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die ÄbTt immun ö untertaffer und ehw vorherig« Be* Nchrigung bes Rird^nmnem oorgefdjlofien. T*k än- bringung eines Heizkörpers ir. bcroafriftri unsrer K.rche wurde abgelehm Als letzter Punkt lag em Antrag eines Bürger» vor um taufchwerk Ueberlaffinifl eines Lau platze» in bet f)ü fiel- ft roh«. Der größere Teil des ftemeinberat» ftd>t auf b*m Slanbpunft, erst boeter.^e Gkienbe <ui»p- bäum, bei dem gute Zinuhrst ratzen Zur Verfügung flehen, mb daher wurde der Antrag genehmigt. Legen der gegenseitigen Vewerv,ng ioll eine Be- jichtigno des Gelände» dorgenommen werden. Bür­germeister Jung dagegen ist der Meinung, baß der Lei^uh des (Bernetnberat» gegen die Inter- ef e n der A emeind« oerstotze, weil nämlich biefer freie Plag ausbrütftid) m der Fetbbereim- gung oifengeHotten worden roäre für dos m cch- 'ehbarcr Zett m unfeter Gemeinde zu erndttenbe giarrhau», dzw. ein anderes Gemeindehaus. Dieser Platz rnüiie uikwömgi der Gemeinde für dies« Zwecke erhalten bleiben, zumal anderes paffendes Gemeinde» gelande nicht zur Verfügung flehe. Mit 'Rücksicht auf die 3ntereffen der Gemeinde muffe er die Durchführung dieses «efchlnsse» rni-

t« rlaffen.

D G rotzen-Li nden, 28. Oft. Auf der Strotze noch Klein-Linden wird gegen- märtig durch eine Hrbertslokmne der Provinz Oberhofen die Erweiterung der Kurve am Wold vorgenommen. Die Kleinpft-uierang erweist sich namentlich an den Kurven als zu schmal, so da ft die Begegnung zweier Kraftwogen nur in -mäßigem Tempo möglich »st. Um den überaus star­ken Verkehr nicht lange zu stören, werden die Arbei­ten betchleimigt und in den nächsten lagen zu Ende geführt. Öegcnwärhfl werden an unserem Güter- bahnhof viele Galläpfel waggonweise verladen. Der Zentner kostet 3 Mark. Nament­lich 011» den Orten de» Kleebachtate» werden große Mengen angesohren. In den Ortschaften wird für den Zentner Fallobst 2,8*) Mark bezahlt.

£. OBtefed. 29. Oft Am Donnerstag­abend veranstastete die rührige Kolonne QSMefed de« Arbeiter-vomariler-DundeS im TrauuMxm Laale einen Li ch t b i l de rvor- trog, der die »Erst« Hilfe bei HnglüdSfällcn behandelte und für den der Kolonnenarzt Dr. Schmidt den er läute rixben Teil übernommen hatte. CVn all gerne inveriländlücher Weise verstand e» der Dortragende an Hand bet recht guten Lichtbilder, manchen wertvollen Fingerzeig bei eintretenden Untfäflen der verschiehenftzeir Wög- IW eiten zu geben.

Alten-Vufeck, 28. Oft. Am kommenden Sonntagabend findet hier ein Dortrog des Hess Landwirtschaftsamt» Grünberg über folgend« Themen stattDie Wichtigkeit der Bodenbakterien für die Landwirtschaft und ihre Forderung durch zweckentsprechende Bodenbearbei­tung" und ./Die bessere Ausnutzung der ange­wandten Dünger und ihre Bedeutung für das Wachstum der Pflanzen." Vortragender ist Afiefior Dr. Bacher. Jedem rationell arbeitenden Land­wirt ist hier Gelegenheit gegeben, über wichtige Fragen der modernen Bodenbearbeitung und Dün­gung sich Klarheit zu verschaffen.

