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Waagen

aller Art empfiehlt

Verlauf seiner Ctubienfaljrt tm einzelnen fGil­berte. Der Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen.

Vornotizen.

Tage-kalenber für Montag Gceftener Freiwillige Feuerwehr: 8 Uhr Subi Äaffel, Monat-venammlung. Lichttpiehau». Bahnhofstrafte:Unter Ausschluß bet Ocifent- lichkeü*. Astor la-Lichtspiele ..Menschen- schmuggel".

- Don unserer Garnison Km Samstagnachmitlag zur festgesetzten Stunde sind die 1. und 2 Compagnie und die Malchinenge- wehrtompagnie unseres Bataillons vom leintet- schießen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf hier wieder einytroffen. 3n den Straften halte sich eine flcofte Menschenmenge angesammelt, die den Gruppen den gewohnten freundlichen Emp­fang bereiteten. Die 3. Kompagnie unter ihrem Ehef. Hauptmann Faulenbach. wird heule nachmittag nach Berlin abreisen, um dort zur Wachtruppe zu treten. Der Aus- marsch der Kompagnie unter Führung deS Ba- aillonSkommandturs. Oberftleutnant Friy. er- olgt um 5.30 U r ab Zeugdauskaserne durch

-

L'iebigftrafte Aum Personenbahnhof, von wo au- um 6.21 Uf>r die Abreise erfolgt Die Kompagnie wird morgen nachmittag 4.14 Llhr in Berlin etntreffen. Bekanntlich wird sie bi- zum 31. Mai in der Aeichthaupt stabt gami- lonieren.

* (Eine Umgestaltung der West- a n l a g e vom Dsroalö»garten bis zur Goethe- schul« soll in di es em Jahre oorgenommen werden. Die Stabtvcrwaltung hat vor einiger Zeit die Mittel hierzu in den eben in Vorbereitung befind­lichen neuen Haushalt»plan eingestellt. Man darf wohl annehmen, daß die Stadt verordneten Ver- sammlung diese Etatposition genehmigen wird. Dann wurden auch die Wünsche erfüllt werden, die vor einigen Tagen in einem(Eingefanöl" in un­seren spalten hinsichtlich der Westanlage oorge- bracht wurden.

Z u dem Einsturz de» Anbaues am illemannenhau» in der Nacht zum Samstag, über den mir in unserer Samstagausgabe schon kurz berichteten, ist noch mitzuteilen, baft Die Ursache des Einsturzes in einer unglücklichen Zusallsfügung, her- oorgerufen durch Witteningselnsliisse, zu erblicken ist. An dem Anbau war bis zum (Eintritt des Fro- stes gearbeitet worden. Der starke Frost der letzten Wochen brachte den Mörtel in dem Bruchstein­mauerwerk zum Frieren, wodurch ein genügendes Abbinden verhindert wurde. Beim (Eintritt des ge­linden Stotter» der letzten Tage wurde auf das ziemlich hoch au» dem Erdboden herausragende Untergeschoß weiter aufgebaut, jedoch hatte das Tauwetter in Verbindung mit den Regenfällen der letzten Zeit die Mauerung des Untergeschosies gc lockert k>Aw z. T. übermäßig durchsuchtet, so daß für bas Darauf aufgeführte Backsteinmauerwerk die nötige feste Grundlage nicht mehr vorhanden war. Unter der Einwirkung des in der Nacht zum Sams­tag niedergegangenen starken Regenwetters wurden die Lockerungen im Mauerwerk so stark, daß der Anbau etwa zur Hälfte in sich zufammenstürzte. Wie die Dinge liegen, wird niemandem für diesen Vor- lang ein Vorwurf au machen fein. Als ein be- anderer Glücksfall ist es anzufehen, daß der Ein- turz in der Nacht erfolgte, fo daß Menschenleben einen Augenblick in Gefahr kamen. Die Auf- räumungsarbeiten wurden am Samstag schon nahe­zu vollendet, von heute ab ist der Aufbau wieder tm Gange.

