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Nr. (51 Drittes vla^Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 5t). Juni 1427

Das Gießener Viehhofprojekt

Lebhafte Förderung der Bautätigkeit

vor

bcm Vorjahre haben. t>erm:

nicht unteraubringen, so bai

flr

hatten, wie Renntier hier typische Alpen- Etrinbock. Unb außer» Tiere und Pflanzen die große Kälte er-

Hochstadt. 2. Doppel quartett C tHIänncrquflrfett Orteixberg. 4. Ha

sonne ihr Dasein gefristet und MofchuSochse. lebten bewohncr. wie Denise und dem fristeten hier noch Deutschlands ihr Dasein, tragen konnten.

GS einmal

>eim. 3. Laubach.

Regenperiode.

regnet bei uns in diesem Sommer wieder so viel, daß wir wirklich glauben, ci

-gesehen sei.

vtadw. Leop. Mayer (Dem.) bemerkt zu der Frage des Vorredner-; über die Playsrage

Als nun mit dem Wärm erwerben des Klimas die Dletlcher auS Deutschland verschwanden, da folgten die Tiere und Pflanzen den zurück- wcichenden Gletschern nach den Polen und nach den Höhen der Alpen. Diele Bewegung ift heute, besonders bei den Pflanzen, noch nicht zum Still­stand gekommen. Diele Pflanzen und Tiere der Mischsauna und -Hora landen auch in Deutsch­land zusagende Eristenzbedingungen. Oertlichkeiten wie die Höhen unserer Mittelgebirge. Moore und

Die öintoirfung ber G.szrit auf die heutige Tier- unb Pflanzenwelt, auf ihre Verteilung xmb auf besondere Lebensrigentüml ichkriten ist in der Koblenzer AuSstelluna: .Der Rhein, sein Werden unb Wirken" zur Darstellung gebracht. Die hier in Betracht kommenden Verhältnisse werben in einem besonderen Abschnitt der Ab­teilung: .Biologie beS Rheins" anschaulich bar­gestellt.

Krebxk von 1 bX)00? Mk aus Anleihe niltekn wird um 418 582.50 Mk. auf 1915 582bO erhöh:.

ÄS entspinn: sich bei bie: er Vorlage eine kurze Aussprache, die sich um die Berücksichtigung h.e- sxger Ge^chä'lsleute > Bauunternehmer bet b:r Vergebung bie'er verbilligten Baukrrdit dreht. Aus trr Antwort ber «Kiirai ung aus btc An­fragen der Ctabnx Rtcvlau» unb 5*r. K r a u *- mlller ist zu entnehmen, baß bti jeyt 243 Bauten mit verbilligten Dar-ehen f:nan,iert unb Daß nur In ganz wenigen. be'ander S g? 'enen Fällen Ar veiten nach auswär^» vergeben werden. 3m allgemeinen hebt auch d e Bauver» ,1'ung auf bem S'.andp u'- b.v. s < - c

bleiben foH.

Ein neue» städtische» Dknßj.ujubr.

Hm notwendige Verwaltungsräume für bae ElcktrizitätSweri fetalen zu können, wird de: lür Srrichtung eine? D'enstwv.ing^äudes für den Direktor der ßäö'idxn Elektrizitärs^ *r c e.foi- derliche und au» Mitteln des 2lektri;i:ätewerk7« zu entnehmende Be:rag auf höchstens 51 100 Mk. festgesetzt. Den von Architekt M e v : r ou#g:arbri- teien Plänen wird zugcstimmt D e Projektbear­beitung undBauleitung ur.rb entsprechend bem Beschluß des Finanzaus'chufteS dem Architekten Meyer übertragen.

AlS Ausschußberichter alter betont Stabtv. Schmäh! die Rotwendigkeit. neue DerwaltungS- räume zu schaffen, bie durch diese Borl ige erreicht würden.

Die sozialdemokratische Fraktion lehnt die Vorlage ab mit ber Begründung, die Sache sei zu teuer

Mrbdtsoergcbungen.

Die Maurerarbeiten, sowie btc Pflaster- unb Ehaussierungsarbeiten zur Befestigung der Bruch st raße nächst ber Goe:hestra'»e werden an bie Firma Gebt Gc r lach in Krosborf zu ihren Angebotspreisen vergeb.-n

Zum Ausbau ber Werkstätte im Hose d e rj?> auptpost wirb ein Betrag von 2200 Mk. zur Verfügung gestellt. Die Angelegenheit hängt mit der Kraltpost Gießen Kllebachtal zusammen, an ber die Stadt bekanntlich ft ort interessiert ist.

