Einzelbild herunterladen

TU. 302 Zweite; Blatt______________Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Mcrbeffcn)__________Dienstag, 27.Dezember |92i

Amerika an einem Wendepunkt seiner Geschichte.

Tton Jalütn 4 eoltbge. ^täflhenten brr Berel nlgfert Siaaten w* 'ItrtMnwrfla.

eine. einer

lernenit mit ihrer t*rgani

Mt ent14>tebfnc Anhänger i. haft, in bleiern Lande

Dir finb immer V

lonber» tum 'Borteil jener Ortschaften.

um eine

zu werden.

Insgesamt 506

Vesoldiing Verpflegung Bekleidung Ünterfunft

mit »unberot

au» auf die

die See zur

1914 Tlf 10R 21*

F *7

w 93

trollen hoffen, bah mit feiner Inbetriebnahme ein neuer Abschnitl Deutschlaiid» m (einem harten Sampl um bic Weltst-llung beginnt A.

die. obwohl fle keineswegs ble allen formen stilgerecht toelicrfübrtc. dennoch ein feingefühlte« TDeüetbauen im De sie bet alten We ster barstellt.

6r setzte über bie romanische Suppe! drei neue, ble sich nach oben hin verjüngen unb be­lastete damit ble Pfeiler unb Dsgmi. auf betwn bet Bau ruhte, ungeheuer! Trotzdem hielt der Dau stand und überdauerte sogar den letzten furchtbaren Dombrand von 1793.

Seit den sechziger Jahren bei vorigen Jahr­hunderts machten sich, besonder» beim Ostbau. starke Bewegungen bemerkbar. Aber erst 1907 cntbtdte man die Wurzel bei Hebel», al» man (ich entfchlvß. die Fundamente de« Ostbou» zu unk ersuchen

1910 wurden dann die gewaltigen Sich rungS- arbeiten in Angriff genommen, die ja heute noch r .cht abgechlossen Und. Die Fundamente wurden überall neu unterfangen und auf sicherem Bau­grund 3 bi» 4 Meter tiefer gelegt. Die Last von Hunderten von Düterzügen mit Beton wurde unter die allen Fundamente geschafft.

So hat unter -Zeitalter bet Technik da» Verdienst, den Mainzer Dom. den frühere Jahr­hunderte erschaffen vom Untergang gerettet zu haben.

Professor Heeb wußte feinen testelnden Vortrag durch eine Leihe sehr r. ft ruft wer Licht - d.lder zu illustrieren, und erntete für feine '2h* führungen reichen Beifall. Dr R

lichen QCufmerlfamfei! auf die geschäftliche Seite he* Leben» Niemals g «ort en. Unb doch

ist e» geschehen. Tu Aulgabc ,st kNirchau» nicht vollendet, aber da» Derust ist aulgerichtet unb niemand (am leugnen, daß der Bau stetige Fort- scheine macht.

Ter Zweck bieer wirtschaftlichen Anstren­gung war nicht Seid um seiner selbst willen zu verdienen. Sicher batle nicht zu dem Zweck

Hochschulnackrichten.

Ter an der HniDerHtä: Köln ncubcarün- bete Lehrstuhl der Botanik ist dem ordentlichen Professor Dr. Hermann Sierp in 2H un­eben angeboten worden. Der durch bie Heber» teeb'.ung de» Pro«. R Hefte nach Berlin er­ledigte L^hr:uhl der 3oc Logic an der Donner lln teerte tat st dem ordentlichen Professor Dr August Reichenfperget an der Universität Freiburg (Schweiz, Angeboten worden. Der Ordinarius an Der Fronksutl-er Uni­versität. Pro« Dr. jur Franz Zizek. hat ben an ihn vor einiger Ze ecg'.-arnen Aul au« den Lehrstuhl der Statistik an der Universität Leipzig abgrfefrnt

Da» würd-. wenn bie grnze Aeichsw.hr mir Mrnnschasten der untersten Stufe bestünde, 117 500 Mann in Heer und Marine bereit« ansehnliche Summe von 153 69 Millionen

