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N* Mtai bartrOt* Werbe, *Nx beet- W» citnllab zu bringen.

Die Anawlische Gesellschaft, das Organ der Deutschen "Bant erhielt zunächst 1896-09 bu Äeei* zefsüni für dm Ausbau des Hafens Haidar Pascha und am Schlüsse des Jahres 1890 auch dm Auftrag zur Hkitedü^Tung des Dohnbaues nach Bagdad und Basra. Der Kaiser aber Detfünbet< auf seiner Orimrretft, bit er im

Herbste 1898 unt«mahm. am 8. Rovember zu Damaskus In öffentlicher Arche, daß er au allen Zeiten bet Fr-rund des Sultans und der drei­hundert Millionen Mohammedaner sein werde, bte auf der Adelt zerstreut lebend, in ihm ihren Kalifen verehren". Die Welt horchte hoch auf. Nicht jedes der tönenden und drahleri'chen Dort« des Kaisers brauchte man ernst zu neh­men In diesem Falle aber lagen nicht nur Worte sondern auch schon beginnende Taten vor. erste Schritte zur Begründung eines um- fassenden wirtschaftlichen öm'Iu'lt» in der Tür­

kei. den man nun naturgemäß und mit Aecht als einen auch politisch wirksamen sich deutete. Deutschland brach ein in eine Sphäre, die bis­her nur von den Ambitionen Rußlands. Eng­lands und Frankreichs umlpielt gewesen war. und Dertünbete dabei letn Freundschaftsbündnis mit eben der geistig-völkischen Macht, bte. im Augenblick noch gelähmt unb zersplittert, in Zu­kunft doch zu gciDüitiqcr Segen wehr gegen ihre abendländischen Herren vielleicht sich zu- sammenraffen konnte. England besah in Indien. Ausland in Zentralasien. Frankreich in Rvrd- afrika Millionen inoharnmedarri'cher Untertanen, insgesamt den größten Seil jener 300 Millionen, ron denen der Kaiser gesprochen hatte. Die Sora« um Ire brauchte im Momente zwar noch nicht au beunruhigen. Ader England wie Rußland fo.mten das Erscheinen eines neuen Machthabers und M ibewmbcre im nahen Orient nur dann sich gefallen lassen, torrm dieser einmal In irgend­einer Form ihr Partner wurde und ihnen hals, den anderen Äonfurrenten zurückzudrän­gen England muhte wünschen, bit Kontrolle über den neuen, den - trockenen" Weg nach In­dien. der jetzt tm Entstehen war. zu behalten: Rußland tonnte eine wirtschaftliche, voltt.schc unb militärische Stärlung der Türkei durch das Eisen­bahnband der Bagdadbahn überhaupt nicht wün­schen unb mit deutschen Erwerbsaussichten in Kleinasien nur dann sich abfinden, wenn Deutsch­land sich politisch dort der russischen Führung unterordnete. DennKonstantinopel" wurde in Rußland, auch w nn es feine Kraft jetzt aus Ostaften richtete, feinen Augenblick vergessen

Der spitze Keil, den die deutsche Politik jetzt in dem nahen Orient mitten zwilchen die alten Interessensphären Rußlands und Englands hin- chxAUtteiben wagte, hätte sie von Rechts wegen vor die ernste Frage stellen müssen, ob man noch lange mH der ..freien Hand" werde aus- kommen können, ob nicht bet Moment sich nahe, wo man entweder mit Rußland ober mit England eine feste weltpolitische Allianz werde haben müssen, wenn ian nicht erleben wolle, daß die beiden alten Aivalen sich vereinigten, um den Eindringling heraus- zuwerfen. Man hat Ik deswegen nicht stellen können, weil man blindlings an die Unversöhn­lichkeit englischer und russischer Weltinteressen und an bte Unvermeidlichkeit ihres Weltkampfes glaubte, wo bann Deutschland, wie man meinte, nicht der suchende, sondern der gesuchte unb um­worbene Teilhaber der großen Weltpolitik sein und freie Wahl haben werde zwischen ver­schiedenen vorteilhaften Möglichkeiten.

