rti 279 Zweiter Blatt
Siebener Anzeiger iSeneral-Anzeiger für Vderheffen)
vienrtaa, 29. November 1927
Deutsche Weltpolitik um die Jahrhundertwende.
6h Friedrich Hciaed«. a ö Prvsrflor brr Gcschtchrt dB tet Uniperlllät Drei in
Prof ». S-t-brtch Mrtn.de. brr Ikdalkr der teruhmten 'Berte 'Bcitbärgtirum unb HotiMwlÄaar. Io* bH. Tu 3b* brr etaat#railoff. per- olfeiult* 1*t*n Im Sectagc tw X-Ok renbourg. 1H untren. .inen wichtigen Btt- nag tut Dorktitgggelchtchit unter dem Jtltl .Geschichte de» beuisch-e ng- tischen Bündul»prohlem»" Hu Oenehmtgung bei Vertag» tsiölfemb txm wie barau» bm nachstthendei, Ablchntti So vertchie.ten auch Xrmtwrdmrnl uitbOdtir# en brr brrt TB ärmer, kn« die beutldtx PoliNk um die Jdbrbunbettinenb. leiteten, br» Kotier» Bülow» unb Holstein» waren und tn monnig- tuchen Ruanoen ihre» TBolien» sich Ipkgrltrn. iu waren 1H bot> einig in dem Grundgrbanten. Itnrtwnidl« Sichrrungspolitlk mit Wettpoliiifch- Irlonidltt •rponhen zu kombinieren, weil 1k glaubten, bah Ne» aut aMehbatt 3eit noch möglich In k^rch eine Potttik her Iorten Hand. VnT wett he bd«icn. bah die JeU lür Deuitch- |dnb arbeit#. bot) bi« reichst« Omi« erH non ter dutunh zu erwarten tei. Ter Kotier hoffte tu bei auf ba» neue Machtmittel ber ncrgr6berien filMif. mtt dem man lünftig. wie er sich aus- brtAe. einmal eine ganz ander« Sprache al» bfNK werbe führen können Hol klein rechnete pfmebmlub auf die Trümpfe, die Deutschland einmal durch den Au»druch de» We'.llampsc» zwilchen England und Rustland in di« Hand bekommen werd« Bütow, weniger tvrluntm In tfiienb« unb verleitende Gedanken al» lein bei*!' blutiger Herr und lein brütender Ratgeber, lieb stch leichtflüs'ig unb anpassung»fähig von beiden inneriufc d«klimmen und vertraute lernen Onbe» doch wobt auf lein eigenste» Talent, mit leichter Hand schwierig« Äntrten zu Iftlen .Huer Moje- (Töt werden, in Ichrteb er am 24 August 1898. olle am <M>luh der ersten Bündnl»ve «Handlungen e.nb am Vorabend ber portugiesischen Abmachung tu1! Onglanb . .nun in votier Unabhängigkeit p.ch beiden Seiten bin a l 4 a rbitt r mundi bffli achtzigsten Geburtstage ber Königin ^iltotid btuvohnca" Ader al» bet a-chtzlgstc Ceburtttug am 24. Mai de» loigenden 3abre» 1cm, Hieb bi« englische Wrdabung für den er- hiter mundi au», und man war wieder einmal in einen bdtigen kolonialen Hader mit Sng- land diesmal über Samoa - geraten Tie Volle die Bülow Irichtsertig und schmeichlerisch für den Kaiser bereit hklt. war nicht Io einfach .ti Ipielen Ader noch waren freilich die Ont» Urfibunqen nicht gefallen, di« fein« und Hol- fiein» Hoffnungen endgültig zerstörten, lind fener ti4oniak Streit mii England um Samoa, in Fern Bülow Ichon mit der Abberufung Ne» deut- iJhei Vertreter» in London gedrvh? balle, endete t n< SchlulI« de» Jahre» >8^ logar mit einem ketdl.chen Erfolge Hh Teutlchland. toeil England r:nler dem Trude de» im Herbst beginnenden I nda 1 rtkan11cheu Kriege» für geraten b eit. Teuttchand» Doblwvllen wieder zu er» luulrn
Tiefer Hergairg ist tnplsch für die Art der Gewinne, div die Politik der freien Hand er- uhen konnte Q.ue ganze Liliana lieh lich diele von Bismarck i>rreit» geübte Taktik, au» 0 uglanb# Tkrtegcnbellen Runen zu »leben. |chon 1-rilebeh muhte da bei abM immer, lobatd Ong- f.nk wieder kreier Hd> »üblt*. auf Rückschläge. ) ntreundlichkeiten. Enttäuschungen lich geiaht machen.
