Nr. 175 Drittes Statt
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Lirtfchaft.
Ursachen und Lehren der passiven Handelsbilanz.
3n den Jahren 1924 bis 1926 hat Deutschland für rund 7 Milliarden Mark mehr ein- als ausgeführt: im ersten Halbjahr ds. 3s. war i).c (Sin- luhr beinahe 2 Milliarden Mark größer als die Ausfuhr. Ungefähr in Höhe dieser Beträge hat sich Deutschland an das Ausland verschuldet. Eine Aufrechterhaltung der deutschen Wirtschaft trotz dieser Verschuldung war nur möglich durch die Aufnahme von Ausländsanleihen.
Die Ursachen für die zunehmende Verschlechterung der deutschen Auhenhandelslage liegen zunächst in der steigenden Einfuhr an Lebensmitteln, deren Wert im ersten Halbjahr beinahe 1900 Mill. Mark betrug gegenüber einer Ausfuhr von nur 180 Mill. Mark. An zweiter Stelle ist zu nennen die starke Steigerung der Rohstoffeinsuhr, die im ersten Halbjahr 1927 auf 2380 Mill. Mark sich belief gegenüber nur 1110 Mill. Mark in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. An dritter Stelle kommt in Frage die Stockung in der Ausdehnung der deutschen Ausfuhr; im ersten Halbjahr 1925 führte Deutschland für 4120 Mill. Mark Waren aus; bis zum ersten Halbjahr ds. 3s. ist diese Ausfuhrmenge nur um einen ver- hältnismähig geringfügigen Betrag auf rund 4770 Mill. Mark gestiegen. Schließlich sei noch auf den Grad und auf das Tempo In der Verschlechterung des Außenhandels hingewiesen. Während im Gesamtergebnis 1926 der monatliche Einfuhrüberschuß nur 133 Mill. Mark betrug, ist er im ersten Halbjahr 1927 auf 328 Mill. Mark im Monatsdurchschnitt gestiegen (im 3uni allein auf 449 Millionen Mark); es hat sich also allein für diesen Zeitraum eine Verschlechterung von beinahe 1200 Mill. Mark ergeben. Höchst bedenklich ist auch die Tatsache, daß die von Deutschland in der Fertigwarenausfuhr erzielten Preise stark rüd- läufig sind. 3n derselben Zeit, in der der Einfuhrwert der nach Deutschland eingesührten ausländischen Rohstoffe sich ungefähr gleich geblieben ist, hat sich der Durchschnittsousfuhrpreis der tn Deutschland hergestellten Fertigwaren um rund 13 Prozent vermindert.
Aus* einer Schilderung des jetzigen Zustandes ergeben sich Hinweise auf die Mittel ihrer Behebung. Am ehesten verspricht einen Erfolg das Herabdrücken der Cinfuhrziffer an Lebensmitteln. Das ist aber nur möglich, wenn man der Landwirtschaft für eine gewisse Uebergangszeit genügenden Schuh gewährt und wenn man ihr angemessene Preise zubilligt, die bisher großenteils nicht bestanden haben. 3n diesem Zusammenhang ist darauf aufmerksam zu machen, daß in den stark steigenden Lebcnsmittel-Einfuhrziffern u. a. auch die größer gewordene deutsche Kaufkraft zum Ausdruck konimt. Diese ist also nicht nur — wie vielfach fälschlich behauptet wird — für die deutsche Binnenwirtschaft anregend gewesen, hat sich vielmehr überwiegend auch in der Richtung einer Belebung der Auslandswirtschaft bemerkbar gemacht. Die Steigerung der Massenkaufkraft hat also sehr ihre zwei Seiten, zumal sie mcht auf der Verteilung größer gewordener Erträgnisse beruht, sondern nur auf Verteilung der im Ausland ausgenommen en Darlehen.
Steigerung der Massenkaufkraft in Deutschland ist also in gewisser Beziehung gleich zu sehen mit Zunahme von Auslandsverschuldung und Belebung der Auslandswirtschaft. Wenn die steigende Massenkaufkraft dem deutschen Markt zu Gute kommen soll, ist schon deshalb notwendig eine erhebliche Einschränkung derjenigen Einfuhr, die überflüssige Gegenstände betrifft. Deutschland hat sich in seiner Handelsvertrags- und Zolltarifpolitik bisher in außergewöhnlich weitem Maße von dem Gedanken der freiheitlichen Gestaltung der weltwirtschaftlichen Beziehungen leiten lassen, ein Beispiel, dem das Ausland bisher leider nicht gefolgt ist; dagegen hat Deutschland gegen die dauernden handelspolitischen Benachteiligungen (teilweise sogar ausgesprochenen Schikanen) des Auslands s-ich wirrs-am überhaupt nicht gewehrt.