Zur Einlegung bet Wasserleitung in den Gleibergerweg wird ein Kvedil von 7000 Mk. bewilligt

Ausstellung eine» weiteren BeMrfnivßäuMßcn».

Die Errichtung eines BedürfniShäuSchenS an der Unterführung ber Lubwigstraße unter Denuyung ber Sifexxbadnböschung wird genehmigt. Der ersorberliche Kredit in Höhe von 4000 Mk. wird bewilligt.

Kon Mionsgesuche.

Antragsgemäß werben folgende Gesuche um SrlaubniS -um Schankwirtschastrbetrieb befür­wortet: Frau Barbara Körner (ür Pltxkstr. 3. ®af( Astvria; Frau Selma Spuck Wwe. für Hardt-Terrasse an ber Hardt 8: Lustver kehr- A.-G. Oberhessen-Lahngau für das Gelände des Flughafens.

Schließlich werden noch eine Anzahl Ban­ge s u ch e genehmigt.

Euchrer nach einer geeigneten Unterbringungi- möFichkeit ihrer Tiere an bem Markttage in aurSeichenber Weise Rechnung getragen worden.

►4 AlSselb. 28 3imt Heute nachmittag, kurz nach 5 Uhr. wurde bic hiesige Freiwilllc.e Feuexwehr durch die Feuersirene alarmiert. 3n dem benachbarten preußischen Dorfe Schrecksbach, da- zum KreiS Ziegenhain gehört, war in der großen H o s r e i t e des Gu'SpächterS Stein- m c h in einer Scheune Feuer auSgebrvchen. Infolge deS bedrohlichen Umfangei des FeuerS wurde die städtische Molorspriye zu Hilfe gerufen, bie in weniger als 15 Minuten feit dem Alarm bereits abfuhr. Durch baS Eingreifen der Motor- ^tiße gelang eS. bei FeuerS nach etwa zweistün­diger Tätigkeit Herr zu werden unb ein Ucbcr- greifen der Flammen auf die anderen Wirtschafts­gebäude zu verhindern: dabei zeigte sich wieder Die große Ueberlegenheit ber Mowrsprxye gegen­über den gewöhnlichen Handspritzen Die Lnt- stehungSursache des Brandes ist unbekannt. Denn

Obcrbeffen.

Landkreis Grctzen

Trohe 29 3uni. Friedrich Wilhelm Schmid: von hier wurde zum Rechner. Polizei- diener und Feldschüyen für unsere Gemeinde er­nannt und vom Ärexiairtt Gießen verpflichtet

gf Droßen-Dusrck. 29. 3unu Nachdem im vorigen Winter eineS der hiesigen Schulmäd­chen beim Schneeballwerfen einen Unfall erlitten haf.e. Hot sich der Gemeinderat entschlosten. die Schulkinder, einschließlich der FvrtbildungS- fchüler und -schülerinnen gegen Unfall zu versichern Die Zahl ber Veriicherxen beläuft sich au! 230, die Iahrcsprämie beträgt 110 QH

f Grünberg 29. Juni. 3n der jüngsten Dem einberatSsihung tourte die Herstel­lung der Heizun^Sanlage im Qleubau ber Oberreali chule ber wen.gst- sordernden Firma Friy- Darmstadt zum Preise von 5429 Mk. übertrageiL Die Firma soll ferner aufaeforbett werden, ein Angebot für die Her­stellung einer Ba deeinrichtung (4Wannen und 8 Brausen» einzureichen. Born Hochbau amt in Gießen wird ein Kostenvvranfchlag für die

Sümpfe unb endlich kalte Ouellbäche boten ihnen die für ihr Leben notwendigen tiefen Tempera­turen.

Auch unser Rhcinstromgebiet enthält nun eine ganze Reihe von Lebewesen, die während der Eiszeit in dem eisfreien Gürtel gelebt haben. Aus der großen Fülle will ich nur einige heraus- greisen.