Ta» mar ungefährlich für Teutschlanb» Ge- Icmtlagc. solang« die weltpolitischen Ltrriizüge trm den Erdball nur au! Heinere Obichc gtnatn und die Sturmlpdäte. wo die vitalen Jntcreflen der grelleren Weltmächte auAzukürnplen waren, korafältig vermieten Tast man |ie vermeiden wollte und zu verniet ben glaubte, tagten wir Dal- man fle in leichflnniger llnterfchätzung der ldelabren tailäch ch doch nich vermieden tot werden wir gleich leben
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Was Johann Orih hinterließ.
Don Artur 3 get
«Rachdruck verholen i
.Zu jung, um für immer zu ruhen zu stolz, um al» bezahlter Aichtstuer zu leben muhte meine Lage peinlich ja unerträglich nx-iben. Durch gewid berechtigt.» Shtgesühl Mhintert. um Tdlederverwendunt tm Heer, zu'b tten. stand ich vor der Alternative Ontmeber ba» unwürdig« Ta'ein «Ine» fürstlichen MühiggLnger» wei- lerzulübren oder al» gewöhnlicher Mensch eine neue öiificiu . inen neuen Berul zu suchen."
Tiele» ehrliche Belenntni» legte S rzher - zog Johann S alvator im Dltober 1SM vor Kalter Franz Joseph ab. Tie Antwort war die 'Berbanniuig au» ter öftere ich-u ngarischen 'Monarchie. Sie seuert ihn erst an. ben Dillen in die Tai umzuieven. Seine alte Schwärmern treibt ihn zum .blanken Han» Mit lautend Sofern zieht c» ihn au» da» Meer Don Ir.nem Darbelitz 700TÖ ®ulben kauft er im .'rmb- iobr ben Dreimaster .Santa Margherita und sticht dl» bürgerlicher Johann V rtb mit drei Offizieren und einundzwanz.g Mann in Cec Jn Buenos Alre» geben d.e drei Offljikrc zwe Bootsleute und der Koch da» Jienftverhültni» auf. Deden einigem Gran gebt auch ein weiblicher Pallagier an Bord Ludmilla rtubel. kü der Trauung in London »Frau Orth* Ter junge «3begatt« ernennt sich selbst ,’um Kapitäni et will im Auftrag« einer Ctport* finna eine Ladung 3em«nt nach den La-Plata- Staaten bringen und In Dalparaiso eine Ladung Salpeter aufnehmen. e _
Sine knapp« Woche nach der Ausfahrt rast in fer Tiacht zum 21. Juli ein »chwerer Orkan Tu etürme nehmen in jenem Sommer kein Snde b e in den August Hinern währen sie. Ter Sch."#- terr mit feiner jungen Frau nrbst der gesamten Manntchaft blieben iwfdtolkn. ja nicht e.nmal Trümmer de# Schisse» ober Heft« ber Ladung imirben angeschwemmt
Kein Wunder, wenn die Legende au? dem einstigen Drohherzog einen neuen jlxgenfcrn Hol- länder formte älebcrah in der Cßklt tauchten Gerüchte auf, hab inan bald Im. bald dort Johann Orth gesehen hätte, ja. es gab noch zu Anfang diese» Jahrhunderte hier und da Leute die. getreu dem Beispiel de» falschen Waldemar, sich
Tie deutsche Mrttpolitik betrieben mit den Methoden ber »reien Hand glich dem SchiiN- Icknthlau»« au! trügerischer •i»bede. bk in der Aähe de» UWt» wohl trug, in ber Bitte de» Strome» aber zu dünn war Ter Läufer Hostie au» kommende» FrvstweNer. ba*l »k stärken sollte aber e» kam schiedlich Tauwerter
Sogar am ganz »icher scheinenden U»er zeigte sich in diesen Jahren einmal vorübergehend eil bedenklicher Sprit. Ter »«stelle Punkt in der lonnnentdkn S'.cherung»po!uik war bi»her da» Dündni» mit k» « st e r t e i ch - U n- gern gewesen. Aber wa» wurde au» ihm
. w-.e ce letzt geschah di« Ttchechen tn thanien obenau» kamen bi« Regierung de» Grölen Thun beherrschen und mit den Jiulkn I.et äugelten. .Fmie tnpbcMc", tchrrcb der Kaller zu einem vor dielen Odabren warnenden Te» fidM« 0ulenburg» au» Dien vom I Mär» ISS».
