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Mittwoch, 28. DcjcmbeiJ927

Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen)

Nr. 503 Zweite; Blatt

birlltn

3 obre bittet.

neuen

des Verein« dar. Der beehrte dankte für die ihm

Han» gc

i n a t Berg unte Aou-Markub

be» Freier» harrt.

in Berlin

Dav

sind fit in Berlin ei.igetroffen und 2ntilop<nhau» einer groben Zukunst

der vielleicht I jährige Bulle, beschützt dre kleine Liese, die gern ihr lange» an dem seinen reibt Sic ist ein gar

und nun sehen im entgegen

Han» ritterlich

ft reib össnete die Statttüre und mit allen Zeichen grober Freude drängten d.e Diraffen­kinder heran. Sie liehen sich streicheln, hielten der säubernden Bürste stand und traben bald zutraulich da» dürre Akazienlaub au» meiner Hand, da» ftreth al» besonderen Leckerbissen seinen Dirassen au» Afrika miigebracht hatte.

muh.

Gehört bat man schon manche»mal von drei- bornigen Girassen. viele Menschen zweifelten an " ' nicht mehr lange, denn der

photographiert werden.

ihrer Gristenz Han» wird regelmäbig

Und wieder gingen die Dirassen aus die Reise Geheimrat Heck vom Berliner Zoo hatte sich die ®elegenbett nicht nehmen lassen, zwei so seltene Ziere für seinen Park zu erwerben.

Sranffurfer Theater.

Schauspielhaus brachte 1einem eine Lernet-Hvlenia-Urauf-

Dorsihendc 211 öl L, D'ehen. eine Ansprache, die vom ®eifl der Liebe und der Fürsorae für die Hinterbliebenen getragen war. Durch ft in bet auS de ein ftrlppenspiel zur Aussüh-

ror einigen Wochen al» die erben Bertreter ihrer Art wohlbehalten in Deutschland ein.

Reiskirchen tourL. rung gebracht. Der Defangveretndinigkit" Reiskirchen trug einige gulgewählt« Ehöve wir-

PubliKuu_______

f ü b r u n g al» Deihnachtsgaöe dar. Zum dritten Wale wird Alerank-er Lernet-Holema. der Kleist- prei» träger. in Frankfurt urauf geführt und jede»- mal handclk es (ich. um eine österreichische Ge- rellschallskomödie lernten wir ,OIIa-

potrida" kennen, dann .Oesterreichllche Komödie"

immer Bo ritzender und 16 Jahve at» erftet Var- fuKnbtr. 3m flieidyn '.lahmen au»qezeichne^ Kriouime Weihnachtsfeiern t

Ich war bi» zu meinem 18. Jahr Maurergeselle, bann glückte' e» mir. und nun bin ich feit mehr al» breibig 3obren unterwegs, habe auf Suma­tra Ziger gefangen, in Indien Elefantenkinder grobgezogen. Ra»börner gejagt, alle» in Rübe» Diensten, na. und jetzt bade ich den Han» ge­bracht und die Anneliese!"

in die Höbe.

Auch Han» steckt noch in den ftinberf«hüben, obwohl er sich tüchtig herunterbeugen raub, um seine Gespielin zu kullert, oder chr habgierig einen Bissen Heu au» der weichen Schnauze zu rupfen. Dann guckt ihn die Kleine mit vorwurfs­vollen Augen an. und Han» prescht in Bvck- sprüngen nach allen Seiten au»keilend durch sein Gehege. Wobei er den Kopf al» Verlänge­rung de» Halle» senkrecht in die Luft red:.

Er ist schon am zweiten Zag de» Berliner Aufenthalte» übermütig und frech geworden, grab al» ob er wühte. wie kostbar er »st. Seine Art war noch nie lebend nach Europa gekommen, seine Art. dre man die dveihörnigc Giraffe nennt

Zwar sieht man aus Hansens Kopf vorerst nur die wohlbekannten zwei Zapfen oben an

kungsvoll vor.

Saasen. 27 Dez. 3m Herbst wurde bet Steinbrud) a u 1 dem Beit »berg wieder in Betrieb genommen. Au» dem Material de» Bruche» werden Betonfteine bergestellt. die al» Baumaterial Verwendung finden. Die Steine müssen einige ,ielt lagern, bi» sie gebrauchsfertig find. Dor Weihnachten konnte die erste Waggon- labung befördert werden. Da jedoch bie*e In­dustrie stark von der Witterung abbängia ist. mußten bei der strengen Mik die Arbeiten unterbrochen werden.

