Ausgabe 
30.4.1927
 
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Samstag, 50. April 1927

177. Jahrgang

Nr. 100 Erstes Blatt

WktMectwjfUfTVvmmm

Ruhland auf der Weltwirtschaftskonferenz

ist unbbitfc^

ihr, Sultigfei!

tfr

sein be» wibfminäblg und an wirtschaftlicher ßdftungiärfften

,eschasfen »erben. 3m

wären bann

eigenen

der

des Smits.

ür das oNtck (. Dienflanmni^

Dawes-Ablommens zu sprechen, bie gleich- fall» für bie Bdunbunq ber Westwirt schalt un­bedingt notwendig sei.

bes ftrdlti.

entgegen, ob bie ite in gutem Zu

Bl o ( a u . 29. ttpdL (WB.) .Dweftlid* schrei i: Der Beschlos, der Somjettcairnmg. v»geachtet

iu heuchtihrim. M 1 einem dnrnb- ,nlQ9t zu emdjire ,DOn W Ioäb aus len. SinonnoiMi mannten Jnft bei

1 bei der Bürger

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W-fchrift fit Dtohtra*- e-chten le,riger Ölest e«.

P»I1*« treetfertoeBUti tim.

Sonntag, 5 et trüge.

Beilage

O-Hener 3«adicabUtta

Hermai im Bild Tw Scholle.

M«t»*Bejrc ureis *6 Achchemerli end X

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533

bie höhere Ls., des krci'cs. iaaispräfibtnlen - n 7. April 1927 in fmertjam. Die Str 1927 vom 16-Spr.

monopoUsflem, au »erlegt werden.

Angstpsychose.

Tcmp# über Teuischland und Rutz landö tlnftrftrn in Henf.

hi liglaen fir bw lagt»*ew*rt U» fern Rachmtneg rot ber Prell iit | W«

'wrÄ Lerwe^ u lr? ^Nd, fMen ien.

ihrer Seite nach Genf zu führen, weil Auffassung nach der russische Sinftust Ujren ei

Houptaurschuh des Dreuhifchen Canbtag» zu­sammen. um die endgültige Jeft^rUurg de» preussi­schen Etat» oor,unrbmrn 3n den ktzlen Tagen. Hal über den Etat eine Vorbesprechung der Parteien (latlgehjnbm. wobei Ainansminifter Dr. f) p f er - «schoss ein au-fährliche» Bild der gegenrtwrIlgen Jinan,läge Preussens obqeg<5m Hal tet Jinanj- minisler be,richn:lc die Cnge de, Clal» ah sehe g e f p o n n I und mahnte zue Andersten Spar­samkeit. Znibesondere mbst'.en alle Anträge aus

dem bereit» erledigten Ärbettrzr tnoigeseft und ro;U an Stelle der bieherigen ErwerdUolenanterstUssung eine Erwerbslosen o e r s i ch e r u n g einsuhren. Un- lerpeorbnel ist es dem Ok|amt?empkr des sog. 21 r beitrschuftgesetzes, dessen tirkiignnti zunächst noch in weitcrer Ferne steht. Und schließlich oerbkibt noch die Crlebipung bet Republik» schu tzgesetzes, des Ee'e^nlwurfe». der wohl noch die rieften Kampfe bringen wird.

Gespannte Finanzlage in PreuKen.

Berlin. 50. April. (pdo.-Id.) heute tritt

10 Bn*epknetfl; ftr Be- bhwranyrtgrw von TO n m Bresse » Reichspfennsg, Platzneefchnft 20' . wehr

CbtSrebakSeet

Dr 3ne>r ?7ilb üar<;f verantwortlich »ür Tc. nk

FemSeton Dr H Idyrtot. fir bew Ädrigen I«1 (denst V'.nwschetn; fttt den Rn- zeigen» el Äuri Hillmann. sämtlich in diri.rn.