.di« Slawen werden alle zusannnen gegen bte Deutschen und Deutschland wühlen und untere Polen mitreiben Auhland wird da» Seine ball tun. und Hab»bürg geht verloren. Dirmüsten i n» beizeiten «Ine lest« Drüd« z u A ust - and bereit stellen.- Wir «-Hennen auf» neue ba» unw.llkurl-.ch Bedudnl» de» Kaller», in du* erster Aot au» Austtand zu hosten, unb wir gen innen damit wahrscheinlich ein neue» Motiv da» ibn am 30 Mai 1*N» zu dem unbesonnenen Teduch leranlastte ben Jarrn durch Mitteilung i-e» engi.fch-n Dündn »ancrbieten» für sich zu geu innen Tw Srjge. ob e» zwedmästig und möglich war. über d « Trümmer bester reich» htn c;m Ärude zu AulUand iu bauen, wird un» noch Iwschätt.gen^ Tic Kri'i« tn Lksterreich aber redchäiit« '.ch zu direkter Xln»veundstchkei: gegen Deutschland, die Graf Thun durch eine im Ao- oeir.ber 1866 gehalten. Aed< beging. Kleru».
Heimat im Viid Gietzener Kamilienblätter
Die Scholle
Das sind die zeitgemäß ausgestatteten, aus untere einheimische Aeoölkeeung abgestimmten, im eigenen 3etnebe bearbeiteten und auch gebrochen Sonderbeitagen zum Gießener Anzeiger
VSdev, Wandern, Kelsen Slus der Welt de» Sllm» Turnen, Sport und Spiel Aus dem Reich der Krau Dugend und Hochschule LluS Natur und Technik Süv den Vücheetisch
Das sind die regelmäßig wiederkebrenden, sämtliche (Gebiete des modernen Lebens, des Aeistes, der Technik und der Kultur straffzuiammensaffenden Sonderseiten des Aießener Anzeigers
Oas große Heimat, unb Anzeigenblatt Oberhesiens unb ber benachbarten preußischen Gebietsteile ist ber seit 177 Jahren erfcheinenbe, mit allen Volksschichten auss engste oerwachsene
Gießener Anzeiger
Ad« und bi« ganz« S awrnwrtt fo hört. mar. rvn hab« »einen sehnlicheren Duntch, o!» den deustchen durch drn mo»krw'.tstchen llUkitcn
D«»k^.ingei zu ben slawrtifvrttndlichen Ministern in Wien hatte veröstenikichie im Februa: liW> in der . Xerue d« Part»" einen Au''atz. bet
. > ?..» «in .au» flat'.er bczeichnew Ta» Wai nun selbst Ka ter Fran, Joies, ben d»« Los Avni Devegung ber TeuH4w In »einem Lande erst redu in die Arm« der Slawenpnrtei getrtes hatte, etwa» zu pie'. Or dämpfte nun «tn ttx*ntg die »lawitchen Dellei täten und Präs Thun u-u:t schliestlich im Cewetr.bet 1?^ eillallen Abe die Iprengcnbm Kräfte im Jnnem i>-st«rreih' wurden damit nut «ben zurüdgedrä igt nli’ au» ber Dell geschafft
Je Krim wünscht.- man woh. auj tiefste Herzen di« Erhaltung bei österreichtich-un^ rischen (MamlUdale» und c npsand nicht fr oernghe Aeiguna^ Tie aul An'chtust an da« )ie ch gerichteten Tvüntch.- der leiben'a-iirliht. 5Xut»ch«n in tb st erreich zu unterst ühen Ai-c. lür die (MamtbUani ber deutschen Politik mustl l.'rtan der Ukrt de» österieichrlchen l'ünbniM«.
