Rr. 251 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesseni Samstag, 2Y. Oktober 1027
Geschichten aus aller Welt.
(Atkchdruck auch mit Quellenangabe e«6otni!) t^aumhir.
d) Rom
'Dor kurzem wurde in e nm D-rfe bei ®O' f e r t u ein toa; gj66rigH BaumtmiJMK’' b** brr (8nd< von einer Schlange geb en. Fust und Dein 'chwollm unter cnrieM jxr. Schmerzen an. Der 'Batet Ltady.e ba* UläNben in aller Haft aut einem Handkarren noch Hau'e und hotte rztliche Sfrilfr Xu beiden Aediztner jedoch ,4utte?kn angesichts des sich immer m4>t verschlimmernden Huhanbc» der ®ct>ifknen den Kopf unb erklärten ,u chrem 'Bebauern fruchte hier keine ärztliche Ht'.'e mehr, zumal nunmehr auch 'chon ber rechte Arm In Schwettund übergegangen war Da enrtch'ott tich brr verzw. leite Batet, ein Jahrhundert.' altts 'Bauemm.itel onvutoe: - ben. hob im Garten eine Grube aus legte die 'chvn opathi'che Lochtet angrfle bei htne-n unb 'choufeltL s c bar..", ’d ein. .utt nur b. r .*■ opf frei blieb. Der Podesta beS Dor'es wollte ben Batet mit Polizelaewatt an (einem Vorhaben binbern. was natur!.d) einen Qlic’enauilaul rer- urlachte. muhte Nch aber vor dem enrrQ.ldxn IDlberftanb der .^ttunbe und Berwandten beb Bauern zurück »Ichcit *Grll nach 24 Stunden wurde das in Schlaf g« allene Uädch.-n wieder ausgegraben und erwies ich als — vollkommen ziheilt D t Behörden unb Medizin '«ben Autoritäten die dielen .Za!! nachgepruft haben, haben hn offiziell bettdiigt---.
Lchmuqqelfaisott im Norden.
(g) Kopenhagen.
Qni|äbn'l<t>. wenn die weihen Rächte über dem nordttchcn Strand stehen, hat (ich ber Sprtt« schm j^'er einen bürgerlichen Bn-ul zu suchen, ba b... h<*n Johannistag herum die Gefahr einer 3nt0edung zu grvst Ist. Örit wenn das Licht spärlicher wird so um de Herbstzeit, geht der Schmuggler wieder auf die 3agb Unb w-nn es gar regnet, oder handfest stürm binn herrscht Hochsaison. Rur ein Schmugg.r rb4 let sich nicht nach Meten Bcfcnen br ‘DndtJjt D. r König der Spnl'chmnggler. brr berach igte .Lchwed n- 'Bremer ', «ährt Sommer wie W ntet, Herbst Vie Frühjahr aus ben S>^etchweien ber Weiten Oft- •ee mit seine., schn Um und immer schnell ren Booten Qr ist na Friedloser, e'n wen e <T b»6icr. ber in (nne.n der nord Ae i 2ä bet | in- a $ufi an Land setzen darf, weil jeder S iat mit ihm rin Hühnchen zu rupfen hat und toril er in Kopenhagen wie in Ctcwf6oL:i. in Oslo wie in Helsing- lors je ein l-ctrl<f. l'ches SünMmlon.o bditv Einige ber n.i.ien 3n|e(n hr.iuh-n im Kattegat 'Inb seine einzige AusluchlS tä te, b. neu Tb ng» 'reilich auch nicht mehr gan^ sicher ist. feit die Zollbeamten aadj b. r iiberr . dxnb auszutauchen belieben. Doch aber ist er ihnen stets entwichen.