Es ift eigenartig, daß auch ein Vertreter aus dem wätmeliebenden Geschlecht ber Rep­tilien. und zwar die Kreuzotter, während der Eiszeit in dieser kalten Zone gelebt hat. Als echtes Eiszeittier bewohnt sie bie Lxrcumpvlar- zone. Haparanda ist ihr nördlichster Wohnort. 3m Rheingebiet findet man sie in Sümpfen unb Mooren, wie z. B auf bem Hohen Denn, also in Gebieten, die noch am meisten Ähnlichkeit mit den Tundren der SiSzeit haben.

Auf die Lebensgewohnheiten eines bekannten Rheinfilches. nämlich des LachfeS. hat die SiSzeit merkwürdig einaewirkt. Die Heimat der Lachte liegt in den Meeren deS hohen Rordens. Die EiSmassen haben He nach Süden gedrängt, in den Schmelzwässern der eisfreien Zone hoben sie eine zweite Heimat gesunden AlS die Gletscher ab- schmolzen, da folgten sie dem SiS wieder in ihre alte Heimat.

Die wechfelvolle Geschichte des Lachses Hingt heute noch in feinen Lebensgewvhnheiten nach. In einer bestimmten Zeit des IahveS wird der im Ozean lebende geschlechtsreife Lachs von einer rätselhaften Gewalt gegen bie Mündungen der Flüsse getrieben. Er bringt so auch in den Rhein hinein, um unaufhaltsam stromauswärl- zu wandern. Bald verläßt er den Strom, geht in die Nebenflüsse hinein, überwindet m den reißenden Gebirgsbächen oft große Hindernisse unb macht in (leinen Ddasferläufen von etwa i» Meter Tiefe halt.

Zu dieser Wanderung gebraucht er im Rhein- ftrom etwa 3 bis 5 Monate. Wahrend dieser Zeit nimmt er keine Rahrung zu sich. Das geht aus der von Zfchvkke festgestellten Tatsache her­vor. daß die Parasiten der bei Basel gefangenen Lochte mariner Herkunft waren.

Nachdem das Weibchen seine Sier abgelegt hat. oft 20 biS 30000 Stück, eilt es als dürrer

boriicgt. Man spricht von Preisen, die unter 2 3HL lür den Zentner liegen, ohne baß es zu rcnnerenx-Tten Ablchlüste-.x käme Ün:er diesen Mmßär.ben jeigni die Grosveriteigerungen der letzten Tage an starkes Zurückgehen bet Pachtpretse An vielen S:ellen liegt auch Intrige des schweren Regens das Gros au' dem Boden, fv daß Fäulnis befürchtet wird Infolge llmstellung auf gestc-.g r.e Schweine­mast in allen Dörfern Zeit e.n Heb fr- angebot an seltenS chwe inen »- r^anden. daS den Bedarf der eindri-mschen M.tzger w.nt übcrltc.flt. 21i an fürchtet auch viel «ach die ukfobt der ßetren Tage und such: rech'zeitig ab' a'etzet^

Ärcie LÄoilcu.

8 Schot t en. 29. Juni. Gelegentlich des G e i a n g w e 11 st r e x t e s. ter au» Anlaß der 90jährigen Jubelfeier u<» e.. ttenec MännerchorS 1637 am Sonntag hier . xt.fanb. wurden folgende VereineprrtSgekränt 1 Stabt- klasse ! PreiS Männerge angverein Har­monie Grvlien-Linden. 2. ?:tnergc'aag- verein Sängerlranz Sran!1 urt 2itebe..ab. 3 2Hän- nergelargocrein Lxederkranz Gedern. 2 Stadt- klaffe 1. Männerge^a.xgverein Grünberg. 2 Männern cangverrin Harmonie Alsfelo. 3. Stab! Halle: 1. Mcknnex ^rian^verein Ein­tracht Z.aiitturc-Bvnames. 2.nxerge aag- neretn isOO Lauterbach. 3 Männeraelan^oerrin Bruderliebe Herbstein 1. Landklasse 1. 21llxnnergcsangvere.n Jugend'reund Steinl-erg l' G. 2 Mänr.ergesan.vere.n S ngerlust Siebt :n- i-och. 3. O.-lannergdonguercin Eintracht Mittel- Gruntau. 4 Männerg- angverrin Konk. rdia Stock­heim. 2 Landklakse 1 Männer Gesangverein Heiterkeit Annerod b. G. 2. Männerge'ang- oerdn Ctx-r chmitten. 3. Männergesangvn- in exn- tracht Eichelsbori. 4. Männergesangverein UlrL" - stein, 5 Männergesangv r in Orpheus Br xinges- baln: Anerkennungen Män.:erge'angverexn Ru­dingshain und Slänncrgriangoem i ekrmanhi Ulfa. 3 Lanbklasse 1 Jllänncr<ie<or.ctxrr.n

luft Movrholz. 3. Männergesangverein Germ in>a LöpvTm i. T . 4 Männergesangverein Frischbvm.

