befindlichen Textilarbeiter der Kammgarnspinnerei Kaiserslautern hielten eine Versammlung ab, in der erklärt wurde, daß sie den Kampf bis zum erfolgreichen Ende durchführen wollen.
* Kabelwerk »Nassau" 21.«©. Die auf den 16. August nach Hatger (Dillkrers) einberufene Generalversammlung der Kabelwerk „Nassau" 21.-®. soll über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Zusammenlegung der 2lktien in einem von der Generalversammlung festzuseherrden Verhältnis Beschluß fassen, sowie über die 2Tb- änderung des Beschlusses der ordentlichen Generalversammlung vom 28. Mat 1926 betreffend Ausgabe von Vorzugsaktien.
• Zellstoff Waldhof. Von Mittwoch, 27. Juli, ab sind die Stammaktien der Zellstofffabrik Waldhof zu Mannheim-Waldhof in Ab- schlüssen von 3000 Mark und einem mehrfachen hiervon zum Dörsenterminhandel an der Kölner Börse zugelassen.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a.M., 28. Juli. Tendenz: schwächer. Nachdem im Vorbörsenverkehr von Bureau zu Bureau gegen die gestrigen Abendnotierungen festere Kurse genannt worden waren, eröffnete der amtliche Verkehr schwächer und sehr zurück- haltend^.Por allem befürchtete man eine Erhöhung des engi^chen Diskontsatzes. Zwar ist der Geld m a r k t am hiesigen Platze weiter entspannt, da nun auch Monatsgeld eine Erleichterung aufweist, doch steht man der zukünftigen Entwicklung des Geldmarktes teilweise sehr skeptisch gegenüber infolge der immer stärkeren Beanspruchung durch die Industrie. Enttäuscht ist man weiter über die Bezugsbedingungen. bei den Kapitalerhöhungen von Glanzstoff und Bemberg (Glanzstoff 5:1, Bemberg 4:1). Nach wie vor steht aber vor allem der fast völlige Mangel an Kundenaufträgen einer Besserung der Kurse entgegen. Es ergaben sich daher gegenüber den gestrigen Schlußnotierungen allgemein Abschwächungen bis zu 2 Prozent. Mannesma n n und Daimler gaben bis 2,5 Prozent nach. Heimische Anleihen neigten zur Schwäche. Anleiheablösung stark angeboten? Im weiteren Börsenverlaufe verstärkte sich die Abgabeneigung, und die Kurse gingen erneut zurück. Die Meldung, daß die englische Diskontrate unverändert belassen worden sei, übte keinen Einfluß aus. Auch der Schluß der Börse blieb schwach. Am Ge Idin a r k t stellte sich Tagesgeld auf 5,5 Prozent. Im internationalen Devisenverkehr konnte sich Paris gegen London leicht erholen auf 124,06. Madrid gegen London 28,48, Mailand 89,25. Die Reichsmark notierte gegen den Dollar 4,2040, gegen London 20,4175.
Berliner Börse.
Berlin, 28. Juli. Gegenüber dem heutigen Vormittatzsoerkehr mußte die Börse zum offiziellen Beginn eine Ueberraschung erleben. Die Bezugsrechtsbedingungen bei G l a n z ft o f f und B e m> berg enttäuschten die Spekulation, die angeblich sogar init einer Gratisaktie gerechnet hatte und veranlaßte in diesen beiden Werten stärkere Abgaben, wobei die Kurse sich 2 0 P r o z. unter Vorbörsentaxe stellten. Auch die übrigen Märkte wurden mitgezogen, zumal bei der herrschenden Geschäftsstille jedes herauskommende Material, nur zu weichenden Kursen Unterkunft findet. Geld ist zum morgigen Zahltag recht knapp: der Satz stellte sich für Tagesgeld auf 6 bis 7j Proz., für Monatsgeld auf 8 bis 9 Proz. Die Befürchtung einer Erhöhung des englischen Diskontsatzes ist nicht eingetreten. An den Effektenmärkten blieben S ch i f f a h r t s a k t i e n gut gehalten, auch B a nten weiter gut behauptet. Im übrigen traten Kursabschwächungen von 1 bis 2 Prozent ein. Relativ widerstandsfähig lagen Zell ft off.Waldhof und S p r i t w e r t e , ebenso Mitteldeutsche Credit. Der Monatsbericht dieses Institutes ist in den Hintergrund getreten, ebenso wie alle wirtschaftlichen Momente gegenüber der Situation am Geldmärkte verblassen. Heimisck)e Anleihen neigten zur Schwäche, besonders Neubesitz weiter nachgebend. Auslandrenten sehr still. Nach Festsetzung der ersten Kurse wurde die Tendenz etwas freundlicher und die Anfangskurse konnten vorübergehend gestreift werden, um sodann einer erneuten Abschwächung Platz zu machen. Spritwerte minus 4, Waldhof und Bemberg je minus 4, Glanzstoff minus 5 Prozent.