Wie er zu b.riem Leb.m kam? Dun. er bdah rtn trotte* Ber.nögem S ine Geschäfte mögen 'chon früher nicht ganz hasenretn gewesen sein, beim seine Gc'chästslr unbe betrog n ibn nach Holen, ohne bat) er sie gesetzlich zu belangen axigte. Sv sah sich Schweden- Bremer eines Tages alS armer BUimx. SK, ging er halt hinaus cnts die See und machte das selbst, toai früher andere für ihn ta en S-chniuggeln. Heute ist er zur ttigenhutten Brruhmihe.t gciDorMm. Sein« Boote, es sollen ehemalige Krtegvfohrzeuge lein. Me auf vielen Unrtixgvn In seine Hand gelangten, entwickeln eine märchenhafte G.ichwinkng- Irit. Läng'! sollen Book* und Boot Sei nrichtung t»on Sprit so durch ränkl sein, ^ast man mit Feuer nur höchst vodichtig umgehen darf. Der .Friedlose . d<r Io selten an Land kommt unb ber in der Bähe ber «üfte nur schleunigst Sprit umläbt. um so«ort wieder zu verschwinden, soll »ft so unter Wassermangel leiden, dah er sich in Sprit wäscht
Wenn der tollkühne Schweden-Bremer aber ber König der Abenteurer ist, io ist et noch lange nicht brr größte ober auch nur der Gerissenste der kaufmännischen Gröhen im Sprtt- 'chmuggel tir als Geächteter wirb nicht nur ju4> iKUte noch häusig von listigen Kunden um ben Preis »einer Ware bdrog.m. er hat auch gc-
Kameraden.
Roman von Felix fW o 11 d) 11 n. Copyright by Carl Sünder, Berlin W 62.
lNachdruck verboten)
1.
Die alle Haushollerm de» PtiootgeUhncn (Brunbt, wohnh^ist in einem jener kleinen Häuser vorn Anfang de» 19. Jahrhunderts an der l’arfttoffe in Braunschweig, stieg langsam, em wenig keuchend die Treppe zum erjteit Stod hinaus und klopfte an der lüre des tirbeittjiinnwr». 21le keine Antwort kam, brüdte sie vorsichtig die Klinke nieder. d)err (Brunbl*. rief sie leise in die Stube hinein. Der magere. schwarz gekleidete, etwa» gebeugte ‘JSann, der am Zensier slond. drehte sich rasch um. al* sei erjn einer beschämenden Lage ertappt worden, ckch. eie. Clise!' sagte er „3a. ich schaute meinen Heben Mitbürgern au", er lachte spötlttch unb falt. ..Sie treiben es wieder ganz wie fr..her, als ob die Delt in Ordnung wäre. Man (eiert ftefle — im Juli 1925." Ör betonte jede Silbe ber Iohre-zohl „Run gut e* stimmt, et stimmt." Cr starrte roiebtr durchs irenfter.
,.<$• ist eine Jrou unten", sagte Clise. „Sie möchte mit Ihnen reden "
„Eine Frau? Das für eine jrau?“ klang es ge- bäfpfl und jchari vom Fenster her. „Sie wissen, dah ich für niemand zu sprechen bin. Am allerwenigsten für eine Frau. Ich könnte Ihr einen Sch red einjagen." Cr lochte wieder.
..Sie heißt Marianne Lutz", sagte Clise mühsam, obwohl sie schon sieben Jahre Zeit gehabt hone, sich an dieses Lachen zu gewöhnen.
»Lutz. Lutz?" Er dachte nach. Sein Blick glitt über die wandbohen Schränke, bk dicht anc nander gereiht in ftrenacr Ordnung nur die Türen unb S<n- iter freUiehrn Bann schüttelte er ben Kopf. Ter Kante hatte wohl nichts mit den schränken zu tun. warum kam er ihm dennoch fo bekannt. Io vertraut oor? Er war unzufrieden mit sich selber, denn er rühmte sich gerne seine» außergewöhnlichen Gedacht-
,.cie hätten ihren Mann gut gekannt". *agte .-ic Haushälterin mit standhafter Ausdauer. . worg Lutz." *
fährt ich« grt-Oe Äenfurrtr/.n thn d ut'ches Konsortium loll .rgemdwo un ’Xrrbm einen groben Depot damp er unterchatte ber mit einem Male eine t>ier- bis fünfmal Io grobe Vast tote fre zouze Bremer»<t» Bcctellottül- auflabcn ! *rn 3a. es *ofl auch an Hinweittm .wvhlwsUenb.r StoUegrr für bte tolljäger uoer den jcUKt'.taen Schlupfwinkel br* Lchmugglrrkdnigs ni4)t hb'en.