Maschtnendesekt eines v-Zuges. Gestern morgen erlitt der um 7,58 Ufer von hier nach Frankfurt a. M. fahrende 0-Zug auf der Station Dieder-Wöllstadt einen Maschi- nendefekt, durch den der Zug zum Liegenbleiben gezwungen war. Dach dem Eintreffen einer Er- sahmaschine formte die Steife mit halbstündiger Verspätung fortgesetzt werden. Verkehr-ftörun- gen wurden nicht herbeigeführt

(Eine i ntereff ante Handarbeit»- a u s ft e 11 u n g zeigt da» üanbarbeitofeminar der Alice Schule seit gestern in Den Räumen der städti­schen Gemäldesammlung in der Senckenberastroße, Qrfe Landgros-Vdilipp-Plotz. In den drei Ausstel- lungsräumen ist eine Fülle von Arbeiten Wirkung? roll und übersichtlich jufammengefteUt. Das Semi­nar erbringt hier erneut den überzeugenden Be weis, daß guter Geschmack. Gediegenheit der Aus­führung wwohl bei der Herstellung rein praktischer Gegenstände, wie auch beim Schassen von künstle- rischen, aus Uuyusbebürfnifk gerichteten Sachen und Sinn für die Harmonie des Materials und der narben als grundlegende Gesetze bei Der Ausbil- düng der Schülerinnen zur Anwendung kommen. Man sieht mit Interesie die ersten Versuche der un­teren cd)ulerir:ienabieilungen, erfreut sich an Den Arbeiten der fortgeschritteneren ftlaffen und steht voll Bewunderung von den vielseitigsten Syiv.b« sertigkeiieerzeugnissen der obersten cd)ülc- rinnengruppe, die beste» Rönnen offenbaren, fei es n Der Herstellung von Wäsche für Damen, Herren und Kinder, Kleidern für Damen, Jung- mädchen und Kleine, Stickereien, f)ätelarbeitcn, Strickereien usw. usw. Es ist nicht möglich, im Rah- men eines kurzen Berichtes auf Einzelheiten Der fes­selnden Schau einzugehen, es fei aber betont, daß diese Ausstellung unseren Hausfrauen und Mädchen viel Sehenswertes und Anregendes bietet. Der Lei­terin des tianbarbeitsfeminau. Frl. Schmidt, unb ihren fleißigen unb geschickten Schülerinnen muß man für diese Schau geschmackvoller, feiner Ar beiten volle Anerkennung aussprechen. Den Besuch der Ausstellung, die mit Ausnahme von Frei­tag in dieser Woche täglich von 11 bis 1 unb von 3 bi» 5 Uhr geöffnet ist, können wir besten» emp­fehlen.

*' Eine kleine Berichtigung Man schreibt uns: 3n Ar. 43. Bl. 1 (®cf. für Erd- und Völkerkunde) lesen toir:3n (Rieften ist das An­denken an den berühmten Forscher (Theodor Koch) Gemeingut der Stadt. Hier hat er seine Gdmnasialzeit verbracht" ufto. Die« ist unzu­treffend. Th. Koch wurde auf der höheren Bürgerschule seiner Vaterstadt Grünberg vorgebildet und bezog am 14. April 1885 al« Untertertianer da« Gymnasium Fridericianum zu Laubach, wo er am 7. März 1891 die 'Reifeprüfung machte. Sein Vater, Karl Koch. Pfarrer in Londorf und (Brünberg, war geboten im Jahre 1836 in Dieften. wo er seine Vymnafialzeit verbrachte, al« Sohn eines Gymnasiallehrers. Dr. A. A.

Die freiwirtschaftliche Vereini­gung, Ortsgruppe Gießen (FFF), veranstaltete am Freitag im Saalbau Sauer wieder einen Vor­tragsabend, an dem Schriftsteller Peter Bender das ThemaDas goldene Zeitalter" behandelte. Redner erklärte, nachdem er einen kurzen Ueberblitf über die Gewinnung de» Goldes feit (Eolumbus bis zur Gegenwart gegeben, die Wirkung des Goldes auf die Wirtschaft, die bis zu einem gewissen Grade wirtschftsfärdemd, andererseits aber als schädigend bezeichnet wurde. Für Deutschland habe sich die Goldoerwaltung als schädigend erwiesen, sie diene nicht dem Volke, sondern dem die Massen beherr­schenden Goldwahn. Amerika beherrsche mit seinem Wölbe fast bie flanke Welt, und zwar zu ihrem Schaden, die Goldwirtschaft verhindere feste Preise, ohne die die Wirtschaft nicht gedeihen könne. Nur feste Preise sicherten die Existenz eines Volkes. Statt Goldwährung fei Arbeitswährung zu fordern. Im weiteren Verlauf feiner Ausführungen kam Redner auf den Zinsfuß zu sprechen. Während in Amerika der Zinsfuß etwa 3 bis 34 Proz. betrage, berechne er sich in Deutschland zur Zeit auf 6 bis 9 Prozent. Hohe Zinssätze wirkten lähmend auf die Geschäfts- tätigtest, in erster Linie auf dem Saugebiet. Mit einer Senkung des Zinsfußes würden sofort die .zwei Millionen Arbeitslose Beschäftigung finden. Redner fordert lleberführung des Grund und Bo- dens in das Staatseigentum, aber nicht, wie die Kommunisten fordern, ohne Entschädigung, sondern durch Verkauf an den Staat, der Pachtertrag solle dein Reiche zufließen und dieses Damit in den Stand setzen, ein sozial und geistig auf der Höhe