Solange das Ausland nicht geneigt ist, der deutschen Warenausfuhr mehr als bisher die Tore zu öffnen und auf diese Weise zu einer Qlfttoie- rung der deutschen Handels- und Zahlungsbilanz beizutragen, solange kann dasselbe Ausland, das durch sein Verhalten die Aufbringung der Reparationen immer mehr unmöglich macht, sich nicht darüber beschweren, wenn die deutsche Wirtschaftspolitik der Zukunft stärker als bisher — den Methoden des Auslandes notgedrungen folgend — gegen ci.e unbeschränkte Einfuhrfreiheit gerichtet sein mutz. Auf diese Entwicklungsmöglich-
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesfen)
leiten, deren Bedenken und Gefahren in keiner Weise verkannt werden, ist von Deutschland mit Nachdruck hinzuweisen.
* 33 o n der Deutschen Reichsbahngesellschaft. Entsprechend der vom Verwaltungsrat der Deutschen Acichsbahngesellschast Anfang 3uli beschlossenen Beseitigung der Härten im Eisenbahngüterrarif sind auch die Gebühren für Bedienung dec Privatgleisanschlüsse herabge'eht worden. Mit der Cr- mätzigung der Sähe der ersten Staffel des deutschen Cisenbahngütertarifs Klasse E treten die neuen Gebühren ab 1. August in Kraft. Von diesem Zeitpunkt ab gilt der Gebührentarif gemäß Spezialtabelle.
* Deutsche Markversicherungen bei ausländischen Gesellschaften. Wie der Hansa-Bund für Gewerbe, Handel und 3n- dustrie, Berlin, bekanntgibl, mehren sich die Anzeichen dafür, daß die Markversicherten der ausländischen Gesellschaften bei den Gerichten der in Frage kommenden ausländischen Staaten hinsichtlich der Aufwertung ihrer Forderungen auf volles Verständnis rechnen können, vorausgesetzt, daß nicht aus der bisher wenig klaren deutschen Aufwertungsgeseh- gebung Einwendungen gegen die Aufwertungsansprüche hergeleitet werden können. Der Hansa- Bund ist nach wie vor bestrebt, einerseits eine Ergänzung der in den -deutschen Bestimmungen enthaltenen Lücken herbeizuführen, andererseits die Rechtslage gegenüber den ausländischen Gerichten durch Einholung von Gutachten kompetenter 3uristen der einzelnen Länder weiter zu klären.
* Der holländische Abschnitt der Stahlwerkanleihe. Die Niederländische Handelsgesellschaft, die Rotterdamsche Bankvereeniging, die Bank für Handel und Schiffahrt, die Bankfirmen Mendelssohn & Co. und Pierson & Co. sowie R. Meß en Zoonen teilen mit, daß sie am 3. August einen Betrag von 4,75 Millionen Dollars der 6,5- prozentigen Obligationen Serie A der Bereinigten Stahlwerke Düsseldorf zum Kurse von 98,5 Prozent zur Zeichnung auflegen.
• D i e Freigabe des deutschen Eigentums in Amerika. Nachdem kürzlich bereits älnterschahsekretär Mills als seine persönliche Ansicht die Erwartung ausgesprochen hatte, daß das deutsche Eigentum in der nächsten Kongreßtagung freigegbeen werden würde, erklärte dieser Tage auch der demokratische Senator Edwards (Newjerfey), er halte die Freigabe für sicher, und zwar noch vor Weihnachten. Es darf jedoch nicht übersehen werden, daß diese beiden Erklärungen nur persönliche Ansichten wiedergeben und natürlich ganz unverbindlich sind.
* Rohzuckernotierungen. Die 3n- dustrie- und Handelskammer Magdeburg hat beschlossen, ab 1. September die Notierungen für Rohzucker wieder aufzunehmen. Zur Notierung kommen alle Geschäfte über mindestens 1000 Zentner zu den normalen vom Verein der Deutschen Zuckerindustrie festgesetzten Bedingungen. Es werden sowohl prompte wie auch alle Lieserungs- geschafte notiert. Die Notierungen finden täglich mit kurzer Tendenz und Umsatzhöhe statt.