Grünberg TI. Dez^ 3n diesen Tagen werden die letzten Arbeiten an dem Anbau

Die Arbeit

der Rotgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft

Bon Staatsminister D Dr F Schmidr-Ott. Präsidenten der Aolgemeinschast.

zuteil pemoibene Ehrung nut der Versicherung, metterbtn seine ganzen fträftt für den IWrrtoi und den deuttchen TQ.innetfldang ein zuletzen .irvubrn- berger -st leit .16 3abrvn aknver Sanger und gehörte 27 Xibre dem Vorstande an. darunter acht Jahre al«

Am ersten Weihnacht»!ei erlag brachte da» Frankfurter Reue Operettentheater al» Uraufführung die .GoldeneMeisterin" von Julius Brammer und Alfred Grünewald vor völlig ausverkauftem Haufe heraus. Do- Werk. zu dem Edmund Sy hier eine äu Herst gefällige zum Zeil stark an den .Obersteiger" erinnernde Musik aeschrieben har. errang einen unbestrittenen Erfolg an dem die flotte Insze­nierung durch Adolf Wiesner keinen geringen Anteil hatte. Sin freudige» Willkommen be- reitet? die Frankfurter ftunstgemeinde Robert Rästclberger der die Hauptrolle übernom­men hatte unb gesanglich, vor allem aber bar» steiler 'ch BrrzäaUcheS leistete. Inge van Heer al» goldene Merfterin war ihm eine ausgezeich­nete Partnerin, In Heineren Rollen hollen sich Frau Diener. Reul Rothe-Tarey und 'XbtV DieSner verdiente Erfrl^e. Es gab viele stürmische Hervorrufe und ebenso zahlreiche Blumenspenden.

die afrikanische Wildnis vor.

Achtzehn Monate hat er dort gelebt, abge- schnitten von der Kultur, wochenlang ohne euro­päische Rahrung. in Regergebieten. d,e teilweise noch unerforscht geblieben, unter Deisteranbetern, im Urwald unb auf fieberbciher Sumpsstcppe.

ftreth zog den Omo-Fluh entlang bis zum Rudvlssee. berührte das Quellgebiet de» Ril» und kam hinunter an die Drenze von Uganda­land. Sr fab irobl ein 3abr keinen europäifchen Menschen da'ür an zwei Stellen den wal- köpfigen Storch der durch Benat Berg unter seinem arabischen Hamen .Abu-Markub" weltbekannt geworden ist.

Lein Ziel war. Drohwild zu fangen. Giraffen. Rashörner oder Elefanten. Unb so Baute er mit seinen Trabanten da und dort In unbe­rührten Gegenden grobe Fangkrale aus Dornen- zwelgen unb jungen Bäumen, legte sich auf Rasdornwechsel unb beobachtete die scheuen Giraffenherden wenn sie in der Abenddämme­rung zum Waldsaum kamen.

E» füllte sich da» Sammellager mit vielen Tieren unb endlich glückte auch der grobe Wurf, ftreth griff zwei jung« Giraffen. Ofem^lare seltener Spielarten, nachdem er zuvor den stärksten Bullen der Herde geschossen hatte, der statt der üblichen zwei Hörner deren drei am ftobfc trug.

Mit nie versagender Geduld wurden bk beiden jungen Ziere im Lager gepflegt, bi» sie hanbzahm waren unb den wochenlang«! Rück­marsch iur Eisenbabnftation beginnen konnten. Ein Gebirgszug von zweitausend Meter Höhe muhte überschritten werden: die Giraffen gingen am Halfter unb erwiesen sich al» ausdauernde Bergsteiger. Gesund erreichten sie die Hafen- station. bezogen ihren Platz am Oberdeck de» Dampfer», fuhren durchs Hitteüneer und trafen

