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feftaestellt werden, daß gerade die grundlegenden llerrungzn in den Vereinen vernachlässigt wer­den. Dies wird und mutz sich ändern, wenn nun der durch den Verband geordnete Stoss in den Dauvorturnerstunden durchgeübt und so den Vereinen zugeführt wird. Die nächste Dor- iurnerftunde wird hauptsächlich Keulen-, Stab- und Freiübungen bringen.

Am Nachmittag wurde durch die Funktio­näre des Gaues der Llebungsplan estge egt und ein Teil der Liebungen für die diesjährige Fahrt und das Fest zusammengeftellt.

V. f. D.

V. s. 2. Liga .Germania- Franks. Liga 0:3. V. f. V. III. - .Hessen" Gießen II. 5:0. B. s. D. 1. 3gb. - Butzbach 1. 3gd. 2:1. V. f. D. 3. 3gd.

Butzbach 2. 3gd. 4:2.

(-) Trotz des schlechten Wetters am vorigen Sonntag hatte sich zum Liga spiel eine r.chl stattliche Zuschauerzahl eingefunden. Das Spiel der D. f. B.-Mannschaft stand wieder einmal ganz im Zeichen der Llneinigkeit. hervorgerufen durch fortgesetzte gegenteilige Kritik, immer wieder aus­gehend vom Halblinken, der durch dauernde Nörgelei u. dgl. seine Mitglieder, je nach ihrer Veranlagung, damit ansteckte oder sie völlig aus dem Konzept brachte. Von ihm ging der Geist her Zersetzung aus. der der Mannschaft nach der ersten Viertelstunde jeden Zusammenhalt nahm und sie völlig auseinandersallen liest. Am auf­fallendsten trat dies im Sturm in Erscheinung, der infolgedessen von links bis rechts vollkommen versagte. Daß auch die beiden Außenläufer nervös wurden und dadurch stark abfielen, war die natürliche Folgeerscheinung der auch an ihnen geübten unpassenden Kritik. Lediglich der Mittel­läufer und die Verteidigung einschl. Tormann boten eine als sehr gut zu bezeichnende Gesamt­leistung. Die Mannschaft hat bis jetzt vielmals bewiesen, datz sie auch der stärksten Mannschaft ein gefährlicher Gegner fein und große Spiele liefern kann, wenn sie einig ist. Bezeichnend ist eS aber auch für fie, jedes Spiel zu verlieren, in dem durch gegenseitige Befehdung und Dis­harmonie ihre Kampfkraft gelähmt ist. Wenn die Leitung es nicht bald versteht, dem ebenso un­sportlichen wie unkameradschaftlichen B:nehmen einzelner, das sich wieder zum Dauerzustand aus- wächst, ein Ende zu machen, so werden die Folgen kaum wieder gut zu machen sein. Dem Spiel­ausschuß fällt die Aufgabe zu. durch geeignete Maßnahmen alles zu unterbinden, was zum Unfrieden in der Mannschaft führt. Aur wenn die elf Spieler tatsächlich e i n e E f, ein harmonisches Ganzes bilden, werden Erfolge errungen und auch Aiederlagen ehrenvoll ertragen. Darum: SpielauSschuh werbe hart!"