(D Grün Ingen, 28. Oft Der Weißbinder- meister Thriskian Schäfer, der etwa vor Jahres- frist nach Mainz verzog, um dort ein Geschäft zu eröffnen, verkaufte dieser Tage seine neu er­baute Hof rslie für 10 000 Ttt. an den Post, beamten K. Brunner.

n. Sich 28. Oft. Auf öinlabung bet trauere: 3h r t na - Melchior zu Sich bt- e t f t 2 g: Mitg e < :«? ® etzener Baulchulbundes und gleichet Organisatio­nen die Brauerei. Allgemein wurde bi« ztveck- entfprechende und solide Ausführung bec in den letzten Jahren rjorqenommciKn Hm- imb Erweite­rungsbauten nebst den Drunnenanlagen aner­kannt. Da für bu Produktton bei in ben lebten Jahren erheblich aefbc ientn Absatzes täglich etwa 70 Per onen des ä tiqt sind und anbauciird für bic D^rbesferung dcS Betriebs umfangreiche Sauarbeit en erforderlich werden, ist die Brauerei sowohl f.Sir Die Stadt Sich, wie für den Kreis Diesten, zu einem Betrieb von groher wirtschaft­licher. 'Bedeutung geworden.

]: Lrais-Horlvff, 28. Ott Infolge bet A-gen Tätigkeit der letzten Woch.rn sind nunmehr die UmfteUungäarbettcn auf der Drude .Friedrich" so weit gediehen, bah man sich ein ungefähres BJb von der zukünftigen Anluge des ganzen Werkes machen kann. 3n den letzten Tagen würbe der Unterbau des Gas­behälters. bet etwa 10 Meter Durchmesser

LlmErsolgimdMe.

Roman von Rodert Misch

Eopyrighi dy Earl Dunker Bertn S'iX 6t.

29 rtomeguny Nachdruck verboten

Der berühmte Sänger entpuppte fich al» ein soviotcr Herr, der von lustigen Einfällen und Anek­doten übersprudelte. Zuletzt bat er sie, ihm einige der geplanten Chanson» oorjufin^en.

Ich habe Angst, Herr «rlezak. Vor Ihnen" ...

Mein gnädige» Fräulein, das mutz man über­winden. Ich bin kein Herrgott und habe selbst noch Angst wenn ich in einer grotzen Partie vor bae Publikum trete. Den meisten von uns pebl es ebenso Und Ihre ganze Krankheit ist vielleicht nur Rervositot."

..Leider nein, Herr Siezak, zwei grohe Herjte haben e» beflätiqt."

Also lassen Sie mich hören!"

Iso sang bk kleine französische Ballade vom joli tembour". bk fie einmal bei ihrem Berliner Lehrer in Lenzen» Gegenwart gesungen.

Also faino»'" rief der Sänger.Kleine, aber sähe Stimme gute Schule und reizenden Vor- trafl! Und nun hören Sic Ich habe ein enttücken- de» Duett au»grgraden au» einer alten, längst ver­gessenen italienischen Oper. .Halb lyrisch, halb bra- matisch, mit graziösem Humor Koloratur natürlich besonder» im Domenpart ..Dämon und Phylli»" Schöserfttl! Da» mochte ich gern mit Ihnen stn> gen Der schwerere und lombt-oert Teil soweit bei diesem b«l cento tUliano von Wucht die Rede fein rann fällt mir zu. Rehmen 6k die weibliche Partie!"

Neben Apien. Meister Siezak unmöglich' Und in der kurzen Feit!e

Do» Konzert mutz ohnehin auf emiae Tape verschoben werden iTZimonb fpirlt dieser Tage in Verona dnb Trieft Hören Sie e» nur "

Cr setzte sich an bo» ÄLitner begleitete fichrfbft und sang auch den weiblichen Pan in n cmluter Transponierung. Klmgende Wellen sutzen Wohl lauter erfüllten da» kleine Ammer. Serai" tjt mit grschlosicnen Augen lauschte Isa aus die strahlende und ausgeglichene Stimme der Meistersänger» und