(D Lollar, 27. Dez. Die n gerne re i- nigung Lollar verunstaltete am > rffrn^ Weih- nacht »feiert .ig im Saatbau ,Hur Linde" ihre Weihnachtsfeier. Während am Nachmittag eine besondere Feier für die Linder der Mitglieder mit Bescherung slattsand. galt dieBeranftaltung am Abend den enoachsenen Familienangehörigen, bie berort zahlreich erschienen, hast der geräumige ©aal bi» auf den legten Plag befett wir. Die Verein«, leitung hatte es wiederum verstanden, durch eine würdige l<ortrafl»[olflc, bestehend aus Musik- unb (stc-sangsoortragen und zwei lehr flott gespielten Theaterstücken, den Basten einige angenehme, rech! weihnachtliche ctunben au bereiten. Banz besondere Bedeutung nxirb der Feier durch bie Ehrung eine» verdienten Sangesbruder« zu­teil. Der Vorstand des Hessischen Sängerbundes hat in Anerkennung der großen Vetchienste um den

heraus ist die Rotgemeinschaft der eullchen Willenschast eniftanben.

In der tiefen Rot. bie nachdem ft riefle über die deutschen wi"en'challl»chen Institute her- einaebrrchen war. ist sie als flammen- lallung der gesamten deutschen Wif- f e n | <b a f t begründet Auf Anregung der Ber­liner Akademie der Will en schall en traten im Jahre 1920 die deutschen wissenschaftlichen ftör- verschalten zu diesem Selbstverwaltungskörper zu­sammen. dem alle deutschen Akademien der Dis- senschallen. Untikriitäten. Zechnll^n La^w'N- schafilichen. Tierärztlichen. Forstlichen unb Bergakademien. ferner die Wilhelm-

GeseMchall -ur Förderung der Wi fenschaste^ die GefelNchaft Deutscher Raturlorscher^und Aerzie und der Deutsche Berband Technisch- Wissenschaftlicher vereine angch ren Die Rot- «emeinfchast tr.lF, so heisst e» »» Paragraph 1 irec Satzungen, .die ihr von o'fentlicher und privater Seite zull>es,enden Mittel in ber kkm gesamten Interesse der deutschen Fvri^ing för­derlichsten Weife verwenden unb durch Ne in ihrem ftretse vertretene Sachkunde und Erfahrung zur Erhaltung der lebensnotwenbi- gtn Grundlagen der deutschen Wifsenschast

_____ w _ fte um den deutschen Männergesang, den Shrenoorsitzenben drr cängeroereinigung, Schneidermeister Peter Ören- benberger, eine Auc Zeichnung verliehen, bie ber Dirigent. Herr Rohde au» Marburg in seiner Eigenschaft al» voritandsntttgllsd des )xlfii-1/en Sängerbundes und in besonderem Austrag seines Vorsitzenden. Ministerialrat» Dr. 6 ie ge r t (ZXirm- fubt), überreichte. Herr Rohde würdigte dabei Ne Verdienste des Au gezeichneten unter Betonung sei­ner Freude darüber, d.ist gerade ihm dieser ehren­volle Auftrag wurde, da er aus eigener Kenntnis bie vielfachen Verdienste des (Befrieden zu schätzen wisse. Unter enttprechenden Worten brachte der 1. Vorsitzende der Sangervereinigung, Werkmeister ft reu ter, dem Sangcsbruber Ne (Glückwünsche

Hund 26 Mark

Dg. G r osten-Buseck. 27 Dez DerSlreit zwischen der hies.gen ft.rch ngeme'.ndevertretuna der obersten ftirchmb HÖrche ist nun ent­schieden. Rach wiederholten Verhandlungen in Anwesenheit von Prälat Dr Diehl bzw ftirchenrat Wagner unb Dekan Gustmann, sowie in einer gemeinsamen S tzimg mit dem (Sem einberat wurde die Erhebung einer örtlichen ft i rchensteuer zur D ckung des auf die hiesige Gemeinde enlfallcnben Zele» beJ Defizit» ber Landeskirche unter einigen Boi- behalten gen hmigt. Der Gesangverein .Heiterkeit" veranstaltete im Saale be» Gastwirts Brück am zweiten W^ihnachtsf ei er­log. wie alljährlich, sein Wintervergnügen. Unter Leitung seins» Ehonn -ister» ftb Riko» lai wurden ein.ge wodlg lungme Ehöre und Quartette zu Gehör gebracht. <Js folgt m theatr lische Darbietungen, eine D rlnsung unb Tan

Z. Rödgen. 27. Dez Der Gesangoereli .Konkordia" hatte für den Abend des zweit« feiertags zu einer Ibeateroeranftcltun in Wagner» Saalbau eingeladen. ..Weihnachten i nochgebirg" wurde von den Darstellern gut gespi Sie muhten sich mit Erfolg, den Eharakler >h .Hollen zu er,affen »nd den (Bellalten Leben .'eben. Reicher Beifall der zahlreich erschiene, Gäste lohnte bie Arbeit sleihiger Uebungswoch.