* 0ebr. Himmel sbach 21.- (3., Frei, bürg, in Konkurs. Die bekannte süddeutsche Holzfirma Gebrüder Himmelsbach A.-G. in Frei, bürg i. Br., die Ende April d. I. wegen ihrer sehr großen Verluste, die sie auf den gegen sie eingeleite. ten Boykott zurückführte, unter Geschästsaufsicht gegangen war, hat den Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt. — Zu dem Konkursantrag wird bekannt, daß die Bemühungen der Gesellschaft, unter der Geschäftsaufsicht zu einem Vergleich in ihrem Schadcnersatzprozeß gegen das Reich und die Länder zu gelangen, gescheitert sind. Preußen, Bayern und Hessen haben das vom Reich befürwortete Schiedsgericht unter Vorsitz des Reichsgerichtspräsidenten mit der Begründung abgelehnt, daß die Entscheidung im schwebenden ordentlichen Verfahren demnächst ergehen werde.
* 3. P. Demberg Aktiengesellschaft. Die Verwaltung der 3. P. Bem berg Aktiengesellschaft tn Barmen hat beschlossen, zur Durchführung ihrer Vergrötzecungspläne einer auf den 26. August einzuberufenden Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals von 16 Millionen auf 28 Millionen Mark vorzu- s.chlagen. Den Aktionären soll ein Dezugsrecht eingeräumt werden, so daß auf vier alte Aktien eine neue zum Kurte von 120 Prozent bezogen werden kann. Die restlichen 8 Mill. Mark sollen zur Erweiterung und Vertiefung bestehender 3n- teressenverbindungen benutzt werden.
Frankfurter 2 ' udbörsc.
WSN. Frankfurt a. M„ 28. Juli. An der Abendbörse erfolgte ziemlich plötzlich ein Tendenzumschwung, der von I. G. Farben ausgehend, sich auf die ganze Börse erstreckte. Es verlautet Aerucht- weise, daß noch heute ein Kommunique der Farbenverwaltung herauskommen soll, indem Mitteilungen über den günstigen Verlauf der Verhandlungen mit der englischen chemischen Industrie gemacht werden; doch ist der Berliner Pressestelle hiervon nichts bekannt. Von der Aufwärtsbeweaung der I. G. Farbenaktien, in denen man erste Käufe beobachten wollte, und die daraufhin 5,5 Prozent gewinnen konnten, wurden besonders Rheinstahl (plus 5 Proz.) stark mitgerissen. Im allgemeinen konnte sich das Kursniveou um 1 bis 3 Prozent unter Bevorzugung von Elektrowcrtcn heben. Renten vernachlässigt. 3m Verlaufe ging das Geschäft zurück, die Kurse bröckelten leicht ab. Der Schluß und die Nachbörse wara», jedoch erneut fest. Abi. Schuld 16,50, Schutzgebiet 10,20, Barmer Bank 153, Commerzbank 177,50, Danatbank 231,50, Deutsche Bank 163,50, Diskonto 161,50, Buderus 116,75, Gelsenkirchen 165,75, Harpener 204, Aschersleben 178, Westeregeln 188, Phönix 124,50, Rhein. Braunkohlen 265,50, Rheinstahl 220, Stahlverein 136,50, Adlerwerke 120, AEG. 183,75, Daimler 125, Scheideanstalt 218,50, Licht und Kraft 196,50, I. G. Farben 319,50, Felten 138,25, Goldschmidt 132,25, Holzmann 195, Lahmeyer 175, Rütgerswerke 99, Schuckert 201,50, Siemens & und Halske 284, Wayß & Freytag 168,75, Zellstoff Aschaffenburg 201,50, Waldhof 337, Hapag 145, Nordd. Lloyd 142,75.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 29. 3uli. Tendenz: überwiegend etwas fester. — Zum Wochenschluß blieb die Stimmung an der Börse im allgemeinen zurückhaltend und ruhig. 3nsolge der lebhafteren Nachfrage nach verschiedenen Spezialwerten erschien die Tendenz gegenüber dem Stande der gestrigen Abendbörse etwas fester. Zur Vorsicht mahnte die Nachricht, dah die deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungen zur Zeit nur mühsam weitergehen, auch bat das Gesucht, dah die Verwaltung der 3.G. Farben ein Communiquö über den guten Fortgang der Verhandlungen mit der englischen Chemie-Industrie herausgegeben habe, bisher keine Bestätigung gefunden. Der Geldmarkt war infolge des heutigen Zahltages sehr angespannt. Tagesgeld stellte sich auf 6.50 Prozent. (Sine gewisse Anregung auch für die Effek t e n to e r t e bot die Meldung über die Regelung der türkischen Staatsschulden, wonach die Verhandlungen zu einem grundsätzlichen Abkommen geführt haben. 3m allgemeinen traten nur Kursbesserungen biß z u 1 Prozent ein. Commerzbank, Zellstoffwert und K l e h e r konnten bis 2 Prozent anziehen. Stärker gesteigert waren S ch i f f a h r t s a k t i e n, die bis 3,5 Prozent gewannen. Oberbedarf konnten sich um 4,5 Prozent erhöhen. Heimische Anleihen ruhig. Don fremben Renten entwickelte sich in Türken aus dem obengenannten Grunde lebhaftes Geschäft, verbunden mit stärkeren Kursbesserungen, vor allem für Zolltürken. 