Lange also wirb bas gefahren- unb per'.ustreiche Leben des Danni-e ber auch bie weisten Rächt nich: fürcht, t. wohl mchi mehr bauern. Mu ihm ...vr würbe ein letz'-es Stüd Poesie zugunsten einer Groikunternehmung auch in bidem .Handelszweig' verichwinben.
Ter vSsc Arisk.
t m. 2! ontevldeo.
Dir a cn auf bet Logg a unkr-s Hau'es unb genossen ichweigend bfn Ichtgrunen Abenb- Himmel als 'ch mtt einem Krach bte Tür des Haute* bknete und Iefuia. unsere srittch enga- g'.erte Nbch.n mit rollenden Augen und flei'chen- ben 3äbncn zu uns stutzte .Sin Geist, ein Ge.st'
D.e zwe^enttige. schwubkx.cge Regetrn rut'chte aui ben Knien zu m r but Gin ungeheurer Klagestrom enttiost chrem Munde unb ein Tranenstre,:n ihren Rügen, die ttc t>erieben* mit einem Taschentuch zu trocknen oerluch. ba» metftoütbig. rr.vik mein Monogramm trug
Als das 3ammem kein ’nbe nahm wurde ich enetg.'ch ..2!lo 3c1ufa. was Ist los? Last jetzt das D-.heule und erzähle, Geister ght es nicht, das we-cht du doch von dem Pfatter. Los!"
3e'ula sah mich crfchroden an: ..D. Senora. Sie gaben m.r doch i vrhin das Plätteikn unb .d> plattete all die feine Wäsche Io lorgialng. Auf einmal, wie ich wieher anlaffe, Ichlagt es mich, ui.d dann iicxlt ziunaL 3ch habe es ia gleich gedacht, hast es ein .jauberding ist. wie kann es denn ohne Fe.- c Heist werden! A'.er nun weist ich es gant gewih. es steckt ein böser Geist darin, unb nie. nie wieder werbe ich es an- sasfen."
^Hore. Iesu'a. du bist e.n dumme- Dtng! Haft du bcnn auf dem Camp nie etwas von Elektrizität q Fr>tt? Du haft das Gi'en sicher mit nassen .^K. iben angesastt .. 34) kann dir das
Nicht alic* erklären aber bu kannst Der1.: ert ‘ein, da st cs etwas ganz Tlatürl'.ches ist. so wie die O.'eni-abn ober ein Äutvmvvil. Aker bu brauchst nicht mehr zu plätten, wennn. bu n.cht willst. 3unana kann cs tun G-h aber letzt und drehe das Licht an. denn es ist -lach:''
Gehorsam ctoob sich 3clufa, rannte aber schnell in hre Kammer unb kam. mit einem De'en betoafmet, zurück. Verwundert schauten wir ihr zu. Sie ichritt »um 2i4)tfd>altcr. erregt vor s.ch b.nmurnielnb. unb drückt« mit bem Besenstiel den Knopf herunter, inbem sie ihre linke feftberbaiUe Hand auis Herz prestte. — ^Was hast bu in ber Hand?" fragte ch streng. Sic versuchte zu cnlwilchen ich aber holte Iw ein unb öffnete gewaltsam ihre Linke. Gin kleines, schwarzes. verschruinpellcS Gtwas rollte zu Boden. 3ch bückte mich banad) — und hielt in ber Hand: e.ncn Xotenfmger. einen Talisman gegen die bösen Deister .....
Mar» auf brr Lprrubühnc.
(S) Warschau.
