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Nr. Drittes Blatt

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Gießener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Gberhessen)

Montag, 28. Sebruar 1927

Wirtschaft.

Süddeutscher Produktenmarkt.

Die Haltung der internationalen ©elreibemärfte uNir m der vorigen Woche schwach, was in ab- bröckelnden Stürzen zum Ausdruck kam Trog "der herabgesetzten Forderung der Weizeneigner oer mochte sich an keinem der gröberen 'Auslanddoricn- platzen ein G.schäst -u entwickeln Luch die lonn i-enialer. Zusch ^,'önder oerf)teilen sich weiierhiv zu- rückhaltend «r den deutschen Warften, also auch in den süddeutschen, pahic man sich der auskind, sthcn Tendenz an, um |o mehr, als bas Mehlgeschäft cettit klein war. Das Weizengeschäft für Handl! und Mühlen war äußerst minimal. In Roggen aturtK eine Kleinigkeit mehr aehaadelt, bei weichender. Preisen. Für Roggenmehl war etwas mehr Be barfsnad vorhanden An Auslandofferten lagen vor Manitoba 1 Februar Marz hfl 16,40, cif Rotterdam, Maniwba II Februar llilarz hfl. 15,95, cif Rotterdam, Manitoba I tough Februar März hfl. 15,85, cif Rotterdam u. Manitoba II tough Februar Mar; hfl. 15,25, cif Rotterdam, hardwin- trr U Marz hfl. 15, cif Rotterdam, Austrulwei-en Marz 14,90 hfl., trän-parkt Rotterdam, Saruffa 79 Aila Mälz Mai 29,75 bis Mk wagaanfrei Mannheim. Rafaft 79 Kilo Mär; hfl. 13,85, cif Rotterdam. Inlandweizen 29,15 bis 30 Mk., inl. Roggen 26,75 bis 27, ausl. 27,50, Weizenmehl, Epe. 1'01 0, 39,75, per Februar Mai, Weizcnbrotmehl 39,75 per Februar Mai. Auslandroggen 27,50. Rag. flenmel)! 36 bis 38,50, Gerste liegt das Geschäft auch diese Wache leblos. Lediglich beste Braugerste sand beschränkte Aufnahme. Braugerste 25,50 bis 31, Fultcrgerstc 20,50 bis 21,50. In Hafer mußten die Preise ebenfalls etwas nachgeben und konnte sich regeres Geschäft mangels Nachfrage nicht entwickeln. Man verlangte füddeutschen Hafer je nach Qualität 20 bis 21,50 Mk., Platahaser 22,25, Mais hatte nur laufenden Konsumabsatz und man bezahlte für bispon. Platamais 18,?5 m. E., Dirgina»Eaatmais 32,50 bis 33 mit Sack. Futtermittel kannten ihren Preisstand behaupten und ist die Tendenz für prompte Ware, insbesondere für die Müblennackv Produkte fest bei allerdings kleinen Umsätzen. Die hohen Forderungen werden nur bei dringendstem Bedarf bewilligt. Weizenkleic fern prompt 13,75 bis 14, Mörz 13,25, Weizenkleie prompt 14,25 bis 14,50, März 14, Weizenfuttermehl prompt 15,75, per März 15,25, Deizennochmehl 23 bis 23,50, je nach Ter- mm. Erdnußkuchen 21 bis 21,25. Rapskuchen 16,75 bl» 17.25, Malzkeime 16,50 bis 17, Biertreber 17,25 bl» 17,50, Trockenfchnitzel 11,75 bis 12

®örfenterfe.

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D t e amtliche Großhandelsindex- ziffer beziffert sich nach dem Stande vom 23. Fe­bruar auf 135,5. Gegenüber der Borwoche ist sie unverändert geblieben.