3m weiteren Verlaufe schlief fast jede Geschäftstätigkeit ein und die Kurse bröckelten ab. Gegen Schluß der Börse erfuhr die Tendenz jedoch eine neue Belebung, da die Spekulation verschiedentlich Wochenschluß- deckungen vornahm. Die Kurse zogen wieder etwas an. 3m Devisenverkehr stellte sich Paris gegen London auf 124,05, Mailand 89,275, Madrid 28,47. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,2020, gegen London 20,41.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 29. 3uli. Auch die Bewegung in Spezialpapieren kann über die allgemeine Geschäfts stille nicht Hinwegtäuschen. Deckungen der Spekulation bewirkten zwar leichte Kursbesserungen, die ersten Kurse blieben jedoch binter*t>en gestrigen Schlußnotierungen und den vorbörslichen Erwartungen zurück. Die Tendenz ist widerstandsfähig, die Spekulation bleibt jedoch sehr vorsichtig, besonders, da die weitere Entwickelung des Geldmarktes noch unklar ist und für Tagesgeld am heutigen Zahltage Sähe von 6'/r bis 8 Prozent verlangt werden. Monatsgeld 8 bis 9 Prozent. 3. G. Farben hatten wieder größere Umsätze: der Phantasie ist in bezug auf Kombinationen voller Spielraum gegeben. ©lang ft off. Bemberg, Ludwig Löwe, Mitteldeutsche Credit und einige Elektrowerte konnten sich über den Durchschnitt um 1 bis 2 Prozent erholen.
________8reitag, 29. Zuli (927
Heimische Anleihen lagen ruhig. Von Ausländern waren Türken und Anatolier gefragt und höher. Nachdem bei einer großen Anzahl von Esfektenwerten die Erstnotierung ausgesetzt werden mutzte, blieb auch im Verlaufe das Geschäft sehr klein. Die Kursentwicklung war nicht einheitlich. im allgemeinen traten gegenüber den Anfangslursen jedoch keine wesentlichen Veränderungen ein. Etwas lebhafteres Geschäft hatte der Schiffahrtsmarlt. 2.uch Dessaue» waren gefragt und 1 Prozent höher.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Trotz etwas festerer Auslandforderungen blieben die Preise unverändert bei sehr ruhigem Markt. Mehl und Kleie liegen etwas fester. Es wurden notiert: Roggen, inländischer, 24,50, Hafer, inländischer. 25,50 bis 26, Haser, ausländischer, 23,50 bis 25,50, Mais, gelb, 19 bis 19,25, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 39,50 bis 40, Roggenmehl 36,50 bis 36,75, Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,75 bis 14. Tendenz ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 28. Juli. Die schwächeren Auslandmeldungen, vor allem aber die fast völlige Stagnation des Mehlgeschäfts ließen den Weizenmartt in schwacher Haltung verkehren. Obgleich vom In- lande Angebot von Herbstweizen nur spärlich hereinkommt, ergaben sich Preisrückgänge von ungefähr 3 Mark. Der Preis für Juliroggen erfuhr einen neuerlichen Rückgang. Mit Ausschluß der prompten Ware ist angesichts der bald zu erwartenden Lieferung neuer Ernte die vorhandene Ware außerordentlich knapp. Für Herbftroggen, der wenig offeriert ist, macht sich eher festere Stimmung, besonders da die Tschechoslowakei für schlesische Ware Nachfrage bekundet, geltend. Weizen- und Roggenmehl sind in den Offerten um 0,25 Mark billiger gehalten, aber trotzdem geschäftslos. Hafer ist weiter recht knapp angeboten: die Käufer sind in ihren Dispositionen recht vorsichtig. Gutes Offertenmaterial in neuer Wintergerste fehlt, während das reichlich vorhandene Angebot mittlerer und abfallender Qualitäten unbeachtet blieb. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, Juli 295 Mk., September 268,75 bis 269,75, Oktober 268,50 bis 269 (matter); Roggen, märkischer, 243 bis 245, Juli 242 bis 240,50, September 230,50 bis 230,75, Oktober 230,50 (Juli matt); Wintergerste und Futtergerste 198 bis 203; Hafer, märt., 263 bis 270 (ruhig), Juli 222,75 bis 223,25, Oktober 200; Mais, ; .i Plata, 188 bis 189; Raps 295 bis 300; (100 Kilogramm): Weizenmehl 35,25 bis 37,25 (ruhig); Roggenmehl 33,25 bis 35 (prompte Mehle gefragt); Weizenkleie 13,75 (ruhig); Roggenkleie 15,25 (ruhig); Viktoriaerbfen 44 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 21,50 bis 23,50; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen (blau) 14,75 bis 15,75; Lupinen (gelb) 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 14,80 bis 15; Leinkuchen 21,20 bis 21,60; Trockenschnitzel 12,50 bis 13; Soyaschrot 19,50 bis 20,40; Kartoffelflocken 34,75 bis 35 Mark.