3n einer polnischen Garnisonstabt gastierte kürzlich eine reizende Operng. lellfchalt. sie eröffnete bte Reihe ihrer Borttellungcn mit Bz cis .Carmen". Die in dieser Oper Lus tretenden spanischem Wachsolbaten tourben mit vorher cin- g.boitcr Grlaubnis ihrer Borgefeyten von polnischen 3nsanteristen unter 2l.i uhrung eines besonders schneidigen Unteroffiziers dargestellt. Aber Blars im zarten Reiche der Musen - das ist immer eine gewagte Sacche. und als die .Wuschkos' im zweiten Akt aus das Kommando Don 3vfes aus bte Büfme unb dicht an bte Rampe traten, gerieten sie tn die höchste Ber- toirrung. Denn in der ersten Reihe des Parterres hatten sie ihren Regimentsches. ben Obersten 11.... i, erblickt
Er zuckte zttsommen. Georg," ries er dann, „ja natürlich, lylö! Mat 191b, am 17.1 In die Lust gesprengt. Der ganze Schützengraben. So, und unten also steht seine Frau?"
„Das war wohl damals, al» auch Ihnen der Granatsplitter ..
„Ja. al» auch mir der Granatsplitter ..." Er ginn rasch zu seinem Ärbeitstisch und griff nach einer grosten Hornbrille mit schwarzen Gläsern.
Die Haushälterin wuhte, daß diese Gebärde ein Ja bebeutde, und verschwand.
Peter Grunbt hatte die Brille ausgesetzt. Er stand nun zwischen den Fenstern, bo» Gesicht der Ture zupekehrt. Der eine lebt, der andere stirbt, dachte er. Hm, e» fragt sich bloh, wie man lebt. Der stirbt, kommt vielleicht nicht einmal am schlimmsten weg.
Unter dir Tür stand eine Frau in Hellem Kleid. Unwillkürlich bette er eine trauernde Witwe in ichwarzem Kleid erwartet. So dumm war man. sollte eine Frau ihrem Manne sieben Jahre lang nachkrauern - Da« war zuviel verlangt. (£• hätte nueb gar nicht gestimmi eine Witwe in Hellern <^teib, stark, gesund, schön wie da» Leben, bas stimmte.
Er verbeugte sich leicht. E» freut mich lehr. Frau Lutz", tagte er und reichte iHv die Hand. Sie er- aiberte den Grust ein wenig i nbebolsen. Sie schien oermirrt zu sein.
Sitte, nehmen Sie Platz " Er setzte sich so. dost .r die Fenster im fftucken hatte. „Und nun. Frau tt^itz wa» sühn Sie hierher? Lasten Sie sich bitte >urch meine chwarzen Gläser nicht stören."
„Sie sind vielleicht erstaunt ' begann sie zögernd.
..ich mutt Ihnen :a eine Fremde sein."
„Georg hat mir so viel von Ihnen erzählt, dost Sie mir keine Fremde sind' iagte er leise. Er wollte ihr da» Geipräch erteiltem, aber es schien, al« ob er es »br durch diese Bemerkung mchk leichter machte Sie verk>-r- da- Mnflm in ben Händen. . Es ttt io schwer," »agte sie. ..Aber ich habe nie- :nant) fonft, an den ich mich wenden könnte."