Zum Spielverlauf sei kurz folgendes be­lichtet: 3n der ersten Viertelstunde zeigte die ' Platzmannschaft äußerst forsches Tempo, glänzen­des Zusammens.vel und gegenseitiges Verstehen und Ergänzen: daraus entstand eine klare Feld­überlegenheit über den Gegner, der sich vorerst nicht recht finden konnte. Hier gab die V. f. B.- Elf den besten Beweis, daß sie etwas kann, wenn «M>en ufw... Es waren planvolle und durch­dachte Angriffe, an deren Aufbau und Ausfüh­rung jeder Mannschaftsteil gleichen Anteil hatte. Zwei sog. totsichere Gelegenheiten wurden jedoch verpaßt. Damit war für Halblinks das Signal zum Einsetzen, seiner Kritik und Vorwürfe ge­geben, deren Wiederholung Gegenkritik ünd Vor­würfe der Getroffenen herausforderten. Daß da­durch das 3nteresse und die Aufmerksam'eit der Beteiligten am Spiel und damit ihre Leistungen nachließrn, war die Folge. Frankfurt kam mehr und mehr auf und konnte von diesem Zeitpunkt an bas Spiel überlegen durchführen. Dis zur Halbzeit gelang cs der Gießener Deckung, das Resultat mit 0:0 zu halten. Von Wiederbeginn an drängte Frankfurt weiter und zeigte in wun­derschönem Kombinationsstil einen feinen Fuß- .6all: Schule Schnürle. Das erste Tor für 'Frankfurt war bald fällig und konnte auch von ^der aufopfernd arbeitenden Gießener V.ntteidi- gung nicht verhindert werden. Der zweite Erfolg rtoat ssin für Böckler unerwartetes und unhalt­bares Eigentor des linken Läufers, der, ein Opfer" seines Vordermannes, vollkommen kopf­los war. Das dritte Torroch" stark nach Ab­seits, war aber mehr als verdient. Trotz der starken LIeberlegenheit des Gegners hätte V. f. D. noch zwei Tore aufholen können, die allgemeine Kopflosigkeit der fünf Stürmer ließ jedoch auch

diese sehr naheliegenden Erfolge nicht zu. Der Schiedsrichter war sehr gut.

Der D r i t t en gelang es. die sympathischen Hessen" '2. Mannschaft) nach abwechslungs­reichem und interessantem Kampf mit 5:0 zu schlagen.

Erste und Dritte 3g d. - Man n schaf t schlugen die spielstarken Butzbacher (1. und 2. 3gd.) mit 2:1 bzw. 4:2

Wetzlarer Futzball.

D. E. - F. C. 2:1.

y. 3n dem Wetzlarer Fußball-Lokaltrefsen am vorigen Sonntag blieb der 2. E. als Platz-

verein verdienter Endsieger, nachdem er schon bei Halbzeit mit 1:0 geführt halle. Die Lieber- legenheil des Ballspieülubs trat allerdings nur in der ersten Hallten klar zutage. 3n der zweiten kamen die Z.T.er mehr und mehr auf, ohne daß ihnen der Ausgleich gelingen wollte.

Dillenburg Niedergirmes 8:0.

Die Wetz arer Vor?.üd:er ho.ten sich m Dillenburg eine empfindliche Niederlage, wäh­rend Di lenburg durch diesen Punktgewinn vom lehren auf den v ersetzten P!az über den F.E.- Wetzlar rückt. Dieser hat allerdings noch >ünf Spiele weniger ausgelragen. tz.

Was der Sonntag bringt.

BeZirks!igaoor;chau für Hessen-Hannover.

tz. Durch das l:l-Ergebnis des vorigen Sonn­tags ist die Meisterschaft in der Nordgruppe nahezu entschieden. Es ist nicht anzunehmen, daß Spiel- verein Kassel in dem am kommenden Sonntag noch ausstehenden Kampf gegen Iura Kassel sich die zur Meisterschaft nötigen beiden Punkte ent­gehen lassen wird, obgleich das gegenseitige Stärke- verhältnis diesen Ausgang nicht ohne weiteres ga­rantiert. Iura ist nämlich im besten Falle den ©pieb vsreinlern ebenoürtig. Näheres über den derzeitigen Stend der allgemeinen Lage im Norden zeigt nach­stehende Tabelle:

Verein Spiele Punkte lore

Kaf'el 03 14 21 52:28

Spielo. 13 20 47:20

Sport 14 20 54:26

II. Be irkstzlasse Lahnkrsis.

tz. Die Kämpfe um die Spitze find in ein neues Stadium getreten. Germania ließ sich von Ockers- Hausen schlagen, und Gießen 1 9 00 hat seinen alten engen Abstand wieder hergestellt. Der kom­mende Sonntag wird eine weitere Klärung bringen können. Zunächst muß sich 1900 in Dillenburg durchsetzen. 2ns wird nicht so leicht sein. Zweitens geht Germania Marburg nach Wetzlar zum F. C. 05 einen schweren Gang. Die Wetzlarer haben ihre alten Leute herangeholt, und mit diesen dürfte die Elf ihre alte Spielstärke zumindest an­nähernd wieder erreicht haben. Ein nicht minder schweres Treffen steigt in Herborn. Dort muß sich der D. E. Wetzlar seiner Haut wehren; im allgemeinen dürften beide Vereine gleich spielstark sein. Dasselbe gilt für den Kampf Butzbach gegen Ockershausen, obgleich man hier den Butz­bachern als Platzoerein eine Kleinighest mehr Ge­winnchancen zugestehen muß. Frankenberg gegen Gladenbach gewinnt Frankenberg ziem­lich sicher.

