Zunge sein.
*) Mombert: Einführung in das Studium der Konjunktur. 2. Aust. Leipzig 1925.
6. 3i ZXM'M« Offentod) ichönste Re Rann etw ‘mb gab R ien bieier
für A'iftw
l Herr -'.in; 1.3h Schelle whrt über l
gesicht zu Angesicht zu sehen. ilnZ> auf einmal ist das Licht ganz groß geworden. Don Reiseeiw- drücken ist keine Rede mehr. ilni> man verabredet ein Stelldichein. Weifte Rose im Äiwbf- ;ht das alte Herz des Professors
loch Unb nun geht das alte Herz des Professor« wie ein Schiss, das am Sommerabend rudermüd« von verwehten, lustigen Wimpeln träumt.
Er rasiert sich sorgfältig, überprüft seine ganze Gestalt: prüft hin und her, ob er noch eine kleine, verwegene Fahrt wagen soll. Ach Gott, er ist mit sich nur so halb zufrieden. Aber er zieht los 8um Stelldichein, die Rose noch vorsichtig in der Rocktasche verborgen. Und nun stellt er sich an einen Hauseingang wie ein Spion und wartet die bestimmte Zeit ah. Wartet herzklopfend ... Und auf einmal erblickt er sie: Jung. Blondweißes Mädchengeftcht. Schön wie ein praßer Sommermorgen. Die Rose an der
Ä
Iw UM anin bu?d
geschehen ist, um so leichter ist es auch möglich bei einem Konjunkturrückgang ohne allzu große Verluste mit einem entschlossenen Ruck die Preise herabzusetzen und damit einem zu großen Rückgang des Absatzes cnkgegenzuarbeilen.
Wenn auch der einzelne nicht imnter in der Lage ist, von sich aus die Preise in dem erforderlichen Maße herabzusetzen, io müssen in solchen Zeiten die verschiedenen Verbände in Handel und Industrie Hand in Hand in dieser Richtung arbeiten. An anderer Stelle habe ich an einer Reihe von Beispielen gezeigt, daß es unter solchen Umständen, bei einem zu geringen Absatz sogar durchaus rentabel sein kann, auch Aufträge mit hereinzunehmen, die noch unter den Selbkosten liegen").
Auch bei dieser Frage der Preispolitik während der Depression ist es deutlich, wie eng die Interessen von Unternehmer 'und Kaufmann, von Industrie und Handel, miteinander verbunden sind. Beide leiden in der gleichen Weise, wenn der Absatz zurückgeht, beide haben das gleiche Interesse daran, daß sich der Markt möglichst bald wieder belebt. Für einen durchgreifenden Erfolg in dieser Hinsicht ist es aber ungemein wichtig, daß dann Handel und Industrie Hand in Hand arbeiten. Rur wenn die Industrie selbst entschlossen mit ihren Preisen heruntergeht, kann der Handel folgen. Rur, wenn sich der Handel, ohne kleinlich und ängstlich zu sein, ebenfalls dazu entschließt, können von ihm aus wieder neue Aufträge an die Industrie gelangen, kann die Industrie, ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend, weiter beschäftigt werden. Je mehr Industrie und Handel in solchen Zeiten in der gleichen Richtung arbeiten, um so leichter läßt sich der gewünschte Erfolg herbeiführen. Wenn man sich diese Zusammenhänge vor Augen hält, dann kann man angesichts der Gefahren des Konjunkturrückganges ohne Uebertreibung von einer Schicksalsgemeinschaft von Handel und Industrie sprechen.