,,E» wirb mir eine Ehre sein. Ihnen zu Helsen," sagte er. _
Georg", begann sie stockend ..Georg ist mcht tot'
Er begriff ihre Verwirrung nicht. Senn er lebte, worum war es dann schwer? Aber wer bewies
Ss 16 ein bebajer*. .cher XLingvl das poln.- fchen IHdi:irrogletncnli, bah cs sich über ba» Brr*alten tvr He-rresm«-: auf Ikt Breitem hee
letzt.n ocll.g aueia*Higt. unb au4) der Fädtrc brr kleinen .vtt>aH7KtLacht. die h.er so piös
zwischen sp -.ifch.- .^'..He-i imb Soflitten gestrict n'jr war rotlor Ab, - ein echter Soldc: ia* : 'i4> mm er ch.iel!, ur.^ mtt et m bte schmeichlerisch. n ..chtschc BI JL' des Orchester» kwn- ncre plötzstch von obr. bas erregte Kommanb? .SttUgeftanbenk" Unb wie auf bem S,er,i rplad tn r. .. Reche erstarrt, ftanben dic spcrn.lchen Wachin lt-eten ht Urrih».ugung vor dem polnisch, n Obersten Kaum hone dieser bemerkt, welche Bcrw.rrung unb weiche Bocgdng ’<tne 3nu Lenhert auf bet Buhne dervorgeruten hatten, so winkt.- er feinen So'bat.-:, ab u.O rief ihnen, als dies ohne Grsrlg b.. ni* ba.i .cuttr Stimme zu . Schon g.. . sch. . g~:. Leute' Und Mc brat>en Leute besannen sich nicht lange und brüllten um« t > die lut Io ch' IZälle üblich» polnische 3fcnntl durch das ater .Wcr find froh, uns beniu;-en »u bütf*'A, Herr Olnr'tr
tollste Lustsp elszenk soll n.r. <-H- «olch Wirkung im ^Zulch. :erra. m erreicht haben, w c j dieser martialildx Auftritt tn der .Uaniini*'- Oper - - — —
Tic Frau und die rabakopfcifc
— Paris
Bor cinigrn ?enegivn in eviem tyi^igm ilafebdu» jlve. junac Da neu Xnfebei. die sich in aller Gemüts nahe echt amerikani'che Sbog- pseifen juH-uen bte purpurroi gmuxlhm SUtvii schooei. unb w.e ftur .uq ol»:< d enüir .r eine Rauuwoke nach *k r an errn In die Lust pafften. Das ^ublifuin sah dann ein nrehr o" cr weniger össent..2>» Re.geniis unb die Zol^e war. bah r<r Geschäfts'ahn aller trabttioneden scanzc- fischen Rtrerlichkert zum Trotz, kse !x*i.*n Schönen i.n*hr ober wen.ger höflich hitraus- komplimentierte.
Dies« beiten bc\iuenu8ipcrten 2k- fa.npfcriu* nen auf bem Ge. teb. ber Bern.ä^lichung der Stau würben sich nun sicherlich hdchst WTL un'ert zeiaen. toetui ':e erführen, ixrt) unb dazu i*?.- unu. ittr IX 3a,’.ei in Schott- lanb rteiferau^<nie Frauen nichts llngewoh-i- liches tocrviL 3a. im oiel.ie'ungc..-: .5^chl<rnb" trat la* Pfe.serauchen .e.m schträche enGe>ck>echl ogar In gewittern Sinne QIZj e a*Je. 3n einer älteren Chronik iStat'.'iical Ac^i.tt ol Scoi- lanb) findet iid> f.- genbe Klage .-56 gibt hier zu Lanbe ttvam Mäbchrn. bie. während sie aA Spinnrad nrch taum zu bel ießen ocv.iiogen, nicht sch.m geübte Pfei enraucherrmten wäre:-" vüir wahren Uelben,ba{t tt*ar es aber bei ben eauld wr.c . wie d.e älteren Freuen Schottlands im BolL»numb heihett. gauot.'en. Unb man erzählt, bat) « auch heute noch in einsam gelegenen Berghütten alte Müttervt^n geben soll, die im Qualm ihrer Xaoat6pfe0c bw Schmerzen ber Dicht für kurze Seit pergessen.
Bl’.t Sicherhcit Witten wir auch bat) tn 3a- pan. wc> eine Dame ber Geiellschast ungestrafk nicht einmal eine Zigarette rcruchen baii. bte in die jüngste Gegenwart hinein bte alten Frauen au, kein Lande bem Laster der Tabakspfeife frfcncn. Und sie hm dies In solchem Blabe, dost lich nr.t der 3eü ihve Wählte oolltornncn schwarz särben
Ter Köuigödnes im Lchaufenfler.