Die Situation beleuchtet am besten der derzeitige Tabellenstand, der folgende Formen angenommen hat:

Verein

Spiele

Punkte

lore

Germania Marburg

14

22

52:23

Gießen 1900

14

20

31:22

Ockershausen

16

20

38:21

Herborn

15

19

39:33

Butzbach

15

15

41:37

Frankenberg

15

15

27:33

V. C. Wetzlar

15

14

33:32

Dillenburg

16

10

36:38

F. C. Wetzlar

10

9

23:24

Gladenbach

14

8

28:41

Nieder-Girmes

16

8

24:61

D.

(*) Kommenden

s. B.

Sonntag

findet

auf dem

Waldsportplatz ein interessantes Tressen statt.

Die bekannte HanauerViktoria" 94 ist zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet worden.

Die Ligareserve fährt nach auswärts; sie tritt in Dillenburg gegen dessen Liga­reserve an.

Die Dritte ist 6eim Polizeisportverein Friedberg zu Gast.

Auch die vierte Mannschaft hat sich wieder zusammengesunden und wills in Lollar versuchen. Spielvereinigung 1900 Giehen.

ö. Die Meisterschaftsspiele in der Lahnkreis- liga neigen dem Ende zu. Lim so spannender werden die noch ausstehenden Schluhkämpfe der Favoriten unö der um den Abstieg kämpfenden Vereine. Die Sptelveretnigung 1930 Gießen hat berechtig'«? Hoffnungen auf den Meistertitel, trennen sie doch nur 2 Punkte, bei gleicher Spiel­zahl, von dem ErstenGermania" Marburg. 1900s Mannschaft hat das Zeug in sich, das den Enderfolg bringen muh. Ganz besonders gilt es am kommenden Sonntag die Nerven zu behalten im Spiel gegen dieSportvereinigung 1911 Dillenburg, die auf dem kleinen Dillenburger Platz als schier unüberwindlich gilt, insbesondere da sich in letzter Zeit die Leistungen dieser Elf gehoben haben. Die Vereinigten sollten sich hüten, das System d^S Plahvereins sich auf­drängen zu lassen. Dillenburg erlebt wohl einen seiner spannendsten Kämpfe, dessen Ausgang vollständig offen ist.

Die 3a- und 3b-Mannschaften 19005 weilen als Gäste bei Heuchelheims I. und II. Sie müssen sich wohl mächtig an.trengen. wenn sie erfolgreich abschneiden wollen. 1903 1. Jugend Ehrings­hausen 1. 3ugend und 1903 3. 3ugend Grün­berg 1. 3vgend. Veide Svi.le linden in Gießen statt und dürften wohl 1903 als Sieger sehen.

freier

Turn- und Sportverein Wieseck.

£ Bereits für den nächsten Sonntag ist das Rückspiel zwischen Wieseck und Heuchel­heim auf dem Wiesccker Wa dspor:platz angesetzt worden. Obwohl auch diesmal die Heuchelhei­mer 1. Mannschaft die meisten Ausfichlen aus den Sieg fjat, muß man doch der Wiesecker Mannsch. em günstigeres Abschneiden zufprechen. Denn es ist schwerlich anAUnehmen. daß sie abermals in einer so unglücklichen Aufstellung wieder antreten wird. Trotz alledem wird baS Zusammentreffen die'er beiden Mannschaften ein sehenswertes Spiel bieten und seine Anziehungs­kraft auf die Fußballanhänger ausübend

Vorher spielen die 3 u g e n d m a n n s ch a f - t e n dieser beiden Vereine. Hat Heuchelheim diesmal nicht das fabelhafte Glück wie am vo­rigen Sonntag, so wird der Mannschost bei dem technisch guten Spiel der Wiesecker die abermalige Erreichung e nes unentschiedenen Re­sultates recht schwer fallen.

