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Wilhelm HÖSS, Haus- und Küchengeräte

Neuen BÄue 10 aisso

2lus der Provinzialhauplsta-l.

Greben, den 30. Juni 1927.

Landgerichtsdirektor Richard Schudt.

Morgen, am l.Ouli, feiert bet Direktnr am Landgericht der Provinz Oderheften, Richard » chudt. feinen 60. Geburtstag

Richard Schudi entftannni e.ner alten hetiifchen 3am.he; et ist ein Sohn bet ober- Seffiftben Scholle. Seine Wiege ftanb am Wetter- ufet in der Bergermühle bei ÄU*er Arnsburg Sein 'Baler war bet Mühlenbesttzer ^ean Schad, 3r belachte ba» Gymnasium zu G-ehen. um ,ich nach dein Ab tuhenieneiamen an unserer LandeSmüverfiiä!. auf der er dem KoryS Hassia ngehörte. dem Studium der RechrSwMenlchaften u widmen Rach der 5afuüät«prufuna trat er im Sommer 1890 m den DorberettungSdienft am .mtSgericht. Lanl»gemcht und RrnSamt Sieben in, und arbeitete auch ein Jahr lann in der .Inwalftchaft de« damaligen LandtagSabgeorVne- cien August Metz. Born 1. Oktober 1891 an erfüllte Schub, ala Einjährig-3reitmUiger feint MUttärdienstpftchk bei dem heffifchen Infanterie, refllmenl Ar. 11b in Giehen. 3m Okivber 1894 unter -»g er lich der groben .Staatsprüfung im Iutziz- und Derwaltungsiach". und zwar m t der Rote .gut" Schon vor feiner Ernennung zum GerichtSaffeftor wurde er Im Dezember 1894 in der damals Üblichen Weife nr.t der Wahr- nebmung der Di en st Verachtung eine« Hillöge- richt«fchreiber« am Landgericht in Mainz btauf- tragt Rach Verwendung^ al« Amttzanwill tn Alzey. Pfeddersheim und Wörrstadt, foenie am Amtsgericht Darmstadt f, wurde er vorn 5. Mai 1897 an mit der Dersehung einer Amt Snchler­st ekle in Waldm.cheIbach beauftragt. Später t» et in richterlicher Verwendung noch Dienst am Amtsgericht Vad-Rauheim. bi« er am 3. Rovern- bet 1897 al« Amtsrichter in Homberg an der Ohm endgül'.lg angchcht wurde. Hier wirkte er fast zwei Jahre lang bis zu feiner Ernennung »um Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg in Darmstadt. Am 1. Mai 1905 wurde er zum Amtsrichter am Amtsgericht Darmstadt I ernannt, wurde sodann AmlSgerrcht-- rat. am 24 Oktober 1908 an das Amtsgericht Diesten versetzt und mit Wirkung vom 1.3a- nuar 1909 an zum Landgerichtsrat hierselbst er­nannt 3n dieser Stellung verblieb er längere Jahre. Selbst nach seiner Beförderung xum Oberland«SgerichtSrat in Darmstadt am 18. Ro- nember 1922 tat er in Gletzen weiter richter­lichen Dienst seine Srnettnung für die hohe richterliche Stelle in Darmstadt stand eigentlich nur auf dem Papier und wurde hier am 12. März 1924 »um Landgerichtsbirektor beim Landgericht und, wie üblich, zugleich zum Amts­richter bei dem Amtsgericht ernannt.

Seit Jahren führt hier Direktor Schudt den Vorsitz in der Kammer für Handefßsachen. Mit unermüdlichem Fleib. besten Kenntnissen und an­erkannter Willensstärke waltet er im besten ötn- vcrnehmen mit der Rechtsanwaltschaft und zur ,'usnedenheil der Recht suchenden feine« J2tat*

Auch im öffentlichen Wirken außerhalb seine« LlmteS war da« Dasein de« hochgeschätzten Manne« reichlich auSgesüllt mit Mühe und Ar­beit. Lange 3ahre war er Vorstandsmitglied de«