Reiskirchen. 27. Dez. A.n eilten . c tag hielt die Ortsgruppe Reiskirchen be» Be banbeö ft rieg» beschädigter u. ftrie aer-Hinterb siebener im Gundrumfö. <3aale dahier ihre Weihnachtsfeier ab. . ber Ortsgruppe zählen neun Ortschaften. Mit d ar < in« Ikrln'ung unb eine

für die Kinder ber Hinterbliebenen verbunden.' Als Vertreter de« Landesverbände» hielt der

Ob -an die flristia« ^-» "J*

materiellen TRUltV bekämpfen faimt i» £e ir^riumm txi JuirrlMUl*«« SST Un.^n imb »Uf*«I

Im Quarantänestall der Zierhandlung Ruhe in Alfeld begann meine Bekanntschaft mit dielen Giraffen und ihrem Fänger.

.Die wird man ein ZierfängerV fragte ich ben braunixrbranntcn. wohl fünhigi übrigen Mann. Er zündete seine Pfeife an. zwinkerte mit den gutmütigen, hellblauen Augen und sagte:

Hebung des BoUstums im Innern der Stei­gerung der virifchastlichen Orifhingtläblgfrit und der Milderung loyaler Miststände bient.

Als freie wissenschaftliche Organisation wird die Rotgemeinschaft sich weiter dieser Aufgabe auf der Grundlage widmen, bie sich in der nun- mehr siebenjährigen Zeit ihre» Bestehens her- ausgebildet hat. Das Gelingen hängt nicht allein von friedlicher Mitarbeit der For'cher. sondern nicht minder von förderlicher Antetl- nähme aller leitenden ftrdfe be» beutschen Bolles ab um deren Erhaltung sie auch im

technischer, medizinischer unb wirtschaftlicher Fra­gen nachzugehen, werden diele Arbeiten im ge­meinschaftlichen rianmäfugen Vorgehen von besten Forschern aus verschiedenen Forichungsgehieten und aus allen Zeilen Deutschland» burchge'ührt. Die von der Rrlgemeinschall angeregten Arbei­ten konnten z. B. auf den Gebieten der Metall- forichung. der Erforschung der Erdschichten, ber Sl rÖmungO'orichung. ber Wärmekraftmafchinen- forichung. in der cheoretischen und praktischen Medizin, in der Schädlingsbekämpfung unb Er- nährungsphyswlogie der P'lan.zen auf elektro­technischem und auf lusifahrttechiiischem Gebiet bereits zu Hoffnungsvellen Ergebnissen geführt werden, deren zu'ammenfafsenbe Würdigung späterer Zeit Vorbehalten bl.iben must, bie aber, wie schon jetzt übersehen t*rben kann, die auf- gcwandten Mittel reichlich aufwiegen. Die Fra- gen der Ltrahlensorschung nach der phyfikali'chen. meteorologischen und biologischen Richtung, die Fragen der Phtzllol>gie. der Leibesübungen unb andere grostc Fragenbereiche werden zum Gegen­stand neuer wichtiger Gemeinschaftsarbeiten.

Der Zusarnmensasfung unb Steigerung der ft täfle ber deutschen Wifsenschast bumt die Rot- gemeinfchaft auch durch bie Bereitstellung von Mitteln für Forschungserpediti o n e n unb Ausgrabungen. Die mit besten Erfol­gen heimgekchrte D.mtsche Atlantische &n*ebirwn | auf bem Forschung»- unb Dermessungsschiff .Meteor" ist auf Anregung unb unter Beteili­gung ber ^lotgemcinschast zustande^kornmen und von ihr ausgerüstet worben Eine Reihe von ber Rotgemeinschall unter ftüoter ckrpcbll ionen mit völkerkundlichen. klimatologischen. btvl?gi'Len unb archäologischen Au gaben dient der Ber i- cherung unb Beniefung der deutschen wissenschaft­lichen Arbeit auf unerschllttfenen Gebieten ber I allen unb neuen Dell. Indem die Rotgemein- ' schalt in- unb ausländische Unternehmungen der deutschen Alterrumswisfenschaft durch die 6r-