Kirche und Schule.

Dorfkirchentagung in Alsfeld.

o. Die Vereinigung der Dorf­kirchenfreunde sür das nördliche Oberheffen hielt am Mittwoch ihve dies­jährige Tagung im Saale derErholung" in Alsfeld ab. Die guibesuchte Versammlung wurde durch den Vorsitzenden, Pfarrer Georgi- Grmenrod, mit Gebet eröffnet. Prälat D. Dr. Diehl und Superintendent Wagner waren am Erscheinen verhindert. Llniversitütspvofessor D. Bornhäuser- Marburg hielt einen Vor­trag über das Thema: ,Luthers kleiner

Katechismus und das evangelische Haus." Der Vortragende führte aus, daß der kleine Katechismus Luthers nicht nur ein Schul­buch, sondern in erster Linie ein Hausbuch für die Hausväter sei. Das Kind soll der Fragende und der Hausvater der Dozierende und Bekennende sein. Dieses Pietätsvcrhältnis muß auch auf die Schule und den KalechismuSunierricht über­tragen werden, wenn das Heine, so weit verbrei­tete Büchlein zum Segen für unser Volk werden soll. Am Nachmittage sprach Prof. Dr. Koch- Gießen über das Thema: ..Pestalozzi und das Volk". Seine Ausführungen gründeten sich auf die Sätze:Du sollst die sittlichen Ge­fühle, die Seele deiner Mitmenschen und die

OerFrofch mit derMaske

Roman von Edgar Wallace.

52. Fortietzung. Nachdruck verboten

Elk fuhr auf.Leichter Bart?" Ray Bennett hatte sich doch aus irgendeinem Grunde einen Bart wachsen lassen?Ach was!" sagte er laut und warf die Fingerabdruckskarte auf das Pult,es ist un­möglich!" Es war unmöglich und dennoch--. Er

zog die Telegraphenformulare heran und schrieb eine Depesche:

Direktor S. M. Gefängnis Gloucester, sehr dringend. Schicket mit besonderem Boten Photo­graphie von James Carter, unter Mordanklage in Ihrem Gefängnis. An Polizeidirektion, Bericht­abteilung. Bote mit dem ersten Zuge fortzusen­den. Sehr dringend!"

Er nahm sich die Freiheit, dies mit dem Namen de« Polizeipräsidenten zu unterzeichnen. Nachdem das Telegramm abgesandt war, kehrte er wieder zur Untersuchung der Personalbeschreibungstabelle zu­rück. Und plötzlich entdeckte er eine Bemerkung, die er früher übersehen hatte:Impfnarben am rechten Unterarm. Da» war ungewöhnlich. Die meisten Leute waren am linken Oberarm geimpft. Er zeich­nete sich dies an und kehrte zu der Arbeit, die seiner wartete, zurück.

Zu Mittag kam eine Antwortdepesche von Glou­cester mit der Mitteilung, daß die Photographie auf dem Wcge fei. Dies zumindest war befriedigend. Aber wenn fie erwies, daß es Ray fei, was sollte man dann beginnen? In seinem Herzen betete Elk mständig, daß der Frosch sie betrogen habe.

Gerade vor ein Uhr rief Dick ihn an und lud ihn ein, mit Ella und ihm im Autoklub zu Mittag zu speisen. Es war dies eine Einladung, die Elk unter allen Umständen angenommen haben würde, denn er liebte es höchlichst, anderer Leute Klubs zu bestlchen.

Als er ankam ungewöhkich pünktlich sogar fand er das Mädchen in einer sicheren und fast fröh. lichen Stimmung. Und fein rasches Auge entdeckte an ihrem Finger einen Ring von überraschender Schönheit, den er früher an ihr nicht gesehen hatte. Dick Gordon hatte von seinem freien Vormittag guten Gebrauch gemacht.