■m 2
8. Dar '• Menne B -• Aulinka
9. fjeri W, bt Winz 01. 2Q8en.! Ntflt, 3, haben, M , 10. 3i 1. Willi Schneid } Sbecha °ukresenk 4<ni rede AvNftM. tyr gut
11. D 10J• ieter: M.2; 2.
£ G JWert re«thmen
Ä
Der«
D, d« am { u-n Aus, Ie9enen , üannu ^rden 6 te
L«.8l CM Di
Ä'-Sb ^"0er°D ?ned Aes
Es ist allerdings psychologisch begreiflich, daß der Geschäftsmann sich lieber in den Zeiten steigender, als in den Zeiten 'sinkender Preise bei seinen Kalkulationen von der Höhe der Wiederbeschaffungskosten leiten läßt. Aber es gibt in solchen Zeiten feinen größeren Fehler, als zu lange an den alten, hohen Preisen festhalten zu wollen. Dafür liegen Erfah- iimgen aus den Bereinigten Staaten vor, daß bei einer ungünstigen Konjunkturlage der Absatz dadurch nicht gebessert werden kann, wenn nun die Preise nur langsam und zögernd herabgesetzt werden, wenn also der Preisrückgang nur stufenweise erfolgt. Ein solches Vorgehen ist in der Regel recht unzweckmäßig. Denn ein solch stufenweise erfolgender Preisabbau löst bei den Abnehmern nur zu leicht den Gedanken und die Hoffnung aus, daß die Preise noch weiter zurückgehen werden, und führt deshalb vielfach gar nicht zu der erwarteten Absatzsteigerung. Es kann unter solchen Verhältnissen vielmehr das Gegenteil eintreten, es kann fast zu einem Käuferstreik kommen, weil man dann noch mit einem weiteren Sinken der Preise rechnet. In den amerikanischen Untersuchungen über diesen Gegenstand wird deshalb immer wieder hervorge Höpen, daß diejenigen von einem Konjunkturrückgang am stärksten betroffen werden, die am längsten an den hohen Preisen festzuhalten suchen. Unter solchen Verhältnissen müssen kurz und entschlossen die Preise auf einmal, soweit es wirtschaftlich möglich ist, herabgesetzt werden.
Wenn man sich im Interesse eines möglichst gkeichdleibenden Absatzes diese Notwendigkeit vor Augen hält, dann erkennt man auch leicht, daß dazu nicht jeder Unternehmer und Kaufmann in der gleichen Weise imstande sein wird. Beide werden um so mehr Bewegungsfreiheit in der Preisfestsetzung während der Depression haben, wenn dafür schon während der guten Konjunktur durch eine vorsichtige Bilanzpolitik die entsprechenden Vorbereitungen getroffen worden sind. Das Ideal in dieser Hinsicht muß sein, auch während der guten Konjunktur die Vorräte und Lager zu möglichst niederen Preisen in die Bilanz einzusetzen. Je mehr dies
großen und kleinen Sorgen. Im Spiel mit den andern, in der eigenen Sportbetätigung versinkt jene AUtagswelt, und es wird ein anderes Leben durchlebt. Fast immer wird der Mensch durch den Sport hineigestellt in sein eigentliches Lebenselixier, in Licht und Luft. Dazu kommt noch die allseitige Bewegung und Anspannung des ganzen Körpers, wodurch Leib, Seele und Geist profitieren. Es braucht kaum bewiesen zu werden, daß der Sport tatsächlich ein Erzieher von fast universeller Bedeutung ist, daß der unter der Zivilisation zermürbte, erkrankte, verkrüppelte Mensch wieder mehr Naturwesen wird und Kräfte gewinnt, die ihn stark und mutig zu neuer Berufsarbeit machen.
Der Sport steht in gewissem Sinne im Gegensatz zur Arbeit. Diese bedeute! in der Regel Zwang, Mußeinstellung, Abhängigkeit, Anspannung wider Willen. Zweckmäßigkeit und Nutzen bestimmen sie hauptsächlich. Das sind Bedingungen, die mit der Zeit recht drucken und die Arbeit nicht selten auch den an sich arbeitsfreudigen Menschen zur unangenehmen Last machen. Ader im Sport lebt die Seele frei auf, sein Handeln ist hier nur Freude, selbst wenn er größere Anstrengungen vollbringt als in der Arbeit. Der Sport gebiert ein starkes Frohgefühl, er hebt die Stimmung, er macht mutiger zur Arbeit für den neuen Tag.