(f) 9on boa
G-.ne tnfereffante Frage wirit ein ’lVxfaT. auf. ber sich t»or kurzen n London abgespielt hat Dort war nämlich in einem Schaufenster ein Brief König Georgs zu sehen den dieser ocr etwa 20 Jahren an eine ihm bekannte Dame g.'chr.eben hat. Diese Tatsache hat in ber englischen Presse grofw Aufsehen erregt, da man sich mcht klar darüber war, ob dieses ge^eyltch zulässig fei ober nicht Wan verurteilte es jedenfalls bah bad Geschäft auf diese Weite Keflame für fich zu machen suchte unb ärgerte sich bo- lonbcr» darüber, das) Der ga.-ue Brief für 10 Pfund unb 10 Schilling käuflich zu haben war Tos H^marichallair.t des König« hat sich aber um bte Angelegenheit nicht gejammert, da rechtlich nichts bagegen eingetoanbt werben toimte
denn, bah rr noch lebte? ,Lch verstehe Sie nicht," sagte er langsam.
,Lch begreife e» sagte sie. „Bomale glaubte man fa, e» {eien alle tot. Dann hat man ihn heraus- gegraben."
„Bei uns wuhte man nichts davon Ich lag im Lazarett. 9tiir hatten Lasser in den Graben dringen sollen.' Er dachte nach. ,Lo, rar hatten Lasser bringen sollen, man war am verdursten. Mich traf rtn (Brnnatiplitter. Al» ich wieder zci mir kam. lag ich im Lazarett, and bu anderen sagten, der ganze Schützengraben ’et m die Luft geflogen." -
,,l’<a» schrieb mir auch der Motor. Er sagte, daß nur Sie durch einen Zufall am Leben geblieben seien. Darum bachtc ich setz: an Sie '
Er stand aut. „Er lebt alio feit 1918... unb ich habe me etwas von ihm gehört."
Auch fie stand aw ..Rem, niemand hat etwas von ihm gehör: Ich glaubte es fei bester io. Man hat ihn -antiid) ausgegraben — ja." Sie keuchte. ,Ät> schien ihm nichts zu fehlen. Ein Zuteil. Haaedeckt, beschützt von anderen, die tot waren. Es schien ihm. rae ortagt. nicht» zu iehler ' Sie verstunnnre, rosste sich : —eber aus unb ftammette: „8ber er war wahn- finnig.*
„Unb ich wußte nichts davon?" murmelte Grund«.
. Rem. Auch der Major war schon tot, al» sie Geora brachten Dann kam er red) in bit Hinteren j.nie- Dann nach Berlin. In der Kunstgewerbe- chulc war ein Lazarett für .rngriäbrache Geisteskranke. Später, nach bem Saf^enft-.Qftanb. kam er in dir graste Irrenanstalt."
.Da» mutt für sie nicht leicht geweten sein." tagte er fangksn.
. Tleir. es war nicht leicht," schluchze sie. „Ein Mann, sieb: au» rae em ßri inber und rf? tot."
In weicher Seife äußerte sich seine ... Krank- heil'" fragte er rorstchtig.
(Fr meinte die ganze Zeit durch, er lei mnner noch im Schützengraben."
3Ufc rar andern, wir kamen heim, mehr X*r wemper übel ^gerichtet, unb er dsteb soz^agen immer noch im Schützengraben?"
.Ha. werden See auch begret'en. dost ich 3fcr-en nicht schrieb, er lebe noch. Dar ist kem Leben. Dcr Tod ist barrnherz aer Es K? leichter zu ertragen. wenn em Mensch tot ist, wahrhaftig '.richtet DU ertragen, als dast man ibn stebt. dost mon ihn
So Unit man sich v, der enga-dten Crtfe-u. o'eil, trotzden. b»e 2l^lgervgir. tote ’otoa» nun
batten. Hane gehör: König — Briet - Dame 3agc*- Schauf» 'ter, : ib man k?'4 b'.n^u dei.ka: Shelx Skandal' Bte en> ich e.n 1 «mboiirr blngimi hi: ers ten Xijcn l-b *-■ bte <*e;4> bet‘e
>i.m:g Georg h-rrr ber unbc' :n .:e". Dame m.-x» von L . be. :tx rr Oiget* l tkX*r 'Vcebc.T^ grsihr e.'rn. fteux-m al* cifu.f.'.' Phi'.atellst ixxt lener IHartm'amrtlung un'» c :ugen fei teilen Stücken. Gartz Atglanb auir.-ir belnc au* unb lächelnd prach man über > < harmlosen ’Aiben«
Ichaf ten des Kör.igs
<>inr avratcucri, "c Huftpnrttr.