Ptakickch bedeutet da», bafi der neue Sender in einem Gebiet zu hören sein wird, da» etwa vom Oterdlap im Torben, der Aordküste Afrika» im Süden, durch Spanien unb durch Island be­grenz: tetn dürfte. Da» beifit alfo: der neue Deulschlanb'enber wird der Eurvpafcnder wer­den. er wird tatsächlich unseren ganzen Erbteil beherrschen, seine Reichweite to.rb die deut sch.-n Dampfer noch tagelang aus ihr,-n Aeiten begleiten

Die ganz ungeheure Onergie de» neuen Sen­der» wird aber auch den deutschen Rund- funkhöretn zugute kommen Diete gewaltige Station wird es ermöglichen, dah Ne in einem Umkreis von 100 bi» 150 Kilometern selbst mit den einfachsten unb billigsten Detektor-Apparaten wird gehört werden können: ein weiterer be- beutungJr'Xler Schritt zur Popularisierung be» Rundfunk» bet in Zukunft auch mit primitiven Apparaten empfangen werden kann

Damit ist fetzt allo Deulfch!anb Im Bef.tz eine» Sender» der ganz Europa beherrschen wirb und damit im B.-f.tz eine» nicht zu unter- 'chäyenben propagandistischen Mittel». Davcntrv ist damit zwar nicht auSgefchaltct. aber doch bei weitem überflügelt worden, was jetzt in da» Mikrophon von Zecken tönt, wird ganz Surr Pa vernehmbar werden.

3ccten übernimmt nunmehr bie Abgaben von .Rönig6wuRerb<nilen. und es wird, wie der alte Sender, auch von Bersin, vom Borhaute am Potsdamer Platz au» bedient werdm. Die Tortragenbtn Haden allo nicht bic etwa» um- ständiichc Rette nach Seelen zu machrn. Ne reden am PoiSdamer Platz unb ihre Borträge werden durch Sabel nach Zeefen ttxn:crg:leitet Aber ntch nur Berlin wird Nch an diesen Salbungen durch Europa beteiligen, man beabsichtigt viel­mehr allabendlich da» Wertvollste au» den sämtlichen Programmen Deutschland» auszu- wäh'.en unb biete Slitcscndung deutscher Runb- sunkkunst in die Wei'. zu schicken. Der neue Sender ist al'o auch ein Kultutptopa- ganbamittel ersten Range», das cdenfa- viel nutzen wie schaden kann. E» wirb darauf anlotr.nxn. wie diefc» Mittel von den verant­wortlichen Stellen verwalt« werden wird. Mir

Atemand würbe behaupten, dah unter Land vollkommen fft Rlemanb mit angemessenem Der- flänbni» für vergleich»weite ober selbst mit M^ränfter Weltkenntnis wird e» Voraussicht. Nch zum Seocnkanb eitler Prahlerei aulerfeben Unb doch Tollte eine mäßige Begabung mit solchem Berstandnl» und solcher Renitni» bin- «eichen, die meisten von unseren Sritifern unb Bemällern nicht nur zum Schwege" i i bringen. Ion bem sie sogar mit gesundem Respekt unb mit Bewunderung ju erfüllen. Eine Ration, die llch in der kurzen Spanne von 150 Jahren von einer ringenden Dependenz zu einer führen den Macht in brr Dell emprrgehoben Hai. ohne ihre eige­nen Leute zu bedrücken unb ohne Ungerecht igle t gegen thre Rachbarn hat wenig Anlah. Rach- llcht ober Entschuldigung zu heischen.

Aber Der!rauen zu unterem Lande zu haben, bedeutet nicht, bah wir seine Probleme veigellen ober vernachlässigen sollen Die menschliche Rasse Ist eine endliche. Schon Ihrer Ratur nach ist sie Beschränkungen unierworfen. QBlr mögen richtige Regierung» Prinzipien haben, aber He werden nur teilweise zur Anmeldung kommen. Mir mögen u*eite Einrichtungen der Eesellschast haben, aber sie werden nut unvollkommen gestutzt werden. Tod) wenn wir nicht Dilllommmsteit erwarten können, fo ist da« Mn Grund, auch nicht Aort- schrftt erwarten zu können. Auf jenem Gebiet hebt unter Erfolg ohne Eteichen da. Die überragenbe Vctfhmg Amenka» mit seinem Fortschritt in der Förderung ber allgemeinen Wohls ahrt feine» Volke» ist unbestritten