Büchertifch.
— S.H. Ak>ams. „Zwei grauen“. Aus dem Amerikanischen übertragen von Toni Har- ten-Hoencke. (Romane der Welt. Herausgeber Thomas Mann und H. G. Scheffauer. ,Th. Knaur Nachf. Verlag, Berlin 50.) Ganzleinen 2,85 Mk. — CSine spannende Geschichte voll intereffanter Geschehnisse auS dem schicksalsreichen Leben der „reichsten Frau Amerikas", die als „Felsen" ihrer Familierrtradition von der jungen Frau ihres Großneffen „belagert" und schließlich „erobert" wird: Die Autokratie der alten Zeit gegen die freie Entfaltung der nrobemen Frauen- personlichkeit. 399
— Das neue Jahrbuch der Sammlung Kippenberg (Insel-Verlag, Leipzig) ist den Manen Gustav Roethes gewidmet. Anton Kippenberg selbst eröffnet diesen nun schon sechsten Band mit den feinen, lrebevollen Worten, mit denen im Oktober 1925 die Leipziger Ausstellung der S. K. eröffnet wurde. Pollmer untersucht eingehend Goethes Beziehungen zu Caroline Ulrich, der Gesellschafterin Christianens unb Gattin Riemers. Wichtig ist auch noch eine sorgfältig zusammengetragene Dulpius-Biblio- graphie aus Anlaß des hundertsten Todestages des von seiner Zeit geschätzten Schriftstellers, dessen Rinaldini heute noch lebt. Aus dem übrigen überreichen Inhalt seien noch besonders hervorgehoben Anton Kippenbergs Untersuchung über den Uebergang der Faustsage in die Dichtung (nach -einem in Stockholm gehaltenen Vortrag) und ein Aufsatz Höfers über die Giganto- machia und ihren Verfasser, den Altphilologen F. H. Dothe. 333
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdisiont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.
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Berlin
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Berlin
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Datum:
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6%' Dl Relchsanlelhe v. 1927 2t. Aul Adlos Schuld mit
Auelol Richten . ...
Deögl. ohne ÜusLf -Rechten 7% Äraiitf. Hnp.-Bl. Go-dps
unkündbar biS 1932 ... 47»% Rheinische Svp -Bonk
L'iqu -Go dpi ....
Ä E G abg Lorkriegö-Ob- hgationen, rückzahlbar 1932 4% Schwei; Bundesb.-Anl. 4% Oefteretchilche Goldrte . 4,20% Öesterr ich. Silberne . 4'/0 Oesterreich, einbeikl. Rte 4% Ungarische Goldrte 4°/»Ungarische Staatsr. D.1910 4%% devgl. von 1913 . .
4% Ungarische -groncnrte . . 4°/, Türk. Zollanleihe v 1911 4% Türk. Bagdadbahn-Anl-
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4% R-miänen convert Rte. 4%% Rumänen Goldanl. .
von 1913 ...