(aga) Beu oort
Einen Ritt durch bte Quh ur. thn nxb nte zuoor #:n Steril.i r geat ki". :e ’«b allerdings uufre.u illlg I L-fcr Zaje r 17» lährrger Junge, ber auf bem Xetcrix-rr* xla » platz tn Hasbr.uck Hergh » unfern -'i.-uijoc^ ab* Hcrnb'.Lnger angeftel'.: w<.r. 3m ^etei^.o- Slujbalm ttelinbeu s:ch e Wite F ‘furrt. aus denen u a. tstrrds .3 wrlca" unb Be. auds ungüüflcltge .DD Glltet' he r»': eq.’gf. •..».».
je.nir für4 4) unrertserter. uu ' ftaub Itua e eil out ber 1.4aufbab.t Sein Führer. Hauptmann ® cm ton b Arctx forbr. :e ben Ounge.i, Birxent Danlor m.t 2larr.cn, auf. den Schwanz ber Bla- schuie efto.-e ' • ich ber Seite zu brv:>. i ? .» ge^ch-ch. und d Arch fi.g ai>. Ais er el.w knappe halbe StuiUN* später au* dein 35 Mellen cni- fernten Hadlep-L ugieib bei Reubru tetoid, oc i un bie Luftpost nach bem Westen a.^bt • langte unb ausstteg. ka n Uy.n Blnccnt ml: : t .t Werten c.ugx'j« .Hal-en Sie mich ben nicht gehkrt, ch hab drch laut gefchrtetr, als Sie abflogen, ich tonnte doch nicht mehr runter "
vrg ’b such batt ber rstirtche bet n pläy- Itchen Auslug des Fokker m.t In Me LA: - «f- füchrt worden war Gr hatte einen Handgriff f.cW vor bem OtabUl\irot erfaßt, um dem .^ugjeug bie von feinem .yuyrer getoün- ‘ : Posttlon zu geben, hatte nicht rechtzettig i."- gelassen, war zue: t frei härtend eine S'.txx'c wett mitgetragen worben unb hatte sich bann lanafam auf das Shwanzenbe cvs Aerrplans ui kbt?ir^eii vermach: auf bem er rittlings en Flug In 3r-b Bieter HMte mltmichte. obm b<t% der Flieger ihn wad-ne..- Minen bd.tc
Die Jugliu> txm Hackensack ieren anerfaV-.ta Führer bisher Nejenlgen AlterS^enoslon gew< ■ \ uxicm die sich am längsten an einem I. -,uhrt befindlichen Auto ted^ubullen v.rmoch: en,
Wik bte Redenstr? hierzulande lautet, ciiw-i .Bitt auf einem Flugzeug gemaust b<xt'.