Obwohl wir Religion unb Erziehung nicht vernachlässigt haben, fv haben wir doch unsere Wohlfahrt In der Bergangenheit baupt- lächllch In der W l rtfchaft»fraae erblickt. Unsere Bevölkerung hat sich während einer er­heblichen Reihe von Jahren rapide vermehrt, wir haben grobe Mengen von auklänbischer Be- i'blkcrung ausgenommen. Zum größten Xetl waren diese Leute krastvoll. untern bmcnb und von gutem Obaraher. aber fast immer mitteUo» unb oft auch ohne Kenntnisse. Aber für bte Erfor- bernille be» fFrcnjIebeu« haben sich viele von unfern eingeborenen Leuten in beri eiben Loge befunden. Alle biete Leute zu einer Organisation zu vereinen, in ber sie nicht nur ihren Lebens­unterhalt verdienen, sondern durch Fielst unb Sparsamkeit Gelegenheit erhalten, ein Vermögen anzufammein wie es in diesem Lande fertig «bracht wurde. Ist eine ber wunderbarst an Vet- stungen. die je von ber menschlichen Eelelischaft auAgesühn worden ist. Da» wäre ohne die äußerste Äonyntration der privaten unb ölsent-

Oie Hecreskosten.

Bei der Beratung de» französischen Heere»budget» in der Sammer haben ver- schied^-no Redner aus die Ziffern be» deut­schen Reichswehrelat» bezug genommen, um da­mit bie V/7 Milliarden Mehruufwenbungen zu rechts,-riigen. die ba» französische Heeresbudget für 1^23 aufweist.

Sanz abgesehen davon, dah bttbei mit zum Teil unrichtigen Angaben operiert worden ist. lassen getube die französischen Kritiker der Reichs­wehr immer au fier acht, welch fundamentaler Unterschieb zwischen einem Heere mit all­gemeiner Dienstpflicht und einem Heer au» Beruf »f olda len besteht, unb U>e!che gewaltige Verteuerung der butschen mili­tärischen Aufwendungen dadurch entstanden ist, bah ber Fneden-vertvag die Deriorgimg btt Reichswehr mit allem Äriegömateriol dem Wettbewerb bet freien 3 n b u ft r i e ent zogen unb in die Hände einer kleinen Anzahl, durch ba» Ausfuhrverbot von Kriegs­material zu unfruchtbarer Arbeitsweise verurteil­ter Mvnvpvlbe t riebe gelegt hat. Ader von Meten allgemein bctnmtcn Tatsachen <V>- geteben, gibt den französischen Argumenten im- gewollt etne treffende Erwiderung ein Bericht, den ba3 bekannte Bankhou» HtHgm * 6a In seinen Wirtschaft »Übersichten über den .Eins lud ber 'Utebrmod)18oermtnbmmg auf da» gesamte öffentliche Finanzwesen" gerade eben veröffent­licht. Darin wirb fcftgeftellf. und zwar an Hand von eigenenrmlttlunjcn be» Bert aller», nicht von amtlichen Angaben, dah die Ausgaben f ü r ben Soldaten der unter ft en Rang­stufe wie folgt gestiegen sind:

Cberbcffitoer Geschichtsverein.

3n der letzten Sitzung sprach Prosessor R e e b au» Mainz über die Geschichte de» Main­zer Dome» und führte etwa folgende» au»:

Der in der Zeit von 978 bi» 1009 erstandene erste Dombau de» Erzblschos» 'Billigt» brannte am Tage seiner Einweihung ab. Ein sofort in Angriff genommener Heu bau unter Erzblschos Bardo konnte tm Jahre 1036 eingeweiht werden Dieser Bau. ber llvilltgis-Barbo-Dom. war eine slachgedeckte Pfeiler- oder Säulenbaftlifa. die mit ihren Grundmauern zum Xetl auf älteren römi­schen Mauerresten stand Auch dieser Dau fiel dem Feuer zum Opfer, und zwar im Jahre 1061.