UTtb 16 Meder Höhe «Hält. fertig.TeKellt Dk8t txmeben werden eben die Fundamente der Bentz inf a br t k gebaut Diek beide« 3nLigen befinden sich in der Aähe des s^ther-gen Schach­tes II und sind von dem Saupttdl des Werkes brach die Landstratze gereermt. fo datz man künftig eine Bord- und eine ©ubfabrl unter- (dyctben wird. Auf der andern Sritr der Strafte erheb: fich das von der Offenbachrr .ytrma Lavis aubgefüfrrtc grw^lftge Erlang-rüfi der Schwelerei, das ganz in Gif endet an gebaut ixnb über 30 Meter hoch wird. Vahinter be­hübet fich das bereits fertige Turbinen- haus. 3n dem daneben befindlichen log.Haft- dienst' wird gleichfalls inifenbeton ein hohes Bauglied ein gefügt, daS den B'hälrer für das aus der Horloff zügel eitet e Kühlwaffer tragen soll. Für den Trvckend.enst selbst ist vieler Tage ein Aöhren-Trvckner aus Buckau ein- getroffen. Dasselbe hat fo gewaltige Dirnen» Honen, dast er auf einem Hpezialwagen als Srmderzug befördert werd.rn must re. da fern Durchmöfter um 35 (Zentimeter Vie bei der AeichS- bahn höchstzulälsiac Ladewette überi chr-itet und deshalb eine Beförderung neben anderrn Zügen ausschlieft t. Das jedoch zur Leit das Haupt­interesse bei Laien wie bei Fachleuten erregt, Hnd die beiden ungeheuren Da ggettfirm e, die nun fertig montiert Hnd. Der Hauptturm ist ein wahres Wunderwerk modernst.-r Technik Er ist von der Firma Adolf Bleicher: (Lripz g) konstruiert und der erste seiner Art in Deutsch­land. der auf Raupen läuft SS war ein Mo­ment aembefienunenbet Spannung, als xum erstenmal am Dienstag die kolossale Eisenkvn- slruktion von 37 Meter Höhe sich, wenn auch nur probeweise um einige Meter, fort- und wieder zurückbewegte. Die Fortbewegung gftchieht dtrrch drei gewaltige Aaupen. wie Tie von den Tanks her bctaimt find, und von denen jebe ihren be­sonderen Motor hat. Dk Drftzcchl ist für Schwan­kungen des Baggers notwendig. Der Baggeriurm kann sich sogar auf einem Gelände mit schwachem Gefälle foribctoegcn. Auf seiner untersten Stage befinbet sich daS Maschinenhaus. in dem die ver­schiedenen Modvre untergebracht sind. Der gröstte ist der Schürfmotvr mit 260 Pferdestärken, der das Herausschürfen der Braunkohle besorgt Für die Bewegung der .Schwinge", die die Kasten mit den (De^engew.chten trägt, ist der Schwingemvtor mit 130 Pferdestärken vor­gesehen. Das Hcven der Kohle geschieht durch einen einzigen Eimer, drr vier 5hib;!m'tcr faßt. Durch die Bereinigte Installations-Gesellschaft (Frankfurt) wird zur Zeit auf die Spitze des Turm« ein rie<iger Scheinwerfer moniert für die Aachftchieyt. Dre gleicht F.rma fuhri auch die übrige elektrische Installation aus. Der ganze Bagger wird von dem FührerhauS au« dirigiert, das sich auf der Sp fte befindet Der Strom wird vorläufig von Wölfersheim bezogen und. nach­dem er eigens für die Anlage transformiert ist. durch internrdlsä-eS Siebe, zugrieftet Der® eg c n- türm ist wesentllch kleiner und läuft auf zwei Gleisen mit 11 Meter Zwischenraum. Man hofft, mit dem Abraumbetried vorausftrllich m der kommenden Woche beginnen zu können.

:/: Utphe, 28. Ott. Die allsährlich am Ernte- dankfest veranstaltete Haussammlung für die Eptleptischenonstalt in Nieder-Kam- st a d t ergab den Betrag von 28 Mk.

Arctt ivricbbcrg

WSW Friedberg. 28. Oft. 3n einem hieftgen Geschäft wurde gestern abend ein B a d- Aaubeimer Kurgast von einem plötzlichen Unwohlsem befallen. Der h nzug^ogene Arzt konnte nur noch den Tod infolge Herz­schlags seststcllen.