.Hessischen Rrchreroerern» Poli.ifch stand er stet« in gemästigter Weise auf dem Boden der ölten nationalliberalen und fetzigen Deutschen BolkS- partei. in der er verschiedene Gbrrnstellungen be­kleidet e. ohne selbst jemals nach einem Mirn^rS zu halchcn Fiel seine« politischen Streben« war da« Geiamtwohl de« DakerümdeS. niemals die persönliche Bekämpfung de« pohtftch AnderS- denfcndeTv Wenn er in der Oesfenthchke.: für die 3ule ferner Partei emirai, blieb lein Kampf ruhig und fachlich. Mehrere Jahre war der Jubilar auch Mitglied der evangelischen Kirchen- ge.ndnbet>er:u:unfl Girtzen und ebenfo zweiter Vorsitzender de« .311 gemeinen Verein» für Armen- und Äranftnpflege". Während der Infla­tionszeit erwarb er sich besondere Verdienst? um daS Evangelische Schwesternhaus, und wenn diese« unter schwierigen Verhältnissen zur Grfüllung seiner Aufgaben im Laufe der .Zeit angrenz.nd an seinen jetzigen Bau. ein umfangreiche« Ge­lände erwarb, da« nach Erfüllung aller Pläne auch ferneren Generationen zum Segn gereichen soll, so ist hier festzustellen, datz Richard Schudt auch hierbei in hervorragender Weise mtlgtw.rlt hat.

Möge dem Jubilar seine Dal- und SchafsenS- Iroft zum Besten der praktischen Rechtspflege und bamit de« Staate« und der Allgemeinheit noch lange Jahre in Gesundheit erhalten bleiben

Wiener Sportler in Gießen.

Rach den zwischen den beiderseitigen Organi­sationen gepflogenen Vereinbarungen sollten die Wiener Fußballspieler, die am SamS- tag. 2. 3uli. auf dem V. f. B -Platz gegen die Rreiselassemannschafl der Freien Turnerschaft Dietzen ein Wettspiel auätraacn. bereit« am Freitagabend hier eintreffen. AuS diesem An- last waren grotzzüaige Vorbereitungen zu einem würdigen Empfang getroffen worden. Dleichtzeitig sollte der Abend zu einer machtvollen Äunb» gebungfürben Anschlutz Oesterreich« anDeutschland werden. Diese Veranstaltung hätte sicher starken Widerhall in allen Bevölke- rungefretfen gefimben. Zum lebhafieii Bedauern, besonder« der Veranstalter, must jetzt hiervon Abstand genommen werden, da besondere Um­stände die Abfahrt der Wiener Sportler um einen Tag später notwendig machten. Sie treffen nunmehr, im Gegensatz zum ursprünglichen Pro­gramm. erst am SamStagnachmitiag in Dietzen ein. Die Zelt zwilchen der Ankunft und dem festgesetzten Spielbeginn ist aber zu kurz, um eine besondere FeierllHkeit zu veranstalten, so hast, um da« Spiel pünktlich beginnen zu lassen, daraus verzichtet werden muffte. Die Bearützung der Gäste, die In einem Gelöbnis de« Zusammen­halten« der beiden Bruderstämme auch trotz de« Versailler Diktats rieben« au«kllngen wird, findet nunmehr unmittelbar vor dem Spiel auf dem Waldlportplay statt. Die ganze Veranstaltung erhält dadurch einen einfacheren Rahmen, sie gewinnt aber hoffentlich eine besondere Weihe durch di« Herzlichkeit der Gefühle, die unseren österreichischen Brüdern entgegengebracht werden.

Vornotizen.

TageSkalender sür Donners­tag. LiebigShöb«. 8 Uhr: Militärkonzert. Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz, 8/j Uhr. Palastuchtspielc: Filmvorführung. Lichtspiel­haus Bahnhofstraße: -Der Soldat der Mane .

2tzorui-Lichtipttle Zndiaaersch^chr von Santa Fe".