5. Männergesangverein Hopsmannssald. Anerken­nung: Männergesangvereiix Sängerlust Hkrgenau. Quartett klasse: 1. Wil»ersches Quartett

der diesjährigen Ernte kaum Rachsrage vor­handen. Da viele Landwirte noch Vorräte aus ögen sie die neue Ernte ►aß reichliches Angebot

Die dinroirlung der Eiszeit auf die heutigeLier- und pflanzeMett

Don Dr. Menke.

DaS Interesse, bas die heutigen Menschen an der Eiszeit nehmen, ist nicht rein platonischer Art. Ihm liegt oft bie bange Frage zugrunde. Werden wir nicht von einer neuen SiSzeit be­droht? In einer illustrierten Wochenschrift konnte man schon dargestellt sehen, wie sich diese- Er­eignis an unserem Rhein auswirkt. Run sind ja auf Grund wissenschaftlicher Erwägungen alle Besorgnisse über das Eintreten einer neuen Eis­zeit überflüssig. Ss wird aber immerhin inter­essieren. wie die alte Eiszeit noch biS in unsere Tage hinein die LebenSgewohnhciten von Tieren bestimmt.

Ss ist wohl keine Frage, daß die Eiszeit, dieses flcaxxltigfte Ereignis in der jüngsten Erd­geschichte. auch auf die Tier- und Pflanzenwelt verändrrnd ringewirkt hat. Ganz allmählich dran­gen die Eismassen des Rordens nach Süden biS in die Höhe des deutschen Mittelgebirges, die Gle'.scher der Alpen flössen nach Rorden etwa bis in bie Höhe von München. In bcm etwa 300 Kilometer breiten eisfreien Gürtel Miltel­und Süddeutschlands sammelte sich nun eine bunt zusammengewürfelte Lebe weit: neben Tieren, die bisher unter den Verhältnissen der MitternachtS-

* Gießen. 28. Juni.

Die S tadtverordneter - Der sammlung befchäf- riate sich im Anschluß an bie Beratung üoer den HauShaltv.'oranschlag für 192T 28. über bie vir gestern bereits berichteten, noch mit fol­genden Vorlagen:

Errichtung eines vieyhasr.

Markt- unb Finanzausschuß beantragen fol­genden Beschluß: Zur Erbauung eines Mehho-eS in Gießen, dessen Rolwendtstlrit anerkannt wird, wird ein Kredit von 800 b» Mk. bevill.gt.

Stadto. Horn (Dt. Bp.) bemerkt als Aus­schuß-Berichterstatter. b.e Errichtung rines Q5t^>- Hofes in Dießen fei eine Rotwend.gkcit geworden. Die bisherige Unterbringung ber aufgetnebenen fei unzulänglich. Durch btc Schaffung eines Diehhvfes mit allen sanitären S.nrlchtungen ber Reuzrit sei es auch möglich, regelmäßige Viehrnärkte wieder einzuführen. Da bie Märkte für die DerkehrSentfaltung sehr günstig seien, habe auch bic Geschäftswelt von dieser Einrichtung Vorteil. Mit ber Errichtung bei Vichhofes solle aber nicht allzu lang? mehr gewartet werden. Die Diehhändlerschast stehe bcm Plane sehr sym­pathisch gegenüber, sie irürbc die Sache auch perne finanziell unterftünen. jedoch sei sie bei Oer jetzigen Geschäftslage dazu nicht in der Lage Durch die Einnahm- an Standgeld werde die Verzinsung des Kapital» sichcrgesteM sein. Da» Unternehmen stehe also finanziell sicher.