* 8 0 Millionen Mark Sparkassen- Anlagen in Hessen. In der Tagespreise ist schon wiederholt auf die günstige Entwicklung der Spareinlagen bei den deulichcn öffentlichen Spar, lasten hingewiesen worden. Auch bei den bessischen Sparkassen weisen die Spareinlagen eine stetige Zunahme auf. Waren am Ende des ersten Jahres nach der Inflation (1924) 13,7 Millionen Mark erreicht, so brachte das Jahr 1925 ungefähr den doppelten Zuwachs, nämlich eine Steigerung von 26 auf 39 Millionen. Das Jahr 1926 hat auch diese Zugangsziffer wieder übertroffen. Der Zuwachs de trug nämlich nicht weniger als 35 Millionen Mark. Damit stiegen die Spareinlagen Ende 1926 auf 74 Millionen Mark. Der erste Monat des Jahres 1927 stellt aber geradezu einen Rekord dar. Er brachte nämlich einen Zuwachs von rund 5i Rill. Mark, so daß Ende Januar 1927 die Summe von rund 80 Millionen Mark erreicht wurde, hiervon entfallen auf die vier großen städtischen Spar­kassen (Darmstadt, Mainz. Offenbach, _ Dorms) rund 28 Millionen, auf die übrigen Sparkassen rund 52 Millionen Mark.

Um die westdeutsche Fußballmeisterschaft.

Kurhessen"-Kassel schlägt 5. C. Hagen in (Biehen 3:1.

i- Kür dieses erbe Meisterschaft»- 1 ressen der BezirkSmeister von Hes­sen-Hovnover und Südtvestsalen hatte ter Ftchballaaslchuh vom Westdeutschen Lpie'.- verband als Xampfftät.c ben Gießener Waldsporkplatz gewählt Infolge der in der Vorwoche und besonders um Ccnntag mor­gen. fvwie kurz vor dem (Spiel reichlich starken Dederfchla 7en entsprach die Brfchaftenhen de» Spielfeldes nicht ganz den Erwartungen. Sanner- bin bot d e Oefamtanlage ein prächtige- Bild, bai saft imposant zu nennen war. al» etwa 1 2 00 Zuschau er die Icbtllo» hergerichteten Ter raffen und Stehplöhe ft-l'en. 3m Ikrb&linte ju den Züschauermaflen dle derartige Spick xn anderen Städter, gleicher Drbße anlocken, ist diese T ?iuth»8tffer al» recht nlehn 3 zu be,e chnen (Stehen ist eben noch keine Sport st ad. Das Publi­kum toar ganz unüDTeingenommcn und belohnte bie Leistungen beider Akannschaflen mit gleich­starkem Beifall. Sein stet- torrclte» Verhallen bewies e» am bellen bei den nicht immer ein- toanf freien Ent cheidungen des Schiedsrichter» L 0 h r e y - Kassel, her im allgemeinen wenig be­friedigen konnte.

Punkt S Uhr standen sich die Mannschaften fertig zum Kamps Gegerrüber So irrteref(ant und spannend

bet 6l>ielberlauf

ton Anfang dis zu Ende war, so sehUe chm doch, bis auf wenig? Ausnahmen, die Würze der hinreißenden Momente und begcificmhen Augenblicke. Auch in technischer Beziehung wurde allzu Hervorragendes nicht geleistet- beide De- ztrksmcistcr fteL'ten ihr Spie! ganz auf Lore­machen und Sieg ein und kämpften um diesen unter Entfaltung aller Energie und Aufbietung der ganzen Kraft LS war eben ein typisches Dunktespiel, in dem die Wucht deS Kampfe» den Zuschauer für die fehlenden Feinheiten ent­schädigte Das Spiel selbst zerfiel in zwei Phasen, die sich zeitlich mit den beiden Halbzeiten decken. Hagen überraschte in der ersten Spielhälstc durch sein sehr genaues Zuspiel, durch da- e» wäh­rend dieser Zeit das Feld beherrschte Auch waren die Südwestfalen stets viel eher am Ball als ihr Gegner und zeigten bei allen Kampfhand- lungen eine Energie und einen Eifer, die einen festen Siegeswillen erkennen ließen Aach dem Wechsel fiel jedoch Hagen in demselben Maße ab. wie . Kurheffea" Kassel auskam. Die Frage, ob ersteres Ursache und letzteres Wirkung war, oder umgekehrt, muß offen gelassen werden.