Berliitcr '*3roduktenbörse.
Berlin, 27. Juli. Die von den Auslandmärkten vorliegenden festeren Meldungen blieben hier fast gänzlich ohne Eindruck, da die günstige Witte- rung weiter anhält. Nach sofort lieferbarem Auslandweizen besteht seitens der Berliner und auch der Provinzmühlen Nachfrage, und im Zusammenhang hiermit vermochte sich auch Juliweizcn zu befestigen. Herbstweizen, der vom Inlande nach wie vor sehr spärlich angeboten ist, war auf Grund der besseren Wetterlage eine halbe Mark rückgängig. Juliroggen eröffnete 5 Mark schwächer, da stärkere Andienungen erwartet werden. Die Herbstsichten lagen gleichfalls etwa 1,50 Mark niedriger. Das Prooinzangebot blieb auch in Roggen gering. Es wird der Meinung Ausdruck verliehen, daß die Zufuhr für die nächste Zeit recht klein bleiben werde, weil das Anhalten des guten Wetters eine Zusam mendrängung aller Arbeiten bedingt. Die Roggen- mehlnachfrage ist gänzlich verschwunden. Auch Ent
gegenkommen der Abgeber vermochte die Kauflust nicht anzuregen. Weizenmehl blieb gleichfalls still. Hafer ist weiterhin knapp angeboten und bei steigenden Preisen gefragt. Bei Wintergerste versuchen die Käufer angesichts des schönen Wetters Konzessionen zu erlangen. Doch zeigen sich die Abgeber ziemlich unnachgiebig. Es notierten (1000 Kg.): Weizen, märkischer, Juli 298 bis 296,5, September 271,5, Oktober 270 (ruhig); Roggen, märkischer, 248 bis 250, Juli 245 bis 244,50, September 229,75 bis 230, Oktober 229,75 bis 230 (matt); Wintergerste und ,Futtergerste 198 bis 206 (matt); Hafer, märkischer, 264 bis 271 (beh.); Mais, La Plata 187 bis 188 (stetig); Raps 290 bis 295 (matt). Es wurden notiert (100 Kg.): Weizenmehl 35,50 bis 37,50 (ruhig); Roggenmehl 33,25 bis 35,25; Weizenkleie 13.75 (beh.); Roggenkleie 15,25 (beh.); Diktoriaerbjen 44 bis 58, kleine Erbsen 28 bis 32, Futtererbsen 22 bis 23, Peluschken 215 bis 235, Ackerbohnen 21 bis 23. Wicken 21 bis 24, Lupinen, blau, 14,75 bis 15,75, Lupinen, gelb, 15,75 bis 17,75, Rapskuchen 14,80 bis 15, Leinkuchen 21,25 bis 21,60, Trockenschnitzel 12,50 bis 13, Soyaschrot 19,50 bis 20.40. Kartoffelflocken 34 bis 35.
Frankfurter- Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 28. Süll Znlandweizen wurde heute zum ersten Male nicht mehr amtlich notiert, da zu Mahlzwecken keiner mehr gehandelt wird. Die kleinen Posten, die noch gehandelt werden, finden nur Aufnahme als Futter- weizen. Roggen neuer Ernte gab 0,50 Mk. im Preise gegen gestern nach. Mais ist etwas gefragt und fester, was zu einer Erhöhung der amtlichen Notierung um 0,25 Mk. Veranlassung gab. Die allgemeine Geschäftslage war recht ruhig. Es wurden notiert: Roggen (inl.) 24,50 Mark; Hafer (inl.) 25,50 bis 26; Hafer (ausl.) 23,50 bis 25,50; Mais (gelb) 19 bis 19,25; Weizenmehl (inl., Spezial 0) 39,50 bis 40; Roggenmehl 36,50 bis 36,75; Wcizeirkleie 13.75 bis 14 Mk. — Tendenz: Ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Juli. Auftrieb: 57 Rinder, 780 Kälber, 182 Schafe und 593 Schweine. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 80 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 73, geringe Kälber 60 bis 67; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 48 bis 53, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47; Schweine: vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 60 bis 62, voll- fleischige Schweine von ca. 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 60 bis 62, vollfleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 61 bis 63,
fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 60 bis 62. — Marktverlauf: Kälber und Schafe bei mäßig regem Handel ausverkauft. Schweine ruhig und fast geräumt.