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offentliAe,,

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Der ..Temps". der feine Selegenheil unbenugl laßt. Deurschland in der öffentlichen Meinung zu beschuldigen und seine Handlungen yi diskredi­tieren. fahrt fort Man weif, sehr wohl, das, die Deutschen trotz ihres (Eintritt» in den Völkerbund eine enge gühlung mit Moskau aufrecht zuerhalten gewußt Haden und tust sie niemals auf bie Hoffnung orrzichlet haben. Rußland an - weil ihrer

'Berlin. 30. April. Nachdem soeben bie Deutsche Landesgruppr ber Inter­nationalen Handelskammer einen Be­richt für bie Internationale WelNvirtfchaftskvn- ferenx aufjearbeitet hat. in dem vom deutschen Standpunkt aus wichtige Mittel zur Berbefferung ber Welnoirtschafislage auige-ei.ft werben, bringt jeht auch ber Neichsverban dz u m BMc- deraulbau der deutschen Wirtschaft eine Denkschrift unter dem Titel .ötn Mahn wort an die 'Delnmrtschaftskonferenz in Genf heraus. Die Denllchntt geht von dem Gedanft'n aus. dast her Wiederaufbau jeder nationalen Bolkswirt- schost. wie auch der Weltwirtschaft, erst bann erfolgreich in Angriff genommen werden könne, wenn die eigentlichen Ursachen des wirtschaft- lichen 'Verfalls objektiv diagnostiziert feen. Del der Neuordnung der wirtschaftlichen 'Begebungen ber einzelnen Nationen zu7inander komme es m erster Linie darauf an. die gegenwärtige wirtschaftliche Anarchie dadurch zu be­kämpfen. dast man vom schranke.tlofen Spiel der freien Kräfte zur organisch gegliederten Bedarfswirtschaft überaeganaen würde. Als erster Schritt aus diesem Wege sei die Er­richtung eines internationalen Amtes für Be- darfswirtfchoft erforderlich, das von gleichen In- ftitutivnen der einzelnen Länder zu tragen wäre. Sicrübcr müsse, wie die Denkschrift ftorlegt. Jn

enf zunächst Klarheit weiteren Verlauf der Bc bie Gefichr^punkte zu erörtern, nach denen sich bie verschiedenen Stationen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Kapazität und technischen ßd- stungssähigklit an der Bedarfsdeckung der Welt a u I Grund der freien, aber oraanl- sierten Initiative iher gewerblichen llnternehmungenzu ketii en. e? 8rft nach Legung diries Fundament» könne in de vorgefchene Tagesordnung eingetreten werdest. Dabei legt bie Denkschrift auf die Wieder­herstellung des zugunsten ber öffentlichen Hand zerstörten Prtvatvermögcns enl- fcheidendes Gewicht und kommt in diesem Zu- I sammenhange auch auf die Nevision des

ber ungemotznllchen Bl l U e 11 u n g » e 111 bei Völkerbundes durch einen Anschlag Im Ddfevbunbiflebdube an bet Internationa kn Wirt- schaff»konserra, teil ;n nehmen, ist der beste Beweis für die Sinnlohcfrit ber Behauptungen. dos, die Sorefetumon angeblich eine Selbttilolktunq an- strebt und bk Berufung au» ben 5>ow,ct schwel,etl- schen ftonllifl al» diplomatischen Vorwand für die Verweigerung einer Teilnahme an ben europäischen ftonferenjen benutzt bat Der Lntschius, ber Sorvkt- rrgtrruna bedeutet nicht, dast die Sowjetunion optimistische Hoffnungen auf die stänk­ern, setzt, non deren Programm die wirklichen Ur­sachen ber schweren steife der Weltwirtschaft ansge- ichloften find. Vie Teilnahme ber Sowjetunion an ber Konferenz barf nicht als Wöchichkelt legenb- wrlcher tienberungen be Austenhan-