Ich fürchte, Elk, daß ich meine Arbeit vernach­lässige", sagte Dick, nachdem er die beiden in das fürstlich ausgestattete Speisezimmer des Autoklubs geführt. ein Kissen für den Rücken de« Mäd­chens gesucht und ihren Stuhl genau dorthin ge­stellt hatte, wo er am bequemsten stand.Aber ich vermute, Elk, Sie haben den Vormittag verbracht, ohne meine Abwesenheit zu hart zu empfinden."

Sicherlich habe ich das", sagte Elk.Es war ein sehr interessanter Vormittag. Im Ostende von Lon­don grassieren wieder die Blattern, fuhr er fort, und ich habe in der Direktion davon gehört, daß eine Neuimpfuna des ganzen Personals durchgeführt werden soll. Wenn es etwas gibt, was ich nicht leiden mag, so ist es diese Impferei. Ich finde, ich in meinem Alter sollte schon gegen jeden Bazillus immun fein, der zufällig in der Welt herumspaziert."

Ella lächelte.Armer fiert Elk, da fühle ich mit Ihnen. Als Ray und ich, vor ungefähr fünf Jahren, während der großen Epidemie geimpft wurden, ist uns schrecklich arg ergangen. Aber bei mir war cs noch lange nicht |o arg wie bei Ray. Er mußte fast zwei Wochen den Arm in der Schlinge tragen."

Sie zog den Aermel ihrer Bluse herauf und wies auf drei winzige Narben auf der Unterseite des rechten Armes.Der Doktor sagte, er wolle uns dort impfen, wo man es nicht fa stark bemerken würde. War das nicht eine gute Idee?"

Ja", sagte Elk langsam.Und Ihr Bruder ist genau auf derselben Stelle geimpft worden?"

Sie nickte und fragte bestürzt:Was haben Sie, fierr Elk?"

Ach, ich habe so einen Olioenkern geschluckt, sagte Elk.Ich verstehe nicht, warum nicht irgend jemand anfängt, Oliven ohne Kerne zu ziehen/ Er sah angelegentlich zum Fenster hinaus.Na, Sie Haden sich einen netten lag für Ihren Besuch aus­gesucht, Fräulein Bennett." Und er begann mit einem ausschweifenden und langatmigen Serbam» mungsurteil über das englische Klima.

Es schien Elk Stunden zu währen, bevor die Mahlzeit beendet war.

Ella sollte nach Gordons fiaus zurückfahren, um hie Katalogs anzusehen, die Dick telephonisch nach fiarley Terrors bestellt hatte.

Wollen Sie nicht in» Bureau kommen?" fragte

Ungern! fialten Sie es denn für nötig?*

Ich mochte Sie zehn Minuten lang sprechen," näselte Elk.Vielleicht auch eine Viertelstunde/

Kommen Sie in den Klub zurück."

Ja, richtig, daran dachte ich gar nicht," sagte Elk.

Vielleicht gibt es hier einen Damensalon? Ich erinnere mich, einen gesehen zu haben, als ich durch die Marmorhalle ging, und Fräulein Bennett wird nichts dagegen haben?"

Aber gewiß nicht," sagte Ella.Wenn ich im Wege bin, so bin ich gerne bereit, alles zu tun, was Sie nur wünschen. Führ mich in den Damensalon."

Als Dick zuruckkam, faß der Detektiv raurfjenb da. die Ellenbogen auf dem lisch, die braunen, mageren fiänbe unter dem Kinn gefaltet und prüfte mit den Augen eines Kenners die wunderschön ge- schnitzte Zimmerdecke.

Worum handelt e» sich, Elk?" fragte Gordon und setzte sich auf den Stuhl neben ihm.

Elks Blicke verließen die Decke und hefteten sich auf Dicks Gesicht.

Der Mann, der zum lobe verurteilt wurde, ist Ray Bennett", sagte er.

XXXIV.

D i e Vorführung der Bilder.

Dicks Gesicht wurde aschfahl.Woher wissen Sie das?"

Die Photographie ist auf dem Wege zu uns, heute nachmittag wird fie in London (ein. Aber ich müßte sie gar nicht erst sehen. Der Mann in Glou­cester hat drei Impsnarben am rechten Unterarm.