«£ Lad-Nauheim. 28. Oft. Dk unter dem Borsttz von Ämlsgerichtsduektor i. 9L Dr. Fuhr flcLinbe hiesige Abteilung der Deutschen Kolo- n lalgesellschost hat mit dem Ausgang des Krieges ihre Tätigkeit nicht eingestellt, roie es andere Ortsgruppen leit)er getan haben, sondern hat eine wichtige Aufgabe darin gejehen, jetzt erst recht durch Aufklärung und Werbung den kolonialen Ge­danken wach zu halten. Indem die Abteilung all­winterlich mehrere führende Kolonialdeutfche in Licht­bildervorträgen hier sprechen Iaht, ist es ihr gelun­gen, reges Interesse für koloniale Fragen hier leben­dig zu halten. Auch die gestrige erste Vortragsveran- staltung dieses Winters fand vor gefülltem Saale statt und war wieder ein voller Erfolg. Vizeadmiral a. D. L o o f s, der auch in (Biegen sprechen wird, benrhtete in eineinhalbstundigen Ausführungen über bk Kampfe in Deutich-Ostafrika zu Wasser und zu

die kunstvollen Derzierungen des alten Belkantisten, die der Sänger gleich Facetten köstlicher Juwelen funkeln, in tnezza voce gleich dem Flageolett einer alten Geige verhallen lieh.

Wie Honig!" sagte der alle Konsul mit einem Zungenschnalzen, denn er fand im Moment nur diesen kulinarischen Bergleich.

In Isas Augen standen Tranen. Sie druckte dem Sänger wortlos die ^janä.

Und daneben soll ich fingen?"

Sie müssen! Ich studiere es Ihnen ein."

Nur au gerne liest sie sich überreden. Schtietzlich gestand sie ihm wenigsten» zu, ohne fich fest zu binden, daß sie ee mit ihm studieren wolle. Lin Rausch, ein inbrünstige» Verlangen überkam sie. Und wenn sie nie wieder fingen wurde nur ein­mal neben dem grotzen Sänger stehen, einmal nur mit ihm ihre Stimme vereinen Innerlich war fie bereits fest entschlosien, da» Dagni» zu bestehen, wenn die Stimme überhaupt gehorchte.

Am Nachmittag mochte fie mit dem Konsul, dem grotzen Sänger und seiner liebfnrmurbigm Frau einen Ausflug im Auto de» (Bei eiert im. ^ir suhlte sich wohl in dieser Ltmosphäre von Äunft und Le- benelust. bk der Sänger um sich verbreitete. Jeden Tag studierte sie in seinem Hotel da» Duett mit Siezak, allerdings nur mft halber Stimme und nur eine kalbe Stunde. Aber die Stimme parierte setzt, bfkb frisch und geschmeidig, schien an Kraft zuzu- nehmen

Sie schrieb Laraze und Gyllrnborg darüber. Lacaze antwortet« in einem furzen Dries, m dem er ihr nochmal» Schonung imb Vorsicht anempiahl und genaueste Desolgung seinerStimm-Diät" wie er e» nannte. Vollen borg klegraphierie: Dank für die Einladung' Ich komme übermorgen."

Nnn stand fie am Bihnhof Ihre Wangen brann­ten Heist vor freudiger Erregung; und Antta, die kluge Jtallenerin. lächelte Ichlau.

Ml» der Zua einhef. ttand (hnUenbora am offenen Fenster und urinfte freudig mit der Hand. Froh, der Lchäiertz'.md. dellte an« toll und stürmte do» Äbtcd.