I möglidjung von Ausgrabung. fbrbert hat zur Erkenntnis früherer Döllerzusammei'hänge

I und damit zur Erkenntnis der Grunl lagen unserer I Kultur unb untere» eigenen DolkstumS betragen wollen. i3» sei hier befonber» an bie Durch-

I führung der früher begonnenen Aus Labung.n in Ephelu». Pergamon, Didyma. Tyrin». an die Ausgrabung be» römischen Tempelbe-irk» in

I Trier unb die Erforschung her Siedlungen auf bem Goldberg bei Rördlingen erinnert. Auf

I archäologischem Gebiet hat sich ferner bie Rot- Wendigkeit von GemeinschaflsauSgaben ergeben, wie sie auch in anderen geistesgefchichlli en Zo.-

I schungszweigen bald nicht abzuweisen sein wird.

Auslanosunternehmungen von der gekenn­zeichneten Art bienen gleichzeitig bem Ausbau ber durch den ftrieg schwer beeinträchtigten Gel­tung deutscher Msfenschall im Ausland, dellen sich bie Rotgemeinschaft bewuttt und. wie gesagt werden darf, nicht ohne Srsolg ange­nommen hat. Richt Im Sinne politischer Ein- I sluf;nähme und aufdringlicher ftulturpropaganda, sondern im Geiste friedlicher Annäherung unb I sreundschastlichen Austausche- hat sie Bezie- I Hungen mit den wissenschaftlichen ft reis en be» Auslandes ausgenommen. Die Beschaffung von I Auslandlileralur für Me deutschen wissenschaft­lichen Bibliotheken, die der Rotgemeinschall feit ihrer Gründung zugefallen ist. bat sie zur An- I knüpsung zahlreicher Tauschbeziehungen mit au»- I ländrlchen Stellen geführt.

Die Betätigung für Teutschlartd» wisscnlchafl- lichc Weltgeltung ist für die Rvtgemeinschaft eine I notwendige Ergänzung zu ber Arbeit bie bet

der Stirn, aber der Schädel de» von ftreth er­legten alten Bullen beweist, was die zoologische Wissenschaft von dem jungen G'.rasfenmädchen erwarten darf, wenn e» erst ausgewachsen ist.

Dieser Schädel, gewaltig grob, trägt mitten auf dem flachen Rasen dein einen ft.iochenhöcker von etwa 25 Zentimeter Erhöhung^ ein Horn, da» mit Fell überzogen dem lebenden Tier sicher einen grotesken Ausdruck gegeben haben

.Das dem einen seine Eule, ist bem andern seine Rachtigall". sagt da» Sprichwort und hat auch in diesem Fall wieder recht. Das Berliner Publikum freut fich über die Gäste au» dem nördlichen Afrika und - Betty ist ärgerlich.

Betty, die dunkelgefleckte .Weinblatt -Giraffe au» Massai-Land, die am 6. Mai 1926 in da» vom ftr-.eg her verwaiste Gehege einzog. Sie hatte einen fast unendlich großen Stall, ein ganze» Jahr lang, und jetzt trennt man ihr plötzlich die Hälfte davon durch eine Bretter- tranb ab Aergerlich ging sie mit langen Schritten hm und her. tat beleidigt gegen jebermann. aber schon am zweiten Tag konnte fit die Rea­gier nicht mehr bezähmen.

Wa» tat sie? Sie stellte die Borderiühe aus eine [eigenartige Erhöhung an jener Zrennung»- wand. reckte sich gewissermahen auf Zehen­spitzen ganz hoch auf unb erreicht so in fast vier Meter Höhe einen Spalt, durch den sie chren ftopf hindurchstccken konnte.

Wie muh sie sich gewundert haben, ober wa» dachte sie wohl, al» he da» kleine Detternpärchen au' der anderen Seite sah?