Kassel hat Anstoß und kommt sofort vor Hagens Tor, ohne jedoch ernstlich gefährlich zu werden Hagen übernimmt das Kommando, fein Sturm zieht in flüssiger Kombination immer wieder nach vorne und zwingt Kassels Hinter­mannschaft zur Hergabe ihres ganzen Könnens. Während Hagens Säufer ihren Sturm tatkräftig unterstützen, kommt Kassels Läuferreihe durch äleberlastung nicht zmn Aufbau. Der Sturm der Kurhessen" beschränkt sich lediglich auf Durch­brüche. wobei sich Weber und Paul als ge­fährlich erweisen, während der bekannte Durch­reißer Kreß vom gegnerischen Läufer saft immer gehalten wird. Ein geschlossenes Borgehen deS Kasseler Sturntes ist nur sehr selten zu sehen. Ander» bei Hagen, bei dem tadellose» Zu- fammenarbeiten aller Wannschaftsteile zu sehen ist. Aach 20 Minuten geht Hagen in Führung. Linksaußen war mit einer Vorlage davongegan­gen. ein kurzer Paß zu Halblinks, von diesem in uneigennütziger Weise noch zum Halbrechten, der unhaltbar einsendet. 1:0 für Hagen. Kassel geht etwa« au» sich heraus und drückt auf den Aus­gleich: Siebert und Paul verpassen jedoch in aussichtsreichster Stellung die günstigsten Ge­legenheiten. Andererseits versucht Hagen den Dorlprung zu vergrößern und fetzt sich oft minutenlang in Kassels Strafraum fest feine

Verteidiger über der 2Etnriiime stehend Anstatt zu schießen. wird Heber 1 nmbination, ge:rieben, so nahrtugenbe Erfolge lebst vereitelnd V.'i einem Eckeiwerhältnis von 2: 1 und dem Torverhältnis 1-0 für den Südwesrfalenrneister werden die Leiten gewechselt

Aach Wiederbeginn tontmt Hagen wieder in schön vorgetragenem 2tngr.H nach vorne, kann fteb aber gegen die da iw ischenf ährende ..Rur- Hessen -Verteidigung nicht durchsetzen, zumal sein Sturm den erfolgbnngcnbcn Schuß nermü'en läßt. Auf der anderen Seile zeix-t ab r auch Kassel, daß eS m:t seinen Kräften dausgehalten hat. und durchaus noch nicht gcwil.lt ist. f;co ge­schlagen zu Mennen. Bei einem Durchbruch von Kreß nimmt Weber dessen Flanke auf und erzielt durch Vombenschuß das Ausgleiche- ter 1.-1. Hagen rtihnnicri ..AblettS". ob mit oder ohne Recht, wußte der ziemlich entfernt stehende Schiedtrichter wohl felfrt nicht Durch feinen Erfolg angespornt, dreht,^kurhe«fcn- mäch­tig auf und erzielt schon kaum nach 5 Minuten aus feinem (Gedränge heran» den '.weiten Tref­fer. 2:1 für Kassel Hagen läßt sich ob fr.re» Mißgeschick keineswegs entmutigen und schallet noch mal alle Gänge ein. Für kurze Zeit wird K. in feine Hälfte zuruckgedrönak und muh zahlreich verteidigen Tatsächlich kommt Hagen au einem zweiten Tor, das jedoch vom Schieds- r.chter wegen Abseits nicht anerkannt wird. Von diesem Zeitpunkt an verlieren die Westfalen den Mut und lassen chre Leistungen stark nach. Der De; rk»meister von Hessen-Hannover kommt 'immer mehr auf, bevorzugt nun vornehmlich die in der ersten Halbzeit ganz vernachläsltgten Flü­gel. wodurch seine Angriff-alt:on<-n bedeutend an Durchschlagskraft und Gefährlichkeit gewin­nen. Sein Spiel wirb überhaupt system- und planvoller Während Hagens Vertechigung sich noch ganz verzwe.jelt wehrt und mu verbissener Energie das knappe Resultat zu halten versucht, beul die Läuferreihe merklich ab. Auch der Sturm kann sich nicht mehr finden. K. wird stark überlegen, ohne jedoch etwa Hagen ein* schnüren zu können. Hagens junger Tormann erweist sich in dieser Periode als der beste Spieler seiner Mannschaft. Von ihm können wohl so ziemlich olle Torwärter des Bezirks noch etwas lernen. 21 ur Kassel» Schustkanone Weber gelang e» noch einmal, einen unhalt­baren CAufi anzubringen, so das TteluTtat auf

3:1 für Kurhessen

stellend, an dem dann auch bis zum Sck-Iußpfiff trotz beiderseitigem Bemühen nichts mehr geändert wurde. Der Vertreter unserem Heimalbesirfes hat hiermit die ersten Punkte beim Komps um die Westdeutsche" für sich buchen können. Hoffen wir, das es ihm noch des öfteren gelingen möge.