Aus feinen Fundamenten wurde unter Hein­rich IV unb Srzbifchof Adalbert l ein neuer, unb zwar gewölbter Bau erstellt, ber heute noch ben romanischen Äetn be» Dome» bildet Da die allen Fundamente sich der Last ber Pfei­ler und Wölbungen nicht gewachsen zeigten, ver­stärkte man fie, und iC-at wurden sie durch P f a h l r o st e verbreitert. 3n dieser Wastnahmc ist die Wurzel zu de-, späteren Schäden zu er­bt iden, denn tm Lause bet Jahrhundert? senkte sich ber Spiegel be» (SrunbtMter». in bem die Pfahlroste standen, die Köpfe der Roste kamen trocken zu liegen, faulten ab und die Fundamente lagen stellenweite bi» zu 20 Zentimeter hohl. Schon um 1200 must Erzbischof Äonrab 1. die Wölbung des Heinrich-Adalbert-Dome» erneuern. Um bic gleiche Feit wird auch an der Stelle de» Querschiktes de» Willigi»-Dome» der heutige Westdcu begönne:' der unter Erzbischt« Sieg- fried III. vollendet und um 1239 eingeweiht wurde.

Dom Ende de» 13. Jahrhundert» an wird der Dau durch eine Reihe von Seitenkapellen un gotischen Stile erweirer:.

3m Jahre 1767 schlug der Blitz in den Holzhelln be» westlichen Turme» unb zündele. Daraufhin baute Franz Ignaz Michael Reu­mann ben Westbau nut T. rmen feuer stcher um. eine künstlerisch wie technisch geniale Leistung.

stattgefunden eine Aristokratie mit Reichtum au»- zustatten. Sie ist von der Regierung gefördert unb ermutigt worden um die breiten Schichten be» Dolle» mit einem Einto, men zu t*rteben.

Amerika be^ichnen. Segentpartig ist unter Land die Heimstätte de» Frieden», der a!lgcm<inm Freiheit und urutngezweitelten Lohalität - im Besitz der Achtung der Welt al» gewaltige Macht - beständig, kicher, hoch anqctehen. Da» Bvlk gen.eht Wohlstand bte Maststabe der sozialen berechtigte', waren niemal« fo hohe die Rechte be» Individuum» niemal» Io umfang-

ber Theorie gewesen, bafi. in Meiern Lande wenigsten», für die menschliche Wvhlsahri mehr durch Ermutigung der privaten 3nitia- 11ve. al« durch Regierungrhandlungen erzielt werden kann. Wir haben danach gestrebt, ein Stiftern ein zuführen unter dem ba» Dolk die Regierung unb nicht die Regierung da» Volk fpnttolltcrcn sollte Wenn wirtschaftliche Frei­heit aushört, wird bie politische Freiheit zu einem leeren Schatten. Ö» war daher unter Wunsch, das, die Dewobner beo Lande» alle gewinnbringenden und nicht direkt mit dem Re» gierung»dienst verkniüpsten Deschäftigungen be­sitzen unb leiten sollten. Wenn bic 'Remer-mg einmal ein Gefchäst übernimmt, must sie ba» Felb allein beherrschen. Rlemanb kann mit ihr for.hirricren Da» Re'ultat ist ein lähmende» Monopol 3m Dersolg dieser Politik geschah e». da st wir den Rational-Drundbesitz veräußerten. Die Dunde»reaierung hat die Landwirischast de» Lande» mit einem ungeheuren Reiche zu einem rein nominellen Preise ausgestattet. Ilm den Dedürsnissen jener Reg.onen zu entsprechen, hit |ic groste Lanbsubventionen erteilt, die bKtpeilcn von Ärebiten zum Dau ihrer Eisertbahnen be- aleltet wurden. Sie gibt selbst jetzt noch grobe Summen für den Dau von L^ndftrasten au», be»

vollständiger vor Rügen geführt al» die >9rsad- rung der letzten Jahve Unerwartet wurden wir btnemgcrtflm. Ohne Jaubem, m Mute entsprachen wir den Anforderungen jener gcabr.'dlen Tage Wir be» Itegten nicht nur den iemb. sondern wir beUegten un» selbst In ber Stunde be» Siegel erzwange ' wir feine Deute Während der Reaktion auf ben