Leibesübungen, daheim betrieben, sind auch gut, aber sie reichen an den Sport nicht heran, der zugleich in die Arme der segnenden Natur geleitet, der unter Menschen führt und ein viel reicher gestimmtes Leben schafft.
Als ein unendlicher Brunnen der Kraft kann der Sport gar nicht hoch genug geschätzt werden, und wir dürfen es begrüßen, wenn er heute bei uns so weite Wellen schlägt. Und doch birgt er eine Gefahr, die gerade den Berufsmenschen recht nahe angeht. Er führt zur Uebertreibung, Einseitigkeit, er bildet nicht selten, besonders bei pingen Leuten, den Hauptinhalt des Lebens, dem zuviel gehuldigt wird. Wir brauchen die rechte Einstellung zu Sport und Beruf, und die besteht darin, daß wir den Beruf als den Hauptinhalt unseres Lebens betrachten. Er ist Lebensaufgabe, er bringt uns vorwärts, er ist unser Lebenszentrum, zu dem wir jede Art von Erholung, auch den Sport, in Beziehung setzen sollten. Es darf nicht dahin kommen, daß der Sport alle anderen Lebensinteressen überwuchert, daß er die Be-^
Beruf und Sport.
Von P. Hoche, Berlin.
Wer feinen Beruf erfüllen und in ihm vorwärts- fommen will, wird oft ermüden, und seine Kräfte werden sich schnell verbrauchen. Selbst der, der in seiner Tagesarbeit mit Leib und Seele ausgeht, der vielleicht vom Erfolg vorwärtsgerissen wird, der spürt doch, wie seine Kräfte manchmal erlahmen wollen, wie er zu Zeiten recht müde wird. Fehlt aber das innere anspornende Feuer, muß ein ungeliebter Beruf aus bitterem Muß heraus getrieben werden, dann mag die Schwächung der Kräfte noch unangenehmer gefühlt werden. Dazu ist heute der Kamps ums Dasein noch erheblich schwerer geworden. Was früher manchmal vielleicht spielend leicht war, wird nun zur Last. Weil so manche Hemmungen entgegenwirken, weil so vieles in unangenehmer Weise reizt und quält, ist ein günstiger Näyr- ■ boden für die Nervosität geschaffen, und mit ihr geraten viele Menschen in einen Zustand hinein, der sie vollends aus dem Gleichgewicht und ums gebens« glück bringt. So nimmt das Dasein oft immer rohere Formen an und zermürbt den inneren und äußeren Menschen ost schon vor der Zeit.
Wer aber im Berus Tüchtiges leisten, wer im Leben vorwärtskommen will, braucht unbedingt Gesundheit, Kraft, Lebensfrische, Arbeitsmut und -freudigkeit. Er muß bedacht sein, die verlorenen Kräfte wieder zu ersetzen. Zu einer solchen Erneuerung treibt ja auch schon das eigene, natürliche Verlangen. Wie oft entringt sich einem geplagten, in der Fron des Alltags, in der Tretmühle der Arbeit müde gewordenen Menschen der Ausruf: Einmal ausspan- nen und ausruhen! Einmal in eine andere Welt!
Es ist ein Naturgesetz, daß sich Kraft in irgendeiner Tätigkeit auslösen will. Ebenso natürlich folgt aber dem Energieverbrauch das Erholungsbedürfnis. Auf hundert Wegen sucht der geschwächte Mensch seine Erholung. Einer entflieht auf Stunden in das Reich der Kunst. Ein gutes Buch, eine Sammlung, eine Liebhaberei erfüllen die Seele und entspannen die Nerven. Andere ziehen hinaus in die freie Natur. Eine Erholung, aber die sicher mit zu den besten gehört, bietet der Sport.
Don unendlichem Werte ist es zunächst, daß er den Menschen einmal herausreißt aus der alltäglichen Welt der Berufsarbeit und der häuslichen
beutimg werden sie für alle Lande deutscher H.
Reihenfolge in den "Besitz des siegenden Vereins überg.ht, bereits 1922 und 1926 gewonnen bat, erhält er nach dem jetzigen dritten Siege den 'V i-eid als Eigentum.