. merklich g « m t n b c t I .
Thronsvlgei Stan» Ferdinand ivrnabm ma schon damals dast er nach Oebuit ilrCcbua unb Umgebung in da» Lager der Slawen unb Klerikalen gehöre Auf bl« Hortdauer ber Inn. ren Zersetzung in Oesterreich muht« man hd geiaht machen Was war von «ln«m Heer« z. erwarten, keffen tHailondluälen sich gegrnlri: batten? Noch hielten überau» starte 'äkulai Dan de da» i-anz« der Tonaumonarchi« »uian men A'.er ein« weitschauende deutsch« Poti! hülle fortan keinen Augenblick bte €V.-»abi, rergdlen dürfen, die hier drohteii
Sin streng Urteilender dürst« sagen dast h schon zu dem Jeitpunste. wo bi« österreichtschei Wirren noch lobten und da» höchst« Unbchag. in Dcrlin erregten, ctwg» vergessen wurden Tenn die neue Politik in der Türkei bi« man jetzt trieb, betrübte auf der doch jetzt zweifelhaft werdenden Dorau' ctzung dast bic Länder brück« bei befreundete«' Tonauftaate» zum nabe Orient bin dauernd fest bleiben ©erbe. Hastei wir diele» unermeßlich wichtig« Problem nähki in» Auge, denn entscheidend« Wandlungen gingen mtt ihm jetzt vor Don der neuen Türken Politik Deutschland» gilt beileibe, tote von 1- veelen Leitgedanken und D«r|abruug»w<.sen de» neuen Kurse» Au» Di»marckischer fletf zu stammen und doch unbilmarckilch zu werden die Merkmale der Kontinuität unb der Onlartuitg zugleich zu zeigen. ?ll* " ■ > ' ■ "
Unternehmen der Deut'chen Dank ba» Idbo' vorhandene An|ang»ftück ber anaIol11ch « Eisenbahn zu erwerden und bl» Anaor forlzusuhren. bei der Pforte unterstützen lieh wat bereit» bet Plan vorhanden sie künftig rin mal bi# Bagdad fortzufühten Dt»matck abet erklärte damals kategor tch dast er nut die edt Konzelltonierung d.lutwotien wolle, die weiter, nnterhunung ..bei Krieg Gewalt und Mnget«d>- tigteit1 aber abiehnen. da» Aistko nu»1chitestllck> den Unternehmern lallen mülk. 3r würde ahn. rag.- wenn er im Amte geblieben wäre allee getan staben um da» neue Unternehmen In po u 11 sch unschädlichen Bahnen zu erhalten und man bart vermuten dast e» Ihm gelungen wäre, die immanente Geiaht die tn ihm von vomhereif. steckte zu bannen. Die'e Gefahr für Deutschland hat damal» der enalisich. Botichaltcr in Konstantinopel. Sir William White, helifichrig erkannt und gerade ihretwegen da» Unternehmen begünstigt Ör sah. dast Damit eine neue Xei- i ungslläche zwilchen Deutfchland und Auhlanb einmal entstehen werd« die für Onglanb nur willkommen sein konnte
Zehn Jahre später war man In vollem Zuge, eine solch, zu s<chaffen Der Kalter nahm da» städste Jnterelk an der Fortführung der Bahn von Angora nach Mefopowmien. und Bülow erklärte dast man wegen der politischen Stellung Deutschland» in §er Türke besonderen Wett darauf legen müsse, diele Bahn die „In ihrer Dvklendung ben kürzesten Detk«ht»w«g von zZu-
I für den .echten Johann Orth** auägabcit Jn den I Jirenanhatten der Welt gibt e» eine erkleckliche Anzahl davo>>
Di« Gerüchte unb Legenden einerseits unb die Tatsache ant-ererieit». dast sich positive Beweise für den Untergang br» Schlf'e» m.t allem Lebenden nicht erbringen liehen hatte ba» eine zur Folge, bah sich die Tvdeöerilärung sehr lange hinzog. Sie eriolgte edt im Jahre 1912. Zwei- undzwcuizig Jahre wartete man dlfo, bi» der Tob Johann Orth» .amtlich' lestfland Aun erft konnte die Ärbtegulierung erfolgen