be» Dolle» mit einem Oinfotrnnen zu vor«eben, ba» hinretcht, ihre Leben»haltung auf etne. einer freien und aus gellt rl en Ration würdige Stufe zu heben Bei t*r Ausführung diese» gewaltigen Unternehmen» dt» in feiner Mallung und Durchlützrung von keiner menfchlichen Fortfchrjtt»- bemÜbung jemals übertreffen worben ist. haben untere 0Inwohner die weitere Wohltat einer cntfprechenden <7baratterenttridlung erfahren. Die ckrgebniffe finb bi» in bte einfachsten Heim­stätten im Lanbe gcbnmgen und haben mit bet «tunbe. bast ihnen die Tur der Sclcgenbcit auf- getan wurde. Hoffnung und guten Mut dorthin getragen C» wäre g.'n«I'.ch falsch anzunehmen. dast unsere gegenwärtige Lage da» Resultat etne» ^ifall» sei. Sie entflammt einer sorg­fältig erwogenen Politik, die zum größten Teil konsequent befolgt wurde.

Irarr-fa tW viel mehr, al» eine gcozraph sche -imma 04 ist eine ÄPmbmaium unb etemRerwonbr 1<d»«l 3» >st die Bestimmung einest dominierenbe-> Iioniervolke». ba» alle Be- f*BeTbm der Besiedlung einest neuen Landest er- trägt und enllchlollen ist. frei zu tem. Ost ist bte Erklärung bet Unabhängigkeit unb bie Bunde»serta'fung mit einem System brr lokalen Sefttwgtenwg. O» ist die Jntwtdlung »arm. der Fabrik unb be» Bergivert'». ÄÄafhma eine» über ar osten Hin bei» und

Wohlstand und seinen hohen Maßstäben der Lebenshaltung zu erreichen. Denn diese Ber- hältniffe auteech: erhalten werden teilen, exrb lene Politik fortgeletzt norden müllen. Auf eini­gen Linien können wir mit der ganzen Welt konkurrieren, aber im allgemeinen lind unter« Vanbtrirti4>aft unb untere Industrie gezwungen, mehr für die Ausstattuna ihrer Einrichtungen auezullgen und einen viel höheren Lvhnlatz zu zahlen, lietnben daher ba i ihre Produktions­kosten viel höher finb. als in irtm.vn Ländern ?tbe weieniliche Her^bfetzung unferrr allgemeinen Taiiffär-f mürbe Ichließlich zu einer brastllchen Deflation tn unterer landwirtfchaEtlichen unb industrieller. Werten, in den Lohnsätzen und tn den Mahstäben ber Lebenshaltung lubmi. Unter unterem gegenwärtigen System hat unter Außen­handel ben höchsten Friebensstanb erreicht unb unter nationale» 0 in kommen bat sich stetig zu bem enormen Umfange von 90 Milliarden Dollar lur da» letzte flalenderiahr vermehrt. Dies stellt einen Produktion»- und Handelstbetrig bar. der alle», wa» irgendein andere» Land je errcubl bat. weit übertrifft. 0» ist der >tentlh untere» Wohl­stände« Alle» die» feilte bei einer Abschätzung de» Werte» untern lange-bestehenden Politik in Erwägung gezogen werden.

Während mir die Unternehmungslust de» Lande» unbeschränkt in private Hände legten, haben vir ein System der RegierungS-Regu- latlve angenommen und im Wege de» Cteteoe» Deichränfungen bc» Handel» und unlautere ®e- pslogenheilen im Handel für unerlaubt erflärt, damit ba» Publikum bir vollen Dorteile jeher anständigen Konkurrenz geniesten kann und die Ctelcncnbeitcn unsere» Handel» allen gleich 1rci- stchen Vorrechte haben weder in unserem poli­tischen noch tn unterem Wirtschaftssystem Platz. Die» find einige der wirtschaslltchen Resultate, bic au» ben amerikanischen Prinzipien be» Her- lalle» aus die Initiative unb Freiheit be» In­dividuum» hervorgegongen sind. Os ist bic wahre Antithese be» Kommunismus, aber e» hat bic allgemeine Wohlfahrt de» Dolle» logar weit übet die Dcrfvrechen der Eitremcn dlnau» em­porgehoben Aus bemfclbcn Prinzip stammen oolkstiimlichc Erziehung, ba» Recht auf Eerechtig- feit. Redefreiheit, und freie Ausübutm de» Ootte»bicnftce. wa» wir alle» unter der Bezeich­nung .Freiheit unter dem Velcy" hoch fchatzen. Wir ruhen auf diefen Fundamenten. Sie sind die Stützen beilpiellolen Fortschritt». Wohlstand» und allgemeiner Aulllärung gewesen. Sie alle sehen für uni ziemlich groh au» ist möglich, dast fic in kommenden Generationen klein er­scheinen. 0» ist notwendig, stet» daran zu denken, bah wir dielen Punkt unterer Entwicklung nicht ohne eine Welt voll Kampf unb Mühe unter vielen Enttäuschungen unb vielen zeitweiligen Rückschlägen erreicht haben. Wir haben gezeigt, dast wir imstande find. Mißgeschick zu ertragen und es zu überwinden