Herbst-Achter (Ehrenpreis). 1. Wetzlarer RuderUub 1880 : 5,45. Limburger Ruderverein 1895 gibt etwa 200 Meter vor dem Ziel auf. — Limburger Ruderoerein liegt zunächst leicht in Führung, bei 700 Meter ist jedoch Wetzlarer Ruderklub bereits eine Länge voraus. Wetzlar behält die Führung unbestritten.
Schülee- Vierer (Ehrenplakette. gestiftet von Fabrikant 3. K re u t er - Gießen). Bahn- länge 100 Meter. 1. Ruderverein Bad Ems. 2. Verein Rudersport Gießen 1913 Scharfes Vord an Bord-Rennen. das von der Emser Mannschaft mit Luftkastenlängc gewonnen wird.
Erster Vierer. (Wanderpreis, gestiftet von den alten Herren des Vereins Rudersport.) 1. Limburger Ruderverein 1395: 6,01.4; 2. Gießener Rudergesellschaft 1377: 6.03.8. — Zunächst liegt Gießen leicht in Führung, bei 700 Meter ist jedoch Limburg mit halber Länge in Dor" sprung. Es entspinnt sich ein scharfer Kampf bis ins Ziel, aus dem die Limburger Mannschaft mit einer knappen halben Länge voraus als Sieger hervvrgehl.
I u n g m a n n-2l chter (Herausforderungs- Preis, gestiftet vom Verein älfertritik,) Limburger Ruderverein 1395 : 6,10. — Alleingang über die Vahn.
A l t h e r r e n-Viere r. (Ehrenpreis.) 1. Frankfurter Ruherverein 1365: 6,12.4; 2. Wetz' larer Ruderclub 1380 : 6,32. - - Die Frankfurter Mannschaft gewinnt das Rennen ganz nach 'belieben vor den weit zurückliegenden WeNlarern.
Junior-Vierer. (Ehrenpreis.) 1. Rudergesellschaft Undine Saarbrücken 6,02.4. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen 1379 gibt etwa 100 Meter vor dem Ziel auf. — Bei 700 Meter führt Saarbrücken bereits mit einer Länge Vorsprung.
I u n g m a n n - V i e r e r. (Herausforderungspreis, gestistet von einem Freunde der Rudersache.) Verein Rudersport Gießen 1913: 6,40. Limburger Ruderverein 1895 und Wetzlarer Ruderclub 1880 durch Sieg in früheren Rennen hier aus- geschieden.
Lahn-Einer (Wanderpreis, gestiftet vom Lahn-Regatta-Derband). 1. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 (Willi Müller): 7,31.2; 2. Rudergesellschaft Riederlahnstein (Theo 51 u cf) 7,44.4. — Müller geht bald nach dem Start in Führung. F1 uck holt später etwas auf, wird aber von Müller rasch wieder abgehängt, der ganz nach seinem Belieben als Sieger durchs Ziel geht.
Zweiter Vierer (Ehrenpreis). 1. Wetzlarer Ruderclub 1880: 6,17.4. Limburger Ruderverein 1895 gibt bei 1500 Meter auf. — Rach gutem Start liegt Limburg zunächst leicht in Führung, bei 700 Meter ist jedoch Wetzlar schon eine Länge vor; es bringt feinen Sieg überlege.1 nach Hause.
Grmunterungs-Vierer (Ehrenpreis). 1. Limburger Ruderverein 1895: 6,26.4; 2. Wetzlarer Ruderclub 1830 (3. Doot): 6,49. — Limburg führt über die ganze Strecke, liegt bei 700 Meter etwa 2 Längen vor und gewinnt das Rennen mit etwa 8 Längen Vorsprung.