Im Sommer werden alle drei m Au»laus zulammen fpielen. und ber Han» muh sich bann entfcheiben für die kleine Liese oder für bie dunklere Schönheit, d.e leit einem Jahr einsam

Hälschen _

entzückende» Tier, schlank und schmal, mit einem groben ftinberföpschen; eine Reygiraffe. so ge­nannt. weil die braunen, glattlantigen Flecken ihres Stil» eng beieinander stehen und der weih- lich-gelbe Untergrund in schar'en. dünnen Linien netzartig hindurchschimmert Sie ist noch keine zwei Meter hoch, für Giraffen ein Zwerg- denn ausgewach'ene Bullen strecken sich auf fech» Meter

und nun .Erotik" Auch In .Erotik' werben Männlein unb Weiblein tüchtig durcheinander äerültelt. unb man hat das etwas peinliche 'riübl, bah Lernet-Holenia da» Rezept seiner .QUapvirida" nicht vergessen kann- infolge helfen haben feige dramatischen Luftfpiel-Menü» alle den gleichen Geschmack und da» Etikette ist nur eine wirkungsvolle, von genauer Publikums- kenntni» zeugende Derschlnerung be» Inhalts. Unter ber flotten Regie Fritz O be m a r » lern­ten die Frankfurter die .Ocettr fozufagen in Geschenkpackung kennen, um Hungen von Wi mer- Weisen. leicht parobierend. zum Schluh im Jazz sich au löfenb Das Ganze ballert auf Berwechf- lungen (bet Held ber Komödie trifft die Frau, bte er anbetet, in einer mißverstandenen Situation mit ihrer Freundin an) unb endet mit zwei bür» gerlichen Deriobungen. fern von aller Schwüle. Regie unb DarftcUung befeuerten bie ftoe modic. prächtig Georg Lengbach aj» Haupt- helb be» etnne». um ihn herum teils liebens­würdig amüsante, teils mondän raffinierte Weib­lichkeit. dar gestellt von Eäcilie Lhvovski. ftunbrt) Siewert unb Marcella Salzer. Da» gegenfpielerische Männertrio fand in Franz Schneider (Ehemann). Ben Spanier iDatcr) unb Horben Schiller (Bräutigam) wirkungsvolle Bertreter. Einen Sondererfolg Hollen fich Toni Impekoven al» herrschaft­licher Diener Mavrohöser und Mathilde Einzig als resolute alte Generalin. Der Beifall de» Publikum- zriate. dah es an ber eleganten Auf­machung O fallen fand unb sich so für ben In­halt nachsichtiger stimmen lieh. L W.

Giraffen reifen nach Berlin...

Don Paul Eipper.

Bor fast zwei Jahren reiste der Tierfänger ft reif* nach Abessinien unb drang mit zwei weihen Begleitern und einer ftararoanc Ein- heimilwer über die Hauptstadt südwestwärts in

Turn- und Gesangverein am gleichen Abend im cdxoonen" und der Arbeiter» cefangoerein Vorwärts" am zweiten ßf.erlag in der .Ambe" ab. wahrend der ft ctch »- kurzschristverein eine solche vor acht lagen m der ..Germania" halte Eine schlichte, eindrucks­volle Feier oenanfialwte bie kjasfia-Iugend- inannschast Lollar am Dan ner»i albend im

Zchwan,n". zu weicher auch eine grohere Zahl Mitglieder be: Veteranen- und ftr egerverein» er- -bienen wir en. In bem Vencht über die Ge- ieinderatss'tzung In ber Scm«tagnununer llnü vSr .chenllich die G e -n e i n be 0 e u e r be l r ä g < für den dritten und vierten fiunö 'unrichtig nxeb.-r- (.egeben worden, tf# rauh richtig beihen Der Ge- neinbefleuerzuschlag für da» Jahr 1V2H betragt für den ersten »unb 1" Mark, für den zweiten f)unb 16, für den dritten Hund 20 unb für ben werten

.Ganz einfach, man kommt in Alfeld auf die Welt! Alle gesunden Burschen dieser meiner Heimatstadt träumen davon, einmal für die Firma Ruhe in fremde Länder reifen zu dürfen.