Jn der ersten Oktoderhälfie de» Jahre» 1913 fand in einem Berliner Kunstauktiomthaute N< öffentliche Be icht gung und daran an>chiiehendc Derfteigeruna all der Kunstgegenstände und Wertsachen statt, die ber feltlame 2prost au# dem Hau«. Toskann in «einen Schlössern Traunfee unb Land- unb Lerichkost Orth bei Gmunden angesainmelt batte. Mit einer gewissen Ehrfurcht de««chtigtr man damals die Hinteriassenfchafi war nicht nur da» sensationöhungrige Ion* dem auch da» künstkerisch interessierte Berlin oertanuneit CTanA befriedigt wurde freilich nur tHe Sensation Tenn an Originellem. Bizarrem Absurdem in Kunst und Kun st ge werbe wat kein Mangel. Weniger betr etegt blieb der w.tk- liche Kunstfreund. 0» zeigte sich nämlich schon am ersten Tage bet Ausstellung, dast der Erzherzog Johann Salvator ein tehchen durchs nander ge- «ammclt halte Tie wirst ch wertvollen Ongina.* bilder txrichwanten fast unter der Fülle mehr nNr minder guter Kopien und Urproduktionen Plastiken unb Bronzen sehltcn last ganz, und dir Mödei zeigten zum grvhen Teil wenig pflegliche Behondlung.
Ta# wa» Johann Orth zu Lebzeiten zulam- mergettag.n hatte ging innerhalb weniger Tage in alle Winde. D.eies ging auch über den Oyan. lieber den gleichen .blanken Hans", der die .Santa Margherita" mit Mann unb Mau» Der- schlang, ohne je auch nur ein Atom nxebetgegeben zu haben
Sefleffen im Beduinenzelf.
Ta# virlbriprochen« Werk de» englischen Obersten T. 6 Lawrence, das in den angelsächsischen Ländern grohe» Tllittehen erregte, ist jetzt unter dem Titel .Aufstand in der Wüst«"
In cinrt deutschen Auggabe bei Paul List in Leipzig etlchienen. Diese Sch lderung bet Organi- ’ierung tx» Araberaufstande» während de» Weltkriege» durch einen jungen Orientalisten, der sich zum .ungekrönten König 2kabien»‘‘ aufschwang, ist ein erstaunliche» Abenteuer unb von ihm in llaMlcher Weise geschildert worden. Auch di« D.l- her bi« er von dem Leden ber Beduinen in der Wüste entwirft, find von einet unvergleichlichen Lebendlgke t
Sn jdii'N-rl rr k < Festessen, die ihm unb feinen Begleitern bli feinem Mit durch die Wüst« nach enden aul einer Oase von einem befreundeten Betennenstamm gegeben wurden Der ganz« Stamm besah nur ein einzig«# grobe» s? hgesäh . kw» für diese Gelegenheit von einem Zelt in» andere getragen wurde. .D rie Wanne war randvoll" schreibt Lawrence .r.ngüum lief ein Wall von A«.». einen Fuß breit und (cd* . ,ol» hcch. in der M.tte waren Hammelkeulen und Aippenltücke hoch bi» zum Umfallen angehäuft Man brauchte stet» zwei bi# drei Opfer, um eine Flri«chpvram.d< von der Dlächtigkeit auszurichten, wie es die Shre de» Haute» vorfchrieb