Oberheffen.

Landkreisirftcit.

00 RleinLinden. 28. Roo Missionar Lank (Frankfurt a. TO.) hielt am Sonntagabend unter sehr starker Beteiligung der Gemeinde in unserem Gotteshaus einen Lichtbilbervot' trag über China. Zahlreiche gute Lichtbilder belehrten über Land und Leute. Bitten und (He- brauche in China und über die Arbeitsfelder der Basler Mis^ionsgesellschast, in deren Dienst Missionar Laut in subchina tätig gewesen war Such die gegenwärtige (8eftaltung und die.Creigniste der letz­ten Monate in China fanden durch den Vortragenden eingehende Besprechung Die Möllerte de» Abends kam der cheidenmisfion zugute Wm Nachmittag hatte Missionar Laut einen Missionsgotte»- dienst abgehalten.

n. Große n-Linden. 28. Rov In der Wirtschaft . 3ur Linde" sand gestern die ®cne- ralbcrlammlxmg des hiesigen Turnvereins statt. Ans der Iah res rechn ung ergab sich daß bte Einnahmen 2559 Mk die Ausgaben 2550 Wort betrugen Es besteht noch eine Gausteuer- schuld non 50 Mk die aber durch Ausstände ausgewogen wird. An Stelle des ausgetretenen ersten Borl inen den wollte man Lehrer Römer wählen, da dieser aber wegen Zeitmangels ab- lehnte, einigte man sich dahin, daß der Ehren- norsitzende Steinnaael zunächst die Geschäfte weiterführt. - Die hiesige Gemeindejagd ist an Frankfurter Itiaer verpachtet Diese ver- anfhilteten gestern ein Jrelbt reiben, bei dein burd) 24 Schützen 27 Hafen zur Strecke gebracht wurden

Staufenberg. 28 Rov Die Zi» aarrensabrik Rinn A Cloos in Dießen- Heuchelheim hat im Lauft dieses Iadres ihren hiesigen Fabrikbetrieb bedeutend ver­größert was einen großen Anbau er­forderlich machte betten Bollendung jetzt bevor» steht Das trübere Gebäude wurde an der Straßenseite etwa um das gleich- Ausmaß er­weitert. Im Erdgeschoß de» Reubaues ist die Derftneisterwodnung untergebracht, während kie dem gleichen Zwecke dienenden .Räume des Erd­geschosses des alten Gebäudeteile«ör einen Speikesaal eingerichtet werden Der geräumige Arbeitssaal nimmt da» getarnte Obergeschoß de« Alt- und Reui'aues ein wo Platz für 150 Ar­beitskräfte geschaffen wurde welcher Bestand fchon deute annähernd erreicht ist

r. Göbelnrod. 2b. stvo. Der u battia- Sängerbund" hielt gestern im Lchultbeißlchen Saale hin

den 11 ange hörenden Vereinen iaht reich defchickt war. Er wurde eingeleitet durch einen Chor des hiesigen (Befangnertmt ..Liederkranz- .'lachdem so- dann der I.Vorsttzeude diese» Herein», nerr 'lern, die Vertreter begnißt hatte, wurd. in d e üerbanb langen eingetretoi die von dem Bundevoorfitzenden D p p e r - CNing»hau»en geleitet wurden. Zunächst verlas der Schriftführer W a a n e r Saavi den Jahresbericht Darauf erfolgte durch den lechnei K e eb - Hattenrod die ^echnungsabtoae die rnen Uederschuß ergab. Al» folgende Punkt stand ? Wahl des Au»st'ig-u'rte» für nächste» 3ohr uir V