Der Eindruck von beiden Mannschaften läßt sich wie folgt festlegen: Beide Mannschaften waren sich im Stärfeverhöltnis gleichwertig. Wäfr renb bei 4) a g e n aus der sonst ziemlich gleichmäßig besetzten Elf der Tormann hcroorragte, reichte der linke Lauser mit seinem Können an das seiner Mitspieler nicht heran. Erst als Linksaußen t>er schaffte er sich Geltung. Alle übrigen einschl. des körperlich schwachen, aber technisch blendenden rechten Läufers waren gleich gut. BeiKur. Hessen" zeigte sich der Tormann im Verhältnis zu seinem Gegenüber als recht unsicher. Ätis Ber teidigung und Läuferreihe hob sich der Mittellänser durch feine Ruhe, zu der sich später lleberlegung ge­sellte, merklich ab. Seine beiden Rebenleule zeigte» nichts besonderes. Im Sturm waren Paul und Weber die treibenden Kräfte, zu denen in brr Zweiten Hllldzeit noch Kreß als Dränger kam. Im allgemeinen wurde beiderseits fair gespielt.

Roch eins muß anerkannt werden: B. f. B. hat bei diesem Spiel wieder erneut bewiesen, daß er organisieren kann: dies bestätigt ber vollkommen reibungslose Verlauf des Ganzen.

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26. Sehr.

28 Fedr.

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ndcnz: Un- ende verlief reträchtliches 16 das Pu- ortrat. Die n a p p u n g Abgaben, so

daß die Gesamchaltuug überwiegend schwach war. Gehalten blieben lediglich Siemens & öalsfe (plus 0,25 Prozent Anfangsgewmn), AEG. und Deutsch-Lur Schwach lagen Schiffahrts aktien, Hapag minus 4,5 Proz. Am Montanmarkt oerloren Mannesmann 4,5, Phönix 3, Harpener 4 Proz. I. G. Farben verkehrten schwankend und setzten 3 Proz. schwächer ein Die Konzern werte Rheinftahl und Riebeck-Moman waren in gleichem Ausmaße gedrückt. Am Bankaktienmarkt verloren Darmstädter 6, Commerz 3,75, Deutsche 3,25 Prozent. Elektcooktien überwiegend nie­driger: Felten minus 3, Licht und Strait minus 3, Schuckcrr minus 5 Pro). Von Zellstoffaktien büßten Aschaffenburg 2 Proz. ein. Relativ gut ge­halten lag die M e t a 11 b a n t a r u p p e. Dagegen Scheideanstalt minus 2 Proz. Auto und Ma- schinenaktien etwa 1 Proz. niedriger Der Anleihemarkt war lehr still und ichwacher. Anleiheablösung 25,90, Schutzgebiet 13,5. Der Geldmarkt war infolge des Ultimos und des bevorstehenden Zahltages außerordentlich ange- ipannt. Tagesgeld erhöhte sich auf 7\ bis 8 Proz, Monatsgeld 5k bis 7j Pro). Wechsel unanbringlid). Warenwechsel 4j, Privatdiskonten 4! Prozent.

Berliner Borie.