Großer Lahn - Ach t e r (Wanderpreis, gestiftet von einem Mitglied des Vereins Rud-'r« sport). 1. Limburger Ruderverein 1895 : 5,28.8; 2. Gießener Rudergesellschaft 1877 : 5,29.2. — Vom Start weg liegt Limburg zunächst leicht in Führung, bei 700 Meter hat es seinen Vorsprung auf etwa halbe Länge vergrößert. Gießen holt jetzt auf. Limburg legt sich aber auch kräftig ins Zeug. Scharfer Kampf bis ins Ziel. d-S ßimburg mit einer knappen dreiviertel Länge Vorsprung als Sieger passiert.
Schrvimmwettkämpfe des Gießener Schwimmvereins.
Um eins vorweg zu nehmen: Der Wettergott ist ben Gießener Schwimmern offenbar besonders gut gesinnt. Es ist bal- traditionell geworden, daß der Himmel an einem Schwimmer- tag in Gießen sich von der freundlichsten Seite zeigt. Dementsprechend war die Stimmung der Wettkämpfer und der Zuschauer, die sämtliche Plätze füllten, ausgezeichnet obwohl sich die Abwicklung des Programmes, im Gegensatz zu den früje en Veranstaltungen des Gießener S. D.. ziemlich in die Länge zog. Die Besetzung der Wettkämpfe ließ, zumal verschiedene Meldungen nicht erfüllt wurden, zu wünschen übrig, und die
Brust. Wie hingeflogen hängt die Blume an ihr. Unö nun ist er mit sich ganz unzufrieden. Er fühlt auf einmal sein Alter. Er kann nichts dafür; aber er schämt sich, kommt sich so lächerlich vor. Er darf sie nicht enttäuschen
Da wird er plötzlich gegrüßt. Sein ehemaliger Schüler, ein junger Rechtsanwalt, grüßt ihn. Er zieht ihn in Sie Haustürnische. Fragen hin. Antworten her. Auf einmal, so ganz aus dem Zusammenhang heraus: .Sind Sie eigentlich schon verheiratet?" .Rein." „Aber verlobt?" .Auch das noch nicht." Und nun klärt er ihn auf über seine Jnseratenentdeckung. und cchne mit der Wimper zu zucken, tritt er seine herrliche Entdeckung an seinen ehemaligen Schüler ab. Der Rechtsanwalt willigt freudig ein, steckt sich dis hingereichte Rose an und geht auf das fremde, wartende Mädchen zu.
Der Professor sieht noch, wie sich beide an» lächeln, glücklich anlächeln, so ganz ohne Enttäuschung. Lind nun gehen sie weiter. Es ist, als ob sie von den Rosen, die firf beide an der Brust haben, davongetragen werden, irgendwohin. Zn ein Menschenmärchen hinein.
3a, der alte Professor macht schon so feine Entdeckungen Er hatte eine Perle gefunden und legte sie freudig in die Hände, die noch jung waren unö den Glanz der Perle bis ins Blutt hinein fühlten.
Turnen,' Sport und Spiel
Neugestaltung des Schreibunterrichts.
Zu einer Ausstellung des Hessischen Gewerbemuseums.
Das Landesamt für das Bildungswesen hat in den letzten Jahren der Reform des Schreibunterrichts feine Aufmerksamleit gewidmet. Unter anderen Vorbereitungen für solche Reform hat das Landesamt für das Bildungswesen auch den Offenbacher Schreibmeister Professor Rudolf Koch beauftragt, in Verbindung mit der dortigen Lehrerschaft Vorschläge für cen Schreibun!erricht auszuarbeiten. Die Be- teiligsen haben sich diesem Auftrag mit Hingabe unterzogen. Die reichen Erfahrungen und die Einsicht, die Rudolf Koch für solche Aufgaben mitbrachte. fanden die unerläßliche Ergänzung durch die Praxis der Schule. Für beide Teile hat sich die Zusammenarbeit als anregend und fruchtbar erwie'en. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit hat Professor Koch dann auf 24 Tafeln zusammengestellt. Eine Ausstellung im Hessischen ® e to e r b e m u f e u m in Darmstadt legt diese zum erstenmal der Oefsentlichkeit vor. Es ist zu hoffen, daß wette . Kreise, vor allem die Lehrer, die Kaufmannschaft, die Akademiker, Literaten und Künstler dieser Veranstaltung Beachtung schenken. Die Gestaltung des Schreibunterrichts ist noch heute von größter Bedeutung für das öffentliche Leben, für Handel und Verkehr.