Altg Tcu!,che Eilenbahn 47- Hamburg-Amerika Pake». . 6 vamb.^Südam Tampisch 8 Hansa Dampfschiff ... 6 Norddeutscher Lloyd - . • 6
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Berliner Handelsgesellsch. 12 Commerz- und Privat-Bk. n Tarmst. u. Naiionalbank. 12 Deutsche Bant......10
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181 136,75
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Oberschles- Eisend- Bedari 0 Lberschles. Kokswerke . - .0 Pbönir Bergbau f V« 9 3 Rheinische Braunkohlen io Rheinskahl ... ......o
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Vereinigte Stadlw. f. V» 9 3 Olavi Minen . . - • 1 sh Kali Aschersleben • • • ■ io
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Berlin.
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Noten . . .
167.93
168,61
Kurs
Kurs
Kurs
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Italienische Noten . . .
22,87
22.97
Datum:
‘28. 7.
29. 7.
28. 7.
29. 7.
Norwegische Noten......
Deutsch Lesterr., 5100 Äroncn
118.13
69.18
118,57
59.42
Bialivv Holzmann . . . .
12
19h
19.5
193
194.5
Rumänische Roten . . .
2.547
2.567
Heidelberger Gement . .
K
150
151.5
Schwedische Noten . . .
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112.68
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184
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71.36
71.64
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Oslwerke..........
Ber. Klanzsloff......
15
12
15
III
456
436.5
7 0
458
-1 8
730
Tscheckollowansche Noten . .
Ungarische Noten .....
Sevifeamarkt Derlm
12.455 73.02
—Srantfut
12,515
73,32 a. OIL
Bembcrg..........
Zellstoff Waldbof.....
8
1?
137
138.5
578
133.75
202,5
590
338
Telegraphische
Auszahlung.
Zellstoff Aschaffenburg . .
201,5
203
Charlottenburger Wasser. Dessauer Gas.....
Daimler Motoren.....
Demag.........
Adlerwerke fllenet.....
2udw. Loeire . . . . . ,
152,5
153.75
28. Juli.
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168,62
1.787
Rat. Automobil......
Orenstein L ökovvel. . . .
6
—
122.5
124,75
Ehristiania
108,41
108.64
108,44
108,66
4
—
—
135
135.2-
JloDen bogen
112,37
112,59
112,36
112,08
Linke Ho manu . . .. .
0
—
—
—
—
Stockholm .
112,51
112,73
112,49
112,71
Leonhard Tiev.......
c
—
159 5
Helsingfors.
10,582
10,602
10,58
10.60
Bamaa-Mcguin......
Franks. Maschinen . . . .
0 0
45,75
75 5
46 5
77
—
Italien. . .
London. . .
9!euyork . .
22,885
-.0,-93
22,905
20,439
22.84.1
10,392
22,885
20,4 2
Griyner..... . . , ,
122
—
*
—
4,1995
4,2075
1,199
4,207
Hehliaenstaedt .......
0
24.5
—
—
—
Baris....
16,44
16,48
16,435
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Iungbans • . ......
Lechwerke. .......
6
123
122
123
—
Schwei, . .
80,835
61,645
80.195
8
121.75
-
—
Spanien . .
71,60
1,975
71,74
• 71.68
<1,82
Mainkraftwerke ......
8
128
128
—
—
Japan . .
1,974
1.979
1,983
Miag............
10
143
143
—
143
Rio de Ian.
.495
0.497
0,496
0,498
Nekarlulmer ........
8
120
121,25
——
121
Wien In D.-
PeterS Union.......
8
118
-
118,25
—
£efi. abgest
•»9,11
59,23
59,13
59,25
Gebr. Roeder . ......
Doigt k Hceffner .....
1t
14'J
—
-
Prag ....
12,449
12,46.*
12,447
12,467
6
137
137.75
134,25
138
Belgrad . .
7,395
7,409
7,388
7,402
Eüdd. Zucker.......
O
146
146,5
146,75
147
Budapest. .
Bulgarteu.
73,23
3,042
73,37
3,048
73,17
5,0.17
73,31
3,043
Banknoten.
1'ifTabon . .
20,73
20,77
20.78
20.82
Tanrig. . . .Konstantin.
81,30
2,125
81,46
2,129
61,32
2.121
81 48
Berlin. 28 Juli.
1 Geld
I Brier
2,125
Amerckanilche Noten. .
1
.18.5
4.295
Athen. . .
Canada . .
5,634
5,646
5,544
5,556
Belgische Noten......
Dänische Noten ......
58.49
58,00
4.126
4,204
4.197
4.205
112,07
112,53
Urutznay. .
4.136
4.144
4,156
4,164
Englische Noten ......
| 20.352
20.432
Cairo . . .
20.917
20.957
20.398
20.438