Tie herbdampsende Ladung wurde vor un» in die m.tic de» Aaum» nieder gesetzt unb dann er schien eine Prozestion von Tiencm luebrrm Grade» mit llc.ncn Ä cf fein und Kupfertöpfen. Mil start zerbeulten Gmailleschalen schöpften sie rgrn daraus baS ganze G«trv«c unb bic äuheren Teile de« Hammel» in bic grobe Schülfei Stücke der gelblichen S.ngeweide. Teile Dom Wersten Feri- «chwanz. bräunliche Hammettüst«. allerf.ei Fleisch unb noch haarige Haurfrückc all«» in einer 'Tuner- und Frttbrüh« fchwimmcnb Die Gäste verfclgten a.'lmerksam daö Werk und liehen ein bdneb gtce M rmcln v.m hmen wenn ein be on» ber» fatriger B.ssen herauspiumpste. Tie Seit» brühe war liebend Heist, unb manchmal lieh einer ben Schöpfer lallen und steckt« nicht eben ungern die verbrannten Finger zur Abkühlung tn den Mund Aber sie hielten wacker ftanb unb schöpften bi» di« Kelle auf dem Boden de» Ge- sähe» klapperte. Tann hoben je zwei Mann einen der kleinen ÄeMeL kippten ihn um unb liebvn ba» flüssig« Fett über das Fleisch spritzen, bi» der Krater angefüllt wat unb die Ae»körnet am anbe in der steigenden Flut fd)trjnunm; unb auch dann gossen «i« immer noch weiter, bi» te« Wanne unter unseren uberra«d>ten Aufen überlief unb eine kleine Pfütze im Staub gerann. Ta»
war der Schlusteffekt unb nun forderte un» der Wirt auf, zum Ollen zu kommen.
Wie .» t»k Sitte vertangte, stellten wir un» zunäch'! taub, v.rblich hörten wir die (Binlabung. blickten un» hö-chst ubertafchl an unb jebet brängte leinen Bachham den Anfang »u machen. Wir liehe: un» vor der Platte aul ein Knie nieder unb bräunten un» zulainmen. bi» alle auf dem knappen Da um um Den Trog Platz hatten Dann wurde ter rechte Ärmel bi» zum Slimbogen zu- rückgeschlagen unb wir tauchten mit einem leisen ,3m Damen Gotte», be# Gnäkiaen und AN- gütigen' die Finger in die Spei'». Ta» erfu Sintauchc" war für mich immer a.-sahrlich, da mtine noch n.cht daran gewöhnten Finger sich an dem hristen ieti verbrühtcn. Man pflegte mit den Fingern hübsche Kügelchen au» Hei». Fett Leber und Fleifch zu drehen und unter leichtem Druck zu«ammenzuknet«n. worauf fit mit einer schnappende, Bewegung zwilchen Taumen unb gekrümmtem Öeigefinget in den Mvnb gefcho'fen wurden Mit dem richtigen Trick kamen tk Kügelchen säuberlich au» den Fingem: wenn aber üderflüfflge» Fett unb schlecht hinein» gepappte Stückchen an dm Fingern flehen blieben, muhten dies« sorgfältig a bfl«l«dl w«r ben damit e» bei dem nächsten Derfuch heller glitscht«, linkt Wirt stand bei der Aund« und ermunterte unfern Appetit durch freundlich« Zuruf, Mik Doll dampf würbe zerrlstrn. zerbrochen, gr- breht unb gestopft ohne dast rin Wort gesprochen wurde, denn llntc rhaltur^g hätte eint Herabwürdigung be» Mahlt» bedeutrt Allmählich Der- langfamte fich ba# Tempo wat man lertLa. fo stützte man ben Ellbogen auf» Kni« und lieb dir Hand vom Knöchel aböärt» über bi« Schuftes her- unterhängen. Damit fie abirobftt. währtnd Fei' Butter unb einzelne Aeiökörner zu einer wtihrn Kruste erkalteten, bit bk Finger zu! am men kl ehrt Tie 5«intren unter un» gingen an die Rückwand be# Zelte» wo eine Klappe des Dachtuche» al» Ab« chlustvotha ng her abhing, und an diesem Familien Handtuch. helfen rauht» Zitgen- taargeüxbc vom vielen Gebrauch glatt und ge- fchmrid.g geworben wat wifchte man sich die dicksten Fettb-itzen von den Händen. Dann fetzten wir un» wieder nieder. Sklaven gingen mit einer hol- fernen Schale bic Reihen herum unb gossen Wallet aber un’ert Finger, die wir gleicchzerttg mit b c m Seifenstück be# Stamme» abrieben
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