. Der Hund freut fich und Herrin auch", fagtr Mnita leise ..Ein vornehmer Herr und ein guter Herr - und er freut fich noch mehr "

tVollenborg beupk sich über Ihre Haich

Wie gut Sie aurs.den. Madonna' Ich danke Ihnen nochmals, datz Sie mich gerufen haben!*

Lande Die Sdn(benmg war schlicht ond packend und nahm bie Aufmerksam kett der Zudörer bis zum letz­ten Augenblick in Anspruch. Besonder» iMeresiant mar die Darstellung der Kämpfe de» Kreuzer» .Königsberg", dessen Kommandant Vizeadmiral Looft war. und die spätere B-rellwuno d-r Ma­rine am Landkriege m Oftafrifo. Der Dorirog bot ganz neue Gesichtspunkte für die Beurteilung de» oftain konischen Feldzugs. 2\r Kedner fand für bw Schilderung feiner abmed)ilungereidKn ffriebnifk und die Darbiewnfl semer eigenen Lichttnldervust nahmen stärksten Beifall, dem Amtsgenchtsdirektvr Dr. Fuhr m einem aneifernden Schlußwort Aus- druck gab.

= Vad-Tlauheim, 28. Oft. Oberrcallehrer Wilhelm »echtolsheimer, der nun schon über ein Menichenalter ununterbrochen den Dirigenten- stad im Gesangverein ..Frohsinn" führt, mürbe auf dem He'fischen Bundessangerlag zum Ehrenchormeificr .rnamrt, er .-rbirit die goldene Medaille des Sängerbund«- Gleichzeitig wurde vom selben Derem Kuftchereibefitzer Fritzel, der 50 Jahre aktiver Sänger ist unb 25 Jahre dem Vorstand angebört du-ch das goldene Ehren­zeichen ausgezeichnei.

JUrcie Budlugcn.

Ai k) d<r. 23.'Oft. Einen t r a g i 1 ch e n Tod land gestern der auf Vein hiesigen HimmelS- bachschen Sägewerk beschäftigt» Derkführar A 11 e n d ö r s e r. der auf dem >stoeigwerk EichelSdorf seine Wohnung hatte. Aut bet Straste Borübergehenve iahen ihn in der Aähe bet Witt I chattsgebäude liegen. Als er auf <Zu- ruf keine Antwort gab. ging man hinzu unb fand ihn leblos vor. Gin Herzschlag hatte das Leben des Ende der dreihiger 3abt< Stehenden geendet. Der so plötzlich aus hem Leben <-e- schiedenc war bis zur Stillegung Betriebsleiter des Zweigwerks Eichelsdorf und als tüchtiger Beamter geschätzt.

L Didda. 28. Oft. Bei dem günstigen Detter der letzten Tage geht das Einbringen der Dickwurz rasch oonftaöen. Sehr viele Ladungen werden gleich vom Acker zur Bahn gefahren, wo der Versand der Durzclgewächfe gegenwärtig sehr stark ist. Für den Zentner erhalten die Landwirte 6(i Pf. Auch werden täglich mehrere Bahnwagen voll Tafel- und Wirtfchastsäpsel einge- Inben und pro Zentner mit 12 Mk ? Schöner von Boskoops, 10 Mk. (Goldparmäne) unb 8 Mk. (für die übrigen Sorten) bezahlt. Für kürzlich hier abge- sandte Schüttcläpsel erhielten die Züchter setzt 3,50 Mk. für den Zentner, tt» war dies der höchste Preis, der in diesem Herbste hier für Kettcrobst be­zahlt wurde.

Bor » dorf, 28. Oft. Al» Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Lehrers Henrich wird am 1. .Xovember Lehrer Reitz, seither in Kefen- rod, die hiesige Schul stelle übernehmen. Schul- Verwalter D ö p p, der in der Zwischenzeit bie Stelle nermaltete und als Lehret und Dirigent der hiesigen Gesangvereins sich allgemeiner Wert- fchätzuug erfreute, übernimmt mit gleichem Zeit­punkt die Derwalttmg der zweiten Schulstelle tn Kefenrod.