ratung. Da zwei BrnhetmeM (UM M» belnrobj ihr LLjähnges Brite bei. feier s. wurste be- ichlosten, die Feste dieser vereine zu besuchen und von einem Austlug Abstantz zu nehmen. UnterSer- ichretzenes" wurde befchtoften. den nächstjähri­gen Sängertag in Quedb o r ad zu hatten, auch wurde gewünscht, daß sich die vundesmichiie- der voll.,ählia am Mafs-nchorstogen beteiligen möch­ten. Im anschließenden gemütlichen le« brachten die Vereine von (Bdbelnrob. Aldach und Nonnen« rotg noch einige Lieder zu Gehör

t (Brünberg. 28. Noo. Der W r tieeer» band der Kaninchenzüchter hatte eine wohlgelungene Ausstellung in der hiesigen luntballe veranstaltet. Die Ausstellung war aus den Kreisen Dießen. Alsfeld. Lauterbach mit Kaninchen unb ®c4 lüget beschickt Die Prä­miierung der Kaninchen ergab folgen- de«. Gruppe Belgische 2t ief en: 1. Preis ®. Hofmann (Stangenrob), D Walter iDaubnn- gen). Gruppe Weiße Riefen Ehrenpreis des Staate« G. Schellhaas (Gießen«: 1 Pr W. Eid.nann (Maar. ®. Schellhaas (Gießen). Gruppe Französische Silber: Einen Ehrenpreis L. Wilhelm (Homberg). Gruppe Deutsche Großfilber: Linen Ehrenpreis O. Aft (Stangenrod): 1 Pr. 2L Dock (6 langen- hob». D. Hofmann (Stangenrod). H Decker «Stangenrod) Gruppe Grvß-Ehinllla 1. Pr. K. Rühl (Homberg), 1. Wilhelm (Hom­berg). Gruppe Dlaue Wiener: Einen Ehren­preis G. S-t-eilhaas (Gießen). K. Reunobel (Stangenrods. 1 Pr K. Reunobel (Stangenrod). V. Schellhaas (Gießen), H. Schmidt (Homberg). Gruppe Rheinische Schecken. 1. Preis E Ulrich (Gießen). Gruppe Havanna: 1. Pr Appel «Gießen-. Gruppe Alaska. 1. Preis A TheiS (Stangenrod). Gruppe Kleine Ehi- nilla Einen Ehrenpreis Kreiling (Goßen). F. Keil (Ettinge-Haufen): 1 Pr. H Pfeiffer (Ettingshausen). Gruppe Kleine Silber: Einen «Ehrenpreis de» Staates K. Damm (Saa­sen): 1 Pr Hoffmann (Stangenrod). Steih (Gießen». Damm (Saasen). Schellhaas (Dießen). Grupve Schwarzloh: l.Pr. F. Keil (Ellings­hausen). G. Stein Vrünbera). Väth (Deuem). Krelling (Gießen). ®rühre Hermelin: Einen Ehrenpreis W. Fuck's (Daubringen), H. Pfeiffer (Ettingshausen). Die Prämiierung der Hühner (Geflügel) ergab folgendes: Gruppe Amerikanische Leghorn: Einen Ehren­preis und 1 Pr für die beste Zucht lei ftung H. Pfeiffer (Ettingshausen). Gruppe Huston- Hühner: Einen Ehrenpreis W Reitz (Stock­hausen). Gruppe Deutsche filberhalsige Zwerghühner: 1. Pr. L. Wilhelm (Hom­berg) Gruppe Mille Fleurs. porzel- lansarbig: 1. Pr W. Reitz (Stockhausen). Gruppe Weiße indische Saufen ten: 1. Pr. L. Wilhelm (Homberg). Gruppe Brief­tauben: Einen Ehrenpreis R. Dock (Stangen­rod). Für die b e ft e Gesamtleistung in beiden Abteilungen (Kaninchen unb Geflügel) erhielt G. Schellhaas (Gießen) eine Auszeich­nung, ferner Gefängnisaufseher Stein (Gründerq) eine Auszeichnung für bie zweite hefte Gesamt­leistung. Weiterhin errang G. Stein (Grünberg) den gestifteten Ehrenpreis deS Dundes Deutscher Kaninchenzüchter für die beste Gesamtleistung innerhalb einer Ratte (Schwar^oh). Im all- fiemelnen war der Erfolg der Ausstellung be- riedigend