Wer sich heute mit einer Reform des Schreib- unterrichts beschäftigt, dem drängt sich vor allem der Rame von Ludwig Sütterlin auf. 3m Jahre 1908 beauftragte die Preußische ilnter- richtsverwaltung diesen bekannten Künstler und Schreibmeistcr, Vorschläge für eine Reform des Schreibunterrichts auszuarbeiten Es wurde dazu eine kleine Kommission gebildet, in der Professor Sütterlin mit einigen Volks sch ullehrorn zu- sainmenwirkte. Die gegenseitige Durchdringung pädagogischer und künstlerischer Erfahrung ’dv.r auch damals unerläßlich. Die Methode, die damals gefunden wurde, bedeutete einen völligen
Ämschwung im Schreibunterricht. S'.e wurde in Preußen eingeführt und hat gute Resultate gezeitigt. Bei einer Reform auch in Hessen wird die erste Frage sein, ob man nicht gut tut, die Dütterlinsche Methode zu übernehmen.
Rudolf Koch selbst hat diese Frage noch vor acht Jahren mit ja beantwortet. Heute glaubt er, daß mag über Sütterlin hinaus kommen kann. Als dieser seine Methode ausarbeitete, befand sich die neue Schreibkunst in den Anfängen. Heute sind wir um 20 Jahre mit einer reichen Entwicklung und Erfahrung weiter. Manches, was Sütterlin wollte, läßt sich heute mit vollerem Gewinn ausge st alten. Anderes hat sich nicht bewährt. Wer die in Offenbach entstandene Schrift mit der von Sütterlin vergleicht, findet zugleich größere Einfachheit und größeren Reichtum. Ein einschneidender Llnterschi^ ist, daß die Offenbacher Schrift an der Schräglage festhält. Sütterlin hatte sich für die Steilschrift entsch.eden, ans eingehender künstlerischer und psychologischer Erwägung. Aber er unterschätzte dabei den eigentlichen Kernpunkt, daß bte Schräglage dem natürlichen Bedürfnis der fortlaufenden Schrift entspricht. Für Koch hat diese Rücksicht grundlegende Bedeutung getoonnen.
Es ist an dieser Stelle ni.cht möglich, auf Einzelheiten einzugchen. Es sei nur darauf hin- gewiefen, daß die ausgestellten Tafeln für die Hand des Lehrers gedacht sind. 3n knapper Form geven sie den Aufbau des Unterrichts und die nötigsten Winke. Die eindringliche Arbeit, die hinter diesen Anweisungen steht, wird dem Kundigen nicht verborgen bleiben. Auf den engen Zusammenhang von Schreiben und Zeichnen im Unterricht weist der Lehrg ng deutlich bin. Heber- all sehen wir Keime, die eine fruchtbare Entwicklung möglich machen. Die ausgestellten Schüler- Hefte sind dem Unterricht in der Versuchsklasse entnommen. Die Wandtafel mit den Ausgangslinien sowie zwei Schiefertafeln sind von einem der Offenbacher Lehrer beschriftet, die übrigen Schiefertafeln zeigen Schülerarbeit.
Die Neugestaltung des Schreibunterrichts ist von ernsthafter und weitreichender Bedeutung. Do gut wie in früheren Zetten kann der Schreib»
rufs= und Arbeitsantriebe abstumpft, sonst wird er, der berufen ist, uns zu erfreuen und zu stärken, zum Feinde unseres Glückes und unseres Erfolges. Darum keine Einseitigkeit, sondern beides, Sport und Arbeit zusammen, und ein jedes zu seiner Zeit.
herdstregatla
-e§ Lahn-Regatta-verdan-e§.
