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t a g des Kreises Wetzlar beschloß in seiner jüngsten Sitzung, Aum Zwecke eine- den modernen BerkehrSbedürfnissen entsprechenden Ausbaues des Kreisstraßennetzes eine Anleihe in Höhe von 1 520 000 Mk aufzunehmen. Mit dieser Lumme wird eine Strecke von 104 Kilometer Kreisstraßen mit modernem Deckenbelag versehen, und -war kommen in Frage Kleinpflaster,

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WER. Frankfurt a. M., 26. Febr. Der bekannte Frankfurter Börsenmakler Theodor K i l p. der sich namentlich auf dem Anleihemärkte betätigte und scheinbar durch den letzten außerordentlichen Sturz der deutschen AblbsungSschuldonleihen grobe Derlusle erlitten hat. hat sich in der vergangenen Rächt in seiner Wohnung erschossen. Derbindlichkeiten in hie­sigen Borsenkretsen sollen, wie wir erfahren, nicht bestehen.

muh seine Grundstücke gegen das lieberwuchern stützen. Häufig wird eS von Schülern besorgt, die dann auS Freude große Feuer anlegen, dencn Sanze Reihen von Hecken zum Opfer fallen. Aus 'rünben des Vogelschutzes sollte man dos unnötige Abbrcnnen vermeiden. Denn diese Hecken sind ein Eldorado für unsere Singvögel, die hier in groben Scharen ihre Rist- Plätze haben.

l E l e e b e r g. 26. Febr Bei der gestri­gen Ruh- und Brennhol-versteig«- rung der Obcrsörslerci Brandoverndorf. die sehr stark besucht war wurden ziemlich hohe Preise - die Rachfrage nach

neuerer Zeit verwendet man mehr und mehr den Tuffstein als weit aesundercs Bau­material. Doch haben bi? Bau lustigen hier oben au£ kleine Vorteile, die darin bestehen daß des Bauholz nicht so weit geholt zu werden braucht, unb bah es sich etwa- billiger stellt, als in dicht bevölkerten Gegenden Die B a u - tätigkeit leidet aber doch sehr unter den Transportfchviertgkeiten unb cS ist leicht zu verstehen, dah sich die Orte wie Ulrichstein. Feldlrücken.

Helpershain Stumpertenrod, Ober-Seibertenrod

verteuert natürlich das Bauen sehr, denn bei einer Entfernung von 16 Kilometer bi« zur Station kann ein Fuhrmann in einem Tag nur eine Fahrt unternehmen, unb bube: werden d.e Tiere noch lehr angestrengt, denn die Straße steigt andauernd. 3n früheren Jahren hat man ^üui g Basalt xum Bauen verwendet, den man ia hier oben nicht weit zu holen braucht. In

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und andere nach einer bestcren Zeit sehnen, in der sie nicht mehr unter den Transport- u. Der- kehrsschwierigkeiten zu leiden baden. Eine schöne Sitte besteht noch in den Dörfern des oberen Vogelsberges Wenn ein Ortsbewohner bauen will, so leistet ihm jeder Pterdebesitzer. trenn er es irgend möglich machen kann, einige Bau- führten u m s o n st. Dadurch werden immer­hin. ic nach der Entfernung, mehrere Hundert Mark an Fuhrlohn gespart. - Diese- Jahr meint es der Winter hier oben recht gut. In den höheren Lagen liegt der Schnee seit Rovember. Im Obcrwald konnten, da der Schnee stellenweise bis zu einem Meter hoch liegt, bisher die nötigen Holzhauerarbei- ten noch nicht ausgeführt werden. Hof­fentlich bringt die jetzt eingetretene milde Wit­terung bald den Schnee zum Weichen, damit die Holzhauer auch zu ihrem Recht