Es herrschte Totenstille.

Ich wunderte mich, daß Sie das Gespräch auf die Blattern brachten", sagte Dick gefaßt. ..Ich hätte denken mögen, daß etwas dahinter stecke. Was sollen wir nun machen?"

Ich werde Ihnen lieber aufzählen, was wir nicht machen können", sagte Elk.Wir dürfen Ben­nett und Fräulein Ella nicht benachrichtigen. Ray hat sich aus guten Gründen entschlossen, seine Iden- tität nicht zu offenbaren. Sie werden einen verdor­benen Nachmittag haben, fierr Hauptmann", sagte Elk liebenswürdig.O, ich möchte nicht mit Ihnen wuschen! Denn Sie müssen dabei Ihr leichtes ®e=

Wirklichkeit des Lebens ernst nehmen." Pestalozzi, der große Erzieher der Menschheit, ist diesen For­derungen gerecht geworden. Er ist2olf in seiner Verklärung. Die Elementarkräfte: Ein­falt. Menschenliebe und Demut drängen in seinem Wirken zur En faltung. Auf dem M.ttergedanken baut sich seine ganze Philosophie auf; nicht auf der Wissenschaft, sondern auf dem Mutterschaf ts- gedanken gründe: sich seine erzieherische Tätig­keit. E ne lebhafte Aussprache schloß sich den beiden bedeutenden Vorträgen an.

Preußen.

Ärci® Wetzlar.

~ Wetzlar, 27. 3an. Der Obst- und Gartenbau verein deS Kreises Wetz - l a r hat auch im verflossenen Jahr bedeutenden Zuwachs erfahren; er zählt jetzt 737 Mitglieder. Die Rechnungsablage ergab 3358.2! TU. in Ein- nähme und 3243.12 Mk. in Ausgabe, so daß ein Barbestand von 124,79 Mt. verbleibt. Der gemeinsame Bezug von Obstbäumen ergab 2245 Stück, desgleichen wurden in 34 Gemeinden ins­gesamt 330 Kg. Sämereien bezogen. An drei Mitglieder konnten auch di.Smal wieder für gut gepflegte Obstbaumpslanzungen Prämien verte.lt werden. Bei günstiger Obsternte ist für diecS Jahr eine Oöstausstellung in der Bür­germeisterei Greifenstein geplant. L>ie ausschci» denden Vorstandsmitglieder wurden "Unstimmig wiedergewählt.

WSN. Wetzlar, 27. 3an. 3m 3ahre 1926 starben, wie die standesamtlichen Nachrichten aus- iDCifen, in Wetzlar 177 Personen, und zwar 98 männliche und 79 weibliche. Die größt: Sierb- lichkeitszisfer liegt in den Lebensabschnitten über 60 Jahre (79). Ferner wurden b?urkundrt 294 Geburten, 5 Totgeburten und 109 Eh schließungen. Die Einwohnerzahl der Stadt betrug nm 1. 3anuar 1926 17 101 und erhöhte sich bis aufi 31. Dezember 1926 auf 17 237.

Oberwetz , 26. Ian. Seltene» Jagd» gluck hatte dieser läge Gewerbeoberlehrer Bau­mann (Wetzlar) bei einer Saujagd im hiesigen Forstbezirk. Mit einem guten Blattschuß erlebte der glückliche Schütze einen zwei Zentner schwe­ren Keiler.

<> Niederkleen, 27. Jan. Der Verbin­dungsweg von hier nach Lsng-Gön-, an dem dis Gemeinde schon vor Jahren Instandssgungsarbeilen hat ausführcn lassen, soll im Lause der nächsten Jahre fertig ausgebaut und dabc« gleichzeitig ver­breitert werden, um bann in bis Unterhaltung bei Kreises uberzugehen.

Groß-Rechtenbach, 27. 3an. Ein schwerer Kampf hat sich in dem V i e h st a 11 des Landwirtes A. Oleum abgespielt. Sine bösartige ältere Kuh harte sch losgerissen, griff das beste Tier des S alles, eine junge, frisch­melkende Kuh, an und stieß dieser wiederholt die Hörner in den Leib. Das geängstigte Tier rannte in der Verzweiflung derart gegen die Krippe, daß cs das Genick brach und t o t liegen blieb.