schen Ausschüsse, so ber soziale Lu » schust , über desicn Programm zur <>cil noch nicht» nor- lieg! und ber Rechtrausschuh. der sich mit der Frage ber Ehescheidung befahl, zusa i.men. Am Dienslag tagt bie erste Plenarsitzung des Preu- st i l ch e n Landtage», bie anderen Lusschüfie. Unterausschüsse und Sonberfomiffionen werden im Lause der kommenden Woche ihre Arbeiten äufnest- men. so dast damit zu rechnen ist. hast dcl Beginn be« Reichstag» am 10. Mai alle Abgeordneten wieder zur Stelle sein werden. Leider ist ja vor ben Ferien noch so viel unerkbigt geblieben, so viel alte Arbeit «urütfgelaßen worden, dast e» kaum möglich kin dürfte bereit» in ben ersten Tagen, trotzdem die Presk für bie aktuellen Fragen in ber Ferienzeit eifrig Stimmunq gemacht bit. Die Erledi­gung jener Fragen in Angriff zu nehmen 6o hangt noch die Frage be» Lünbholzmonopol» tn der Lust, bie noch kurz vor den Ferien neran- schaulich: durch einen Awiicheniall Behrends an einen Unuraurschuf, verwiesen wurde. Da» Ar­beitszeitnotgesetz ist woh! in britter Le­sung onprnomemn warben, be» letzte Wort hat nun­mehr der Sieichsrat. und es steht zu erwarten, dost bie endgültige Erledigung biese» Ersetze» bereit» m den ersten Wochen de» kommenden Monat» er- mdx wird

Sanz ander» ist e» mit der Frage be» Beich » - schulgesetze». Wie bereit» an dieser Stelle be­richtet werben konnte, hegt diese» Offen nodj ganz im Sudium oxsceodi. b. h nach den Mittfilungen bcs NeichsInnenminister» geiprofhen. liegt hier ledig­lich ein erfter9teferentenenlmurf vor. da Beichsinnrnminister Dr. von Leu bell bie Abficht funbgetan hat einen eigenen Geietzentwurf un- beschadet be» bisher tchen cortirgenben. an dem be­reits mehrere Innenminister gearbeitet haben, aus- luarbeiten. Cs iteht noch sehr dahin, ob es dem Reich''nnenmimster so ohne wettere» gelingen wird, für innen Entwurf, ben er. wenigstens was die bis­herigen Sertauibarungen darüber zu meiben wifien. eirv-bringen beabfufctigt. eine Stimmenmehr­heit im Reichstage zu erreichen, da diele jrenr auherordenllich eng die innerpolitischen Dok­trinen der einzelnen Parteien berührt. Der Schwer­punkt dürste zunächst bei der Deutschen Volk»- Partei liegen, die sich in dem Fall nidft gerade schnell lchlü.'fig werden wird.

Em andere» Sorgenkind ist das Erwerbs- lofensürsorgegesetz. dos pmächst noch ber Brr^rung m ber partamentorischen Sondert om- missten unterliegt. Es steht m enger Veziehi-ng mit

In biekm Sinne hat da» bekannte Tschechen­blatt der .28 Nijen" nicht ganz unrecht, wenn es schreibt. .DerBereinfürvasDeutlch- t um im Ausland gleicht cknemBaum, dessen Wurzel in Berlin ist und dessen Zweige in alle Länder reichen wo nur einige deutsche Familien fiedeln, ilnkr Staat Frankreich SüdNawien, Numänien. Polen. Italien und viele andere Staaten find von den Fangarmen dieses Po- Itipen bedrängt, der keineswegs lokale 'Bedeu­tung bat. solchem an sein grösstes Ziel denkt Die Einheit der Sieger im Weltkriege zu zer­trümmern und alle Deutschen der Welt auf nationaler Grundlage zu vereinigen."