dakteur Drömert (Darmstadt), der über .Wirtschaftspolitische Fragen im Reich und in. Hessen' sprach. Be'ondcrs verbreitete er sich über die hessische Steuerpolitik Unter allseitigem Beifall nahm er Stellung gegen die Beamtenwarenversorgung, zumal die Debewa zu einem erheblichen Teil mir "aus- ländischem Privarkapltal durchsetzt sei. Politisch setzte er sich vor allem mit der Wirttchaftspartei auseinander. In der Aussprache kamen Redner der verschiedensten Berufe unb Parteien zum Wort. Interessant waren besonders die Aussiih- rungen eines höheren Steuerbeamten. Reg.-Rat Schmidt vom Finanzamt Friedberg, der aus seiner Praxis erschütternde Beispiele von der Steuernoi der unverschuldet Verarmten gab und die Forderung erhob, die Realsteuern in ein erträgliches Verhältnis 6uv Einkommensteuer zu bringen. Ltadtv. Röhler führte au», das, der Mittelstand nur durch Stärkung der Konsumkraft der breiten Massen gehoben werden könne Er wünscht die Sonderst ^uer durch eine Mietsteuer erlebt. Kaufmann Rickel appellierte an den Finanzminister. doS angekündigte Sparprogramm auch wirklich durchzuiühren. Rotar Stahl ver- spricht sich eine Milderung der wirtschaftlichen Rot vom Einheitsstaat. Seine Ansicht, dah der Einheitsstaat auS wirtschaftlichen und steuer­politischen Erwägungen heraus eine Notwendig­keit sei, fand einmütigen Widerhall in der ge­samten Versammlung von den Vertretern aller Parteien. 3m Schlußwort ging der Redner auf alle Fragen und Anregungen ein. dabei aus- führend. dah es Aufgabe der Mittelstandsparteien sei, die wirtschaftspolitischen. Fragen eingehend Au erörtern; für die Einführung eines Miet­katasters konnte er sich nicht erwärmen

Arcte Schotten.

- - Gedern, 26. Febr. Da« hiesige Krankenhau- wurde von den Gemein­den des Bezirks übernommen und damit auf eine breitere finanzielle Grundlage gestellt. Man verspricht sich von dieser Mah- nahme eine günstige Weiterentwickelung der Anstalt. - Die Konsum - unb Einkaufs- W C/ln 1 0 u n 9 hielt blefcr Tage ihre ordent­liche Generalversammlung ob. Der Warenumsatz im abgelausenen Geschäftsjahr beziffert sich auf rd. 42 000 Mk. Für 1926 soll keine Dividende gewährt werden, dagegen sott für daS laufende Geschäftsjahr (ab 1. März d 3.) an dessen schlich eine Warendividende zur Verteilung kom­men. Die Anteile der Mitglieder sotten mit 6 Proz. verzinst werden. Bei der gestrigen Brennholzversteigeruna wurden im Durchschnitt bezahlt: Buchcnlchett 1. Kl 12 bis 13 Mk je Raummeter. 2. Kl. 10 Ml. Vuchen- knüpvel 8 Mk. Ein Teil des HolAcs wurde nicht abgeseht. Die zunehmende Umstellung aus Koh­len- und Brikettbrand dürfte die Ursache der geringeren Rachfrage nach Brennholz sein.

... Köddingon. 26. Febr. 3n dieser Woche tauchten hier zwei Gauner auf. Sie besuch­ten nur einige Häuser, in denen fronte Leute waren, und gaben vor. im Auftrage cinei bekannten Homöopathen zu kommen, um nach den Kranken zu sehen. Während sie hier mit ihren Schwindeleien keinen Erfolg hat­ten, sollen sie im benachbarten Groh-Felda einer Frau, der sie ein gefälschtes Re­zept schrieben, den Betrag von 6 Mark ab- geschwindelt haben. Die beiden Burschen wurden später festgenommen unb In das Gefängnis in Ulrichstein eingeliefert

L Ulrichstein, 26. Febr. Welche Schwie­rigkeiten da- Bauen bereitet, merken die weit von bet Dahn abgelegenen Orte b e 8 DogelSbergeS ganz besonders. 3etzt sieht man täglich schwerbeladene Fuhrwerke mit Baumaterial die Ohmstrahe herausfahren. Die Baumaterialien müssen in Mücke oder an einer anderen Station mit Wagen geholt werden. Das

= Ruppertenrod. 26. Febr. gestrigen Holzversteigerung au« . ... herrlich Riedesclschen Waldungen in hiesiger Ge­markung wurden Preise erzielt, die sich in Tarif- höhe bewegten. Bezahlt wurden für Buchenscheiter 11 bi« 12 Mk.. Knüppel 6 bis 7 'M. Stöcke 4 bis 4,80 Mk. und Reisig 1.20 biS 1.30 Mk. pro 2lm. ES war großes Angebot, dagegen herrschte geringe Kauflust, so daß ein Teil des Holze» unoerlauh blieb.