Verl iw 28. Sehr. Die neue Dorf en w oche begann in schwacher Tendenz, da amGeld- markt eine außerordentlich starke An­spannung eintrat und das Rheinland infolge des heutigen Feiertages dem Markte vollständtg fernbltefr Es herrschte infolgedessen Abgabe- ntigurg vor' auch die Prämiencrllärungen brach­ten verschiedenes Material heraus Die erftm amtlichen Kurfe zeigten gegenüber dem Schluß­niveau der SamStagbörfe Rückgänge von 2 bis 4 Proz. Eine Ausnahme machten Schultheiß- Ostwerkc. die recht freundlich verkehrt en. @ute Meinung bestand außerdem für Elektro- aktien für die die Ausführungen des Ge­heunrats Deutsch auf der heutigen General- Versammlung der AEG. über die günstigen Aus­sichten in der Elektroindustrie anregten. Von dem Interesse für Elektrowerte ging später eine allgemeine Erholung ber Effekten- märlle aus. zumal auch die Ansicht auf!am, bat* am Geldmärkte in Kürze wieder eine fühlbare Erleichterung Plan greifen werde, da bekanntlich heute Stichtag der Zweimonatsbilanzen der Großbanken ist, der ihnen einige Zurück­haltung auferlegt Tagesgeld stellte sich auf 7 bis 9 Proz.. den höchsten Satz in diesem Fahre.

Frank surtcr Gctrcidcvörsc.

F r a n f f u r t a. M . 28. Zebr Es wurden noiieti: Weizen Wetterauer 2t .25. Avggen in- landiicher 27. &ommcrgerfte für Brauztrecke 25 b'S 2d Haier inländ 21.75 bi» 22.50 Mai» gelb) 18.50. We,zen:ncbl. inlänb. Spezial 0 40 bi» 40.50, Aoggenmestl 37,75 biS 3825. Wetzen» fleie 14 bi» 14 25 Noagenleie 14 25 bi» 14.50 Erfreu 35 bis 60. Linsen 50 bi# 80. Heu. füb- beutlete*. gut trocken 9 bis 1025. unh

Aoggensteoh 4 25 bi» 4 5? ck»cbunb 3.25 bis 4. Treber getrocknet 17 bi» 1725. Tenbem ruhig

vVÄiithirter Ecftlachkvicb«arLt.

Jranlfurt a. M 28 Sehr. Aut dem heutigen Schlachtvtehmarft waren aufgetrieben Amber UtO Stück' darunter Achsen 214. Bullen h6. Küste 594. Zärsen 247; Kälber 473 Schafe 116. Schweine 5032 Rinder. Odilen voll- flcisci ige, audgemäftctc höchsten Schlachnoert» fleischige jüngere 50 bi# 54. sieifchig^' 44 bis 49 Nullen ,unsere, vollfleischige, höchsten Schlacht- wert# 54 bi» 57. sonstige vollfleischige ober au»- ?emäftetc 48 bis 53. Äühc: jüngere, vvllfletfchsgc r^ten SchlacktwertH 47 bi# 53 sonstige volt- fleite ifle ober au»', 32 bis 39; gering genährte 25 bt» 31. Färsen? vollfteiscs ige, ai.sgeinästeie. höchste» Schlachtwerl» 58 bis 64 vollfleisch 52 bis 57. fleisch 44 bis 51

-Halber: Beste Mast- und Saugkälber 68 biS 73. mittlere Mast- und Saugkälber 58 bi» 67. geringe Kälber 56 bi» 57 Schafe: Mast- iämmer unh jüngere Maf.hämmel lWeidemaftf 53 bi» 55. mittlere Mastlämmer, ältere Mast- hämmei und gut genährte Schale 45 bis 48. Schweine Fettschwein, über 300 Pfund Lebendgewicht r2 bi» 61. voltfleischige Schweine von ca. 240 bi» 300 Pfund Lebenogewicht 62 bi# 64. von ca. 200 bi# 240 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65. von ca. 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 62 b:S 64. fleischige Schweine von ca. 120 bi» 160 Pfund Lebendgewicht 58 bi» 61. Satten 55 biS 58 Akk. Marktverlauf: Atnder bei mäßig regem. Schafe be; langsamem Geschäft ge­räumt. 3n Schweinen schleppender Handel und tieberftanb