Hier bat eine gegncrJdX Fettung den Ge- fabrenpunk: des .Sieges" empfunden Wenn es erreicht wird, dast die hundert Will.onen Deut­schen aut der Welt in enger Gemeinschaft ver­bunden find wenn bas Mutterland dem *3. D A. nicht, wie im vergangenen Jahre anderhalb Mil­lionen Mark für feine Kulturarbeit jur Beifü­gung stellt, sondern 10 Millionen 20 M.llionen. Fann wird, wie das Tschechenblatt schreibt, .der Lieg des geschlagenen Bolkes' voll­endet 'ein. Tann wird es möglich Irin die Bolletumserhaltung draußen allen Angriffen zum Trotz sicherzustellen und das griomtc deutsche Bolt drinnen unb brausten mit einem einheit­lichen Bewuststrin destei was es ist und was ihm vom LchicAal bestimmt ist. zu erlüllen. Alle Paragraphen der Wel: werden dann den Wiedern'ustt.eunsere« BolfeS n dy verhindern können Hier liegt ein Gegenwart «ziel von Zu- kunftsgedalt.

Emsiust stärk«, würbe Es ist in bieler Einsicht recht bezeichnend, dast in Berlin bas Protokoll unter- ezichnet ist. bast ben russisch - schwel »e rl- schen Streitfall regelt unb lomlt für bie Sowie,» bie tatsächliche Möglichkeit schafft, eine ganz neue Haltung gegenüber ben Initiativen der grasten internationalen Institutionen, bie au» dem Stege der Alliierten geboren würben, einzunehmen. Der Tempi* oergistl bei biefer Betrachtung wohl ab- iidy.lid). bast mit (Einoerftänboie be» fran­zösischen Delegierten auf ber vorbereiten den Wirt schäft »konseren z Sow|etrustlanb osftzfell zur Beteiligung an ber Weltwirtschastskonferenz einge- laden worden ist.

Noch eine Denkschrift für Gens.

(Eigener Drahtbencht des ..Giestener Anzeigers*.

Der Webe, öte wir ihn erleben, hat sich ichcht nur gegen den deutschen Staat oder gar gegen die vtaaisreform. sondern gegen das h ru 11 d> c Boll in seiner Gesamthett gerichtet chter Sinn des gegenwärtigen rlampses ist ^her auch nicht das Gegeneinanderw.rken her Dualen, wie es sich in der Geschichte der Ber- ^ngenhett ausprägte, sondern der Bersuch frem-

Mächtegruppen 'ich von dem Alpdruck für Je ,ietten zu betreten den brem Empfinden <J) da» Dafetn des arllifler w.e t-----. . .

H>lkes in Mitteleuropa aus sie ausubt. In

Auftakt im Reichstag.

3um Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeit.

Eigener Drahtbericht bet- Siebener Anzeigers*

Berlin. 30 April. Die ichöncn Tage von Araniuez sind vorbe-. schön in rieftachem Sinne, in- icyrn nämlich, als bie endlosen Debattsn unb Aus- einanberiefringen ber Barteten aui bas SRinbrit- mast von Äeleaenheusreden und Leitartikeln iür dir Baneipreffen beschränkt mären. Snbererieits als all die bebrohi'.chtN Oemittrnoolfen am ooli.t'chen fiorijont wenigstens für bk Zeit des Citericltt; wringeninb. stunmehr fetzt aber die partamen- tar.iche Arbeit in vollem Um'anae wieder ein. Be­reit» am Montag treten die ent en parfamentari-