Der Prüsstein, der jetzt an die Bereinigten Staaten gelegt wird, ist Wohlstand. Richt» gibt e». da» die Seele eine» Volke» sicherer ent­hüllen kann. Die Deschichtc ist voller Beispiele von Rationen, die durch ihren eigenen Reichtum den Untergang gefunden haben. E» ist richtig, dast wir etne Heine, aber lärmende Sippe der Ausschweifung und Verschwendung angefammelt haben, die in Faulheit au'wächst, und noch eine andere unerwünschte Klosse, die ohne Arbeit zu leben such!. Ein erfolgreiche» Volk ist immer der ®.cr de» Lasterhaften und de» Verbrecher» ausgesetzt. Aber ble (allen vor­nehmlich burcy ben Gegensatz aus. Die große Masse untere» Volke» ist. wa» lie auch an Be­sitztum ,hr eigen nennen mag. gewissen hast und arbeitsam und sucht, der Menschheit dienlich zu lein Sic weist, dast die Doktrin der Beguem- lichlcit. die Doktrin ber Unterwerfung und de» Verfalle» ist. Der Anstrengung, welche diese» Land aufgebaut hat. fügt fie Die erhöhte Anstren­gung hinzu, e» zu erhalten. Da» Herz der Ration ,st gesund. Richt» hat den S baralt er Amerika»

kriegenschen Ausschvung. erlitt die moralische Kröte brr Ratten nur geringe Iterminberung. Mit auf! aller bet urückhaltung und ouöerribent- licher ckelbftbeher: chung wandten wir uns unter Enthaltung von allen Ausschreitungen den Frie- bensproblemen der Diederberstellung und be» Wtederausboues zu Unter Aufstieg m ber Welt bat uns neue Probleme, ne-e Berantworllichkelt. tewchl daheim wie tm Ausland, gebracht. Da» Retz unterer Angelegenheiten Ist äußerst zart, äußerst oertDlddt. Eräugen, transportieren, auf ben Morst bringen «inanveren olles das er- ordert ein höheres Gcfchlck. eine tniclligeniere Organisation, als bei einem weniger entwickelten, weniger wohlhabenben Volke. In der Xot war c» jene* Geschick und jene Intelligenz, welche da» Maß unteres Erfolge» abflabett Ta» gesamte Leben ber Ration alle ihre wtrtschostllchen Tätig­keiten find derart In wechselseitige Beziehungen ix-rtooben worben, bah schlechte Aiipassung in trarnbeincr betlelben hinreicht um ernste Un- nrbnung tn allen übrigen zu erzeugen