Gtadtv. Rahnef elb (Mittelst.-Bg.) er­kennt die Rotvendigkei' eines Vichhofes an. er fragt jedoch die Verwaltung, welcher Platz dafür

Montag. 4. Juli, dahier stattfind?nbt sag. Prämienmarkt, ber ein Sammelpunkt für <dle landwirtschaftlichen Äreife biS weit über bie Grenzen des Kreises Alsfeld hinaus ist. verspricht in diesem Jahre hinsichtlich feiner wirtschaftlichen Bedeutung alle früheren zn übertreffen. Die An­meldungen zur Prämiierung für bie einzelnen ihlreicher als im ver-

64unbe oon Koinhaufen bis Dber-fBeffingen an ®et- tertal hinziehen, versorgen nicht nur unsere Stadt und die anliegenden Ortschaften mit Heu, auch wiesen­arme Orte der Umgebung decken hier zum Teil ihren Futterbedars. Die Heuernte, die hier immer" längere Zeit in Anspruch nimmt, wurde in diesem Jahre durch bie schlechte Witterung ber Vorwochen ganz wesentlich verzögert. Erst der heutige Iag_ er­möglichte wieder bessere Arbeit. Die Wiesengründe waren daher äußerst belebt, unb in emsiger Arbeit konnte rin großer Teil des Futters geborgen werden. Die Stadt zeigte in den Nachmittagsstunden wieder bas schon oft erlebte Bild, daß Wagen hinter Wagen, hoch mit duftendem Heu bHaben, bie Hauptstraße passierte. Die Ernte ist im allgemeinen nur eine gute Mi11e 1 ernte. Die Wiesen in nassen Lagen hoben bei ber falten Dorsommerwitterung nur einen dürftigen Grasansatz entwickelt. Recht ergiebig sind aber bie trockenen Lagen.

Richt preisgekrönte Vereine: 1. Tliän- bcrgcfar.flDerdn Fidelio Obcr-Wlddcrs heim.

2. lUännergcfanavcrrin Edelweiß Rirseld 3. Männerquartctt Wolf b. Dbg . 8 Männergefang- ocrern 'Babenhausen 2.

Kreitz Alsfeld.

M AlSfelb. 29. Juni. Der am nächsten

Ticrgattunaen fnxb weit -ahlrricher als im ver­gangenen Jahre, auch di« Renninwen für bie vritcriporilichen Verunstaltungen, insbesondere für die Pferderennen, sind fast doppelt so zahlreich wie im vergangenen Jahre. Die 6tobt hat hierfür Preise von namhaftem Werte gestiftet. Durch bie von der Stabt erbaute sehr geräumige Untcr- sfellhalle für Vieh ift nunmehr den 'Wünschen der

törme man sich heut? noch nicht unterhalten, ba spielten noch mancherlei Mmftänbr mit. Es handle sich jetzt vor allem um die prinzipielle Bewilli­gung. Der Dichhof fei eine werbende Anlage. Durch diese Einrichtung werbe übrigens auch wieder Ordnung in den Markt bet rieb kommen.

Stadw. Dr. ÄrauÄmüHer (D.D.) bittet um rasche Annahme der Vorlage, ba andere Städte unS zuvvrkommen würden, wenn wir noch länger zögern. Heber bie Playsrage könne man natürlich in einer ösfenllichen Sitzung nicht reden.

Da bic Verwaltung auffallenderweise gegenüber ber Anfrage Rahncfeld schweigt, wei­tere Redner auch nicht gemeldet sind, kommt baß HauS zur Abstimmung. Der obengenannte Ausschußasttrag wirb einstimmig ange­nommen. Dafür stimmt auch Stabtv. Bal­zer (Mittelst. D.). ber biefeS Projekt Im vorigen Jahre so entschieden bekämpft hatte.

Erneuerung der Rinberfuftdd im Schlachthos.

Dem gemeinsamen Antrag der Schlachthos- deputation und des Finanzausschusses entspre­chend wird für die Errichtung einer neuen Rütte­lei im Schlachthos ein Kredit von 130000 Mk. bewilligt.

Größere Mittel für Lauda riehen.