rL Bleichenbach. 28. Oft. Dem e.nzft?en noch lebenden Mribegtündet des hiesigen. 1864 gegründeten T urnvereins , Georg Heinrich Kraft, wurde zu fernem 80. Geburtstag eine austerpewdhnliche Ehrung zuteil. Der Ge­sangverein. der unter Mitwirkung des Ju­bilar« aus einer ®ef<mg6ricge des Turnvereins entstanden ftt. der Turnverein und krie Ge­rn e i n ö e hatten den alten Mann in den ge- sehmückten Gtaulingfchen Saal zu e uer Feiet eingeladen. Dort wurde et durch einen Thor begtüstt. worauf der Vorsitzende des Turn­vereins. Herr Günther, über die Geschichte dieses Vereins sprach, in der die volkstümliche Gestalt desAlten Kaspars", wie der Gefeierte allgemein genannt wird, eine hervorragende Volle gelptelt hat. Et übergab ihm dann einen von den Vereinen gestifteten Sessel. Zwilchen werteren Gefangsvorttäg-rn sprach Lehrer S inner für ben Gesangverein, der Jubilar dankte rief gerührt in kurzen, herzlichen Worten: Bürgermeister Ttaumannn gab tn ttes enden Ausführungen ein B.ld der Pet'önlichkeit dieses Mannes, der als 'chlichter. gerader Deutscher durch d:e bewegte 3eit feines Lebens gegangen ist und noch lange bas allgemein beliebte Glied unserer Dorfgemeinbe bleiben möge.

- - Gelnhaar. 28. Oft. Am 13. Vovember findet bie se.erliche E i nwe ihung des zu Ehren der Gefallenen des Weltkrie­ges errichteten Denkmals statt. Das Denk-

Seine Augen strahlten fie warm an. Sie fühlte, wie fie unter feinem Blick errötete.

,Lch wollte, bah Sie habet find E» ist vielleicht ein Wendepunkt meiner Laufbahn."

Gyllenborg flüsterte feinem Kammerdiener einige leise Worte au, begrüßte Anita, bie vor Freude ihre weihen Zähne zeigte und stteichettc den Hund, her sich gar nicht beruhigen wollte

Ich habe bis vor einige Stunden Die ein Bär geschlafen unb fühle mich ganz frisch. Wenn Sie also nicht enmibd find, machen mir gleich einen Spazier gong "

, Oh nein, ich habe mich in dieser frischen Berg- lust sehr erholt Ihr braucht mit dem Csien nicht aiH mich ju warten Anita. Ich werde mit Herrn Gyllenbora irgendwo jpctftn in Lana oder Traut- mannsbors wohm Sie wollen, lieber Freund. Nein, keinen Wagen!"

Langsam iArmen sie über die obere Pafier- brück« flecen Obermalt.. Bor ferner Pension stand der alte Konsul Zengerle, grütztc tief und erstaunt ben beiben noch.

Em alter Bekannter und Protektor aut Mainz", sagte Jfa lächelnd.E r hat mich auch für do» Konieri emgeian^en."

. Jflto Ht die stimme wieder aDrift"

5o ziemsich bei einiger Porsicht! Aber da« Schlimmste scheint überwunden. Freuen See fich nicht mit mir*"

Er lächelte stumm.

T n Sie e» eher Sie sind nicht mein Freund! Ta» Leben ist oft so wenig schon, dotz es für unser einen nur Werl erhott. wenn man eine grohe Auigade, em Ziel, einen Weg vor fich sieht."

. (Dewitz ... Aber wenn dieser Weg mit Dornen befäi ist ober in die Irre führt?"

6* bfkb stehen. Muftt ibn protz an. ..Auch bann Sie Ungiucktrabe' Aber ich glaube wieder an mich " e

..Für eine Frau gibt es noch andere Wege '

.Lch habe auch diesen beschritten ... Ein Sumpf lag vor mir. Eie misten e® so." ...