Um etwa» mehr eu tetn. al» ein Ackerbau treiben des Volk, ohne bcmufdK Märtte sür lanb- wirlschattliche Orzeuonisse, bei dem jede Fomille nur die Mittel zu ihrem eigenen UnterstUt auf- brachte unb gezwunaen war, ausländischen Fa­brikations-Zentren Tribut zu zahlen, sich selbst erhaltende Gemcinschali ,r nxlche bte au» einer Dielsältiokeit ber Befchäs- ligungen unb Interellen ent'pringenben unb für bie Tilbung be» Ralional-Tharaktertz fo wün- fchenswerten Vorteile erhält, haben wir väh- tnib einer Zeitperiode von über 100 Iahrcn ein Systeiu ber Schutzzölle eiiigeführt unb in sehr weitem Umfange ausrechterholten. Tie» Hot im» in ben Staub gefetzt, untere natürlichen HilsSqucllen zu entwickeln, untere großen In­dustrien auszudaurn, Beschäftigung für untere wachten de Bevölkerung unb Morste für untere verschiebent'.ichen .Fama- unb Fabrik-2rzcu-rniffe zu verschaffen. Diese Politik ist leychtn durch Sinschlust ber Cintt>anberung6bc14ränhing ertnet- ,ert werben. Ohne den Einfluß eine» Schutz- Zolltarif« wäre es unterem Lande nie möglich aetnefen. seinen gegenwärtigen Zustand der viel- fältigcn Entwicklung mit seinen liberalen Lohn- Iahen, seiner bisher unerreichten IteN 'lung von

Oer deutsche Europa-Sender.

Tn grStzte Lrndrr brr Welt.

Rachdcm vor einigen Wochen bre erste B ll ö* telegrapbenlinie von Verlin nach Wien mir Öl'endlichen Benutzung fretgtgti>en würbe, hat die beutiche .Funktechnik m.t bet Inbetrieb­nahme be» Zeekener Sender» einen wei­seren Schn« vorwärts getan.

Dieter neue Sender, der jetzt fr«;<kgeben 'n. Mrte eigentlich nach Königswusterhaufen kommen tellen, von wo bisher der Sender biete» allen Rundfunkhörern wohlbekannten Ort» die beutiche Welle au' her Dellenlänoe 12Ö3 verbreitete Da dort kein Platz mehr zu schallen war. hat die Re ich» post von bem Lutichi'ibau Schütte-Lonz ein Eeländ? bei Zeesen, etwa 20 K lorncter süb- lich tvn Berlin und einige Kilometer von Königswustcrhou'en entfernt, erworben unb hier bie neue Station ertchallen. die innerhalb der kurzen Frist eine» Iahte» hochgewachfeii ist.

Die Stöße unb Reichweite be» neuen Sen* bet*, der jetzt - - allen voran wirklich Europa beherrschen wird, kann nur durch Bergleiche Hat- gemocht werben Der Witzlepenet Funktutm. da» neue Wahrzeichen Berlin», ist trotz feiner 138 Meret Höhe immer noch ein kleine» Krnd gegenüber den Srahltürmen von Zeelen: ihre Höste beträgt 210 Meter Inmitten d.eter «chlan- len Eifenriefen erheben f.ch bie Stanonsgeböude. welch« die getarnten technischen Einrichtungen ent­halten. Der Sender von Zeesen har eine Energie von 120 Kilowattn ba» scheint uns. bi* wir m.t touknben von Bolt zu rechnen pflegen, zunächst wenig, übertrifft aber :ar«äch'ich bie Energie oller Sender bet ganzen Welt. Mit 120 Kilowatt konnte man den Energie­verbrauch einer kleinen Stadt ohne Mühe bestreiten. Der weltbclamile Senbcr von Daventty. der in ganz Europa gehört wird, bat nur 20, der amerikanische Sender von Sche- uectabD mir über 50 Kilowatt. Das heißt, auf deutsche Derhältnille umgercchner. daß bet Zee- fener Sender dreistunberNnal fo stark ist wie der erst« deutsche Sender, weichet vor e n-.gen Iahten in Berlin gebaut würbe und den Anfang des beutfcbcn Rundfunk» bildete.

Mark Mehraufwand gegenüber den Un­kosten der entsprechen!_<n Monnfchastszahl Im Iahte 1911 eroeben Diese Kosten st-igern sich natürlich bei Ossizieten unb Unterossi zieren ganz

1927 Wr

400 2W)

402

röfrnunq ungeheurer Linien für Reiten zur unb zu Lande, mit wachsender Bvlegeuheit Erziehung unb Freiheit für rtlifllöien Gottes­dienst. Un'et Land ist da» Ergebnis umlaß- baren Triumphe», und verleihl feinem Volke unaus'prechliche materielle unb geistige Beloh­nungen, wodurch es htbirth die Maßstäbe der Dell hebt. <M ist ein« Kombination aller dieser