Nach den ununterbrochenen Regentagen der letzten Wochen hatte der Verein Rudersport Gießen 19 13, wie immer, auch geftern wieder zu der von ihm veranstalteten 7. ch e r b st - R e - gatta dos Lahn-Regatta-Verbandes volles Glück mit dem Wetter. Lachender Sonnenschein, warme Sommertemperatur unb würziger Wiesengeruch machten den Aufenthalt an der Lahn an sich schon zu einem Genuß. Dazu kam hier noch der ausgezeichnete Rudersport, und als weitere Verschönerung des Nachmittags das fleißige Musizieren der Kapelle Weller, die gute Unterhaltungsmusik bot. Der Besuch der Regatta war unter Be- rüctstchtigung der gleichzeitig stattfindenden schwimmsportlichen Veranstaltung des Schwimmoereins sehr gut. Die sportlichen Leistungen standen auf der Höhe und fanden den lebhaften Beifall der Zuschauer. Die Rennen wurden in flotter Folge gefahren, so daß der Vereinsvorsigende Fr. Lever- m a n n abends um 7 Uhr im Bootshaus die Preisverteilung vornehmen konnte, wobei er mit Recht auf die guten Leistungen des Tages hinwies und den Siegern die wohlverdiente Anerkennung aussprach.
Die Ergebnisse.
Bahnlänge ca. 1800 Meter, beim Schüler-Vierer ca. 1000 Meter. Start: Am Felsen.
Iungmann -Vierer. (Ehrenpreis S. Magn. des Rektors der Landesuniverfität.) 1. Frankfurter Ruderaef. Sachsenhausen 1879 6,40,4; 2. Verein Ruderiport Gießen 1913: 6,50,4. — Sachsenhausen führt nach dem Start zunächst mit Luftkastenlänge Vorsprung, bei 700 Meter liegen beide Boote wieder gleich. Dann geht Sachsenhausen erneut in Führung, die es bis ins Ziel behält; es siegt mit etwa drei Längen Vorsprung.
Jungmann-Einer. (Ehrenpreis). 1. Verein Rudersport Gießen 1913 (Albert Dechert): 7.36,4; 2. Rudergesellschaft Niederlahnstein (Theo F 1 u ck): 7.40,2. — Zunächst wechselnde Führung; Fluck, Aiederlahnstein, liegt mit etwa halber Länge voraus, bald darauf geht D e ch e r t, Gießen, schärfer vor und erzielt einen leichten Vorsprung. Bei 700 Meier liegt D e ch e r t, Rudersport Gießen, mit V/a Längen in Führung, die er unverändert bis ins Ziel behält.
Anfänger-Vierer (Ehrenpreis). Das Rennen wird kurz nach dem Start wegen Kollision abgebrochen. Reues Rennen vom Start ab. Limburger Ruderverein liegt jetzt in leichter Führung, bei 700 Meier mit halber Länge Vorsprung. dann Ruderc.e'elischaft Sachsenhausen 1879 und Limburger Ruderverein 1895 auf gleicher Höhe. Es folgt scharfes Bord an Bord Rennen, das aber in ter Rähe des Zieles von Sachsenhausen unter Protest abgebrochen wird. Der Schiedsrichter bestimmt ein neues Rennen am Schluß der Regatta, da er Sachsenhausen und Limburg über die ganze Strecke verwarnen mutzte. — Rennen am Schluß der Regatta: 1. Limburger Ruderverein 1895: 6.16,4; 2. Frankfurter Ruder- gesellfchaft Sachsenhausen 1879: 6.23,2; 3. Verein Rudersport Gießen 1513; 6.30. Zunächst Bord an Bord-Rennen, bei 700 Meter liegt Limburg mit halber Länge vor Rudersport Gießen, der eine halbe Länge vor Sachsenhausen liegt. Limburg bleibt weiter in starker Führung, Sachsenhausen holt kräftig auf. Limburg siegt mit gut zwei Längen Vorsprung vor Sachsenhausen, das eine knappe Länge vor Gießen als Zweiter durchs Ziel geht. Gießen liegt auf dem dritten Platz.