KreiS Friedberg

h Steinfurth, 28. Rovember Gestern abend wurde m unserer Klrche der Siebenbürgenfilm des evangelischen Vereins der Gustav-Adolf-Süfnmg gezeigt. Wir hörten von der Geschichte, die das tapfere und glauben-starke Voll der Sieben­bürger Sachsen durchgekämpft hat. wir sahen die großen Ultimi er seiner Geschichte, den Voden. auf dem das Volk lebt, seine berühmten Kirchen- bürgen, hinter deren Maieem sie Hab und Gut. Schule und Glauben vor den Feinden flüchteten. Wir sahen das Volk bei der Arbeit und in seinen farbenprächtigen Trachten bei seinen Fe­sten, die zugleich kirchliche Volksfeste sind. Dies treuherzige, fleißige Volk Siebenbürgen« ist un­terer Liebe unb Unter ft ü!i ung wert. Glauben unb Volkstum, die in seiner Geschichte oft gefährdet waren und es auch heute wieder sind, müssen ihm erhalten bleiben.

Ober-Mörlen, 28. Rov. Der gleiche Täter, der - tote im .Gi?ß. Anz." berichtet wurde am Freitagnachmittag ein M ä bchen auf dem Promenaden weg zwischen Dad-Rauheim und Friedberg ü b e r s i e l und ihm die Hand­tasche entriß, hatte tagszuvvr auch auf" dem Wege von hier nach Dad-Rauheim im Walde ein Mädchen nach der gleichen Methode ange­fallen, die Handtasche mitgenommen, diese ihres Inhalts beraubt und dann fongeworfen Wie schon berichtet wurde, ist der l er. ein stellen­loser junger Mensch aus Friedberg, bereite sestgeste 111 worden

Kreis Büdingen.

211 b b a 22. Rov Hier sanb im »Gam- bnnu#" ein zweitägiger Ausbildungskur- * u * f ü r öle Feuerwehrfuhrer de« Kreises Bübingen statt, wobei erfahrene Branddirektoren und Stret e f euer a^ebrinf peüortn Dorträge hielten unb praktische Hebungen au«- fübren ließen Gestern wurden die Untettoeifwn- gen Im Beisein des Direktors der Drandver» sicherungskammer Dr o Hahn in Darmstadt unb de» Kreisdirektors Dr Gähner in- t'tngen geschlossen Die hiesig- Feuerwehr führte nachmittag» O-tcn erübungen an Geräten unb einen Brandangrifs auf ein dreistöckige« Ge­schäft »hau» am MarftpUrp aus worüber sich Branddirektor Braubach aus Gießen unb Kreis- hirchor Dr Gaßner sehr anerkennend au«- sprachen und der Wehr volles Lob zollten. Ein gemütliche» Zusammensein wobei die hiesige Feuerwehrkapelle einige Dlluftnh'ide spielte, ver­einigte noch einmal die Kursteilnehmer und Gäste bi« zum Abgang der Abendzüge

t) R . b d a 28 Rov Der Bezirks- lehrerverein hielt am Samstag hier eine Berfammftrng ab. zu der ftch nicht nur die Mit- glreder, sondern auch Gäste au# benachbarten D" rken eingeftinden hatten, um den bo4>tntrr- ettanten und lehrre chen Dortrog des Lehrer« R. Lei dich aus Dauerrcheim üder ame­rikanische Schulsystem >- zu borm Der Bvnragende hatte im letzten Z^chre bei »einem halb übrigen Aufenthalt tn t*trott <71 -X' Oe- legenden den ganzen Schuldertieb bi der großen Industriestadt vom Kindergarten bis zur Hoch­schule anzufehen und emgedenx Er.äurerungen über Ledrz.eke Lehrpläne Schu'.iutticht und Ver­waltung zu erhalten Seme mit großem Beifall auf- amtwnmcrcn IuSsührungvn konnte noch Lehrer Eberle rn Michelnau durch einen nistüßettchen