Erweitertes Schöffengericht Gießen, t Verspätet emgegangenj

* (8 i e b e n. 23. Jebr. Der Vürgenneifter M. von L hatte sich wegen verschiedener' Verbrechen und Vergehen imzürne zu txrrantworten Er ist zunächst zweier Amt-unterschlagrmgen beschul­digt. Gr bat im Jahre 1925 eine Summe von etwa 300 Ulf., die er an Ltaudgeldern für die Deutelnde veremnahmt hatte, für sich verwendet desgleichen im Jahre 1924 fast 400 Ml. die au» einer Sammlung für die durch die Separa­tisten Veschädigten des besetzten Gebietes ber* rührten. Sodann soll er sich de» Betruges zum Aachteil der Gemeinde dadurch schuldig aemacht haben, daß er sich al» Bezieher von LoSholz in die Losholzllste eingetragen hat, ohne ein Recht auf Bezug von LoSholz zu haben. Endlich ist er angeklagt beim Volksentscheid 10 Wahl­scheine fälschlich angefertigt und nach Abschluß der Wahlliste noch nachträglich eine Fran als stimmberechtigt eingetragen zu haben, auch soll er in einem Meybrief Unterschriften al« in feiner Vegenwart vollzogen beglaubigt haben, trotzdem dies nicht der Fall war.

Die sehr eingehende und umfangreiche Be­weisaufnahme bestätigte die Anklagepuntte in der Hauptsache al« richtig. Sie gab dem Vor­sitzenden mehrfach Veranlassung, feine Verwun­derung über das Verhalten de# Bürgermeister# anSzusprechen. In dem ersten Falle der Unter- schlagung hat der Angellagte. als er von dem Gemeinderat zur Ablieferung de» Geldes ge­drängt wurde, sich das Geld anderwärts geliehen, er hat diese Schuld aber trotz Mahnung erst nach etwa 6 Monaten getilgt. 3m zweiten Falle können die näheren Umstände der Geldfamm- lung nicht vollständig ausgellärt werden, fest steht nur, daß er seiner vorgesetzten Behörde inehrfach berichtet hat. da» gesammelte Geld sei an die Bezirtslasfe bzw. die Girozentrale in Darmstadt abgeliefert worden Diese Berichte waren, wie der Angeklagte heute zugab. falsch Der Staatsanwalt beantragte nach längeren Ausführungen Verurteilung zu 7 Monaten 14 Tagen Gefängnis und weiter die Unfähigkeit zur Beklci- düng öffentlicher 'Ziemter oilszusprechen. Wegen der zweiten Unterschlagung tonne heute eine Verurtei­lung nicht eintreten. die oadje müsse abgetrennt und noch weitere Ermittelungen ungestellt werden. In dem Belrugssall könne dem 2lngeHegten eine be- trügerische Äbsicht nicht nachgewiesen werden. Die Unterfd)rift5beglaubigung habe er nicht als Ortsge­richtsoorsteher, sondern als Bürgermesster, also nicht innerhalb seiner Zuständigkeit, vorgenommen. In diesen beiden Fällen stelle er dem Gericht die Frei­sprechung des Angeklagten anheim. Der Verteidiger beantragte Freisprechung in allen Punkten.

Das Gericht schloß sich nach längerer Beratung den Ausführungen des Staatsanwaltes in alten Punkten an und erlaimte auf eine Gesamtstrafe von 3 Monaten 3 Wochen Gefängnis, außer­dem sprach es die Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von 3 Jahren aus. Der Angeklagte habe durch sein Berhalteu gezeigt daß er weder sachlich noch nioruHld) den Anforderungen seines verantwortungsvollen 'Amtes gerecht zu werden vermöge.

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vom Starkstrom getötet.

Frankfurt a. M. 28. Februar. <LSR. Drahtbericht.s In dem oberhesfüchen Orte Höchst a. ö. R i b be r war ein Elektrotechniker mit Repara­turarbeiten bei dem Landwirt und Dreschmafchinen- besitzer - e 11 h e i m beschäftigt. Äaum halte er den reparierten Anlasser zum Starkstrom berührt, als er vom Schlag getroffen tot vor der Schaltung niedersant. Als der Landwirt -ellhetm kurz nach dem Unfall der Polizeibehörde den Hergang zeigen wollte und ihm mitgeteilt wor­den war, daß der Strom abgestellt sei, berührte er ebenfalls den Anlasser, wurde aber ebenfalls 00m Strom getroffen und fiel tot zur Erde. Die Ursache des schweren Unglücks konnte noch nicht aufgeklärt werden