Längst lagen die Häuser hinter chnen. Auf einem W«efenpsad schnven sie setzt an Feldern von Wein­reben vorüber, die sich an niebrigen Spal.eren hoch rankten. Bon ferne leuch»»n still die Berge, in ihrer weihdlouen Schnee unb Gleftcherpracht.

mal tmitbe noch ben Entwürfen ves DtoefdoeS Benvmann - Frankfurt a. M. gebaut und aus heim;M>cm Urgeftexn errichtet. Ent prechend bet Zahl her Odallenen bilden durch K«:en veo- burüNme Bafaidäulen einen Teil ber Hmfaf« fungemauem. Jnnntten md erhöhten, mit Gras und B'.urnen bepflanzten Platzes erhebt sich ein monumentaler Bafaltblock, auf bem eine Geveick- Idftl un? c;n Kr-eger hmbo«

gebrach' hnb. Aus diesem Gedenkste.n heraus wa>chsen zwei nach oben verjüngte Baialtfäulen, bic in cinbrudÄooIieT Wei'e bas Auf strebe»» junger Geich.echter verstnnbildl.chen. Dem Eha- rafter der ganzen Anlage enisprochenv wurden hinter bem Denkmal Pyram.deneichen angelegt Das Denkmal lätzt m:t feinen charakteristischen Aufbau unb seiner schönen gärrneefchen Anlage in würdiger unb künst.er.scher Welse den Ernst vergangener Zeiten, das treue Gedenken der Ge- meütbcglieber an Jr.ne Gefallenen unb die Hof- nung auf ein neues Eritarien klar erkennen u ib wird eine grotze Z«de unterer Gemeinde fern.

Kreist «lsseld.

(=) Groh-Felda, 28. Oft. Die hiesige Ge­meinde sieht am übernächsten Sonntag einem fest­lichen Gottesdienste entgegen, da Psarrar Leber diejen Sonntag zu einem Jugend- i o n n t a e cuegeftaltcn will. Chöre einö» Mab- ctzenchores. der m fleihiger Arbeit Lieder eingeubt hat. Schukrchöre unb ein Festspiel werben dem Jugendfonntag das Gepräge geben.

(c) Windhausen, 28. Oft. Im hiesigen unb im benachbarten Kirchspiel' Groh-Felda wurde in diesen Tagen fleihig für do» Studenten- heim in Gietzen gcfanunelt. Der (Ertrag ber Sammlung war sehr zufrieden ft eilend. In der Hauptsache wurtzen Äartoffeta dem Auw des Heims mitgegeben.

Mrcie t'autcrbadi.

cf. Ilbeshausen, 28. Oft. Schon seit länge­rer Zeit wurde in unserer Gemeinde die Anlage einer Kirchenheizung erwogen, btt bet un- jeren strengen Bogelsberger Wintern immer mehr al» ein bruigenbe» Bebürsni» empsunden wurde. Jlun sind bie lang gelegten Pläne enbUch zur Au fuhriing gekommen. Der Gemeinderat stellt* bereitwilligst einen größeren Betrag für die Anlage zur Bersügung. Noch .ingehenben Beratungen mit dem Hochbauam: Alsfeld Zw.ngstelle Lauterbach, und nach Bcsichtigui g einer bereit» bestehenden gleichartigen Kirll)enheizung entschlossen sich die kirchlichen Körperschaften zur Anlage einer elek­trischen Fuhschcmel- oder Sitzplatz- Heizung mit Rohrhciftörpcrn der AEG: Bor jeder Dank liegt ein in schmiedeeisernem Rohr un­tergebrachter, langgestreckter Heizkörper, der sich bald nach Einschaltung be» Strome» auf etwa 80 Grab erwärmt. Trotz mancher Bedenken ent­schied man sich schlietzlich für rtne elektrische Hei­zung, well diese vor allem durch gröhte Sauberkeit unb Einfachheit in ber Anlage unb Bebienung sich vor anderen Heizsystemen oukieichnet. Die Au ',.^ rung der Anlage würbe ber Firma H a r d t - Lau­terbach Übertrag«!. Sie würbe in den letzten Wochen durchgesührt unb steht jetzt vor ihrer Vollenbuna. Allerbings konnte in biesem Jahr nur bae Schiff und ber Chor der Kirche mit der Heizung versehen werden, da die vorhandenen Mittel für di, Anlage in der ganzen Kirche nicht reichten, vor allem weck bie notwendige Dielung be» Schiffe» unter dem Frauengestühl schon einen erheblichen Teil der Mit­tel in Anspruch nahm. 3m nächsten 3r.hr jollen aber auch noch bie Männerplötze auf den Empor« mit Heizkörpern versehen werden. Bei ber Ausfüh­rung der Arbeiten würbe ein kleiner, aber doch merkwürdiger Fund gemacht: Beim Ab- rjrfen des Gestühl» fand man ein 1 Kreuzers kuck chen. geprägt im CFrbauunqeiahr der Kirche 1765. Aus der Rückseite trägt die tonny bas Mainzer Wappen: 'Xa6 unb Bischofsinfigmen. Auch in ewigen and. ren Gemeinden be» Boncl»berg» hat man bk Anlage elektrischer Kirchenheizunacn bt 1*1 offen und m Ein­griff genommen. Hoftenrlich trägt bie neue An­nehmlichkeit bie bamit gefchaften wird, auch zur Hebung des Kirchenbesuchv in unseren Gemei» den bei*

