner Schaffenskraft gebrochen am 30 Dezember 1877 gestorben
Gin chaldSisches ^önigegräb.
Die Grabungen zu Ur. der alten Stadt ber Ehaldäer die ber Geburtsort Abraham» ae- we'en fein soll, haben schon viele wichtig« Schatze an« Licht gefördert. Di« un« die Großartigkeit dieser alten Äultur vor über 5000 Iahren vor Augen führten. Dem Leiter der Grabungen E. Leonhard Woolkey. ist jetzt ein neuer aufsehenerregender Fund gelungen Bei der neuen Grabung Die am 17 Oktober begann stieß er nach mannigfachen Enttäuschungen auf rin könial'che» Grab da» mehrer« hundert Iahre vor der ersten Dvnastie der Könige von Ur wahrscheinlich frühe al« 3500 v Ehr angelegt worben war Xup ome Speerspitzen Die aufrecht in ber Erd« ftanber. lenkten seine Aufmerksamkeit durch Zufall auf b rie Stätte nachdem man eben crit zwei auSgeplündene Grabkammem hei- gelegt hatte Sin Schacht öffnete sich und et zeigte sich rin Sarg an des!en p er Ecken Speere aufgerichtet waren An den Seiten de» Sarget lagen Ge äße ren Alabaster. Stealit und Ton Am Fußende waren 40 bi« 50 Wetallgefähe auf- gehäuft durch btc Zersetzung so eng zu'ammen- ge'chmolzen. daß nur Drei ’Ubeme Schalen in verschiedene gerte e.te Tupfer schalen herausgelöst werden konnten Roch näher am Sarg lagen Gerä.e und Waf'en au» Tupfer, Meißel. Sägen. Lanzenspichen. Aerte Dolche und eine Mas« aut Kupfer, die vielleicht einen Schild dar stell:« Ein Dolch hatte einen stlbemen Griff, ein anderer einen reich verzierten goldenen Im seltsamen
Gegensatz dazu stand eine deine Zahl von Pfeilspitzen au« Feuerstein. Am Kopfende d«» Sarge« war eine Sammlung kostbarer Gefäste au» Gold unb Bernstein, einige mit schönen Relief» geziert Alle biete Dinge waren Gaben Die dem Toten gegeben waren, unb nicht notwendig fein persönliche» Eigentum. Seine persönliche ®rabau«ftat- tung lag Im Innern be» Sarge« Der Körper furchtbar zerfetzt, lag halb auf Dem Rucken, halb auf der linken Seite mit den Beinen wie ge- wohnlich ein gezogen: am Fußende eine Silber» lampe, hinter ber Hüfte eine Mass« von Äupeln au« Gold und Lapislazuli, darunter Amulette au« Lapislazuli tn ber Gestalt eine» Widder» und eine» Frofch» und eine Aupfernadel Deren Aopf Die vorzüglich modellierte Gestalt «Ine» goldenen Allen hatte Aul der andern Seite waren Ohrringe au» «old und Silber. Fingerringe rin Schmuck au« goldenen Wau'cheerblät- tern. rin Armband au# Gold unb Lapislazuli unb eine Art au« Bernstein gehäuft. Rund um die Taille ging ein silberner Gürtel, on dem ein Dolch mit goldener Schneide unb silberner ScheB« hing und rin Schleisstem au« Lapl« an einem Goldring An der Schuller waren «tn« Lampe und zwc: goldene Gesäß« unb nul der rechten Seite ein« Doppelari au« Bernstein Aber Da# Erstaunlichst« ein Gegenstand, wie er nie vorher gefunden worden ist war ber Kopfschmuck, der von dem zerbrochenen Schädel gefallen war unb auf ben Schullern lag. G» war eine Perücke au» rotem Gold eine vollständig« Bedeckung des 5topse» von der Stirn bie über den Hal» mit Modellierungen und Ziselierungen bte ganz natürlich da» Haar nachahmen. Da« Haar, da» in ber Mitte ge’dbeitelt ist. fällt in kraulen Dellen über die Ohren eine lange schwere Strähne ist um den Ropf mit einer Art Band gebunden unb hinten in ein Eh.gnvn D'.e Ohren sind modelliert und durchstochen, unb auf ben Wangen Darunter sieht man die Löckchen de» Backenbart» Auf jedem der Grldgefäß« ist ber Rame der Besitzer» eingegraben MeS-la'.am-dug Die et Rom« bedeutet ..guter Held be» Lande» . Da er aber auf keiner Äbniäflifu erscheint unb kein Tllri hinzugesetzt ist so büriit ber Mann mit ber goldener. He rücke ein Prinz aus königlichem Stamm qetoc'en sein, der kurz vor der ersten Dynastie von Ur um» Iahr 3500 v Ghr. lebte vvn Dem die Geschichte nicht» berichtet und beben ®rab erst un« rin Stück Geschichte ber Brrrrit offenbart