.Amerika. baS Land der unbe­grenzten Möglichkeiten" betitelt sich ein iytfm der Ham bürg-Arnerika-Li nie. der am Sams­tagabend m den Dalaftlichftpielen zur Vorfüh­rung gebracht wirb. Man beachte bte morgige Anzeige

M ® ebener Hoch'chulgeselllchaft. Die Festsitzung im Anschluiz an die Hauptver­sammlung der Hochs chulgr'cll'chast am übermoegt- aen SamStagnachin.ttag bringt vekanntlich zwei Vorträge. b.e da« beionNrc Jnierdk weitester Kreise verdienen. Hinsichtlich deS Themas de« ersten DortrageS ist eine Aendnung eingetrtica. Pro! Dr Hauer- Marburg wird nicht über da« Thema .»in indischer MachlavellO. sondern über .Die gegenwärtige politische Lage In Invlen" sprechen und damit einen Stoll behandel"., der gerade jetzt im Hinblick aut de grohe e7,glftch-rusfische Spannung im Vorder­gründe des Weltinterefte« ste^t Der zweite Vor­trag von Prvf Dr Lewv-Golzen über .Die Äeilf4>riftterte derUnivers itätGie- tzen w.rd mit a änderbaren Lichtotldeim au«ge» stattet fein und einen wunderbaren Ueberblick «eben über den ungewöhnlich reichen Schatz an iellschrftwn die untere Hochschule einer Stif­tung der Hochschulgesellschäit verdankt Zu der Zcstfitzung. ke um 433 Uhr nachmittag« be­ginnt. sind auch Gäste willkommen.

Das Lrdeitsgericht tn Gietzen be­ginnt feine Tätigkeit am 1.3uh im neuen Justiz- gebaute. Ostanlage. Zimmer 219 bi» 222. Dort be- findet sich dann auch die Geschäftsstelle de» Lchlich- ftmg»ou»schusse» für Ober>sscn.

* Schweinemarkt In G letzen. 3um gestrigen Schwe:nemarkt waven 132 Ferkel, hier­von der grübet Te.l von Landwirten, aufge­trieben. Trotz Sinken« der Peel'« mutz der Han­del al» flau bezeichnet werden «X kosteten Ferkel. 6 bi» 8 Wochen all. 18 bl» 22 Mk.: von 8 bi» 13 Wochen all. 25 bi» 33 Mk. Ginige Landwine mutzten chve Tiere wieder mit nach Hause nehmen.

Seinen schweren Verletzungen erlegen ist gestern nachmittag gegen 5 Uhr der 14jährige Heinrich Er b von Tret» a. d. Ldo., der mir gestern berichtet auf der Eisenbahnfahrt zu seiner Ärbeifftatte kurz vor Eietzen durch eigene Unvorsichtigkeit von der Lokomotive eine» Zuge» schwer am flopie getroffen wurde. Der Junge hatte einen Doppelten Schädclbruch daoongetragen.

2 5 2 ahre Gießener Post Halter. Am morgigen 1. Juli sind 23 Sahre verstossen, feil f)crr flarl Huhn hierseibfi al» PostlxMer für da» Sie- fttner Posiami tätig ist. Die Poschalievei be» Herrn Huhn sah in dieser langen Zeit gute und schlechte Tage; doch waren die ietzteoen In der Minderzahl, di» der graste Krieg ausbrach und Personal und Pferde zum Dienst an der Front aeholt wurden. Da galt cs, olle Sinne und Kratze zusammenzunehmen, um den Betrieb aujrechterhallen zu können So kam e», daß Herr Huhn, der nun schon nicht mehr zu den jüngsten zählte, selbst morgen» um 6 Uhr mit dem Postwagen nach Ist ein Linden sahnen mutzte. 3m weiteren Verlause be» Kriege» wurde e» dann mög­lich. Soldaten zur «ushilse zu erhalten. Trotz man- chertei Schwierigkeiten gelang e» während der Dauer de» Kriege» den Postsuhrbeirieb ausoechtzuer- hallen. Nach Friedeneschlutz wurden, infolge Perso-

Ne aU<n t'wMuUuxv pen inneren Poft» dienst em gezogen, und «err Huhn mutzte nun neue Äräfte anienwr. und sie ju tüchtigen Postkutschern erziehen. Ibn ihren Seineb zu rutioaaüfieren ging die Ponoerwullung In nieten Orten dazu über den Jsterdedetned durch Kraftwagen zu ersetzen In le­rn dagegen bleiben der Pc^t oortäuhg bte Pferd» noch crbaltm bi» auch h»er dem Gebot der moder­nen Fett folgend. Automobile an ihre Stelle trete» werden