Vari». 29. Avril. (DB) Aur Beteiligung Rustland» an ber Deltwirtfchaftskonserenz schreibt der ..Temps" Die leitenden Politiker der Sowiei» hiben zu oft chr Misttrauen. Ja man kann sagen, ihren chast gegen ben Bölferbunb pro- flamiert. al» bast man an ihre aufrichtige Bekehrung Cen könnte Für sie ist bie Intembtionole In- vn In Sens von Aniang an eine Organisation Kwesen unb wirb es bleiben, die baju bestimmt ist, n logenatmten Imperialismus ber West - machte zu begünstigen. Der Slampf gegen ben Bölferbunb ist eine» ihrer fiauptargumenk ihrer allgemeinen Politik. Moskau ist besbalb nicht in ben Bölferbunb eingetreten, weil bie viftatoren des Ärcmi bie Ansicht vertreten, bast sich für sie Mög­lichkeiten bieten, auf dem Senser Terrain irn Sinne ihrer revolutionären Ziele zu wirken. Nachdem bk grofoe bolschewistisch« Offensive In allen gescheitert Ist weil ber chinesische Nationalismus sich heute gegen russischen Kommu­nismus, ber sich seiner zum Zwecke ber Welttevolu- Hon bedienen wollte, wendet lenkt Moskau feine Aufmerksamkeit unb seine Bemühungen wieder auf (Europa. Augenscheinlich ist e» ihre Sorge, sich ein groste » Manövrierselb i m Westen zu lichern, die bie Sowjet» bestimmt, sich Genf zu nähern.

ttdrm Slampfc stehen wir darüber müssen w'.r vw* Nar werden, auf absehbare Zeit hinaus ctlrin.

9 nglanö hat zwar kein Interesse an einer itbetHTiflkn Feftlandshegemonk Frankreichs, es u>rnfcht aber noch weniger den Wiederaufbau txr deutschen Machtstellung unb seiner wirt- chtftlichen. durch den Ärieg abgedrvttelten Aus- rfungn. aas dem Weltmarkt Das deutsche Hol» soll im Nahmen der neuen Grenzfest- f»ungen Lebensmdglichkeiten behalten; es soll her nicht t-aran denken, bk Grofimacht zu Wer­ken. auf die es einen natürlichen Lebensantpruch bnt Die Bestrebungen Frankreichs, bk staatliche ,tfammenfal|un<) des geschlossenen deutschen i lltbobeni zu verhindern und das abaesprengte .><utschtum durch die Staatsvölker aus sau gen zu :»1en. werden sich also stets eines gew ssen Dvhlwollens auch von englischer Seite erfreuen

Man Hot in den Friedensverträgen aui dem tJ <ibstbestimmungsrecht der Böller ein Selbst- ehimmungsrech! aller nichtdeuischen Böller und P llsiplitter gemacht, ein Untcrdrückungsrecht der L* itgcr gegenulxr den Besiegten. Selbst ber Prrir <i rer Aicmlslerung unb Lähmung J jropa» wurde für die Ohnmacht des mäch- ifften Bolkes In Europa gezahlt Statt 25 Staa­ts - weist die 5tarte Europas seht deren 35 auf >e Allste aller europäischen Staaten ist Heiner U die Republik -onduras. zwei Drittel zählen txniaer Einwohner als Neuvvrk

Nach der Aufsaffung vom Nattonalstaat ver- Hencn nur die allerwenigsten der neugebilbeten { Maten diese Bezeichnung Bon 27.4 Millionen i irw.chnern Polens find nur wenig mehr al« tu Adlfte Polen 5 Millionen Ukrainer und 2 Millionen Deutsche Der tichechoslowal.lche ti -aat zählt unter seinen 14 Mill onen Sin- :<hnern nur 6.6 Millionen Tschechen In Süd- l ctüien bUdet das führend« Staatsvoll der k erben nur 50 Prozent der Bevölkerung Groh- rumänlen zählt nur U2> Prozent Numänen.

Alle diese WCleger'1-Staaten sind durch den rnedensvertrag autzenpolitftch mit ber Stoss- .nbfung gegen Deuftchland infolge des ertnorbe- tn unrechten Bollsgutes aneinander gefettet; im Innern verfolgen ste eine Politik, bie auf Abdrosselung mit brutalster Gewalt, wie in Süd- trvl oder vorsichtiger aber nicht minder ttnrflam ii den Metdoden. wie in ber Tschechoslowakei, auf Ausrottung des deutschen Bolls- t,ms innerhalb der neuen Grenzen hinzielt.