Obcrheffen. ■
tüitotrcio Wicfcru
00 Klei n-Llnden, 28 Oft. >HU» der De- m«inberak»sitzung vom D«, ne t»Ui habend ist al» bemerkenswert <u berichten: | tMe (Bemrinbe
। 11 hir dH, non brr Be- ztrk»sparkasfe Gtestrn an einige fca.iintcrrffcnten ausgettehenen oerbtlligten Bu^darlehrn, unb zwar insoweit die Darlehen Prozent der Gesaintboufumme uber1d>ettien. |c doch nur unter der Bedingung, das, f*er Inter« eil,, ber Gern ei 'e zwei ytb.ungefäblgt Bürgen stellt. bunbelt ' d) um Betrag« von 4590 Mk 4'>*i Mk mo ' INT. Ferner übernimmt die (9emeir.be .rnirir den gleich-n Bedingungen bie Vürgichaft für die aU, etile hnpo» tbek brraütflten B-mdariehen, wenn -!<• oh .in»- ichenkredit gewahrt werden, tmd zwar hir Var- 'eben von WXX) Mk, 64U<J Mk. unb 540*. Mk. — Dte Crnchdmg eine» Telefon-Kett-rnan- schlusle» von der Gemeinde, kass«^- 3.1 r Bürger in ei ft erei wurde abctelehnt. — Dk , d.e "JitnODierung» arbeiten in der R 1 r < *• e in den nächsten Togen beendet werbe», nx-r ri, Antrag an den (Bemnnberat einflegongri. bte Falber der Brüstung an der Empore bem Gedächt - ni» unserer (Befallenen au» demWeltkrieg zu tvtbmrn. Da die Än ichten über biete XIrt der Kriegerehrung sehr au»einondergehen, wurde
berühren kann, dost man ollen Lchein de, Leben» oor sich sieht, und dost e» doch fein Leben ist Man mochte einen solchen Menschen mit beiden Händen pucken unb schütteln Man meint tnwner wieder, man müsse e» erjranaen können. 0, diese Jahre! Ich habe chn flefüfjt. Er Hot nicht gespürt, dost ich ihn ttitzte. Er bat - it mir von mir gefproch, "
,Lm Schützengr.1 n ist oft von Ihnen die Bede Oewrsen," sagte (Brurbt langsam. ,.L» war eine ieitsorne Zett. Wir Huben brrner von bem gespro- dxn. tna» nachher lom-ncn sollte. Wie wir '..'cs neu orinen wollten. Em feltfamet Zustand, setzt rae em Iraunt Luch en Traum Hot man fedfame **f* danken, oerruckte Ged- nken." Er sann in sich hinein. „Man stellte sich unter diesem Leben etwas ganz anderes oor. He, fa, und bann hat man e» eriohren!"
Er nahm he bei der Hand unb zog sie eifrig an’» Fenster. ..Sehen Sie ben Logen do unten, bie Barchen un) Mädchen? Sie Hoden zu tun. Mon n.vst em Fest feiern. Mm wird morgen Rochmi:'- 4 >^rch Ir.e Stobt fahren Und übermorgen werde 1 fümüfl solche Wagen durch dte Stabt fahren. >e Schchzmacher, Isichter, Böcker, Schroder, Jieiiawr, Ftt'e-re werden imnnochen, all« nnieincnter. Man mott ein Dttd unb schreibt darüber: «Wir wollen tein ein einig Volk oon Brüdern.' Dos sahn man .numphierend durch die Stobt, towohl jnb bas Üoterkinb ist gcretu! Man sollte zwar bu tohne iufammenbrttc doch man feiert lieber Fest« “
Er trat wieder 00m Fenster weg. hebe Frau Lutz, rar Hoden eine Dohnunosno!. rar biben fehl Getd. um Häuser gy bauen. Mon braucht eint amtliche (friaubrns um eine Dohrn.r.g suchen zu >ir- •en. Dir w-sien nicht, wos rar t ur. »ren Noblen jnfangn sollen, rar nehme- Äusionbfrebite auf, um unsere Fabriken nicht schiiesten yi müsien. aber wir fricm Feste In jeder stobt ernt»: laufend- .'•j^rieiem 7<X>-2cchrieiern, Hei matteste, Hermann», •rite Borfä-nr:e ,«den Ton aufs x ropramm ober druckt mar . Gedenket der n istelloten K rdpennrrn! Mon tanzt ober der Ton; must im Arichen ber Dohitotigkeit stehen, ganz recht' Ich oersostie bw» nämlich alles gar.; genau, ich frommte Material. Alte Schranke sind ^oll. Bemetfenbee MoteriaL Biete Leute mit ihrem Bogen patten tayu. Sie werden trm. ntfihotn Blotze eingeorbnei werden. Meine Kartothek 'u«t nicht: zu wünschen übrig. Drei Räume voll Schränke." (Fortsetzung folgt.)