stehendes Volk zu erziehen. Der Vortrag lüste eine e.ngchende Besprechung der trotz be» ungünstigen Wetter» mit betudjur. Versammlung aus.

wg. Sin h c c rna t g e Ichi ch 11 i che r Äut- f u s wirb am 17. unb 16 Mär; im Prebiger» seminar zu F r i e b b c r g für Hanbibaten und Geistliche abgehalten werben Zur Behandlung kommen folgende Themen: .Einführung in die Literatur". .Anleitung zur Benutzung von Ge­meinde-. Pfarr- unb Staatsarchiv". .Praktische Hebungen im Lesen von Hrkunden Kirchenbüchern unb Rechnungen Die Leitung des Kursus liegt in den Händen des Prälaten 1). Dr Diehl unb des ArchivratS D. Herrmann.

Auftrieb auf Dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 214 Ochlen. 66 Dullen. 589 Kühe, 286 Färsen 513 Kälber. 116 Schafe. 5032 Schweine

Ium Plan eines Sporthäuschens auf dem Turn- und Spielplatz

der Universität (Siehen.

Die Pflege Der Lc.beSübungen an der Hni- öeriität Gieften hat in den letzten Jahren, wie bei den öffentlichen und stark besuchten Vorfüh­rungen der Studentenschaft im Dolksbad unb in Der urnhalle zur Erscheinung gekommen ist. wesentliche Fortschritte gemacht. Diele sind Haupt- sächlich burch den folgerichtigen Ausbau deS akademischen Turn - unb Spielplatzes unb durch die Organisation der Leibesübungen an der Universität bedingt. Es fehlt nun aber, be­sonders im Hinblick auf bie Aachbar-Hniversität Marburg. alS Zentrum der ganzen Anlage ein Sporthäu-chen mit geeigneten Bäu­men für die sporttreibende Studentenschaft. daS studentische Amt unb den akademischen Ausschuß für Leibesübungen sowie für Untersuchung der sporttreibenden Studierenden, nebst Klosettanlage. Duschen und Garderoberäumen.

In diesem Zusammenhang hat bie folgende, von dem Engeren Ausschuß für Leibesübungen und den Vertretern der Studentenschaft an den Hessischen Landtag gerichtete Eingabe nicht nur für die Universität, sondern auch für die Stadt Gieft en Interesse. Die Ein­gabe lautet

An den Hessischen Landtag ,

Darmstadt.

Betr.: Sporthäuschen am Turn- und Spielplatz der Universität Gieften.

Aach Mitteilung des Landesamtes für das Vildungswcsen ist das seit 1921 wiederholt von unS beantragte Sporthäuschen. dessen Plan vom hessischen Hochbauamt in Gieften im Einverneh­men mit unS auSgearbeitet worden ist, für 1927,28 in den Staatsvoranschlag eingestellt, je­doch neuerdings aus Sparsamkeitsrückfichten wieder weggelassen worden. Wir richten daher an den Hessischen Landtag, und zwar an sämtliche Parteien desselben, die ergebenste Bitte, dafür einzutreten, baft die Kosten dieses Baues, der nach dem letzten Entwurf deS Hochbauamtes auf 47 000 Mk. geschätzt worden ist, wieder in den Staatsvoranschlag eingestellt wird. Das Sport- häuSchen gehört zu den Erfordernissen, die von der Landesuniversität durch die frühere Eingabe an den Landtag als notwendig anerkannt wor­den sind. Wir machen nochmals, wie schon in den Eingaben an daS LandeSamt für das Bildungs­wesen, auf folgende schwere Miftstände auf­merksam

1. Eine richtige Klosettanlage ist aus dem Platz, der bei manchen Gelegenheiten, z. D. bei der Sportwerbewoche der Stadt Gieyen, von 800 bis 1000 Personen besucht wird, nicht vor­handen, da man den am Wald befindlichen offenen Holzverschlag nicht als Klosettanlage bezeichnen kann. Wir haben die dadurch entstehenden Zu­stände in einer Eingabe als skandalös und polizei­widrig bezeichnet, was dem Tatbestand entspricht Der rasche Dau einer für Massenbesuch aus­reichenden Klofettanlage ist unbedingt not­wendig.

zurkonfirmation

bringe ich genau wie in früheren

Jahren eine geradezu staunens­werte Auswahl in

trage

von 47 000 Mk.. freundlichst einzutreten. Der Engere akademische Ausschuß

für Leibesübungen: gez. Prof. Dr. Sommer, als Vorsitzender des S. A. s. L.

gez. Prof. Dr. Klute.

gez. Prof. Dr. Aofenberg.