Bericht feftees 6<*w« der «äs 3^eirtewr *n >er. Ford ich« Werte» m iktou angestellt ist, über die Aush.ldungsmöglichkeiten der w dieftr Fabrik beschäftigte» rungen Leute ergänzen. Zum Schlurft der Berfammluog ruhtete brr Vor- 'itzenbe. Lehrer Ganz- Ober-WlbderShei»t. btp- iche Absch. edswvrte ox Lehrer Müller- Ran- tabt. der 14 Iahre dem Verein als treues und -rfriges Mitglied angehörte, ma beut 1. Dezember aber ausfthetber. weil er feine irac Stelle in Lollar antntt.

KreiS Lchotken.

. Schotten. 28. Aov. Am Sonntag befchafngte «ich hier eine Versammlung der Schmiedezwangsinnung für den Kreis Schotte» mit dem gestellte» Antrag auf A n f - 161 »na brr Innung Obwohl der aller- arößte Xerl bet Xerlammlung sich für bie Aus­lösung aussproch. konnte em dahingehender De- '4krß nicht gefaßt werben, da die gesetzlich vor- geschriebene Zahl bet Mitglieder (Dreiviertel) nicht erschienen war Ein«- zweite Der^annv.lung totrb sich nochmals mit der gleichen Tagesord. mmg beschäftigen.

ebern, 28. Rov. Am Samstag sanb im Bergwinshause bahier eine Konferenz des Bezirkslehrervereins Gedern statt. Rach Erledigung geschäftlicher Angelegen­heiten erstattete Lsthrer Lift (Gedern) Bericht über die am 15 Ohnbcr in RLainz statlgehabte Hauptversammlung der Ludwig- und Aliceftis- hi na. bet Ster belasse der Hess Lehrerschaft. Rach- bem durch die Inflation das ganze Vermögen der Stiftung mit 800 000 Mark verloren ging, wurde sie im Iahre 1925 wieder auf eirw neue Grundlage gestellt und befindet sich seit dieser Zeit wieder in erfreulicher Aufwärtsentwicklung. Heule beträgt ihr Vermögen bereite wieder 123 000 Mart. Konnten die Sterbegelder auch noch nicht wieder auf die volle Höhe von 1000 Mark in der höchsten Abteilung gebrach: we en. fo war die Stiftung durch Auszahlung eines Sterbegeldes van 600 Mark tm laufende, Iahre doch in der Lage, recht segensreich zu wirken. Laut Veschluß der Hauptversammlung sollen die Sterbegelder in den kommenden Iahren vis zur Erreichung be« vollen Betrages um je ein Achtel gesteigert werden. Sodann folgte eine Besprechung über die ^Beteiligung an den ReichSjugendwettkämpfen des nächsten Iahre« innerhalb de« Bezirks Gedern. Grund­sätzlich sprach man sich für eine Beteiligung aus, doch soll die Festlegung von Einzelheiten, die Bildung einer vorbereitenden Kommission usw. einer späteren Konferenz Vorbehalten bleiben. Das Hauptinteresse nahm ein Referat des Leh­rer« Philipp (Obedecmen) über da« Men- telfdw VeoerbungSgesey in Anspruch. Die lief- schürf enden Ausführungen des Vortragenden gaben Anlaß zu einer lebhaften Erörterung der angefchNitteTten Probleme Zum Schlüsse der Konferenz richtete Lehrer Häusel «Gedem) als Stellvertreter des verhinderten Obmannes im Austrage der Konferenz an den demnächst nach AlSheim m Rheinhetten übersiedelnden ßebrer L i st (Gedem) herzliche Worte des Ab­schied« und dankte ihm für feine voge Anteilnahme am VereinSleben. Mil den besten Wünschen für fernere« Wohlergehen in feiner» neuen Wirkungs­kreis verband er den Wunsch, daß der Scheidende den Bezirks lehrerverein Gedern, dem er 14 Iahre Tang angehörte, allezeit in gutem Angedenken halten möchte

KreiS «ISfeld.