Der für bie Gewährung von Baubarleben im Rechnungsjahr 1927 zur Verfügung gestellte

werde damit em Rekord ausgestellt Aber wir tonnen unS trösten: cS gibt Gegenden, in denen noch sehr viel mehr regnet, und eS gibt Regenrckvrde. gegen die die bei unß ge­messene Riederfchlagsmenge lächerlich gering ift Rach einer Zusammenstellung des Washingtoner Wetterbureaus wird der Weltrekord für den Regens all in 24 Stunden von bem Ort Bagujo auf den Philippinen gehalten: hier fielen vom Mittag des 14. Juni bis zum Mittag des 15. Juli 1911 46 Zoll Regen. Da» ist mehr alß bei unS an den meisten Stellen im ganxen Jahr fällt Eherrapunji in dem Khasi-Gebirge von Aftam. daß lange den Rus ber nässesten Stelle auf Erden hatte, registrierte am 14. Juni 1876 einen Regensall von 41 Zoll in 24 Stunden. An demselben Ort fielen im August 1841 30 Zoll und mehr an jedem von fünf aukinanberfolcen- ben Tagen Den Weltrekord für den größten Regenfall innerhalb einer Stunde hält der Orr Campo in Südkai lorn.en. nahe ber mexikani­schen Grenze: h.er brachte eine dicke Wolle in einer Stunde P/4 Zoll Regen hernieder. Zu Porto Bello registrierte am 29. Rovernber 1911 um 2 Uhr mittag» ein automatischer Regen­messer die Riefenmenge von 2,47 Zoll in Drei Minuten. Dieser Weltrekord deS stärksten Re­gens überhaupt wird noch in den Schatten ge­stellt durch eine Registrierung au 0 pid S Eamp n Südkalifomien vorn Morgen deS 5. April 1926: man stellte dort 1,02 Zoll Regen in einer Minute fest.

Geselle bem Meere zu. In wenig Tagen ist eS an der reichgebeckten Tafel beS OzeanS wie­der angelangt.

Warum hat ber Lachs diese lange unb an­strengende Wanderung unternommen, vom Ozean xum Gebirge unb wieder zurück? Er will seinen Aachkommen in ihren Iugcnbtagcn Sristcnzbc- Dingungen schaffen, unter denen feine Vorfahren in ber Eiszeit gelebt haben. DeShalb wickelt sich daS Fvripslanzungsgcschäft des Lachses auch im kältesten Teil ber Jahres, im Winter, ab. So spiegelt sich bas Schicksal einer Tierart in bem wechsewollen Verlauf ber Erdgeschichte wieder in dem OebenSlaus eines einzelnen Tieres.

Andere lachsartigen A.sche, wie die Felchen, fanden in den Tiefenregionen von Seen zu­sagende Eristenzbedingungen. So ift ber Felchen des Bodensees ein lältcliebenber Tiefseefisch. In­teressant ift es in diesem Zusammenhang, baß im Jahre 1872 von den Mönchen des Laacher Klosters etwa eine Million Larven des Bodensee- selchen in den Laacher See eingesetzt wurden. Hier im Laacher Sec haben sie sich biS heute gut gehalten. Durch die veränderten Lebens­bedingungen haben sie in bem Zeitraum von knapp 40 Jahren eine neue Art gebildet, bic sich in wesentlichen Merkmalen von ber Stamm­form des Bodensees unterscheidet.

Eigenartig hat die Eiszeit auch auf das Schicksal einer vor der Eiszeit bei uns ver­breiteten Muschel, ber Wandermuschel, ringe- wirkt. Die EiSzext drängte das wärmellebende Tier nach dem Osten, im Schwarzen Meer und im Kaspischen Meer fanb es eine letzte Zuflucht. Von hier aus hat mm bie Muschel im Laufe ber Zeit mit dem Därmerwerden des ZNimas daS verlorengegangene Gebiet zurückerobert. Sie wanderte enttoeber im beweglichen Larven- zustande in den Flüssen auswärts ober setzte sich als ausgewachtcncS Tier mit BhsfuSfäden an Schiffen fest. 6o hat sie sich vorn Jahre 1824 an durch die Kanäle hindurch durch alle Strorn- gebiete Deutschlands verbreitet. Sie gelangte and) in den Rhein, durch den MainDonau- Kanal wanderte daS Tier in die Donau und ist heute wieder im Schwarzen Meer angelangt. So hat sich der Wanderkreis geftßfoflen

ber notwendigen Aufklärungsarbeit mitzuhelfen. X Cid). 29. Juni. Unsere großen Wiesen- unbe, die sich in einer Länge von über einer

Kreitz Friedberg

^LDab-Rauheim. 29. Juni DaS Kur - heim .Gutenberg". daS wie wir seiner­zeit berichteten im April dieses Jahres von ber Buchdrucker-Krankenkasse erworben wurde, ist seit einigen Wochen in "Betrieb. Am Sonntag konnten sich Dertrctcr der hessischen Re­gierung, ber Stadtverwaltung, der Bad- und Kur- oextDaUung und des Kreisgriundhcitsamtes durch eine Besichtigung von ber gediegenen und behag­lichen Ausstattung des KurhcimS überzeugen.