Vüchertifch.
— Don dem bekannten, hier schon mehrfach besprochenen und zitierten Werk des Grafen Coudenhove-Kalergi: Paneuropa ist zum Preise von 1,90 Mk. jetzt auch eine ungekürzte Volksausgabe erschienen. (Pan-Europa- Derlag Wien. Hofburg, Marschallstiege. > 240
Briefkasten der Redaktion.
lRechtsgutachlen sind ohne Verbindlichkeit der
Schriftleitung.)
A. 15. Die Praxis darf nur mit Genehmigung des Vermieters ausgeübt werden. Im Halle der Zustimmung kann ein allgemeiner Zuschlag (kein sog. Gewerbezuschlag) erhoben werden. Das Anbringen von Schildern ist ebenfalls nur mit Genehmigung des Vermieters gestattet. In Streitfällen ist das ordentliche Gericht zuständig.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der »Radio-Umschau''.)
Freitag. 29. Juli.
13 bis 14 Uhr: Neue Schallvlatten. 16.30 bis 17.45 Uhr: „Von Freud' und Leid des Kindes". Vortrag von Lehrer Start Stricker. 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.30 Uhr: „Die Stunde Haus und Garten". 18.30 bis 19 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs. 19 bis 19.30 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene. 19.30 bis 19.50 Uhr: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.50 bis 20 Uhr: Film-Wochenschau. 20 Uhr: lieber- tragung aus dem Haydnsaal der Musikausstellung: Holländischer Volksgesang. Anschließend: Unterhaltungsmusik.
Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. B. Dr. Hans Thyriot.
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Bei Bradidüfd;üll. Diarrhöe end Oannkatarrb die unübertroffene, «erdauungt- regelnde, oft einzig bekömmlich» Nahrung.
Seit Jahrzehnten tausendfach bewährt tür Erwachsene u. Kinder.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
hinter ben Spieren anaelüWen 3iffern gebcn di- Hübe °cr zulcht belchwffencn Dividend- an. - 2i-ichsbanldis!°ni 6 Prozent. L°mb<-rd;mskch ? Prozent.
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Desal. ohne AuSlcs.-Rechten 7°/o ffrantf. Hnp.-Bt. Goldpf
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4% Schweiz. BundcSb.-Anl. 4°/o Oeftereichischc fflolbrtc.
4,2V/§ Oesterreich. Silberric . 4u/o Oesterreich, einbeitl. Rtc 4°/o Ungarische Wolbrtc
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147.25 ,
155
148.25
-
Berlin. 27 Juli.
1 Held
Brie'
Amerikanische Roten.....
Belgische Noten .......
Dänische Noten .......
Englische Noten .....
4.188
68,49
112,17
20.36
4.208
58,00
112,63
10.44
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Berlin. 27 Juli.
«elb
Brief
(trnntofifche Jloten ......
16.47
Holländische Noten.....
168,06
168^71
Italienische Noten......
22,8<
22,97
Norwegische Noten......
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108,67
Deutsch-Oefterr., i 100 Kronen
69,20
59,44
Rumänische Noten ...♦■•
2.582
2.552
Schwedische Noten......
112,25
112.71
Schweizcr'Noten.......
80,97
81,29
Spanische Noten.......
71,52
Tschechoslowakische Noten . .
12,455
12.515
Ungarische Noten ...
73,00
73,30
Telegraphische Auszahlung.
27. Juli.
28. Juli.
Amtliche Notierung
Amtliche Notieruna
Geld
Brier
Geld
1 Brief
81mst.-Rotk.
168,35
168,69
168,26
168,59
Buen.-AtreS
1,783
1.787
1,783
1,787
Brst.-Antw
58,405
58,525
58,39
68,61
Ehrifiianta
108,41
108,63
108,41
108.64
Kopenhage
112,40
112,62
112,37
112,59
Stockholm
112,53
112,75
112,51
112,73
Helstngfori
10,677
10,597
10,582
10,602
Italien. .
22,86
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Paris. . . .
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Konstantin.
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Athen. . .
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Canada
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Uruguay. -
Cairo - - -
4,156
20.398
4,164
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