X Al Sfeld. 28 Rov. Am Sonntagabend fand die zweite Dorftelluttzi be» Gießener Stadttheater« ff r die Winterckpielzeir 1927/28 tm großen Saale be* .Deutschen Hauses" ftatt. Zur Aufführung gelangte die .Ehre", das bekannte Schauspiel von Sudermann. Die Auf­führung stand unter der Spielleitung von Rudolf Goll und klappte tn aNen Teilen »wrzüglich Die Leistungen der Darsteller waren durchweg auf der Höhe. daS Publikum spendete lebhaften Bei­fall, der sich nach jedem Aktschluß steigerte. D.e Schauspieler hatten das Mißgeschick, daß sie in­folge des Glatteises aus den ansteigenden Straßen die Rückfahrt mit ihrem Postautobus nach Gießen nicht ausführen konnten und infolgedessen ge­zwungen waren, bis zum andern Morgen in 'Alsfeld zu warten, von wo sie dann mit dem ersten Zuge die Reise nach Gießen an traten. Erfreulich war die Feststellmrg. daß der Besuch der Dorstellwrg diesmal wesentlich bett er war, al« das vorige Mal.

mu. Merlau. 28. Rov Am 25. Rovember waren 50 Iahre verflossen, daß Herr August Maaolv dem hiesigen Kicchenvorftond angehört. Anschlteßend an den gestrigen H»tupt- oottesdienst richtete deshalb unser Ortsgeistlicher, Lic. Dr. Stumps, ehrende Worte an den greifen Iubilar. denen er den Tert 1. Kor. 15. 10: -Von Gottes Gnade bin ich. da» ich bin1" zu­grunde legte. Redner würdigte die mannigfache» Verdienste des grellen 5ki»chenvvrstckbers. Die er fid) nicht nur tn den Zeiten wirtschaftlicher Blüte von Vaterland unb Kirche, sondern gerade auch in den Roftahren nach dem Welrkrteg um da« Wohl der Kirche erworben habe. Daß unter Gotteshaus »ett kurzem mft Heizung und Orgel- mvtor verlehcm fet verdankten wir nicht zuletzt dem svrllchrtltl'chrn Geist des Gesetrrten Für die kommende» Frühjahr vorgesehene Renovie­rung unseres Gotteshauft« trete der jetzt 83- läbrige mit jugendlichem Eifer ein Mdg» e» bem Iuknloe vergönnt sein, unkr Gotteshau». an dessen Erbauung im I<chrr 1857 er sich noch W wohl erinnere, noch n» neuen Kleide zu «eben Dann überreichte Pft. Vic Gr. S t u m p s namens der Kzrchengomxnnde Merlau eine B-del and außerdem etn Giückwutllchtchrrtben der ober­sten Ät rchenbehörds

©farfenburg.

Darmstadt, 2b. Rov Die Ztooi» eiimalttchoft hol gegen em# hiesige Firma eint Un teriudumq eingeleurt. aml ft, bet Lieferungen an bot städtisch, Krankenhaus tur Kakao. Kaffee um» bit zu 45 Prozent m,tzr oe fordert hat. als im Detailhandel üblich ist. Der Verwalter bet strankenhoufes, der die K,ch nungrn zu prüfen hat. anrrbe feine? Amte» enthoben, bir Nargesiellk ist, ob er mit der Firma im (Fbuxrnfbnwn gehandelt hat flut biefe lotfodKr. find tue von .-nur Äorrdponbenj ver breiteten (»krüdne von anaeblidtrn nntfr'dXagungen ui ftöhe oon .3Winm» Mark beim strankendniS ZV« ruckznfuhren.

Preuße«.

«rcte Wetzl«r.