Die können wir uns nun gegen diesen Qüt- kurm auf allen Fronten weh reit? Dast wir «anächst einmal wieder mit den unS verbliebenen .Möglichkeiten au' die Berwirkl.chung eines deut- Ichen Staates hlnstreben muffen dellen Dasein ArNammerungspunlt und Krüstripeicher für das xe-amte Bolkötum in der Welt werden must. 11 eine Selbstverständlichkeit. Im einzelnen über Wege zu Meem Fiele zu sprechen, ist b er ritzt der Ort. Solange wir feinen Staat haben, ketten Wille brausten etwas bedeutet, ist dem .ubcltltd) geführten Ansturm gegenüber rin Zu- i !ust des getan n» au< der

iDeundlage gegenseitig-r materieller unb rioral il-ber tzilkle stung nöng we es der 3c r e i n für das Deutschtum im 2 us - < nd verkörpert

ÄS Ist im Anfchlust an die Böllerbunds- Pelitil der Neichsreg.erung viel von den Mög- I *ki*cn des N! nderhei!rn'chuyes gesprochen wor- k«n. Gewist sollen und müllen wir auch über Onf rer'uchkn, d e Lage unterer beb'üdtrn ToIU- OtnoHen zu erleichtern Aber auch hier ist vor niem allzu gr.-ft.-n Ovlim.^mu» zu warnen !j>-r Böllerbund hat b.äher in allen Fragen der Kinderbette, dedrückung eine mehr als vorkicheige ttb ausweichende Haltung gez igt.

Gegenwärtig können wir zur Unterstützung er,lerer im Kamp' stehenden Bolls-enollen nur tiaen Weg beschreiten Wir müllen den Berein jir das Deutschtum im Ausland unterstützen und zur Arbeit grosten Stiieö fäh:g machen $"cr rirb vraktilche- und erfolg re che Arbeit gele.tte; He nicht einem Londerziel d.cn!. sondern die ntten in den Wesens kern des deutschen Be­hauptungskampfes hineinlührt

Verhandlungspause in Paris?

Dir Lchwicrigkrtlrn dr» sranzSfischrn Zolltarifs.

(Eigener Drohtbrricht be» Siehrner Anzeiger»*.

Berlin. 30. 2pml Wte wir berett»

gestern an btrier Stelle berichten konnten. haben sich im Berlaus ber bisherigen deu'.sch-frat<zd!'' schen Dirifchaftsverhar.d.ung n e r n ft c S ch w te­rt gleiten ergeben, die «ne einfitretltge Ot« fährdung ber Berbandiuntzcn befürchten lallen Diese Schwierigkeiten beruhen aber feiner..-.gs auf einer Beriteisung der gegemfeitigen Anfichten. sie finden virimehr ihren Grund in tkr noch völlig ungellärten Situation ber frao> Zischen Zollsätze. Bereits mehrfach konnten wir dar­aus Hinweisen, dast g.-rade der neue sran - »bsische Zolltarif, ber uns nun schon seit langem versprochen worden ist, eine Balis für einen Abschlust eines deutsch-franzöliichen chandelsvertrag?s abgeben kemne. ^rankrrich Hal dieses Bersprechen aber bisher nicht eingelöst, so dast es sich für un» zur Zeit n-ch nicht über­blicken läfit. bis zu welch'r Höhe die JranvVkben Zollpositionen enbgült g anst.tgcn werden Indem hat die französische Industrie, nachdem numnehr der Gntwurl de» neuen französischen Zolltarifs der Sammer vorlieht. eine weiter, grrst. Anzahl von Forderungen vorgcbrach'. die gerade in ban sranzöstschen Zollverhal^diungen eine austerordentliche 'Ikrftrifung befurchten l - fen. Es muh deshalb von vornher.in aulbrüdiid» betont werden, dast die Lchwicrigletten ledig­lich von der Seite Frankreichs ctri- gehen. dast Deutschland bageien jederzeit gewillt ist. einen Handelsvertrag m t Frankreich abzu- Ichliesten, vorausgesetzt, da heben das einem sol­chen Bertragc entlprechcnde Ont^cgenlommen. das ja auch von unserer S«te in jeder Bei eöung ge­zeigt worden ist. von frten .-rrankrrichs erw c en wird Irrig ist die Meldung, bie davon Wilsen will, dast bie Verhandlungen nur in Anbetracht ber (Xrlranfung des deutschen Bot- schas ters in Paris von Hoefch. bet. wie wir soeben erfahren, sich erneut ein-r Operation unterziehen mutzte die aber gut verlausen Ist. nicht weiter vorwärtsgck'r.imen sind. Der deutsche Botschaftsrat in Paris Nicht Hai vielmehr eine mehrstündige Unterredung rr.it dem fron|6lf*m Handelsminister Bofanctoffh geh bt. w: rüber er nach Berlin berichtelc Aus Grund diries Be­richtes wird sich die deutsche Negierung nunmehr fdblüffifl werden, w ln-e wei'ere Haltp''n sie ein- zunehmen gedenkt Dir glauben »u willen, dast noch im Laufe des Nachmittags von feiten der deutschen Negierung ein Eommunlqu- darüber ausgegeben wird.