L Ober-Ohmen, 26. Febr Ueber die Höhen und an den Abhängen unserer Berge hin ziehen sich lange H e d e n. 3m Frühjahr wer­den diese von den Grundbesitzern In Brand ge­steckt, um da- Ueberwuchern auf die benachbarten Grundstücke zu verhüten. An trodenen Tagen kann man abends die Feuer auf den benachbarten Höhen lodern sehen. Wenn daS Abbrennen in mäßigen Grenzen gehalten wird, ist wohl nichts dagegen einzuwenden, denn der Landwirt

asphaltgebundene Schotter unb Bitumen-Ober- slächenbehandlung. Die Höchstlebensdauer wird auf 25 3ahre. die Mindestleben-dauer aus zehn 3ahre bemessen. Die Anleihe soll in 25 Jahren getilgt fein. Zu gleicher Feit übernimm! die Rheinprovinz im Streife Wetzlar weitere Strahen- bouten, die nut obigem Betrag zusammen einen Wen von 2 300 000 Mk. erreichen. Da auch die Stadt Weylar in großzügigster Weise an der Vervollkommnung ihre« Straßennetzes arbeitet, ist zu hoffen, daß der Zustand der Straßen im Streife bald allgemein weit über das übliche Riveau hinau- flut sein wird Eine kürzlich hier weilende Regierungskoinmistivn aus Koblenz stellte fest, daß nächst Koblenz in Weylar das Oeffentliche Arbeitsamt am schlech­testen untergeoracht ist. 3n feiner letzten Sitzung beschloß daher der Kreistag, der Errichtung eines ArbeitsnachweiSgebäudes zu­zustimmen und bewilligte für bte'en Zweck 60 000 Mark. Mit dem Bau soll sofort begonnen werden.

A Krofdorf, 26. Febr. Die alljährliche Nutzholzversteigcrung der 0 b e r f o r ft e- rei Krofdorf fand hier bei starker Beteiligung von Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung statt. Für den Festmeter B.ichenstamm- holz, bas in größeren Mengen zum Ausaedot kam, wurden im Durchschnitt in den höheren Klassen bis Su 40 Mark bezahlt, während für geringere Klassen 11 bis 35 Mark pro iteftmcicr geboten wurden. Eichenstammholz kam aus 50 bis 60 Mark pro Festmeter in mittleren Klassen. Eichenschichtnutzholz. 2 Meier lang, 10 bis 12 Mark pro Rm. Für Fichtenderbstangen 1., 2. und 3. Klasse wurden bei geringer Kauflust 14, 11 und 9 Mark pro 10 Stück geboten.

O Riedcrkleen. 26. Febr. Die Grippe und die Mumps, die in bet hiesiaen Gemeinde beide sehr stark verbreitet waren, sind im 21 b - flauen begriffen. Der Unterricht In der vor­übergehend geschloffenen Schule konnte dieser Tage wieder ausgenommen werden. Die Krankheiten nahmen bisher einen verhältnismäßig guten Ver­lauf. Rur ein Todesfall an der Grippe ist zu beklagen.

L Oberkleen, 26. Febr. Unser nur 544 Einwohner zählender Ort hat zwei Spar­kassen. Rachdem die Dorschuß- und Ärebitlaffe vor einigen Tagen ihre diesjährige General­versammlung abgehalten hatte, fand jetzt die Hauptversammlung der Spar- und Leih- kasse statt. Vorsitzender Röhr ich erstattete den Geschäftsbericht, worauf dem Vorstand Ent­lastung erteilt wurde. Don dem zunehmenden Sparsinn der Landbevölkerung zeigten die wesent­lichen Einlagen, die im abgelausenen Geschäfts­jahre gemacht wurden. Die Kasse zählt zur Zeit 26 Mitglieder.

Kreis Biedenkopf.