Kreis Büdingen.

,? AuS dem Riddatal. 29. Juni. In­folge des verminderten Bedarfs ist für das Heu

Cegurfl von Parkett bzw. Linoleum erwartet. 3trec5 Herstellung der WegeimStadt- walb. Die im Herbst vorgenommen werben soll, wurde ber Bürgermeister beauftragt, mit ver­schiedenen Vataltwerken der Umgegend Verhand­lungen über die Lieferung von DasaltgruS auf- zunehmer Dem Musikverein wurden zur Anschaffung von Instrumenten 350 "3ÄT alS birtjäßriger Zuschuß gewährt. Als DegCTileistung hat der Verein unentgeltliche Konzerte bex besonderen Gelegenheiten zuge­sagt. Im übrigen beschäftigte man sich mit kleineren Angelegenheiten.

|* Grünberg, 29. Juni. 3m Hotel ..Zum wilden Mann" sand gestern abend die erste Hauptversammlung deS Verein- für das Deutschtum im Ausland. Orts­gruppe Drünberg. statt. Der 1. Vor­sitzende. Studienrat Seybol d erstattete den Geschäftsbericht. AuS leinen interessanten Aus­führungen ist folgendes zu eixtncßme-a: Die hie­sige Ortsgruppe wurde im April 1925 inS Leben gerufet^ Aus technischen Gründen wurde die erste Hauptversammlung erst in diesem Jahre ob- gehaltexx. 3m Jahre 1925 schließt der Kassen­bericht mit 1419.15 Mk. in Einnahme und Aus­gabe ab. Der Mitgliederstand betrug bei ber Gründung 56 Mitglieder unb 198 Spüler bet Schulgruvpe. Der hohe Kassenstand deS ersten DereinSjahrcs wurde durch den Äämtnerabenb und eine Schulsammlung erreicht. Rach Abzug der Unkosten konnte ein namhafter Betrag bcm Landesverband überwiesen werden. 3m 3ahte 1926 schließt die Kasse ab mit 339 25 Ml. in Einnahme und Ausgabe. Der Mitgliederstand war: 61 Mttigliader und 200 Schüler der Schul- gruppe. Das lausende DereinSjahr 1927 ist be­merkenswert durch die Werbewoche des D. D. A. in Grünberg, die ttrotz aller Unbill deS Him­mels und sonstiger Hemmnisse einen recht bt- sriedigsnden Verlaus genommen hat. ES wurden 1067,36 Mk. vereinnahmt, so daß nach Abzug der Unkosten für Postkarten. DallonS usw. zirka 840 Mk. an den Landesverband abgeführt werben konnten. Lehrer Wenzel hat die Kasse deS Vereins geprüft und den Kasfenbeftand für rich­tig befunden. Weiter berichtete Studienrat Sey- bold in lebhafter Schilderung über die schöne Pfingsttagung in DoSlar. Allen Teil- neymern wird diese Tagung eine bleibende Er­innerung sein. Oberamtsrichter D ö l p dankte im Rainen der Versammlung bem 1. Vorsitzen­den für feinen ausgezeichneten Bericht, ferner sprach er ihm Dank für die umsichtige Leitung der Ortsgruppe und der gut verlaufenen Ver­anstaltungen aus. 3nfolge Arbeitsüberhäufung und technischer Schwierigkeiten mußte ber Vor­stand neu organisiert werden. Die Vorstands- w a h l ergab einstimmig folgende Zusammen­setzung: 1. Vorsitzender Studienrat Seybold. 2. Vorsitzender Friedr. Frank, Schriftführer Studienra: 3ulius Walther. Kassierer W. 3öck<l. Für die Schuigruppe soll demnächst noch rin Vertrauensmann ernannt werden. Zum »bat der 1. Vorsitzende, die Bestrebungen . D. A. wirksam zu unterstützen und an