- Aus dem Hüttenberg. 2a Rov Die tn kneftm Iahre meist sebr niedrigen Greike kürfette Schweine peranletten tr<

Landwirte die S chw et uezuch t unwr mehr eiuzufchrä »ken. da diese un Vergleich p. den beben Futtermitteiprellen ein sehr ungün- ftraes Verhältnis ergibt Dtefer Umstand werft f»ch naturgemäß t» ebenfalls sehr Modrigen Ferkelp reisen aus da dem.er noch 'tarier. Angebot nur geringe Rach frage gegen* übersteht Ferkel im Alter von 5 bis 6 Dc^en sind schon für S bis 12 Mark zu haben. 6 b* 3 Wochen alte Tiere kosten 14 bis 18 '711 wah­rend ältere Ferkel und L-uterfchweine mft 25 Mark und höher verkauft werden

Mainga«.

WSA. Frankfurt a. TR.. 28. Aoo Die Uuterfuchung bex Polizei in der Schlägerei- affSre der Aationalfazialisten am Samstag konnte noch lein klare« Dlld über d,e Schuld»rage ergebrv Archalt«punkte für bte Er­greifung der Tater find zwar vorhauden. jedoch rst noch nicht mit Bestimmrhett damit wu revpnen Nafj es gelingen wird die T^ter' festest eilen .Fest steht, dah der getötete Kommunist Re »big von Personen, die den Spreinuumtzug der Ratio» nallvz»allsten begleiteten, erstochen wurde Ste Ursache de» Zusammen st oßes ist. toi, berat« ge­meldet tn den gegenseitig m provozieren den 3a- nrfen zu suche» und insbefondere bann, daß die Ralionallozial>ste« längere Zeil m.t eurem Spielmannzug in den 6truhen Per Altstadt hr- umzogen Gegen bte in letzter Zeit durch solche Dortommnisse wiederholte starke DeuniTuhigung der Devöllerung beabsichtigt der Polizei prüf idem nnt ent'prechenden Maßmihmen vor»ugepen. Ins­besondere sollen auch die Sicherste,tstuastezahmen erheblich verftärft werden.

Museumsdiebstahl in Darmfta^t

WSR. Darmstadt. 28 Rov Arn 27 Av- Dem her find im Hessische» Lo ndes- museum drei wertvolle Elsenbeinschnitze- reien. au» dem 14. Iahrhundert stamm-nd. vou unbekannten Tätern gestohlen tooröen» handelt sich um hm Deirefs. Das eine stellt btt Ärcxmauna Ehrifti bar. das zweite einen AtNei auf fahrbarem Ruhestet-. in der Unfen Ecke *n Löwe und darüber zwei Mädchsnwpfe. Das bnttv Relles ist vierteilig und stellt oben recht« bw Kreuzigung Ehrifti dar, oben link» de Steini­gung be* Hl Stephanus, unten rechts bte Hi drei Könige und unten Bnf« die Embanpen-ig Ivstannes des Täufers.

Das Lahnkrastwert bei droabetfl seriiggesteltt.

9B7l. Limburg, 2b. Roo. Da» Lahn kraft werk bei Cramberg ist fertiger- stellt und befindet sich bereit» im XUobebrtneb Der Strom, der jährlich etwa 15 Millionen Wllo- Wattstunden betragen soll, wird oon der derlei lungsftation Holzappel aufgenommen und komm der einheimitchen Elrklrizitäteoerlorflunl, .uiguW. Die endgültige Abnahme be» mH fünf TOiCUorwn Mark errichteten Werke« durch die Vabnfreftiortfc A.-G steht immittelbar bevor

Amtsgericht Gieße».