-6- Groß-Alten st ädten, 27. 3an. 3m 3ahre 1914 begann unsere Gemeinde den Dau einer Wasserleitung, der jedoch bei Kriegs­ausbruch eingestellt wurde. Nach zwölfjährigem Stillstand werden die Arbeiten nun wieder aus­genommen. Am Fußweg von hier nach Wetzlar liegen die sehr ergiebigen Quellen, die so ftarf sind, daß sie ursprünglich die vier ©emefnben Groß-Altenstädten, Erda. Mudersbach und Ahrdt versorgen sollten. 3nfolge der Inflation sind jedoch die beiden letztgenannten Gemeinden außer­stande, zu bauen, dagegen will Erda, daS in diesem 3ahre auch den Bau einer Wasserleitung plant, seinen Wasserbedarf aus eigenen Quellen decken. Die Arbeiten für den Bau des Hoch­behälters, der Quellfafsung ufw. wurden dieser Tage auf dem Submissionswege an auswärtig« Fachgeschäfte vergeben.

Kreis Marburg.

sch. Marburg, 27. 3cm. DaS kürzlich er­schienene Taschenbuch für Lehrer und Lehre­rinnen bietet u. a. eine Liebersicht über die Zahl der Schulamtsbewerber im Regie­rungsbezirk Kassel. Rach dem amtlichen Material vom 23. Juli 1926 beläuft sich die Ge­samtzahl der evangelischen Schu!amtsb:werber Im Regierungsbezirk Kassel auf 744, von d:nen 5 7 3 stellenlos sind. 3m allgemeinen find die bis zum Herbst 1919 abgegangenen Bewerber be-

plauber aufrechterhalten, oder bie junge Dame wirb erraten, baß etwas oorgeht."

Gott im Himmel, bas Ist ja entsetzlich!" sagte Dick leise.

Das ist wohl wahr", gab Elk zu,und wir können nichts machen. Wir müssen es als Tatsache hinnehmen, daß er schuldig Ist. Wenn Sie ander» dächten, würbe es Sie verrückt machen. Und selbst wenn er so unschuldig wäre wie Sie oder ich, was für Möglichkeiten hätten wir, eine Untersuchung ein- zuleiten oder bie Ausführung des Urteils aufzu- halten?

..Der arme John Bennett", sagte Dick nieder­geschlagen.

Wenn Sie anfangen wollen, sentimental zu werben," knurrte Elk unb zwinkerte babei wütenb, ..dann verfüge Ich mich in eine nüchternere Atmo­sphäre. Guten Tag!"

Warten Sie ein bißchen, ich kann Ihr momentan nicht allein gegenübertreten. Kommen Sie mit mir zurück!"

Elk zögerte unb ging bann wiberwillig mit.

Ella vermochte aus bem Betragen der beiden den Schrecken, der auf ihren Gemütern lüftete, nicht zu erraten. Elk kam von neuem auf Geschichte unb Daten zu sprechen unb bie Enttäuschungen, die diese ihm bereitet hatten, unb bies war ein ausgiebiges und geläufiges Thema, bas ben ganzen Weg nach Harley Terrace vorhielt.

Gott sei Dank, bie Preislisten sind gekommen!" sagte Dick mit einem Seufzer der Erleichterung, als er den großen Stoß auf seinem Schreibtische be­merkte.

Und warum: Gott sei Dank?" lächelte Ella.

Weil ihn sein Gewissen brückt unb er eine Ent­schuldigung dafür braucht, baß er seine Arbeit im Stiche läßt!" kam Elk ihm zur Hilse.

Der Zwang war so groß, bah er ihn unerträg­lich fand, unb als Dick ihn nach einem beschwörenden Blick durch ein Nicken die Erlaubnis erteilte, sprang er mit einem Gefühl wie vor ben Ferien auf.

Ich muh letzt gehen, Fräulein Bennett", sagte er.Ich glaube, Sie beide werben ben ganzen Nach- mittag brauchen, um Mayttee Haus einzurichten, obgleich--*

(Fortsetzung folgt)