Die Vertreter der Studentenschaft:

2 Die vorhandenen drei Duschen für männ­liche und wecbllche Studierende, die notbürftig durch einen Holzverschlag getrennt sind, sind völlig unzureichend und bedürfen auS hvgienischen und ästhetischen Gründen bringend der Verbesserung.

3 Die jetzt vorhandene Baracke, die alS Aotdehels au» dem Besitz der Stadt am Durch­gangslager beschafft worden ist. gewahrt keinerlei Schutz gegen Diebstähle so daft dadurch große Schwierigkeiten entstanden lind SS ist daher ein grofter Garderobe- unb Umlleiberjum in einem festen und sicher verschließbaren Gebäude not­wendig. Wir hatten daher mit Rücksicht aus die Finanzlage deS Staate- dem LandeSamt vor- gefchlagen. zunächst diese dringendsten Bedürf­nisse durch einen Erdgeschoftbau zu befriedigen, über dem später ein großer Saal für Gvmnastik mit Aebenräumen für Den akademischen Aus- fchuft für Leibesübungen, da- Sportamt der Studentenschaft, den Hochschulturnlehrer und für Untersuchungen der sporttreibenden Studenten­schaft errichtet werden kann. Ss ist jedoch, da diese Teilung deS Baues in zwei Perioden praktisch schwierig ist. von dem hessischen Hochbauamt als­bald der ganze Bau bearbeitet und von der Regierung in den Staatsvoranschlag eingestellt worden.

Dir sind gerne bereit, einem Prüfungsaus­schuß des Landtage- die Verhältnisse an Ort unb Stelle zu erläutern, unb weisen noch darauf hin. baft die LandeSuniversität bisher in biefer Beziehung viel schlechter gestellt ist alS bie Tech­nische Hochschule in Darmstadt, die ein wert­volle- staatliches Gebäude zur Anlage einer Turnhalle mit Aebenräumen überwiesen be- iommen hat. das mit Hilfe von Stiftungen sehr schön ausgebout ivorben ist Auch in letzterer Beziehung ist die Landesuniversität viel un­günstiger gestellt als die 'Technische Hochschule, die viel mehr industrielle Kreise a!S Stifter hat Die Leibesübungen der Gießener Studentenschaft haben sich entsprechend dem fortschreitenden Aus­bau des Platzes in den letzten sechs Jahren aufterordentlich gehoben. waS von den Sport- sachverständigen anerkannt wird. Die günstigen Wirkungen, besonders auch des von unS organi­sierten unentgeltlichen Schwimmens und Badens machen sich immer mehr bemerkbar Wir brauchen nun aber tatsächlich eine Verbesserung unserer Plahverhältnisse. wie sie z. B. die Universität Marburg schon seit Jahren erreicht hat.

Wir bitten daher alle Parteien deS Hessi­schen Landtages inständig, für bie Wiederein­setzung bes von dem Landesamt für das Bil- bungswefen nachträglich gestrichenen Posten- eine- Sporthäuschens, und zwar nach dem letzten Plan be- hessischen HochbauamteS Gießen im Be-

Rundfunk-Programm.

Dienstag, 1. IHätj:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr Konzert des Hansorchesters: Neue Tanzschlager. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.45 bis 7.15 Uhr Conrad Hub: Vortrag in Frank­furter Mundart 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule: Altdeutsche Tafelmalerei XX. Vortrag von Dr. Oswald Götz, Assistent am Städtischen ffunftinftitut. 7.45 bis 8.15 Uhr: Funkhochschule:Gefährliche Derschönerungsmaßnachmen", Vortrag von Stabt- arzt Dr. Rheinheimer. 8.15 Uhr. Johann Strauß.

gez. Werner Zöller, stuck, math..

als Dorfitzender deS studentifchen Amte« für Leibesübungen.

gez. Gg. Mayer, cand. rer. nat Vorsitzender der Turnfachschaft.