In weitblickender Würdigung der Bedürfnisse der heutigen Forschung, die zugleich Bedürsnisse de» deutschen Dolle» unb seine» kulturellen unb wirifchalilichen Leben» sind, hat ba» Reich durch alljährliche Bewilligungen ber Rotgemein- fchaft eine umsasfenbe Tätigkeit für ihre Ziele ermöglich' Daneben sind ihr aus privaten Quellen vor allem durch ben Stillerverband der Rotgemeinschall. namhafte Beträge »uge- llofsen. Durch die Hilfe der von sübrenden Ge­lehrten des ganzen Xciteficbiet» gebildeten <jadj- aus'chülle und zahlreicher Sonderausschüsse ist es bem Prä'iUum der Rotgemrinschast möglich grtDorben aus allen Forschungsgebieten bie brin- I genden Rolwendigkeiten zu erkennen unb nach Abhllle zu streben. G» kann hier nicht im ein­zelnen autg.-führt werden wie durch Apparate und Materialien, durch Druckunterstützungen. Reife- und .Forichii^gvstipendien ber E'nzel- forfchung In allen Wiflenschasten durch bie Rot­gemeinschall gefördert wcrben ist- nur bestimnite. zugleich ,n die Zukunft weisende 2Uifgaben- gevleies seien Im folgenden bezeichnet.

Ihr besondere» Augenmerk hat bie Rot­gemeinschall von Ansang an ber Sicherung eines kiftu.xg»1dbigen wissenschaftlichen Rach- Wuchses zugewandt. Durch Fe richungsstipendten gegenwärtig etwa 470 - für bie Turch- führung bestimmter Fvrschungsausgal>en aus allen Wifsen'chaflsgebleten wird jungen Gelehrten die Möglichkeit geboten, sich ganz ber wis'enscha't- Itljen Arbeit zu widmen Auch ander« Bewilli- gungen der Rotgemeinschaft. Rlaterialzuwendun- grn Reisebelhillen und Druckunierstüvimgen. pi.nien vielllich dazu jünaeren fträften zur Mög. lichkeit wissenschaftlicher Arbeit unb gum wissen- schasillch^" Erfolge zu verhelfen

Im gröberen Rahmen erfolgt jetzt bte För­derung des wilfenschastlichen IlachN'uch'e« auf der Grundlage grober GemeinIch ast » - arbeiten im Bereiche der nationalen Wirt­schaft, der Bolksgelundheir unb des Bolkswvbls. Bestimmt zwilchen bei,achbarten Wissenfchalls-

Oberheffen.

Landkrtls Micfce*.

00 ftlein-Linden. 27 Dez. Vie Weih­nachtsfeier des hiesigen Männergesan«- verein« .Eintracht" sand am «oeiten Feier, landend im Saale des (tzasthaufes Jur deutschen Eiche" statt, din gut gespielter Zweiakter wurde von den Zuhörern dankbar aufgnommen. Männerchöre oon Beethoven, Sonnet u. a. geleitet von dem Di­rigenten Itritz Eurlh« «Äiesten), zeugten^ von guter Durchbildt^ng der 6ängeri*ir. Den t-chtust bildete die übliche Bertofung unb Lanz.

v Aliendors a. b. Lahn. 27. Dez Der hie­sige ft t r ch e n ch o r. ber erst im lch:en Jahre gegrünte! wurde, irug in bem Hauptgottesbienst am ersten Weihnachlstage lehr schön bie belben Ehöre vor ..E» ist ein Ros' entsprungen" unb .Komm! unb Iaht un» Ehristum ehren Abend» sand beim brennenden Shristbaum eine litur­gische Feier statt, bei welcher der Schülerchor ..Der Herr ist geboren" unb ..Gott zum Grust" lang. Der Gottesdienst wurde während der v e.er­läge von Psarrer ftalbhenn au» Groszen» Buseck versehen, ber jedesmal eine überau« wbl- reiche Gemeinde zu sei.ren Fühen sah. Am zweiten Weihnachtsabend veranstalte.e der die- lige Turnverein einen ©obigelungenen Theater­abend. Die beiden Stücke ..Au» Sibirien zurück" unb ..Um einen Bubikops" waren sehr gut ein- geübt unb esnteten reichen Beifall. Sämtliche Spieler gaben sich bie grollte Mühe, ihren Rollen gerecht zu werden. Der Turnte e>n kann mit Be­friedigung auf den Abend zurückolicken.