Die Firma 8. Äalfbo* Kochf 3nh. H ch (F r l e . kann morgen. 1. 3uh ihr 25,abnge» Gescha".»subNäum begehen von Ludwig Kulkhof wurde tue tnrma am 1. TUrt 1870 gegründet. Der letzige Inhaber hat e» perfwnben den aut tu Ruf de» Geschäfte» zu erhalten. Such tn vielen beruftidxn Vereinigungen und öffentlichen Körverschasien sieht Herr Urte mit an der cpiue und hak don in uneigen- numaer Weste an ihren »rftrabungen mitgeanrU.

u Die Firma 3. Barna tz Zigarren- sttzchenfabrik und Ltthvgraphftche Kunstanstalt, blickt am morgigen 1. 3ull auf ihr 50iäbrigc« Betzed«n zurück Der Gründer der S ima. Jfaal Bar^rtz der die Firma 36 3ahoe Idteta hatte au» fieinen Anfängen da» Geschäft «4 eine beachtenswerte Höhe gebracht, so M b^ute n ehr al« 80 Arbeiter und Anaetzellte dort be» 'chafiigi werbeu Rach hem Tode be« Gründer« 'm Jahre 1913 übernahmen der Sohn Han» Barnatz und der Schwiegersohn Hermann Hammerschlag bte Ge'chästSfübrung.

Borübergehenbe Schlietzung be« Lichtspielhauses Zweck» Durch'übruna taft Um- und flhireiecrunaOb uie« de« Lftchtspi'ft a ie« Bahnhofstratze bl.lbi bikfc« v m nächsten OHp iu-g ab auf e.nige Wochen geschlossen. Wagrenb t t Feit werden bte Vorfübruug.-n de« Lichftp'cl» hau'e« tn den Palastiichei vielen am Linden platz natthnben.

Die Preise der Rudcrreaatta am Sam»lag und Sonntag auf der Oabn sind in dem Schaufenster von Äaefi Rächst. Inhaber Wilhelm Horn. Sreuzplad. zur össemllchen Besichilguna auSgestelli ericrdfenten feien belonber« darauf aufmerksam gemacht

Auftrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtvieh markt: 2 Kühe. 728 Halber, 161 Schafe. 1212 Schweine.

D eitere Lokal Nachrichten Im 2. Blatt

«Mite dcm «rnttjcrl. ^ngtzblatt.

DaS AmtSverkündgungSblatt R r. 4 8 vom 28. 3uni enthält: Adlüfung >er Warlanle.ben der Gemeinden. ®cnie.n;exr-'< e und öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Tiu bringung der Mittet zur Hestischen HandWctiS« lammet. D enstnachrichten.

Berliner Börse.

Vffckten-Arühverlrhr.

Berlin. 30 Juni. (W.T.B. Funkfpruch) Da» Geschäft Ist auch heute noch vollkom­men unentwickelt. Die wenigen genanten Kurse sind kaum verändert Die Au» ich- ten über die nur zum Teil gen^>nrigte Berliner Sladianleihe sind geteilt. Auch die heutige UU limD/Regulicnmg wirkt hemmend Farben ca. 290. Siemen« 283. AGG. 186,5,187. Am Devilen- marft Höri man Pari» mit 124.01, Mailand 87 75/88, Madrid 28,53,28,54 und ba» eng­lische Pfund mit 4.8550 4,8^55

eine Dame t 6 heule fragt o0 wird mit o° »-

SEIFENFLOCKEN ,

^uNuoir MANNHEIM.

Jrmgarb Stoll Heins Senkelmann

Derlobtr t ,

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Gießen, 30. Juni 19M tronffurter Straße 86 Lanbgrof-ptzistpd-platz 5

: wo?

Hoherodskops-Zest Am Sonntag, den 3. Zull 1927, läuft mein neuer eleganter Mercedes.Äenz-Omnibus auf den Soherodskopf und zurück.

Abfahrt vorm. 8 Uhr am Stadttheater Gießen Mcklunft abends etwa 8 Uhr.

Johrpreis pro Person hin und zurück Dtf. 5.50

üesellsthall von Freunden und Förderern der Uuiversitätffieltea (Gießener Hodi8chulgesell6ch&ft)

Festsitzung Samstag, den 1 Juli 1927, pünktlich um 4l/t Uhr, im Groben Hörsaal der Universität

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