In. einer Landgemeinde des Ä reife« - hingen besteht eine Spannung zwischen Dünger- meister und Rechner einerseits und einem grö­ßeren Dell des Geinernder.tts anberfeits. Die Gemeinde halte seinerzeit für 5000 Mk Dar­lehen zu Dauzweiken beschafft Davon hatte der Bruder des Rechners 2000 RN erhalten, ob- gleich ein ordnungsmäßiger GemeinderatsdefchLuß zunächst nicht vorlag. Im St:\ung«broti*>I( be­findet sich zwar ein entsprechender Vermerk, der aber nachträglich binerngefommen sein soll I» einem 6trofrerfobren wagen Urftlndeusäischar, (Fälichung dieses Protokoll«) war her Dur^Tr- meister außer Verfolgung gesetzt worden. Das Darlehen war von dem Umpfängci na» erni.er Zeil wieder zurückg.gelvu worden. Der Füt^t- meifter hatte wie er selbü zugeaeben hat. zu­nächst dem Gemeinberot fattchlicherwe,(e an,e- geben, es feien nur 3000 Mk. Darlehen von der Landesbank bewilligt worden. DabZ verfchwiag er, dah der Bruder des Rechners 2000 HB.

erhalten habe. Der Rechr^r hatte die 5000 VS. selbst tn Darmsladi abgehott, während zunächst behauptet wurde, die 3000 RN leien überwiesen worden Der Rechner hatte einen schriftl*chen Vertrag mit der Gemeinde, in dem u a. be­stimmt ist. bei schlechter ruhrung der Gefchäftr könne vom Gemeinberat sein Gehalt heral»ges<Kt werden. Dies war mm auch geschehen Der Xra* ner verfolgte Beschwerte bet dem Kreisausschnst. der den «Dehall wieder herausfetzte, den Zeit» Verhältnissen entsprechend freilich nicht so hoch, wie er früher war. Aus bas Rechtsmittel her Gemeinde hin kam die Sache vor den Provinztal- ausschuß Dyr Gemeinderai halt, dortbtn als Vertreter der Gemeinde außer dem 'Dtafr- meifter den numnehrigen Angeklagten, her Ge- meinderalSmitgsied ist. entsandt fHc'er erklärte im Laufe der Verhandlung. Burgermetflw unb Rechner hätten bie Gemeinde belohn unb be­trogen. auch Urkundenfälschung begangen Rach längerer Zeit stellte her Rechner uwh zwar nur dieser. Strafantrag wegen Befeihigvog In her mehrstündig.m Hauplvertandkung würben die ge­samten Verhältnisse ei gehend erörtert Ergeb,«: Der Richter s p r a ch s r e i. Die AeuherunastMe zwar an sich eine bar Der Ange-

nagte habe jedoch in Wochrung derrchtt«« Interessen gehandelt. Gr hatte die JuMnnin der Gemeinde zu wahren. Die Frage, eb wt Rechner sich gewttte Verfehlungen habe za- kommen lallen. 'v*.!e bei jener Ver­handlung vor her» Prrwinz»ai -«»'puß nr..- Rolle G» lag für ben A-ia^agtrn nahe, au' die ge­schilderten Verhältnitte h.i'4uwett>-n De Form der Aeußerung mt'rr.-ch.- der Art und Wette, wie man sich aus her» Land in solchen Hsll m ausdrücken pftege. Auch eine rrtn formale De eidigung scheide an»

Die .Kräppelzei iungs' von der letzten Fastnacht fand ein gerichtliches Rachspiel. Frei r ab krcht junge Leute au# einem kleinen Orte in her Rähe von Gießen waren befchulkngt. btt Kräppelzeitung in Ort oerbmtrt zu bebe». bU We Ueanftänbiflffit und 'Meibigungen stre»p e Drei her Veleibzgten batten Strafantrag gestellt Wer bir Zeitung lertoßr halte, war n»cht fest- ru'trUm Tic drei OüiQrtl ictcn bestritte» bie Schrift verbreitet zu baSm, zwe, van Ihnen tour- ben aber durch Zeugen überführt Wegen *>* leltiguna unb Verbreitung rmzücht»aer Schrtfie« erhielt her eine eine Geldftra fe von 25 Mark, der andere, der *ur 3eÜ der Tat noch wo endlich war. eine solche ho 20 Mark Der Dritte wurde mangels Vewelles freigefprvch«

Zwei rarbestrafte Angeklagte, bie der Pokrze bt# Widerst«'nd acleiftet unb einem Ver-