0 Grebenhain, 28 Oft. Da» vostflug - zeug Berlin-Frankfurt, do» jeden zwei- ten Tag den Vogelsberg überfliegt, kann«.- voeg.ftem wegen des starken Nebel« seinen Weg nicht foetsetzea imb mutzte bei Herbstein notionden Auch gestern kämpfte ein Flugzeug gegen ben Nebel, ber meist über bem Gebirge laarrl, vergeblich an unb frhrte in brr Richtung nach Lauterbach um

,Zsa, ich habe Ihnen schreiben wollen aber das kann man nur sagen, Äug' in Auge. Ich habe mich nach Ihnen gesehnt. Irrsinnig gesehnt und war toll vor Freude, al» Eie mich sehen woll­ten, al» mir auch zwischen Ihren Zeilen eine Sehn­sucht, ernt ganz flcme Sehnsucht." ...

Brennende Rote flammte in ihren Zügen sie atmete schwer.

..Mein Freund, ann eine Frau wie ich, farm die verlassene Geliebte Joseph Lenzen» noch etwa» be­deuten in Ihrem Leden*"

Für wie klein Sie mich haltri,' Wir wolle« un» ein neue» Dasein aufbauen imb ich werbe stolz jein, aus die schont, junpr Gyllenborg "

Kann man bk Bergangrnheit vergesse«? Kann man zweimal fein Herz verschenken, ohne e» P be­reuen9* _

Man kann e» sonst wäre da» Leben imertrüf» lich. Auch ,ch bin den «eg be» Leiben» gegangen 1 Auch i* habc vergehen müfien."

So las'en 6* mfr Zett dazu "

Er griff noch Wrvr ft nb zog fie an seft»

liegt b.-r Weg, ad ben mich mein

ial bringt, bun'el vor mrr. Lafirn Sie m i ch lasftn S>» un» beide später nicht bereuen." ...

..Ich werbe warten, msdonna mia." ...

Da» ÜSerar.er Stobttheoter, in dem dac K»n- afür bw Ueberschwemmlen ftoUfir.ben sollte, war t* fett Tagen a '.verkauft Trotz ber ersiohtr« Preise die unter ber Hand von Kanenhämbiern »och m bk Höhe getrieben wurden. Die protzen Romen Natten gezogen, unb man r wrde M) allerlei vo» i einer schönen, jungen Sängerin zu. mit prachtvoller 1 Stimme unb vortrag, einer Entdeckung dejaU.

Konsul Zengerle, der Theaterfreund, war i« seinem Element

Jawohl eine Deutsche, meine Gnkd.gfie ja. aus Berii«'Ader fie kann trotzdem bei caote Imge. Satzes Stttnmche unb der Vortrag! Staune wird man." ...

. Ein hervorragende» Publikum'" sagte Siezak am Abend, tun vor Beginn, al» er durch das Loch m Dor bang blickte. ..Wenn man bk Toiletten und Juwelen ber Damen hir unsere Hebrrietroemurte« versaufen fBnnte, könnten wir allen heftenfE

k Schlug folgt.)