Fellingshausen, 26. Febr. Die Maul- und Klauenseuche ist in unserer Gemeinde jetzt erloschen.

T Raunheim. 26. Febr. Mehrmals ist die Stadtbehörde von Wetzlar in letzter Zeit hier persönlich vorstellig geworden, um bei Der Zusammenlegung unserer Gemarkung eine direkte Straße Wetzla rR a u n h e i m zu erlangen. Man plant, die Straße Wey- l a rR iedergirmes an Der neuen Kirche vorbei über die .Tote Lahn" fortzuführen und in gerader Richtung in die Straße vor Qlaun- heim einmünden zu lassen. Einmal kommt da­durch für Autos der gefährliche enge Weg in Riedergirmes. der auf fünfzig Meter Entfernung zwei rechtwinkelige Kurvenchat. in Wegfall, zum anderen wäre dadurch für Raunheim und Wald­girmes der kürzeste Weg zum geplanten neuen Bahnhof Wetzlar geschaffen. Unfern Bauern ist eS zwar schmerzlich, soviel von dem besten Ge­lände herzugeben, aber im Hinblick auf einen gedeihlichen Fortschritt, der doch nicht aufzu-

halien ist, wäre das Zustandekommen des Pro­jektes zu begrüßen.

ftrciä Marburg.

sch. Marburg. 27. Febr. Für den Aus­bau und die Instandsetzung von Stra- ß c n im Rechnungsjahr 1927 wird bei der Stadt­verordneten Versammlung die Bewilligung von 410000 Mark aus Ankeibemitteln beantragt. 3m Hinblick auf die Arbeitslosigkeit sollen Ar­beiten im Innern der städtischen Gebäude, die für das Rechnungsjahr 1927 vorgesehen sind, schon jetzt zur Ausführung gebracht werben.

Krris Usingen.

erzielt. Besonders stark war die Rachfraa- Buchenwellen, für die man denn auch für pi Stück biS au 22 Mt. zahlte. Eichenstangen 1. Kl. Stück d Mk.. 2. Kl. 3 Stück 5 Mk. ckichennutz- scheit <2,4 Meter lang) 11 bis 12 Mk proRaum-

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Amtsgericht Gießen.

Gießen, 23. Febr. Die Verhandlung einer Privatttagesache aus Beuern hatte heute eine große Schar von Zuhörern in den Sitzungssaal gelockt. Um die Weihnachtszeit ging in Beuern daS Gerücht, die Tochter eines dortigen ange­sehenen Bürgers, die auswärts in Stellung ist, Hobe ein uneheliches Kind. Als der Vater des Mädchens nach einiger Zeit von dem Gerücht hörte, ging er sofort der Sache nach und stellte schließlich fest, daß die Erzählung von einer Frau G. ausging, die die interessante Reuigkcit mehreren Personen mitgeteilt hatte mit dem Be­merken, die Sache fei richtig sie könnten sie weiter erzählen. Die Frau G. wollte die Rach- richt von einem Mädchen auS TraiS a. Lda., mit dem sie zusammen im hiesigen Landgerichts­gefängnis Strafe verbüßt hatte, gehört haben. In der Hauptvcrhandlung behauptete Fran G zunächst, von der ganzen Sache nichts zu wissen, und wollte sich damit herausreden. Unter dem Druck der Zeugen aussagen mußte sie jedoch schließlich zugeben, das Gerücht in Beuern ver­breitet zu haben. An der Sache selbst ist fein Wort wahr, das betr. Mädchen aus Beuern, das unbescholten ist, und sich des besten Ruse­erfreut, hat fein uneheliche« Kind ES besteht jedoch die Möglichkeit, daß die Frau G. bet ihrer Strafverbüßung etwa» Aehnliches erzählt bekommen hat. Da sie die Rachricht weiter ver­breitet hat, ohne sie auf ihre Wahrheit zu prü­fen, was ihr sehr leicht gewesen wäre, und da sie wegen Beleidigung schon mit zwei Mo­naten Gefängnis vorbestraft ist, wurde sie zu einer Geldstrafe von 1 50 Mark, Hilfsweise 30 Tagen Gefängnis, verurteilt.

Sprechstunde», brr Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

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