ftöherstasunq pon Beamten unb Schot ang neuer Beamknftrtfen vortsusig unterbleiben. Da» könne auch gan, gut geschehen, weil rr mit dem Rridr»hnan,mtnifter Dr stöhIer übertlngrfom- mrn sei. bk allormrine HeareqelangbetDe- amtenqeheller bestimmt noch o o r Weih­nachten burchzusshrrn. unb ,wor werbe fie im Durchschnitt eine , e N n p r o , e n f I g e ®rhaft»- erHLHunq ergeben. Die gesamten neu angriorberku mehrbrnnOieünaen eriorberten die Summe non rb. 12 BtiOionen Tttart. Der .Tlnon,min|fler Hottt aber, bei aünfliarm ^infl'rq brr au» ber h'-'-'lt^'ruer lliehenbm Bl-hrbrfrt'je troti brkr Auf­

gaben bm Oau*lt im Gleichgewicht hal­len zu können.

Kein überstürzter Abbau der Kr senfürsorqe.

Berlin 29 April. (WB ) 3n ein m Teil der Prelle wird die Befürchtung ausae'prrchrn bie Ncichsregierung plane einen überstürzten Abbau der Srifenfürforgefüt Srw - 's- lokc Dick Befürchtung ist. wie *i-n zuständiger e -ite rnitgeteilt wird, grundlvt Die B-rfchlnge. di' der NrichsarbritSmimster auf Grund tT Er-

re bi' in dem Gesetz über 'i, k»ri'?n-

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für (VberHeffen

Pntd mb Derlog: Bribl'ldft Uitoeiütäts-Bi*- mb Striebniderd L. tauge te Otetzen. SchriftldtANg wab ^eschästrAele: 5chtzlAra^e 7.

Der Kampf um Doltsbeftanb und Dollsbewuütlein.

Son Staats'ckretär a. D von Hintze.

L Borfttenben des Berein* für das Deutschtum im Ausland

IDast der un* unirr Bruch seieriicher Ber- 'peechungen aufgezwungenr .Friede* in Wirk- chkttt «iw Weiteriühruna des 3 r^gMu ft anbei iet Derdübertea Mitteln st haben bie Sreignlfse r«r letzten Jahre deutlich bewiesen. Wriens nhalt k«s feit Kriegsende enJrtmbrn polittfchen Bin- u«n* ist her Kampf Frankreichs für kt p cheeung unb Bollenbuna seines Fr eben*, d. h.. ^ir Beriuch bie Tatsache des Bcstehens eines uäfchlolf.n fiedelnden beutlchen Bolkes von 78 Million» n Men'chen poliftsch mcht zur Gntfaltung ' twimrn zu Ulfen.