Gast-Vier er (Ehrenpreis). 1. Offenbacher Ruderverein 1874 : 6,05 ; 2. Gießener Rli- dergesellschaft 1877 : 6,07,4. — Die Offenbacher führen bei 700 Meter mit einer halben Länge Voriprung. Zwischen beiden Mannschaften wird über die ganze Dahn ein scharfes Rennen gefahren. bei dem die Offenbacher ihren Vorsprung bis ind Ziel ganz allmählich auf knapp 3 4 Längen vergrößeren können.
Jungmann-Vierer (Hermann-Happel- Gedächtnispreis). 1. Limburger Ruderverein 1895: 6,50.2; 2. Verein Rudersport Gießen 1913 : 6,552. — Bei 700 Meter führt Limburg mit ll/3 Längen Vorsprung. Mit zwei Längen voraus geht die Limburger Mannschaft als Sieger durchs Ziel. Da der Limburger Verein diesen Herausforderungspreis, der nach dreimaligem Siege ohne
Auch ein Entdecker.
Don Max Jungnickel.
Mancher kommt auf recht wunderlichen Wegen zu einer Frau. Amor ist längst nicht mehr einzig und allein der blütenduftende Schmcfter- lingsjägrr. Er schießt auch seine Pfeile auf offener Straße ab, in Eisenbahnwagen, in Zettungsinse- raten ufw. Gestern erzählte mir ein alter Gym- nasialprvfessor, wie er eine Ehe zusammenbrachte. ®r war geradezu der Richtschütze des Amor. Lind das kam so:
Seitdem dieser ferne alte Herr, der bald aus- sieht wie Schleiermacher, als er den Plato übersetzte. abgebaut ist. fängt er an. Entdeckungen zu machen. Keine wissenschaftlichen Entdeckungen, nein, aber er entdeckt Menschenfeelen. Er. der Junggeselle, dessen Leben wie eine Wunderlampe ist, die Oel durch Verzehren erzeugt. B.s vor kurzem noch war er ein leidenschaftlicher Wanderer, so mit einem kleinen Flug ins Abenteuerliche. Jetzt, wo er seßhaft ist, kommt er darauf, Inserate loszulassen: „Cßcr tauscht brieflich mit wanderlustigem Herrn seine Reiseeindrücke aus? Postlagernd W 10 unter Prometheus." Kaum hat >r dieses Retz ausgeworsen. schon zappelt ein Fisch bar in. Briefe fliegen hm und her. Heber Thüringen, Bayern, den Rheingau; sogar über Italien. Meist sind es Jünglinge; aber auch hin und wieder kommen Damenbriefe an. Manche Schreiben sind berichtend, neugierig fragend, wissens froh. Bei andern aber sitzt so etwas zwischen den Zeilen wie ein schönes, warmes Licht, das erst llein ist. bann größer und bunter Wird und von der Sehnsucht genährt wird: doch den geheimnisvollen Briesschreiber mal von An
unterricht auch heute ein vielseitiges und fruchtbringendes Element der Schulbildung fein. Die Höhe des Ziels sichert auch der Arbeit Beachtung. die von hessischen Schulmännern und Künstlern hier geleistet ist. Ob und in welchem Umfang sich die bisherigen Ergebnisse für Hessen verwerten lassen, steht noch dahin. Von Be»
* (
Der 1
iteten in den" sprechen
in
astral
Den, esl« L< IURSW . .-nang c ehr gu' DUle Zprüng« .Unne«
iik Le' iglf f'c ,j;e. ini jiifl« $ cifhNf k'dcrhoa
c. 3. bei«! im Damei JjmenjW Menschto unbnifltol dem mit 1 dach. vÄ eine aui (oabinieti leimen mi schwvnmei Hacken 6' Abvechfe!
Die ge: 13u(
1. Karl 6 2. ferner 3,16,6, 3. ( Marburg, :
2. D( 100 Meter: 2, Hanna 1 2,18,4.
3. hei ohne Wint fenburg, 1 1,11,6.
4. 3u iprünge: 52,20 Pur liatum 8
5. he 100-Meter


